Unterwegs durchs Südtiroler Eggental (Teil 1)

5. August 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Aufgewachsen in den Bergen, das Gefühl von Weite, Freiheit und der Drang nach oben – die Leidenschaft für die Berge hat Tamara Lunger, Sportlerin und Bezwingerin des 8611 m hohen K2, von klein auf gepackt. Auf der Pressereise ins Eggental war sie für zwei Tage unsere Begleiterin und wanderte mit uns in ihrer schönen Heimat.

Privat war ich bereits mehrfach in Südtirol bzw. in den Dolomiten unterwegs. Umrundete dort zum Beispiel den Peitlerkofel bei St. Martin in Thurn. Das Eggental war mir aber vorher nicht bekannt. Es liegt nur 20 Kilometer von Bozen entfernt und somit gar nicht so weit von der Brennerautobahn. Selbstverständlich gehört auch das Eggental zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.

Blick aus dem Hotelzimmer auf den Latemar im Eggental

Blick ins Eggental

Die Bilder zeigen den Ausblick aus meinem Hotelzimmer. Wer diesen Blick auch einmal genießen möchte, dem kann ich das 4-Sterne-Posthotel Weisses Rössl in Welschnofen ans Herz legen. Also nicht nur wegen der Aussicht auf den Latemar, sondern auch zwecks Speis und Trank ist das Hotel eine sehr gute Wahl!

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Wer auf den Berg will, der sollte gut gegessen haben.“ (Verfasser unbekannt oder vielleicht auch einfach alte Familienweisheit). Entsprechend begann der erste Tag der Pressereise mit einem leckeren Südtiroler Frühstück, bevor uns ein Shuttle zum Planetarium Südtirol in Gummer brachte. Gummer ist übrigens das Heimatdorf von Tamara, mit der wir uns dort trafen, um anschließend gemeinsam den ca. 10km langen Planetenweg zum Einstieg zu wandern. An diesem leichten Wanderweg sind Planeten unseres Sonnensystems zu erkunden. Damit man ein Gefühl für die Größe unseres Planetensystems bekommt, wurde zwischen den einzelnen Stationen der Maßstab 1:1 Milliarde verwendet. Auch ein Blick zur Sternwarte gehört bei dieser Wanderung dazu, bei uns war es allerdings leicht bewölkt und sowieso noch früh am Tag, wir beließen es beim Blick von außen.

Beschilderung am Sternenweg im Eggental

Sternenweg im Eggental

Sternwarte im Eggental

Nach einem Snack (wie immer in Südtirol: einfach lecker) ging es weiter am Sternenweg entlang. Früher als erwartet kamen wir wieder am Ausgangspunkt an und entschieden uns spontan für einen kurzen Trip zum bekannten Karersee. Dieser lag schließlich quasi um die Ecke und wartete darauf, von unseren Kameras entdeckt zu werden. Leider war es etwas windig und die Sonne stand zu hoch für stimmungsvolle Aufnahmen. Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben!

Der Karersee im Eggental am Tag

Der Karersee im Eggental am Tag

Zurück im Hotel ging es, nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gleich zum Abendessen. Denn am nächsten Tag stand eine längere Wanderung auf dem Programm, die „Umrundung der südlichen Rosengartengruppe“. Mit ca. 900 Höhenmeter und mindestens 5 Stunden reiner Gehzeit.
Am Abend gewitterte es noch, was super war, denn wir entschieden uns, zu dritt vor der Umrundung dem Karersee einen Besuch bei Sonnenaufgang abzustatten. Von daher hieß es: „Weckzeit: 5 Uhr“. Die Atmosphäre nach dem Gewitter versprach einiges. Aber vorher hieß es erstmal: Ab ins Bett…

 

In Kooperation mit Eggental Tourismus – Danke!

Zu Fuß und per Rad durch Fauna und Flora im Salzburger Land

26. Juli 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Zu Fuß bzw. per Rad durch die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, das war der Plan der Pressereise, an der ich vor Kurzem teilgenommen habe. Der Nationalpark wurde in den 1980er Jahren gegründet und liegt im Salzburger Land, in Kärnten und Tirol. Er war übrigens der erste Nationalpark Österreichs. Gleichzeitig ist er auch der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen. Von daher mit Sicherheit einen Besuch wert!
In das schöne Salzburger Land durfte ich bereits öfter reisen und freue mich immer schon, wenn die Tauernautobahn befahren wird. Die Hohe Tauern an sich bzw. der Nationalpark ging aber bisher irgendwie an mir vorbei. Das musste sich also ändern!
Nationalpark ist aber nicht gleich Nationalpark und jede Region hat ihre Besonderheiten. Von daher starteten wir in Mittersill im dortigen Nationalparkzentrum.

