Es war einmal in den Karawanken – der Panoramaweg Südalpen (Teil 2)

14. Juli 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Nach vielen herrlichen ersten Eindrücken rund um den Panoramaweg Südalpen ging es für uns weiter in das Herz der Karawanken. Zunächst waren wir vorwiegend in der Region Villach unterwegs, nun wechselten wir in die Region Carnica Rosental. Als erstes Ziel stand die Tscheppaschlucht südlich von Ferlach auf dem Programm. Tiefe Schluchten, steile Felsen, Wasserfälle und außergewöhnliche Pflanzen, alles was das Wanderherz begehrt. Und richtig angenehm zu begehen bei hochsommerlichen Temperaturen.
Unser Begleiter, Herbert Jesenko, kennt die Schlucht in- und auswendig, denn er war quasi der Initiator der Schlucht als Touristenattraktion. Er kennt die Tragkraft der „Brücke der Freundschaft“, seltene in der Schlucht wachsende Pflanzen und weiß, wo noch ein verlassenes Fahrzeug aus dem 2. Weltkrieg zu finden ist. Außerdem hat er zahlreiche Geschichten (u. a. auch aus dem Himalaya) auf Lager.

In der Schlucht gibt es ein ausgeklügeltes Rettungssystem. Sie ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die unterschiedlich farblich gekennzeichnet sind. So weiß ein Rettungsteam sofort, wo sich der Verletzte befindet, falls einmal etwas passieren sollte. Kleinigkeiten die einem Besucher vielleicht nicht sofort ins Auge fallen, die aber äußerst hilfreich sind. Durch die Tscheppaschlucht verlaufen verschiedene Wege mit Brücken, Stegen und der ein oder anderen Leiter. Alles super gesichert, aber festes Schuhwerk ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Persönlich liebe ich ja Geschichten über solch regionale „Urgesteine“ wie Herbert. Er kennt sich nicht nur in den Karawanken aus, sondern war auch schon in Nepal unterwegs. Und das zu einer Zeit, wo nur wenige an Höhenbergsteigen gedacht haben und Expeditionen nicht mit heutigen vergleichbar waren. Der Annapurna I und Nanga Parbat waren seine zwei Achttausender. Kleiner Tipp: Vielleicht könnt Ihr ihn in der Schlucht einmal selbst kennenlernen, ansonsten in sein Buch „Bergerlebnisse – in den Karawanken und anderswo“ schauen.

Wenn man schon in der Gegend ist, darf ein Blick ins schöne Bodental nicht fehlen. Ein kleines, aber sehr feines Hochtal. Ein Highlight dort ist das bekannte Meerauge. Wissenschaftlich gesehen handelt es sich um ein sogenanntes „Toteisloch“, in der Eiszeit durch einen Gletscher entstanden, doch vielleicht ist es auch eine Verbindung zu einem anderen See? So soll (vor langer Zeit) ein Ochsengespann hineingefallen und an einer ganz anderen Stelle wieder zu Tage gekommen sein.

„Einst sanken zwei Ochsen mit Wagen und Heu
– in die Tiefe – es war in Sekunden vorbei.
Nichts zeugte vom Unglück, vom finsteren Grauen.
Nicht die Welle, die kleinste konnt’ das Auge erschauen.
Erst Wochen danach und jenseits der Höh’
trieb das Ochsenjoch drüben im Veldeser See!“

So erzählt man sich die Sage vom Meerauge. Man weiß es nicht…

Durch die türkisblaue Wasserfarbe und die aufsteigenden Blasen hat das Meerauge eine sehr beruhigende Wirkung und ist ein idealer Ort, um die Gedanken schweifen zu lassen. Selbst ausprobiert und für sehr gut befunden! Früher lebten die Einwohner im Bodental fast ausschließlich von Land- und Forstwirtschaft, heute noch zum Teil erkennbar an den vielen wasserbetriebenen Hausmühlen. Heutzutage ist das Bodental touristisch erschlossen und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und leckeres Essen! Wir kehrten im Gasthaus Bodenbauer ein und genossen einen sehr leckeren Schweinsbraten!

