Die Churfranken Genuss-Tour – ein Besuch im fränkischen Miltenberg (Teil 1)

5. September 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? So sieht es aus! Denn wenn man da lebt, wo andere Urlaub machen, muss man nicht immer weit fahren, um schöne Ecken zu erkunden. Genau aus diesem Grund musste ich der Presseeinladung nach Churfranken einfach folge leisten. So grob zur Einordnung: Churfranken ist die Region zwischen Spessart und Odenwald und liegt im nördlichen Zipfel von Bayern. Aber natürlich noch in Franken. Genauer gesagt in Unterfranken. Ein Zusammenschluss von 24 Orten und Gemeinden am schönen Main.

Unter dem Motto „Lassen Sie sich FASSzinieren“ ging die kleine, aber feine Genuss-Tour zu verschiedenen Örtlichkeiten in der Region Miltenberg. Verteilt auf zwei Tage, denn schließlich ist der Slogan von Churfranken „Leben sie langsam“. Und die Gegend lädt herrlich ein zum Entschleunigen!
Alleine die Anreise mit dem Auto hat schon etwas Verträumtes. Durch kleine Dörfer. Auf der einen Seite der Main und auf der anderen Seite die Steilhänge der alten Weinberge. Und natürlich die Wälder des Spessarts in Sicht. Auch das kleine Städtchen Miltenberg mit seinen Highlights, zum Beispiel dem bekannten „Schnatterloch“ am Marktplatz  oder dem ältesten Gasthaus Deutschlands – schön verträumt und hat doch alles, was man benötigt.

Das berühmte Schnatterloch in Miltenberg - Churfranken

Gasthaus zum Riesen in Miltenberg - Churfranken

Gasse mit Fachwerkhäusern in Miltenberg - Churfranken

Der erste Tag begann mit einer Stadtführung durch Miltenberg. Fachwerkhäuser, soweit das Auge reicht, kleine Gassen und eine interessante Geschichte. Brunnen, Baudenkmäler, eine Burg, eine Brauerei, alte Stadttürme und vieles mehr gab es zu entdecken. Sogar ein Blick in das örtliche Museum war möglich. Da wir uns aber auf einer Genusstour befanden, durfte natürlich der Genuss nicht zu kurz kommen.
Also weiter im Text und ab in die Brauerei Faust. Seit über 360 Jahren in Miltenberg beheimatet, engagiert sich das Unternehmen für die Region, für Qualität und für Genuss. Zu Recht können sie daher immer wieder diverse Auszeichnungen für sich verbuchen. So ist Faust u.a. „Deutschlands Brauerei des Jahres 2018“, sie bildeten den jahrgangsbesten Brauer aus und erhielten Auszeichnungen beim International Craft Beer Award. Um nur ein paar zu nennen. Wir konnten einen Blick in den Eiskeller aus dem Jahr 1631 werfen. (Nicht nur) bei diesen warmen Temperaturen ein Traum!

Brauerei Faust in Miltenberg - Churfranken

Sudhaus in der Brauerein Faust in Miltenberg - Churfranken

Eisbock im Brauhaus Faust in Miltenberg - Churfranken

Selbstverständlich durfte die Verkostung der ein oder anderen Bier-Rarität nicht fehlen, vom Hochzeitsbier über das Auswandererbier bis hin zum Eisbock konnte probiert werden. Was soll ich sagen… wir Franken können einfach Bier brauen. Ernsthaft, ein echt leckeres Hopfenkaltgetränk!

Nach dem Bier ging es weiter zur nächsten Genussstation. Ein paar Orte weiter befindet sich die St. Kilian Distillers GmbH. Genauer gesagt am Ortseingang von Rüdenau. Früher befand sich ein Textilunternehmen in den Räumen. Da dieses leer stand, wurde es zur Destillerie umgebaut. Eine Single Malt Whisky Destillerie (und zwar Deutschlands größte) nach schottischem Vorbild bzw. mit Originalausrüstung aus Schottland und Irland.

