#AltesBlechAlteGrenze – der VW Golf II GTI

15. Juni 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

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Früher (in den 80ern/90ern) gab es entweder #teamopel oder #teamgolf. Man hatte seinen Lieblingshersteller, ein anderes Fahrzeug kam kaum in Frage, wenn man sich so im Bekanntenkreis umhört. Ich muss gestehen, dass ich damals (in jungen Jahren) kein VW-Fan war. Als „Opel Kind“ wurde man von seinem Umfeld doch mehr oder weniger beeinflusst. Im Nachhinein betrachtet ist es schade, denn Vielfalt ist schließlich Trumpf. Umso schöner, dass wir auf unserem Roadtrip #altesblechaltegrenze die Auswahl an drei Fahrzeugen zur Verfügung hatten.  Den Opel Corsa A Cup habe ich Euch bereits vorgestellt. Heute ist das zweite Fahrzeug an der Reihe, Ihr ahnt es wahrscheinlich, der VW Golf II GTI. Und egal wie man damals zu VW stand, der Golf II war einfach DAS Auto. Präsent auf den Straßen und in der Nachbarschaft. Somit gehörte auf unserer Tour #AltesBlechAlteGrenze der Golf unbedingt mit ins Portfolio.

Optisch gesehen stach der graue GTI nicht sofort als „Besonderheit“ ins Auge. Zumindest im direkten Vergleich zum Corsa und Scorpio. Was aber sicherlich daran liegt, dass ältere VW Golf Modelle noch des Öfteren auf unseren Straßen zu finden sind als die anderen zwei und der Rallye-Opel einfach durch seine „Renn-Optik“ auffiel.
In Rüsselsheim trafen wir uns alle, dort sah ich den VW Golf das erste Mal, fuhr ihn aber erst später im Laufe unserer Tour. Er war „Atlasgrau Metallic“ und aus dem Baujahr 1989 mit 1,8 Liter Motor und 107 PS. Für damalige Verhältnisse eine Rakete. Gerade bei seinem Leergewicht von 950kg. Nicht umsonst wurde er in einer Stückzahl von 628.000 gebaut. Preislich lag der GTI damals bei 21.115 D-Mark.

Im Gegensatz zum Corsa musste man die Drehzahl nicht erst in höhere Bereiche bringen, um Leistung zu erzielen. Der Golf kommt auch von unten raus und seine maximale Leistung dürfte so bei 3800 Umdrehungen liegen. Da fing der Corsa ja quasi erst an. Die Innenausstattung war wie erwartet. Zwar hatte unser Modell kein Radio, aber sonst alles, was man damals (und vielleicht auch heute) so benötigte. Ohne viel technischen Schnickschnack und mit enorm viel Platz. Wir verstauten unser halbes Gepäck im Golf und hatten trotzdem noch Platz übrig.
Bereift war der VW mit Dunlop „Blue Response“ Reifen in der Größe 195/50R 15. Also auch hier ein kleiner Unterschied zum Corsa. Aber auch nur in der Größe, denn zwecks Haftung bei sämtlichen Wetterbedingungen sind beide Reifenmodelle gleich gut und erfüllten ausgezeichnet ihren Job. Auch sonst lief der Golf ohne Probleme. In den Kurven reagierte er sehr direkt, wobei gefühlt die Straßenhaftung hätte besser sein können (lag eher am Fahrwerk) – bei spitzeren Kurven ruckelte es doch etwas kräftiger. Aber hey, man muss sich einfach daran gewöhnen.

Zu Beginn dachten wir erst, der Youngtimer hätte etwas Probleme mit dem Kühlwasser. Daniel bemerkte schon nach kurzer Zeit, dass etwas nicht stimmte (der Golf wurde von VW zu ihm nach Hause geliefert). Vom Start an war zu viel Kühlwasser im Behälter, welches sich dann aber auf wundersame Weise wieder normalisierte. Wir dachten an ein kleines Leck im System, aber irgendwie war nach der Anfangsphase der optimale Stand (gefühlt sogar etwas zu wenig Wasser) vorhanden und der Golf fuhr wirklich ohne Probleme. Im Nachgang unseres Roadtrips wurde festgestellt, dass noch eine Benzinleitung ausgetauscht werden musste. Dies bemerkten wir bei der Fahrt allerdings weniger. Wobei der Spritverbrauch noch im normalen Verhältnis und somit bei ca. 9 Litern lag. Also „nur“ Kleinigkeiten und bei Fahrzeugen in diesem Alter völlig normaler Verschleiß.