Bekanntermaßen führt der Panoramaweg Südalpen an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien entlang. Daher ging es für uns auch im Anschluss wieder in das Nachbarland Slowenien. Ursprünglich geplant war eine Tour mit dem E-Bike in das nahegelegene Tržič, doch die Wetterlage war etwas angespannt. Somit ging es per Bus über den Loiblpass. Was mir gerade einfällt: Man (= ich) sollte vielleicht einmal mit einem passenden Fahrzeug (= Sportwagen) über die verschiedenen (= alle) Pässe in der Region fahren. Wäre eine Überlegung wert, denn die Gegend ist äußerst verlockend!
In Tržič selbst erwartet uns bereits Schuhmacher Matej Slapar in seinem Unternehmen ProAlp (die deutsche Seite ist aktuell noch in Arbeit). In seinem Betrieb werden (Wander-)Schuhe noch in Handarbeit und ganz individuell bzw. auch nach Maß angefertigt. Neben Wanderschuhen werden neuerdings auch Barfußschuhe hergestellt. Selbstverständlich ebenfalls ganz individuell nach Kundenwunsch. Bei Matej bzw. seinem Unternehmen gibt es keine Probleme, sondern nur Lösungen. Und das zu einem fairen Preis. Die Produktionsdauer eines maßgefertigten Schuhs beträgt ca. eine Woche. Allerdings kann es sein, dass ihr ein bisschen warten müsst, denn erst einmal sind meine zukünftigen Schuhe an der Reihe.

Tržič hat übrigens eine sehr lange Schuhmacher-Tradition. Diese waren früher fast in jedem Haus zu finden, es galt als die Schuhmetropole Ex-Jugoslawiens. Ein paar Handwerker vor Ort gibt es noch, die die Tradition hoffentlich weiter fortführen. Informationen zum Schusterhandwerk (und zu weiteren Handwerkern aus der Region) findet Ihr im örtlichen Museum. Im Übrigen die umfangreichste Ausstellung des Schusterhandwerks in ganz Slowenien, aber auch eine Skiausstellung ist hier zu finden.

Zu Tržič gibt es ebenfalls eine Sage. Und zwar handelt sie von einem Drachen, der in den Bergen geboren wurde. Als er ausgewachsen war, teilte er den Berg Košuta und die ansässigen Bewohner flüchteten ins Tal. Als sie nicht mehr weiter konnten, ließen sie sich nieder und zack – das heutige Tržič war geboren.

Zu angebrochener Stunde musste etwas zu Essen her. Also ging es zum nahe gelegenen Gasthof Karavla, wo uns ein erstens (wieder) sehr leckeres und zweitens (wieder) sehr üppiges Essen erwartete. Allerdings dürft ihr mich jetzt nicht nach dem Namen der Gerichte fragen. Was sicher ist: Es handelte sich um eine regionale Spezialität. Und wichtig nach dem Essen: Den Schnaps nicht vergessen!

Zum Abschluss unserer Pressereise warfen wir nochmals einen Blick auf den Panoramaweg Südalpen. Am Ufer der Drau (übrigens ein Radfernweg) hat man einen genialen Blick auf die Karawanken und den Verlauf des Panoramawegs.

Und als letztes Highlight bzw. eine weitere Unternehmung am Rande des Panoramawegs stand ein Besuch im Technikmuseum Historama Ferlach auf dem Programm. Auf den ersten Blick ein kleines Museum, sobald man allerdings die Räumlichkeiten betritt, wendet sich das Blatt um 180 Grad. Das Verkehrsmuseum – übrigens das zweitgrößte seiner Art in ganz Österreich- zeigt die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel. Eine Flugmaschine aus dem Jahr 1913 ist ebenso dabei, wie verschiedene Züge, Straßenbahnen und Autos aus vergangenen Tagen.

Wie Ihr seht, rund um den Panoramaweg Südalpen gibt es unzählige Möglichkeiten und Aktivitäten zu entdecken. Wir konnten einen kleinen Auszug davon genießen und waren alle sehr begeistert. Was vermutlich daran liegt, dass für jeden etwas geboten ist.

Der Dank gilt allen Partnern vor Ort, der Region Villach und der Region Carnica-Rosental für die Einladung! Und auch der Europäischen Union, welche solche Projekte ins Leben ruft. Bis 2020, auf mich warten ja noch einige Etappen…

Es war einmal in den Karawanken – der Panoramaweg Südalpen (Teil 1)

28. Juni 2019 | 4 Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Vor kurzem ging es für mich wieder einmal nach Kärnten. Im südlichsten Bundesland Österreichs war ich bereits in den vergangenen Jahren zu Besuch. Habe dort einen Teil der Slow Trails erkundet und konnte den Hüttenkult genießen, der aktuell übrigens auch wieder läuft.

