Genuss und Entschleunigung – das ist Juist (Teil 2)

20. Dezember 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Juist steht nicht nur für Strandurlaub, Entschleunigung und Meer, sondern auch für Genuss. Was gutes Essen (und Trinken) angeht, wird hier, glaube ich, jeder fündig. Und das nicht nur mit leckerem, extrafrischen Fisch in allen Variationen.
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass wir u.a. aufgrund der Genusstage auf Juist waren. Diese fanden bereits zum 2. Mal in Kooperation mit dem Slow Food Convivium Ostfriesland statt. Einige Restaurants der Insel nehmen daran Teil und bieten in diesem Zeitraum eine spezielle Speisekarte mit regionalen Gerichten an. Zusätzlich gibt es im Rahmen der Genusstage Vorträge und Infostände zum Thema. Wie Ihr wahrscheinlich mittlerweile wisst, bin ich ein Fan der Slow Food Bewegung und des regionalen Ernährungshandwerks. Qualität und Wertschätzung von Lebensmitteln gehören für mich beim Thema Genuss einfach dazu. Und das passt ideal zum Nachhaltigkeitskonzept der Insel.

Deshalb stand für uns ein Essen in der Hubertusklause auf der „to-do-Liste“. Das Restaurant gehört zum Nordseehotel Freese und ist Unterstützer von Slow Food Deutschland.

Natürlich gab es eines der speziellen Genusstage-Menüs im gemütlichen, rustikal eingerichteten Restaurant. Außerdem noch Live-Hintergrundmusik und meganette Bedienung, das konnte nur ein schöner Abend werden!

Aber auch am Folgeabend ging es mit einem Highlight weiter. Auf uns wartete ein Genusstage-Menü im „Danzer’s Feines Achter’n Diek“ im Hotel Achterdiek, ebenfalls Unterstützer der Slow Food-Bewegung. Hier gibt es „kreative Slow-Food Feinschmeckerküche“, wie der Chef des Hauses selbst zusammenfasst. Stephan Danzer, gemeinsam mit seiner Frau Gaby Eigentümer und außerdem Küchenmeister, kommt gebürtig aus dem unterfränkischen Haßfurt, das konnte ja nur gut werden!  Die Küche erhält regelmäßig Auszeichnungen, u.a.  vom Guide Michelin oder dem Feinschmecker. „Wo die Liebe den Tisch deckt, schmeckt das Essen am Besten“, dieses Motto der Familie Danzer fasst den Abend super zusammen. Toll zusammengestellte Gerichte, dazu leckere Weinempfehlungen und ein schönes Ambiente, was will man mehr?

Beide Restaurants kann ich Euch bei einem Besuch des Töwerlands wirklich nur ans Herz legen! Und die Genusstage finden auch 2020 wieder statt, nämlich am 4. und 5. September.

Für einen Kaffee, Kakao oder Ostfriesentee zwischendurch gibt es natürlich auch einige Möglichkeiten auf Juist. Was man sich nicht entgehen lassen darf, ist ein Besuch des Lütje Teehuus. Hier einen „Kaffee, wie Oma ihn trank“ (mit Sahne und Kaffeelikör) bestellen und genießen. Eine perfekte Anlaufstelle, um die Reserven aufzufüllen und Spezialitäten aus Oma Miele’s Küche zu probieren. Gerade bei Schmuddelwetter einfach nur traumhaft. Falls noch ein Plätzchen frei ist. Die Waffeln sind ebenfalls ein Gedicht, und wenn dann noch das Kaminfeuer flackert, gibt’s wahrscheinlich nichts Gemütlicheres.  

Gemütlich ist es aber auch im Meeresleuchten, einem kleinen Café und Weinbar, in dem fast alles hausgemacht wird. Jeden Tag mehrere Kuchen, Suppe oder Brot und Aufstriche. Ich hatte eine megaleckere heiße Schokolade, eher zum Löffeln als zum Trinken und wahrscheinlich Ersatz für MINDESTENS eine ganze Mahlzeit. Aber wir waren ja nicht zum Kalorienzählen auf Juist!

