Der Kia Stinger im Kurz- und Schneetest

13. Dezember 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Noch gar nicht lange her, dass wir ihn auf der IAA gesehen haben und schon finden wir uns gemeinsam im Schnee wieder. Aber fangen wir vorne an. Und dazu muss ich etwas ausholen.
Seit einigen Jahren bin ich Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren (JCI), dem größten Verband junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Auf lokaler Ebene ist es der WJ Kreis Schweinfurt. Man kennt sich, hilft sich gegenseitig und es entstehen sogar Freundschaften. Auf diesem Weg habe ich Daniel und Sina von der Beständig Autowelt kennengelernt. Mit beiden tausche ich mich gerne aus, nicht nur über die (Auto-)Welt.
Selbstverständlich war auch die diesjährige IAA bei uns ein Thema, z.B. verschiedene Modelle, die ich mir vor Ort angeschaut habe. Bei KIA habe ich u.a. den Soul EV begutachtet, den ich schon kurz getestet habe. Und zack, im Augenwinkel tauchte noch ein neuer auf. „Ist das wirklich ein KIA?“ waren so die ersten Reaktionen, die man hörte. „Vielleicht ein Konzeptfahrzeug?“ Die Neugierde war geweckt und das Fahrzeug musste genauer unter die Lupe genommen werden. Es hört auf den Namen „Stinger“. Ohne die genauen Details zu kennen, schoss der Gedanke „den muss ich einmal testen“ durch den Kopf.

Kia Stinger auf der IAA 2017 - Front

Kia Stinger auf der IAA 2017 - back

Die Zeit verging mal wieder schneller als gedacht (ihr kennt das), den Stinger hatte ich noch dunkel im Hinterkopf, als vor ein paar Tagen Sina eine Nachricht schickte „Wir haben einen Stinger da, möchtest Du ihn übers Wochenende testen?“. Trotz des angekündigten Schneefalls war ein „Nein“ natürlich überhaupt keine Option. Logisch!

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Wie gewohnt, erst einmal die Hardfacts vom Kia Stinger:
– 3 Liter V6 Motor mit Twin-Turbolader und 370 PS (510Nm)
– In 4,9 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Allradantrieb
– Höchstgeschwindigkeit von 270km/h
– 8-Stufen-Automatik mit Schaltwippen
– 4 Fahrmodi – ECO, Comfort, Sport, Sport+
– Head-up-Farbdisplay
– Harman/Kardon® Premium-Soundsystem
– BREMBO Bremsen
– Gewicht: ca. 1,9 Tonnen
– Maße: 4,83m (Länge) x 1,87m (Breite) x 1,4m (Höhe)

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - Innen

Dann wollen wir mal. Zu Beginn ging es auf die Autobahn, Beschleunigung testen – das Gewicht des Stingers wurde recht ordentlich beschleunigt. Doch bei höheren Geschwindigkeiten fing er an zu schwimmen. Mein erster Gedanke war „Das kann ja was werden!“. Aber wir geben ja jedem eine zweite Chance und der Fahrtest hatte gerade erst begonnen. Nachdem der Spurhalteassistent (LKA) aufs Minimum (nur Töne) reduziert wurde, war das Problem gelöst. Liebe Autobauer, ich kann es nicht leiden, wenn mir jemand ins Lenkrad greift. Ob menschlich, tierisch, außerirdisch oder elektronisch. Wenn ich am Lenkrad sitze, möchte ich auch selbst bestimmen, wo es lang geht! Nach dem Abschalten passte das Fahren auf der Autobahn für mich also auch wieder.

Wie bereits erwähnt war Schnee angesagt und die Vorhersage traf zu. Schnee im Winter, das ist ja sowieso unglaublich! In den Spessart sollte die Testtour gehen und bei Abfahrt war vom Schnee noch nichts zu erkennen. Später allerdings waren die Straßen weiß und schneebedeckt. Tempo drosseln ist angesagt, denn die Physik lässt sich nun mal nicht austricksen. Da kann das Fahrzeug noch so neu und mit noch so vielen technischen Aspekten ausgerüstet sein, die Zentrifugalkraft ist bei zu hoher Geschwindigkeit immer der Gewinner. Trotzdem spürt man das adaptive Fahrwerk, welches sich an die Umgebungen anpasst. Wer Neuhütten kennt, weiß, dass es etwas hügeliger ist.

