Happy Birthday Ente – 70 Jahre 2CV!

17. Oktober 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

70 Jahre Ente – der Citroën 2CV feiert Geburtstag! Sicherlich kennt jeder die „Ente“ und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat schon jeder einmal darüber nachgedacht, ob sie in einer Kurve nicht einfach umfallen könnte. Oder? Was sie natürlich nicht tut, dank ihrer raffinierten Konstruktion, tiefliegendem Motor und Tank (also guter Schwerpunk), der weichen Federung und dem langen Federweg schafft sie eine ziemliche Seitenneigung.

Blicken wir aber erst einmal zurück. Im Oktober 1948 war es soweit. Der 2CV wurde auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert. Die Zielgruppe war das „normale“ Volk, denn es sollte ein Auto für Bauern, Arbeiter oder Handwerker werden und zwar als preisgünstige Alternative zu den damals sehr teuren Automobilen. Der Designer Flaminio Bertoni machte sich mit dieser außergewöhnlichen Ansicht einen Namen. Ebenso Konstrukteur André Lefèbvre. Er hatte vielleicht den schwierigsten Job.
„Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 km verbraucht. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht“, so sollen die Anforderungen gewesen sein.
Das war übrigens schon Mitte der 1930er Jahre. Der Krieg kam dazwischen und so wurde das Projekt auf Eis gelegt und damit die 250 Prototypen mit dem Namen TPV „Toute petite voiture“, der Vorläufer des 2CV. Krieg ist halt einfach Scheiße – Punkt!

2CV 6 - Ente von 1975

2CV Charleston - Ente von 1982

2CV-Cocorico - Ente von 1987

2CV-AZ - Ente von 1959

Der Name „Ente“ kommt übrigens von einem niederländischen Journalisten, der das komplett überarbeitete Modell bei seiner Präsentation 1948 als „hässliches Entlein“ bezeichnete. Und schon hatte das ungewöhnliche Fahrzeug seinen Namen weg.
Die einfache Technik, der niedrige Kaufpreis und die sparsamen Unterhaltskosten machten den 2CV zu einem Renner. Aufgrund der knappen Rohstoffe konnten anfangs aber nur geringe Stückzahlen produziert werden und so entstanden kurzfristig Wartezeiten von bis zu sechs Jahren. Das waren fast schon trabiähnliche Verhältnisse – aber das ist wieder ein anderes Thema.
Motortechnisch gesehen kam man gut von A nach B. Zu Beginn noch mit 9PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, mit diversen Überarbeitungen waren es gegen Ende 29PS und 113 km/h. Leider war am 27. Juli 1990 Schluss, die letzte Ente verließ das Citroën Werk in Mangualde (Portugal). Aber spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Kultfahrzeug geboren. Statt eines festen Fahrzeugdachs aus Stahl war die Ente mit einem aufrollbaren Verdeck aus Vinyl ausgestattet, um Stahlbleche zu sparen und das Fahrzeug leichter zu machen.

Noch eine Kleinigkeit für die Statistik: Es wurden über 5 Millionen Fahrzeuge (Limousinen und Kastenwagen) produziert. In Deutschland wurden knapp 350.000 davon verkauft und aktuell dürften es noch ca. 13.000 aktive Fahrzeuge sein (laut Schätzungen).

Also: Happy Birthday liebe Ente!

Unterwegs mit dem Fiat 124 Spider (S-Design)

15. Mai 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Ja, es gibt sie. Diese Glücksmomente. Vor ein paar Tagen war es bei mir wieder einmal soweit, als der Fiat 124 Spider S-Design auf dem Hof stand und ab diesem Zeitpunkt „unser“ Auto für die kommenden zwei Wochen war. Diese Variante des Spiders wurde im März beim Genfer Autosalon vorgestellt. Ein Zweisitzer-Roadster, weiß, mit schicken 17“ Leichtmetall-Felgen und den Seitenzierstreifen „124 Spider“. Ein kleiner und sehr feiner Sportwagen. Mal etwas ganz anderes als die unterschiedlichen, doch eher größeren Exemplare, die ich in der letzten Zeit getestet habe.

Was sagen die Hardfacts?