Diesmal lockten die Region Villach und die Region Carnica-Rosental in die Karawanken. Die Karawanken (falls noch unbekannt) sind ein Grenzgebirge zwischen Österreich und Slowenien mit einer Höhe von knapp über 2000m. Hier verläuft der Panoramaweg Südalpen, ein Weitwanderweg, der hüben und drüben der Grenze entlang geht. An dieser Stelle kann ich Euch schon mal verraten, dass wir in diesem Jahr noch einen weiteren „Grenzgänger“, nämlich im Allgäu, erkunden werden. Diese grenzüberschreitenden Projekte, sowohl im Allgäu wie auch hier in den Karawanken, werden von der Europäischen Union gefördert und stärken den Austausch zwischen den Ländern. (Wer mehr über das Programm mit dem Namen „Interreg“ erfahren möchte, gerne hier entlang.)
Gerade in den grenznahen Regionen ist eine Zusammenarbeit wichtig, denn z.B. die Natur macht auch keinen Halt, nur weil irgendwo ein Schlagbaum steht. Man könnte jetzt unglaublich viele Beispiele nennen, in meinen Augen gehören Grenzen der Vergangenheit an!
Aber kommen wir zurück zum „Panoramaweg Südalpen“. Ziel unserer Pressereise war, einen Teil des Weges und die Umgebung auszukundschaften. Landschaften, Aktivitäten und kulinarische Genüsse – da gibt es einiges zu entdecken!

Zu Beginn erst einmal ein paar Hardfacts. Der Weitwanderweg ist insgesamt 230km lang und in 17 Tagesetappen unterteilt. Er führt über Almen, kleine Kuppen aber auch über schroffe Gipfel. Jeder kommt somit auf seine Kosten und grandiose Aussichten sind garantiert. Und hey, man muss nicht alle 17 Etappen an einem Stück gehen. 4-5 Tagesetappen reichen manchmal völlig aus.

Übersichtskarte:

Unser Ausgangspunkt für die ersten Tage war der Faaker See in der Region Villach. Eine herrliche Gegend! See und Berge, was will man mehr? Der Mittagskogel ist immer im Blickfeld und wartet nur darauf, bestiegen zu werden. Er liegt übrigens auch auf einer Etappe des Panoramawegs.
Wir waren im Hotel „Das Moser“ untergebracht. Gemütlich, inhabergeführt und mit direktem Zugang zum See. Wer sich für Kunst interessiert, ist hier auch genau richtig. Denn im Hotelgebäude befinden sich einige Gemälde und auch außerhalb sind Kunstwerke zu bestaunen. Aktuell werden leckeres Frühstück und Kaffee + Kuchen angeboten, aber vielleicht wird das kulinarische Angebot demnächst wieder ausgeweitet. Apropos Essen: Bitte unbedingt die verschiedenen Eissorten testen!

Nach einem leckeren Mittagessen mit Produkten aus der Region ging es für uns auf eine kleine, gemütliche Wandertour. Zuerst via Sessellift Richtung Dreiländereck, um anschließend – immer an der Grenze entlang – zum Wurzenpass zu wandern.
Am Wurzenpass, in waldreicher Umgebung, erwartete uns der nächste Programmpunkt. Wir wechselten von zwei Beinen auf einen 6×6 Steyr-Puch Pinzgauer vom nahegelegenen Bunkermuseum. Mit diesem ging es dann auch direkt zum Museum. Über Stock und Stein versteht sich. Oben angekommen und nach einer kurzen Einführungsrunde durch einen Bunker hieß es wieder „aufsitzen“, dieses Mal in einen Schützenpanzer Saurer/Steyr-SPzA1. Der Betreiber des Museums, Mag. Dr. Andreas Scherer, war selbst zu Zeiten des kalten Kriegs Kommandant und kennt somit quasi jeden Stein in der Gegend. Wer jetzt allerdings denkt „Geil, Panzer und Geballer!“ ist hier fehl am Platz. Das Museum ist gedacht als Mahnmal gegen Krieg und für ein friedliches, vereintes Europa. Etwas, was Andreas sehr gut vermittelt, genau wie die Zeitgeschichte am Originalschauplatz im Dreiländereck.