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt

Dank Allradantrieb kein Problem. Schnee hin oder her, es geht ohne Probleme vorwärts. I like! Daran könnte ich mich echt gewöhnen. Auf ebener Strecke schiebt er etwas über die Vorderachse. Aber hey… Kleinigkeiten. Ein weiteres Highlight war für mich das adaptive Kurvenlicht. Gerade bei schlechten Wetterbedingungen sehr hilfreich! Was mir bisher noch nicht untergekommen ist, ist das automatische Abschalten (wenn nötig) vom Fernlicht. Gerade bei kurvigen Strecken eine echte Erleichterung. Beide Hände am Lenkrad und nicht mehr dauernd wechseln zwischen Abblend- und Fernlicht. Toll!

Gegenüber anfänglicher Zweifel hat mich der Stinger fahrtechnisch doch überzeugt. Gleiches gilt für die Ausstattung, die Sitze sind bequem, die Sitzheizung schnell schön warm und die hochwertige Verarbeitung sticht ins Auge. Ganz ehrlich, damit hätte ich bei KIA nicht sofort gerechnet! Des Weiteren sind die Instrumente gut lesbar und das induktive Ladesystem hat es mir angetan. Bin ich ja sowieso ein Fan von. Tschüss Kabelsalat – Hallo Ordnung!

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - Induktives Laden

Der Kia Stinger von Beständig Autowelt - 360Grad Cam

Ja, ich bin positiv überrascht, was KIA mit dem Stinger rausgebracht hat! Und das sehe nicht nur ich so. Ich konnte einige Personen beobachten, die ihn genauer unter die Lupe nahmen oder sich nochmal extra nach dem Stinger umdrehten. Auch O-Töne wie „Das ist doch kein Kia!“ oder „Ich wusste gar nicht, dass KIA jetzt auch italienische Sportwagen herstellt!“ sprechen für sich. Das Verhältnis zu Preis-Leistung passt ebenfalls, wirklich eine runde Sache! Danke nochmal an die Beständig Autowelt für ein Wochenende voller Fahrspaß!

Mit dem Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé in die Berge

12. Oktober 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

Das Thema ‚Carporn‘ soll hier natürlich nicht zu kurz kommen. Wie ich ja schon an der ein oder anderen Stelle berichtet habe, waren wir mit dem Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé unterwegs in den Bergen. Ein Traum für Fans schneller Wagen, sage ich Euch! Als der Camaro gebracht wurde, kam bei mir sofort ein leichtes Grinsen auf. Und wahrscheinlich wurde schon mal rein prophylaktisch die Adrenalinbildung in Gang gesetzt.

Fangen wir aber mit den Hardfacts an:

– 6.2 Liter V8 Motor mit 453 PS (617Nm)
– in 4,4 Sekunden von 0 auf 100km/h (inkl. entsprechendem Sound, für Euch getestet!)
– Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h (natürlich nicht abgeriegelt)
– 8-Gang-Automatikgetriebe mit Schaltwippen
– Driver Mode Selector (4 Fahrmodi – Normal, Sport, Rennstrecke und Schnee/Eis)
– Head-up-Farbdisplay
– BOSE Audio System
– BREMBO Performance Bremsen
– Sportabgasanlage mit vier Auspuff-Endrohren (!)
– ein Gewicht von ca. 1,7 Tonnen

Lassen wir uns überraschen!

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé

Nach einer ganz kurzen Eingewöhnungsphase wartete die Autobahn. Apropos Eingewöhnungsphase, das geht relativ schnell, denn alle Bedienelemente sind intuitiv zu finden. Ob es die elektrische Sitzverstellung ist, das induktive Laden des Handys, das Head-Up-Display, Navi oder auch „nur“ die Lüftung. Für mich persönlich ein sehr großer Pluspunkt, denn ich hasse es, wenn ich quasi erst die Bedienungsanleitung studieren muss, um irgendetwas einzustellen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich bereits ähnliche Modelle gefahren bin. Denn auch im Cadillac CTS-V bzw. ATS-V sind die Bedienelemente ähnlich aufgebaut. Das Interior im Camaro ist übrigens sehr hochwertig und kann locker mit den Mitwettbewerbern mithalten.