Abschließend sei zu sagen: Der VW Golf II GTI hat mich wirklich positiv überrascht und ist nicht zu Unrecht ein nach wie vor begehrtes Modell, doch mein persönlicher Liebling kommt zum Schluss. Warum? Erzähle ich euch dann im Blogpost zum dritten Fahrzeug.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – die ersten Highlights im Fichtelgebirge

11. Juni 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

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Die erste Teilstrecke unseres Roadtrips #altesblechaltegrenze führte uns von Rüsselsheim mit Zwischenstopp in Partenstein im Spessart weiter in Richtung Osten. Am ersten Tag mussten wir einige Kilometer auf der Autobahn hinter uns bringen. Da ich zuerst mit dem Opel Corsa unterwegs war, musste sich mein Körper zunächst an den vorhandenen Platz gewöhnen, was im Umkehrschluss zu lustigen Anblicken beim bei Ausstieg geführt haben soll – aber das ist ein anderes Thema.

Das Wetter spielte mit, um die Reifen auch bei Regen zu testen. Diese hielten, was sie versprachen und auch die Fahrzeuge konnten keinen Wassereinbruch vermelden, bis auf leichte Wasseransammlungen in den Blinkern des Fords – quasi Blinkerflüssigkeit ;)
Wir fuhren auf der A70, bis wir an den Ausläufern des Fichtelgebirges ankamen. Von dort aus ging es auf Landstraßen weiter. Trotz des anhalten Regens genossen wir die kurvigen Straßen, die schöne Gegend und erreichten unser Etappenziel, den Ochsenkopf am Nachmittag. Zum Glück ließ der Regen nach und somit machten wir uns auf den Weg nach oben. Theoretisch ginge ein Lift, aber aus bekannten Gründen war dieser noch außer Betrieb. Wir nahmen den direkten Weg und wanderten in mystischer Stimmung auf den Gipfel.

Warum haben wir uns eigentlich das Fichtelgebirge, bzw. den Ochsenkopf als erstes Ziel unseres Trips um die deutsche Teilung ausgesucht? Bevor ich Euch diese Frage beantworte, muss ich Euch noch eine Info geben. Bereits vor unserer Tour kamen (wenige) Stimmen auf, dass wir „Wessis“ zwar in den Osten fahren, aber dann beispielsweise ohne Trabant/Wartburg unterwegs sind (was wir im Übrigen auch gern getan hätten, hat aber nicht funktioniert). Des Weiteren könnten wir doch gar nicht neutral und unvoreingenommen über die DDR berichten. Mag sein, aber das war auch nicht unser Ziel, denn als „Wessi“ können wir überhaupt keine Eindrücke aus dem damaligen Osten vermitteln – woher auch?! Als Kind bekam ich nicht viel mit von Teilung und Grenze. Wir hatten keine direkte Verwandtschaft in der DDR und soweit ich mich erinnern kann, wurde auch während der Schulzeit nicht sonderlich viel über die Teilung/Grenze/DDR gesprochen. Im Nachhinein sehr schade, aber umso mehr versuchten wir, Eindrücke und Erfahrungen bei unserem Roadtrip zu sammeln. Ich sehe es eh positiv, denn ich kann unvoreingenommen an unseren Trip herangehen. Übrigens ist Marcel, unser Fotograf, in der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz aufgewachsen. Somit hatten wir auch einen „Ossi“ mit on Board.

