Rettet das Bier und auf nach Nordrhein-Westfalen – Teil 2

28. Dezember 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Aktuell bin ich schon voll in der (Reise-)Planung für 2018. Aber Ihr kriegt erstmal noch Teil 2 von meiner letzten Reise in 2017 zu lesen, der Reise nach NRW.
Nachdem wir aus dem alten Gewölbekeller der Brauerei Fiege, der früher als Lagerkeller diente, wieder ans Tageslicht kamen, ging es nämlich direkt weiter mit unserer Tour. Aber nicht ohne ein „Herzliches Dankeschön“ an Hugo Fiege für die tolle Führung!
Unser Mini-Van wartete und es ging ab nach Kölle in das Hostel Köln. Übrigens mein erster Besuch in einem Hostel. Und ich muss sagen, auch als „alter Mann“ fühlt man sich hier wohl.
Auch in Köln stand die Rettung des Bieres auf unserem Programm und so ging es bald weiter zur nächsten Brauerei bzw. der zugehörigen Brauereigaststätte. Hier lernte ich den Köbes kennen, so wird in den Brauereigaststätten im Rheinland der Kellner genannt. Wenn man seine Art einmal durchschaut hat, kann das Bier in den kleinen Kölsch-Gläsern fließen, die nonverbale Kommunikation klappte sehr gut. Endlich konnte mir auch jemand erklären, warum das Kölsch so klein ist. Das Bier ist gefiltert, obergärig und mit ganz wenig Kohlensäure. Somit wird es schneller schal und schmeckt dann halt eher semi. Von daher kleine Gläser und lieber frisch nachfüllen. Wer übrigens genug hat, sollte den Bierdeckel auf das Glas legen.

Schwemme im Brauhaus in Köln

Eingang Früh im Veedel in Köln

Ob die „Brauerei zur Malzmühle“, Zum Alten Brauhaus der „Reissdorf Brauerei“ oder im „Früh em Veedel“, jedes Brauhaus ist sehenswert und wirklich zu empfehlen. Apropos – meine nächste Lektion: Ich habe die sogenannte „Schwemme“ kennengelernt. Das ist der Bereich in einem Brauhaus, an dem es nur Getränke gibt. Meistens am Tresen oder gleich mit separatem Eingang. Den Abend ließen wir bei einem leckeren Essen und weiteren lustigen Kölsch-Geschichten ausklingen, sogar das schwedische Jokkmokk war Gesprächsthema.

Theoretisch konnten wir am nächsten Tag ausschlafen. Was natürlich nicht gemacht wurde, denn wenn ich schon einmal in einer Stadt bin und etwas Zeit habe, möchte ich auch was von ihr sehen. Was in Köln selbstverständlich nicht fehlen darf: der Dom. Nach einem kleinen Bummel durch die Innenstadt habe ich mich dann im historischen Cafe (welches jetzt zu Fassbender gehört) aufgewärmt bei einem Stückchen Käsekuchen (natürlich ohne Rosinen) und einer Tasse heißem Kakao.

Dom in Köln

Käsekuchen ohne Rosinen in Köln

Nach dieser kleinen Stärkung wartete das Schokoladenmuseum auf uns. Nach einer Führung durch das Museum ging es in die „geheimen“ Räume. Der Gaumen durfte sich freuen, denn es gab eine Bier- und Schokoladenverkostung. Ich kann es nur immer wieder sagen, wenn Lebensmittel von guter Qualität und gut abgestimmt sind, dann passt (fast) alles zusammen. So auch Bier und Schokolade. Zu Beginn denkt man vielleicht erstmal „WTF?!“, aber bei der Verkostung ist es ein Genuss! Einfach nur toll und unbedingt zu empfehlen!

Schokobrunnen im Schokoladenmuseum in Köln

Walze im Schokoladenmuseum in Köln

Craftbeer und Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln

Craftbeer und Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln

Craftbeer und Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln

Craftbeer und Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln

Craftbeer und Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln

Der Abschied vom Schokoladenmuseum fiel schwer (wer hätte es gedacht), doch das Programm kannte keine Gnade: Nächster Stopp war Düsseldorf. Genauer gesagt das Me & Al Hotel in Klein-Tokyo. Die Zimmernummern auf Deutsch und Japanisch, eine Winkekatze im Zimmer und beim Frühstück gibt es Frühlingsollen und eine grandiose Aussicht! Das Hotel hat echt etwas und gefällt mir sehr, sehr gut! Top!