Eingang der St. Kilian Distillers in Rüdenau - Churfranken

Washback der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

Fasslager der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

DOG der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

Besonders spannend fand ich das Fasslager. Selbstverständlich auch mit Holz(-fässern) aus dem Spessart. Man hat hier die Möglichkeit, ein eigenes Whisky-Fass zu besitzen oder zu verschenken. Alles in allem eine beeindruckende Führung und natürlich auch eine sehr beeindruckende Destillerie mit traditioneller Handwerkskunst und modernster Technik. Falls Ihr also einmal in der Nähe seid, unbedingt vorbeischauen und erfahren, wie ein Whisky entsteht. Bzw. wer auf guten Whisky steht, kennt St. Kilian vermutlich eh schon.

Wie es sich für eine Genuss-Tour gehört, klang der Tag mit einem leckeren Abendessen aus. Ein Besuch in Deutschlands ältestem „Gasthaus zum Riesen“ muss einfach sein, wenn man in Miltenberg Station macht. Fränkisch, traditionell und lecker, ich kann Euch die hauseigene Biersauce empfehlen! Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht etwas touristisch, was sich aber gar nicht bestätigt. Der „Riese“ hat einen eigenen Charme, bodenständig und bietet auch Stammgästen einen festen Platz an.

Nachspeise im Riesen in Miltenberg - Churfranken

Churfranken bietet natürlich noch viel mehr an Genuss, das war noch längst nicht alles, von daher könnt Ihr gespannt sein auf Teil 2 der Genuss-Tour.

In Kooperation mit Churfranken e. V. – Danke!

Unterwegs durchs Südtiroler Eggental (Teil 2)

17. August 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

…und der Wecker klingelte, wie in Teil 1 angekündigt, pünktlich um 4:45 Uhr. Kurze Zeit später begaben wir uns auf den Weg zum Karersee. Der Sonnenaufgang wurde für 5:26 Uhr vorhergesagt und das Wetter passte. So fanden wir den See still, die Luft klar und das Panorama begann im Licht der aufgehenden Sonne zu strahlen.

Karersee im Eggental am frühen Morgen - Südtirol

Karersee im Eggental am frühen Morgen - Südtirol

Auch wenn das frühe Aufstehen nicht immer leicht ist, aber genauso kann ein perfekter Tag beginnen. Der innere Schweinehund ist schnell besiegt und wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Was will man mehr?! Und wenn im Anschluss Zeit bleibt, kann man ja auch nochmal einen Moment die Augen ausruhen.
Nun, der Tag ging gut weiter, denn die Umrundung der südlichen Rosengartengruppe stand auf dem Programm. Dazu trafen wir Extrembergsteigerin Tamara wieder, die den Bergführer Hansjörg Welscher mit dabei hatte. Gemeinsam begaben wir uns erst mit dem Sessellift zum Ausgangspunkt und dann zur Wanderung, auf der uns Hansjörg einige Geheimnisse zur Flora und Fauna der Dolomiten und zur Verwendung von Kräutern und Co. berichtete. Ich bin ja immer begeistert, wenn ich von einem Kenner der Gegend Tipps und Tricks erfahren kann, was gibt es Besseres?

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe mit Bergführer Hansjörg

Ausblick bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Eine herrliche Bergtour mit genialen Ausblicken auf die Umgebung. Oberhalb der Baumgrenze, die Wege sind super ausgezeichnet, …einfach eine Traumtour! Allerdings sind es schon ein paar Höhenmeter (genauer gesagt um die 900hm) und man sollte etwas Bergerfahrung und Trittsicherheit mitbringen. Wir streiften ein Schneefeld und aufwärts ging es zum Teil etwas steiler.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – das gilt auch am Berg. Das Wetter war noch (!) herrlich und wir kamen nach ein paar Stunden am Rifugio Pederiva an. Leckeres Essen war quasi vorprogrammiert. Doch dann überraschte uns das große Gewitter! Also ab in die Hütte und Schutz suchen. Regen, Hagel … alles war dabei. Nun hieß es abwarten, gemütlich in der Hütte sitzen und quatschen. Bzw. den selbst angesetzten Schnaps des Hüttenwirts testen. Es hat schließlich niemand behauptet, dass Gewitter nur Nachteile haben müssen.