Falls zwischen dem kulinarischen Angebot noch etwas Platz ist, hat Juist auch einiges in Richtung Wellness zu bieten. Wer dem eigenen Körper etwas Gutes tun möchte, dem kann ich das Biohotel AnNatur empfehlen. Hier gab es eine richtig geniale Massage. Ich weiß, es hagelt heut quasi Empfehlungen, aber wenn es halt auch so gut war – kann ja ich nichts für. ;)
Im Biohotel soll man auch sehr gut vegetarisch essen können, aber leider hat das mit unserer Reservierung nicht geklappt, also müssen wir uns das für den nächsten Inselbesuch aufheben.

Am nächsten Tag schwangen wir uns auf die Räder, um weiter die Insel zu erkunden. Geplant war Richtung Westen, also Richtung Domäne Bill und Billriff, zu fahren. Es ging ziemlich gegen den Wind – wie soll es auch anders sein. Murphy’s Law. Wir fuhren vorbei am Hammersee und legten dort einen kurzen Stopp ein, aber es sollte ja noch weiter gehen. Der Hammersee, der größte Süßwassersee auf einer Nordseeinsel (der eigentlich durch eine Teilung der Insel nach einer Sturmflut entstanden ist, so ganz kurz gesagt), Salzwiesen, auf denen die Pferde zu finden sind oder die Dünenlandschaft – Juist ist einfach schön! Wir parkten unsere Räder und dann ging es zu Fuß weiter. Warm und windfest eingepackt zum Strand. Von der Domäne Bill aus kann man einmal um das Billriff wandern. Hier treffen sich Nordsee und Wattenmeer und wer Glück hat, kann sogar Seehunde entdecken.

Den Kopf frei pusten lassen, ist genau das Richtige. Nur wenige Leute waren unterwegs, herrlicher Sand,  schöner Wind = traumhaft! Auf Grund des Wasserstandes konnten bzw. durften wir nicht weiter auf die Bill laufen, wäre zwar theoretisch möglich gewesen, aber wir möchten ungern vom Wasser eingeschlossen werden. Wie auch in den Bergen gilt: Safety first!
Auf dem Rückweg wurde noch etwas Müll eingesammelt, super, dass es dafür extra Boxen gibt. Zurück an der Domäne Bill, einem ehemaligen Bauernhof,  stärkten wir uns nach unserem Spaziergang. Die Gaststube bietet alles, was man sich als Franke „im hohen Norden“ wünscht: Tee in allen erdenklichen Variationen, warme Suppe und der hausgemachte Rosinenstuten ist mittlerweile schon legendär. Gut, wer Rosinen mag… für mich dann doch lieber ein leckerer Milchreis!  

Gott sei Dank hatte sich der Wind nicht gedreht und somit ging es mit Rückenwind wieder zurück ins Dorf.
Das Wetter sollte am nächsten Tag leider schlechter werden und es war Sturm gemeldet. Auf der Insel nichts Außergewöhnliches, denn hier wird auch bei stürmischem Wetter fleißig geradelt. Obenrum mit Regenjacke, untenrum mit Regenhose und barfuß – die Jungs und Mädels sind abgehärtet. Uns hielt das Wetter auch nicht davon ab, den letzten Nachmittag zu nutzen und noch einmal am Strand zu spazieren. Eine kurze Trockenphase abgewartet, raus aus der Ferienwohnung, über die Düne und schon waren wir am Wasser. Mit dabei natürlich Regenjacke und -hose. Regen, Wind und (fast) keine Menschen, so etwas macht man einfach viel zu wenig.