Winkekatze im Me & Al Hotel in Düsseldorf

Da wir aber nicht nur zum Spaß vor Ort waren, mussten wir uns unser Abendessen erstmal verdienen. Die Kochschule im Medienhafen war das Ziel. Motto des Abends: „Kochen mit Bier“
Chefkoch Steve stellte den Ablauf vor und verteilte anschließend die verschiedenen Aufgaben bzw. Gänge. Dort trafen wir auch auf die zweite Gruppe, die ihre Biertour in Detmold startete. Gemeinsam wurde ein leckeres Menü gezaubert und die Bierkultur gerettet!

Kochschule in Düsseldorf - Bier

Hauptgericht in der Kochschule in Düsseldorf

Team Nachspeise in der Kochschule in Düsseldorf

Nachspeise in der Kochschule in Düsseldorf

Team Bier - Kochschule Düsseldorf

Am nächsten Tag war leider schon wieder alles vorbei und die Heimreise stand auf dem Plan. Leider! Auch wenn die Tage voll mit Programmpunkten waren, es war immer interessant, unterhaltsam und einfach nur sehr gut organisiert! Ja, NRW kann was, auch im Bereich Bier,  – und das sagt ein Franke! ;)
Danke an das ganze Team, ich freue mich schon darauf, irgendwann mehr von NRW kennenzulernen.

Rettet das Bier – auf nach Nordrhein-Westfalen – Teil 1

21. Dezember 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Als weltoffener Franke, Genussliebhaber, Biertrinker und <bitte an dieser Stelle gerne selbstständig vervollständigen> nahm ich die Einladung zu einer Pressereise mit dem Titel „Rettung der Bier-Welt in NRW“ natürlich sehr gerne an. Gut, Nordrhein-Westfalen kenne ich quasi nur vom Durchfahren, vom Fußball oder als Industriestandort. Aber Bier? Genuss? Wären beides jetzt nicht meine ersten Assoziationen gewesen. Aber da lasse ich mich natürlich sehr gern überraschen; von daher ging es vor ein paar Tagen auf nach NRW.

Start der Bier-Exkursion war Dortmund. Dortmund ist die Stadt, in der man zu jeder Tages- und Nachtzeit Menschen mit Gelb-Schwarzen Schals herumlaufen sieht. Kann man natürlich machen, muss man aber nicht. ;) Meine persönliche Anreise war bereits am Abend vor dem eigentlichen Beginn. Ich übernachtete im „The Grey Design Hotel“, was ich Euch sehr empfehlen kann. Stichwort: Frisch gepresster O-Saft zum Frühstück! Muss ich noch mehr sagen?! Für mich ja immer eines der Kriterien für einen perfekten Start in den Tag. Kommen wir aber nun zur Rettung des Bieres – wir sind schließlich nicht zum Spaß hier. Tag 1 begann im Brauereimuseum Dortmund!

Führung im Brauereimuseum in Dortmund

Krupp LKW im Brauereimuseum in Dortmund

Kältemaschine von Linde im Brauereimuseum in Dortmund

Insgesamt ein sehr tolles Museum, welches nicht nur die Geschichte der verschiedenen Brauereinen (ja, da gab es einige), sondern die Besucher auch interaktiv durch die Jahrzehnte begleitet. Informativ auf spielerische Art. Aber auch historische (Groß-)Geräte gibt es zu sehen. Nehmen wir als Beispiel den Krupp-LKW aus dem Jahr 1922. Oder die Kältemaschine, die im Maschinenhaus steht. Denn zum Lagern, bzw. Brauen, wird Kälte benötigt. In Schweinfurt wurde früher z.B. das Eis aus dem Main in die Lagerkeller gebracht. In Dortmund erledigte das später diese Kältemaschine.
Die Zeit verging schnell und mit Sicherheit hätten wir den ganzen Tag allein im Museum verbringen können. Und selbst dann hätten wir wahrscheinlich noch nicht alles gesehen bzw. gehört.
Aber für uns ging es weiter in die nächste Ruhrgebietsmetropole, nach Bochum! Genauer gesagt ins Bermudadreieck. Woher der Name kommt, ist nicht ganz klar. Vielleicht von den Straßen, die sich hier kreuzen. Was aber sinnvoller erscheint: Eine sehr hohe Dichte an gastronomischen Betrieben, da kam der Ein- oder Andere vermutlich gar nicht mehr zurück nach Hause.

