Neuigkeiten aus dem Hause Piaggio – die Vespa Elettrica

10. November 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Seit Mitte Mai bin ich mit der neuen Vespa Primavera unterwegs. Es handelt sich dabei um das Sondermodel „Settantesimo“ (70 Jahre Vespa) in schönem Azurblau. Mittlerweile kann ich ein Resümee ziehen, denn der Kilometerstand hat die ersten 1.000 km überschritten. Die „Kleine“ ist somit eingefahren, die erste Inspektion erledigt und ich bin noch immer sehr begeistert! Zum Glück habe ich einen Vespa-Dealer quasi um die Ecke vom Office und Mirko, der Geschäftsführer, macht fast alles möglich. Also falls Ihr Euch, egal woher Ihr seid, eine Vespa zulegen wollt – ich gebe den Kontakt gerne weiter!

Vespa Primavera 70 Jahre

Vespa Primavera 70 Jahre - Display

Vespa Primavera 70 Jahre - olschi

Vespa Primavera 70 Jahre

Momentan findet in Mailand die EICMA (die weltweit größte Motorradmesse) statt und natürlich ist auch Piaggio mit der Kultmarke Vespa vor Ort. Wie es sich für eine solche Messe gehört, wird dort die ein oder andere Neuigkeit präsentiert. Vor einem Jahr wurde bereits das Konzept der „Vespa Elettrica“ vorgestellt. Damals hieß es, dass die Elettrica Mitte dieses Jahres auf den Markt kommen sollte. Nun ja, Verzögerungen gibt es immer und wer mit Italienern zusammenarbeitet, weiß, dass das durchaus im Rahmen ist. Völlig wertfrei, es ist einfach so und man muss sich daran gewöhnen.
Anyway, die Elettrica kann im Frühling 2018 online vorbestellt werden, im Laufe des Jahres werden dann die Händler beliefert. Auf der EICMA wurden nun weitere Details bekanntgegeben:

Die erste Version der Vespa Elettrica besitzt einen reinen E-Motor mit einer durchschnittlichen Leistung von 2KW bis hin zur Spitzenleistung von 4KW. Typisch für die Technologie ist, dass die Kraftübertragung direkt geschieht und die Vespa somit einem klassischen 50ccm Roller überlegen ist. Die maximale Reichweite wird mit 100 km angegeben, was für die übliche Fahrweise völlig ausreichend ist. Möglich machen dies eine Lithium-Ionen-Batterie und ein Energierückgewinnungssystem. Reicht für mich persönlich dicke, denn in der Regel fahre ich 14km täglich und komme aktuell mit einer Tankfüllung ca. 150-170 km weit. Was zudem auch genial sein soll, ist der Ladevorgang: Kabel aus dem Sitzfach herausziehen (wo sich bisher der Tankdeckel befindet), anschließen an eine ganz normale Steckdose anschließen und maximal 4 Stunden warten, bis der Akku wieder voll ist. Laut Piaggio benötigt die Batterie keine Wartung und hält bis zu 1.000 Ladezyklen (das entspricht einer Reichweite von 50.000 bis 70.000 km und ca. 10 Jahren).
Was noch? Nun, es gibt zwei Fahrmodi: ECO und Power, zusätzlich zum Reverse-Modus zur leichteren Handhabung der Vespa Elettrica beim Manövrieren. Der ECO-Modus mit dem Ziel, Energie zu sparen, erhöht natürlich die Batterielebensdauer. Allerdings ist die Geschwindigkeit dabei auf 30 km/h begrenzt und die Beschleunigung ist gemäßigter. Power ist jedoch der grundlegende Fahrmodus, der die gesamte Leistung des Motors ausnutzt. Somit: Power on!

Es wird noch eine zweite Version geben, die Elettrica X, ein Hybrid, mit kleinerer Batterie und einer Reichweite von 50km/h. Zusätzlich hat sie einen benzinbetriebenen Generator mit einem Tankvolumen von 3 Litern. Zusammen ergibt das eine Reichweite von ca. 200km. Also perfekt für Fahrten außerhalb der Stadt. Entweder schaltet sich der Generator automatisch ein, oder er kann vom Fahrer manuell gewählt werden.

