Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

12. Mai 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Zwar lässt die Überschrift vermuten, dass es einmal mehr um Mode geht, doch dem ist nicht so. In diesem Blogpost geht es überwiegend um die Farbe „Grün“. Und gerade in der jetzigen Jahreszeit kommt diese Farbe in der Natur sehr häufig vor! Ha, was für eine Überleitung.

Im Jahr 2019 war ich auf einer Pressereise in der Region „Carnica Rosental“ bzw. in Kärnten unterwegs. Wie es bei einer solchen Reise üblich ist, werden u.a. verschiedene Lokalitäten besucht, mit den Inhabern gesprochen und Köstlichkeiten probiert. Ein Programmpunkt war der Zitrusgarten von Michael Ceron direkt in Faak am See. Damals (und heute auch noch) war ich von seiner Auswahl und seiner Leidenschaft für Zitrusgewächse begeistert. Er stellte uns einige seiner Pflanzen vor, darunter auch „Buddhas Hand“ (lat. Citrus medica var. Sarcodactylis) oder auch „gefingerte Zitrone“ genannt. Die Tage/Wochen/Monate vergingen, doch irgendwie blieb mir diese spezielle Zitrone im Hinterkopf. Im April besuchten wir ein paar Staudengärtner und Baumschulen in unserer Gegend auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk. Dabei hörte ich mich mal wieder um, denn ich wollte gerne eine „Buddhas Hand“ haben, diese aber nicht unbedingt online bestellen (was auch nicht so einfach ist).  Wir bekamen einen heißen Tipp: Die Fränkische Toskana. Das Motto der spezialisierten Gärtnerei „Von Acer bis Ziziphus – Besondere Pflanzen sind unsere Stärke“ klang schon einmal sehr vielversprechend. Wenige Tage später ging es daher nach Wiesentheid.

Ähnlich wie bei Michael Ceron war ich auch hier begeistert. Die Auswahl an verschiedenen Pflanzen ist riesig. Bereits auf dem Parkplatz stehen große Töpfe mit unterschiedlichen Bäumen aller Größenordnungen. Innen schlägt das (Zitrus-)Herz höher. Echt große Kumquat-Bäume, unterschiedliche Zitronen, Orangen und weitere Zitruspflanzen neben Olivenbäumen und dazwischen einem Pfau als Aufpasser. Mein persönliches Highlight war natürlich Buddhas Hand. Davon hatten sie zwei kleine Pflanzen vor Ort, wovon ich eine mitnehmen musste. Entsprechend der ursprünglich italienischen Abstammung wurde er auf den Namen „Beppe“ getauft. (Dabei muss ich dann an den 2020 verstorbenen Gründer/Präsident der Mailänder Modewoche (Milano Moda Uomo/Donna) Beppe Modenese denken).

Wie heißt es so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Nun sind wir stolze Besitzer einer Citrus medica var. Sarcodactylis. Yeah! Beppe hat etwa 30 Blüten, von denen die ersten bereits aufgegangen sind. Im Höfchen steht er neben seinem großen Bruder „Kummi“ (Kumquat-Baum) und fühlt sich bestimmt wohl. Ein kleiner Hinweis zur Pflege: Im Gegensatz zum Kumquat-Baum bzw. zu einigen anderen Zitrusfrüchten mag Buddhas Hand keine Temperaturen unter 10 Grad. Deshalb schaute ich die ersten Tage noch jeden Abend auf das Thermometer bzw. in den Wetterbericht. Vorteil unseres Höfchens ist der geschützte Bereich und somit (meistens) ein paar Grad mehr als vorhergesagt. Je nach Bericht kam Beppe dann die ersten Nächte nach Innen und am nächsten Morgen wieder raus. Das hat sich nun eingependelt – der Winter ist schließlich vorbei und auch die Eisheiligen scheinen uns in diesem Jahr keinen Besuch abzustatten. Auch ich muss mich selbst erst an den neuen Bewohner und seine Eigenschaften gewöhnen. Gegossen wird er noch zögerlich mit Regenwasser, denn die feinen Haarwurzeln mögen es feucht, aber nicht nass. Also Staunässe vermeiden! Wobei ich gelesen habe, dass ruhig etwas Kalkwasser genutzt werden darf. Was allerdings wichtig ist: Alle Zitrusgewächse brauchen regelmäßig Dünger. Wenn möglich wöchentlich bzw. notfalls im zweiwöchigen Rhythmus. Des Weiteren darf er gerne großzügig geschnitten werden. Das macht ihm nichts aus und so steckt er (etwas) mehr Kraft in die Blüten. Bin ja gespannt, ob sich Beppe einlebt und ich irgendwann eine Frucht in der Hand halten darf.

