50 Jahre Mondlandung – Zippo – Collectible Of The Year 2019

1. Juni 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Damals, am 21. Juli 1969, betraten die beiden US-Amerikaner Neil Armstrong und Buzz Aldrin bekanntermaßen zum ersten Mal den Mond (ja, ich weiß, die Landung selbst erfolgte bereits am 20. Juli, auch wenn der ein oder andere Aluhutträger das bezweifeln mag).
„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ soll Neil Armstrong gesagt haben, als er den Mond betrat. Ich selbst bin ja total fasziniert vom Weltraum, z.B. was Astroalex im Rahmen seiner Mission gezeigt hat oder man auf den Social Media Kanälen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erfahren kann. Beeindruckend. (Stichwort „Leuchtkuli“) Die Mondlandung verfolgten damals übrigens auch schon ca. 500 bis 600 Millionen Menschen per Liveübertragung am Fernsehgerät.

Nach Adam Ries(e) feiern wir in diesem Jahr also 50jähriges Jubiläum genau dieser Landung auf dem Mond. Ein Meilenstein der Geschichte, welcher eher aus politischem Drang geschah. Anyway, heute freuen wir uns darüber und genauso können sich die Sammler schöner Dinge unter Euch freuen.
Denn zu diesem Jubiläum gibt es ein Limited Edition Feuerzeug aus dem Hause Zippo, das „Collectible of the year 2019“.

Das Feuerzeug ist auf 14.000 Stück limitiert. Auf der Vorderseite ist ein Astronaut abgebildet, der die Erde wiegt, während sie über die Mondoberfläche steigt. Das ganze Feuerzeug funkelt in Anlehnung an die Galaxie. Noch ein kleines (aber gleichzeitig wichtiges) Detail: Es handelt sich beim Material um ein sogenanntes Armor® Gehäuse, welches 1,5x dicker ist, als die üblichen Zippo Gehäuse. Dies ermöglicht eine tiefere Gravur und somit eine detaillierte Oberflächenstruktur und ganz besondere Haptik. 30 Jahre Garantie sind bei Zippo selbstverständlich, das Motto „es funktioniert, oder wir reparieren es kostenfrei“ gilt. Zudem gibt es das Sammlerstück in einer hochwertigen (Geschenk)Box.

Natürlich wollt Ihr nun den Preis wissen, kenne Euch doch. Dieser liegt bei 169,00 Euro, was ich für das limitierte Exemplar nicht zu viel finde. In Relation gesehen sind 14.000 Stück ja nur ein Wimperschlag bei über 550 Millionen verkauften Modellen. Einmal ganz vom schicken Design abgesehen. I like.

Aus dem Schöffenleben – ein Fall für die Revision?

15. Mai 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Ein neuer Monat, ein neuer Fall. Nach dem letzten Betrug war es vor ein paar Tagen wieder soweit, ein weiterer Einsatz als Schöffe am Landgericht Schweinfurt stand auf dem Programm. Und da wieder etwas für mich Neues passierte, folgt hier der Infobericht aus dem Gericht.
Um was es in der Verhandlung ging, erfuhr ich, wie mittlerweile gewohnt, kurz vorher durch den vorsitzenden Richter. Im Schaukasten konnte ich bereits lesen, dass es sich um eine öffentliche Sitzung wegen Diebstahls handelte.

Gerichtsgebäude in Schweinfurt - Außenansicht

Dieses Mal waren alle Beteiligten rechtzeitig vor Ort und die Sitzung begann pünktlich um 8:30 Uhr. Apropos Sitzung, es handelte sich wieder einmal um eine Berufung. In erster Instanz wurde der Angeklagte wegen Diebstahls zu 11 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Genauer gesagt wegen sogenanntem „Computerdiebstahl“, es ging um das Geld abheben mit einer nicht ihm gehörenden Bankkarte. In diesem Fall gehörte die Karte der mittlerweile von ihm getrennten Ehefrau. Aufgrund diverser anderer Vorstrafen entschied die erste Instanz das Urteil ohne Bewährung, wogegen der Angeklagte Berufung eingelegt hatte.
Alles verlief zunächst nach Ablaufplan und – wie es schien – ohne besondere Vorkommnisse. Nach einer kleinen Weile rüttelte es allerdings an der Tür zum Besucherbereich. Kurz darauf öffnete sich die danebenliegende Tür zum Zeugenstand und jemand betrat den Saal.

