Happy Birthday Ente – 70 Jahre 2CV!

17. Oktober 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

70 Jahre Ente – der Citroën 2CV feiert Geburtstag! Sicherlich kennt jeder die „Ente“ und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat schon jeder einmal darüber nachgedacht, ob sie in einer Kurve nicht einfach umfallen könnte. Oder? Was sie natürlich nicht tut, dank ihrer raffinierten Konstruktion, tiefliegendem Motor und Tank (also guter Schwerpunk), der weichen Federung und dem langen Federweg schafft sie eine ziemliche Seitenneigung.

Blicken wir aber erst einmal zurück. Im Oktober 1948 war es soweit. Der 2CV wurde auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert. Die Zielgruppe war das „normale“ Volk, denn es sollte ein Auto für Bauern, Arbeiter oder Handwerker werden und zwar als preisgünstige Alternative zu den damals sehr teuren Automobilen. Der Designer Flaminio Bertoni machte sich mit dieser außergewöhnlichen Ansicht einen Namen. Ebenso Konstrukteur André Lefèbvre. Er hatte vielleicht den schwierigsten Job.
„Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 km verbraucht. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht“, so sollen die Anforderungen gewesen sein.
Das war übrigens schon Mitte der 1930er Jahre. Der Krieg kam dazwischen und so wurde das Projekt auf Eis gelegt und damit die 250 Prototypen mit dem Namen TPV „Toute petite voiture“, der Vorläufer des 2CV. Krieg ist halt einfach Scheiße – Punkt!

2CV 6 - Ente von 1975

2CV Charleston - Ente von 1982

2CV-Cocorico - Ente von 1987

2CV-AZ - Ente von 1959

Der Name „Ente“ kommt übrigens von einem niederländischen Journalisten, der das komplett überarbeitete Modell bei seiner Präsentation 1948 als „hässliches Entlein“ bezeichnete. Und schon hatte das ungewöhnliche Fahrzeug seinen Namen weg.
Die einfache Technik, der niedrige Kaufpreis und die sparsamen Unterhaltskosten machten den 2CV zu einem Renner. Aufgrund der knappen Rohstoffe konnten anfangs aber nur geringe Stückzahlen produziert werden und so entstanden kurzfristig Wartezeiten von bis zu sechs Jahren. Das waren fast schon trabiähnliche Verhältnisse – aber das ist wieder ein anderes Thema.
Motortechnisch gesehen kam man gut von A nach B. Zu Beginn noch mit 9PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, mit diversen Überarbeitungen waren es gegen Ende 29PS und 113 km/h. Leider war am 27. Juli 1990 Schluss, die letzte Ente verließ das Citroën Werk in Mangualde (Portugal). Aber spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Kultfahrzeug geboren. Statt eines festen Fahrzeugdachs aus Stahl war die Ente mit einem aufrollbaren Verdeck aus Vinyl ausgestattet, um Stahlbleche zu sparen und das Fahrzeug leichter zu machen.

Noch eine Kleinigkeit für die Statistik: Es wurden über 5 Millionen Fahrzeuge (Limousinen und Kastenwagen) produziert. In Deutschland wurden knapp 350.000 davon verkauft und aktuell dürften es noch ca. 13.000 aktive Fahrzeuge sein (laut Schätzungen).

Also: Happy Birthday liebe Ente!

Happy Birthday Ape und News zur Vespa Elettrica

25. September 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Ihr wisst, dass ich ein kleiner (großer) Vespa-Fan bin und es liebe, mit meinem blauen Flitzer durch die Gegend zu düsen. Nun gibt es im Hause Piaggio wieder etwas zu feiern! Nachdem die Vespa 2016 ihren 70. Geburtstag feiern konnte, ist dieses Jahr ihre Schwester, die „Arbeitsbiene“ Ape, an der Reihe mit dem 70jährigen Jubiläum. Happy Birthday!