Vespa Elettrica Display

Vespa Elettrica - Side

Vespa Elettrica - Front

Vespa Elettrica - Back

Zum Preis kann ich Euch leider noch keine Infos geben, denn Piaggio hält sich noch etwas bedeckt. Was ich aber sicher sagen kann, sie zu fahren wird sicherlich eine Menge Spaß machen! Eine Vespa, direkte Kraftübertragung, leise und noch dazu umweltschonender! Großartig und einfach Kult!

Die Vespa ist back!

16. November 2016 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

…aber war sie jemals weg? Natürlich nicht – versteht sich doch von selbst! Eine Kultmarke mit einer Tradition seit 1946 kann schließlich nicht einfach verschwinden. Allerdings wird eine neue Ära anbrechen und die Rollergeschichte neu sortieren.

Als Italienfan freut es mich immer besonders, wenn ich in Mailand bin und die kleinen Flitzer durch die Straßen fahren sehe. Schick, mobil und wendig. Apropos, in Mailand kommt man halt entweder mit der U-Bahn schnellstmöglich von A nach B oder eben mit der knatternden Vespa – wie in den meisten anderen Großstädten auch. Außerdem gehört der elegante Roller einfach zum italienischen Flair dazu. Ihr seht schon, ich bin ein kleiner Vespa-Fan!

Vespas bei Mezger Bosch in Schweinfurt

Auf der anderen Seite blutet aber in gewisser Weise auch mein Herz. Denn die klassischen Verbrennungsmotoren sind laut und verpesten die Luft. Was dazu führt, dass in Großstädten, und in Mailand auch schon des Öfteren, SMOG-Alarm ausgelöst werden musste. Ja, das ist keine großartige Neuigkeit, klar. In meinen Augen haben Politik und Automobilindustrie in der Vergangenheit versagt, aber das ist eine andere Geschichte. Nun, ganz langsam (also ganz, ganz langsam) ändert sich dies ja, ich sage nur ein Schlagwort: E-Mobility. Wobei, irgendwie kann ich es ja auch verstehen, denn das Konzept über Jahrzehnte war schließlich „Mobility“.

Auch bei Vespa heißt es umdenken und den Fokus um den Punkt „Nachhaltigkeit“ erweitern. Eigentlich hat die Piaggio Group in Sachen elektronische Motoren eine lange Tradition schon seit den 70er Jahren, aber eine rein elektrisch angetrieben Vespa ist schon nochmal eine andere Hausnummer. Auf der Mailänder Motorradmesse Eicma wurde sie (als Konzept) nun kürzlich vorgestellt, die „Vespa Elettrica“, mit der die Piaggio Group die Mobilität der Zukunft im Sinne der Vespa voranbringen möchte.

Vespa Elettrica at Eicma 2016

Vespa Elettrica

Vespa Elettrica

Die Vespa Elettrica sieht der aktuellen Primavera sehr ähnlich, kommt aber natürlich ohne Auspuff (und auch ohne knattern) daher. Vermutlich wird es sie in vielen anderen Farben geben, schließlich hält Vespa am eleganten Stil fest, aber darüber ist noch genauso wenig bekannt, wie über die restlichen (technischen und kaufmännischen) Details. Was bekannt ist: Sie soll Mitte 2017 auf den Markt kommen. Ich freue mich! Punkt.

English:
Vespa is back! Of course Vespa was never gone, a cult brand with a tradition since 1946 won`t simply disappear. But a new era will start and re-sort the (scooter) history.
When I`m in Milan, I`m always happy to see all the Vespas around. It`s this Italian feeling and style I love. But according to environment, pollution and the quality of life changes have to be made in the mobility sector. In my opinion, politics and the automobile industry have failed in the past, but that is another story. The mobility sector is at any rate now facing a change of scenery that poses epoch-making challenges. And the Piaggio Group, whose tradition in electric motors dates back as far as the mid-seventies and who launched the first and best-sold hybrid scooter, is investing in the electric mobility of the future, presenting the Vespa Elettrica project at Eicma 2016.
Yes, it will be an electric version of the Vespa! With this Vespa will take a step into the future in complete consistency with the values that have accompanied its history.
The Vespa Elettrica is to be a true Vespa, bringing the very latest in electric technology to a vehicle that will retain all the features that have been vital to its success. The style, agility, ease of use and riding pleasure will be the same as the Vespa we have always known, with the addition of technological and innovative connectivity solutions. We don`t know much more about the technical details, but production and sales are planned for the second half of 2017. I`m looking forward to the new Vespa, a perfect mix of style, technology and environmental friendliness.
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