#AltesBlechAlteGrenze – Die Outtakes zu unserem Roadtrip

4. August 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

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Nach dem Roadtrip ist vor dem Roadtrip. Die Planungen für den nächsten Trip laufen bereits auf Hochtouren. Hier findet Ihr noch einmal gebündelt die Blogposts von #AltesBlechAlteGrenze:

Der Opel Corsa A Cup

Die ersten Highlights im Fichtelgebirge

Der VW Golf II GTI

Die nächsten Ereignisse auf unserer Strecke

Der Ford Scorpio MK1

Auf den Spuren der (Renn-)Geschichte in Sachsen

Highlights auf der Rückreise

Insgesamt hatten wir eine Planungsdauer von über einem Jahr – von der Idee bis zur eigentlichen Umsetzung. Wir mussten mehrmals alles über den Haufen werfen, neu planen und schlussendlich doch wieder alles ändern. Wir hatten unzählige Google-Meet-Sitzungen, waren zwischendurch am Verzweifeln, bauten uns gegenseitig auf, führten viele Telefongespräche, tippten uns die Finger in den Mails und Messangern wund und fieberten schließlich dem Abfahrtstag entgegen. Wir fuhren ca. 2000km, hatten einige Tankstopps, viele Mädmonks, 6 Bundesländer besucht bzw. durchquert (ohne An- und Abreise), eine Lichtmaschine (für den Opel) neu organisiert, über 3400 Bilder geschossen und unzählige Eindrücke mitgenommen. Selbstverständlich waren wir zwischendurch auch stilecht unterwegs und verwandelten uns selbst zurück in die späten 80er bzw. frühen 90er. Was zum Teil sehr zur Erheiterung des Umfelds beitrug:

Wenn die Planungen für den neuen Roadtrip soweit stehen, erfahrt Ihr es natürlich wieder. Was meint Ihr, wohin könnte es diesmal gehen? Oder habt Ihr Vorschläge, wohin wir Eurer Meinung nach unbedingt mal fahren sollten?  

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel und im heise.de Podcast „Die Hupe„.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – Highlights auf der Rückreise

2. August 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , , , ,

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Im letzten Blogpost führte uns die Straße weiter Richtung Südwesten. Genächtigt hatten wir in Halberstadt, einer Kreisstadt im Landkreis Harz. Leider waren wir nur relativ kurz in Halberstadt, denn auf den ersten Blick ist es ein sehr schönes Städtchen. Geographisch im Harzvorland gelegen, gibt es dort auch schöne Strecken zu fahren.

Dies konnten wir unter anderem auf unserem Weg zum ehemaligen Grenzübergang Marienborn erfahren. Es war noch relativ früh am Morgen und die 45minütige Fahrt führte uns über Dörfer und kleinere Straßen bis zum Ziel: Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Ich muss gestehen, dass mir persönlich der damalige Grenzübergang völlig fremd war. Asche auf mein Haupt!
Denn damals war es DER Grenzübergang zwischen Ost und West. Er lag ca. 1,5km auf dem Gebiet der DDR und war lange Zeit die einzige Möglichkeit überhaupt nach West-Berlin zu gelangen. Wie bekannt, wurde Deutschland nach Kriegsende in verschiedene Zonen unterteilt und bekanntermaßen war im Osten die Sowjetische Zone. Um allerdings nach West-Berlin zu kommen, musste man entweder fliegen oder die Transitroute nehmen. Kurz nach Kriegsende bzw. zu Beginn der Zonengrenzen durften nur Alliierte Fahrzeuge passieren. Die Personen in den Fahrzeugen durften auf der ganzen Strecke die Fahrzeuge nicht verlassen. Man kann es sich kaum vorstellen, aber Navigationssystem, wie wir sie kennen, gab es ja damals noch nicht und die Straßen waren kurz nach dem Krieg entsprechend zerbombt. Also kam es durchaus vor, dass sich ein Fahrzeug verirrte. Aussteigen durften die Insassen nicht, also wurden sie von den eigenen Truppen gesucht und mussten so lange warten.
Zwischen Juni 1948 und Mai 1949 wurde der Grenzübergang komplett gesperrt. Für Ost-Bürger wurde erst später (1952) eine 5km Sperrzone eingerichtet, in der Personen sich nur mit Sondergenehmigung aufhalten durften. Der Grenzübergang, wie er heute noch (teilweise) zu sehen ist, wurde erst später errichtet. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren und Kosten von ca. 70 Millionen Mark entstand die riesige Anlage. Übrigens war die Planungsphase um einiges länger: Ganze 10 Jahre! Der Stromverbrauch des Grenzübergangs entsprach der Menge einer Kleinstadt. Die insgesamt 12 Flutlichtmasten beleuchteten das Gelände immer blend- und schattenfrei aus. Wenn man die reine Anlage betrachtet, ist es schon beeindruckend. Der Übergang wurde im 3-Schicht-System betrieben und es waren dort insgesamt ca. 1000 Personen beschäftigt. 400-500 davon beim Ministerium für Staatssicherheit und ca. 200 Personen in zivil, welche die Strecke abfuhren.