Wie Ihr ahnen könnt, außergewöhnliche Pflanzen mag ich. Bei einem Stadthaus, welches überwiegend auf Höhe ausgelegt ist, hat man da ein leichtes Platzproblem. Platzproblem in dem Sinne, dass wir nur einen kleinen Innenhof (=höfchen) haben und sich im Erdgeschoss der Gästebereich befindet. Im Sommer kein Thema, weil die Zitruspflanzen draußen im Höfchen sind. Dafür wird es in den Wintermonaten etwas eng(er). Selbst das Höfchen bietet nur einen begrenzten Platz, so dass wir die Pflanzen dementsprechend anordnen müssen. Und nur die Hälfte des Höfchens ist sonnig, der Rest liegt im Schatten. Bis auf Kräuter wie Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, Zitronenmelisse und außerdem ein paar Erdbeerpflanzen sowie eine Himbeere sind (noch) keine weiteren Nutzpflanzen vorhanden. In Zukunft soll dies noch etwas ausgeweitet werden. Für den Sommer zieht jetzt auf jeden Fall noch Pflücksalat ein. Außerdem haben wir eine Wand (im Schatten) frei. Was aber wiederum für Nutzpflanzen nicht so super geeignet ist. Wer Ideen hat für schattengeeignetes Obst oder Gemüse, gerne her damit!
Ein Teil dieser Schattenwand wird von einer Kletterhortensie besiedelt. Die scheint es zu lieben, denn ihr kann man beim Wachsen quasi zusehen. Außerdem haben wir im Höfchen u.a. einen Olivenbaum (im Topf), Zwergflieder (auch im Topf) und eine Bauernhortensie, einige alte (Kletter-)Rosen (die bei der Sanierung unter 3 Tonnen Schutt lagen und trotzdem neu austrieben), zwei Clematis, eine Pfingstrose, Phlox und noch ein paar weitere Insektenfreundliche Stauden im Beet. Letztere werden von mir gerne „Kleinkram“ genannt.

Die Umgestaltung bzw. Anpassung werden sicherlich sukzessiv kommen – Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. Und so eine Pflanze wächst nun mal nicht von heut auf morgen (außer Hopfen), Gärtnern hat schließlich viel mit Geduld zu tun. Langfristiges Ziel: Das Höfchen soll grüne Oase werden. Gleichzeitig genügend Platz für uns bzw. für Gäste (ich sage nur Grill-Abende) bieten. Am liebsten wäre es mir, wenn wir eigenes Gemüse ernten können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein Transportweg, keine Pflanzenschutzmittel, nur Wasser und Liebe. Natürlich ist mir bewusst, dass man davon keine Familie ernähren kann – ist doch auch logisch, aber Kleinvieh macht schließlich auch Mist und wenn jeder nur einen kleinen Teil zur Eigenversorgung beitragen kann, ist schon etwas geholfen. Auf der anderen Seite darf/soll es gerne brummen und Insekten und/oder Vögel sollen sich wohlfühlen. Was übrigens auch wieder Buddhas Hand zugutekommt. Einfache Rechnung: Blüte plus Insekt = Frucht. Noch dazu macht es mir Spaß im Garten zu wuseln und ich kann bei der (kleinen) Gartenarbeit etwas abschalten.
Und das geht auch mitten in der Stadt! Verschiedene Möglichkeiten gibt es genug: Eine einfache Europalette etwas umgebaut an die Wand, schon hat man ein vertikales System. Im Netz gibt es dazu hunderte Anleitungen. Preislich liegen wir bei max. 50 Euro je Quadratmeter, abhängig von der Ausstattung (wie z.B. einfache Tropfschläuche oder „nur“ eine Gießkanne als Bewässerung). Professionelle Systeme zur Wandbegrünung (bzw. Wandgärten) gibt es von zahlreichen Herstellern. Preislich liegt man da allerdings bei etwa 200 Euro je Quadratmeter. Also schon eine andere Hausnummer. Aber angeblich muss man sich dabei weniger Kümmern. Eine andere Möglichkeit ist ein „Pflanzturm“. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen Turm mit Pflanzen. Lässt sich einfach selber bauen mit einer Estrichmatte aus dem Baumarkt ergänzt mit einer Kokosmatte. An der Seite lassen sich dann Früchte ernten oder Blümchen bewundern. Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr (Selfmade-)Bepflanzungsmöglichkeiten – falls ihr welche habt, welche sind es?