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Innen

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Navi

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Lüftung

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Schaltknauf

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Cockpit

Genug der Theorie. Kommen wir zum Fahrgefühl. Von der Stadtfahrt über Autobahn, Passstraßen und Landstraßen war bei unserer Tour alles dabei, was ein Fahrerherz begehrt. Ebenso der Vergleich Kurz- und Langstrecke – der Camaro macht alles mit. Was häufig als erstes angebracht wird bei so einem Auto, ist der Kraftstoffverbrauch. Dieser schwankt entsprechend der Strecke, der Fahrweise oder auch der Geschwindigkeitsbegrenzungen unserer europäischen Nachbarn zwischen 9 und fast 40 Liter/100km. Was kaum eine Rolle spielt, denn beim Camaro geht es nicht so sehr um sparsames Fahren. Sondern eher um besonderes Fahrgefühl kombiniert mit Auffallen um jeden Preis. Nicht kleckern, sondern klotzen ist das Motto! Und genauso fährt er sich auch. Im normalen Modus und bei gemächlicher Fahrweise schalten sich 4 Zylinder automatisch ab. Trotzdem fährt sich der Camaro natürlich auch hier schon sportlich. Der Franke sagt: Passt schon. Aber nicht umsonst gibt es den Sport-Modus! Denn wenn der Camaro will, dann kann er auch. Ohne Wenn und Aber! Die Pferdchen wollen ausgeführt werden und die Motorhaube zittert vor Ehrfurcht.
Schaltet man um in den „Track“ Modus, gibt es fast kein Halten mehr. Zwischen „das Gaspedal berühren“ und „Vollgas“ ist es ein schmaler Grat. Entschleunigung war gestern, Performance ist heute! Dazu noch die Klappensteuerung der Sportabgasanlage mit den vier Auspuff-Endrohren und das eh schon vorhandene Grinsen prägt sich komplett ein.

Chevrolet Camaro 6.2 V8 MT Coupé - Sportabgasanlage mit vier Auspuff-Endrohren

Noch dazu kleben bei richtiger Temperatur die Goodyear Reifen am Untergrund und sollte es doch einmal langsamer werden, dann greifen die BREMBO Bremsen richtig zu. Da muss der Beifahrer dann halt einfach durch. Dafür hat er (und natürlich auch der Fahrer) es auch auf langen Strecken sehr bequem. Ich war positiv überrascht, dass ich nach 5 Stunden Fahrt ohne Rückenschmerzen aussteigen konnte. <- Top!

Auch in den Bergen macht der Camaro eine gute Figur. Auch wenn es auf den ersten Blick jetzt nicht das typische Auto ist, um damit in die Alpen zu fahren. Glaube er ist auch ein heimlicher Fan von Passstraßen. Wir sind erst über das Timmelsjoch und ein paar Tage später über das Würzjoch gefahren (die kleinen Pässe zwischendurch lassen wir einfach einmal außen vor). Beschleunigung, Bremsung und Kehre, erneute Beschleunigung, Bremsen, Kehre und das gleiche Spiel von vorne – überhaupt kein Problem. Wobei ich persönlich sagen muss, dass das Timmelsjoch zwar eine nette Strecke, aber längst kein Geheimtipp mehr ist, was man am Verkehr merkt. Zwar ist das Würzjoch nicht so hoch, aber die Straßen sind viel enger und gleichen manchmal eher einem Feldweg hierzulande. Trotzdem sehr gut ausgebaut und schön zu fahren. Einen Schnelldurchgang übers Würzjoch gibt es hier zu sehen:

Ganz ehrlich und so unter uns gesagt: Eine geile Kiste …und das ist noch harmlos ausgedrückt. Ein echtes Ponycar eben. Das Erscheinungsbild, der Motor, das Interior, die Technik, der Spaßfaktor etc. sind in diesem Autosegment einfach ein Traum! Ein bisschen weine ich dem Camaro schon noch hinterher, gerne habe ich ihn nicht wieder hergegeben. Ob es eine Steigerung gibt? Vielleicht die Corvette? Auf jeden Fall wäre es einen Vergleich wert!