Apropos Grenze – diese wurde im Anschluss zum ersten Mal (fast unbemerkt) überquert. Von Österreich nach Slowenien ging es in das Bergsteigermuseum in Mojstrana. Persönlich war es mein allererster Besuch in Slowenien und mein allererster Besuch in einem Bergsteigermuseum. Wer sich für die Geschichte der Berge interessiert, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen! Und wer noch nicht genug vom Bergsteigen hat, leiht sich eine Kletterausrüstung (im Museum erhältlich) und begeht den Klettersteig ganz in der Nähe.

Was in Slowenien nicht fehlen darf: Die Gastfreundlichkeit, das gehaltvolle und super leckere Essen und im Anschluss vielleicht noch ein Schnaps. Nach einem langen Tag müssen die Gelenke schließlich ordentlich geschmiert werden. Wir waren im Gasthaus Psnak, und mit hervorragenden Spezialitäten und spannenden Eindrücken endete der erste Tag unserer Pressereise.

Am nächsten Tag ließ sich die Sonne wieder blicken und mit einem ausgedehnten Frühstück auf der Terrasse des Hotels begann der Tag mehr als vielversprechend – immer mit dem Faaker See im Blickfeld.

Dieses Bild entstand auf der Taborhöhe direkt über dem Faaker See und der Burgarena Finkenstein. Was wiederum selbstverständlich am Panoramaweg liegt. Zum einen ist die Aussicht grandios, des Weiteren bietet ein Hochseilgarten mit unterschiedlichen Routen und Schwierigkeitsgraden jedem etwas zum Auspowern. Höhe ist ja nicht so meins und deshalb testete ich lieber den Bogenschützen-Parcours. Eine weitere Premiere für mich, das erste Mal einen Sportbogen auszuprobieren. Aber hey, das macht riesigen Spaß! Was soll ich sagen, das Abendessen hätte ich erlegt. Auf der Taborhöhe hat die ganze Familie ihren Spaß, bin ich mir zu 100% sicher!

Wer es nicht so sportlich mag, der sollte unbedingt den Zitrusgarten direkt in Faak am See besuchen. Michael Ceron hat seinen Garten mittlerweile so ausgebaut, dass er über 280 Arten von Zitrusgewächsen aus aller Welt beheimatet. Aber nicht nur das, sondern diese pflegt, hegt und züchtet er OHNE Chemie! Es handelt sich um dem ersten und einzigen biozertifizierten Zitrusgarten Österreichs. Und vielleicht sogar Europas!

Als Kumquat-Fan (ein kleines Exemplar steht ja bei uns im Höfchen) geht mir das Herz auf. Eins ist sicher, irgendwann kommt mir ein Baum (vielleicht sogar ein Exemplar von „Buddhas Hand“) ins Haus.

Die Burgarena Finkenstein ist als Ausflugsziel ebenfalls sehr zu empfehlen. Sowohl kulturell gesehen mit vielfältigen Veranstaltungen, aber auch als Tagesziel mit grandioser Aussicht über die Region am Faaker See.

Unser Tag war allerdings noch nicht zu Ende, sportlich ging es weiter. Am Baumgartnerhof bzw. der Baumgartnerhöhe auf 919 m Seehöhe wurden zwei neue Flow- und Naturtrails eröffnet. Für die Radler unter uns: Bestens präparierte Mountainbike-Strecken mit garantiertem Spaßfaktor. Trotz etwas Respekt vor der Strecke wurde sie getestet. Mit dem E-Mountainbike ging es bis ganz nach oben (ein Traum) und anschließend natürlich auch wieder (ohne „E“) nach unten.

Insgesamt gibt es zwei neue Strecken: Eine für Anfänger und eine für Fortgeschrittene. Und beide machen enorm viel Spaß! Auch wenn Oberschenkel und Handgelenke anschließend etwas „meckern“, am liebsten wäre ich nochmals gefahren. Übrigens: An diesem Projekt ist deutlich zu erkennen, wie klasse vor Ort zusammengearbeitet wird, um Lösungen zu finden. I like!
Nach einem leckeren Abendessen (natürlich wieder mit Schnaps) war auch dieser wundervolle Tag viel zu schnell vorbei.