In Bayern gibt es in jedem Regierungsbezirk einen „Demonstrationsgarten“ zum Thema „Urban Gardening“. In Schweinfurt befindet sich einer und zwar am Olympia-Morata-Gymnasium. Hier kann man sich ein paar Ideen holen zum Gärtnern in der Stadt und auch was vertikales Gärtnern angeht. In diese Richtung werde ich mich auf jeden Fall weiter informieren. Traum: eine grüne Stadt a la „Bosco Verticale“. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt!

Laufen, laufen, nochmals laufen

14. April 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Auch wenn sich der Kopf (meist) anfühlt wie Anfang/Mitte 20, Man(n) wird älter – was einen der Körper schon ab und an einmal spüren lässt. Früher war ich sehr sportlich unterwegs. Bereits in der Schulzeit war Sport eines meiner Lieblingsfächer. Gut, so etwas wie Turnen und/oder Schwimmen lassen wir jetzt einmal weg, denn diese sportlichen Betätigungen gehören nicht gerade zu meinen Favoriten. Aber hey, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich war eher ein Fan von Leichtathletik. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass meine Sportlehrer das nicht so eng sahen und nicht jeder in allen Bereichen glänzen musste.

Die Bundesjugendspiele fand ich super (im Gegensatz zur anscheinend gängigen Meinung), freute mich regelrecht darauf und eine Ehrenurkunde war quasi schon gebongt. Gerne erinnere ich mich auch an meinen Schulrekord über 800m oder den ersten 10km Lauf auf der Bahn zurück. Später kamen Ball- und Teamsportarten hinzu. Auch wenn (fast) alle in unseren Dörfern Fußball spielten, kam das für mich nie in Frage. Es musste schon eine „richtige“ Sportart sein – wie Handball. Kann ich übrigens jedem/r empfehlen, Handball ist ein fairer Kontaktsport mit Taktik und jeder Menge Spaß! Im Gegensatz zu anderen Sportarten (wie z. B. Fußball), bleibt es bei einem Handballspiel auch fast immer spannend. Wir hatten damals normalerweise 2x die Woche Training und an den Wochenenden ein Spiel. Manchmal wurde die Trainingszeiten aufgestockt und gefühlt waren wir mehr in der Halle als draußen.

Zu der Zeit bestand der Körper quasi nur aus Muskelmasse und keinem Gramm Fett. Ja, die Zeiten ändern sich und der Gürtel musste nach und nach neu justiert werden. Nach einer pauschalen Hochrechnung der zurückgelegten Jahre, parallel leicht angewachsenem Bauchumfang und der Größe kamen wir (also ich und mein anderes ich) zum Entschluss: es wird Zeit wieder häufiger sportlichen Aktivitäten nachzugehen! Kann auch für das ein oder andere Ziepen im Körper sicherlich nicht schlecht sein. So zumindest die Kurzform. Wandertouren standen natürlich immer auf dem Programm, aber so ein regelmäßiges Ausdauertraining kam im Alltag doch zu kurz.