Zu schnell war unser Besuch schon wieder vorbei. Und obwohl die Insel nicht riesig ist, gibt es noch einiges mehr zu entdecken, was wir beim ersten Besuch nicht geschafft haben bzw. uns für das nächste Mal aufheben. Vom Naturlehrpfad bis zum östlichen Teil der Insel oder bei schlechtem Wetter ein Besuch im Meerwasser-Erlebnisbad und abends mal ins kultige Inselkino gehen. Aber das größte Highlight ist einfach die Natur und die Ruhe zu genießen.
Für „Süßmäuler“ wie mich oder als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen gibt es noch etwas Juister Nougatbruch vom „Süßen Günter“ bzw. seiner Tochter Ela,  ein perfekter Süßwarenladen, von dem man als Kind immer geträumt hat.

Die Rückfahrt mit der Fähre ging schneller als gedacht. Durch den Sturm und den auflandigen Wind war genug Wasser vorhanden und wir konnten etwas mehr „querfeldein“ fahren als auf dem Hinweg. Selbstverständlich mit ordentlichem Wellengang, damit der Spaß auch nicht zu kurz kam.
Juist hat schon etwas ganz Besonderes. Ob es die fehlenden Autos sind, die Pferde, die Fahrräder oder einfach nur die Gastfreundschaft der Einwohner – es gefiel uns und wir kommen definitiv wieder, nicht nur so daher gesagt! Wir sind verzaubert!

Ein dickes Dankeschön geht an das Team der Kurverwaltung Juist, die dieses Erlebnis überhaupt erst ermöglicht haben.

Schmackofatz-Tour durch Ostwestfalen-Lippe und das Bergische Land – Teil 2

23. Mai 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

Weiter geht es mit dem Bericht unserer „Schmackofatz-Tour“ durch Nordrhein-Westfalen – Neuer Tag, neuer Ort! Von Detmold ging es ins Bergische Land, nach Altenberg, einem Ortsteil von Odenthal. Insgesamt eine Fahrt von ca. 2 Stunden, aber wir wollten schließlich noch mehr Ecken von NRW entdecken. Altenberg ist unter anderem bekannt für den Altenberger Dom, welchen wir natürlich besichtigten. 1259 wurde mit dem Bau begonnen, was sich dann – wie bei so einem Dombau üblich – eine Weile hinzog. Ich finde es ja immer total faszinierend, wie grandios damals schon gebaut wurde, so ganz ohne heutige Technik und Möglichkeiten. Das Westfenster ist übrigens das größte gotische Bleiglasfenster nördlich der Alpen und wahrscheinlich auch eines der schönsten.

Altenberg war übrigens quasi die „Wiege“ des Bergischen Landes, denn dort hatten die Grafen von Berg ihren Stammsitz. Auf ihr „Herzogtum Berg“ geht die heutige Bezeichnung „Bergisches Land“ zurück. Nach einer Stärkung im Hotel-Restaurant Wisskirchen ging es auf unserer Pressereise wandertechnisch weiter. Apropos Stärkung – wenn Ihr im Bergischen Land unterwegs seid, probiert unbedingt einmal die original Bergische Kaffeetafel! Etwas ungewohnt (weil gleichzeitig süß und deftig), aber sehr lecker! Neben Rosinenbrot gehört Pumpernickel dazu und diverse Aufstriche, quasi Kaffeetrinken mit allem Drum und Dran. Den Kaffee gibt es aus der „Dröppelmina“ und ein Schnaps zum Schluss darf natürlich auch nicht fehlen.

Falls Ihr als Startpunkt Eurer Wanderung den Dom wählt, empfehle ich die Route Richtung „Burg Berge“ und weiter Richtung „Schloss Strauweiler“. Wenn Ihr auf der Höhe des Schlosses die Straße überquert und den Mühlenweg entlang geht, trefft Ihr nach ein paar Metern ein paar größere Modellbauexemplare. Und mit etwas Glück taucht auch der Erbauer der Stücke auf und erklärt etwas zu seiner Arbeit. Günter Blömer ist 86 Jahre jung und konnte sich schon immer für den Modellbau begeistern. Aber Ihr müsst ihn einfach live erleben -mit so viel Detailliebe, Handwerkskunst und einer riesen Portion Humor! Einfach nur genial!