Danke auch an die Region Villach und die Region Carnica-Rosental für die Einladung!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 2)

17. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Kaiserschmarrn, Flädlesuppe, Kässpätzle, … na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Für mich gehören die österreichischen Klassiker ja zu einem Besuch in unserem schönen Nachbarland unbedingt dazu. Vor allem nach einem Tag auf der Piste oder einer langen Wanderung hat man sich das einfach verdient. Punkt! Schließlich müssen die verbrannten Kalorien ja wieder aufgefüllt werden.
Die meisten Regionen haben aber noch viel mehr zu bieten, als die typischen Klassiker. Da wird ausprobiert, experimentiert, regionale Produkte auf Weltniveau zubereitet und auch mal „cross-over“ gekocht, ich sage nur „Schweinsbraten trifft Bi Bim Bap“. Häh? Bitte was? Genau das habe ich auf der Pressereise nach Altenmarkt-Zauchensee probieren können. Megalecker, sage ich Euch!

Neben herrlicher Landschaft, zahlreichen Wintersportmöglichkeiten und Sommeraktivitäten ist die Region Altenmarkt-Zauchensee nämlich auch Genussregion. Es gibt hier eine große gastronomische Vielfalt und dazu Events wie kulinarische Spaziergänge, Wein-Genuss-Wochen oder den höchsten Bauernmarkt der Alpen, wo man auf ca. 30 Hütten die regionalen Köstlichkeiten probieren und auch gleich mitnehmen kann.

Unsere Zeit auf der Piste war ja schon Genuss pur. Nicht nur, weil das Wetter mitspielte, sondern auch weil unsere Truppe so super harmonierte. Und wie heißt es so schön? Die Eindrücke von der Piste müssen ausgiebig verarbeitet werden. Das geht am besten mit einem leckeren Essen und einem Gläschen Zirbenschnaps. Alte österreichische Bergweisheit! Und man muss sich schließlich an das halten, was die Einheimischen vorgeben!
Einkehren kann man zum Beispiel im Adlerhorst an der Roßkopfbahn richtig gut. Oder in der Burgstallhütte, wo wir es uns an Tag 2 nach einem erfolgreichen Einkehrschwung gut gehen ließen. Die alten Skihasen wissen, gute Verpflegung ist äußerst wichtig!

Da wir nun schon bei der Verpflegung sind, habe ich noch zwei Highlights für Euch. Zum einen den „Feinschmecker.Markt“ auf dem Marktplatz von Altenmarkt. Kleine Hütten, in denen verschiedene Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden. Von leckeren Gerichten bis hin zu selbstgemachten Spezialitäten, wie der Kürbiskernlikör, ist dort alles dabei. Für Feinschmecker ein Muss!

Und die nächste Empfehlung ist „Hermann & Tina´s Restaurant“. Für den Genuss nach einem Skitag genau das Richtige! Alternativ natürlich auch für jemanden, der die Mischung aus erlesenen österreichischen Schmankerln und original koreanischen Spezialitäten mag. Essenstechnisch finde ich es ja genial, mich auf neue Dinge einzulassen. Und beim Hermann & Tina wird man nicht enttäuscht. Gerade die Mischung ist der Hammer. Falls ihr einmal in der Nähe sein solltet, einfach vorbeischauen und genießen! Sehr lecker und zu 100% zu empfehlen – am besten noch inklusive einer Weinverkostung!

Eine weitere gute Anlaufstelle für ein leckeres Essen ist der Kesselgrub genauso wie die benachbarte Garnhofhütte.
Das war aber noch längst nicht alles an Genuss im schönen Pongau. Auf unserem Programm stand zwischenzeitlich noch eine Kutschfahrt durch die (Winter-)Landschaft Altenmarkt. Herrlich, besonders wenn man vorne beim Kutscher Platz nehmen darf. Wie ich erfuhr, werden auch geführte Reitwanderungen angeboten. Das wäre sicherlich etwas Spannendes für den Sommer. Stelle ich mir zumindest sehr gut vor.

Nun, jedes schöne Skiwochenende kommt einmal zu einem Ende. Wir reiten in die Ferne (wer „Red Dead Redemption“ kennt, weiß, wie er sich das vorstellen kann ;) ) und motten die Skiausrüstung erstmal wieder ein. Eine herrliche Saison mit einem genialen Abschluss in Altenmarkt-Zauchensee geht zu Ende. Ich komme wieder, versprochen!
Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die Sommersaison, Wandern, und mehr, wobei der nächste Winter kommt bestimmt…

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 1)