Des Weiteren war der Grenzübergang auch ein wichtiger Posten im ganzen DDR-Haushalt. Die zu Spitzenzeiten ca. 12 Millionen Transit-Fahrzeuge jährlich erwirtschafteten ca. 100 Millionen DM. Dazu kamen bis zu 850 Millionen für die Zollabwicklung. Die Abfertigung selbst dauerte minimal 25 Minuten, konnte sich aber auch bis zu 5 Stunden hinziehen. Das wusste man vorher nie. Selbstverständlich wurde über den Übergang auch versucht aus der damaligen DDR zu fliehen. Man geht von ca. 2000 Fluchtversuchen insgesamt aus. Einige schafften es, wie z.B. 1963 ein Ikarus-Bus. Andere blieben hängen, z.B. 1981 als jemand mit einem Tanklaster flüchten wollte. Wie sah es 1989 aus? Eine Geschichte, die sich rund um die Grenzöffnung erzählt wird, lautet: Abends am 9. November kam eine Mutter mit ihrer 16-jährigen Tochter in einem Wartburg und fuhr einfach von Ost nach West. Als sie später wieder zurückkam, schauten die Grenzbeamten ungläubig, denn damit hatten sie nicht gerechnet. Sie soll nur trocken gesagt haben: „Ich muss morgen wieder arbeiten.“  Insgesamt war es am 09. November 1989 am Grenzübergang aber recht unspektakulär. Erst in den darauffolgenden Tagen änderte es sich und Massen an Menschen/Fahrzeugen kamen und überquerten die Grenze.

Wir hätten mit Sicherheit dort noch ein paar weitere Stunden verbringen können, wir hatten eine wirklich spannende Führung. Aber im Anschluss führte uns der Weg jetzt endgültig Richtung Süden zum heißesten Punkt des Kalten Krieges: Point Alpha.
Ab Marienborn lagen noch ca. 3,5h Fahrt vor uns. Was mir persönlich im Scorpio nicht wirklich schwer fiel. Point Alpha liegt an der jetzigen Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen, früher also der innerdeutschen Grenze und somit in der schönen Rhön. Heute steht das ganze Gebiet (ca. 100.000 Quadratmeter) unter Denkmalschutz und dient als Mahnmal. Observation Post Alpha, so der original Name, war ein Beobachtungspunkt der US-Armee in Richtung Osten. Strategisch super gelegen. Zum einen wegen den geographischen Verhältnissen und zum zweiten wegen der vermuteten Einfallslinie der Truppen des Warschauer Paktes – die sogenannte „Fulda Gap“ (wurde in der DDR „Thüringer Balkon“ genannt).  Damals ging man davon aus, dass die Truppen des Warschauer Paktes nach Westen vordringen könnten und mit einer schnellen Bewegung bis nach Frankfurt durchstechen wollten. Somit wäre die Rhein-Main Air Base, der wichtigste NATO-Luftwaffenstützpunkt in Europa, faktisch ausgeschaltet worden. Dies war ein mögliches Szenario und um dies zu verhindern, wurden verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen – im Falle eines Falles sogar der Einsatz von taktischen Kernwaffen.