Doch wie angehen? Die Grundidee: Laufschuhe an und einfach los! Gut, dass im Kopf noch der ein oder andere Trainingsplan gespeichert war. Diese mussten allerdings erst wieder aktiviert und angepasst werden. Meine Laufaktivität begann so richtig im Juni 2021. Im Jahr davor war ich eher sporadisch laufen, was in meinen Augen nicht wirklich zählt. Begonnen hatte ich dann Anfang Juni mit läppischen 2,59km (laut Aufzeichnung) und mein letzter Lauf in 2021 war Ende Oktober mit 6,07km (da aber schon etwas schneller auf den Beinen). Allerdings muss ich zugeben, dass danach eine Weile nichts mehr passierte. Warum? „Schlechtes Wetter“ und andere Ausreden.

Wie dem auch sei, seit Januar diesen Jahres versuche ich alle 2-3 Tage laufen zu gehen und erreichte am 20. Februar mit 10,28km erstmals die magische 10km-Marke. Wohooo, mein gestecktes Ziel war erreicht!

Zwischenzeitlich pendelte sich mein Laufpensum zwischen 6 und 10km ein, je nach Lust und
(Lauf-)Laune sowie Tagesverfassung. Mein persönliches Ziel ist nun, schneller zu werden. Wie es aussieht, sobald das erreicht ist, weiß ich noch nicht. Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es so weit ist.

Neben der wachsenden Unsportlichkeit spielte für mich in Sachen Motivation das Thema „Berge“ eine Rolle. Ohne Kondition wird es „da oben“ doch schwer. Wenn bei einem Lauf plötzlich die Beine melden „ey, nun reicht es aber“ kann ich mit den Worten „Wer möchte noch auf die Wildspitze?“ kontern. Meistens funktioniert es dann auch und es wird weiter gelaufen. In der Regel laufe ich allein, denn nur so kann ich auch wirklich mein Tempo laufen. Persönlich bin ich auch ohne Musik unterwegs – ist aber natürlich immer so eine Geschmackssache. Ich mag es, einfach loszulaufen und dann die Natur zu genießen.

Hier in Schweinfurt gibt es eine schöne ausgeschilderte Joggingstrecke bestehend aus einer „kleinen Runde“ mit 2,4km und einer „großen“ mit 3,9km. Für mich persönlich optimal, denn mir fällt es leichter, markierte Runden zu laufen. Trotz Tracking-Uhr kann ich den Lauf so für mich besser einschätzen und auch meinen eigenen Trainingsplan anpassen. Angefangen habe ich mit einer kleinen Runde und bin diese so lange gelaufen, bis ich mit Kondition und Geschwindigkeit zufrieden war. Danach leicht gesteigert. Also Geschwindigkeit etwas drosseln, dafür aber die Streckenlänge ausdehnen. Beim nächsten Mal wieder die Geschwindigkeit anpassen und so weiter. Zwischendurch – je nach Lust und Laune – auch mal wieder eine kürzere Strecke wählen, dafür aber mit erhöhter Geschwindigkeit. Geduld und gewisse Disziplin sind hierbei selbstredend. Wenn der Körper doch die Muskeln so schnell aufbauen würde, wie er sie auch abbaut! Das ist aber wieder eine andere Geschichte. Natürlich sollte man auch die Dehnübungen nicht vergessen und etwas Aufwärmen zu Beginn. Soweit mein persönlicher Trainingsplan. Richtig, nichts Weltbewegendes. Wichtig: Einfach machen! Und vor allem das Ganze zur Routine werden lassen, dann hat der innere Schweinehund weniger Chancen.

Wie bereits erwähnt, habe ich noch keine konkreten Ziele für die Zukunft. Einen Halb- bzw. Marathon werde ich sicherlich nicht laufen. So zumindest mein aktueller Stand der Dinge. Zu Beginn wollte ich „nur“ die 10km laufen und das reicht mir erstmal. Wer zum Thema „Marathon – von 0 auf 100“ mehr wissen möchte, sollte sich einmal den Blog (Kategorie „Laufen“) von Thomas Mielke anschauen.