Zack, da war er auch schon! Ein möglicher Grund zur Revision. Denn genau solche Kleinigkeiten können es ausmachen, dass es zu einer Revision kommt. Also dass ein Urteil im Nachgang auf Rechtsfehler überprüft bzw. „angefochten“ wird.
Denn wie bereits erwähnt, handelte es sich bei uns um eine öffentliche Sitzung. Und eine der Türen, nämlich die zum Besucherbereich, war verschlossen, was dabei nicht sein darf. Jetzt könnte man sagen, dass es sich (in unserem Fall) um eine Zeugin handelte, die sowieso draußen hätte warten müssen, also alles nicht so schlimm. So einfach ist es aber nicht, denn theoretisch könnten auch vorher bereits Besucher vor verschlossener Tür gestanden haben und mit dem Gedanken „Komisch, eigentlich eine öffentliche Verhandlung und die Türe ist verschlossen? … naja, dann geh ich wieder!“ von dannen gezogen sein. Ohne dass es das Gericht mitbekommen hat. Und das wäre dann ein möglicher Revisionsgrund.
Wie kam es dazu? Es wurde schlichtweg vergessen, die Tür aufzuschließen, was natürlich schnellstens nachgeholt wurde. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, einigten sich beide Seiten darauf, die Verhandlung noch einmal von vorne beginnen zu lassen. Das ist natürlich auch etwas ärgerlich, aber dennoch besser, als einen ganz neuen Termin einzuberufen oder im anderen Fall den Grund zur Revision zu liefern. Wie heißt es so schön, Fehler passieren.

Kommen wir noch kurz zurück zum Inhalt unserer Verhandlung. Wie in bisher all meinen Verhandlungen als Schöffe, wurde auch diesmal die Berufung (von beiden Parteien) zurückgezogen und der Angeklagte muss nun für die ursprünglich festgelegten 11 Monate seine Strafe absitzen. Eine Bankkarte „ausleihen“ und anschließend damit Geld abheben lohnt sich halt einfach nicht. ;)

Aus dem Schöffenleben – Betrug ist Betrug

24. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Dass meine kurzen Berichte aus dem Schöffenleben für Euch so interessant sind, hätte ich gar nicht gedacht. Daher gibt es heute mal wieder eine Fortsetzung. Nachdem die letzten zwei Gerichtstermine für mich ausfielen (vielleicht weil eine Berufung zurückgezogen wurde o. ä.), ging es neulich wieder in den Gerichtssaal am Landgericht Schweinfurt. Vor dem Termin wusste ich nicht, was mich erwartet. Wird es der gleiche Vorsitzende Richter sein wie beim ersten Mal? Und der gleiche Mit-Schöffe? Und die wichtigste Frage überhaupt: Was wird verhandelt? Nun, die ersten beiden Fragen klärten sich schnell. Wir werden die nun kommenden Verhandlungen immer in unserem gleichen 3er Team durchführen. Den jeweiligen Fall erläutert uns Schöffen dann der Berufsrichter vorab.

Dieses Mal sollte der zu verhandelnde Berufungstermin um 8:30 Uhr starten. Aber wie es immer so ist, Planungen sind die eine Sache, die Realität eine andere. Die Angeklagte meldete sich krank, konnte allerdings kein Attest vorlegen. Daher wurde ihr dringend angeraten, unbedingt vor Gericht zu erscheinen, was sie dann eine Stunde später auch tat.
In erster Instanz hatte sie für einen Betrugsfall am Amtsgericht Schweinfurt 6 Monate OHNE Bewährung erhalten (aufgrund verschiedener Vorstrafen usw.). Kurz danach wurde die Angeklagte in einer anderen Verhandlung (unabhängig von unserem Fall) vom Amtsgericht Münnerstadt zu 6 Monaten MIT Bewährung verurteilt.