Vor Ort waren immer ca. 30-40 Soldaten, allerdings keine Kampftruppen. Diese waren im Hinterland stationiert und durften offiziell nicht näher als 5km an die damalige Grenze. Am Point Alpha ist die Grenzanlage noch zu sehen – sowohl die westliche als auch die östliche Seite. Hier kann man genau anschauen, wie nah sich die beiden Seiten eigentlich standen. Und wie gefährlich es im Grunde auch war. Im Nachhinein betrachtet dürfen wir froh sein, dass es nicht zum (vermutlich) 3. Weltkrieg kam. Vermutlich wäre dann nicht mehr viel von Deutschland übriggeblieben – egal ob im Westen oder im Osten. Mittlerweile dient Point Alpha als Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte. Die „Spirale des Friedens“, eine dreiteilige Windspirale symbolisiert die friedliche Welt – hoffentlich für immer.

Später, als wir noch ein paar Bilder machten, kamen wir mit Arnold und Elke aus dem benachbarten Geisa (Thüringen) ins Gespräch. Ein älteres Ehepaar, das ca. 500m entfernt vom Grenzzaun wohnte. Und heute noch genauso, natürlich ohne Zaun. Da sie in der Sperrzone wohnten, bekamen sie einen kleinen Zuschlag in Form von Geld. Besuch konnten sie nicht empfangen, sondern mussten sich außerhalb der Sperrzone treffen und wenn sie ihr Feld bewirtschaften wollten, mussten sie dies erst anmelden, damit ein Grenzpolizist mit vor Ort war. Für sie war es selbstverständlich, dass Westfernsehen geschaut wurde. Natürlich nicht offiziell, versteht sich von selbst. Von Fluchtversuchen selbst haben sie nichts mitbekommen, außer dass ab und an Hundegebell zu hören war. Dies könnte allerdings auch z.B. ein Wildschwein gewesen sein. Elke erzählte noch, dass sie als Kind mit dem Fahrrad unbeabsichtigt zu nah an die Grenze fuhr, bemerkt wurde und daraufhin nach Hause gebracht wurde. Die Eltern bekamen eine Belehrung und am nächsten Tag musste sie in der Schule vorsprechen. Heute sieht sie es locker, aber damals ging ihr ganz schön die Düse. Nachdem die Grenze weg war, fuhr Elke gleich mit dem Fahrrad in die nächste Ortschaft. Einfach so, „um zu schauen“. Arnold kaufte sich mit dem ersten „Westgeld“ eine Bohrmaschine – praktisch veranlagt. Leider, aber auch irgendwie verständlich, verbannte er seinen Trabi bzw. verbrannte damals die Karosserie. „Ich wollte keinen Trabi mehr haben!“ und ergänzte: „10 Jahre habe ich auf diesen warten müssen.“ Für sie war die Grenze einfach da und es war nichts Besonderes – sie wuchsen damit auf. Schon irgendwie beeindruckend, wenn man auf der Grenze (Kolonnenweg) steht, mit Personen spricht, die nur 500m weiter aufgewachsen sind und die Geschichte hautnah miterlebt haben. Für uns ging der Roadtrip so langsam zu Ende. Wir genossen noch die Fahrt durch die Rhön und kamen am frühen Abend bei mir zu Hause an. Dort zauberte ich uns einen Kaiserschmarrn zum Abschluss und dann wurden am nächsten Tag unsere schönen Youngtimer leider wieder abgegeben. Es war ein wirklich toller Roadtrip mit super vielen Eindrücken! Möge der nächste kommen!


Vorab habe ich aber noch ein paar Outtakes für Euch! Also im nächsten Blogpost.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – auf den Spuren der (Renn-)Geschichte in Sachsen

21. Juli 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , , ,

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Im Anschluss an unseren Besuch im August-Horch-Museum und den eher unfreiwilligen Stopp bei Hartmut Glück hatten wir die Hälfte unserer Roadtrip-Strecke bereits hinter uns oder besser gesagt noch vor uns. Wir kamen spät am Abend im wunderschönen Dresden im Hotel Vienna House QF an. Das Hotel liegt super zentral (direkt an der Frauenkirche) und diente uns als Ausgangspunkt für den nächsten Tag. Touristische Reisen waren zur Zeit unseres Roadtrips noch nicht erlaubt und dementsprechend leer waren sowohl Hotel als auch die Innenstadt. So ganz ohne Touristen war es schon etwas merkwürdig, da wir mit unseren Autos quasi die Fußgängerzone queren mussten, um in die Tiefgarage zu kommen. Aber so war es nun mal.