Der Tag war allerdings noch nicht zu Ende. Nach einer kleinen Erholungspause durften wir uns im Sternerestaurant Zur Post verwöhnen lassen. Carpaccio vom Kalb mit Belper Knolle, Atlantik Hummer, Filet vom bergischen Weiderind mit Morcheln – um nur einige leckere Varianten zu erwähnen. Warum mir jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, ist mir auch unschlüssig. ;)

Geschmacklich ein Traum und nur zu empfehlen! Die Kombination der verschiedenen regionalen Zutaten ist einfach genial und im Gespräch mit Christopher bzw. Alejandro spürt man die Leidenschaft, mit der die beiden Köche ihrem Beruf nachgehen. Also falls Ihr in der Nähe seid, rechtzeitig reservieren, bringt etwas Zeit mit und genießt es!

Den Abschluss unserer Pressereise machte am Folgetag noch ein Abstecher in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Wetter war herrlich. Glaube es war sogar der erste schöne Frühlingstag in diesem Jahr. Ob Königsallee, Rheinuferpromenade oder am Rathaus, die Menschen waren auf den Straßen unterwegs und genossen die Sonne. Auch bei uns ging es wieder um Genuss. Eine Stadtführung der besonderen Art stand auf dem Programm, bei der geheime Plätze und verschiedene Köstlichkeiten entdeckt wurden.

Den Ausklang machte am späten Nachmittag noch ein Besuch der Kochschule Düsseldorf, bei dem ich allerdings nicht mehr ganz bis zum Ende bleiben konnte. Für mich ging es nämlich mit dem Zug Richtung Heimat und somit verpasste ich das Ergebnis. Schade, denn erstens koche ich sehr gerne und zweitens sah das Essen bei meinen Kollegen sehr lecker aus.
Aber dann muss ich wohl einfach wieder einmal in das schöne Nordrhein-Westfalen fahren zum Genießen!

In Kooperation mit Nordrhein-Westfalen Tourismus – Vielen lieben Dank!

Schmackofatz-Tour durch Ostwestfalen-Lippe und das Bergische Land (Teil 1)

7. Mai 2019 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Nordrhein-Westfalen, unser bevölkerungsreichstes Bundesland, ist immer eine Reise wert. Egal ob zum Städtetrip, einem Kulturevent oder z.B. zum Relaxen und Wandern auf dem Land.
Nachdem ich aus dem schönen Altenmarkt-Zauchensee zurück war, ging es – nach ein paar Tagen im Büro – direkt weiter nach Nordrhein-Westfalen auf die Schmackofatz-Tour, eine Pressereise mit kleinen Wanderungen und viel Genuss. Meistens natürlich erst nach den Wanderungen, denn wir mussten uns das leckere Essen schließlich verdienen. Ohne Fleiß kein Preis! Und vielleicht musste auch wieder Bier „gerettet“ werden – so wie bei meinem damaligen Besuch. Man weiß es ja nie…

Also ab nach Detmold. Wohin? Genau, es ging für mich mit dem Zug über Hannover und Bielefeld (Ihr wisst schon) in die 73.000 Einwohnerstadt nach Ostwestfalen-Lippe. Soweit ich mich erinnern kann, war ich in meinem Leben noch nie in Detmold (bzw. in Ostwestfalen-Lippe). Dementsprechend war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Nun, Detmold begrüßte mich mit schönen Fachwerkhäusern und einem Residenzschloss aus dem 16. Jahrhundert. Da der Stadtkern von den Weltkriegen zum Glück weitgehend verschont geblieben ist, prägen über 700 Baudenkmäler das Stadtbild. Der erste Eindruck war wirklich sehr hübsch – und das trotz Nieselregens! Spricht für ein ausgiebigeres Wiedersehen. Unser offizielles Programm war nämlich vollgepackt und startete am nächsten Tag, wie angekündigt, mit einer kleinen Wanderung. Ausgangspunkt war das Hermannsdenkmal im mystischen Teutoburger Wald.