Aber zurück zum Ochsenkopf. Dieser spielte zu Zeiten der deutschen Teilung eine wichtige Rolle, um über den 191,5 Meter hohen Fernsehturm ab 1958 Westfernsehen in den Osten zu senden. Überwiegend wurde das Programm der ARD gesendet und erreichte weite Teile der ehemaligen DDR. In den Anfangszeiten soll der Empfang von Westfernsehen offiziell noch komplett untersagt gewesen sein, später dann geduldet. Allerdings zeigt eine Studie („Opium for the Masses: How Foreign Media Can Stabilize Authoritarian Regimes“ oder „Leben ohne Westfernsehen: Studien zur Medienwirkung und Mediennutzung in der Region Dresden in den 80er Jahren“), dass dies gar nicht so fruchtete, wie angenommen. Ursprünglich sollte durch die Übertragung die Hinterfragung des Regimes verstärkt werden. Aber im sogenannten „Tal der Ahnungslosen“ (wo immerhin 15% der gesamten Bevölkerung lebten, dort aber kein West-Fernsehen verfügbar war) waren die Bewohner unzufriedener mit dem Regime als in der restlichen Bevölkerung. In erster Linie war das Westfernsehen also vorrangig Unterhaltungsprogramm, wie für alle anderen auch. Der Sendeturm steht nach wie vor und ist aktuell im Besitz des Bayerischen Rundfunks. Ansonsten bietet der Ochsenkopf mit seinen 1024m Höhe zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, von Skipisten über Trails bis hin zu Sommerrodelbahn und Klettergarten.


Neben dem Ochsenkopf spielte sein Nachbar, der „Schneeberg“, eine wichtige Rolle in der Geschichte der deutschen Teilung. Seit Jahrhunderten bestand hier eine Signalwarte und im letzten Jahrhundert wurde er zum Militärstützpunkt. Ein Aufklärungsturm wurde errichtet, um über die Streitkräfte des Ostblocks aufzuklären. Man befand sich schließlich im kalten Krieg, der jederzeit hätte eskalieren können. Was zum Glück nicht passiert ist! 1992/1993 wurden die Umzäunungen abgebaut und die Bevölkerung hatte nach Jahrzehnten wieder die Möglichkeit, den Gipfel zu besuchen.
Übrigens ist der Schneeberg mit seinen 1053 Metern der höchste Berg der Franken. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter und der Gipfel war nicht zu sehen. Was aber auf jeden Fall genial ist, also nicht nur im Rahmen eines Roadtrips, ist die Umgebung des Fichtelgebirges zum Wandern bzw. Natur genießen. Reflektierend betrachtet frage ich mich, warum ich die Region noch kaum auf dem Schirm hatte. Das muss sich in Zukunft ändern! Eine Gegend mit vielfältiger Landschaft inklusive über 1000km2 Naturpark, Europas größtem Felsenlabyrinth und Gipfeln bis zu 1000m Höhe. Um nur ein paar der Highlights zu nennen.
Übernachtet haben wir im Hotel SOIBELMANNS Bad Alexandersbad im gleichnamigen Ort, ein 4-Sterne-Hotel inklusive Wellnessbereich, den wir leider nicht nutzen konnten.

Am nächsten Tag ging es für uns weiter nach Mödlareuth. Dort besuchten wir das Deutsch-Deutsche Freilichtmuseum Mödlareuth. Ein weiterer historischer Ort, der von den Amerikanern gerne „Little Berlin“ genannt wurde. Das geteilte Dorf. Die Grenze verlief genau auf dem Tannbach (ein kleiner Bach, der mitten durch das Dorf führt). Zu Beginn wurde die Grenze „nur“ mit einem Zaun abgegrenzt. Später dann jedoch weiter befestigt und mit Grenzsperranlagen wie Mauer, Stacheldraht und Türmen versehen. Diese wurden erhalten und die 700m lange Anlage bzw. Gedenkstätte kann (aktuell unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen) besichtigt werden. Zusätzlich befindet sich neben der Grenzanlage ein Museum inkl. Fahrzeughalle. Darin sind verschiedene Modelle sowohl aus dem Westen als auch aus dem Osten zu sehen. Unter anderem ein SK-1 (mit der Aufschrift R28), welcher damals zur Grenzabsicherung z. B. beim Bau der Berliner Mauer eingesetzt wurden. Das Sonder-Kfz-1 war übrigens das einzige in der DDR serienmäßig gebaute Panzerfahrzeug.

Wir hatten eine interessante (coronakonforme) Führung vor Ort und es ist wirklich spannend, weil man hier Geschichte so nah erleben kann. Und einfach unvorstellbar, wie eine Grenze einfach mal ein kleines Dorf teilt, das kann man wahrscheinlich auch mit Führung und Infotafeln nicht mal ansatzweise erahnen.