– 1.4l MultiAir Turbo mit 103 KW (140 PS)
– 240 Nm bei 2250 U/min
– Die max. Geschwindigkeit liegt bei 217 km/h.
– von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden
– Heckantrieb
– 6-Gang-Automatikgetriebe
– Leergewicht ca. 1050 kg
– Maße: 4,00m (Länge) x 1,74m (Breite) x 1,23m (Höhe)
– Bose Soundsystem
– Rückfahrkamera
– Preis des Testwagens: 35.190,00 Euro

Fiat 124 Spider S-Design

Der Wetterbericht für die kommenden Tage versprach nur Gutes. Nicht zu warm und viel Sonnenschein. Ideales Wetter für Ausfahrten mit dem Spider. Bei der ersten Tour waren die Gedanken sofort auf den Straßen entlang der ligurischen Küste, eine passende Umgebung für dieses Cabrio, dementsprechend zauberte der Spider mir gleich doppelt ein Lächeln ins Gesicht.

Die Italiener wieder! (jaja, ich weiß, er basiert auf dem Mazda MX-5 und wird gemeinsam mit diesem im Mazda-Werk in Hiroshima gebaut). Aber für mich ein Cabrio, bei dem das italienische Feeling total durchkommt. Das wird zusätzlich durch die Landesflagge auf dem Heck unterstrichen. Enge (italienische) Küstenstraßen, der Spider und gute Musik. Diese Zeit ist gewiss keine Verschwendung, sondern Lebensgefühl pur!

Fiat 124 Spider S-Design - Front

Fiat 124 Spider S-Design - Seitenansicht

Fiat 124 Spider S-Design - Inside

Wie es sich für einen Sportwagen gehört, sitzt man recht tief und hat dank der längeren Schnauze ein Go-Kart-Gefühl. Herrlich! Auch die Beschleunigung gefällt. Bereits im niedrigen Drehzahlbereich will er nach vorne sprinten. Sobald die richtige Temperatur erreicht ist, passt auch die Geräuschkulisse aus den Endrohren.
Dadurch, dass sich der Schwerpunkt nur gefühlte 3cm über dem Boden befindet, „klebt“ er richtig schön auf der Straße und nimmt jede Kurve mit Bravour. In den Abendstunden fällt das adaptive Kurvenlicht auf (apropos: die LED-Schweinwerfer sind ebenfalls ein designtechnisches Highlight). In den Abendstunden „oben ohne“ zu fahren ist eh traumhaft. Wenn nicht an der ligurischen Küste, dann am besten durch den Spessart. Frische Luft, Bäume und der Himmel blitzt durch die Baumkronen.

Fiat 124 Spider S-Design - Italy

Fiat 124 Spider S-Design - back

Der Spider kommt ohne viel Schnickschnack aus. Die für eine sportliche Cabriofahrt unnötige Comfortzone fällt weg und die alte Gleichung „Weniger Gewicht = Mehr Leistung“ trifft es auf den Punkt. Handschuh- bzw. Ablagefach entfällt, der Kofferraum reicht für einen Weekender mit leichtem Gepäck. Puristisch und dadurch designtechnisch perfekt abgestimmt.
Die Ingenieure von Fiat strichen die elektrische Bedienung beim Verdeck ebenfalls. Macht aber nichts, denn per Hand mit einem Klick ist super easy das Verdeck offen. Falls es dann doch einmal regnen sollte, dann funktioniert es umgekehrt auch ganz fix. Gefühlte 5 Sekunden werden benötigt.

Fiat 124 Spider S-Design - Bose Sound

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Leider vergingen die 2 Wochen viel zu schnell. Den dynamischen Flitzer hätte ich gerne noch länger behalten. Alternativ war kurz die Überlegung vor der Abholung: „Sie wollen einen Fiat Spider abholen? Welchen Fiat Spider? Wir haben hier keinen Spider!“

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design im Sonnenuntergang

Der „Ur-“ Spider ist bereits Kult und dieser Fiat 124 Spider S-Design hat definitiv das Potential dazu!