Kleiner Ausflug mit dem Tesla Model S

26. Mai 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Mittlerweile bin ich schon einige unterschiedliche Fahrzeuge gefahren. Nach wie vor stehen dabei Autos mit Verbrennungsmotor an erster Stelle, schon allein bedingt durch das vorhandene Angebot. Angefangen vom schnellen Cadillac CTS-V, über den geräumigen Mercedes-Benz GLS, den Outdoortauglichen Jeep Grand Cherokee SRT und viele andere – ob klein oder groß, Automatik oder Schaltung, Cabrio oder Oldtimer, es war schon so ziemlich alles dabei.
Anders sieht es bei Hybriden aus. Bei diesen bin ich bisher nur mitgefahren – vorrangig in Taxen. Natürlich nicht in Schweinfurt (denn soweit ich weiß gibt es hier (noch) gar keine), aber vor allem in Mailand. (Auch wenn diese dort fahren, als gäbe es kein Morgen, aber italienische Fahrweise ist wieder eine andere Geschichte.)

Bei reinen Elektro-Fahrzeugen konnte ich mittlerweile zwei Modelle testen: Zum einen den Kia Soul EV und vor ein paar Tagen den Tesla Model S P85. Quasi erst den Kleinen und anschließend den Großen im Bereich der Elektroautos.

Heiko Kunkel im Kia Soul EV

Der Kia ist für den Stadtverkehr sehr gut geeignet, mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,3 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h fährt er sich schön leicht und komfortabel.
Der Tesla – für Viele Inbegriff des Elektroautos – kann mit den Benzinern, wie wir sie in den Köpfen haben, durchaus mithalten.
Hier die Rahmendaten bzw. Hardfacts zum P85:

– 85 kWh mit 421 PS (310 kW)
– in 4,2 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h
– Reichweite 500 km (NEFZ)
– Hinterradantrieb
– Leergewicht: ca. 2,0 Tonnen

Klingt richtig gut, oder? Ok, „mein“ Testmodell ist schon etwas älter und wird mittlerweile so nicht mehr hergestellt, was aber für das Ausprobieren des Fahrgefühls keine Rolle spielt. Keyless Entry und -Go ist eine Selbstverständlichkeit. Beim ersten Mal noch ganz schön ungewohnt: Du sitzt drin und kannst sofort losfahren. Also ohne Schlüssel umdrehen, ohne Betätigung des Start/Stop-Knopfs (was mit Keyless Go sowieso der Fall ist) und komplett ohne Anlassgeräusche. Der kleine Kia verrät Dir wenigstens noch, wann das Auto „an“ ist -ähnlich einem Klingelton. Beim Tesla hört man einfach nichts. Gar nichts.

Heiko Kunkel im Tesla Model S

Ab auf die Straße und das Fahrgefühl auf sich wirken lassen. Keine Schaltpausen (auch wenn sie bei den Verbrennern nur noch minimal sind), keine Motorengeräusche, einfach nur fahren und dabei die Stille genießen. Ja, für mich ist es „genießen“. Das Praktische am neuen Büro ist, dass sich eine Autobahnauffahrt in direkter Nähe befindet. Also nicht lange fackeln und ab geht die Post! Selbstverständlich beschleunigt der Tesla ordentlich, doch in der Nähe von Tempo 200 lässt er dann etwas nach. Was natürlich „meckern“ auf sehr hohem Niveau ist, klar.
Bremsen, Lenkung und sonstige Fahreigenschaften sind ähnlich wie bei allen anderen Fahrzeugen in der gehobenen Preisklasse. Da macht jeder seinen Job und das ist auch gut so. Beim Bremsen haben die E-Fahrzeuge noch den Vorteil, dass die Bremsenergie direkt genutzt und beim Beschleunigen gleich wieder dorthin geleitet wird, wo man sie braucht (die sogenannte Rekuperation). Stichwort: Vorrausschauendes Fahren. Ein schönes Detail beim Tesla sind übrigens die versenkbaren Türgriffe. Es sind die kleinen Spielereien, die wirken (und nebenbei auch ihren Zweck, die „Windschnittigkeit“ erfüllen).