Wie immer verging die Zeit zu schnell und wir mussten uns ja noch um den Corsa kümmern. Denn ein Roadtrip wäre kein Roadtrip, wenn alles reibungslos verlaufen würde. Doch was genau passierte, das erfahrt ihr in den nächsten Blogposts…

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – der Opel Corsa A Cup

7. Juni 2021 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

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Auf unserem Roadtrip #altesblechaltegrenze waren wir mit drei ganz unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs. Einem Opel Corsa A Cup, einem VW Golf 2 GTI und einem Ford Scorpio MK1. In der nächsten Zeit möchte ich Euch hier auf dem Blog erzählen, was wir erlebt haben, Geschichten rund um die deutsche Einheit, Highlights des Roadtrips, aber natürlich auch einen Überblick über die Fahrzeuge geben.
Ein direkter Vergleich war von Beginn an nicht vorgesehen und auf Grund der unterschiedlichen Fahrzeugkategorien sowieso nicht möglich. Auf unserem Trip wechselten wir uns mit den Youngtimern ab und gegen Ende hatte jeder „sein“ Auto gefunden.

Mein allererstes eigenes Auto war ein Opel Corsa A (City). Habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt. Damals mit 45PS, 4 Gängen und als 3-Türer. Er war immer ein zuverlässiger Begleiter, auch auf längeren Strecken. Statt des Motoremblems „1.2“ hatte mein Corsa ein „2.0“ am Heck von einem Opel Vectra und einen abgesägten Schaltknauf mit Holzaufsatz. Ja, ich schwärme noch etwas nach. Umso größer war meine Freude, als wir die Zusage von Opel bekamen, dass wir einen Corsa auf unserem Roadtrip fahren konnten. Noch dazu einen Opel Corsa A Cup aus den 80er Jahren. Dies konnten wir allerdings erst so richtig glauben, als es soweit war und wir ihn mit eigenen Augen begutachteten. Das war nicht irgendwo, sondern direkt bei Opel in Rüsselsheim.

Da stand er nun, der Opel Corsa A Cup in weiß mit verschiedenen Aufklebern. Innen ein Überrollkäfig, keine Rücksitzbank, keinen Kofferraum – quasi fast nackt. Genauer gesagt handelt es sich beim Corsa um einen „1.3 S“, der allerdings als Rallyefahrzeug etwas modifiziert wurde. Normalerweise hat der Motor eine Leistung von 70 PS. Unser Modell hatte durch diverse Umbauten eine Leistungssteigerung um 13PS. Klingt im ersten Moment nach nicht sonderlich viel, wenn man aber bedenkt, dass der Corsa nur ca. 700kg wiegt, ist es doch nicht unbedeutend. Mit nur der allernötigsten Technik ausgestattet, bringt er richtig schön klassischen Fahrspaß. Mit seiner sehr direkten Lenkung macht er genau das, was er soll. Auf unseren ersten Etappe Richtung Fichtelgebirge habe ich mich hinter das Steuer geklemmt. Geklemmt ist für mich schon der richtige Ausdruck, denn Platz war kaum vorhanden. Bzw. bin ich vielleicht doch zu groß? Anyway, der Corsa ist auch nicht für die Langstrecke gemacht – muss er ja auch nicht! Allerdings macht er, mal abgesehen vom Faktor „Bequemlichkeit“, gut Tempo. Seine beste Leistung erzielt er zwischen 3500 und 4500 Umdrehungen, wobei auch weiter oben noch „was geht“.

Vor unserem Start in Rüsselsheim durften wir aber erst noch einen Blick in die „heiligen Hallen“ der Classic-Abteilung bei Opel werfen. Ganz ehrlich: Ein Traum! Die verschiedenen Modelle bzw. Ausstellungsstücke kann man im Rahmen einer Opel-Werksbesichtigung (wenn es Corona wieder zulässt) begutachten, kann ich Euch wirklich nur empfehlen!