Gewitter bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Hagel bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Der Wetterbericht versprach Besserung, doch der Regen sollte nicht komplett aufhören und wir mussten irgendwann wieder weiter. Von daher hieß es: rein in die Regenbekleidung und raus aus der Hütte. Gerade bei solch einer mehrstündigen alpinen Wanderung sollte man grundsätzlich Regenkleidung dabei haben, denn man hat nie die komplette Gutwettergarantie, alles andere wäre also grob fahrlässig.
Wir folgten dem Weg weiter durch Hagel- und Wasserpfützen in Richtung Bergstation. So etwas hat man schließlich auch nicht alle Tage. Am Lift angekommen hieß es dank Gewitter erneut warten, die Bahn stand. Zu Fuß wären es noch 1,5 Stunden ins Tal und der Weg, laut Hansjörg, nicht unbedingt empfehlenswert. Also entschieden wir uns gegen das Laufen, das Warten hat schließlich irgendwann ein Ende und zack, dank guter Planung, waren wir mit die ersten unten im Tal. So muss es laufen! Obwohl das Wetter nicht zu 100% mitspielte, bietet die Umrundung der Rosengartengruppe landschaftlich einmalige Ausblicke.

In unserer Unterkunft wartete die hauseigene Salzgrotte. Warmes und salziges Wasser bedeutet beste Erholung für den Körper. Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag und die schöne Reise ausklingen. Das Eggental zeigte sich von allen Seiten, wir waren eine tolle Truppe und von Tamara erfuhren wir einige Geschichten aus dem Nähkästchen einer Extrembergsteigerin. Danke dafür!

 

In Kooperation mit Eggental Tourismus – Danke!

Unterwegs durchs Südtiroler Eggental (Teil 1)

5. August 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Aufgewachsen in den Bergen, das Gefühl von Weite, Freiheit und der Drang nach oben – die Leidenschaft für die Berge hat Tamara Lunger, Sportlerin und Bezwingerin des 8611 m hohen K2, von klein auf gepackt. Auf der Pressereise ins Eggental war sie für zwei Tage unsere Begleiterin und wanderte mit uns in ihrer schönen Heimat.

Privat war ich bereits mehrfach in Südtirol bzw. in den Dolomiten unterwegs. Umrundete dort zum Beispiel den Peitlerkofel bei St. Martin in Thurn. Das Eggental war mir aber vorher nicht bekannt. Es liegt nur 20 Kilometer von Bozen entfernt und somit gar nicht so weit von der Brennerautobahn. Selbstverständlich gehört auch das Eggental zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.

Blick aus dem Hotelzimmer auf den Latemar im Eggental

Blick ins Eggental

Die Bilder zeigen den Ausblick aus meinem Hotelzimmer. Wer diesen Blick auch einmal genießen möchte, dem kann ich das 4-Sterne-Posthotel Weisses Rössl in Welschnofen ans Herz legen. Also nicht nur wegen der Aussicht auf den Latemar, sondern auch zwecks Speis und Trank ist das Hotel eine sehr gute Wahl!

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Wer auf den Berg will, der sollte gut gegessen haben.“ (Verfasser unbekannt oder vielleicht auch einfach alte Familienweisheit). Entsprechend begann der erste Tag der Pressereise mit einem leckeren Südtiroler Frühstück, bevor uns ein Shuttle zum Planetarium Südtirol in Gummer brachte. Gummer ist übrigens das Heimatdorf von Tamara, mit der wir uns dort trafen, um anschließend gemeinsam den ca. 10km langen Planetenweg zum Einstieg zu wandern. An diesem leichten Wanderweg sind Planeten unseres Sonnensystems zu erkunden. Damit man ein Gefühl für die Größe unseres Planetensystems bekommt, wurde zwischen den einzelnen Stationen der Maßstab 1:1 Milliarde verwendet. Auch ein Blick zur Sternwarte gehört bei dieser Wanderung dazu, bei uns war es allerdings leicht bewölkt und sowieso noch früh am Tag, wir beließen es beim Blick von außen.