Wer kennt sie nicht, die dreirädrige Ape? Mit Sicherheit hat sie jeder schon einmal gesehen und bestaunt. Mir ging es so, als sie mir das erste Mal auffiel und ich mich wunderte: „Was ist denn das?“. Nun, ein äußerst praktisches, kleines Gefährt. Gerade wenn man einmal mit dem Auto in Italien unterwegs ist, merkt man schnell, dass die Straßen ziemlich eng werden können. Gerade da liegen die Vorteile der Ape auf der Hand. Mit der Vespa lässt sich kaum Fracht (verkehrssicher) transportieren (wir schauen in diesem Fall mal lieber nicht in andere Länder, was dort so alles auf einem Roller transportiert wird… nein, machen wir lieber nicht!). Dennoch muss die gewünschte Fracht schließlich auch in engen Straßen und vollem Stadtverkehr von A nach B kommen. Und da punktet die emsige Ape.

1949 Ape A1

1972 Ape 50

1961 Ape

…die kleine Ape. Ein Transportmittel, das aus dem Arbeitsalltag Italiens bis heute nicht wegzudenken ist und sich über die Jahrzehnte immer weiter entwickelt hat. Mich erinnert sie ja irgendwie immer an den letzten Italienbesuch, aber auch auf unseren Straßen ist sie ein Hingucker mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Mittlerweile ein Kultobjekt und Sammlerstück mit – wie ich finde zu Recht – großer Fangemeinde.
Wie bereits bei der Vespa (Primavera) gibt es anlässlich des Geburtstags ein Sondermodell. Die Ape „Calessino“ als Sonderedition 70°.

Piaggio Ape Calessino 70 J. Sondermodell Limitiert

Davon wird es nur 70 Stück geben, streng limitiert und jede wird nummeriert. Klaro! Wer sich noch ein Exemplar ergattern will, muss also super schnell sein, denn der Verkauf findet bereits statt.

Bevor wir zu den News über die Vespa Elettrica kommen, noch eine kleine Geschichte zu meiner „Settantsimo“. Aus unseren Fenstern habe ich sie gut im Blick und kann immer wieder Personen sehen, die stehen bleiben und schauen. Wahrscheinlich einerseits wegen des schicken Modells an sich, ich muss aber dazu sagen, dass auf der Seite ein Aufkleber des „Horrorwittchens“ klebt, der sicherlich auch für den ein oder anderen Blick sorgt. Vor ein paar Tagen wurde die Vespa allerdings sehr genau inspiziert und unter die Lupe genommen. Zuerst fand ich es merkwürdig, doch es stellte sich heraus, dass der Herr ein großer Fan ist und „nur“ ein paar Bilder für seine Sammlung machte. Ihr seht, die Vespa ist einfach Kult!
Kommen wir aber zur „Elettrica“. Angekündigt wurde sie ja schon im letzten Winter, nun hat die Produktion im Werk Pontedera bei Pisa endlich begonnen und ab Oktober wird es eine Webseite zur Vorbestellung geben. Ende Oktober sollen die ersten Auslieferungen starten und ab der EICMA im November die volle Vermarktung laufen, zunächst in Europa und ab Anfang 2019 auf dem amerikanischen und asiatischen Markt.

Das Video unbedingt mit Ton anschauen!

Die Spannung steigt also weiter und ja, ich freue mich schon auf den Start, denn ich bin genauso gespannt, wie sie so ist. Nicht nur optisch, sondern natürlich vor allem in der Handhabung, der Reichweite und der angekündigten technischen Innovationen. Schauen wir mal, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Luxusjacht? Luxusjacht!