Der Jeep Compass Limited im Alltagstest

28. März 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Wir bleiben beim Thema Auto. Nach dem Fiat Fullback Cross war kurze Zeit später der Jeep Compass Limited mit einem Alltagstest an der Reihe. Die Marke Jeep ist jedem ein Begriff und in meinem Kopf schlummerte noch die Tour mit dem Grand Cherokee SRT, die vor fast genau einem Jahr stattfand. Damals war ich echt begeistert. Wird es mit der Neuauflage des Jeep Compass wohl auch wieder der Fall sein?!

Irgendwann war es also soweit und der „kleine Bruder“ des Cherokee stand auf dem Hof und wollte ausgiebig gefahren werden. So ganz in schwarz, mit schicken Felgen (19“), auf den ersten Blick ein schöner kompakter SUV.

Jeep Compas Limited in den Wehranlagen in Schweinfurt

Jeep Compas Limited - Felgen

…und ab geht die wilde Fahrt. Nein, zuerst kommen gewohnheitsmäßig die Hardfacts vom Testfahrzeug:

– 103 kW (140 PS) 1.4 MULTIAIR
– max. Drehmoment bei 103 Nm bei 5000 U/min
– Frontantrieb (!)
– Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
– 6-Gang-Schaltgetriebe
– Leergewicht: ca. 1,5 Tonnen
– Maße: 4,40m (Länge) x 1,81m (Breite) x 1,62m (Höhe)
– Navigations- und Soundpaket (Uconnect 8.4, Beats Audio Sound System)
– Preis des Testwagens: 34.450,00 Euro

Optisch, also von außen gesehen, ein sehr schickes Modell. Nicht zu groß und nicht zu klein. Vor der ersten Fahrt werden natürlich die verschiedenen Einstellungen angepasst. Als erstes war der Sitz dran. Nun ja, der Anfang war schon fast ein kleines Drama. Wer baut denn bitteschön „Kindersitze“ im Fahrzeug ein? Sorry, aber das geht nicht! Also grundsätzlich bequem, aber für meine 1, 86 m einfach viel zu klein. On top kam beim Testmodell noch dazu: Ein Jeep mit Frontantrieb?! Der erste Gedanke war: Das kann die nächsten zwei Wochen ja heiter werden.

Aber der Compass fuhr sich gleich auf den ersten Metern ziemlich gut und auch der Anzug im höheren Drehzahlbereich war völlig ausreichend. Also positiv denken, die zwei Wochen haben ja erst begonnen und schließlich hat jeder eine zweite Chance verdient.

Jeep Compas Limited - innen

Jeep Compas Limited - innen

Auf der Fahrbahn macht der Jeep Compass genau das, was er soll, er fährt wirklich ruhig und sicher und von der Geschwindigkeit her kann ich bei seinen 140 PS nichts bemängeln. Sogar der integrierte Spurhalteassistent und ich wurden Freunde. Richtig, in der Vergangenheit hatte ich das bei anderen Fahrzeugen bemängelt, aber hier passt die Abstimmung gut.

Positiv aufgefallen ist mir zudem die Inneneinrichtung und vor allem das Infotainment System, denn die Bedienung des großen Touchscreens (z. B. von (Sitz-)Heizung, Radio, Navi…) geht intuitiv super leicht. Ganz unter uns, da können sich viele Hersteller etwas abschauen! Wenn ich die bisher getesteten Autos Revue passieren lassen, muss ich ungelogen sagen, dass die Handhabung der Bedienelemente in diesem Test-Jeep einfach perfekt ist.
So Dinge wie genügend Stauraum und Handhabung muss ich nicht extra erwähnen, denn das stimmt bei Jeep ebenfalls. Trotz der 1,5 Tonnen, der Abmessungen und der 103 KW ist der Verbrauch bei dem getesteten Modell relativ gering.

Jeep Compas Limited - Front

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited - back

Jeep Compas Limited - Spiegel

Wie schon beim SRT, gilt auch beim Jeep Compass das Motto: Preis-Leistung ist ausgeglichen und stimmig. Optional bietet Jeep für den Compass ja auch die Allrad-Variante an, für den, der die Offroad-Möglichkeiten nicht missen mag, das wäre dann wahrscheinlich auch meine Wahl.

Fazit: Wie in einer Beziehung – am Anfang sind noch leichte Anfangsschwierigkeiten vorhanden und später hält es dann ein Leben lang. Ja, wir beide haben uns angefreundet und als die Zeit um war, war ich schon etwas traurig, dass ich den Jeep wieder abgeben musste. Definitiv ein moderner und alltagstauglicher SUV.