Bratwursthaus in Bochum

Currywurst im Bratwursthaus in Bochum

Was darf „im Pott“ nicht fehlen? Richtig, Currywurst! Also nicht irgendeine Currywurst, sondern DIE Currywurst im Bratwursthaus! Angeblich kommt die einzig wahre Currywurst ja aus dem Ruhrgebiet. Was die Berliner anzweifeln. Als neutraler Franke muss ich dazu natürlich keinerlei Stellung beziehen. Aber lecker war sie schon! Da die Kehle nun auch schon etwas ausgetrocknet war, ging es gleich im Anschluss weiter in die Privatbrauerei Moritz Fiege. Durch die Brauerei führte uns der Chef Hugo Fiege höchstpersönlich.

Brauerei Moritz Fiege in Bochum

Gärbottich bei der Brauerei Fiege in Bochum

In der Brauerei Fiege in Bochum

In der Brauerei Fiege in Bochum

Hugo Fiege im Keller seiner Brauerei Fiege in Bochum

Die Führung verlief durch die komplette Brauerei bis hin zum Keller und selbstverständlich durfte eine Verkostung nicht fehlen. Getestet wurde das Zwickel, und das wurde wirklich für sehr gut befunden. Von daher kann ich mein persönliches, fränkisches Gütesiegel hiermit im Nachhinein überreichen.
Grundsätzlich ist der Prozess des Brauens von Bier ja immer gleich, aber mal so ganz unter uns – ein Bier aus einer privaten Brauerei ist doch immer etwas Besonderes! Man spürt die Liebe zu den Produkten, die Beziehung zu den Mitarbeitern und genau das schmeckt man heraus. Das ist es, was ich an den „Kleinen“ so toll finde!

Tag 1 als Bier-Pionier war geschafft. Stay tuned – der zweite Teil folgt bald!

Craftbeer, Ski und noch mehr Genuss – Hochkönig im SalzburgerLand

3. April 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Nachdem wir ja im Februar erst im schönen Salzburger Land waren, zog es uns jetzt, nur wenige Wochen später, schon wieder in dieses schöne Fleckchen Österreichs. Der Grund? Nun, kurz gesagt: Ski und Bier! Natürlich nur aus beruflichen Gründen, versteht sich ja von selbst.
Mit dem Jeep Grand Cherokee SRT8 (ausführlicher Bericht folgt) ging es in die Region Hochkönig. Strahlendes Kaiserwetter erwartete uns – ich sag es Euch, ein Traum. Unser Hotel in Hinterthal lag quasi direkt an der Skipiste. Was will man mehr?!

Hochkönig im Salzburger Land

Hochkönig im Salzburger Land

Hochkönig im Salzburger Land

Da das Wetter so toll war, wurde erst einmal eine kleine Erkundungstour eingelegt. Hochkönig ist bekannt für seine Gipfel, familienfreundliche Pisten, idyllische Almen und gemütliche Hütten. Einen Teil davon konnten wir an diesem Wochenende selbst erleben. Am ersten Abend ging es in die benachbarte Almbar, um dort lecker zu speisen. Was unsere südlichen Nachbarn extrem gut können: tolles Essen (und Schnaps, aber das führen wir an dieser Stelle lieber nicht weiter aus). Nicht umsonst ist das SalzburgerLand Genussregion Österreichs! Der Abend war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Tage, denn an diesem Wochenende stand in Hochkönig das erste Craftbeer Festival der Alpen auf dem Programm.