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Das Museum ist perfekt, sowohl für Kinder als auch für Berginteressierte Erwachsene. Super schön veranschaulicht und sehr lehrreich zugleich. Von den Bergbewohnern, wie den Murmeltieren, bis hin zu Animationen zum Rückgang der Gletscher, es gibt 10 Stationen auf insgesamt 1800m². Selbst als erfahrener Bergwanderer lernt man dort noch etwas dazu. Zum Beispiel zum Thema Bartgeier.
Im Museum wurden wir mit der „Sommercard“ des Salzburger Landes ausgestattet. Schon praktisch, denn so beinhaltet diese unter anderem die kostenlose Benutzung von Bergbahnen, Transportmitteln oder auch der kostenlose Besuch bestimmter Sehenswürdigkeiten. Im Internet oder vor Ort findet Ihr die passenden Infos, dann dürfte mit der Sommercard nichts mehr schief gehen.

Sommercard des Salzburger Landes

Wandertechnisch hat die Region Hohe Tauern natürlich eine Menge zu bieten. Ob die hohen Berge wie Großvenediger, der Großglockner oder „nur“ auf die unterschiedlichen Almhütten, je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad, Höhenmetern oder Ausblicken ist alles möglich. Unsere Tour führte uns in das Obersulzbachtal. Ein Seitental des oberen Salzachtals. Vorbei an Wasserfällen, grünem Wald und mit herrlichem Blick auf die umliegende Bergwelt. Unser Ziel, die Berndlalm, erreichten wir in ca. 3 Stunden und dort wartete ein leckeres Essen auf uns.

Nationalpark Hohe Tauern - Aussenzone im Salzburger Land

Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Auf der Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Almwiesen auf dem Weg zur Berndlalm im Salzburger Land

Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Wildkogel. Hier ging es mit der Wildkogel-Bergbahn hoch (und später auch wieder runter). Begleitet hat uns dabei Bernhard Gruber, der spannende Geschichten aus der Vergangenheit der Region, aber auch Pläne für die Zukunft erzählte. Stichpunkt Panorama- und Rutschenweg bzw. eine Mountaincart-Strecke. Schade, dass letztere noch nicht ganz fertig gestellt wurde. Aber ich muss eh mal wieder zu Besuch kommen, um mir die Bergbahn im Detail anzuschauen.

Aussicht bei der Wildkogel-Bergbahn Bergstation im Salzburger Land

Sportlich ging es dann auch am nächsten Tag weiter. Erst aufs Rad, dann zu Fuß und im Anschluss wieder aufs Rad. Quasi fast ein Triathlon. Also nur fast, versteht sich. Die erste kleine Strecke fuhren wir allerdings mit der Pinzgauer Lokalbahn, um dann auf E-Bikes umzusteigen. Eine ganze Stunde ging es flussaufwärts den Tauernradweg entlang. Mein erstes Mal auf einem E-Bike übrigens und ich fand es richtig klasse. Hin- und zurück waren es insgesamt fast 26km und der Hintern meckerte am nächsten Tag etwas. Was aber an meiner Untrainiertheit lag und definitiv nicht am E-Bike! Unser Ziel der Radtour waren die Krimmler Wasserfälle.

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Ich glaube, als Zwerg war ich bereits einmal an den Krimmler Wasserfällen, kann mich daran aber nicht mehr richtig erinnern. Es ist schon sehr beeindruckend, die höchsten Wasserfälle Europas aus der Nähe zu sehen. Unsere Begleitung (eine Nationalparkrangerin) führte uns über den alten Tauernweg nach oben und zurück auf dem „normalen“ Weg nach unten. Wusstet Ihr, dass die Fälle auch ein natürliches Mittel gegen Allergien und Asthma sein können? Tolles Gefühl, ganz in der Nähe zu stehen und tief ein- und ausatmen. Hat schon etwas ganz Besonderes!