Beschilderung am Sternenweg im Eggental

Sternenweg im Eggental

Sternwarte im Eggental

Nach einem Snack (wie immer in Südtirol: einfach lecker) ging es weiter am Sternenweg entlang. Früher als erwartet kamen wir wieder am Ausgangspunkt an und entschieden uns spontan für einen kurzen Trip zum bekannten Karersee. Dieser lag schließlich quasi um die Ecke und wartete darauf, von unseren Kameras entdeckt zu werden. Leider war es etwas windig und die Sonne stand zu hoch für stimmungsvolle Aufnahmen. Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben!

Der Karersee im Eggental am Tag

Der Karersee im Eggental am Tag

Zurück im Hotel ging es, nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gleich zum Abendessen. Denn am nächsten Tag stand eine längere Wanderung auf dem Programm, die „Umrundung der südlichen Rosengartengruppe“. Mit ca. 900 Höhenmeter und mindestens 5 Stunden reiner Gehzeit.
Am Abend gewitterte es noch, was super war, denn wir entschieden uns, zu dritt vor der Umrundung dem Karersee einen Besuch bei Sonnenaufgang abzustatten. Von daher hieß es: „Weckzeit: 5 Uhr“. Die Atmosphäre nach dem Gewitter versprach einiges. Aber vorher hieß es erstmal: Ab ins Bett…

 

In Kooperation mit Eggental Tourismus – Danke!

Zu Fuß und per Rad durch Fauna und Flora im Salzburger Land

26. Juli 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Zu Fuß bzw. per Rad durch die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, das war der Plan der Pressereise, an der ich vor Kurzem teilgenommen habe. Der Nationalpark wurde in den 1980er Jahren gegründet und liegt im Salzburger Land, in Kärnten und Tirol. Er war übrigens der erste Nationalpark Österreichs. Gleichzeitig ist er auch der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen. Von daher mit Sicherheit einen Besuch wert!
In das schöne Salzburger Land durfte ich bereits öfter reisen und freue mich immer schon, wenn die Tauernautobahn befahren wird. Die Hohe Tauern an sich bzw. der Nationalpark ging aber bisher irgendwie an mir vorbei. Das musste sich also ändern!
Nationalpark ist aber nicht gleich Nationalpark und jede Region hat ihre Besonderheiten. Von daher starteten wir in Mittersill im dortigen Nationalparkzentrum.

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Das Museum ist perfekt, sowohl für Kinder als auch für Berginteressierte Erwachsene. Super schön veranschaulicht und sehr lehrreich zugleich. Von den Bergbewohnern, wie den Murmeltieren, bis hin zu Animationen zum Rückgang der Gletscher, es gibt 10 Stationen auf insgesamt 1800m². Selbst als erfahrener Bergwanderer lernt man dort noch etwas dazu. Zum Beispiel zum Thema Bartgeier.
Im Museum wurden wir mit der „Sommercard“ des Salzburger Landes ausgestattet. Schon praktisch, denn so beinhaltet diese unter anderem die kostenlose Benutzung von Bergbahnen, Transportmitteln oder auch der kostenlose Besuch bestimmter Sehenswürdigkeiten. Im Internet oder vor Ort findet Ihr die passenden Infos, dann dürfte mit der Sommercard nichts mehr schief gehen.

Sommercard des Salzburger Landes

Wandertechnisch hat die Region Hohe Tauern natürlich eine Menge zu bieten. Ob die hohen Berge wie Großvenediger, der Großglockner oder „nur“ auf die unterschiedlichen Almhütten, je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad, Höhenmetern oder Ausblicken ist alles möglich. Unsere Tour führte uns in das Obersulzbachtal. Ein Seitental des oberen Salzachtals. Vorbei an Wasserfällen, grünem Wald und mit herrlichem Blick auf die umliegende Bergwelt. Unser Ziel, die Berndlalm, erreichten wir in ca. 3 Stunden und dort wartete ein leckeres Essen auf uns.