Zuerst einmal wurde es aber sportlich. Die Skier warteten schon auf ihren Einsatz, die Königstour zu erkunden. Diese ist nicht ohne, denn die Route umfasst insgesamt 5 Gipfel, 32km und 6.700 Höhenmeter. Dafür wird man mit einem super Panorama belohnt. Nicht umsonst wurde die Königstour auch schon zur besten Skirunde der Alpen gekürt! Wir teilten die Tour, die man als guter Skifahrer durchaus an einem Tag schaffen kann, wetterbedingt auf zwei Tage auf. Im Tal hatte es an die 20°C, was dem Schnee nicht sonderlich gefiel. Gegen Mittag waren die Verhältnisse nicht mehr so toll, so dass wir den Nachmittag anderweitig nutzten. Persönlich hatte ich auch nichts dagegen, denn nach fast 7-jähriger Skipause waren die Oberschenkel doch etwas am Glühen.

Hochkönig im Salzburger Land - Königstour

Hochkönig im Salzburger Land - Königstour

Hochkönig im Salzburger Land - Königstour

Hochkönig im Salzburger Land - Königstour

Ausruhen zählt nicht. Passend zum Craftbeer Festival stand der erste „Bierprogrammpunkt“ an. Wir besuchten die kleine, aber äußerst feine Gasthausbrauerei „Palfen Craftbier“ im Gasthof Hubertus in Saalfelden. Der Gastgeber und Brauer Reinhard zeigte uns seinen Braukeller und erklärte uns alles rund um das Brauen seiner leckeren Biere. Angefangen hat er übrigens als „Kochtopfbrauer“, was sich aber (zum Glück für uns) zu einem kleinen professionellen Betrieb gemausert hat. Reinhard braut in seinem Keller verschiedene Sorten (Helles, Dunkles, Rotes, Weizen und saisonale Biere) und verwendet dafür nur Biomalz und Biohopfen aus dem Mühlviertel. Ein sehr sympathischer Brauer – erstens braut er sehr gutes Bier (was alleine schon reicht) und zweitens war die Brotzeit (mit selbst geräuchertem Fisch und Schinken vom selbst geschossenen Hirsch) einfach nur hervorragend! Wie Ihr wisst, liebe ich es sehr, wenn Wert auf Qualität, Regionalität und bewusstes Essen und Genießen gelegt wird. Und als Franke kommen leichte Heimatgefühle auf, denn solch kleine Gasthausbrauereien findet man bei uns schließlich auch.

Palfen Craftbier - Hochkönig im Salzburger Land

Palfen Craftbier - Hochkönig im Salzburger Land

Zurück im Hotel (danke an den netten Taxifahrer und seine vielfältigen Infos zur Region) ging es gleich weiter im Programm. Und – Ihr ahnt es – wieder mit einem Craftbeerbrauer. Die Crew von „Hoppebräu“ aus dem bayerischen Waakirchen hat einige Crafbiere im Angebot, die ganz nach bayerischem Reinheitsgebot gebraut sind. Von der „Wuide Hehna“ bis hin zum „Fuchs Teufelswild“ waren verschiedene Geschmacksrichtungen mit ganz unterschiedlichen (Frucht-)Noten durch den Aromahopfen dabei. Für mich hat der „Fuchs“ am besten geschmeckt. Was sicherlich nicht an den 8,2% vol. lag, sondern weil er mich einfach geschmacklich überzeugt hat. Vergleichbar mit einem leckeren Wein zum Fleischgericht <- was wir später auch in genau dieser Kombination testen durften. Der Franke sagt: „A draum“!