Wie wir im Laufe der Tour von unserem Fotografen Marcel erfuhren, streiften wir auf unserer Fahrt nach Dresden seine Heimat. Natürlich machten wir deshalb einen kleinen Abstecher in die sächsische Kleinstadt Pulsnitz. Auch besser bekannt unter dem Namen „Pfefferkuchenstadt Pulsnitz“. Marcel lotste uns in die Innenstadt und dort zu einem Geschäft mit dem Namen Groschky.  Hier in der Pfefferküchlerei werden seit 1825 Pulsnitzer Pfefferkuchen nach durch Generationen weitergegebenen Rezepten gebacken. Da wurde natürlich fleißig eingekauft.  Die „Pfefferkuchen“ kennt man ja auch unter dem Begriff „Lebkuchen“ und sie schmecken nicht nur im Winter gut, sondern zu jeder Jahreszeit – wie wir feststellen konnten. Müsst Ihr probieren, wenn Ihr in der Nähe seid!

Der nächste Tag war ein Samstag wie er sprichwörtlich im Buche steht. Sonnenschein, trocken und angenehme Temperaturen. Der Schwerpunkt auf unserem Tagesprogramm war der (Groß-) Deutschlandring in der Nähe von Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Vom Hotel aus benötigten für die Strecke ca. 50min. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „(Groß-)Deutschlandring“ überhaupt? Dabei handelte sich um eine Rennstrecke mitten in der Sächsischen Schweiz. Gebaut wurde sie im Zeitraum von 1919 bis 1922 und vier Jahre später fand hier das erste Rennen vor ca. 10.000 Zuschauern statt. Damals war es kein Rundkurs, sondern „nur“ ein Bergrennen. Bis schlussendlich der Rundkurs fertiggestellt wurde, vergingen ab 1933 nochmals 6 Jahre. Insgesamt hatte die Rennstrecke 35 Kurven, wovon 16 Serpentinen sind. Der Höhenunterschied lag bei 532 Metern. 1940 sollte das erste Rennen auf dem Rundkurs ausgetragen werden. Durch den zweiten Weltkrieg kam das allerdings nie zu Stande. Und auch danach gab es nie wieder ein Rennen auf dem neuen Rundkurs. Der Gedanke einer Rennstrecke bzw. einer Rennveranstaltung war natürlich auch in der ehemaligen DDR vorhanden. Doch dazu kam es offiziell nicht. Obwohl viele privat auf der Strecke unterwegs waren, wurde nichts aus einer größeren Rennveranstaltung. Nach der Wiedervereinigung kamen immer mehr Motorräder und später dann auch Autos, welche die Rennstrecke nutzen wollten. Alles nicht offiziell, u. a. deshalb wurde die Strecke teilweise zurückgebaut, um illegale Autorennen zu unterbinden.

Wir nutzten den super Tag, um etwas Bildmaterial zu produzieren. Marcel hatte das richtige Equipment dabei und wir fuhren nach seinen Anweisungen. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend es sein kann, immer hochkonzentriert zu fahren, um genau die richtigen Bilder einzufangen. Aber das ist natürlich meckern auf hohem Niveau.
Leider hatte die Gaststätte „Einkehr zur Rennstrecke“ geschlossen. Der Wirt ist nämlich leidenschaftlicher Betreiber mit unzähligen spannenden Geschichten, wie man uns sagte. Das nächste Mal klappt es bestimmt mit einem Besuch. Dafür genossen wir eine kleine Stärkung in der Hocksteinschänke. Diese liegt ebenfalls direkt an der Strecke und diente früher genauso wie heute als Ausgangspunkt bzw. Aussichtspunkt und Treffpunkt.