Das war allerdings noch nicht alles, denn neben der Classic-Abteilung ging es für uns ins Untergeschoss, wo einige Prototypen auf uns warteten. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, und als ob das noch nicht genug war, konnten wir einen Blick in die Werkstatt der Classic-Abteilung werfen und mit Jens (seines Zeichens der zuständige Werkstattleiter) sprechen. Dort stand auch die „schwarze Witwe“! Ja, genau, ein, wenn nicht DER Rennwagen seiner Zeit. Vielleicht auch bekannt unter dem Namen „Taxi“ – ein Opel Record C, den es eigentlich gar nicht geben sollte. Jens erzählte uns, wie es dazu kam, wo seine Stärken und auch seine Schwächen lagen und startete den Wagen extra für uns – ein Sound, den man mal gehört haben muss.

Natürlich nicht für normale Straße gemacht – wir sprechen hier von einem legendären Rennwagen! Dort hätten wir noch den ganzen Tag verbringen können und Jens hätte sicherlich noch viel mehr Geschichten auf Lager gehabt, aber wie es immer so ist, Zeit ist knapp und auf uns warteten ca. 1500 Kilometer Roadtrip. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Jens und natürlich an das ganze Opel-Team für die tollen Eindrücke!

Los ging es für uns von Rüsselsheim zunächst in Richtung Spessart. Dort machten wir einen kleinen (coronakonformen) Abstecher zum „Habbyversum“. Gerade auf den kleinen, teilweise engen, kurvigen Spessartstraßen fühlte sich der Corsa wohl. Und ich natürlich sowieso, mich hat es wieder zurück in meine ersten Fahrzeiten versetzt, wieder in einem Corsa. Irgendwie fühlt man sich da gleich 20 Jahre jünger! Nach kurzem Aufenthalt in Partenstein ging es weiter in Richtung Osten. Genauer gesagt Richtung Fichtelgebirge mit dem Ochsenkopf/Schneeberg als Ziel.
Bereift waren alle drei Fahrzeuge mit Reifen von Dunlop. Auf dem Corsa waren „Dunlop Street Response 2“ Reifen montiert. Vielleicht mit ein Grund, dass der Corsa mit ca. 6,4 Litern auf 100km doch recht sparsam unterwegs war. Definitiv ein weiterer Vorteil der Reifen: Sie haben eine sehr gute Wasserverdrängung. Zwischendurch schüttete es aus Eimern, man konnte die Hand quasi nicht vor Augen sehen, aber der Corsa verlor nie den Halt. Fahrtechnisch gesehen hatten wir eh Glück mit dem Wetter, denn es war alles dabei. Von Regen/Hagel bis hin zu fast 30 Grad gab der Wettergott alles. Und der Corsa bzw. die Reifen machten genau das, was er/sie sollte/n!

Zwischenzeitlich rätselten wir, welches Fahrzeug als erste Probleme bereiten könnte. Wir waren uns aber alle einig, dass es nicht der Corsa sein würde. Ob wir überhaupt im Fichtelgebirge ankamen, was wir genau erlebten und vieles mehr erfahrt Ihr hier in Kürze.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer und mir.

#altesBlechalteGrenze – Vorfreude auf unseren Roadtrip zur deutschen Einheit – Anzeige

5. Mai 2021 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Aus einem saloppen und im ersten Moment gar nicht weiter überlegten Satz: „Wir müssten auch mal etwas zusammen machen!“, kann ein richtig cooles Projekt entstehen.
Obiger Satz fiel bereits 2019, die Ideen sprudelten, fielen auf fruchtbaren Boden, entwickelten sich weiter und wie es immer so ist, muss ein Projekt auch erst einmal reifen.
Eigentlich wollten wir schon 2020 in die Umsetzung gehen, doch Ihr wisst alle, was passierte. Richtig, ein nerviger Virus kam uns dazwischen. Corona stellte uns vor unüberwindbare Aufgaben, da unser Projekt – ein Roadtrip – auch durch das benachbarte Ausland führen sollte. Von daher verschoben wir die Idee bzw. begannen eine neue Planung: wir könnten doch auch erstmal was innerhalb Deutschlands machen? Die grundsätzliche Bereitschaft zum gemeinsamen Projekt war ungebremst vorhanden und so entschieden wir uns zu einem Trip, der ebenso Spaß gepaart mit der dazugehörigen Geschichte verspricht:

#altesBlechalteGrenze

Da wir uns aktuell im 30. Jahr der deutschen Einheit befinden, war uns schnell klar: wir begeben uns zum Jubiläum auf die Spuren dieses Stücks deutscher Geschichte. Und besuchen Orte der deutsch-deutschen Teilung, erfahren mehr über Trennung, Mauerfall und Grenzöffnung.