Hoppebräu - Hochkönig im Salzburger Land

Essen - Hochkönig im Salzburger Land

Früh am nächsten Tag rief die bestens präparierte Piste, schließlich wollte der zweite Teil der Königstour erkundet werden. So macht Skifahren richtig Spaß – auch die schwarzen Pisten! Bei herrlichstem Wetter waren auch die Skihütten gut besucht. Was sicherlich daran lag, dass das Craftbeer Festival in vollem Gange war. An 13 Skihütten gab es Kostproben leckeren Bieres von insgesamt 13 Brauereien. So lässt es sich aushalten! Unter anderem waren neben den bereits erwähnten die Brauereien Kaltenhausen, das Rieder Bier (im Champagner Style) und noch einige mehr dabei. Passend zum Bier wurden wir mit leckerem Essen versorgt. Apropos leckeres Essen – Hochkönig ist die erste vegan zertifizierte Skiregion Österreichs (und wahrscheinlich sogar die erste in Europa). Jede Hütte bietet mindestens ein veganes Gericht an. Kulinarisch gesehen also auch voll im Trend.
Abends ging es zum gemütlichen Hüttenabend mit den Craftbeerbrauern, in netter Runde konnte man in Ruhe quatschen und sich die Infos direkt von den Experten holen. Selbstverständlich durfte auch hier der ein oder andere Schluck Craftbeer nicht fehlen. Bei der „Deantnerin“ war die Brauerei „Steamworks Brewing“ vor Ort, im Gepäck hatten sie ein Bier mit Kaffee- und Schokoladennote. Hört sich erstmal gewöhnungsbedürftig an, schmeckte aber super. I like!

Steam Craftbier - Hochkönig im Salzburger Land

Die Kombination aus Craftbeer-Verkostung, Ski und österreichischen Genüssen vor herrlicher Kulisse passt auf jeden Fall super (solange jedenfalls alles im Rahmen bleibt). Wir kommen bestimmt wieder, gerne mal im Sommer zum Wandern, aber was sich im Winter in Hochkönig erfüllen könnte, ist mein Wunsch, einmal Pistenbully zu fahren. Denn das ist hier als Co-Pilot möglich.
Danke an das ganze Team von Hochkönig Tourismus und SalzburgerLand Tourismus!

Pistenbully - Hochkönig

Genuss einmal anders – let`s talk about beer

6. März 2015 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , ,

(For a short English version please scroll down)

Eine etwas ungewöhnliche Reise ereignete sich vor einigen Tagen. Mit dem Slogan „BierWeltRegion – im Herzen Europas“ lud eine Gegend zum Besuch ein, um die dortige Bier-Kultur näher zu bringen. Mein erster Gedanke war: „Gut, dann fahren wir mal nach Bamberg!“, schließlich hat Franken die größte Brauereidichte Deutschlands, wahrscheinlich sogar Europas. Weit gefehlt, denn es ging in die Drei-Flüsse-Stadt Passau (schöne Grüße vom Jörg soll ich sagen) und von dort weiter ins niederbayerische Aldersbach und nach Freistadt in Österreich.

Da war ich doch gern dabei und das Bier konnte genüsslich fließen! Es gab einen herzlichen Empfang in den Klosteranlagen von Aldersbach mit Bürgermeister Harald Mayrhofer, der amtierenden Weißbierkönigin und Braumeister Peter Wagner. Dazu zünftige Blasmusik, wie man es sich halt so vorstellt.

Warm welcome in Aldersbach

Als erstes wartete die berühmte Asam-Kirche aus dem Jahr 1146 auf unseren Besuch. Sie wurde insgesamt 5x umgebaut und bekam 1720 ihr endgültiges Aussehen. Ein Muss: die Schwalbe im Deckenfresko suchen! Insgesamt eine sehr schöne Kirche, kann ich Euch für einen Besuch nur empfehlen.

Deckenfresko im Kloster Aldersbach

Aber eigentlich wollten wir uns ja ums Bier kümmern und was gehört dazu? Richtig, ein ordentliches Mittagessen! Es gab ein „proBIER-Menü“ mit passenden Getränken – also Bier, versteht sich. Keine Sorge, es wurden kleine Gläser serviert, denn schließlich stand der Genuss im Vordergrund. Alles andere wäre etwas fatal gewesen. ;)

proBIER-Menu in Aldersbach

Dessert in Aldersbach

Eine Bierreise ohne Brauereibesuch bzw. Bierworkshop mit dem Braumeister geht natürlich überhaupt nicht, also war dies unser nächster Programmpunkt. Wasser, Hopfen und Malz – mehr wird gar nicht benötigt, entsprechend des guten, alten Reinheitsgebots. Selbstverständlich gibt es trotzdem Unterschiede. Alleine die Herkunft des Hopfens, bzw. dessen Qualität, spielt (wie bei allen Lebensmitteln) eine sehr wichtige Rolle für den Geschmack. Danke an Herrn Wagner für eine leidenschaftliche und bodenständige Führung!