Der Kia Stinger im Kurz- und Schneetest

13. Dezember 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Noch gar nicht lange her, dass wir ihn auf der IAA gesehen haben und schon finden wir uns gemeinsam im Schnee wieder. Aber fangen wir vorne an. Und dazu muss ich etwas ausholen.
Seit einigen Jahren bin ich Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren (JCI), dem größten Verband junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Auf lokaler Ebene ist es der WJ Kreis Schweinfurt. Man kennt sich, hilft sich gegenseitig und es entstehen sogar Freundschaften. Auf diesem Weg habe ich Daniel und Sina von der Beständig Autowelt kennengelernt. Mit beiden tausche ich mich gerne aus, nicht nur über die (Auto-)Welt.
Selbstverständlich war auch die diesjährige IAA bei uns ein Thema, z.B. verschiedene Modelle, die ich mir vor Ort angeschaut habe. Bei KIA habe ich u.a. den Soul EV begutachtet, den ich schon kurz getestet habe. Und zack, im Augenwinkel tauchte noch ein neuer auf. „Ist das wirklich ein KIA?“ waren so die ersten Reaktionen, die man hörte. „Vielleicht ein Konzeptfahrzeug?“ Die Neugierde war geweckt und das Fahrzeug musste genauer unter die Lupe genommen werden. Es hört auf den Namen „Stinger“. Ohne die genauen Details zu kennen, schoss der Gedanke „den muss ich einmal testen“ durch den Kopf.

Kia Stinger auf der IAA 2017 - Front

Kia Stinger auf der IAA 2017 - back

Die Zeit verging mal wieder schneller als gedacht (ihr kennt das), den Stinger hatte ich noch dunkel im Hinterkopf, als vor ein paar Tagen Sina eine Nachricht schickte „Wir haben einen Stinger da, möchtest Du ihn übers Wochenende testen?“. Trotz des angekündigten Schneefalls war ein „Nein“ natürlich überhaupt keine Option. Logisch!

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Wie gewohnt, erst einmal die Hardfacts vom Kia Stinger:
– 3 Liter V6 Motor mit Twin-Turbolader und 370 PS (510Nm)
– In 4,9 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Allradantrieb
– Höchstgeschwindigkeit von 270km/h
– 8-Stufen-Automatik mit Schaltwippen
– 4 Fahrmodi – ECO, Comfort, Sport, Sport+
– Head-up-Farbdisplay
– Harman/Kardon® Premium-Soundsystem
– BREMBO Bremsen
– Gewicht: ca. 1,9 Tonnen
– Maße: 4,83m (Länge) x 1,87m (Breite) x 1,4m (Höhe)

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - Innen

Dann wollen wir mal. Zu Beginn ging es auf die Autobahn, Beschleunigung testen – das Gewicht des Stingers wurde recht ordentlich beschleunigt. Doch bei höheren Geschwindigkeiten fing er an zu schwimmen. Mein erster Gedanke war „Das kann ja was werden!“. Aber wir geben ja jedem eine zweite Chance und der Fahrtest hatte gerade erst begonnen. Nachdem der Spurhalteassistent (LKA) aufs Minimum (nur Töne) reduziert wurde, war das Problem gelöst. Liebe Autobauer, ich kann es nicht leiden, wenn mir jemand ins Lenkrad greift. Ob menschlich, tierisch, außerirdisch oder elektronisch. Wenn ich am Lenkrad sitze, möchte ich auch selbst bestimmen, wo es lang geht! Nach dem Abschalten passte das Fahren auf der Autobahn für mich also auch wieder.

Wie bereits erwähnt war Schnee angesagt und die Vorhersage traf zu. Schnee im Winter, das ist ja sowieso unglaublich! In den Spessart sollte die Testtour gehen und bei Abfahrt war vom Schnee noch nichts zu erkennen. Später allerdings waren die Straßen weiß und schneebedeckt. Tempo drosseln ist angesagt, denn die Physik lässt sich nun mal nicht austricksen. Da kann das Fahrzeug noch so neu und mit noch so vielen technischen Aspekten ausgerüstet sein, die Zentrifugalkraft ist bei zu hoher Geschwindigkeit immer der Gewinner. Trotzdem spürt man das adaptive Fahrwerk, welches sich an die Umgebungen anpasst. Wer Neuhütten kennt, weiß, dass es etwas hügeliger ist.