Nationalpark Hohe Tauern - Aussenzone im Salzburger Land

Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Auf der Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Almwiesen auf dem Weg zur Berndlalm im Salzburger Land

Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Wildkogel. Hier ging es mit der Wildkogel-Bergbahn hoch (und später auch wieder runter). Begleitet hat uns dabei Bernhard Gruber, der spannende Geschichten aus der Vergangenheit der Region, aber auch Pläne für die Zukunft erzählte. Stichpunkt Panorama- und Rutschenweg bzw. eine Mountaincart-Strecke. Schade, dass letztere noch nicht ganz fertig gestellt wurde. Aber ich muss eh mal wieder zu Besuch kommen, um mir die Bergbahn im Detail anzuschauen.

Aussicht bei der Wildkogel-Bergbahn Bergstation im Salzburger Land

Sportlich ging es dann auch am nächsten Tag weiter. Erst aufs Rad, dann zu Fuß und im Anschluss wieder aufs Rad. Quasi fast ein Triathlon. Also nur fast, versteht sich. Die erste kleine Strecke fuhren wir allerdings mit der Pinzgauer Lokalbahn, um dann auf E-Bikes umzusteigen. Eine ganze Stunde ging es flussaufwärts den Tauernradweg entlang. Mein erstes Mal auf einem E-Bike übrigens und ich fand es richtig klasse. Hin- und zurück waren es insgesamt fast 26km und der Hintern meckerte am nächsten Tag etwas. Was aber an meiner Untrainiertheit lag und definitiv nicht am E-Bike! Unser Ziel der Radtour waren die Krimmler Wasserfälle.

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Ich glaube, als Zwerg war ich bereits einmal an den Krimmler Wasserfällen, kann mich daran aber nicht mehr richtig erinnern. Es ist schon sehr beeindruckend, die höchsten Wasserfälle Europas aus der Nähe zu sehen. Unsere Begleitung (eine Nationalparkrangerin) führte uns über den alten Tauernweg nach oben und zurück auf dem „normalen“ Weg nach unten. Wusstet Ihr, dass die Fälle auch ein natürliches Mittel gegen Allergien und Asthma sein können? Tolles Gefühl, ganz in der Nähe zu stehen und tief ein- und ausatmen. Hat schon etwas ganz Besonderes!

Ein Highlight (nein, eigentlich waren es zwei) gab es zudem noch am nächsten Tag: Die Pinzgauer Lokalbahn feierte ihr 120jähriges Jubiläum und somit gab es eine Sonderfahrt mit einer tollen, alten Dampflok nach Mittersill. Gefolgt von einer kurzen Wanderung zum Hintersee. Dort fand nämlich die Almsommer Eröffnung der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern statt. Beim Almsommer gibt es hunderte von Veranstaltungen mit Themenwanderungen, Festen und Leckereien auf den teilnehmenden Hütten. Falls Ihr also noch ein Ausflugsziel für diesen Sommer sucht, kann ich Euch das nur empfehlen.

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land - innen

Hintersee beim der Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Von den ganzen sportlichen Aktivitäten bekommt man natürlich auch Hunger und Durst. Von daher kann ich Euch eine kleine Auswahl an verschiedenen Lokalitäten empfehlen. Dazu gehört unser Übernachtungshotel (siehe weiter unten) oder die bereits erwähnten Almen. Im Gasthof Weyerhof in Bramberg gibt es super leckeres Essen und einen klasse Gastgeber. Die Liebe zum Detail ist lebendig und spürbar. Sei es beim Essen oder im Haus, das Ambiente passt einfach! Eine weitere Empfehlung ist das „Bräurup“ in Mittersill. Die eigene Brauerei (mit sehr leckerem Bier) und ein großes Fischrevier machen einen Besuch zur Pflicht! Ob Ihr es glaubt oder nicht, Bier passt sehr gut zu Fisch. Eine kleine, spontane Brauereibesichtigung war sogar auch noch drin. Daumen hoch!