Mit viel Vorlauf hofften wir, dass es jetzt im Frühjahr bezüglich der Pandemie etwas besser aussieht, was leider (noch) nicht der Fall ist. Aber unsere ausführliche Planung ermöglicht es, dass wir das Projekt trotzdem starten können. Natürlich nur im kleinen Team, vorab und zwischendrin getestet, z.T. bereits geimpft, coronakonform gemäß aller Regeln, Vorgaben und Hygienebestimmungen und mit entsprechender Vorsicht.

Wer steckt hinter dem Projekt #altesBlechalteGrenze ?

–  Daniel Przygoda – auch bekannt als Blogger von 3ve-Blog. In der Automobilbranche ein alter Hase.

– Sebastian Bauer – auch bekannt als Blogger von passion:driving. Erfahrener Auto-Blogger, freier Journalist und Podcaster in „Die Hupe“.

– und ich – neugierig, offen für Neues und ebenfalls Technik- und Autobegeistert. Meinen Blog kennt ihr sicherlich. ;)

In der doch etwas längeren Vorbereitungszeit haben wir festgestellt, dass wir sehr gut harmonieren und jeder ein anderes Stück zum großen „Kuchen“ beitragen kann. So konnten wir unsere Stärken gut vereinen. Auch wenn es leicht den Anschein nach einem Vorstellungsgespräch haben könnte, aber Ihr sollt ja wissen, mit wem Ihr es zu tun habt.

Was steckt hinter dem Projekt #altesBlechalteGrenze ?

Deutsche Geschichte und deutsche Autokultur – wir begeben uns auf eine Zeitreise. Die Uhr wird 30 Jahre zurückgedreht! Was hat Deutschland zur Zeit der deutschen Einheit bewegt, was hat die Menschen bewegt? Aus Geschichte werden Geschichten, die wir in Begleitung großartiger Automobile dieser Epoche erzählen wollen. Ihr dürft also gespannt sein, was wir erleben werden.

Wie sieht die Route von #altesBlechalteGrenze aus?

Unsere Route führt uns vom 06. bis zum 10. Mai an verschiedenen Orten vorbei, welche zur damaligen Zeit eine bedeutende Rolle spielten. Insgesamt haben wir mit ca. 1500km kalkuliert und möchten neben den geplanten Zielen vielleicht noch zusätzliche spannende Geschichten entdecken.

Wie Ihr erahnen könnt, haben wir ein paar interessante Punkte eingebaut. Leider müssen wir uns auf Grund der aktuellen Lage davon verabschieden, jemanden von Euch live und in Farbe zu treffen. Sonst hätten wir uns nämlich sehr gerne über spontane Nachrichten zwecks Begleitung/Treffen usw. entlang der Route gefreut. Also schreiben könnt Ihr uns natürlich trotzdem, aber mit „live und in Farbe“ wird es diesmal leider nichts.

Hier könnt Ihr unsere Route übrigens live verfolgen:

Auf welchen Kanälen gibt es Updates zu #altesBlechalteGrenze ?

Das sind einige – hier die von Daniel:

https://www.instagram.com/daniel.przygoda/ (Instagram)       

https://www.facebook.com/3veBlog/ (Facebook)

Hier von Sebastian:                    

https://twitter.com/passiondriving (Twitter)    

https://instagram.com/passiondriving (Instagram)

https://facebook.com/passiondriving (Facebook)

…und hier meine:          

https://twitter.com/olschok (Twitter)

https://instagram.com/olschok (Instagram)      

https://facebook.com/olschisworld (Facebook)

Selbstverständlich kann es zu Dopplungen kommen, aber unser Motto auch hier: je größer die Auswahl, desto freundlicher für den Nutzer, also für Euch! :)

Oder ihr folgt einfach dem übergeordneten Roadtrip-Hashtag: #altesblechaltegrenze

Mit welchen Fahrzeugen sind wir unterwegs?