Für mich persönlich heißt es nun in erster Linie, die Fitness zu halten bzw. auszubauen. Die 10km wollen schließlich unter einer Stunde gelaufen werden. Ich tracke meine Runden mit der Suunto Uhr (Aktuell eine Ambit3 Peak 9 Peak), die erfasst zurückgelegte Distanz, Geschwindigkeit usw. Die Suunto-Software erstellt auch einen Fitnessplan angepasst an die eigene Form in vier Unterkategorien wie „Fitness verlieren oder erholen“, „Fitness halten“, „Produktives Training“ und „Training zu hart“. Neben der Resonanz vom Körper sind diese Punkte ein guter Hinweis, um das Training anzupassen. Am liebsten bin ich bei Temperaturen um die maximal 10-15 Grad unterwegs. Und am liebsten an menschenleeren Tagen, bzw. suche ich mir die passende Uhrzeit meistens heraus an denen weniger Spaziergänger, Fahrradfahrer und Co. unterwegs sind.

Ausrüstungstechnisch gibt es eh nicht viel zu beachten – finde ich zumindest. Das Wichtigste sind die richtigen Laufschuhe. Entweder online bei den verschiedenen Sportschuh-Herstellern schauen oder im Sportgeschäft des Vertrauens nachfragen. Persönlich entscheide ich mich lieber für Letzteres. Wir haben hier mehrere super Läden, die eine sehr gute Beratung bieten. Für den Winter bzw. wenn es draußen kälter ist, habe ich eine lange Laufhose gekauft. Kurze drüber und es sieht „ordentlich“ aus. Natürlich gibt es auch spezielle Laufshirts, doch mir persönlich reichen ganz normale Sport-T-Shirts. Diese kann ich auch auf Wanderungen tragen. Meine Favoriten sind hier Shirts aus Merinowolle, z. B. von Icebreaker. Je nach Wetterbedingungen habe ich dann noch eine Sportjacke und Mütze oder ein Tuch auf dem Kopf. Mütze nur im Winter und das Tuch immer. Zum einen schützt es vor zu viel Sonne und zum anderen super gegen den Schweiß. Da wir neulich für ein Wochenende im Sauerland waren, haben wir in Schmallenberg bei FALKE vorbeigeschaut. Im Werksverkauf gab es ein paar Laufsocken. Und ja, diese unterstützen wirklich! Vielleicht ist es auch nur Einbildung. Falls ja, ist es trotzdem eine Art von Unterstützung.

So, ich muss wieder los – auf die Strecke. ;)

Update: Mittlerweile habe ich es geschafft! Die 10km wurden in 58 Minuten und 11 Sekunden gelaufen. Yeah! Macht ein Durchschnittstempo von 5 Minuten und 47 Sekunden pro Kilometer! Gut, am nächsten Tag meckerten die Beine etwas, aber da müssen sie durch!

Frohe und gesunde Weihnachten!

23. Dezember 2021 | Keine Kommentare |

Edit: Und ois Gude für 2022!

Fröhliche Weihnachten und ein gutes und gesundes neues Jahr wünsche ich Euch!

Feiert mit Euren Freunden und/oder Eurer Familie (vergesst dabei aber nicht die Pandemie bzw. passt auf Euch auf), genießt die Zeit und bleibt gesund!

#AltesBlechAlteGrenze – die nächsten Ereignisse auf unserer Strecke

2. Juli 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

Nach unserer Station im Fichtelgebirge und dem beeindruckenden Deutsch-Deutschen Freilichtmuseum in Mödlareuth ging es auf unserem Roadtrip weiter. Durch den Ort Mödlareuth verlief direkt die Grenze, insgesamt waren es knapp 1400km „Mauer“, die Deutschland teilte. An strategischen Stellen, wie z.B. in Mödlareuth, als sehr gut ausgebaute Grenzanlage, an anderen Stellen auch mit weniger Alarmvorrichtungen. Ein paar Stationen haben wir uns im Verlauf der Tour noch angeschaut.
Bevor es aber zu den nächsten Zielen auf unserer Route kommen kann, bin ich euch noch die Auflösung schuldig zur Frage „Kamen wir denn überhaupt wie geplant im Fichtelgebirge an…?“ aus diesem Blogpost.