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

…und übernachten muss man ja auch. Wir waren im Hotel Gasthof Flatscher untergebracht. Ein Familienhotel mit eigener Landwirtschaft und sehr langer Tradition (bis ins 15. Jahrhundert). Auch das kann ich Euch nur empfehlen. Die Region Hohe Tauern bietet alles, was das Wanderherz begehrt, ich selbst plane auf jeden Fall wieder einen Besuch, denn es gibt noch viele Wege zu erkunden und Ausblicke zu genießen!

 

In Kooperation mit Salzburg Land Tourismus – vielen Dank!

Schnee, Schnee und nochmals Schnee – das Tennengebirge im Salzburger Land (Teil 2)

12. Februar 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

…die Wettervorhersage vom Vortag bestätigte sich. Es hatte wieder die ganze Nacht über geschneit! Dafür sollte dann der zweite Tag der Pressereise ins Tennengebirge Wettertechnisch etwas ruhiger werden.
Nachdem es an Tag 1 etwas sportlicher zur Sache ging, stand an Tag 2 der Genuss stärker im Vordergrund. Nach dem Frühstück ging es nach Kuchl zur Bio-Hofkäserei Fürstenhof. Beim Rundgang konnte man – ohne zunächst viel über den Hof zu wissen – schon erkennen, dass Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Auch dieser Hof hat eine lange Tradition, sogar die erzbischöflichen Landesfürsten aus Salzburg machten hier Halt und kehrten ein. Wahrscheinlich wussten sie damals schon, was gut ist. Und mit guter Kulinarik kann man mich ja immer locken. Aber, wie so oft hieß es: „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Da wir uns in einer Käserei befanden, durften wir selbst Käse herstellen. Zugeschaut hatte ich bereits im schönen Lungau, doch heute stand selbst Hand anlegen auf dem Programm.

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Ja, alles Handarbeit und sehr spannend, was aus Milch, Lab und Geduld Leckeres entstehen kann. Was mich bei den unterschiedlichsten Milchprodukten immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass man z.T. herausschmecken kann, was die Kuh gegessen hat. Funktioniert natürlich nur mit Rohmilch, aber alleine die Tatsache, dass es möglich ist: Faszinierend! Übrigens wurden zahlreiche Käsesorten vom Fürstenhof bereits bei österreichischen Wettbewerben ausgezeichnet. Das ist noch nicht alles, denn auch soziale Aspekte spielen eine wichtige Rolle, wie das Wohnen in einer Art Mehrgenerationenhaus.

Mit dem selbst gemachten Käse im Gepäck ging es zum Mittagessen zum Jadorferwirt. Die Gerichte im Traditionsgasthaus werden mit Produkten aus der Region zubereitet und als besonderes Schmankerl sollte man bei einem Besuch unbedingt die Fischgerichte ins Auge fassen.

Fisch im Jadorferwirt im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wusstet Ihr eigentlich, dass das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in diesem Jahr 200 Jahr alt wird? 1818 erklang das wohl bekannteste Weihnachtslied zum allerersten Mal. In Hallein, unserem nächsten Stopp, lebte Franz Xaver Gruber, der die Melodie zum Gedichttext von Joseph Mohr schrieb. Und genau deshalb begaben wir uns auf die Spuren des Liedes und erkundeten den Ort Hallein. Zum Jubiläum wird im Sommer übrigens im ehemaligen Wohnhaus Grubers ein „Stille-Nacht-Museum“ eröffnet, wo man einiges rund um die Komposition erfahren kann.
Aber nicht nur das beliebte Weihnachtslied macht Hallein aus, wir erfuhren bei unserem Rundgang noch viel mehr, z. B. zum Thema Salzgewinnung, ein wichtiger Faktor in der Vergangenheit.