Der „Hermann“, das Wahrzeichen der Region, ist ein imposantes Denkmal, welches an die historische Schlacht im Teutoburger Wald erinnert. Übrigens ist dies die höchste Statue Deutschlands und bis ca. zur Hälfte begehbar, was wir natürlich ausprobieren mussten. Neben der (normalerweise) herrlichen Aussicht, dient das Hermannsdenkmal auch als Forschungsobjekt, denn dort ist eine Messstation für Blitzeinschläge installiert. Mit seiner exponierten Lage und dem in die Luft gestreckten Schwert ist der “Hermann” wie geschaffen, um Blitze anzuziehen.

Viele Wanderwege führen an der Statue vorbei oder beginnen hier. So kann man ganz gemütlich durch den Wald zu nächsten Einkehrmöglichkeit laufen. Unser Ziel war das Landhaus Hirschsprung. Hier bekommt man leckere saisonale und regionale Gerichte serviert und Wildgerichte sind – wie der Name schon vermuten lässt – eine Spezialität des Hauses. Bei uns kam aber eine andere Spezialität der Region auf den Tisch, nämlich „Lippischer Pickert“. Bestehend aus Hefe, Milch, Mehl, Eiern und geriebenen Kartoffeln: sehr lecker! Das Pfannkuchenartige Gericht galt früher als „Arme-Leute-Essen“. Dazu entweder süßer (Marmelade, Kompott oder Rübenkraut) oder herzhafter (Leberwurst) Belag – je nach Geschmack. Am besten natürlich ohne Rosinen – versteht sich ja von selbst!

Apropos Wanderwege: Wer unterwegs ist und unserer Route folgen möchte, dem ist ein Besuch im Vogelpark Heiligenkirchen und/oder in der Adlerwarte Berlebeck sehr zu empfehlen. Bei der Adlerwarte Berlebeck handelt es sich übrigens um die älteste und artenreichste Greifvogelwarte Europas. Von Papageien oder dem kleinsten Huhn der Welt bis hin zum Andenkondor findet in den beiden Parks sicherlich jeder seinen Lieblingsvogel. Ideal für Familien mit Kindern, wobei ich aber sagen muss, dass ein Besuch auch für Erwachsene äußerst interessant und informativ ist. Ich selbst hätte vor Ort wahrscheinlich noch ein paar Stunden mehr verbringen können.

Aber wie es auf einer Pressereise immer so ist, wartete auf uns schon der nächste Programmpunkt. Nun ging es wieder um Genuss. Und da wir ja immer noch in Ostwestfalen-Lippe sind, einer Region mit eigener Brauereilandschaft, kommen wir nicht um den Besuch einer Brauerei herum. Genauer gesagt ging es in die Privat-Brauerei Strate. Die Brauerei ist in privater Hand und hier ist Bierbrauen Frauensache. Gegründet im Jahr 1863 braut mittlerweile die 5. Generation, Tochter Friederike war sogar Deutschlands jüngste Braumeisterin. Das Bier gibt es in Flaschen mit Bügelverschluss und es wird viel Wert auf hochwertige Rohstoffe gelegt. Ein super erster Eindruck. Und dieser zählt für gewöhnlich. Nach einer Führung durch die heiligen Hallen durfte das gute Bier verköstigt werden. Dazu eine frische Haxe aus der Region – was gibt es Besseres?

So endet ein schöner erster Tag unserer Pressereise. Fazit vom ersten Tag in NRW: Leckeres Essen, leckeres Bier und tolle Umgebung. Als Franke schmeckten sowohl Haxe als auch das Bier aus Detmold sehr gut. Und das muss schon was heißen! Definitiv einen Wiederholungsbesuch wert!