Gegen das Urteil des Amtsgerichts Schweinfurt hatten sowohl die Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, weswegen ich als Schöffe schließlich dort war. Im Rahmen der Verhandlung zogen dann sowohl Angeklagte als auch Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück, was für die Angeklagte sogar sinnvoller ist. Warum das?
Nun wird es für den Laien etwas knifflig. Mir wurde erklärt, dass normalerweise das Gericht, bei dem das letzte Urteil gesprochen wurde, für den weiteren Verlauf zuständig ist. Denn es gibt jetzt zwei Urteile mit gleichem Strafmaß, die beide noch nicht angetreten wurden. Konkret heißt das, ohne eine Berufung in Schweinfurt ist das Amtsgericht in Münnerstadt zuständig für die Strafe. Dort hat die Angeklagte voraussichtlich Aussichten auf eine etwas milderes Maß bzw. die Strafe MIT Bewährung (aber plus Auflagen). Das liegt allerdings nicht mehr in unserer Hand und ist daher nur eine Vermutung. Erfahrungsgemäß nähert man sich in der Praxis bei solch „kleineren Fällen“ aber der goldenen Mitte und es werden (vermutlich) 9 Monate mit Bewährung plus Auflagen. Richtig, 2x 6 Monate ergibt natürlich nicht 9, für die Angeklagte war es somit besser, die Berufung zurückzunehmen.

Des Weiteren wolltet Ihr wissen, ob Verhandlungstermine irgendwo vorher einsehbar sind. In Schweinfurt werden die sogenannten „Sitzungslisten“ nicht veröffentlicht und Besucher müssen sich auf gut Glück vor Ort am Aushang über öffentliche Verhandlungen informieren.
Derzeitig sind montags bis donnerstags (im Regelfall) drei Strafrichter/Innen des Amtsgerichts aktiv, wobei zwei der Kollegen auch Ordnungswidrigkeiten verhandeln, die meist weniger spannend sind. Dazu kommen noch Sitzungen der Strafkammern am Landgericht. Wer, was, wann verhandelt, liegt bei den jeweiligen Richtern. Manchmal kann es durchaus sein, dass man durch die Presse im Vorfeld auf einen Termin aufmerksam wird.
Und wie hat es ein Richter so schön gesagt: „…kurzfristige Berufungs- oder Einspruchsrücknahmen, spontane Erkrankungen von Zeugen und/oder Angeklagten lassen unsere Kalender manchmal sehr lebendig werden.“ Und ja, das stimmt!

Die Ladung für meinen nächsten Termin im Mai habe ich bereits erhalten und ich bin gespannt, um was es sich dieses Mal drehen wird. Stay tuned!

Gaming meets Fashion

12. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Ja, ich muss es zugeben. In mir steckt ein alter Zocker. Strategiespiele, Egoshooter, Jump ’n’ Run – ich hab ziemlich viel ausprobiert. Kennt Ihr noch das Game „Tactical Ops“? Das war zu Zeiten, als es noch kein Call of Duty bzw. Battlefield gab. Damals waren wir in einem Clan unterwegs, zockten wie die Weltmeister und gewannen sogar einige Trophäen. Natürlich wurden auch Age of Empires und danach Command & Conquer genauestens unter die Lupe genommen. Eigentlich war immer zu wenig Zeit vorhanden, so dass es durchaus vorkam, dass die Nacht durchgezockt wurde. Was zu leichten Irritationen bei Terminen am nächsten Tag führen konnte. War aber schon eine schöne Zeit. Und Zocker bleibt Zocker, ich sage nur: Red Dead Redemption II, kann ich jedem Computerspielfan unter Euch nur empfehlen.

Zurück zum eigentlichen Thema, „Gaming meets Fashion“. Einige meiner Follower drüben auf Twitter spielen „Die Sims“. Auch die Dame des Hauses berichtet ganz begeistert von früheren Sims-Sessions mit Erschaffung der Sims, Hausbau, Jobsuche etc. Ihr kennt es wahrscheinlich selbst. Ich habe mir das Game damals ebenfalls angeschaut und ausgetestet, doch die liebe Zeit… Anyway, bisher sind ca. 200 Millionen Stück weltweit verkauft worden. Somit ist das Game eines der meist verkauften Spiele weltweit. Sabberlot!

