Ermenegildo Zegna XXX Spring/Summer 2020

19. Juni 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Was wäre Italien bzw. die italienische Männermode ohne Ermenegildo Zegna? Für mich das Gleiche wie Meer ohne Wasser – fast unmöglich. Nachdem einige Modehäuser mit ihren Präsentationen zur Pitti Uomo gewechselt sind, wie z. B. Salvatore Ferragamo, sind andere nach wie vor Mailand treu geblieben. Zegna präsentierte die neue Kollektion XXX für Frühling/Sommer 2020 bei der Milano Moda Uomo.

Die Show fand auf dem alten Industriegelände der „Area Falck“ statt. Wuchtige Stahlkonstruktion , hohe Decken, etwas heruntergekommene (Rest-)Wände, ein verlassener Ort, der mit der Runway-Show wieder zu Leben erweckt wird. Die Mailänder verstehen es, aus Vergangenem etwas Neues zu schaffen. So geplant auch mit diesem Industriegelände, das demnächst zu einem Zentrum für Gesundheit und Wissenschaft sowie zu Grün- und Wohngebieten umgestaltet werden soll. Aus alt mach neu. Der dazu passende Hashtag lautet: #UseTheExisting.

Die gleiche Philosophie, die auch Zegna verfolgt, zum Beispiel, was die Herstellung neuer Stoffe aus alten Materialien angeht, oder auch das Aufgreifen altbekannte Techniken. #UseTheExisting ist entsprechend der Hashtag für die neue Kollektion von Ermenegildo Zegna XXX für den kommenden Frühling/Sommer 2020. „Es ist unsere Pflicht als Bewohner dieser Welt, verantwortungsbewusst zu leben“, meint Alessandro Sartori, Zegnas künstlerischer Leiter. Und dazu gehört für ihn die Wiederverwendung von bereits Bestehendem zu etwas innovativem Neuen.

Ein Beispiel für #UseTheExisting ist der Anzug „Achill“, der vollständig aus Wollresten von Zegnas Achill Farm hergestellt wurde, neu gemischt und verwebt. So schließt sich der Kreis ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Immer mehr Stoffe werden von der Zegna-Textilabteilung aus bereits vorhandenen Ressourcen gewonnen, eine Mischung aus Wolle und technischen Fasern, was in festen, gleichzeitig aber extrem leichten Stoffen resultiert. Wie die hier präsentierte Kollektion zeigt.

Die Silhouette ist sehr akkurat: Blousons, voluminöse Mäntel, schlichte Drei-Knopf-Blazer und schmale Ein-Knopf-Jacken mit aufgesetzten 3D- Taschen passen zu schlanken, soften Hosen. Ein Mix aus maßgeschneiderten und sportlichen Einflüssen, was die Stücke vielseitig tragbar macht. Die gesamte Kollektion ist sehr funktional und dementsprechend auch die Accessoires: Notizbücher und Taschen mit kleinen geometrischen Formen, bedruckte Stiefel oder Derbys und Sneakers.
Die „industrielle Eleganz“ möchte Sartori auch farblich zeigen mit erdigen und mineralischen Farben wie Zement, Carbon oder mattes Schwarz, dazu Rost oder oxidiertes Kupfer.

Alessandro Sartori versteht es, die Wurzeln der traditionellen Schneiderkunst des Hauses Zegna in moderne Mode für eine globale, vernetzte Generation umzusetzen. Alles in Allem eine sehr gelungene Kollektion aus dem Hause Ermenegildo Zegna. Und der rote Faden passt wieder perfekt! I like!

Salvatore Ferragamo “Homecoming” Spring/Summer 2020 der Männer

17. Juni 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Es ist Juni und das heißt bekanntermaßen Hochsaison der Männermode, beginnend mit der Pitti in Florenz und den Schauen in London. In Florenz war Salvatore Ferragamo mit der Kollektion für das kommende Frühjahr bzw. den Sommer mit dabei.
Unter dem Motto „Homecoming“ rückt das italienische Traditionshaus seine Geburtsstätte in den Mittelpunkt. Florenz, eine Stadt der Kunst und Kultur, gleichzeitig aber auch geprägt von Ökonomie und Technologie, was Kreativdirektor Paul Andrew in seiner ersten Show für Ferragamo aufgreift. Und zwar am Piazza della Signoria direkt unter Michelangelos David. Wer den Platz kennt, weiß, welche Bedeutung er für die Kunst/Mode und Italien hat und passt daher bestens zu Salvatore Ferragamo.

Paul Andrew stellt die traditionsreiche Handwerkskunst – Ursprung und Herzschlag des Hauses – mit klassischen Menswear-Codes in den Mittelpunkt, setzt diese aber gleichzeitig sehr modern und zeitgenössisch um. Farbtechnisch trugen die männlichen und weiblichen Models eine breite Palette an Natur- und Erdtönen, dazu kräftigere Farben, wie Pink, leuchtendes Grün sowie dunkles Blau als Akzent. Bei den Materialien gab es einen Mix aus Baumwolle, Mohair, Leinen und Nappaleder zu sehen. Oder, wer das Glück hat, auch zu fühlen.