An diesem Tag hatten wir passende „Outfits“ an, um noch authentischer zu wirken oder uns in den Zeitraum der Grenzöffnung/Wiedervereinigung zu versetzen bzw. als kleinen Gag. Das Wetter spielte mit, unsere Outfits hielten und wir hatten nach dem Besuch des Deutschlandrings noch etwas Zeit. Wenn man schon in der Sächsischen Schweiz unterwegs ist, bietet sich ein Besuch der Bastei an. Eine Sehenswürdigkeit, die schon lange auf meiner To-Visit-Liste stand. Auch wenn es DAS Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz ist und ich normalerweise eher auf Geheimtipps aus bin. Dank der Pandemie war (ähnlich unseres Besuchs im Schloss Neuschwanstein) aber relativ wenig los. Und so konnten wir den Ausflug entspannt genießen. Es ist schon sehr beeindruckend, die super schöne Landschaft, der Blick hinab auf die Elbe, aber auch die beeindruckende Bauweise der Basteibrücke – traumhaft.

Auch wenn die Bastei quasi ein Off-Topic unseres Roadtrips rund um die Teilung/Wiedervereinigung war, Sightseeing muss sein, gerade wenn wir schon einmal in solch einer schönen Ecke sind. Insgesamt konnten wir an dem Tag (leider) nur einen kleinen Einblick in die Region bekommen. Aber der verspricht mehr! Gerade auch zum Wandern kommt die Gegend auf jeden Fall auf die Liste für einen potenziellen (Wander-)Urlaub.

Nach einer weiteren Nacht in Dresden fuhren wir am nächsten Morgen, es war ein Sonntag, in aller Ruhe weiter Richtung Westen. Genauer gesagt führte uns die Strecke in das kleine Örtchen Sorge, in das nahegelegene Grenzmuseum Sorge. Überwiegend ein Freigelände mit verschiedenen Schautafeln, welche Besonderheiten zur damaligen Grenze erklärten. Hier gibt es zum Beispiel auch einen Kolonnenweg, einen Grenzturm und Sperranlagen. Das Museum wird von einem Verein betrieben und ist erst im Jahr 2019 bzw. 2020 erneuert worden. Sehenswert!

Nun geht es quasi schon auf dem Rückweg unserer Tour #AltesBlechAlteGrenze. Was aber noch lange nicht heißt, dass es nichts mehr zu erleben gibt. Wir hatten nämlich noch ein paar sehr spannende Punkte auf unserer Liste. Alles weitere dazu folgt natürlich hier.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – der Ford Scorpio MK1

6. Juli 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

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Den Opel Corsa und den VW Golf GTI hatte ich Euch ja bereits vorgestellt. Fehlt noch das dritte Fahrzeug in der Runde unseres Roadtrips #AltesBlechAlteGrenze: der Ford Scorpio MK1. Welches Ford-Modell? Ich muss gestehen, dass ich den Scorpio nicht auf dem Schirm hatte. Als wir die Zusage von Ford bekamen, musste ich erst einmal Tante Google fragen. Der Ford Escord oder Ford Sierra waren da schon eher ein Begriff. So ging es nicht nur mir, sondern zu Beginn rutschte uns immer wieder der Name „Sierra“ raus, obwohl der Scorpio gemeint war. Entsprechend unvoreingenommen war meine erste Begegnung in Rüsselsheim.