9. April 2019 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

Auch wenn bei uns der Frühling schon Einzug gehalten hat, hieß es für mich nochmal auf zum Saisonabschluss in den Schnee. Es ging letzte Woche zum Skifahren in die Alpen. Das Ziel war die Region Altenmarkt-Zauchensee im herrlichen Salzburger Land. Altenmarkt-Zauchensee? Persönlich war mir die Region vorher recht unbekannt. Aber hey, das Thema der Pressereise war Ski und Genuss – wie könnte ich bei so einer perfekten Kombi nein sagen?
Die Region im schönen Pongau besteht (wie der Name schon sagt) aus Altenmarkt und Zauchensee. Altenmarkt ist der Tal-Ort und Zauchensee, mit einer Höhe von 1350m, quasi die dazugehörige „Alm“ und gleichzeitig bekannter Skiweltcuport. Die Region wurde diesen Winter nicht von Schnee verschont und so gab es an den Bergstationen Höhen von über zwei Metern Schnee.
Altenmarkt-Zauchensee ist das höchstgelegene Skigebiet der Salzburger Sportwelt und hat mit 82km Pisten für jeden etwas zu bieten. Damit meine ich, dass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Sportlich anspruchsvoller sind die Pisten im Zauchenseer Gebiet (bis 2.176m), gemütlich familiärer in Altenmarkt (bis 1.700m).
Beides wurde vorletztes Wochenende ausgiebig getestet. Blaue, rote und natürlich auch schwarze Pisten waren dabei.

Da zum Skifahren die perfekte Ausrüstung gehört, passte einer unserer Programmpunkte einfach sehr gut. Wir machten gleich am ersten Tag einen Abstecher zu Atomic in Altenmarkt. Der bekannte Skihersteller hat nämlich dort seinen Hauptsitz und ließ uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen. Ausrüstung ist schließlich nicht gleich Ausrüstung. Ich fand es äußerst spannend zu sehen, wie ein Ski zusammengesetzt wird. Früher wurde nur Holz verarbeitet, heute sind es Hightech-Materialien wie zum Beispiel Carbon. Je nach Skityp bzw. Serie besteht so ein Ski aus verschiedenen Schichten und die Entwicklungszeit einer neuen Serie beträgt fast ein Jahr vom Papier bis zur Piste. Wobei natürlich ein Marcel Hirscher oder Michael Walchhofer (der Abfahrtsweltmeister hat übrigens hier seinen Heimatort und stand während unseres Trips für eine gemeinsame Abfahrt zur Verfügung) seine neuen Skier bereits nach ein paar Tagen abholen kann. Aber auch hier steckt eine ausgeklügelte längere Entwicklungsphase dahinter. Die jährliche Gesamtproduktion von Atomic beträgt ca. 1 Million Skier, was – wie ich finde – eine wirklich beeindruckende Zahl ist.

Die kommenden zwei Tage durften wir einen neuen Ski des Weltmarktführers auf der Piste testen, den Atomic „Savor“. Ein idealer Ski für Wiedereinsteiger und Gelegenheitsfahrer. Es handelt sich beim „Savor“ nämlich nicht um einen Rennski, sondern eher um ein Modell für den Genießer, der auch mal ein Auge für die schöne Umgebung hat.
Das aber zur Theorie. Am nächsten Tag ging es in die Praxis. Wir bekamen unseren „Savor“ bei Intersport Schneider und nach einer kurzen Einteilung der Skilehrer von der Skischule Walchhofer, die uns begleiteten und die kommenden zwei Tage mit Rat und Tat zur Seite standen, ging es auf die Piste. Wir hatten Glück, denn es herrschten allerbeste Wetterbedingungen für einen Sonnenskilauf. In der Nacht fielen die Temperaturen unter Null und tagsüber waren sie dank der Sonneneinstrahlung im leichten Plusbereich. Kein Wölkchen am Himmel und bestens präparierte Pisten toppten das Erlebnis.
Dann wollten wir mal den „Savor“ unter die Lupe nehmen, auf in den Schnee.