Inspiriert wurde Paul Andrew u. a. von Schuhmodellen aus dem Archiv und von lokalen, toskanischen Schuhmachern. Seine Vision ist multikulturell, generationenübergreifend und fernab unflexibler Geschlechternormen, die Verbindung von hochwertigem Handwerk mit High-Tech macht sein Konzept aus. 
In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch für die gelungene Kollektion!

Der neue McLaren Grand Touring

11. Juni 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Für längere Touren oder z. B. Fahrten auf der Autobahn denken die wenigstens gleich an McLaren. Jetzt einmal ganz unabhängig vom nötigen Kleingeld. Wenn, dann hat man eher einen SUV oder Kombi mit viel Platz und Stauraum vor Augen. Natürlich dürfte er auch gern etwas mehr unter der Haube haben, keine Frage. Aber warum nicht alles in Kombination: Stauraum, Luxus und ordentlich Leistung?!
Das bietet der neue, superleichte McLaren GT. Quasi ein Sportwagen für die Langstrecke. Designtechnisch müssen wir uns gar nicht weiter unterhalten. Innen und außen einfach nur sehr stimmig und ein Hingucker sondergleichen.

Die Ladekapazität beträgt 570 Liter, also Platz für Golfausrüstung, Ski und vieles mehr. Das passende Kofferset für den Urlaub plus Fahrtmodus „Comfort“ gibt es natürlich auch. Also nur so am Rande erwähnt. Aber für die Zielgruppe des Grand Tourers sicherlich interessant.

Wer es sportlich mag, liegt beim neuen McLaren Grand Touring selbstverständlich ebenfalls richtig. Der Vierliter-V8-Ottomotor mit Biturboaufladung bringt den GT in 9.0 Sekunden von 0 auf 200km/h. Und bietet eine maximale Geschwindigkeit von 326km/h. Gut, das ist dann eher etwas für die Rennstrecke. Passenderweise wäre hier der Fahrtmodus „Track“. Wer sich nun fragt, wie das maximale Drehmoment von 630 Nm auf den Belag kommt: Per 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Hinterradantrieb. Ach noch etwas. Der Motor hat eine Leistung von 456 kW oder auch 620 PS. Das sind natürlich nur ein paar Eckdaten. Alle, also wirklich ALLE Daten, gibt es auf der Seite von McLaren.

Nun kommt sicherlich die Frage nach dem Preis: Dieser beginnt bei sportlichen 198.000 Euro und ist nach oben offen. Je nach gewünschter Ausstattung.
Definitiv ein Highclass Sportwagen für die Langstrecke und für die, denen es nicht schnell und luxuriös genug sein kann.

50 Jahre Mondlandung – Zippo – Collectible Of The Year 2019

1. Juni 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Damals, am 21. Juli 1969, betraten die beiden US-Amerikaner Neil Armstrong und Buzz Aldrin bekanntermaßen zum ersten Mal den Mond (ja, ich weiß, die Landung selbst erfolgte bereits am 20. Juli, auch wenn der ein oder andere Aluhutträger das bezweifeln mag).
„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ soll Neil Armstrong gesagt haben, als er den Mond betrat. Ich selbst bin ja total fasziniert vom Weltraum, z.B. was Astroalex im Rahmen seiner Mission gezeigt hat oder man auf den Social Media Kanälen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erfahren kann. Beeindruckend. (Stichwort „Leuchtkuli“) Die Mondlandung verfolgten damals übrigens auch schon ca. 500 bis 600 Millionen Menschen per Liveübertragung am Fernsehgerät.

Nach Adam Ries(e) feiern wir in diesem Jahr also 50jähriges Jubiläum genau dieser Landung auf dem Mond. Ein Meilenstein der Geschichte, welcher eher aus politischem Drang geschah. Anyway, heute freuen wir uns darüber und genauso können sich die Sammler schöner Dinge unter Euch freuen.
Denn zu diesem Jubiläum gibt es ein Limited Edition Feuerzeug aus dem Hause Zippo, das „Collectible of the year 2019“.

Das Feuerzeug ist auf 14.000 Stück limitiert. Auf der Vorderseite ist ein Astronaut abgebildet, der die Erde wiegt, während sie über die Mondoberfläche steigt. Das ganze Feuerzeug funkelt in Anlehnung an die Galaxie. Noch ein kleines (aber gleichzeitig wichtiges) Detail: Es handelt sich beim Material um ein sogenanntes Armor® Gehäuse, welches 1,5x dicker ist, als die üblichen Zippo Gehäuse. Dies ermöglicht eine tiefere Gravur und somit eine detaillierte Oberflächenstruktur und ganz besondere Haptik. 30 Jahre Garantie sind bei Zippo selbstverständlich, das Motto „es funktioniert, oder wir reparieren es kostenfrei“ gilt. Zudem gibt es das Sammlerstück in einer hochwertigen (Geschenk)Box.