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Dank Allradantrieb kein Problem. Schnee hin oder her, es geht ohne Probleme vorwärts. I like! Daran könnte ich mich echt gewöhnen. Auf ebener Strecke schiebt er etwas über die Vorderachse. Aber hey… Kleinigkeiten. Ein weiteres Highlight war für mich das adaptive Kurvenlicht. Gerade bei schlechten Wetterbedingungen sehr hilfreich! Was mir bisher noch nicht untergekommen ist, ist das automatische Abschalten (wenn nötig) vom Fernlicht. Gerade bei kurvigen Strecken eine echte Erleichterung. Beide Hände am Lenkrad und nicht mehr dauernd wechseln zwischen Abblend- und Fernlicht. Toll!

Gegenüber anfänglicher Zweifel hat mich der Stinger fahrtechnisch doch überzeugt. Gleiches gilt für die Ausstattung, die Sitze sind bequem, die Sitzheizung schnell schön warm und die hochwertige Verarbeitung sticht ins Auge. Ganz ehrlich, damit hätte ich bei KIA nicht sofort gerechnet! Des Weiteren sind die Instrumente gut lesbar und das induktive Ladesystem hat es mir angetan. Bin ich ja sowieso ein Fan von. Tschüss Kabelsalat – Hallo Ordnung!

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - Induktives Laden

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - 360Grad Cam

Ja, ich bin positiv überrascht, was KIA mit dem Stinger rausgebracht hat! Und das sehe nicht nur ich so. Ich konnte einige Personen beobachten, die ihn genauer unter die Lupe nahmen oder sich nochmal extra nach dem Stinger umdrehten. Auch O-Töne wie „Das ist doch kein Kia!“ oder „Ich wusste gar nicht, dass KIA jetzt auch italienische Sportwagen herstellt!“ sprechen für sich. Das Verhältnis zu Preis-Leistung passt ebenfalls, wirklich eine runde Sache! Danke nochmal an die Beständig Autowelt für ein Wochenende voller Fahrspaß!

Mit dem Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé in die Berge

12. Oktober 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

Das Thema ‚Carporn‘ soll hier natürlich nicht zu kurz kommen. Wie ich ja schon an der ein oder anderen Stelle berichtet habe, waren wir mit dem Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé unterwegs in den Bergen. Ein Traum für Fans schneller Wagen, sage ich Euch! Als der Camaro gebracht wurde, kam bei mir sofort ein leichtes Grinsen auf. Und wahrscheinlich wurde schon mal rein prophylaktisch die Adrenalinbildung in Gang gesetzt.

Fangen wir aber mit den Hardfacts an:

– 6.2 Liter V8 Motor mit 453 PS (617Nm)
– in 4,4 Sekunden von 0 auf 100km/h (inkl. entsprechendem Sound, für Euch getestet!)
– Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h (natürlich nicht abgeriegelt)
– 8-Gang-Automatikgetriebe mit Schaltwippen
– Driver Mode Selector (4 Fahrmodi – Normal, Sport, Rennstrecke und Schnee/Eis)
– Head-up-Farbdisplay
– BOSE Audio System
– BREMBO Performance Bremsen
– Sportabgasanlage mit vier Auspuff-Endrohren (!)
– ein Gewicht von ca. 1,7 Tonnen

Lassen wir uns überraschen!

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Nach einer ganz kurzen Eingewöhnungsphase wartete die Autobahn. Apropos Eingewöhnungsphase, das geht relativ schnell, denn alle Bedienelemente sind intuitiv zu finden. Ob es die elektrische Sitzverstellung ist, das induktive Laden des Handys, das Head-Up-Display, Navi oder auch „nur“ die Lüftung. Für mich persönlich ein sehr großer Pluspunkt, denn ich hasse es, wenn ich quasi erst die Bedienungsanleitung studieren muss, um irgendetwas einzustellen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich bereits ähnliche Modelle gefahren bin. Denn auch im Cadillac CTS-V bzw. ATS-V sind die Bedienelemente ähnlich aufgebaut. Das Interior im Camaro ist übrigens sehr hochwertig und kann locker mit den Mitwettbewerbern mithalten.

