Heilige Landschaft Pfaffenwinkel: Unterwegs als Pilger (Teil 2)

22. November 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Nach der ersten Etappe der „Wilden Flüsse“-Route auf unserem Pilgerwanderweg ging es nach einem leckeren Frühstück auf zu Etappe Nummer 2. Wir waren schließlich noch nicht am Ende unserer Pilgerreise! Die zweite Tagesroute der Westschleife verläuft über 14,9 km und angepeilte 4:15 Stunden von Rottenbuch über den Wildsteig bis hin zum UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche bei Steingaden. Wettertechnisch konnten wir uns nicht beschweren, denn nun erwartete uns strahlendes Herbstwetter. Der Pfaffenwinkel zeigte sich von seiner besten Seite! Also auf, Wanderschuhe angezogen und raus an die frische (und kühle) Luft – gesagt, getan.
Endlich zeigten sich auch die Alpen und ich war voll und ganz zufrieden. Ein Leben ohne Berge ist schließlich möglich, aber sinnlos. Weiter ging unser Weg über Wiesen und Felder, vorbei an Kühen und durch herrliche Herbstlandschaft.

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Da wir sind uns noch immer beim Pilgern befanden, wurden einige Sehenswürdigkeiten und Highlights am Wegesrand genauer unter die Lupe genommen. Darunter zum Beispiel die Lourdes-Grotte in Wildsteig. Aber auch auf die Umgebung bzw. die Natur wurde geachtet. Wer aufmerksam wandert, der bekommt mit etwas Glück einen Milan zu sehen. Auch das gehört zum Pilgern dazu.

Die die Lourdes-Grotte in Wildsteig - Pfaffenwinkel

Landschaft Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Landschaft Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Landschaft Zur Wies Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Zu unserem Zwischenziel, der Wieskirche, war es nicht mehr weit Die übrigens mit vollständigem Namen „Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“ heißt. Bleiben wir doch lieber bei der Kurzform. Die „Wies“ gilt als eine der schönsten Rokokokirchen Deutschlands. Man kann ja sagen, was man will, aber das Gebäude ist schon sehr beeindruckend. Wir bekamen zudem noch eine interessante Führung vom Wiespfarrer und als besonderes Schmankerl ein ganz privates Orgelkonzert. Ich muss schon sagen, dass das etwas wirklich ganz Besonderes ist. Erstens die Akustik, dann natürlich der Ort aber auch die Umstände im Rahmen unserer Pilgerwanderung. Ideal zum „runterkommen“.

Die Wieskirche - Pfaffenwinkel

Orgel in der Wieskirche - Pfaffenwinkel

Der Wiespfarrer bei unserer Führung - Pfaffenwinkel

Nach einer Stärkung im benachbarten Gasthof Schweiger (übrigens sehr, sehr leckeres Essen) ging es weiter. Der zweite Teil der Tagesetappe mit dem Endpunkt Klostergarten St. Johannes wurde noch erpilgert. Auch hier führte uns der Weg durch die wunderschöne Natur. Wer schon einmal in Nordschweden war bzw. Teile vom Kungsleden (in Lappland) erwandert hat, wird sich hier sehr wohl fühlen. Denn der Brettleweg führt durch ein einzigartiges Hochmoorgebiet mit dem Namen „Wiesfilz“. Gedanklich war ich sofort wieder in Schweden! Traumhaft!

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Nach der Besichtigung des Klostergartens an unserem Zielpunkt in Steingaden (ich sage nur: Schnittlauch geht immer!) stand eine abendliche historische Stadtführung auf unserem Programm. Wir waren zwar den ganzen Tag auf den Beinen und laut Plan waren es fast 15 Kilometer, doch eine Stadtführung geht immer! Ein schöner Abschluss unserer Pressereise.

Führing durch den Klostergarten in Steingaden - Pfaffenwinkel

Schnittlauch im Klostergarten in Steingaden - Pfaffenwinkel

Historische Stadtführung in Stangaden - Pfaffenwinkel

Zusammenfassend zur kleinen Pilgertour kann ich sagen: Pilgern ist Anschauungssache, nicht für jeden ist der „spirituelle“ bzw. religiöse Ansatz etwas. Aber es kann beim Pilgern jeder seinen eigenen Weg finden bzw. gehen. Wie heißt es so schön „Alles kann, nichts muss“. Für mich persönlich war es einmal ein etwas anderes Erlebnis und eine neue Erfahrung. Sicherlich ist es immer gut, sich mal auf sich selbst zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Schritt für Schritt aufmerksam durch schöne Landschaft zu wandern, ist sowieso nie verkehrt. Und der Pfaffenwinkel bietet hierfür die besten Voraussetzungen. In diesem Sinne!

 

In Kooperation mit der Region Pfaffenwinkel – Herzlichen Dank!