In Kooperation mit Nordrhein-Westfalen Tourismus – Vielen lieben Dank!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 2)

17. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Kaiserschmarrn, Flädlesuppe, Kässpätzle, … na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Für mich gehören die österreichischen Klassiker ja zu einem Besuch in unserem schönen Nachbarland unbedingt dazu. Vor allem nach einem Tag auf der Piste oder einer langen Wanderung hat man sich das einfach verdient. Punkt! Schließlich müssen die verbrannten Kalorien ja wieder aufgefüllt werden.
Die meisten Regionen haben aber noch viel mehr zu bieten, als die typischen Klassiker. Da wird ausprobiert, experimentiert, regionale Produkte auf Weltniveau zubereitet und auch mal „cross-over“ gekocht, ich sage nur „Schweinsbraten trifft Bi Bim Bap“. Häh? Bitte was? Genau das habe ich auf der Pressereise nach Altenmarkt-Zauchensee probieren können. Megalecker, sage ich Euch!

Neben herrlicher Landschaft, zahlreichen Wintersportmöglichkeiten und Sommeraktivitäten ist die Region Altenmarkt-Zauchensee nämlich auch Genussregion. Es gibt hier eine große gastronomische Vielfalt und dazu Events wie kulinarische Spaziergänge, Wein-Genuss-Wochen oder den höchsten Bauernmarkt der Alpen, wo man auf ca. 30 Hütten die regionalen Köstlichkeiten probieren und auch gleich mitnehmen kann.

Unsere Zeit auf der Piste war ja schon Genuss pur. Nicht nur, weil das Wetter mitspielte, sondern auch weil unsere Truppe so super harmonierte. Und wie heißt es so schön? Die Eindrücke von der Piste müssen ausgiebig verarbeitet werden. Das geht am besten mit einem leckeren Essen und einem Gläschen Zirbenschnaps. Alte österreichische Bergweisheit! Und man muss sich schließlich an das halten, was die Einheimischen vorgeben!
Einkehren kann man zum Beispiel im Adlerhorst an der Roßkopfbahn richtig gut. Oder in der Burgstallhütte, wo wir es uns an Tag 2 nach einem erfolgreichen Einkehrschwung gut gehen ließen. Die alten Skihasen wissen, gute Verpflegung ist äußerst wichtig!

Da wir nun schon bei der Verpflegung sind, habe ich noch zwei Highlights für Euch. Zum einen den „Feinschmecker.Markt“ auf dem Marktplatz von Altenmarkt. Kleine Hütten, in denen verschiedene Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden. Von leckeren Gerichten bis hin zu selbstgemachten Spezialitäten, wie der Kürbiskernlikör, ist dort alles dabei. Für Feinschmecker ein Muss!

Und die nächste Empfehlung ist „Hermann & Tina´s Restaurant“. Für den Genuss nach einem Skitag genau das Richtige! Alternativ natürlich auch für jemanden, der die Mischung aus erlesenen österreichischen Schmankerln und original koreanischen Spezialitäten mag. Essenstechnisch finde ich es ja genial, mich auf neue Dinge einzulassen. Und beim Hermann & Tina wird man nicht enttäuscht. Gerade die Mischung ist der Hammer. Falls ihr einmal in der Nähe sein solltet, einfach vorbeischauen und genießen! Sehr lecker und zu 100% zu empfehlen – am besten noch inklusive einer Weinverkostung!

Eine weitere gute Anlaufstelle für ein leckeres Essen ist der Kesselgrub genauso wie die benachbarte Garnhofhütte.
Das war aber noch längst nicht alles an Genuss im schönen Pongau. Auf unserem Programm stand zwischenzeitlich noch eine Kutschfahrt durch die (Winter-)Landschaft Altenmarkt. Herrlich, besonders wenn man vorne beim Kutscher Platz nehmen darf. Wie ich erfuhr, werden auch geführte Reitwanderungen angeboten. Das wäre sicherlich etwas Spannendes für den Sommer. Stelle ich mir zumindest sehr gut vor.

