Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 2)

17. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Kaiserschmarrn, Flädlesuppe, Kässpätzle, … na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Für mich gehören die österreichischen Klassiker ja zu einem Besuch in unserem schönen Nachbarland unbedingt dazu. Vor allem nach einem Tag auf der Piste oder einer langen Wanderung hat man sich das einfach verdient. Punkt! Schließlich müssen die verbrannten Kalorien ja wieder aufgefüllt werden.
Die meisten Regionen haben aber noch viel mehr zu bieten, als die typischen Klassiker. Da wird ausprobiert, experimentiert, regionale Produkte auf Weltniveau zubereitet und auch mal „cross-over“ gekocht, ich sage nur „Schweinsbraten trifft Bi Bim Bap“. Häh? Bitte was? Genau das habe ich auf der Pressereise nach Altenmarkt-Zauchensee probieren können. Megalecker, sage ich Euch!

Neben herrlicher Landschaft, zahlreichen Wintersportmöglichkeiten und Sommeraktivitäten ist die Region Altenmarkt-Zauchensee nämlich auch Genussregion. Es gibt hier eine große gastronomische Vielfalt und dazu Events wie kulinarische Spaziergänge, Wein-Genuss-Wochen oder den höchsten Bauernmarkt der Alpen, wo man auf ca. 30 Hütten die regionalen Köstlichkeiten probieren und auch gleich mitnehmen kann.

Unsere Zeit auf der Piste war ja schon Genuss pur. Nicht nur, weil das Wetter mitspielte, sondern auch weil unsere Truppe so super harmonierte. Und wie heißt es so schön? Die Eindrücke von der Piste müssen ausgiebig verarbeitet werden. Das geht am besten mit einem leckeren Essen und einem Gläschen Zirbenschnaps. Alte österreichische Bergweisheit! Und man muss sich schließlich an das halten, was die Einheimischen vorgeben!
Einkehren kann man zum Beispiel im Adlerhorst an der Roßkopfbahn richtig gut. Oder in der Burgstallhütte, wo wir es uns an Tag 2 nach einem erfolgreichen Einkehrschwung gut gehen ließen. Die alten Skihasen wissen, gute Verpflegung ist äußerst wichtig!

Da wir nun schon bei der Verpflegung sind, habe ich noch zwei Highlights für Euch. Zum einen den „Feinschmecker.Markt“ auf dem Marktplatz von Altenmarkt. Kleine Hütten, in denen verschiedene Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden. Von leckeren Gerichten bis hin zu selbstgemachten Spezialitäten, wie der Kürbiskernlikör, ist dort alles dabei. Für Feinschmecker ein Muss!

Und die nächste Empfehlung ist „Hermann & Tina´s Restaurant“. Für den Genuss nach einem Skitag genau das Richtige! Alternativ natürlich auch für jemanden, der die Mischung aus erlesenen österreichischen Schmankerln und original koreanischen Spezialitäten mag. Essenstechnisch finde ich es ja genial, mich auf neue Dinge einzulassen. Und beim Hermann & Tina wird man nicht enttäuscht. Gerade die Mischung ist der Hammer. Falls ihr einmal in der Nähe sein solltet, einfach vorbeischauen und genießen! Sehr lecker und zu 100% zu empfehlen – am besten noch inklusive einer Weinverkostung!

Eine weitere gute Anlaufstelle für ein leckeres Essen ist der Kesselgrub genauso wie die benachbarte Garnhofhütte.
Das war aber noch längst nicht alles an Genuss im schönen Pongau. Auf unserem Programm stand zwischenzeitlich noch eine Kutschfahrt durch die (Winter-)Landschaft Altenmarkt. Herrlich, besonders wenn man vorne beim Kutscher Platz nehmen darf. Wie ich erfuhr, werden auch geführte Reitwanderungen angeboten. Das wäre sicherlich etwas Spannendes für den Sommer. Stelle ich mir zumindest sehr gut vor.