Heiko Kunkel im Tesla Model S

Kommen wir nun zur Inneneinrichtung. Da habe ich einen Kritikpunkt: die Kunstledersitze! Typisch amerikanisch und ohne Stil. Also echt, das geht gar nicht. Vielleicht hat es sich in den neuesten Modellen geändert, aber in meinem Modell war es einfach noch überhaupt nicht schick. Positiv hingegen der große Stauraum. Da die E-Motoren viel kleiner sind, fällt der für Verbrenner typische Motorblock weg. Und noch ein schönes Detail: der große Touchscreen, einfach genial. Intuitive und stufenlose Bedienung von (fast) allen Elementen: Schiebedach, Sitze, Federung…einfach alles.

Persönlich bin ich von Stromern begeistert. Für meinen Geschmack können sie in den Fahreigenschaften mit den Verbrennern locker mithalten. Besonders in der Leistung und Beschleunigung gehören sie zur absoluten Spitze, von der Geräuschkulisse ganz zu schweigen. Je vorausschauender man fährt, desto besser ist es natürlich. Und die Reichweite ist beim alltäglichen Fahren eigentlich auch überhaupt keine Frage mehr.
Allerdings muss für die weitere Verbreitung ein Umdenken in unseren Köpfen stattfinden, da stehen wir sicherlich noch ziemlich am Anfang. Aber es wird einfach die Zukunft sein. Jetzt müssten nur noch die Städte und Kommunen in die Pötte kommen und schnellstmöglich die passende Infrastruktur schaffen.
Apropos, vor diesem Hintergrund noch ein schönes Zitat: „Es scheint, dass wir die Grenzen dessen erreicht haben, was mit Computertechnologie möglich ist.” John v. Neumann, Mathematiker, 1949.

Mit dem Jeep Grand Cherokee SRT8 in die Berge

17. April 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Wie hier versprochen, kommt nun der (Fahr-)bericht zum Jeep Grand Cherokee SRT8. Fangen wir allerdings vorne an und das gleich mit einer Frage: Wie kommt es überhaupt, dass es dieser Jeep wurde? Tja, daran ist Herr D. B. von Autowelt Beständig schuld. Wir unterhielten uns über den GLS und er meinte „Du musst unbedingt einmal den SRT fahren!“ Gut, das muss man mir nicht zweimal sagen, bei der nächsten Möglichkeit (nämlich der Reise nach Hochkönig) war es soweit.

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Gerade zu Beginn war der Vergleich zum GLS irgendwie allgegenwärtig. Nicht nur wegen seiner Form, sondern auch wegen der ähnlichen Daten. Die Hardfacts schauen so aus:

– V8 Motor mit 468 PS (344 KW)
– in 5,0 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Höchstgeschwindigkeit von 257 km/h
– Permanenter Allradantrieb
– 8-Stufen-Automatikgetriebe
– ein Gewicht von etwas mehr als 2,4 Tonnen
– und Abmessungen von 4,85m (Länge), 1,94m (Breite) und 1,75m (Höhe)

Soweit erst einmal zu den grundlegenden Daten. Aber Theorie ist schön und gut, das echte Leben findet in der Praxis statt und zwar auf der Straße bzw. zunächst auf der Autobahn. Kurz aufs Gaspedal getippt und die 2,4 Tonnen schieben sich ungezähmt nach vorne – ein Traum! Noch dazu der typische, satte V8 Sound, der das Wageninnere aufleben lässt. Das erfreut den geneigten Zuhörer ungemein!