Ein Highlight (nein, eigentlich waren es zwei) gab es zudem noch am nächsten Tag: Die Pinzgauer Lokalbahn feierte ihr 120jähriges Jubiläum und somit gab es eine Sonderfahrt mit einer tollen, alten Dampflok nach Mittersill. Gefolgt von einer kurzen Wanderung zum Hintersee. Dort fand nämlich die Almsommer Eröffnung der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern statt. Beim Almsommer gibt es hunderte von Veranstaltungen mit Themenwanderungen, Festen und Leckereien auf den teilnehmenden Hütten. Falls Ihr also noch ein Ausflugsziel für diesen Sommer sucht, kann ich Euch das nur empfehlen.

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land - innen

Hintersee beim der Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Von den ganzen sportlichen Aktivitäten bekommt man natürlich auch Hunger und Durst. Von daher kann ich Euch eine kleine Auswahl an verschiedenen Lokalitäten empfehlen. Dazu gehört unser Übernachtungshotel (siehe weiter unten) oder die bereits erwähnten Almen. Im Gasthof Weyerhof in Bramberg gibt es super leckeres Essen und einen klasse Gastgeber. Die Liebe zum Detail ist lebendig und spürbar. Sei es beim Essen oder im Haus, das Ambiente passt einfach! Eine weitere Empfehlung ist das „Bräurup“ in Mittersill. Die eigene Brauerei (mit sehr leckerem Bier) und ein großes Fischrevier machen einen Besuch zur Pflicht! Ob Ihr es glaubt oder nicht, Bier passt sehr gut zu Fisch. Eine kleine, spontane Brauereibesichtigung war sogar auch noch drin. Daumen hoch!

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

…und übernachten muss man ja auch. Wir waren im Hotel Gasthof Flatscher untergebracht. Ein Familienhotel mit eigener Landwirtschaft und sehr langer Tradition (bis ins 15. Jahrhundert). Auch das kann ich Euch nur empfehlen. Die Region Hohe Tauern bietet alles, was das Wanderherz begehrt, ich selbst plane auf jeden Fall wieder einen Besuch, denn es gibt noch viele Wege zu erkunden und Ausblicke zu genießen!

 

In Kooperation mit Salzburg Land Tourismus – vielen Dank!

Urlaub am See. Kärnten und seine Slow Trails (Teil 2)

9. Juli 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

…ausgeschlafen und gut gestärkt ging es in den nächsten Tag der Pressereise. Das Programm hörte sich wieder sehr vielversprechend an und es galt, einen weiteren Slow Trail zu erkunden. Apropos, wer erst jetzt eingestiegen ist, einfach hier klicken und zack, erscheint Teil 1 aus Kärnten. Wettertechnisch hätte es noch etwas schöner sein können, aber wir wollen ja nicht meckern. Denn ursprünglich wurde sogar Regen vorhergesagt, was später zum Glück nicht, bzw. nur ganz kurz eintraf.

Wie Ihr ja gelesen habt, bestehen die Slow Trails immer aus der Kombination von See und Bergen. Vom Millstätter See ging es also für uns zum Ossiacher See und dort zunächst zum Domenig Steinhaus. Der Name lässt es bereits erahnen. Das Haus wurde von Günther Domenig entworfen und über einen Zeitraum von fast 20 Jahren nach und nach vervollständigt. Wer in der Region ist, sollte einen Blick in das Haus werfen. Am besten mit Führung, denn es gibt so viel zu sehen und zu entdecken.