Wie vielleicht einige schon entdeckt haben, werden wir mit drei Fahrzeugen fahren, die damals das Straßenbild geprägt haben. Konkret sind das:
der Opel Corsa A Cup, der Ford Scorpio MK1 und der VW Golf 2 GTI. Ihr seht also, nicht irgendwelche Fahrzeuge. Mehr Details dazu erhaltet Ihr im Laufe unseres Roadtrips.

Wer wird uns noch begleiten?

Zwar ohne eigenes Fahrzeug, dafür aber mit seiner ganzen Kompetenz als Fotograf, haben wir Marcel (aka Markus) Langer für unser Projekt gewinnen können. Auf Grund von Corona mussten wir nämlich äußerst kurzfristig einen Ersatz finden und er war sofort begeistert – herzlichen Dank!

Welche Partner unterstützen uns?

Ohne geeignete Partner wäre ein solcher Roadtrip mit Sicherheit schwieriger zu gestalten. Deshalb an dieser Stelle schon vorab ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten. Besonders an die Automobilhersteller, die uns die Fahrzeuge zur Verfügung stellen, an unseren Reifenpartner Dunlop und an die Tourismusregion Sachsen. Unser Start wird morgen in Rüsselsheim sein und wir freuen uns auf einen interessanten Trip. Seid gerne digital mit dabei und falls Fragen/Wünsche usw. aufkommen, einfach auf den bekannten Kanälen melden. Wir freuen uns auf Euch!

Der Jeep Renegade 4xe Plug-in-Hybrid im Test

28. April 2021 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , ,

Es war mal wieder an der Zeit für einen Fahrbericht bzw. Fahrzeugtest, denn der letzte liegt doch schon wieder etwas länger zurück. Oder vergeht die Zeit einfach zu schnell?! Wie dem auch sei, vor kurzem stand bei uns der Jeep Renegade 4xe auf dem Hof. Ich mag ja die Marke Jeep, und das nicht erst seit der Winter-Experience-Tour oder unserer Tour in die Berge mit dem Grand Cherokee SRT. Es handelt sich einfach um klassisch schöne Geländewagen.

Entsprechend gespannt war ich auf den Hybrid. Denn natürlich spielt auch bei Jeep das Thema Elektrifizierung eine Rolle. Auch wenn es etwas länger gedauert hat, aber kein Thema, denn aktuell ist so gut wie überall noch Luft nach oben.
Der Jeep Renegade 4xe ist ein Plug‑in‑Hybrid und Allradgetrieben. Vorausgesetzt, der Akku ist geladen. Ist dies nicht der Fall, wird er „nur“ über die Vorderachse angetrieben. Im Test war es aber fast unmöglich, den Akku leer zu fahren, da das Rekuperationssystem sehr gut greift. Dieses ist von Hause aus verbaut, doch eine stärkere Nutzung ist per Tastendruck möglich. Leider wird die Einstellung nicht gespeichert und muss nach jedem Start bzw. nach Änderung des Fahrmodus neu gewählt werden.
Die Wahl zwischen einer Fahrt elektrisch, batterieschonend oder hybrid lässt sich manuell mit einer Taste festlegen. Im Hybridmodus regelt das die Bordelektronik und nutzt in der Stadt überwiegend den elektrischen Antrieb. Damit kommt man zügig voran. Für die Fahrt in der Stadt noch etwas Positives: Der Renegade ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Natürlich nicht mit einem Kleinwagen zu vergleichen, aber das ist bei dem Fahrzeugtyp von vorneherein klar.


Die Maße des Renegade 4xe lauten:
– Länge: 4236 mm
– Breite: 1805 mm
– Höhe: 1697 mm