Irgendwann kommt natürlich der Punkt, an dem die Bremse betätigt werden muss. Logisch! Die Brembo-Bremsanlage zwingt „den Kleinen“ sowas von in die Knie. Und das, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass der 2,4 Tonner zu schieben beginnt (für meinen Geschmack übrigens etwas besser gelöst als beim GLS). Ebenso schnell ist er auch wieder auf Betriebstemperatur. Gut, den Test auf der Autobahn hat er schon einmal bestanden, aber ein Jeep wäre natürlich kein Jeep, wenn er nur gerade Strecke von A nach B fahren würde.

Nachmittags kamen wir in der Region Hochkönig an, genauer gesagt im beschaulichen Hinterthal. Die Strecke plätscherte etwas dahin, kein Pass, keine Kehren, kein Schnee auf der Straße… das musste geändert werden. Es ist schließlich ein Jeep!
Auf der Hauptstraße zu unserem Hotel erregte das Schild mit der Aufschrift „Steigung“ und „Achtung“ meine Aufmerksamkeit. Da mussten wir hin! Die Steigung war für den SRT natürlich kein Problem, wäre ja sonst auch noch schöner. Über einen kleinen Pass kamen wir dann auch noch zu etwas Schnee, Schotterstraßen und einer Reihe Pistenbullys, die auf dem Weg waren, ihre Arbeit zu verrichten. Für den SRT überhaupt kein Problem, denn das Fahrwerk passt sich ganz automatisch den Gegebenheiten an.

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Um ihn direkt mit dem GLS zu vergleichen, müsste man eigentlich genau die gleiche Strecke fahren (inkl. der Innenstadt von Mailand). Irgendwie fällt es mir schwer, einen Vergleich zu ziehen. Gut, der SRT ist etwas kürzer als der GLS, der mit unglaublichem Platzangebot und Comfort punktet. Dafür ist der Jeep sportlicher, was bei mir für etwas mehr Fahrspaß gesorgt hat. Wer auf Sport, Comfort und Offroad steht, der sollte zum SRT greifen.

Es ist übrigens super, dass lokale Händler, wie die Autowelt Beständig offen für solche Kooperationen sind. Ein dickes Dankeschön geht hier an das ganze Team und alle Verantwortlichen!

Mit dem Mercedes-Benz GLS 500 nach Mailand

22. Februar 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Schon Ende des letzten Jahres kam mal wieder der Wunsch nach einer Fahrt in den Schnee auf. Was ich unter anderem auf meinem Twitter-Kanal äußerte. Zwar bekam ich einige Antworten, darunter auch: „Ich kenne jemanden mit einer Schneekanone!“, aber so richtig konnte keiner helfen. Frau Holle scheint doch schwer erreichbar zu sein.
Anyway, die Zeit verging und die Planungen für die Mailänder Männermodewochen gingen an. Mensch, da war doch die Idee: Mit dem Auto einen Zwischenstopp in den Alpen einlegen, dort klappt es bestimmt mit 1-2 Tagen Schnee!
Im Januar ging es dann zu Mercedes-Benz nach Stuttgart, um „unser“ Fahrzeug für die nächsten Tage abzuholen. Ursprünglich war ein GLE 43 Coupé angedacht. Was, wer die Straßen Mailands kennt, schon eine ziemlich passable Größe hat. Vor Ort wurde es dann allerdings spontan sogar ein Mercedes-Benz GLS 500 4M – quasi die Queen Mary 2 unter den SUVs.
Das Gefühl schwankte zwischen „Genial!“ und „hmmmm…“. Denn natürlich kommt bei diesem Auto ein wenig Respekt auf. Aber fahrtechnisch habe ich schon ganz andere Dinge gemeistert als kleine Mailänder Straßen. Vor uns stand er nun also, der GLS 500:

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 4M nach Mailand

Bevor die Reise beginnt, hier erst einmal die Hardfacts:
– V8 Motor mit 455 PS (335 KW)
– in 5,3 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (elektr. abgeriegelt)
– Permanenter Allradantrieb
– 9G Automatikgetriebe
– ein Gewicht von etwas mehr als 2,4 Tonnen
– und Abmessungen von 5,13m (Länge), 2,14m (Breite) und 1,85m (Höhe)