Nun, jedes schöne Skiwochenende kommt einmal zu einem Ende. Wir reiten in die Ferne (wer „Red Dead Redemption“ kennt, weiß, wie er sich das vorstellen kann ;) ) und motten die Skiausrüstung erstmal wieder ein. Eine herrliche Saison mit einem genialen Abschluss in Altenmarkt-Zauchensee geht zu Ende. Ich komme wieder, versprochen!
Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die Sommersaison, Wandern, und mehr, wobei der nächste Winter kommt bestimmt…

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 1)

9. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Auch wenn bei uns der Frühling schon Einzug gehalten hat, hieß es für mich nochmal auf zum Saisonabschluss in den Schnee. Es ging letzte Woche zum Skifahren in die Alpen. Das Ziel war die Region Altenmarkt-Zauchensee im herrlichen Salzburger Land. Altenmarkt-Zauchensee? Persönlich war mir die Region vorher recht unbekannt. Aber hey, das Thema der Pressereise war Ski und Genuss – wie könnte ich bei so einer perfekten Kombi nein sagen?
Die Region im schönen Pongau besteht (wie der Name schon sagt) aus Altenmarkt und Zauchensee. Altenmarkt ist der Tal-Ort und Zauchensee, mit einer Höhe von 1350m, quasi die dazugehörige „Alm“ und gleichzeitig bekannter Skiweltcuport. Die Region wurde diesen Winter nicht von Schnee verschont und so gab es an den Bergstationen Höhen von über zwei Metern Schnee.
Altenmarkt-Zauchensee ist das höchstgelegene Skigebiet der Salzburger Sportwelt und hat mit 82km Pisten für jeden etwas zu bieten. Damit meine ich, dass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Sportlich anspruchsvoller sind die Pisten im Zauchenseer Gebiet (bis 2.176m), gemütlich familiärer in Altenmarkt (bis 1.700m).
Beides wurde vorletztes Wochenende ausgiebig getestet. Blaue, rote und natürlich auch schwarze Pisten waren dabei.

Da zum Skifahren die perfekte Ausrüstung gehört, passte einer unserer Programmpunkte einfach sehr gut. Wir machten gleich am ersten Tag einen Abstecher zu Atomic in Altenmarkt. Der bekannte Skihersteller hat nämlich dort seinen Hauptsitz und ließ uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen. Ausrüstung ist schließlich nicht gleich Ausrüstung. Ich fand es äußerst spannend zu sehen, wie ein Ski zusammengesetzt wird. Früher wurde nur Holz verarbeitet, heute sind es Hightech-Materialien wie zum Beispiel Carbon. Je nach Skityp bzw. Serie besteht so ein Ski aus verschiedenen Schichten und die Entwicklungszeit einer neuen Serie beträgt fast ein Jahr vom Papier bis zur Piste. Wobei natürlich ein Marcel Hirscher oder Michael Walchhofer (der Abfahrtsweltmeister hat übrigens hier seinen Heimatort und stand während unseres Trips für eine gemeinsame Abfahrt zur Verfügung) seine neuen Skier bereits nach ein paar Tagen abholen kann. Aber auch hier steckt eine ausgeklügelte längere Entwicklungsphase dahinter. Die jährliche Gesamtproduktion von Atomic beträgt ca. 1 Million Skier, was – wie ich finde – eine wirklich beeindruckende Zahl ist.

Die kommenden zwei Tage durften wir einen neuen Ski des Weltmarktführers auf der Piste testen, den Atomic „Savor“. Ein idealer Ski für Wiedereinsteiger und Gelegenheitsfahrer. Es handelt sich beim „Savor“ nämlich nicht um einen Rennski, sondern eher um ein Modell für den Genießer, der auch mal ein Auge für die schöne Umgebung hat.
Das aber zur Theorie. Am nächsten Tag ging es in die Praxis. Wir bekamen unseren „Savor“ bei Intersport Schneider und nach einer kurzen Einteilung der Skilehrer von der Skischule Walchhofer, die uns begleiteten und die kommenden zwei Tage mit Rat und Tat zur Seite standen, ging es auf die Piste. Wir hatten Glück, denn es herrschten allerbeste Wetterbedingungen für einen Sonnenskilauf. In der Nacht fielen die Temperaturen unter Null und tagsüber waren sie dank der Sonneneinstrahlung im leichten Plusbereich. Kein Wölkchen am Himmel und bestens präparierte Pisten toppten das Erlebnis.
Dann wollten wir mal den „Savor“ unter die Lupe nehmen, auf in den Schnee.