Heilige Landschaft Pfaffenwinkel: Unterwegs als Pilger (Teil 1)

16. November 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

„Heilig“, „Pilgern“ – dreht er jetzt völlig durch? Einige erstaunte Kommentare fielen schon, als ich von meinen letzten Reiseplänen erzählte. Aber fangen wir einfach (wie immer) von vorne an, denn man muss schon das große Ganze sehen. Quasi wie in der Politik.
Also, die Region Pfaffenwinkel liegt in Oberbayern zwischen den beiden Flüssen Lech und Loisach. Eine herrlich hügelige Gegend und bei guter Wetterlage sind die Alpen zu sehen. Der Name Pfaffenwinkel stammt übrigens von der hohen Dichte an Kirchen und Klöstern. In kaum einer anderen Region Deutschlands befinden sich nämlich so viele davon – insgesamt sind es 159 Kirchen und jede Menge Klöster dazu. Die Kirchenoberhäupter wussten schon, wo es schön ist! Auch wenn der Begriff „Pfaffe“ in der heutigen Zeit eher negativ angehaucht ist, so war er vor einiger Zeit doch positiv angesehen. Und so war der Name „Pfaffenwinkel“ geboren.

Rumgekommen bin ich ja schon in einigen Ecken. An dieses Fleckchen Erde kann ich mich allerdings nicht erinnern. Meine Eltern bzw. Großeltern schon, ich war wahrscheinlich noch viel zu klein. Von daher war ich neugierig, als ich in den Zug ab München Richtung Weilheim stieg, was mich wohl erwarten würde. Gerade weil ich mich mit dem Thema „Pilgern“ ja auf etwas für mich Neues einlassen wollte. Aber da ich ja immer offen für alles bin und gerne in schöner Landschaft wandere, was sollte da schon schief gehen!? Die Zugstrecke ist übrigens echt toll, vorbei am Starnberger See immer Richtung Alpen. Alleine der Gedanke an die näherkommenden Berge zaubert mir ja immer ein Lächeln auf die Lippen. Auch wenn das Wetter sich (mal wieder) nicht gerade von der besten Seite zeigte. Die eingefleischten Leser wissen Bescheid – Stichwort: Kärnten, Pitztal oder auch Südtirol – der Wettergott war 2018 nicht auf meiner Seite.
Geplant war zum Start der Pressereise ein Rundflug mit einem (Motor-)Segelflieger, um einen Überblick über den Pfaffenwinkel zu bekommen. Dieser musste auf Grund der Wetterbedingungen aber verschoben werden. Als Alternative haben wir das Kloster Wessobrunn besucht. Ein Kloster mit sehr langer Geschichte, welche am besten auf der verlinkten Seite nachzulesen ist. Solche imposanten Gebäude sind natürlich nicht leicht zu unterhalten, von daher stand das Kloster irgendwann zum Verkauf. Was will man mit einem Kloster und gefühlt hunderten von Zimmern anfangen? Man macht einfach Büro- und Produktionsfläche daraus, ohne aber die Struktur selbst zu verändern. Gesagt, getan und so erwarb Unternehmerin Martina Gebhardt dieses prächtige Bauwerk für ihr Naturkosmetik-Unternehmen.

Ausblick vom Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Stuckgang im Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Stuck im Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Selbstverständlich wurde der prachtvolle Stuck erhalten und einige Teile wieder restauriert. Martina Gebhardt hat dafür den richtigen Riecher und den passenden Background als Architektin. Früher wurden übrigens viele Kunsthandwerkern und Künstler (großteils Stuckateure) im Kloster ausgebildet. Die „Wessobrunner Schule“ hat(te) zu Recht einen sehr guten Ruf. Was man heute selbst als Laie noch erkennen kann.

Am nächsten Morgen ging es zum Start unserer Tour auf den Hohen Peißenberg. Die Region Pfaffenwinkel ist ein Paradies für Wanderer mit unterschiedlichen Themenwegen, von kleineren Rundtouren bis hin zu Mehrtageswanderungen. Im Rahmen unserer Pressereise begaben wir uns ein Stück auf den Pilgerwanderweg „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel„, der in drei Schleifen aufgeteilt ist. Alle drei starten bzw. enden am Hohen Peißenberg, verlaufen durch wunderschöne Natur und beinhalten verschiedene „spirituelle“ Stationen auf dem Weg. Wir nahmen die Westschleife mit dem Namen „Wilde Flüsse“ durch die Ammerschlucht, insgesamt ausgelegt auf 7 Tagesetappen und 76 km.
Unsere erste Station war die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, eine Doppelkirche, durch die wir eine interessante Führung erhielten. Eine Rarität befindet sich u.a. im Turm, denn hier gibt es noch eine Uhr, die täglich per Hand aufgezogen werden muss.