Was soll ich sagen. Designtechnisch gesehen ist der Ford Scorpio recht unspektakulär und typisch für das damalige Design. Für mich stand zu diesem Zeitpunkt eh der Corsa im Mittelpunkt – Ihr wisst schon, weil mein erstes Auto ein Corsa war. Aber es wäre kein richtiger Roadtrip, wenn wir nicht alle Autos durchwechselten. Genügend Zeit und Strecke waren schließlich vorhanden. Und somit saß ich dann auch mein erstes Mal im Scorpio. Gleich vorab: Ein direkter Vergleich der drei Fahrzeuge wäre völlig unsinnig. Allein schon wegen der unterschiedlichen Fahrzeugkategorien. Auf unserem Roadtrip wurde selbstverständlich auch gefachsimpelt. Sebastian und Daniel (fuhren den Scorpio vor mir) tauschten sich schon über die verschiedenen Features aus, zu dem Zeitpunkt konnte ich aber noch nicht mitreden. Dafür stieg innerlich die Spannung auf den Scorpio. Und dann war es soweit. Ich nahm Platz und musste schon leicht grinsen. Warum? Im Scorpio hat man ausreichend Platz und die Sitze aus Kaschmir-Velours-Bezugsstoff sind super bequem. Gleichzeitig aber auch nicht ausgesessen und/oder ausgeleiert, wie man eventuell bei einem Fahrzeug dieser Altersklasse erwarten könnte. Ein nächstes Highlight waren die elektrisch verstellbaren Sitze. Heute normal, damals aber nur in der Oberklasse zu finden. Wir hatten die Ausstattungsvariante „Ghia“ (in Anlehnung an das italienische Designbüro „Carrozzeria Ghia“ und somit die Variante mit den meisten Features. Neben den elektrisch verstellbaren Vordersitzen konnten auch die Rücksitze elektrisch verstellt werden. Genauso wie die Spiegel (beide elektrisch von der Fahrerseite aus). Des Weiteren noch eine Frontscheibenheizung (!) mit Drähten, Zentralverriegelung, Tempomat und vieles mehr.

Natürlich hatte der Scorpio auch ein Radio MIT Kassettenrekorder UND Soundregler. Wie gut, dass Daniel vorausschauend ein paar alte Kassetten dabei hatte, so konnte ich während der Fahrt der sanften Musik von Matthias Reim lauschen. Gut, irgendwann ging mir der gute Herr Reim dann doch auf den Keks. ;) Anyway, der Scorpio verfügte sogar über eine Klimaanlage. Bei den sommerlichen Temperaturen ein Traum, wenn sie nur gegangen wäre. Aber das ist schon jammern auf sehr hohem Niveau! Alternativ einfach das elektrische Dachfenster öffnen und den Fahrtwind genießen. Herrlich! Welches übrigens trotz seltenen Öffnens bzw. Schließens einwandfrei funktionierte. Elektrisch verstellbar waren auch die Fensterheber. Und zwar vorne und hinten. Für damalige Verhältnisse waren die Elektronik bzw. Technik der Hammer und eine echte Besonderheit. Aus diesem Grund hatten wir zu Beginn die Vermutung, dass irgendwas an der ganzen Technik uns einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Aber nein, der Scorpio hielt!
Wie Ihr vielleicht schon vermutet habt (weil damals, obwohl in Deutschland gefertigt, der amerikanische Einfluss stark vorhanden war), hatte der Scorpio ein Automatikgetriebe mit 4 Gängen. Sobald man die Kickdown-Funktion (Gaspedal ganz durchtreten) betätigte, zog er unabdinglich nach vorne. Mit der passenden Fahrweise wurde der, augenscheinlich etwas träge 2,8-Liter-V6-Motor vom Scorpio, zum (fast) Sportler und kam auch bei zügiger Fahrweise gut mit den anderen beiden mit. Über den Verbrauch müssen wir nicht reden. Logischerweise war dieser von allen drei Fahrzeugen am höchsten und dürfte ca. bei 14 Litern liegen. Dank stehengeblieben Kilometerzähler (bei ca. 147.00km) konnten wir den Verbrauch nur schätzen. Vielleicht hätte es der Boardcomputer auch anzeigen können, don`t know. Ja, der Scorpio war tatsächlich bereits im Besitz eines Boardcomputers, welcher allerdings das amerikanische System (z. B. Miles per Gallon) anzeigte.

Persönlich bin ich ein Fan von genau dieser „altmodischen“ Automatik. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs oder vom 3. in den 4. Gang ruckelt es etwas stärker und der Fahrer weiß sofort „der Gang ist drin“. Ein herrliches Gefühl! Bereift war er auch mit Dunlop Reifen. Statt den „normalen“ Pneus hatten wir hier die Dunlop Sport Classic aufgezogen. Und ja, optisch passten sie super zum Fahrzeug. Zwischendurch munkelten wir sogar, dass die Reifen (rein designtechnisch gesehen) den Scorpio aufwerteten. Wie erwähnt, hatten wir von Regen bis hin zu hochsommerlichen Temperaturen alles dabei. Da der Classic-Reifen mit neuester Technik ausgestatteten ist, gab es fahrtechnisch auch nichts zu beanstanden. Er hielt genau das, was er versprach!