Bei der Frage, welches Auto evtl. Komplikationen machen könnte, hätten wir niemals gedacht, dass es den Corsa erwischt. Aber so war es tatsächlich. Kurz vor Mödlareuth (also unserem ersten Tagesziel) gab der Corsa seinen Geist auf, der Motor ging einfach auf dem Parkplatz aus. Was ein Glück, dass es nicht auf der Autobahn passierte! Und dann noch direkt am Zielort. Wir rätselten nur kurz, denn wir besuchten aus Termingründen zunächst das Museum und wollten uns später um den Youngtimer kümmern. Im Anschluss an den Besuch in Mödlareuth war geplant, weiter Richtung Zwickau zu fahren. Der Corsa sprang auch zunächst wieder an, zickte aber etwas und in weiser Vorahnung hatten wir uns von Herrn Lebegern (dem Leiter des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth), einen Tipp für eine Werkstatt geben lassen. Vielleicht war es nur ein Wackelkontakt durch die Nässe? Wir wollten sicher gehen und unser Weg führte uns zu besagter kleiner Werkstatt. Dort war allerdings an einem späten Freitagnachmittag nichts zu machen: „Nein, heute schaff ich das nicht mehr“. Wir sahen schon unsere Felle davon schwimmen, bekamen aber einen weiteren Tipp zu einer neuen Werkstatt. Ab in den Nachbarort, vielleicht haben wir dort etwas mehr Glück? Wir betraten die genannte Werkstatt, schilderten unser Problem und Hartmut Glück (ja, der Name war Programm!) konnte uns tatsächlich helfen. Er maß die Batterie durch, stellte dort aber nichts fest. Dann war der Fehler schnell gefunden, es war die Lichtmaschine! Da es sich allerdings um besagten Rallye-Corsa handelte, musste die Lichtmaschine auch mehr Leistung bringen als die für den Opel Corsa „normale“. Für Herrn Glück allerdings kein Problem, mit seiner Erfahrung (und mit etwas zusätzlichem Glück), organisierte er eine neue, tauschte die alte aus und klingelte wenige Stunden später – wir waren bereits in Zwickau im August-Horch Museum angekommen – durch. Wir waren alle etwas sprachlos vor Freude, denn so früh hätten wir niemals mit einer Reparatur gerechnet. Frühestens am nächsten Tag. Hammer! Also wer zufälligerweise im thüringischen Tanna vor Ort ist, bitte einen schönen Gruß von uns ausrichten! Er hätte die Lichtmaschine übrigens auch repariert, aber dafür fehlte ihm ein Teil „Bis Montag hätte ich es fertig gehabt!“ war seine Aussage. Total hilfsbereit und es wird alles versucht, was möglich ist, auch DAS ist übrigens „Ost-Mentalität“ für mich – sehr (!) positiv gemeint!

Hartmut Glück hatte noch ein paar Tipps auf Lager und Geschichten aus der Zeit der deutschen Teilung, so konnte er u.a. von der russischen Radarstation in der Nähe erzählen. Des Weiteren stellt er seinen Innenhof regelmäßig für die „Stelzenfestspiele“ zur Verfügung, ein internationales Festival für Musik unterschiedlicher Stilrichtungen von Jazz bis klassische Musik. Ich muss gestehen, dass sie mir nichts sagten, aber es kommen jedes Jahr hochkarätige Personen aus aller Welt zusammen. Er zeigte uns Bilder von vergangenen Veranstaltungen und so wie es aussieht, muss es gewaltig sein. Wir hatten, dank Herrn Glück, einfach Glück und konnten die Tour mit unserem Opel Corsa fortsetzen.