Aussicht im Nebel am Hohenpeißenberg - Pfaffenwinkel

Schleifen in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Um sich beim Pilgern entspannen zu können bzw. voll darauf einzulassen, sich nur auf sich selbst und das Laufen zu konzentrieren, macht es Sinn, sich mit erfahrenen Pilgerbegleitern auf den Weg zu machen. Bei uns war das Gabriele Hoss-Reinhard, die uns gleich zu Beginn ein paar Tipps und Tricks sowie einen Stempelpass für die kommenden Tage mit auf den Weg gab. Das Wetter war zwar noch immer nicht besser, aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Nieselregen, dichte Wolken und ein kalter Herbstwind konnten uns nicht stoppen. Vom Hohen Peißenberg ging es in der ersten Etappe durch die Ammerschlucht bis zum Kloster Rottenbuch.
In der herrlichen Herbstlandschaft mit leichten Auf- und Abstiegen war es einfach nur schön und das Wetter wurde auch zunehmend besser, so konnten wir sogar zwischendurch in Ruhe picknicken.

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Am Ziel angekommen, holten wir uns unseren Stempel in der Kirche, welche zum Kloster Rottenbuch gehört. Bevor wir dieses genauer unter die Lupe nehmen konnten, musste aber erst gemeinsam gespeist werden. So schauts nämlich aus, ohne kulinarische Stärkung geht es natürlich nicht! Das Kunstcafé Rottenbuch ist definitiv eine Empfehlung wert. Und wenn ihr schon vor Ort seid, dann probiert unbedingt den „Almburger“! Sehr gut gestärkt ging es wieder zurück zur Pfarrkirche Mariä Geburt. Dort wurden wir sehr herzlich von Pfarrer Josef Fegg in Empfang genommen. Er erklärte uns alles rund um das Gebäude und was zur Kulturgeschichte dazu gehört. Spannend und wirklich sehr interessant. Noch dazu konnten wir Fragen stellen, die man vielleicht noch nicht unbedingt in einer Kirche stellt, er beantwortete alles ganz geduldig.

Almburger im Kunstcafe Rottenbuch - Pfaffenwinkel

Führung in der Pfarrkirche Mariä Geburt im Paffenwinkel

Führung in der Pfarrkirche Mariä Geburt im Paffenwinkel

Die Zeit rannte und die müden Knochen verlangten nach einer Ruhepause. Schließlich waren es laut Plan 13,9km, 343hm und 4,5h reine Gehzeit auf der ersten Etappe. Fühlte sich sogar etwas mehr an. Aber zu anspruchsvoll bzw. schwer fand ich die Etappe nicht, sie hat halt den ein oder anderen Auf- bzw. Abstieg, ist aber durchaus mit mittlerer Kondition machbar. Verdient ging es also zu unseren Schlafquartieren, wo wir, da wir schon pilgertechnisch unterwegs waren, entsprechend auf verschiedene Pilgerunterkünfte aufgeteilt wurden. Richtig gemütlich war es bei Familie Keller. Eine schnuckelige Ferienwohnung mit super Gastgebern. Nochmals vielen Dank für den selbstgemachten Holundersirup! Für Pilgertag Nummer 1 hieß es also: Gute Nacht!

 

In Kooperation mit der Region Pfaffenwinkel – Herzlichen Dank!

Der Weg ist das Ziel – die Verpeilspitze im Pitztal (Teil 2)

6. November 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Also weiter im Text mit der Bergtour zur Verpeilspitze. Im ersten Post zur Pressereise ins Pitztal hatte ich Euch bereits vom Cottbuser Höhenweg berichtet. Ziel war die Kaunergrathütte, wo eine Übernachtung geplant war, bevor es dann weiter auf die Verpeilspitze gehen sollte. Wir hatten die Hütte jedoch noch nicht erreicht, als es passierte.
Stellt es Euch so vor: Die Hütte fast schon in Sichtweite, das weitläufige Kar, der schmale Weg, das Hochgebirge. Und zack, von (fast) einem Meter auf den nächsten herrschte bei mir akuter Sauerstoffmangel. Was war das denn? Warum fiel die Atmung so derart schwer? Nicht, dass ich mitreden kann (zum Glück), aber es fühlte sich so an, als hätte ein Lungenflügel die Arbeit komplett eingestellt und der zweite arbeitete nur noch zu 50%. Ich drosselte das Tempo, doch die Atmung wurde nicht besser. So dass nur noch eine Rast helfen konnte. Gesagt getan und ein paar Minuten ruhig durchgeatmet. Dabei habe ich etwas Flüssigkeit zu mir genommen und den Kreislauf versucht mit Traubenzucker in Schwung zu bringen. Quasi als Notfallmaßnahme. Doch auch das half nur äußerst kurzfristig. Das Atmen fiel weiterhin sehr schwer und dann machten sich auch noch leichte Kopfschmerzen breit. Erster Gedanke „F*ck, was soll diese Kacke – noch nicht einmal ganz die 3000m erreicht“. Doch mein Körper schien in eine andere Richtung zu wollen. Fredl, einer unserer Bergführer, und Matthias vom Wanderkurier blieben an meiner Seite. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für die Unterstützung!