Steinhaus von Günther Domenig am Ossiacher See in Kärnten

Steinhaus von Günther Domenig am Ossiacher See in Kärnten

Steinhaus von Günther Domenig am Ossiacher See in Kärnten

Steinhaus von Günther Domenig am Ossiacher See in Kärnten

Persönlich würde ich am liebsten einmal in den Kopf von Günther Domenig schauen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie man überhaupt auf so viele kreative Gedanken kommt. Und diese im Anschluss umsetzt. Plus viele Hindernisse, die einem in den Weg gelegt werden (wie Genehmigungen und Co.), aus dem Weg räumt. Einfach spannend!
Nach der beeindruckenden Führung durch das Haus wartete die nächste Wanderung auf uns. Es ging auf den Slow Trail „Bleistätter Moor“. Der Startpunkt liegt nur gefühlte 50 Meter weg vom Domenig Steinhaus. Ein leicht begehbarer Weg von ca. 7 Kilometern führt mitten durch eine beeindruckende Naturlandschaft, quer durch das Moor. Ideal für Eltern mit (neugierigen) Kindern. Und immer wieder tolle Ausblicke auf den bewaldeten Bergzug der Ossiacher Tauern und die Gerlitzen Alpe. Dort oben muss ich übrigens unbedingt auch mal hin, denn man soll einen fantastischen Blick über halb Kärtnen haben bis nach Italien und Slowenien. Hört sich äußerst gut an!
Zwischendurch machte unsere Wandergruppe einen Zwischenstopp an der Forellenstation Prefelnigteich.

Slow Trail Bleistätter Moor in Kärnten

Slow Trail Bleistätter Moor in Kärnten

Essen im Forellenstation Prefelnigteich

Ihr müsst dort unbedingt Forellen essen! Wer Hunger und weniger Geduld hat, der überspringt das selbst Angeln und begibt sich gleich zu Tisch. Ihr habt richtig gelesen. Wer nämlich selbst Hand an die Angel legen möchte, der kann seine „eigene“ Forelle aus dem Teich fischen. Oberlecker!
Im Anschluss ging es zurück nach Ossiach, unserem Ausgangspunkt. Hier machten wir noch einen Abstecher in die Stiftsschmiede von Gerhard Satran. Auch ein Highlight, denn hier wird auf dem Platz vom alten Schmiedeofen gekocht. Und zwar nur Produkte aus der Region, denn das Thema Regionalität und Qualität spielt wie so häufig in dieser Gegend eine sehr große Rolle. Und ja, so etwas schmeckt man einfach!
Am Abend ging es natürlich kulinarisch weiter, nämlich auf dem Kleinsasserhof. Kennt ihr das Gefühl: Ihr seid zum ersten Mal irgendwohin eingeladen und fühlt Euch gleich wie im Wohnzimmer? Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, man fühlt sich nicht nur wie im Wohnzimmer, sondern sogar wie bei guten Freunden. Genauso ging es mir im Kleinsasserhof. Und nein, ich übertriebe nicht! Eigentlich ist es ein Restaurant. Aber es ist nicht irgendein Restaurant. Sondern eines mit sehr viel Kunst und allerlei „Krempel“. Auf den ersten Blick wirkt es fast wahllos zusammengewürfelt. Auf den zweiten Blick erkennt man allerdings, dass es einfach super passend ausgewählt ist, so dass man sich einfach nur wohl fühlt.

Kleinsasserhof in Kärnten

Innen im Kleinsasserhof in Kärnten

Innen im Kleinsasserhof in Kärnten

Kunst soweit das Auge reicht. Noch dazu wird immer wieder umdekoriert. Schließlich stehen noch weitere drei Scheunen voll mit Kunstobjekten und Dekoration von Künstlern, Freunden oder Trödelmärkten aus aller Welt. Und es kommen immer wieder neue dazu. Nicht umsonst wurde das Lokal von Falstaff zum „Originellsten Gasthaus Österreichs“ gekürt. Ich hätte ja noch Stunden gucken können! Und essen, denn regionale Produkte sind auch hier der Schwerpunkt auf dem Teller.
Olschi-Prädikat: mehr als empfehlenswert!

Der nächste Tag führte uns an den Wörthersee. Genauer gesagt nach Velden. Vorweg sei gleich erwähnt, dass Velden mehr zu bieten hat, als Roy Black. Gut, den passenden Ohrwurm dürft Ihr nun gerne behalten – den hatte ich schließlich auch! Anyway, der nächste Slow Trail „Römerschlucht“ rund um den schönen Wörthersee stand auf dem Programm. Dieser Slow Trail stellte sich als kleine Wanderung heraus. Mit super schönen Ecken und Blick auf den Forstsee (ein kleiner See oberhalb des Wörthersees). Die Wanderfreunde werden hier auf ihre Kosten kommen, versprochen.