Gesagt, getan. Als ich den Ski das erste Mal in die Hand nahm, war ich schon überrascht. So einen leichten Ski hatte ich nicht gerade erwartet. Genau das ist allerdings Absicht. Ein Wiedereinsteiger hat keine Lust oder weniger Gefühl für schwere Skier. Schon mal ein Punkt. Kommen wir zum Fahrverhalten: Im Grunde genommen macht er genau das, was er soll. Es fühlt sich gut an und kommt selbst mit den doch eher frühlingshaften Schneeverhältnissen am Nachmittag sehr gut zurecht. Auch das hätte ich so in dieser Art nicht erwartet. Der Savor reagiert ganz gut und ist für einen Einsteiger bzw. Wiedereinsteiger eine wirklich gute Wahl. Wer also nächsten Winter darüber nachdenkt, es mal wieder mit dem Skifahren zu versuchen, der sollte diesen Ski ruhig einmal ausprobieren und wird begeistert sein.
Da ich persönlich es aber doch lieber etwas sportlicher und griffiger mag, entschied ich mich am zweiten Skitag um und für den Redster G9, ebenfalls von Atomic. Der Unterschied machte sich gleich auf den ersten Metern bemerkbar. Ein richtig schneller Ski! Mit ihm an den Füßen machte mir das Fahren noch einen Tick mehr Spaß. In den Kurven ist er schön griffig und Kanten sind vorhanden. Der Ski verzeiht aber auch keine Fehler, von daher musste ich fahrtechnisch mehr „arbeiten“ als vorher. Vielleicht könnte man ihn mit einem etwas sturen Rennpferd vergleichen. Das Ziel immer im Fokus, und genau da geht es hin. Ohne Umwege, nicht über Los. Wir (also der Ski und ich) haben uns angenähert, ohne dabei den nötigen Respekt abzulegen.

Und so ging auch Tag zwei auf der Piste mit viel Genuss, aber auch viel zu schnell vorbei. Was den Genuss außerhalb der Piste angeht, werde ich Euch im nächsten Teil berichten, denn hier hat die Region Altenmarkt-Zauchensee auch so einiges zu bieten. Und was wäre Skifahren ohne die leckeren österreichischen Köstlichkeiten? Geht gar nicht! Ihr dürft also gespannt sein.

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

„Pitzis Morgenrunde“ oder fast allein mit Benni Raich – Hochzeiger/Pitztal (Teil 2)

7. Februar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Schnee soweit das Auge reicht – davon habe ich Euch bereits im ersten Teil meiner Pressereise ins Pitztal berichtet. Das ist auch gar nicht ungewöhnlich, denn das Pitztal, das „Dach Tirols“, gilt aufgrund seiner Höhenlage als ziemlich schneesicher. Und das bedeutet Schnee manchmal sogar im Sommer – wie wir damals auf der Tour zur Verpeilspitze erfahren konnten.

Das Skigebiet Hochzeiger bietet so oder so beste Bedingungen auf über 40 Pistenkilometern. Auf unserem Tagesprogramm stand an Tag 2 entweder Skifahren oder Skitourengehen. Skifahren war bereits gestern, von daher entschied ich mich für das Skitourengehen. Für mich persönlich eine Premiere, das musste ich natürlich ausprobieren. Und ja, es ist schon ein anderes Gefühl als mit „normalen“ Skiern unter den Füßen. Die Tourenski bekamen wir von Christoph, wie am Tag zuvor unser Guide, zusammen mit der LVS-Ausrüstung (LVS steht für „Lawinen-Verschütteten-Suchgerät“). Obwohl wir nur zu einem kleinen Teil und nur wenige Meter abseits der geöffneten Pisten unterwegs waren, also direkt nebendran, ist eine Lawinenausrüstung Pflicht. Das gehört einfach dazu und rettet Leben. Wer übrigens bei solchen Bedingungen wirklich abseits bzw. in gesperrten Gebieten unterwegs ist, ist – bei einem Lawinenabgang – selbst schuld. Leider gefährdet diese Person nicht nur sich selbst, sondern (im Notfall) auch die Retter. Ich frage mich ja, warum das noch nicht in allen Köpfen angekommen ist! Sicherheit geht vor! Einen interessanten Tipp haben wir noch bekommen, falls Euch doch einmal eine Lawine erwischen sollte, was wir nicht hoffen: Bitte uriniert in die Hose. Kein Scherz! Hunde können im Notfall Urin besser erschnuppern und man wird vielleicht etwas leichter gefunden. Außerdem immer versuchen, langsam und ruhig zu atmen, auch wenn man von oben Stimmen hört. Ihr könnt sie zwar hören, die Retter Euch aber nicht. Hoffen wir natürlich, dass niemand in so eine Situation kommt <- versteht sich von selbst.

Ohne Fleiß kein Preis! Das erste Mal auf Tourenski unterwegs, noch dazu bei mega viel Neuschnee – eine Kombination, die die körperlichen Grenzen aufzeigen kann. Unter uns gesagt: Meine Fresse, war das anstrengend! Aber, wie Ihr an den Bildern sehen könnt, hat sich die Anstrengung mehr als gelohnt. Wie genial muss es erst sein, einmal wirklich abseits (mit Guide und bei sicheren Bedingungen) zu laufen!?