13. September 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Der Sommer stand bisher ganz im Zeichen von Reisen, Wandern und kulinarischen Genüssen. Zwischen den Reiseberichten (es werden übrigens noch einige folgen), geht es aber auch mal wieder um die Automobilbranche. Hä? Warum schreibt der Vogel dann in der Überschrift „Luxusjacht“? Weil es in erster Linie um Lexus geht. Genau, das ist sicherlich den Autofans unter Euch ein Begriff und steht ganz eindeutig in Verbindung mit hochwertigen Automobilen. Hochwertig heißt zum Beispiel, handgefaltete Türverkleidungen im aktuellen Lexus LS.

Aber warum nicht einmal über den Tellerrand schauen?! Genau das hat Lexus nun gemacht und still und heimlich eine Luxusjacht mit dem Namen „LY 650“ entwickelt. Lexus Präsident Yoshihiro Sawa hat nämlich eine Vision: „„Wir wollen neue Wege erforschen, um unseren Gästen innovative und begeisternde Erlebnisse zu bieten.“ Selbstverständlich ist die Designsprache „L-finesse“ die gleiche, wie auch schon beim Automobil.

Die Lexus Luxusjacht mit dem Namen „LY 650“

Die Lexus Luxusjacht mit dem Namen „LY 650“

Die Lexus Luxusjacht mit dem Namen „LY 650“

Die Lexus Luxusjacht mit dem Namen „LY 650“

Aktuell handelt es sich noch um vorläufige Spezifikationen, denn die Jacht soll 2019 fertiggestellt werden. Sie hat eine Gesamtlänge von 19,96 m und eine Breite von 5,72 m und wird von einem Volvo IPS 1350 Motor (6 Zylinder, 1000PS) angetrieben. Die Jacht hat drei Kabinen und auch drei Toiletten mit insgesamt sechs Schlafplätzen. Also die Kabinen und nicht die Toiletten.
Ich muss sagen, sie ist schon ein Hingucker. Außerdem finde ich eine Entwicklung außerhalb der Kernkompetenzen gut. Das öffnet die Sichtweise auf neue Dinge und meine Oma würde jetzt sagen „es hält jung“. Also why not?! Auf jeden Fall was zum Schwärmen oder mal wieder Lotto spielen…

Unterwegs mit dem Fiat 124 Spider (S-Design)

15. Mai 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Ja, es gibt sie. Diese Glücksmomente. Vor ein paar Tagen war es bei mir wieder einmal soweit, als der Fiat 124 Spider S-Design auf dem Hof stand und ab diesem Zeitpunkt „unser“ Auto für die kommenden zwei Wochen war. Diese Variante des Spiders wurde im März beim Genfer Autosalon vorgestellt. Ein Zweisitzer-Roadster, weiß, mit schicken 17“ Leichtmetall-Felgen und den Seitenzierstreifen „124 Spider“. Ein kleiner und sehr feiner Sportwagen. Mal etwas ganz anderes als die unterschiedlichen, doch eher größeren Exemplare, die ich in der letzten Zeit getestet habe.

Was sagen die Hardfacts?

– 1.4l MultiAir Turbo mit 103 KW (140 PS)
– 240 Nm bei 2250 U/min
– Die max. Geschwindigkeit liegt bei 217 km/h.
– von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden
– Heckantrieb
– 6-Gang-Automatikgetriebe
– Leergewicht ca. 1050 kg
– Maße: 4,00m (Länge) x 1,74m (Breite) x 1,23m (Höhe)
– Bose Soundsystem
– Rückfahrkamera
– Preis des Testwagens: 35.190,00 Euro

Fiat 124 Spider S-Design

Der Wetterbericht für die kommenden Tage versprach nur Gutes. Nicht zu warm und viel Sonnenschein. Ideales Wetter für Ausfahrten mit dem Spider. Bei der ersten Tour waren die Gedanken sofort auf den Straßen entlang der ligurischen Küste, eine passende Umgebung für dieses Cabrio, dementsprechend zauberte der Spider mir gleich doppelt ein Lächeln ins Gesicht.