Zwischenzeitlich besuchten wir aber, wie bereits angedeutet, das August Horch Museum in Zwickau. Bei dem Museum handelt es sich um die „Geburtsstätte“ von Audi und des Automobilbaus in Zwickau. Der Ingenieur August Horch gründete am 10. Mai 1904 in Zwickau zunächst die „August Horch & Cie. Motorenwagenwerke AG“ und später dann die „Audi Automobilwerke GmbH“. Wobei „Audi“ der lateinische Begriff von „Horch“ darstellt, wie die alten Lateiner unter uns wissen. Wegen einem verlorenen Namensstreit musste er sich nämlich damals umbenennen. Was seinem Drang nach neu entwickelten Fahrzeugen sogar noch zu Gute kam. Natürlich änderte der Krieg auch hier alles und 1945 wurden die Werke der zwischenzeitlich fusionierten „Auto Union“ als Reparationsleistung fast vollständig demontiert, was den Weg für eine neue GmbH in Ingolstadt frei machte. Am Standort Zwickau wurden 1958 die „VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau“ gegründet. Fortan wurde hier der Trabant gebaut. Das August-Horch Museum selbst wurde final zwar erst nach der deutschen Einheit eröffnet, aber Pläne für ein Museum gab es bereits früher.

Das Museum ist super aufgebaut. Von Exponaten aus den Anfangszeiten bzw. Vorkriegszeiten bis hin zu den „neuen“ Modellen bekommt der Besucher viel geboten. Was ich persönlich super fand, waren die „Themenwelten“. In diesen sind ganze Szenarien (z. B. Tankstelle, Straßenzüge, Rennstrecke usw.) nachgebildet und können auf eigene Faust entdeckt werden. Und zwar nicht nur visuell, sondern mit allen Sinnen! Hammer! Natürlich wird dem Trabanten eine Ausstellungsfläche gewidmet. Dieser wurde übrigens, nicht – wie oft behauptet – aus Pappe hergestellt, sondern aus sogenanntem „Duroplast“ (eine Mischung aus Baumwollfasern und Phenolharz) gefertigt. Also nichts mit Pappe. Wie es dazu kam, war auch recht simpel: Das Grundmaterial musste in der DDR zu beschaffen sein, gute Bearbeitungsmöglichkeit, hohe Elastizität, geringes Gewicht und zu guter Letzt eine hohe Korrosionsfestigkeit aufweisen. Genau DAS wurde mit diesem Material bzw. dieser Herstellungstechnik erreicht. Eine Erfindung, die international beachtet wurde. Im Museum selbst ist eine kleine Produktionsstraße zur Herstellung von Duroplast zu sehen. Da wir beim Trabi sind: Der letzte Trabi aus dem Jahr 1991 bekommt im Museum seine letzte Ehre und natürlich einen Sonderplatz! Was ist noch zu sehen? Den originalen Schreibtisch von August Horch, seine Villa und viel mehr. Bis auf die Villa (geht auf Grund der alten Bausubstanz leider nicht) ist alles barrierefrei! Und unterschiedliche Sonderausstellungen gibt es zudem.

Nach dem Museumsbesuch und dem Abholen des Corsa bei Herrn Glück führte unser Weg weiter nach Dresden. Natürlich wieder mit allen drei intakten Fahrzeugen! In Dresden fielen wir aber ins Bett. Schließlich mussten wir für den nächsten Tag fit und ausgeschlafen sein. Was wir genau vor hatten, erfahrt ihr natürlich wieder hier.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – der VW Golf II GTI

15. Juni 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Anzeige

Früher (in den 80ern/90ern) gab es entweder #teamopel oder #teamgolf. Man hatte seinen Lieblingshersteller, ein anderes Fahrzeug kam kaum in Frage, wenn man sich so im Bekanntenkreis umhört. Ich muss gestehen, dass ich damals (in jungen Jahren) kein VW-Fan war. Als „Opel Kind“ wurde man von seinem Umfeld doch mehr oder weniger beeinflusst. Im Nachhinein betrachtet ist es schade, denn Vielfalt ist schließlich Trumpf. Umso schöner, dass wir auf unserem Roadtrip #altesblechaltegrenze die Auswahl an drei Fahrzeugen zur Verfügung hatten.  Den Opel Corsa A Cup habe ich Euch bereits vorgestellt. Heute ist das zweite Fahrzeug an der Reihe, Ihr ahnt es wahrscheinlich, der VW Golf II GTI. Und egal wie man damals zu VW stand, der Golf II war einfach DAS Auto. Präsent auf den Straßen und in der Nachbarschaft. Somit gehörte auf unserer Tour #AltesBlechAlteGrenze der Golf unbedingt mit ins Portfolio.