Das war sie also, diese Höhenkrankheit. Zumindest die ersten Anzeichen davon. Auch wenn wir uns „nur“ auf ca. 2600m befanden, so hat es mich doch das erste Mal überhaupt in den Bergen zerrissen. Eine sehr ungewohnte Erfahrung, aber das kann unter verschiedenen Voraussetzungen vorkommen. Zum Beispiel auch, wenn man früher in den Bergen war und dann einige Jahre pausiert hat, zu schnell aufsteigt und nicht ausreichend akklimatisiert ist.
Einmal ist immer das erste Mal. Das brauche ich zwar nicht nochmal, aber lieber im Beisein der erfahrenen Bergführer, als alleine auf dem Weg zum Similaun. Der ja übrigens auch noch auf mich wartet. Anyway, der Point of no Return war überschritten, die Hütte in Sichtweite, der Weg nach unten zu lang. Also weiter nach oben, ganz langsam und mit zahlreichen Pausen bis zur Kaunergrathütte. Ab diesem Zeitpunkt war von Genuss der schönen Landschaft leider nicht mehr viel übrig, denn das einzige Ziel war Ankommen an der Hütte. „Und wenn ich auf allen vieren da oben eintreffe…“ war mein Gedanke, denn jeder Schritt war Quälerei. Zum Glück war es dann irgendwann auch geschafft!

Weg zur Kaunergrathütte im Pitztal

Kaunergrathütte im Pitztal

Erst einmal ankommen, Schuhe aus und den Zuckerhaushalt auf Vordermann bringen. Später noch das Lager beziehen und in der Runde lecker esse. Mein Körper war doch relativ schnell wieder auf halbwegs normalem Level. Daher hatte ich auch die Muße, den Sonnenuntergang zu genießen.

Sonnenuntergang auf der Kaunergrathütte im Pitztal

Schon im Vorfeld hatte ich mich gefreut, endlich mal wieder auf einer Hütte zu schlafen. Es ist schon etwas ganz Besonderes in den Bergen zu übernachten. Und es hat sich gegenüber früher einiges getan an Komfort. Die Betten- bzw. Matratzenlager haben ein besonderes Flair und sind für Übernachtungen im Rahmen einer Bergtour super und mehr als ausreichend. Die Mahlzeiten auf der Hütte sind ein Gedicht! Und das sage ich jetzt nicht nur aufgrund meiner körperlichen Verfassung. Wenn man zudem noch beachtet, dass das ganze Material per Helikopter oder (notfalls) zu Fuß auf diese Höhe gebracht werden muss, wird einem erst einmal so richtig bewusst, was es für eine Leistung ist, so eine Hütte zu managen. Das Schöne ist, dass die überwiegende Anzahl an Gästen das auch zu schätzen weiß und gerade deswegen vermutlich auch gerne auf Hochgebirgshütten nächtigt bzw. speist.
Ich werde Euch demnächst mal einen Blogpost dazu verfassen, was man für eine Hochgebirgstour mit Hüttenübernachtung braucht. Gut Ding will aber schließlich Weile haben.
Kommen wir erstmal zurück zur Kaunergrathütte und der Verpeilspitze. Am nächsten Morgen wartete vor dem leckeren Frühstück noch ein schöner Sonnenaufgang auf uns. So, wie man ihn nur nach eine Hüttenübernachtung genießen kann.

Sonnenaufgang auf der Kaunergrathütte im Pitztal

Sonnenaufgang auf der Kaunergrathütte im Pitztal

Aufstieg zur Verpeilspitze im Pitztal

Aussicht auf dem Weg zur Verpeilspitze im Pitztal

Die Kaunergrathütte im Pitztal von oben

Zwar war die Nacht gut und mein Körper fühlte sich wieder fitter an, doch nach dem gestrigen Tag und der milden Höhenkrankheit schraubte ich mein persönliches Ziel runter. Ich entschied mich, nicht bis ganz oben auf die Verpeilspitze mit zu gehen, wollte aber auf jeden Fall noch die 3000m Marke erreichen. Das waren von der Hütte aus noch 200 Höhenmeter, aber trotzdem anstrengend, und ich war froh, als ich es geschafft hatte. Die Entscheidung, anschließend umzudrehen, war definitiv die richtige. Der weitere Weg zur Verpeilspitze wäre in meiner Verfassung schlichtweg unmöglich bzw. nur sehr schwierig gewesen. Auf den letzten Metern zur Spitze geht es über ausgesetzte Passagen, viel Geröll, Steige und Kletterei bis Stufe II+. Für mich hieß es daher zurück zur Hütte und auf die anderen warten. Vielen Dank auch, lieber Körper!
Nach einer Weile kam Wolfgang, unser Naturparkführer, mit einem weiteren Teilnehmer unserer Runde ebenfalls zurück und wir machten uns gemeinsam an den Abstieg. Wolfgang lief wieder zur Höchstform auf, er sammelte Blumen und Kräuter, um diese bei einer kleinen Rast zu beschreiben und erklärte und zeigte alles, was uns interessierte. Das Wetter war mittlerweile auch nur noch traumhaft und der Körper spielte wieder mit. Somit ging eine herrliche Hochgebirgstour im Pitztal gut zu Ende. Und das trotz der „kleinen“ Lappalie.