Slow Trail Römerschlucht in Kärnten

Slow Trail Römerschlucht in Kärnten

Slow Trail Römerschlucht in Kärnten

Slow Trail Römerschlucht in Kärnten mit Blick auf den Wörthersee

Genächtigt wurde übrigens im Beach House bzw. im Ogris am See. Beides großartige Gastgeber direkt am See, neu gestaltet, aber mit dem gewissen Retroflair. Und nach der schönen Tour ließen wir den Abend mit einem leckeren Essen im Restaurant am Beach House ausklingen. Blick auf den Wörthersee inklusive, versteht sich ja von selbst.

Essen im Beach House in Velden - Kärnten

Essen im Beach House in Velden - Kärnten

Also ich bin begeistert, sowohl von der schönen Gegend, als auch von den vielfältigen Slow Trails, die ihrem Namen alle Ehre machen und auf denen man wirklich abschalten kann. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 16 Slow Trails eröffnet sein und es ist wirklich für jeden etwas dabei. Egal, ob mit Kindern, allein, zu zweit oder mit dem Hund (bzw. irgendeinem anderen Lieblingshaustier) eine Begehung ist für fast jedermann möglich. Tipp: Vorher über die unterschiedlichen Routen informieren, denn jeder hat schließlich ein anderes Gefühl von „wandern“ und „Entschleunigung“ bzw. sind die Wege unterschiedlich schwierig zu begehen, aber sehr gut erläutert. Und zur idealen Kombination lässt sich immer auch ein Bad im See ergänzen. Wie in Teil 1 schon erwähnt, war ich zum ersten Mal in Kärnten… und ja, es stimmt, es ist schon ein sympathischer, südländische Einfluss vorhanden. Gefällt mir, ich komme gerne wieder!

Sonnenaufgang am Wörthersee in Kärnten

 

Pressereise in Kooperation mit Kärnten – Lust am Leben

Urlaub am See. Kärnten und seine Slow Trails (Teil 1)

29. Juni 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Mittlerweile war ich ja schon sehr oft in den Alpen. Ob in Österreich, in Italien oder auch mal in der Schweiz, die Alpen sind eine Region, in der ich mich einfach richtig wohl fühle. Seit Jahren bzw. Jahrzehnten ist es vor allem Österreich – und dort vor allem Tirol und das Salzburger Land – wo es mich immer wieder (gerne) hin verschlägt. Natürlich war ich auch schon mal in Wien, mit einem kurzen Abstecher an den Neusiedler See im Burgenland. Aber so viel mehr von Österreich kenne ich dann doch noch nicht. Für eine neugierige Person, wie ich es bin, reicht das natürlich nicht aus, schließlich gibt es überall Neues zu entdecken.
Als vor ein paar Wochen die Einladung zur Pressereise nach Kärnten eintrudelte, musste ich also nicht lange überlegen. Kärnten kannte ich bis dato kaum und das Thema „Urlaub am See – Slow Trails“ hörte sich äußerst vielversprechend an! Ein neues Bundesland entdecken, Seen und Entschleunigung – was will man mehr! Und so ging es in Richtung Süden, auf die Tauernautobahn mit dem Ziel Millstätter See. Allein über die Tauernautobahn zu fahren macht mich schon glücklich. Erstens Auto fahren, zweitens die Berge und drittens angenehme Geschwindigkeitsbegrenzung. Gut, vielleicht trägt auch der Gedanke an „Urlaub“ und die Aussicht auf Erholung ihren Teil dazu bei.

Erster Anlaufpunkt der Reise war Seeboden am Millstätter See, ein gesetzlich anerkannter Luftkurort. Dort ging es ins Hotel Moserhof, das übrigens in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum feiert.
Aber erst einmal musste der Hunger gestillt werden. Und dazu ging es mit allen Beteiligten zum Lindenhof in Millstatt. Leckere Kärntner Küche in einem schönen Gasthof, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert reicht, der aber erst in diesem Jahr wieder so richtig zu neuem Leben erweckt wurde. Herz (bzw. Magen), was willst Du mehr?!
Gut gestärkt wartete dann der erste Slow Trail auf uns. Bei den Slow Trails handelt es sich um kürzere Wanderwege in Nähe der schönsten Kärntener Seen. Kurz bedeutet in diesem Fall mit maximal 10 Kilometern Länge bzw. 300 Höhenmetern. In einer tollen Atmosphäre – ich sage nur: Wasser und Berge – ideal zum Entspannen, Genießen, runter kommen und der Natur mal wieder etwas näher zu sein bzw. den Kopf frei zu kriegen vom Alltagsstress. Die Slow Trails sind ein Gemeinschaftsprojekt, für das sich fünf Kärntener Seedestinationen zusammengetan haben. Insgesamt soll es bis Ende diesen Jahres 16 Stück geben. Wir waren also mit die ersten, die auf den Spuren des Wellensymbols entlang der Seen wanderten. Und unsere erste Runde führte uns auf den Slow Trail Zwergsee.