So viel zu den Details und die anfängliche (ganz leichte) Skepsis lockerte sich bereits nach den ersten Metern. Definitiv ein Fahrgenuss! Und für meinen Wunsch nach einer Fahrt in den Schnee ist der GLS 500 perfekt, denn die Temperaturen waren im Minusbereich und der Winter hatte die Alpen fest im Griff. Das sollte mit diesem Auto überhaupt kein Problem mehr darstellen, denn für den GLS gibt es keine Probleme, es gibt nur Lösungen!
Das spürten wir auch schnell, als es ans Verstauen des Reisegepäcks ging. Was vom praktischen Schneeoutift bis zu diversen Looks für die Milano Moda Uomo so einiges umfasste. Kein Problem – der GLS ist nämlich als 7-Sitzer ausgelegt, der sich aber zack, per Knopfdruck, umklappen lässt und schon verschwindet die hintere Rückbank und es ist extrem viel Stauraum vorhanden. Sehr unkompliziert und super praktisch!

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Alles war verstaut, die Autobahn Richtung Süden konnte kommen! Im „Comfort“-Fahrmodus fährt es sich quasi wie von der Couch aus – Ruhe und Bequemlichkeit überwiegen. Sobald man den Modus auf „Sport“ wechselt, kommt eine Raubkatze zum Vorschein, welche die 2,4 Tonnen ordentlich beschleunigt und eigentlich immer weiter voran möchte. Das Gewicht wiederum spürt man, wenn die Bremse getätigt werden muss. Trotz des Gewichts überhaupt kein Problem.

Seit einigen Blogposts/Tweets oder was auch immer dürftet Ihr wissen, dass ich Passstraßen bzw. die Straßen abseits der großen Hauptverkehrsadern bevorzuge. So ging es dann auch zu unserem ersten Etappenziel: Neustift im Stubaital. Warum gerade dorthin? Es liegt ungefähr auf der Hälfte der Strecke nach Mailand und ist nicht zu weit von der Brenner Bundesstraße entfernt, aber trotzdem ruhig und idyllisch. Bevor es am nächsten Tag weiter ging, hieß es erst einmal ausruhen und die Berge genießen.

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Richtig, über Nacht hatte es etwas geschneit, was es natürlich noch besser machte. Mein Wunsch schien gehört worden zu sein! Apropos Schnee – so eine Standheizung ist schon etwas sehr Feines (<– nur mal so am Rande erwähnt). Und Schnee in Kombination mit dem GLS ist schon eine sehr schöne Sache, das geht vorwärts, ohne Wenn und Aber. (wird quasi nur noch getoppt von einem Pistenbully 600, wer entdeckt einen im Video?)

 

Weiter im Text, schließlich war Mailand das Ziel! Also die italienische Landesgrenze überqueren und auf die Autostrada! Mit max. 130 km/h ging es weiter, da juckt natürlich schon der Fuß über dem Gaspedal, wenn man so viele PS unter dem Hintern hat. Aber die Carabinieri warten nur darauf, das lassen wir mal lieber. In Mailand angekommen war der Verkehr überschaubar, also für italienische Verhältnisse, aber der „Milano Traffic Badge“ wurde ja bereits im Oktober erfolgreich freigeschaltet. Ab ins Hotel, Auto in die Garage und die Fashion Week konnte kommen.
Am einfachsten kommt man mit der Metro von Show zu Show, ohne ewig im Stau zu stecken. Aber am Sonntag mussten wir doch mal mit dem GLS 500 in die Innenstadt, es war ein bisschen Zeit und es herrschte strahlender Sonnenschein. Man muss dazu sagen, dass es nur am Wochenende erlaubt ist, ohne spezielle Plakette die Innenstadt zu befahren. Ansonsten heißt es entweder zahlen oder Pech gehabt.