Nun, jedes schöne Skiwochenende kommt einmal zu einem Ende. Wir reiten in die Ferne (wer „Red Dead Redemption“ kennt, weiß, wie er sich das vorstellen kann ;) ) und motten die Skiausrüstung erstmal wieder ein. Eine herrliche Saison mit einem genialen Abschluss in Altenmarkt-Zauchensee geht zu Ende. Ich komme wieder, versprochen!
Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die Sommersaison, Wandern, und mehr, wobei der nächste Winter kommt bestimmt…

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Zirben-Zauber am Dach Tirols – Gastbeitrag

23. Juli 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Die Zirbe ist der Trendbaum schlechthin. Am Hochzeiger im Pitztal kann man ihn in all seinen Facetten kennenlernen. Und in Workshops den eigenen Zirbenschnaps kreieren

Der Anfang ist klar. Man nehme drei bis vier Zapfen und vierteile sie. Doch danach fangen die Fragen schon an. Sollen die Zirbenviertel in Korn eingelegt werden oder in Wodka? Obstler oder weißer Rum? Gehört zwingend eine Zimtstange dazu oder eher Vanille? Brauner oder weißer Kandiszucker? Gewürznelken vielleicht? Oder nichts von allem? Sogar bei der Lagerung des Angesetzten gehen die Meinungen auseinander. Die einen schwören auf Tageslicht, weil so die Kraft der Sonne in den Schnaps ziehen soll, die anderen haben es lieber dunkel. Aber ob nun in Wodka, mit Zimt oder im Hellen, in einem sind sich die Experten dann wieder einig: Das Schwierigste und Anstrengendste beim selbstgemachten Zirbenschnaps ist das Warten. Etwa vier Wochen dauert es, bis der rote Saft der Zirbe ausgetreten ist und sie ihr unverwechselbares Aroma entfaltet hat. Mit oder ohne Licht. Sehr zum Wohle! Oder: sane cum cembra!, wie der Lateiner sagt. Gesund mit Zirbe.

Zirbenbaum am Hochzeiger c Albin Niederstraser

zirbenapfen c Kunz PR

Am Hochzeiger im Pitztal, das über eines der größten geschlossenen Zirbenwälder Nordtirols verfügt, kann man all das und noch viel mehr lernen, ausprobieren und sogar mit nach Hause nehmen. Noch bis zum 23. August findet im Zeigerrestaurant ein Zirben-Kulinarik-Workshop statt. Interessierte können unter fachkundiger Anleitung ihren eigenen Zirbenschnaps ansetzen und dem Küchenteam bei der Verarbeitung und Zubereitung der Zirbe zuschauen. Denn aus der „Königin der Alpen“, wie die Zirbe auch genannt wird, kann man nicht nur Schnaps machen, sondern auch Zirbensuppe, Zirbensenf und Zirbenöl. Schon einmal Zirbencappuccino probiert? Oder eine Zirbenmarinade für den Grillabend? Kostproben gibt es vor Ort. Und, ach ja: Im Zeigerrestaurant am Hochzeiger nimmt man für den Zirbenschnaps Korn und nichts weiter. Außer die geviertelten Zirbenzapfen natürlich und vielleicht ein bisschen Kandiszucker.

Gleich neben dem Restaurant an der Mittelstation der Hochzeiger-Gondelbahn befindet sich der vor zwei Jahren eröffnete Zirbenpark – ein ebenso unterhaltsamer wie lehrreicher Rundweg, auf dem man alles über diese besondere Kieferart erfahren kann. Auf einem Kilometer Strecke sind 14 abwechslungsreiche Erlebnisstationen aufgebaut. Es fängt damit an, dass man seinen eigenen Zirbenkern in den Waldboden setzt, so wie es der Tannenhäher macht. Dieser Vogel, auch Gratsch gerufen, sorgt für das Überleben und die Weiterverbreitung  der Zirbe, wenn auch unfreiwillig. Er pickt die Kerne aus den Zapfen und versteckt sie für schlechte Zeiten im Boden. Allerdings findet er nur 80 Prozent seiner gebunkerten Kerne wieder. Zur Ehrenrettung des Tannenhähers muss man aber sagen, dass es rund 10.000 Verstecke sind, die sich der arme Vogel zu merken hat. Da kann schon mal der eine und der andere Kern aus dem Blick geraten. Außerdem wächst nur so eine neue Zirbe. Dem vergesslichen Tannenhäher sei Dank.