Gesagt, getan. Als ich den Ski das erste Mal in die Hand nahm, war ich schon überrascht. So einen leichten Ski hatte ich nicht gerade erwartet. Genau das ist allerdings Absicht. Ein Wiedereinsteiger hat keine Lust oder weniger Gefühl für schwere Skier. Schon mal ein Punkt. Kommen wir zum Fahrverhalten: Im Grunde genommen macht er genau das, was er soll. Es fühlt sich gut an und kommt selbst mit den doch eher frühlingshaften Schneeverhältnissen am Nachmittag sehr gut zurecht. Auch das hätte ich so in dieser Art nicht erwartet. Der Savor reagiert ganz gut und ist für einen Einsteiger bzw. Wiedereinsteiger eine wirklich gute Wahl. Wer also nächsten Winter darüber nachdenkt, es mal wieder mit dem Skifahren zu versuchen, der sollte diesen Ski ruhig einmal ausprobieren und wird begeistert sein.
Da ich persönlich es aber doch lieber etwas sportlicher und griffiger mag, entschied ich mich am zweiten Skitag um und für den Redster G9, ebenfalls von Atomic. Der Unterschied machte sich gleich auf den ersten Metern bemerkbar. Ein richtig schneller Ski! Mit ihm an den Füßen machte mir das Fahren noch einen Tick mehr Spaß. In den Kurven ist er schön griffig und Kanten sind vorhanden. Der Ski verzeiht aber auch keine Fehler, von daher musste ich fahrtechnisch mehr „arbeiten“ als vorher. Vielleicht könnte man ihn mit einem etwas sturen Rennpferd vergleichen. Das Ziel immer im Fokus, und genau da geht es hin. Ohne Umwege, nicht über Los. Wir (also der Ski und ich) haben uns angenähert, ohne dabei den nötigen Respekt abzulegen.

Und so ging auch Tag zwei auf der Piste mit viel Genuss, aber auch viel zu schnell vorbei. Was den Genuss außerhalb der Piste angeht, werde ich Euch im nächsten Teil berichten, denn hier hat die Region Altenmarkt-Zauchensee auch so einiges zu bieten. Und was wäre Skifahren ohne die leckeren österreichischen Köstlichkeiten? Geht gar nicht! Ihr dürft also gespannt sein.

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

„Pitzis Morgenrunde“ oder fast allein mit Benni Raich – Hochzeiger/Pitztal (Teil 2)

7. Februar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Schnee soweit das Auge reicht – davon habe ich Euch bereits im ersten Teil meiner Pressereise ins Pitztal berichtet. Das ist auch gar nicht ungewöhnlich, denn das Pitztal, das „Dach Tirols“, gilt aufgrund seiner Höhenlage als ziemlich schneesicher. Und das bedeutet Schnee manchmal sogar im Sommer – wie wir damals auf der Tour zur Verpeilspitze erfahren konnten.

Das Skigebiet Hochzeiger bietet so oder so beste Bedingungen auf über 40 Pistenkilometern. Auf unserem Tagesprogramm stand an Tag 2 entweder Skifahren oder Skitourengehen. Skifahren war bereits gestern, von daher entschied ich mich für das Skitourengehen. Für mich persönlich eine Premiere, das musste ich natürlich ausprobieren. Und ja, es ist schon ein anderes Gefühl als mit „normalen“ Skiern unter den Füßen. Die Tourenski bekamen wir von Christoph, wie am Tag zuvor unser Guide, zusammen mit der LVS-Ausrüstung (LVS steht für „Lawinen-Verschütteten-Suchgerät“). Obwohl wir nur zu einem kleinen Teil und nur wenige Meter abseits der geöffneten Pisten unterwegs waren, also direkt nebendran, ist eine Lawinenausrüstung Pflicht. Das gehört einfach dazu und rettet Leben. Wer übrigens bei solchen Bedingungen wirklich abseits bzw. in gesperrten Gebieten unterwegs ist, ist – bei einem Lawinenabgang – selbst schuld. Leider gefährdet diese Person nicht nur sich selbst, sondern (im Notfall) auch die Retter. Ich frage mich ja, warum das noch nicht in allen Köpfen angekommen ist! Sicherheit geht vor! Einen interessanten Tipp haben wir noch bekommen, falls Euch doch einmal eine Lawine erwischen sollte, was wir nicht hoffen: Bitte uriniert in die Hose. Kein Scherz! Hunde können im Notfall Urin besser erschnuppern und man wird vielleicht etwas leichter gefunden. Außerdem immer versuchen, langsam und ruhig zu atmen, auch wenn man von oben Stimmen hört. Ihr könnt sie zwar hören, die Retter Euch aber nicht. Hoffen wir natürlich, dass niemand in so eine Situation kommt <- versteht sich von selbst.