Nun kommt beides zusammen, also Game und Fashion. Moschino und Maxis, ein Entwicklerstudio von Electronic Arts, geben den Launch einer neuen, gemeinsamen Capsule Collection bekannt. Und zwar im Rahmen der alljährlichen Wüstenparty von Jeremy Scott, Creative Director von Moschino, in Palm Springs. So verwandeln sich „Die Sims“ in Real Life Kleidungsstücke und Accessoires. Und so kommt die Mode von Moschino ins Game, denn auch hier wird die Kollektion zu finden sein.
Ab dem 14. April wird es die vom Spiel inspirierte Kollektion in den Boutiquen von Moschino und online geben. 

Jeremy Scott erklärt dazu: „Ich liebe die Idee, mit dem Die Sims-Universum eine Welt voller individueller Persönlichkeiten erfinden, entwerfen und zum Leben erwecken zu können. Dieses Konzept spiegelt all das wider, was ich bei jeder Kollektion für Moschino tue – ein Fantasie-Universum mit spektakulären Geschichten und Charakteren erschaffen.“

Aktuell ist bekannt, dass dies erst der Anfang der kreativen Zusammenarbeit ist. Weitere Details werden im Game veröffentlicht, eine sehr coole Idee. Moschino ist bekannt für solche Aktionen und ich würde einmal behaupten, dass sich das zu einem (kleinen) Trend entwickeln wird. Ich bin gespannt!

So sehen übrigens Teile der Kollektion im Game aus:

Ja, das Pixeldesign ist so gewollt. Erinnert an die Anfänge der Computerspiele, damals war es einfach so. Unglaublich, ich weiß!

Aus dem Schöffenleben – Besuch der Justizvollzugsanstalt Würzburg

26. März 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Da es doch einige von Euch interessiert, gebe ich Euch heute noch einen kleinen Einblick in mein neues Schöffenamt. Bisher gab es nur eine Verhandlung, aber die nächste findet in Kürze statt und ich finde mein neues Amt super spannend. Die Termine im Februar und März wurden leider abgesagt, vielleicht weil eine Berufung zurückgezogen wurde o.ä. Darüber erhält man keine weiteren Informationen. In der Regel bekommt man auch als Schöffe ca. zwei Wochen vorab eine „Ladung“ mit Datum und Uhrzeit zum Gerichtstermin. Sollte dann einmal ein Gerichtstermin aus unterschiedlichen Gründen platzen, dann erscheint kurz vorher die „Abladung“ im Briefkasten. Zwischen Ladung und Abladung wurde ich sogar noch über das Ausfallens des Termins telefonisch kontaktiert. Eine super Sache, allerdings wird das je nach Gericht unterschiedlich gehandhabt.

Hier bei uns habe ich das Gefühl, dass sich sehr gut um uns Schöffen gekümmert wird. Mit Infoveranstaltungen oder zum Beispiel auch der Möglichkeit, einmal der Justizvollzuganstalt einen Besuch abzustatten. Ein Blick hinter die Kulissen schadet nämlich nie, deshalb war das Interesse unter uns Schöffen an dieser Besichtigung recht groß.

Vor ein paar Tagen ging es also zur JVA Würzburg (die JVA Schweinfurt, wie auf dem Bild zu sehen, ist verwaltungstechnisch an die JVA Würzburg angegliedert) und wir erfuhren eine Menge über die Einrichtung. Kostenträger ist das Land Bayern und aktuell befinden sich ca. 600 verurteilte Straftäter in Haft, was eine leichte Überbelegung darstellt. Ein Gebäudetrakt ist nur für Frauen und in drei weiteren Unterkunftsgebäuden sind Männer untergebracht. Neben den Unterkünften sind selbstverständlich noch einige weitere Gebäude bzw. Plätze vorhanden. Verwaltung, Medizinische Station, Psychologische Unterstützung, Kirche, Sporthalle, Fitnessraum, Fußballplatz usw. und natürlich auch Arbeitsbereiche. Zu diesen Arbeitsbereichen gehören eine Schreinerei und eine Metallverarbeitung. Zum einen für die Belange der JVA selbst, aber auch für Privatperson von außen. Mit dem verdienten Taschengeld können die Insassen (Luxus-)Güter wie Kaffee oder z.B. auch einen TV erwerben. Übrigens ist jeder Häftling zur (Mit-)Arbeit verpflichtet. Natürlich kann dies nicht erzwungen werden – wenn jemand nicht möchte, möchte er einfach nicht. Auf jeden Fall dient es der Resozialisierung und trägt im evtl. Falle eines Antrags auf frühzeitige Haftentlassung zum positiven Bescheid bei. Beschäftigung bzw. Sportangebote sind für die Häftlinge natürlich sehr wichtig gegen die Langeweile.