Insgesamt legten wir ca. 2000km zurück und der Ford entwickelte sich zu meinem persönlichen Favoriten. Die vielen Features, bequemes Fahren und vielleicht lag es auch an der automatischen und hydraulischen Niveauregulierung, don`t know. Gut, enge Kurven und der Scorpio werden keine Freunde, aber sobald man eine schön langgezogene Kurve fährt, fühlt er sich wohl. Da kommt, genauso wie bei längeren Strecken auf der Autobahn, Freude auf. Die mag der Scorpio (und sein Fahrwerk) einfach und so macht das Fahren Spaß.

Fazit: Persönlich habe ich mein Herz an den Ford Scorpio Mk1 verloren. Ja, von allen drei Fahrzeugen war es einfach mein persönlicher Favorit. Die Leistung, der Komfort, einfach alles. Das Gesamtpaket passte und ich hätte ihn sehr gerne noch länger gefahren.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

#AltesBlechAlteGrenze – der Opel Corsa A Cup

7. Juni 2021 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

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Auf unserem Roadtrip #altesblechaltegrenze waren wir mit drei ganz unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs. Einem Opel Corsa A Cup, einem VW Golf 2 GTI und einem Ford Scorpio MK1. In der nächsten Zeit möchte ich Euch hier auf dem Blog erzählen, was wir erlebt haben, Geschichten rund um die deutsche Einheit, Highlights des Roadtrips, aber natürlich auch einen Überblick über die Fahrzeuge geben.
Ein direkter Vergleich war von Beginn an nicht vorgesehen und auf Grund der unterschiedlichen Fahrzeugkategorien sowieso nicht möglich. Auf unserem Trip wechselten wir uns mit den Youngtimern ab und gegen Ende hatte jeder „sein“ Auto gefunden.

Mein allererstes eigenes Auto war ein Opel Corsa A (City). Habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt. Damals mit 45PS, 4 Gängen und als 3-Türer. Er war immer ein zuverlässiger Begleiter, auch auf längeren Strecken. Statt des Motoremblems „1.2“ hatte mein Corsa ein „2.0“ am Heck von einem Opel Vectra und einen abgesägten Schaltknauf mit Holzaufsatz. Ja, ich schwärme noch etwas nach. Umso größer war meine Freude, als wir die Zusage von Opel bekamen, dass wir einen Corsa auf unserem Roadtrip fahren konnten. Noch dazu einen Opel Corsa A Cup aus den 80er Jahren. Dies konnten wir allerdings erst so richtig glauben, als es soweit war und wir ihn mit eigenen Augen begutachteten. Das war nicht irgendwo, sondern direkt bei Opel in Rüsselsheim.

Da stand er nun, der Opel Corsa A Cup in weiß mit verschiedenen Aufklebern. Innen ein Überrollkäfig, keine Rücksitzbank, keinen Kofferraum – quasi fast nackt. Genauer gesagt handelt es sich beim Corsa um einen „1.3 S“, der allerdings als Rallyefahrzeug etwas modifiziert wurde. Normalerweise hat der Motor eine Leistung von 70 PS. Unser Modell hatte durch diverse Umbauten eine Leistungssteigerung um 13PS. Klingt im ersten Moment nach nicht sonderlich viel, wenn man aber bedenkt, dass der Corsa nur ca. 700kg wiegt, ist es doch nicht unbedeutend. Mit nur der allernötigsten Technik ausgestattet, bringt er richtig schön klassischen Fahrspaß. Mit seiner sehr direkten Lenkung macht er genau das, was er soll. Auf unseren ersten Etappe Richtung Fichtelgebirge habe ich mich hinter das Steuer geklemmt. Geklemmt ist für mich schon der richtige Ausdruck, denn Platz war kaum vorhanden. Bzw. bin ich vielleicht doch zu groß? Anyway, der Corsa ist auch nicht für die Langstrecke gemacht – muss er ja auch nicht! Allerdings macht er, mal abgesehen vom Faktor „Bequemlichkeit“, gut Tempo. Seine beste Leistung erzielt er zwischen 3500 und 4500 Umdrehungen, wobei auch weiter oben noch „was geht“.