Abstieg von der Verpeilspitze im Pitztal

Abstieg von der Verpeilspitze im Pitztal

Kräuterkunde mit Wolfgang Schranz im Pitztal

Der Rest der Truppe hat noch das obligatorische Gipfelfoto auf der Verpeilspitze geschossen und kam dann geschafft, aber begeistert, zurück. Zum Schluss bin ich Euch noch eine Erklärung schuldig, warum die Verpeilspitze eigentlich Verpeilspitze heißt. Es hat nicht mit „Verpeiltheit“ zu tun. Sondern kommt aus dem rätoromanischen und bedeutet soviel wie „verborgenes Tal“ und „schwer erreichbar“.

Alles in allem eine toll organisierte Tour, eine herrliche Gegend und der ein oder andere Gipfel im Pitztal, dem „Dach Tirols“, wartet halt nun noch ein bisschen länger auf mich.

 

In Kooperation mit dem Pitztal – Danke!

Der Weg ist das Ziel – die Verpeilspitze im Pitztal (Teil 1)

22. Oktober 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Endlich wieder in die Berge! Endlich wieder ins Hochgebirge! Endlich mal wieder auf über 3.000 Höhenmeter! Das war der Plan für ein paar Tage wandern in Tirol.
Wie Ihr wisst, sind die Berge für mich etwas ganz Besonderes. Quasi zum Teil aufgewachsen im Ötztal, habe ich damals meinen ersten Steinbock auf dem Weg zur Hohen Geige gesehen. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, denn er stand auf einem Felsvorsprung und war mehr als deutlich zu sehen. Es war ein imposantes Männchen und strotzte nur so vor Stolz, als wolle er sagen „Das sind meine Berge und ich bin hier der König!“.

Die Hohe Geige liegt zwar in den Ötztaler Alpen, ist aber vom Pitztal aus zu besteigen. Pitztal? Das Pitztal liegt zwischen dem Ötz- und dem Kaunertal in den Ostalpen. Schon bei der Einfahrt ins Tal bietet es einen Blick auf steil aufragende Felsen und geniale Wasserfälle. Nicht zu überlaufen, gleichzeitig eng, aber doch nicht zu eng. Je weiter man ins Tal fährt, desto näher rückt der Talabschluss. Vergleichbares zu finden ist mir (Stand jetzt) nicht leicht. Für mich hat es ziemlich Eindruck hinterlassen. Und das trotz schlechterem Wetter. I like.
Apropos Wetter – dieses Jahr hatte ich einfach kein Glück, was die Kombination aus Alpen und gutem Wetter angeht. In Südtirol kam ein heftiges Gewitter dazwischen und im Ötztal anschließend der Regen, der mich von der Wanderung zum Similaun abhielt. In Kärnten war es dann vor allem der Nebel, der uns einen Strich durch die herrlichen Aussichten machte. Nun also schon wieder. So dachte ich zumindest noch. Wie wir später feststellen konnten und man ja weiß, ändert sich das Wetter in den Bergen super schnell. Außerdem ist das Pitztal insgesamt sehr niederschlagsarm. Das wusste ich vorher noch nicht. Nur eine von vielen interessanten Facts, die wir von unseren Begleitern erhielten. Aber dazu später mehr.

Das Ziel unserer Pressereise war die 3.425m hohe Verpeilspitze. Das bedeutet Aufstieg ins Hochgebirge und eine Übernachtung auf der 2.817m hohen Kaunergrathütte. Diese befindet sich auf dem Weg zur Verpeilspitze und ist entweder zu Fuß oder alternativ mit dem Hubschrauber zu erreichen. Bekanntlich ist aber der Weg das Ziel. Und so startete Tag 1 unserer Pressereise mit einem ausgedehnten Frühstück. Schließlich sollte man nie mit leerem Magen loslegen!
Alfred (Alfi) Dworak von der Bergführervereinigung Pitztal gesellte sich schon am Vorabend zu uns und zum Frühstück ebenfalls. Er sprach mit uns die Route durch und die Checkliste zur Tour wurde abgehakt. Erstes Ziel war die Rifflseebahn, um anschließend auf 2.232 m eine Floßfahrt zu unternehmen. Das ist doch mal etwas! Naja, fast. Wir waren zwar am Rifflsee und auch auf dem Floß, aber das Wetter war für eine Ausfahrt einfach zu schlecht. Leider. Dafür war Zeit für zahlreiche Fragen. Gleich zwei Superlative treffen hier aufeinander. Zum einen ist der Rifflsee der höchstgelegene
(Berg-)See in Österreich und zum zweiten ist die Fahrt auf dem See die höchstgelegene Floßfahrt in ganz Europa!