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Innen

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Navi

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Lüftung

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Schaltknauf

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Cockpit

Genug der Theorie. Kommen wir zum Fahrgefühl. Von der Stadtfahrt über Autobahn, Passstraßen und Landstraßen war bei unserer Tour alles dabei, was ein Fahrerherz begehrt. Ebenso der Vergleich Kurz- und Langstrecke – der Camaro macht alles mit. Was häufig als erstes angebracht wird bei so einem Auto, ist der Kraftstoffverbrauch. Dieser schwankt entsprechend der Strecke, der Fahrweise oder auch der Geschwindigkeitsbegrenzungen unserer europäischen Nachbarn zwischen 9 und fast 40 Liter/100km. Was kaum eine Rolle spielt, denn beim Camaro geht es nicht so sehr um sparsames Fahren. Sondern eher um besonderes Fahrgefühl kombiniert mit Auffallen um jeden Preis. Nicht kleckern, sondern klotzen ist das Motto! Und genauso fährt er sich auch. Im normalen Modus und bei gemächlicher Fahrweise schalten sich 4 Zylinder automatisch ab. Trotzdem fährt sich der Camaro natürlich auch hier schon sportlich. Der Franke sagt: Passt schon. Aber nicht umsonst gibt es den Sport-Modus! Denn wenn der Camaro will, dann kann er auch. Ohne Wenn und Aber! Die Pferdchen wollen ausgeführt werden und die Motorhaube zittert vor Ehrfurcht.
Schaltet man um in den „Track“ Modus, gibt es fast kein Halten mehr. Zwischen „das Gaspedal berühren“ und „Vollgas“ ist es ein schmaler Grat. Entschleunigung war gestern, Performance ist heute! Dazu noch die Klappensteuerung der Sportabgasanlage mit den vier Auspuff-Endrohren und das eh schon vorhandene Grinsen prägt sich komplett ein.

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Sportabgasanlage mit vier Auspuff-Endrohren

Noch dazu kleben bei richtiger Temperatur die Goodyear Reifen am Untergrund und sollte es doch einmal langsamer werden, dann greifen die BREMBO Bremsen richtig zu. Da muss der Beifahrer dann halt einfach durch. Dafür hat er (und natürlich auch der Fahrer) es auch auf langen Strecken sehr bequem. Ich war positiv überrascht, dass ich nach 5 Stunden Fahrt ohne Rückenschmerzen aussteigen konnte. <- Top!

Auch in den Bergen macht der Camaro eine gute Figur. Auch wenn es auf den ersten Blick jetzt nicht das typische Auto ist, um damit in die Alpen zu fahren. Glaube er ist auch ein heimlicher Fan von Passstraßen. Wir sind erst über das Timmelsjoch und ein paar Tage später über das Würzjoch gefahren (die kleinen Pässe zwischendurch lassen wir einfach einmal außen vor). Beschleunigung, Bremsung und Kehre, erneute Beschleunigung, Bremsen, Kehre und das gleiche Spiel von vorne – überhaupt kein Problem. Wobei ich persönlich sagen muss, dass das Timmelsjoch zwar eine nette Strecke, aber längst kein Geheimtipp mehr ist, was man am Verkehr merkt. Zwar ist das Würzjoch nicht so hoch, aber die Straßen sind viel enger und gleichen manchmal eher einem Feldweg hierzulande. Trotzdem sehr gut ausgebaut und schön zu fahren. Einen Schnelldurchgang übers Würzjoch gibt es hier zu sehen:

Ganz ehrlich und so unter uns gesagt: Eine geile Kiste …und das ist noch harmlos ausgedrückt. Ein echtes Ponycar eben. Das Erscheinungsbild, der Motor, das Interior, die Technik, der Spaßfaktor etc. sind in diesem Autosegment einfach ein Traum! Ein bisschen weine ich dem Camaro schon noch hinterher, gerne habe ich ihn nicht wieder hergegeben. Ob es eine Steigerung gibt? Vielleicht die Corvette? Auf jeden Fall wäre es einen Vergleich wert!

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