Slow Trail - Zwergsee in Kärnten

Wald im Slow Trail Zwergsee in Kärnten

Auf dem Slow Trail mit Blick auf den Millstätter See - Kärnten

Gemächlich führte uns der Weg durch den Wald und um den See. Von der Landschaft hat es fast ein bisschen was vom Spessart. Also mit mehr Nadelbäumen und natürlich mit Blick auf den Millstätter See. Eine schöne Tour für den Einstieg bzw. zum Kennenlernen der Slow Trails. Apropos Millstätter See – dieser wurde im Anschluss per Motorboot erkundet. Wer das einmal machen möchte, dem kann ich nur die Firma Motorboot Peter Strobl empfehlen. Hätten wir nicht minimal Zeitdruck gehabt, hätten wir vermutlich noch viel länger über den See fahren und den spannenden Geschichten dazu lauschen können.

Bootsfahrt mit Motorboot Peter Strobl auf dem Millstätter See in Kärnten

Bootsfahrt mit Motorboot Peter Strobl auf dem Millstätter See in Kärnten

Bootsfahrt mit Motorboot Peter Strobl auf dem Millstätter See in Kärnten

Ziel war aber nicht sofort der nächste Slow Trail, sondern ein Biwak. Und zwar nicht irgendein Biwak, sondern ein „Biwak unter den Sternen“. Passend zum Motto: Natur, Genuss, Zeit zu zweit und Auftanken kann man hier wahrscheinlich eine herrliche Nacht am See verbringen.

Biwak unter den Sternen in Kärnten

Ich stelle es mir ein bisschen vor wie zelten. Also so in der Art. Nur mit mehr Komfort und herrlichem Blick auf den Sternenhimmel bzw. das Tal und/oder den See. Je nach Wunsch, denn aktuell gibt es sieben verschiedene Biwaks mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Auch der Moserhof besitzt ein solches Biwak inmitten einer Blumenwiese und mit Aussicht auf den Millstätter See.

Biwak unter den Sternen vom Moserhof in Kärnten

Wir übernachteten allerdings nicht hier, sondern fuhren mit dem Boot weiter nach Döbriach, um den zweiten Slow Trail zu testen. Richtig, es war ein volles Programm, was allerdings überhaupt nicht in Stress ausartete. Muss vermutlich an den Slow Trails und der dazugehörigen Entschleunigung liegen. Anyway, zum Abschluss des Tages wanderten wir also auf dem sagenumwobenen Slow Trail „Mirnock“. Am besten sollte man versuchen, gegen Abend oben am Mirnock anzukommen, dann kann man bei toller Abendstimmung den Blick über den See schweifen lassen. Bei unserer Tour hat das Wetter mitgespielt:

Auf dem Slow Trail Mirnock mit Blick auf den Millstätter See bei Sonnenuntergang - Kärnten

Leider verging die Zeit zu schnell, irgendwann kam das Hungergefühl zum Vorschein und überwog die herrliche Aussicht. Aber Österreich wäre nicht Österreich, wenn es keine ordentlichen Brotzeitplatten mit besten Produkten aus der Region gäbe. Ihr entschuldigt…

Brotzeit in Kärnten

(Teil 2 folgt schon bald und ich erzähle Euch, welche Seen noch dabei sind)

 

Pressereise in Kooperation mit Kärnten – Lust am Leben

Texel – Dünen, Schafe und Mehr (Teil 2)