Was mir besonders gut gefällt, ist die Rekuperation. Also quasi die Rückgewinnung der kinetischen Energie und dadurch Erzeugung von Strom bzw. Wiederaufladung des Akkus. Zwischenzeitlich stellte sich mir die Frage, warum das System nicht schon viel früher generell in Fahrzeugen verbaut wurde, denn eine sinnvolle Option müsste es doch schon immer gewesen sein, die entstehende Energie zu nutzen. Mit vorausschauendem Fahren lässt sich so tatsächlich ein guter Teil der Energie generieren.
Wie dem auch sei, ich finde das Prinzip super und gucke dann auch gerne beim Fahren in der Stadt, wie sich der Akku Stück für Stück wieder auflädt. Im Gegensatz zur Fahrt auf der Autobahn bzw. über eine weitere Distanz. Hier sieht das schon wieder anders aus und der Energieverbrauch ist eher hoch. Die Rekuperation fällt kaum ins Gewicht und somit ist die insgesamte Reichweite gering. Angegeben wird sie mit bis zu 50 km rein elektrisch bei der 11,4 Kilowattstunden großen Batterie. Dazu kommt der relativ kleine Tank mit einer Füllmenge von 36,5 Litern. Auch nicht unbedingt ideal für die Langstrecke. Das mag aber evtl. auch an meiner persönlichen Fahrweise im Test liegen – der Renegade 4xe musste schließlich zwischendurch auch einmal zeigen, was er überhaupt kann.

Und ja, er kann was: Mit seinen insgesamt 240PS Systemleistung (ein 1,3-Liter-Turbo mit 180 PS und einem 60-PS-Elektromotor) bietet er genügend Vortrieb. Auch mit Tempomat auf einer relativ freien Strecke ein Genuss! Was mir übrigens noch positiv aufgefallen ist, ist das Spurhaltesystem. Für mich persönlich genau richtig eingestellt, also nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Denn ein zu stark eingestelltes Spurhaltesystem kann ja ganz schön nerven, da verzichte ich lieber ganz darauf.
Wie sieht es auf der Landstraße aus? Auch dort verhält sich der Jeep sehr gut. Sein Fahrverhalten in den Kurven ist für einen kleineren SUV richtig gut – er macht genau das, was er soll. Gut, man muss sich ähnlich wie bei der Fahrt auf der Autobahn auf den Verbrennungsmotor verlassen, weil man rein elektrisch nicht allzu weit kommt. Auf der Landstraße spürt man etwas deutlicher den Übergang von Elektromotor zum Verbrenner bzw. das Zu- oder Abschalten. Dieses etwas ruckelige Verhalten könnte für meinen Geschmack noch ein bisschen geschmeidiger laufen.

Jeep ist aber bekanntermaßen im Gelände zu Hause. Was bietet sich dann besser an, um ihn dort auch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Sobald er die geteerte Straße verlässt, stellt sich das Fahrwerk (fast) automatisch auf die Umgebung ein. Wir haben Offroad den Modus „Sand/Mud“ genutzt. Dementsprechend wird die Übersetzung so geregelt, dass er langsam, aber bestimmt, seinen Weg nach vorne sucht. Natürlich mit dem nötigen Gefühl im rechten Fuß <- versteht sich aber von selbst. Egal ob Schotter oder Feld/Wiese bzw. durch den Wald, im Innenraum ist vom Bequemlichkeitsfaktor her (fast) kein Unterschied zur Straße bemerkbar.

Jeep verspricht in meinen Augen auch hier nicht zu viel. Denn er mag es abseits der Straße. Übrigens kommt der Fahrspaß auf Grund des Elektroantriebs nicht zu kurz. Es ist genügend Drehmoment (genauer gesagt 250 Nm) vorhanden. Ganz getreu dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft (Offroad besonders wichtig)! Neben den „Sand/Mud“-Modus könnte die Einstellung „Snow“ auch noch sehr interessant sein. Das wird aber vielleicht ein anderes Mal ausprobiert. Neben diesen beiden Fahreinstellungen verfügt der Renegade 4xe noch über die Fahrmodi „Auto“ und „Sport“. Bei letzterem vereint er beide Motoren und schöpft somit seine gesamte Leistung aus, schnell und kraftvoll.

Unser Testwagen hatte die Ausstattungslinie „S“ in der Farbe „Blue Shade“. Mit 19″ Leichtmetallrädern und innen mit Lederausstattung. Selbstverständlich auch mit zusätzlichen Komfort-Funktionen, wie z.B. Keyless Enter-N-Go (schlüsselloses Öffnen/Verriegeln des Fahrzeugs und Start-Stopp-Knopf-Automatik), Rückfahrkamera und dem Kenwood Audiosystem. Um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen. Abschließend noch der Preis – dieser liegt bei unserem Testfahrzeug bei 45.570 Euro.

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