Vor unserem Start in Rüsselsheim durften wir aber erst noch einen Blick in die „heiligen Hallen“ der Classic-Abteilung bei Opel werfen. Ganz ehrlich: Ein Traum! Die verschiedenen Modelle bzw. Ausstellungsstücke kann man im Rahmen einer Opel-Werksbesichtigung (wenn es Corona wieder zulässt) begutachten, kann ich Euch wirklich nur empfehlen!

Das war allerdings noch nicht alles, denn neben der Classic-Abteilung ging es für uns ins Untergeschoss, wo einige Prototypen auf uns warteten. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, und als ob das noch nicht genug war, konnten wir einen Blick in die Werkstatt der Classic-Abteilung werfen und mit Jens (seines Zeichens der zuständige Werkstattleiter) sprechen. Dort stand auch die „schwarze Witwe“! Ja, genau, ein, wenn nicht DER Rennwagen seiner Zeit. Vielleicht auch bekannt unter dem Namen „Taxi“ – ein Opel Record C, den es eigentlich gar nicht geben sollte. Jens erzählte uns, wie es dazu kam, wo seine Stärken und auch seine Schwächen lagen und startete den Wagen extra für uns – ein Sound, den man mal gehört haben muss.

Natürlich nicht für normale Straße gemacht – wir sprechen hier von einem legendären Rennwagen! Dort hätten wir noch den ganzen Tag verbringen können und Jens hätte sicherlich noch viel mehr Geschichten auf Lager gehabt, aber wie es immer so ist, Zeit ist knapp und auf uns warteten ca. 1500 Kilometer Roadtrip. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Jens und natürlich an das ganze Opel-Team für die tollen Eindrücke!

Los ging es für uns von Rüsselsheim zunächst in Richtung Spessart. Dort machten wir einen kleinen (coronakonformen) Abstecher zum „Habbyversum“. Gerade auf den kleinen, teilweise engen, kurvigen Spessartstraßen fühlte sich der Corsa wohl. Und ich natürlich sowieso, mich hat es wieder zurück in meine ersten Fahrzeiten versetzt, wieder in einem Corsa. Irgendwie fühlt man sich da gleich 20 Jahre jünger! Nach kurzem Aufenthalt in Partenstein ging es weiter in Richtung Osten. Genauer gesagt Richtung Fichtelgebirge mit dem Ochsenkopf/Schneeberg als Ziel.
Bereift waren alle drei Fahrzeuge mit Reifen von Dunlop. Auf dem Corsa waren „Dunlop Street Response 2“ Reifen montiert. Vielleicht mit ein Grund, dass der Corsa mit ca. 6,4 Litern auf 100km doch recht sparsam unterwegs war. Definitiv ein weiterer Vorteil der Reifen: Sie haben eine sehr gute Wasserverdrängung. Zwischendurch schüttete es aus Eimern, man konnte die Hand quasi nicht vor Augen sehen, aber der Corsa verlor nie den Halt. Fahrtechnisch gesehen hatten wir eh Glück mit dem Wetter, denn es war alles dabei. Von Regen/Hagel bis hin zu fast 30 Grad gab der Wettergott alles. Und der Corsa bzw. die Reifen machten genau das, was er/sie sollte/n!

Zwischenzeitlich rätselten wir, welches Fahrzeug als erste Probleme bereiten könnte. Wir waren uns aber alle einig, dass es nicht der Corsa sein würde. Ob wir überhaupt im Fichtelgebirge ankamen, was wir genau erlebten und vieles mehr erfahrt Ihr hier in Kürze.

Mehr zum Roadtrip #altesblechaltegrenze findet Ihr natürlich auch auf den Blogs von Sebastian und Daniel.


Zwecks Transparenz: Ohne grandiose Partner wäre so ein Roadtrip nicht möglich gewesen. Deshalb ein dickes Dankeschön an: Dunlop, Opel, Volkswagen, Ford Deutschland, Tourismusregion Sachsen, Tourismusregion Fichtelgebirge, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, August Horch Museum in Zwickau, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und Gedenkstätte Point Alpha.
Bilder von Marcel Langer, Daniel, Sebastian und mir.

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