Die Italiener wieder! (jaja, ich weiß, er basiert auf dem Mazda MX-5 und wird gemeinsam mit diesem im Mazda-Werk in Hiroshima gebaut). Aber für mich ein Cabrio, bei dem das italienische Feeling total durchkommt. Das wird zusätzlich durch die Landesflagge auf dem Heck unterstrichen. Enge (italienische) Küstenstraßen, der Spider und gute Musik. Diese Zeit ist gewiss keine Verschwendung, sondern Lebensgefühl pur!

Fiat 124 Spider S-Design - Front

Fiat 124 Spider S-Design - Seitenansicht

Fiat 124 Spider S-Design - Inside

Wie es sich für einen Sportwagen gehört, sitzt man recht tief und hat dank der längeren Schnauze ein Go-Kart-Gefühl. Herrlich! Auch die Beschleunigung gefällt. Bereits im niedrigen Drehzahlbereich will er nach vorne sprinten. Sobald die richtige Temperatur erreicht ist, passt auch die Geräuschkulisse aus den Endrohren.
Dadurch, dass sich der Schwerpunkt nur gefühlte 3cm über dem Boden befindet, „klebt“ er richtig schön auf der Straße und nimmt jede Kurve mit Bravour. In den Abendstunden fällt das adaptive Kurvenlicht auf (apropos: die LED-Schweinwerfer sind ebenfalls ein designtechnisches Highlight). In den Abendstunden „oben ohne“ zu fahren ist eh traumhaft. Wenn nicht an der ligurischen Küste, dann am besten durch den Spessart. Frische Luft, Bäume und der Himmel blitzt durch die Baumkronen.

Fiat 124 Spider S-Design - Italy

Fiat 124 Spider S-Design - back

Der Spider kommt ohne viel Schnickschnack aus. Die für eine sportliche Cabriofahrt unnötige Comfortzone fällt weg und die alte Gleichung „Weniger Gewicht = Mehr Leistung“ trifft es auf den Punkt. Handschuh- bzw. Ablagefach entfällt, der Kofferraum reicht für einen Weekender mit leichtem Gepäck. Puristisch und dadurch designtechnisch perfekt abgestimmt.
Die Ingenieure von Fiat strichen die elektrische Bedienung beim Verdeck ebenfalls. Macht aber nichts, denn per Hand mit einem Klick ist super easy das Verdeck offen. Falls es dann doch einmal regnen sollte, dann funktioniert es umgekehrt auch ganz fix. Gefühlte 5 Sekunden werden benötigt.

Fiat 124 Spider S-Design - Bose Sound

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Leider vergingen die 2 Wochen viel zu schnell. Den dynamischen Flitzer hätte ich gerne noch länger behalten. Alternativ war kurz die Überlegung vor der Abholung: „Sie wollen einen Fiat Spider abholen? Welchen Fiat Spider? Wir haben hier keinen Spider!“

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design im Sonnenuntergang

Der „Ur-“ Spider ist bereits Kult und dieser Fiat 124 Spider S-Design hat definitiv das Potential dazu!

Defeating Gravity. Wingsuit vs. Corvette Z06

8. Mai 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Ich sage erstmal nur ein Stichwort: „Runter kommen sie alle!“ Hammer! Einfach nur Hammer! Also wovon ich rede ist dieses Video:

Einer der der besten Wingsuit-Flieger, Jokke Sommer, tritt gegen den 5-fachen Gewinner vom 24-Stunden-Rennen Le Mans an, Oliver Gavin. In den Alpen. Genauer gesagt am Klausenpass in der Schweiz. Ohne sonstige Hilfsmittel. Die Frage: Wer kommt schneller unten an?

Hammer: Fahren der Corvette Z06 mit ordentlich Speed. Noch dazu in so einer herrlichen Umgebung und unter diesen Bedingungen. Hammer: Wingsuit fliegen. Hammer: Die Aufnahmen und das dazugehörige Equipment. Hammer: Die beteiligten Personen!

#hammer

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