Beer in Aldersbach

Braumeister Peter Wagner

Weißbierkönigin und Braumeister Peter Wagner

Der Ausklang des Nachmittags fand im legendären Aldersbacher Bräustübel statt, selbstverständlich mit bayerischer Brotzeit und Bier aus Steinkrügen. Das Bräustübel ist quasi ein Biergarten unter dem Dach mit einer herrlichen, urigen Atmosphäre, die Lust auf verweilen macht. Apropos verweilen – vom 29.04. bis zum 30.10.2016 findet in Aldersbach die Landesausstellung „Bier in Bayern“ statt. Nur so als kleiner Tipp!

Aldersbacher Bräustübel

Noch am Abend setzte sich unser Trupp in Bewegung Richtung Freistadt im schönen Mühlviertel in Oberösterreich. Landschaftlich gesehen lässt hier das Allgäu grüßen. Freistadt ist ca. 130km von Aldersbach entfernt, gehört aber auch zur „BierWeltRegion“ – die sich bis nach Tschechien erstreckt. Freistadt selbst ist sehr sehenswert mit einer schönen Altstadt inklusive barocker Fassaden und mittelalterlicher Stadtbefestigung. Beim leckeren Abendessen (also zu wenig zu essen hatten wir an diesen zwei Tagen definitiv nicht!) konnten wir mehr über die Stadt und das dortige Bier erfahren. Dieses wird seit Jahrhunderten von der „Braucommune“ produziert, eine außergewöhnliche Rechtsform, die in dieser Art in Europa einmalig ist!

Braucommune Freistadt

Food in Freistadt

Am nächsten Tag durfte natürlich eine Führung unter dem Braumeister Johannes Leitner nicht fehlen. Er führte uns durch die Braucommune Freistadt, erklärte viel und wir durften verschiedene Sorten testen. Mein Favorit ist das „Smoked Beer“, welches wir als mit die ersten überhaupt verköstigen durften. Es schmeckt, wie man sich ein Rauchbier vorstellt, aber doch nicht zu stark im Nachgeschmack – am allerbesten einfach selbst einmal probieren.

Freistädter beer and Johannes Leitner

Malzboden in Freistadt

Braumeister Johannes Leitner at work

Silos der Freistädter Brauerei

In der Braucommune Freistadt kann man übrigens auch verschiedene Workshops, wie Bierbrauen Live oder sogar die Ausbildung zum Biersommelier durchführen. Man spürt einfach, dass dort alle mit Herzblut bei der Sache sind! Wer dies und noch mehr einmal selbst erleben möchte, kann hier klicken und sich nach der „Bierfachreise 2015“ erkundigen.

Danke für zwei tolle Tage mit viel Genuss und spannenden Infos rund um eines meiner (und nicht nur meiner) Lieblingsgetränke!

 

English:
A few days ago I have been on a special mission: a trip to the so called ‘BierWeltRegion’, a transnational region consisting of parts of the brewing countries Germany, Austria and the Czech Republic. We started in Aldersbach in Lower Bavaria, where we visited the famous monastery. After a delicious lunch – all around the topic ‘beer’ – we had the chance to visit the brewery and got to know many details of the production process, thanks to master brewer Peter Wagner for the passionate tour! Afterwards we stopped for a bite and a beer in the legendary
Aldersbacher Bräustübel’, if you come across you have to visit it and try some of the local beer!
Our next stop was Freistadt in beautiful Austria, where we have been cordially received with a dinner – who wonders that I have gained some more pounds during these days? ;) The next day we learned more about the town and its extraordinary ‘Braucommune’, a special form of organization of the brewing business and unique in Europe. We tried different kinds of beer; my favorite is the new ‘smoked beer’ with its typical smoky flavor, but not too intense. In Freistadt you can participate in different ‘beer-workshops’ and if you like to go on a ‘Beer-journey’ yourself, just have a look here. Two interesting and delicious days with lots of news around one of my (and not only my) favorite drinks.Thanks a lot!
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