Keimlinge c Hochzeiger Bergbahnen Chris Walch

Die Zirbe wächst so langsam wie kein anderer Nadelbaum und blüht nur alle sechs bis zehn Jahre mit ihren fuchsiaroten Zapfen. „Bis auf 2200 Meter Höhe ist die Zirbe anzutreffen“, sagt Ernst Partl, der Geschäftsführer des Naturparks Kaunertal, zu dem das Pitztal gehört. Es ist die Kampfzone des Waldes, hier überleben nur die genügsamsten Bäume. Dafür ist die Zirbe extrem langlebig, sie kann bis zu 1.000 Jahre alt werden.

Im Sägewerk von Sepp Reinstadler in Jerzens, das als das Zirbendorf im Pitztal gilt, wird gerade ein Baum angeliefert. „Der hat locker seine vierhundert Jahre auf dem Stamm“, sagt der Chef. Gute Ware. Reinstadler war lange Zeit der Bürgermeister von Jerzens, danach hat er sich voll und ganz der Zirbe verschrieben. Mit seiner Frau Roswitha betreibt er das Sägewerk und mehr. Sie stellen naturreines, ätherisches Zirbenöl in ihrer hauseigenen Destillerie her, ansonsten verkaufen die beiden in ihrem Laden am Sägewerk alles, was die Zirbe hergibt. Und das ist eine Menge. „Früher hat man das Holz einfach verfeuert oder im Wald liegen lassen“, sagt Sepp Reinstadler.

Das passiert heute nicht mehr, dafür ist die Zirbe viel zu kostbar. Sie verströmt das aromatische Pinosylvin – ein Enzym, das auf die menschlichen Zellen wirkt, nachgewiesenermaßen beruhigt und die Herzfrequenz senkt. Klinische Studien belegen, dass man in Zirbenbetten oder mit Zirbenkissen tiefer schläft und pro Nacht rund eine Stunde Herzschläge einspart. Auch Asthmatiker wissen Zirbenholz zu schätzen. Die Zirbe ist der Trendbaum schlechthin. Zirbenbetten, Zirbenkissen – die Preise haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Immerhin kann man nach dem Workshop im Zeigerrestaurant seinen eigenen Zirbenschnaps machen. Zapfen, Korn, Kandis. Und dann: warten.

Zirbenjause c hochzeiger.com Daniel Zangerl

Zirbenschnaps c hochzeiger.com Poeham

 

Die Zirben-Kulinarik-Workshops finden bis 23. August jeweils donnerstags im Zeigerrestaurant statt. Die Teilnahme ist gratis, wer seinen selbstgemachten Zirbenschnaps mit nach Hause nehmen möchte, zahlt 15 Euro. Anmeldungen bis zum Vortag telefonisch unter +43 (0)664/ 610 43 21. www.hochzeiger.com, www.pitztal.com

 

Über das Pitztal:
Das Pitztal gilt als eines der schönsten und wildesten Seitentäler der Ostalpen. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und besticht durch familiäre Atmosphäre ebenso wie durch die Abgeschiedenheit seiner Bergwelt. Wer mag, erkundet die intakte Natur zu Füßen des höchsten Tiroler Gletschers (3440 m) auf eigene Faust oder schließt sich geführten Wanderungen an, die den ganzen Sommer über angeboten werden. Bei zahlreichen Festen sind Kultur und Brauchtum hautnah spürbar. In den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard leben insgesamt 7400 Einwohner.

 

Weitere Infos: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns
Tel. +43 (0) 54 14 86999, www.pitztal.com

Gastbeitrag von Björn Wirth

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