Optisch gesehen stach der graue GTI nicht sofort als „Besonderheit“ ins Auge. Zumindest im direkten Vergleich zum Corsa und Scorpio. Was aber sicherlich daran liegt, dass ältere VW Golf Modelle noch des Öfteren auf unseren Straßen zu finden sind als die anderen zwei und der Rallye-Opel einfach durch seine „Renn-Optik“ auffiel.
In Rüsselsheim trafen wir uns alle, dort sah ich den VW Golf das erste Mal, fuhr ihn aber erst später im Laufe unserer Tour. Er war „Atlasgrau Metallic“ und aus dem Baujahr 1989 mit 1,8 Liter Motor und 107 PS. Für damalige Verhältnisse eine Rakete. Gerade bei seinem Leergewicht von 950kg. Nicht umsonst wurde er in einer Stückzahl von 628.000 gebaut. Preislich lag der GTI damals bei 21.115 D-Mark.

Im Gegensatz zum Corsa musste man die Drehzahl nicht erst in höhere Bereiche bringen, um Leistung zu erzielen. Der Golf kommt auch von unten raus und seine maximale Leistung dürfte so bei 3800 Umdrehungen liegen. Da fing der Corsa ja quasi erst an. Die Innenausstattung war wie erwartet. Zwar hatte unser Modell kein Radio, aber sonst alles, was man damals (und vielleicht auch heute) so benötigte. Ohne viel technischen Schnickschnack und mit enorm viel Platz. Wir verstauten unser halbes Gepäck im Golf und hatten trotzdem noch Platz übrig.
Bereift war der VW mit Dunlop „Blue Response“ Reifen in der Größe 195/50R 15. Also auch hier ein kleiner Unterschied zum Corsa. Aber auch nur in der Größe, denn zwecks Haftung bei sämtlichen Wetterbedingungen sind beide Reifenmodelle gleich gut und erfüllten ausgezeichnet ihren Job. Auch sonst lief der Golf ohne Probleme. In den Kurven reagierte er sehr direkt, wobei gefühlt die Straßenhaftung hätte besser sein können (lag eher am Fahrwerk) – bei spitzeren Kurven ruckelte es doch etwas kräftiger. Aber hey, man muss sich einfach daran gewöhnen.

Zu Beginn dachten wir erst, der Youngtimer hätte etwas Probleme mit dem Kühlwasser. Daniel bemerkte schon nach kurzer Zeit, dass etwas nicht stimmte (der Golf wurde von VW zu ihm nach Hause geliefert). Vom Start an war zu viel Kühlwasser im Behälter, welches sich dann aber auf wundersame Weise wieder normalisierte. Wir dachten an ein kleines Leck im System, aber irgendwie war nach der Anfangsphase der optimale Stand (gefühlt sogar etwas zu wenig Wasser) vorhanden und der Golf fuhr wirklich ohne Probleme. Im Nachgang unseres Roadtrips wurde festgestellt, dass noch eine Benzinleitung ausgetauscht werden musste. Dies bemerkten wir bei der Fahrt allerdings weniger. Wobei der Spritverbrauch noch im normalen Verhältnis und somit bei ca. 9 Litern lag. Also „nur“ Kleinigkeiten und bei Fahrzeugen in diesem Alter völlig normaler Verschleiß.

Abschließend sei zu sagen: Der VW Golf II GTI hat mich wirklich positiv überrascht und ist nicht zu Unrecht ein nach wie vor begehrtes Modell, doch mein persönlicher Liebling kommt zum Schluss. Warum? Erzähle ich euch dann im Blogpost zum dritten Fahrzeug.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

Aufwärts