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Nun ja, man sollte vielleicht nicht unbedingt mit einem Ozeanriesen in einen kleinen Fischerhafen fahren. So ist es zumindest in der Seefahrt. Auf dem Rückweg zum Hotel gab es noch einen kleinen Abstecher ins schöne Viertel Brera auf der Suche nach einem hübschen Fotospot.
Die Italienkenner werden es wissen: Die Straßen in Italien können (merkwürdigerweise) immer enger werden und der Italiener parkt sein Auto an den unmöglichsten Stellen. Noch dazu besteht so ein Altstadtviertel aus diversen Einbahnstraßen. Aber wenn man rein kommt, muss man auch irgendwo wieder rauskommen!
Tja, in Italien ticken die Uhren etwas anders und die 2,14m Breite des GLS sind nicht unbedingt ideal für Fahrten in historischen Altstädten. Die erste Engstelle konnte mit Schrittgeschwindigkeit und Abstandssensoren gut genommen werden. Allerdings parkt der Italiener, wie bereits erwähnt, in jeder Mauerritze. So natürlich auch in unserem Fall. Da standen wir nun in Engstelle Nummer 2, mitten in Brera, rechts und links Häuser, ein parkendes Auto und kein Platz. Rückwärts fahren war trotz der ganzen Sensorik und 360°-Kamera keine Option. Ich war ja froh, dass ich überhaupt so weit gekommen war! Die Nachmittagstermine warteten auch nicht, also Flucht nach vorne! Die Türen konnten wir aus Platzmangel nicht mehr öffnen, was ein Aussteigen und den Weg lotsen unmöglich machte. Also, 3x tief ein- und ausatmen, die Spiegel (elektrisch) einklappen und ganz (!) langsam nach vorne tasten. Gott sei Dank sind an einem Sonntagvormittag in Brera immer nette Italiener anzutreffen, die gerne zur Hilfe eilen und uns ganz professionell heraus lotsten mit italienischer Mentalität und einem leichten Schmunzeln („was macht der Deutsche auch mit so einem Schiff in unseren engen Gassen!“) Ich werde ihnen auf ewig dankbar sein! Ein nicht eigenes Auto in fremder Umgebung, rechts und links nur noch 2,5cm Platz und man musste noch anderen Menschen vertrauen – Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie erleichtert ich war, als wir wieder im Hotel ganz ohne Blessuren ankamen! Yeah, der „Milano Traffic Badge 5“ wurde soeben freigeschaltet!

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Die Milano Moda Uomo ging vorbei und die Heimreise musste wieder angetreten werden. Dieses Mal mit einem Zwischenstopp in St. Ulrich in Gröden. Bei der Ankunft war es schon dunkel, die Temperaturen leicht im Minus und das Navi zeigte den Weg. Der urige Bauernhof lag etwas oberhalb des Ortes. „Wie war die Anreise?“ begrüßte uns die Gastgeberin und nach einem kurzen Plausch fügte sie hinzu: „Ihr seid sicher außenherum hochgefahren?“ – „Ähm…nein, die direkte Strecke.“ (steil nach oben) – „Oh…ah… die ist ganz schön steil“ (schaut das Auto an), „aber mit dem sicherlich kein Problem!“.

Nach einer super Nacht und genialem Frühstück mussten wir leider schon wieder weiter. Das Wetter war herrlich und wir entschieden uns spontan für die Überquerung des Grödner Jochs. Wenig Verkehr, etwas Schnee und herrliche Sicht auf die Berge – was will man mehr?!

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Mit dem Mercedes Benz GLS 500 nach Mailand

Auf der Alpennordseite hatte es einiges mehr Schnee und es schneite auch noch etwas, was dem GLS aber auch völlig schnuppe war. Ich kann es nur nochmal wiederholen: Fahreigenschaften fast wie eine Pistenraupe! Den Fahrmodus zwischendurch auf „Schnee“ gestellt und es fährt sich perfekt!
Natürlich benötigt die V8 Maschine etwas mehr Sprit, keine Frage. In Italien hatte ich ihn, mit normaler Fahrweise, auf knapp über 11 Liter Super auf 100km gebracht. Ich war allerdings überrascht, dass es nicht mehr war.

Fazit: Ein tolles Auto mit perfekt abgestimmter Technik, die allerdings ihren Preis hat, gleichzeitig aber das Reisen sehr angenehm macht. Ja, persönlich bin ich ziemlich entspannt angekommen. Vielen Dank an Mercedes-Benz für die tolle Unterstützung!

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