Grundsätzlich gibt es Zellen für eine Person, Zellen für zwei Personen und 4-Mann-Zellen. Wobei die Einzelzellen sehr begehrt, aber auch eher selten sind. Toiletten, Waschgelegenheit, Bett und ein kleiner (Schreib-)Tisch sind vorhanden. Geduscht wird in der Gemeinschaftsdusche und falls gekocht wird, geschieht dies in der Gemeinschaftsküche. Die Gefangen erhalten natürlich ihre jeweiligen Mahlzeiten, bei denen auf Unverträglichkeiten und religiöse Essensvorschriften geachtet wird. Laut Gesetz ist mindestens eine Stunde Ausgang am Tag vorgeschrieben. Eine Verlängerung ist möglich und hängt immer von der Haftanstalt selbst ab. So sind es in der JVA Würzburg aktuell drei Stunden.
Ein regelmäßiger Austausch mit Verwandten oder Freunden ist per Briefpost möglich, oder zu den Besuchszeiten: „Die Besuchszeit am Wochenende beträgt 60 Minuten und kann nur einmal innerhalb eines Monats in Anspruch genommen werden.“ Eine Kommunikation per Mail, WhatsApp usw. ist natürlich verboten, also Smartphonebesitz grundsätzlich.

Selbstverständlich kam bei uns die Frage nach Ausbruchversuchen auf. Dies ist bisher in Würzburg nur einmal gelungen. Und zwar in der Bauphase der JVA. Also schon eine Weile her. Das Schmuggeln ist allerdings ein Problem, das immer wieder passiert und aufgrund verschiedener Probleme (z.B. zu wenig Personal) nicht immer entdeckt werden kann.
Apropos Personal: Bewerber sind immer zu wenig vorhanden, was mich persönlich nicht wundert. Gleich mehrere Gründe sprechen dafür. Schichtarbeit, Überstunden, geringe Bezahlung, aber auch die menschliche Komponente im Umgang mit den Gefangenen, da muss man schon mal mit Beleidigungen oder Tätlichkeiten rechnen. Und meiner Meinung nach müsste man auch das System „Beamtentum“ einmal grundsätzlich reformieren, aber dies weiter auszuholen ist an dieser Stelle falsch. Die Justizvollzugsbeamten, die ich kennengelernt habe, machen jedenfalls einen guten Job.

Nach dem Besuch werden die einen sagen „Oh, das ist aber ganz schön streng!“ und die anderen wiederum „Was? So viele Freiheiten?!“. Ja und nein. Die Gefangenen haben gegen Gesetze verstoßen und eine Strafe erhalten. Sie befinden sich somit nicht ungerechtfertigt „hinter Gittern“. Auf der anderen Seite ist irgendwann ist die Strafe abgesessen und die Insassen sollten auf die Welt „da draußen“ bestmöglich vorbereitet sein, um ein Wiedersehen zu vermeiden. Von daher handelt es sich wahrscheinlich immer um eine Gratwanderung, die in der Zusammenarbeit der Mitarbeiter der JVA nach bestem Wissen versucht wird zu lösen.

Abschließend sei zu sagen, dass es wieder ein spannender Einblick hinter die Kulissen unseres Rechtssystems war und meinen Horizont erweitert hat. Allein dafür mag ich das Schöffenamt.

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