Das Mittagessen zurück auf der Hütte hatten wir uns also redlich verdient, bevor der Nachmittag mit spannenden Einblicken hinter die Kulissen des Skigebiets begann. Start war an der Bergbahn. Stichwort: Herstellung von Schnee. Wir bekamen einen interessanten Einblick, wie Schnee gemacht werden kann, falls es einmal naturgemäß etwas hapern sollte. Von den Schneedepots neben/auf der Piste über die Erklärung zur „Feuchtkugeltemperatur“ (Verhältnis von relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur) und Besichtigung einer mobilen Propellerkanone war alles dabei. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, sich selbst mit Schnee zu versorgen, dem sei gesagt, dass eine Schneekanone ca. 30.000 Euro kostet und bei uns in Bayern genehmigungspflichtig ist.

Aber was nutzt der ganze Schnee, wenn die Gäste unten im Tal bleiben? Klaro, die Beförderung ist mindestens genauso wichtig. Von daher war unser nächster Punkt der Blick hinter die Kulissen der Bergbahn. Sicherheit wird hier natürlich groß geschrieben und von Mindestabstand der Gondeln, Windsensoren und Passivbremsen wurde uns alles erklärt. Selbst eine Notbremsung hat uns der Chef auf Nachfrage gezeigt. Vermutlich würden wir jetzt noch vor Ort stehen und die Antworten einsaugen, weil es so interessant war. Ein absolutes MUSS für jeden interessierten Skifahrer!

Nachdem wir uns die Arbeit „im Hintergrund“ angeschaut hatten, ging es im Anschluss wieder auf die Piste. Allerdings mit über 12 Tonnen Gewicht und ca. 500 PS. Stichwort PISTENBULLY!!!1elf

Da ging definitiv ein Kindheitstraum in Erfüllung! Einmal in einem Pistenbully sitzen und den Fahrer mit Fragen zu löchern – gibt es was tolleres? Gesagt, getan, ab auf den Beifahrersitz. Der übrigens super bequem ist – da könnten sich einige Automobilhersteller etwas abschauen.
Wir waren also dabei, als im Team der Pistenbullyfahrer die Pisten präpariert wurden. „Der Gast soll perfekte Pisten vorfinden“, so das Motto der Fahrer, was sie mit Leidenschaft tun. Elegant und kraftvoll zugleich wird die Maschine bewegt. Und falls der Pistenabschnitt noch nicht zur vollen Zufriedenheit präpariert ist, wird nochmals über die Stelle gefahren. Selbst kleine Bereiche an den Liftstationen erweisen sich als problemlos. Wenn es nötig ist, können mit dem Pistenbully übrigens auch die steilsten Pisten gefahren werden, notfalls mit Seilwinde. Sicherheit geht auch hier vor. Wenn man das das erste Mal macht, spürt man schon das Gefälle – fand ich zu Beginn ja etwas gewöhnungsbedürftig.
Zwei von den insgesamt sechs Fahrzeugen im Hochzeiger besitzen Sensoren/Geräte zur Erfassung der Schneehöhe. Diese wird automatisch an die Kollegen der Schneeherstellung übermittelt, so dass immer ein Zusammenspiel stattfindet und beide Bereiche direkt ineinander greifen. Auf Nachfrage an meinen Pistenbullyfahrer, ob es sein Traumjob sei, kam spontan und mit vollem Lächeln die Antwort: „Ja, es ist mein Traumjob! Auch wenn es nicht immer leicht ist – z.B. bei schlechtem Wetter eine Kette zu wechseln, aber ja, es ist definitiv mein Traumjob. Gerade heute (schöner Sonnenuntergang und klare Sicht) macht es richtig Spaß!“ Und wisst Ihr was – ich verstehs!

Neben „Pitzis Morgenrunde“, also dem Erlebnis als erster auf der Piste zu sein (siehe Teil 1), sind auch die Technikführung sowie eine Fahrt mit einem Pistenbully im Hochzeiger buchbar. Sehr zu empfehlen, denn wann bekommt man einmal die Möglichkeit in solchem Umfang hinter die Kulissen zu schauen?! Ihr seht, das Pitztal bietet viele verschiedene Möglichkeiten für tolle Wintersporterlebnisse, aber auch so einiges mehr – ich finds genial!

In Kooperation mit dem Pitztal – Vielen lieben Dank!

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