20. Juni 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Nun gut, Ihr wollt mehr als breite Strände, frische Nordseebrise und Dünenlandschaft pur? Ihr wollt Action, Wellness, Tierbabys? Verständlich, Tierbabys gehen immer!
Im Rahmen unserer Pressereise mit dem VVV Texel durften wir noch so einiges mehr von der Insel entdecken. Von den zahlreichen Schafen habe ich Euch ja schon im ersten Teil meines Berichts kurz erzählt.
Wer sich näher für Schafe, Lämmer und Wolle interessiert, der findet das volle Programm auf der Insel. Angefangen von Lämmer knuddeln (Tierbabys!!!), unterschiedliche Schafrassen kennenlernen oder dabei sein, wie so eine Schafherde von ihrem Hütehund im Zaum gehalten wird – wer das erleben möchte, dem kann ich nur die Schapenboerderij empfehlen.
Zum Thema Schafe gehört selbstverständlich auch guter Käse! Wir besichtigten den Käsebauernhof Wezenspyk, wo man einen Blick in die Herstellung der unterschiedlichen Käsesorten werfen kann (und natürlich auch probieren). Zur Käserei gehört ein kleines Museum, das in einer der auf der Insel verbreiteten „Schapenboet“ zu finden ist, mit vielen Infos rund um die texelanische Schafhaltung. Und man kann sich bestens mit ganz unterschiedlichen, leckeren Käsesorten eindecken bzw. Mitbringsel einkaufen.

Neugieriges Schaf auf Texel

Hütehund auf Texel

Schafswolle auf Texel

Schafe auf Texel

Schafe auf Texel

Käse auf Texel

Apropos Schafe, Ihr kennt die Regel? Wenn ein Schaf auf dem Rücken liegt, kommt es normalerweise nicht mehr allein auf die Beine. In solch einem Fall am besten Hilfe holen oder das Schaf an der Seite greifen und auf den Bauch drehen. Schaf und Bauer werden es Euch danken!
… zum Beispiel mit kuscheliger Wolle! (ok, der Bezug ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber musste sein). Habt Ihr schon mal von einem „Wollbad“ gehört? Ich persönlich konnte mir darunter ja gar nichts vorstellen, aber so ein Wollbad ist Wellness und Entspannung pur, wie ich jetzt aus eigener Erfahrung berichten kann. Eingewickelt in Wolle (die kein bisschen kratzig ist) liegt man eingemummelt in einer speziell konstruierten Liege, bis einem vor lauter Entspannung fast die Augen zufallen. Und nachher ist die Haut ganz weich durch das Lanolin aus der Schafwolle. Ein Erlebnis, das Ihr im Boutique-Hotel Texel erleben könnt.

Aber genug von Schafen und Entspannung. Die Actionfans sollen schließlich nicht zu kurz kommen. Texel eignet sich ideal zum Wind- und Kitesurfen, soll ein Highlight für Taucher sein (vor der Insel liegen zahlreiche Wracks noch aus der Zeit der „Reede von Texel“) und ein Eldorado für Fallschirmspringer. Beides habe ich allerdings selbst nicht ausprobiert (aus Gründen). Dafür gab es für unsere Gruppe einen schönen Rundflug über die Insel, den man am Airport Texel buchen kann.

Flughafen Texel

Flughafen Texel

Texel von oben

Natürlich ist Texel auch ideal zum Fahrrad fahren, wandern und genießen. Von Fisch, Krabben und anderem Meeresgetier brauche ich gar nicht anfangen – frischer geht’s einfach nicht! Aber auch sonst findet man eine tolle Auswahl an unterschiedlichen Leckereien, so probierten wir z.B. die bekannten „gerechies“, quasi die Texel Tapas. Und ließen uns leckeres, selbstgemachtes Bauernhofeis schmecken auf dem Hof „Labora“, wo man auch einen Blick in den ultramodernen Kuhstall werfen kann.

Essen auf Texel

Essen auf Texel

Eis auf Texel

Bier Skuumkoppe auf Texel

Bier auf Texel

Nachspeise auf Texel

Nachspeise auf Texel

Im Meer bei Texel

Weizenfeld auf Texel

Im September gibt es auf Texel sogar ein ganzes kulinarisches Wochenende, an dem Chefköche aus über 30 Restaurants ihre Spezialitäten zubereiten. Da muss ich irgendwann unbedingt mal hin, genau wie zu einem Besuch der Texels Bierbrauerei. Es gibt noch viel zu entdecken!

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