Schnee am Rifflsee im Pitztal 2018

Aussicht am Rifflsee im Pitztal

Seekogel Floß auf dem Rifflsee im Pitztal

Seekogel Floß auf dem Rifflsee im Pitztal

Schneemann auf dem Floß am Rifflsee - Pitztal

Aber nicht nur die Infos um den See sind spannend, sondern auch das Floß bzw. der Bau selbst. Erfahrungen waren zu Beginn nämlich keine vorhanden, man wusste sich aber zu helfen. Holzstämme zusammenbinden, Podest mit ein paar Bänken drauf, Motor dran und schon war die Idee umgesetzt. Was so leicht und schnell klingt, ist in Wirklichkeit natürlich sehr viel Handarbeit, verbunden mit Geduld bzw. Zeit und Tüftelei. Auch beim Antrieb wurde lange überlegt, denn die Nachhaltigkeit sollte nicht zu kurz kommen. Die Lösung: Ein Elektro-Außenborder. Leise und somit perfekt für eine Floßfahrt, umweltschonend und langlebig. Wie ich finde, eine super Idee!
Vom Ufer aus gesehen ist das Panorama bereits atemberaubend, wie wird es dann erst auf dem See sein? Noch dazu mit einer leckeren Brotzeit und Getränken. Stelle ich mir genial vor. Saisonbedingt wird es zwar dieses Jahr mit der Floßfahrt nichts mehr, dafür heißt es 2019 wieder: Floß ahoi! An dieser Stelle habe ich einen Wunsch an Euch. Falls jemand diese Floßfahrt am Rifflsee schon mal getätigt hat oder gerade plant, sagt mir bitte Bescheid, wie es Euch gefallen hat. Entweder in den Kommentaren, per Mail, Brieftaube oder wie auch immer. Danke!

Am Rifflsee ging unsere Tour los, der Aufstieg zur Kaunergrathütte stand bevor. Dieser erfolgte über den Cottbuser Höhenweg. Neben Alfi begleiteten uns Fredl (Alfred Schrott) ebenfalls von der Bergführervereinigung Pitztal und Wolfgang Schranz. Wolfang ist mittlerweile 70 Jahre jung, war bereits auf allen 84 Dreitausendern (!) und ist Naturparkführer in der Region Kaunergrat. Mehr geballte Erfahrung ist echt nicht möglich. Mit diesen drei ultimativen Guides machten wir uns auf den Weg zur Hütte.
Ein schöner Weg zunächst durch die grünen Hänge und fast immer mit einem herrlichen Blick ins Tal. Zwischendurch ein kurzer mit Drahtseil gesicherter Steig. Hört sich schlimmer an, als es ist. Gut, Trittsicherheit ist natürlich das A und O und bei Touren ins Hochgebirge Pflichtsache. Am besten gepaart mit Schwindelfreiheit und natürlich der richtigen Ausrüstung. Aber eigentlich verstehen sich diese Punkte von selbst, wenn man in Richtung 3000 Höhenmeter unterwegs ist.
Eine kleine Anekdote dazu: In meinen jüngeren Jahren ging es auf den im Nachbartal gelegenen 2813m hohen Gamskogel. Man muss dazu wissen, dass verschiedene Wege auf den Gipfel führen, aber dennoch jeder seine Eigenheiten hat. Schon fast am Gipfel trauten wir unseren Augen nicht, als ein Pärchen mit Sandalen den Weg kreuzte. Richtig, mit Sandalen! Es muss schon jeder selbst wissen, was er tut, aber so etwas muss doch nicht sein. Man bringt ja nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch (im Falle des Falles) seine Retter. Bei Unsicherheiten zur Ausrüstung kann man bei der Bergführervereinigung nachfragen. Safety first! Ich werde Euch demnächst auch mal ein paar Tipps hier auf dem Blog zusammenstellen, denn was ich so mitkriege, ist Wandern doch bei einigen von Euch ein Thema.
Kommen wir aber zurück zum Cottbuser Höhenweg:

Einstieg zum Cottbuser-Höhenweg vom Rifflsee im Pitztal

Der Cottbuser-Höhenweg im Pitztal

Steig am Cottbuser-Höhenweg im Pitztal

Kletterpassage-Cottbuser-Höhenweg im Pitztal

Rast mit Aussicht auf dem Cottbuser-Höhenweg im Pitztal

Alfred (Alfi) Dworak von der Bergführervereinigung Pitztal

Alfi und Fredl standen mit zahlreichen Tipps und Tricks rund um die Berge und allem, was dazu gehört (Gipfelkunde/Eisklettern/Ausbildung zum Bergführer usw.), zur Verfügung. Wolfgang hingegen mir seiner unglaublichen Erfahrung in Sachen Flora und Fauna. Vermutlich kennt er jeden Stein und jede Pflanze im Pitztal persönlich – mit Vor- und Nachnamen sowie Familienstammbaum. Oder so. Zum Beispiel wächst eine Flechte in dieser Region nur sehr langsam. So grob gesagt hat in diesen Höhen 1 Quadratzentimeter Flechte ca. 60 Jahre auf dem Buckel. Faszinierend, oder? Auch Gletscherkunde gehört zu seinem Repertoire. Ob Hängegletscher, verschiedene Moränen oder der Gletscherfloh, zu allem weiß er interessante Geschichten. Nicht zu vergessen die verschiedenen essbaren Pflanzen und ihre jeweiligen Erkennungsmerkmale. Wir wollen ja schließlich nicht die falschen Pflanzen zu uns nehmen. Also ich kann Euch eine Tour mit einem Bergführer aus der Region nur mehr als ans Herz legen, man nimmt unglaublich viel mit und wird so eine Tour so schnell nicht vergessen!
So machten wir uns gemeinsam auf den ca. 7,4 km langen Weg mit geplanten 3,5 Stunden Gehzeit zur Kaunergrathütte. Es waren 863 hm im Anstieg und 340 hm im Abstieg. Wie bereits erwähnt mit einem kleinen Stück mit Gurt und Sicherung am Drahtseil. War vielleicht nicht immer nötig, doch wir waren schließlich in einer Gruppe unterwegs und da liegt die ganze Verantwortung bei den Bergführern. Außerdem hatte es in der Nacht geschneit und einige Reste der weißen Pracht waren noch vorhanden. Deshalb galt auch hier die Devise „Safety first!“. Sobald diese Passage geschafft ist, führt der Weg immer weiter Richtung Hütte. Über Blöcke, eine leichte Umleitung (der ursprüngliche Weg ist wegen Steinschlag gesperrt) in ein weitläufiges Kar. Die Hütte ist dann auch nicht mehr so weit. Aber dann passierte es….!

 

In Kooperation mit dem Pitztal – Herzlichen Dank!

Ein Besuch in Kärnten – Wandern und Genuss (Teil 2)

11. Oktober 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Der aktuell perfekte goldene Oktober eignet sich ideal zum Wandern. Bzw. zur Kombination aus Wandern und Genuss. Von daher wird es uns am Wochenende wahrscheinlich in die Rhön ziehen. Oder in die Fränkische Schweiz. Mal gucken, irgendwas im heimischen Umkreis auf jeden Fall. Obwohl ich natürlich auch gerne in Richtung meiner geliebten Berge aufbrechen würde.
Nach Kärnten zum Beispiel, wo aktuell ja noch der Hüttenkult läuft. Aber nicht nur deshalb kann ich Euch einen Besuch in Österreichs südlichstem Bundesland empfehlen.

Bei unserem letzten Aufenthalt besuchten wir die Region Villach und den Faaker See, eine Gegend, die echt für jeden etwas zu bieten hat. Sogar für manche, an die man nicht gleich als erstes denken würde. Wir waren nämlich kurz vor Europas größtem Motorradfestival, der European Bike Week, dort, und entsprechend waren schon die ein oder anderen Harleyfahrer unterwegs (am Festivalwochenende waren es dann über 100.000!).
Die Gegend lockt aber natürlich nicht nur Motorradfahrer zur Bikeweek. Man kann in Kärnten super wandern, klettern, biken oder einfach relaxen und die Ruhe genießen. Lecker essen, schwimmen oder Burgen und kleine Städte erkunden. Und im Winter Ski fahren oder Schneeschuhwandern im Dreiländereck oder auf der Gerlitzen Alpe. Alles nicht zu extrem und dafür für fast jedermann geeignet. Und wem zigtausende Harleyfahrer zu viel sind, der meidet ganz einfach dieses eine Wochenende im Jahr.

Faaker See - Wandern und Genuss in Kärnten

Faaker See - Wandern und Genuss in Kärnten

So kann es übrigens ohne Regen und Nebel aussehen (Region Villach Tourismus – Michael Stabentheiner):

Region Villach Tourismus_Michael Stabentheiner_Faaker See

Für Familien mit Kindern hat sich die Region Villach z.B. spezielle Wanderrouten wie die „Fuchsfährte“ überlegt, bei der man an verschiedenen Stationen spielen und Rätsel lösen kann. Sucht man hingegen lieber die Ruhe, dann gibt es wunderschöne Orte mit „Kraftquellen“, an denen man auftanken und einfach die Natur genießen kann, zum Beispiel im Naturpark Dobratsch, dem mystischen Berg der Gegend. Oder bei einem Besuch der Thermalquellen in der Kärntentherme.

Auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt es für so ziemlich jeden Geschmack. Von Campingplätzen direkt am See über Ferienwohnungen bis hin zu zahlreichen Pensionen und Hotels.
Wir waren die ersten Nächte im familiengeführten Karnerhof untergebracht, direkt am Faaker See und mit eigenem Strandbad. Sehr gastfreundlich, herrliche Lage, schöner Wellnessbereich und mit Blick auf die umliegenden Berge (wenn denn das Wetter mitspielt, was es bei uns ja leider nicht getan hat).
Ein Highlight im Karnerhof ist definitiv die sehr gute Küche des Hauses. Und unbedingte Empfehlung das Salatbuffet! Hier kredenzt Hans Melcher, Seniorchef des Hauses, regelmäßig die erntefrischen Salate und von ihm selbst kreierten Salatdressings, die man sich direkt am Buffet von ihm zusammenstellen lassen kann – megalecker! Egal ob die Kürbisvariante oder das Nussdressing des Hauses – toll, toll und toll! So was erfreut ja mein kleines Genießerherz. Die zugehörige Götzlstube ist übrigens mit 2 Hauben ausgezeichnet und gilt als eines der besten Restaurants in Kärnten.

Außenpool im Kranerhof in der Region Villach

Zugang zum Faaker See vom Kranerhof in der Region Villach

Kaminecke im Kranerhof in der Region Villach

Essen im Kranerhof in der Region Villach

Essen im Kranerhof in der Region Villach

Die letzte Nacht waren wir dann im Alpinhotel Pacheiner eingeladen, oben auf der Gerlitzen Alpe direkt am Gipfel auf 1900 Metern Höhe. Ursprünglich war es eine Berghütte, die sich nach und nach über einen Alpengasthof bis hin zum heutigen Hotel entwickelte. Die Wanderwege bzw. Skipisten beginnen direkt vor der Tür. Wenn man denn etwas sehen kann! Der Nebel war bei uns so dicht, dass wir nach wenigen Metern den Versuch der Wanderung lieber wieder abgebrochen haben. Dafür ging es dann in den Infinitypool mit Blick ins Ungewisse.

Infinitypool am Alpinhotel Pacheiner

Sitzecke am Alpinhotel Pacheiner

Aussicht am Alpinhotel Pacheiner

Sternwarte auf der Gerlitzen in Kärnten

Teleskop der Sternwarte vom Alpinhotel Pacheiner

Instrument Mars in der Sternwarte vom Alpinhotel Pacheiner

Die Gerlitzen ist ein Eldorado für Paraglider. Und für noch eine Zielgruppe, mit der ich gar nicht gerechnet hatte, nämlich Modellflieger! Letzteren steht im Hotel sogar ein eigener „Bastelraum“ zur Verfügung. Gute Idee! Was allerdings richtig genial war, war eine Führung durch die Hoteleigene Sternwarte. Ich bin ja nicht erst seit AstroAlex ein Fan von Weltall, Sternen und Planeten. Quasi genauso wie Hans Köchl, Astrofotograf und Astronom aus Leidenschaft, der uns einen super interessanten Vortrag hielt und wahrscheinlich noch die halbe Nacht unsere vielen Fragen beantwortet hätte und im Anschluss die Sternwarte zeigte (aber Ihr wisst ja mittlerweile, der Nebel…). Zur Pacheiner Sternwarte gehört eines der größten, öffentlich zugänglichen, Teleskope Österreichs und das besondere an der Gerlitzen Alpe ist die außergewöhnlich gute Lage mit einem einzigartig dunklen Himmel, der schon nah an die Bedingungen in Namibia herankommt. Der geübte Sternegucker weiß, was das bedeutet.

Nun ja, vielleicht haben wir beim nächsten Mal mehr Glück mit Aus- und Weitblicken. Schließlich hat man in der Gegend tolle Möglichkeiten mit den Karawanken oder den Kärntner Nockbergen, wo man an klaren Tagen bis zum Großglockner schauen kann. Der Alpe Adria Trail läuft übrigens auch durch die Region, mit Ausblick auf die schönen Seen. Der steht übrigens auch noch auf meiner Bucket-List.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es genug Alternativen, nicht nur Wellness und Genuss, man kann zum Beispiel auch den Zitrusgarten von Michael Ceron besuchen, der seit über 20 Jahren Zitrusbäume aus der ganzen Welt sammelt und mittlerweile Europas größte Zitrussammlung zusammengestellt hat. Das haben wir uns aber für das nächste Mal aufgehoben, schließlich hat ein Tag nur 24 Stunden.
Was ich übrigens noch genial finde, sind die Möglichkeiten, die man mit der „ErlebnisCARD“ hat. Die bekommt man gratis und kann damit neben kostenlosen Programmpunkten (wie Schnupperklettern, Führungen, freien Eintritten oder dem Radlbus), auch kostenlos den ÖPNV nutzen. Eine gelungene Mischung aus Nachhaltigkeit und Kundenservice, oder?

Also wie Ihr seht, geht es in Kärnten sowohl sportlich, als auch gemütlich und erholsam zu. Je nach Lust und Laune. Und mit leckeren regionalen Spezialitäten ist das Rundumpaket perfekt!

 

In Kooperation mit Kärnten, Region Villach – Vielen lieben Dank!

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