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachdem der Tag kulinarisch begann, sollte er auch mit einem kulinarischen Highlight enden. Entlang der „Via Culinaria“ kann man im Salzburger Land unterschiedliche Genusswege entdecken. Und auch der Tennengau ist eine dieser Genussregionen. Nachdem wir uns den Tennengauer Almkäse am Vormittag haben schmecken lassen, besuchten wir nun Döllerers Wirtshaus, das mit zwei Hauben gekrönt ist. Wir wurden von Andreas Döllerer höchstpersönlich empfangen und durch die Räumlichkeiten geführt. Inklusive Küche und den hauseigenen Weinkeller, der ca. 300 Jahre alt ist und ohne (zusätzliche) Kühlung auskommt. Im Gegensatz zu Andreas zweitem Restaurant – „Döllerers Genießerrestaurant“ (drei Hauben) mit seiner Cuisine Alpine-Küche – werden im Wirtshaus traditionelle Gerichte serviert.

Andreas Döllerer im Weinkeller von seinem Restaurant im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachspeise im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Das Credo des Haubenkkochs ist, traditionelle Speisen noch etwas besser zu machen und auf die kulinarische Vielfalt der Region zu setzen. Was soll ich sagen? Das Essen war natürlich super lecker! Und vielleicht kann Andreas Gedanken lesen. Ich sage nur: ein Kressetopf zum selbst schneiden und garnieren! Für mich als vermutlich größtem Kresseliebhaber nördlich der Alpen ein Traum. Die Familientradition des Hauses muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr erwähnen, ebenso wie die eigene Hausmetzgerei, solch eine Liebe zu Lebensmitteln begeistert mich ja immer sehr. Lieber Andreas, mich würde es sehr freuen, Dich einmal bei Kitchen Impossible sehen!

Gesättigt und zufrieden ging es zurück ins Lammertal und schnell ins Bett. Vorher noch ein Blick ins Wetter, den ganzen Tag herrschte ruhiges Wetter mit leichten Schneefällen, die Vorschau versprach aber erneuten Schneefall!
Eigentlich war am nächsten Tag noch eine kleine Wanderung auf die Postalm (das zweitgrößte zusammenhängende Almgebiet Europas (nach der Seiseralm in Südtirol)) geplant. Aber bei Lawinenwarnstufe vier war dies nicht möglich und so stapften wir noch eine alternative Runde durch den Schnee. Fast nebenbei erfuhren wir von Franz, der sich einfach bestens auskennt in der Region, dass im Tennengau die höchsten Bäume Österreichs stehen. Muss am Klima und dem Boden liegen. Für einen Holzwurm wie mich ja eine sehr spannende Info. Richtig sehen konnten wir sie im Schneetreiben allerdings nicht, was somit bedeutet, dass ich unbedingt nochmals in den schönen Tennengau muss (sowieso!).

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Bevor ich aber an ein Wiederkommen denke, stand das Thema Abreise an. Was mehr Zeit in Anspruch nahm, als ursprünglich angedacht. Fast 1,5 Stunden benötigte ich, um das Auto vom Schnee zu befreien. Zwischendurch dachte ich kurz darüber nach, einfach noch ein paar Tage dran zu hängen, denn ein Ende des Ausbuddelns war kaum abzusehen. Schnee soweit das Auge reicht. Aber irgendwann war es doch geschafft.

Verschneites Auto im Tennengau bzw. Salzburger Land

Auto vom Schnee befreien - Tennengau bzw. Salzburger Land

Abfahrt vom Alpengasthof Lämmertal im Tennengau bzw. Salzburger Land

Es war wieder eine herrliche Zeit im Salzburger Land mit vielen schönen Erlebnissen und Erinnerungen. Und einer für mich bis dato ganz unbekannten Region, die mir sehr gut gefallen hat. Dankeschön an alle Beteiligten für die Organisation, viele Einblicke und spannende Infos!

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