Natürlich wollt Ihr nun den Preis wissen, kenne Euch doch. Dieser liegt bei 169,00 Euro, was ich für das limitierte Exemplar nicht zu viel finde. In Relation gesehen sind 14.000 Stück ja nur ein Wimperschlag bei über 550 Millionen verkauften Modellen. Einmal ganz vom schicken Design abgesehen. I like.

Schmackofatz-Tour durch Ostwestfalen-Lippe und das Bergische Land – Teil 2

23. Mai 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

Weiter geht es mit dem Bericht unserer „Schmackofatz-Tour“ durch Nordrhein-Westfalen – Neuer Tag, neuer Ort! Von Detmold ging es ins Bergische Land, nach Altenberg, einem Ortsteil von Odenthal. Insgesamt eine Fahrt von ca. 2 Stunden, aber wir wollten schließlich noch mehr Ecken von NRW entdecken. Altenberg ist unter anderem bekannt für den Altenberger Dom, welchen wir natürlich besichtigten. 1259 wurde mit dem Bau begonnen, was sich dann – wie bei so einem Dombau üblich – eine Weile hinzog. Ich finde es ja immer total faszinierend, wie grandios damals schon gebaut wurde, so ganz ohne heutige Technik und Möglichkeiten. Das Westfenster ist übrigens das größte gotische Bleiglasfenster nördlich der Alpen und wahrscheinlich auch eines der schönsten.

Altenberg war übrigens quasi die „Wiege“ des Bergischen Landes, denn dort hatten die Grafen von Berg ihren Stammsitz. Auf ihr „Herzogtum Berg“ geht die heutige Bezeichnung „Bergisches Land“ zurück. Nach einer Stärkung im Hotel-Restaurant Wisskirchen ging es auf unserer Pressereise wandertechnisch weiter. Apropos Stärkung – wenn Ihr im Bergischen Land unterwegs seid, probiert unbedingt einmal die original Bergische Kaffeetafel! Etwas ungewohnt (weil gleichzeitig süß und deftig), aber sehr lecker! Neben Rosinenbrot gehört Pumpernickel dazu und diverse Aufstriche, quasi Kaffeetrinken mit allem Drum und Dran. Den Kaffee gibt es aus der „Dröppelmina“ und ein Schnaps zum Schluss darf natürlich auch nicht fehlen.

Falls Ihr als Startpunkt Eurer Wanderung den Dom wählt, empfehle ich die Route Richtung „Burg Berge“ und weiter Richtung „Schloss Strauweiler“. Wenn Ihr auf der Höhe des Schlosses die Straße überquert und den Mühlenweg entlang geht, trefft Ihr nach ein paar Metern ein paar größere Modellbauexemplare. Und mit etwas Glück taucht auch der Erbauer der Stücke auf und erklärt etwas zu seiner Arbeit. Günter Blömer ist 86 Jahre jung und konnte sich schon immer für den Modellbau begeistern. Aber Ihr müsst ihn einfach live erleben -mit so viel Detailliebe, Handwerkskunst und einer riesen Portion Humor! Einfach nur genial!

Der Tag war allerdings noch nicht zu Ende. Nach einer kleinen Erholungspause durften wir uns im Sternerestaurant Zur Post verwöhnen lassen. Carpaccio vom Kalb mit Belper Knolle, Atlantik Hummer, Filet vom bergischen Weiderind mit Morcheln – um nur einige leckere Varianten zu erwähnen. Warum mir jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, ist mir auch unschlüssig. ;)

Geschmacklich ein Traum und nur zu empfehlen! Die Kombination der verschiedenen regionalen Zutaten ist einfach genial und im Gespräch mit Christopher bzw. Alejandro spürt man die Leidenschaft, mit der die beiden Köche ihrem Beruf nachgehen. Also falls Ihr in der Nähe seid, rechtzeitig reservieren, bringt etwas Zeit mit und genießt es!

Den Abschluss unserer Pressereise machte am Folgetag noch ein Abstecher in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Wetter war herrlich. Glaube es war sogar der erste schöne Frühlingstag in diesem Jahr. Ob Königsallee, Rheinuferpromenade oder am Rathaus, die Menschen waren auf den Straßen unterwegs und genossen die Sonne. Auch bei uns ging es wieder um Genuss. Eine Stadtführung der besonderen Art stand auf dem Programm, bei der geheime Plätze und verschiedene Köstlichkeiten entdeckt wurden.

Den Ausklang machte am späten Nachmittag noch ein Besuch der Kochschule Düsseldorf, bei dem ich allerdings nicht mehr ganz bis zum Ende bleiben konnte. Für mich ging es nämlich mit dem Zug Richtung Heimat und somit verpasste ich das Ergebnis. Schade, denn erstens koche ich sehr gerne und zweitens sah das Essen bei meinen Kollegen sehr lecker aus.
Aber dann muss ich wohl einfach wieder einmal in das schöne Nordrhein-Westfalen fahren zum Genießen!

In Kooperation mit Nordrhein-Westfalen Tourismus – Vielen lieben Dank!

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