Ohne Fleiß kein Preis! Das erste Mal auf Tourenski unterwegs, noch dazu bei mega viel Neuschnee – eine Kombination, die die körperlichen Grenzen aufzeigen kann. Unter uns gesagt: Meine Fresse, war das anstrengend! Aber, wie Ihr an den Bildern sehen könnt, hat sich die Anstrengung mehr als gelohnt. Wie genial muss es erst sein, einmal wirklich abseits (mit Guide und bei sicheren Bedingungen) zu laufen!?

Das Mittagessen zurück auf der Hütte hatten wir uns also redlich verdient, bevor der Nachmittag mit spannenden Einblicken hinter die Kulissen des Skigebiets begann. Start war an der Bergbahn. Stichwort: Herstellung von Schnee. Wir bekamen einen interessanten Einblick, wie Schnee gemacht werden kann, falls es einmal naturgemäß etwas hapern sollte. Von den Schneedepots neben/auf der Piste über die Erklärung zur „Feuchtkugeltemperatur“ (Verhältnis von relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur) und Besichtigung einer mobilen Propellerkanone war alles dabei. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, sich selbst mit Schnee zu versorgen, dem sei gesagt, dass eine Schneekanone ca. 30.000 Euro kostet und bei uns in Bayern genehmigungspflichtig ist.

Aber was nutzt der ganze Schnee, wenn die Gäste unten im Tal bleiben? Klaro, die Beförderung ist mindestens genauso wichtig. Von daher war unser nächster Punkt der Blick hinter die Kulissen der Bergbahn. Sicherheit wird hier natürlich groß geschrieben und von Mindestabstand der Gondeln, Windsensoren und Passivbremsen wurde uns alles erklärt. Selbst eine Notbremsung hat uns der Chef auf Nachfrage gezeigt. Vermutlich würden wir jetzt noch vor Ort stehen und die Antworten einsaugen, weil es so interessant war. Ein absolutes MUSS für jeden interessierten Skifahrer!

Nachdem wir uns die Arbeit „im Hintergrund“ angeschaut hatten, ging es im Anschluss wieder auf die Piste. Allerdings mit über 12 Tonnen Gewicht und ca. 500 PS. Stichwort PISTENBULLY!!!1elf

Da ging definitiv ein Kindheitstraum in Erfüllung! Einmal in einem Pistenbully sitzen und den Fahrer mit Fragen zu löchern – gibt es was tolleres? Gesagt, getan, ab auf den Beifahrersitz. Der übrigens super bequem ist – da könnten sich einige Automobilhersteller etwas abschauen.
Wir waren also dabei, als im Team der Pistenbullyfahrer die Pisten präpariert wurden. „Der Gast soll perfekte Pisten vorfinden“, so das Motto der Fahrer, was sie mit Leidenschaft tun. Elegant und kraftvoll zugleich wird die Maschine bewegt. Und falls der Pistenabschnitt noch nicht zur vollen Zufriedenheit präpariert ist, wird nochmals über die Stelle gefahren. Selbst kleine Bereiche an den Liftstationen erweisen sich als problemlos. Wenn es nötig ist, können mit dem Pistenbully übrigens auch die steilsten Pisten gefahren werden, notfalls mit Seilwinde. Sicherheit geht auch hier vor. Wenn man das das erste Mal macht, spürt man schon das Gefälle – fand ich zu Beginn ja etwas gewöhnungsbedürftig.
Zwei von den insgesamt sechs Fahrzeugen im Hochzeiger besitzen Sensoren/Geräte zur Erfassung der Schneehöhe. Diese wird automatisch an die Kollegen der Schneeherstellung übermittelt, so dass immer ein Zusammenspiel stattfindet und beide Bereiche direkt ineinander greifen. Auf Nachfrage an meinen Pistenbullyfahrer, ob es sein Traumjob sei, kam spontan und mit vollem Lächeln die Antwort: „Ja, es ist mein Traumjob! Auch wenn es nicht immer leicht ist – z.B. bei schlechtem Wetter eine Kette zu wechseln, aber ja, es ist definitiv mein Traumjob. Gerade heute (schöner Sonnenuntergang und klare Sicht) macht es richtig Spaß!“ Und wisst Ihr was – ich verstehs!

Neben „Pitzis Morgenrunde“, also dem Erlebnis als erster auf der Piste zu sein (siehe Teil 1), sind auch die Technikführung sowie eine Fahrt mit einem Pistenbully im Hochzeiger buchbar. Sehr zu empfehlen, denn wann bekommt man einmal die Möglichkeit in solchem Umfang hinter die Kulissen zu schauen?! Ihr seht, das Pitztal bietet viele verschiedene Möglichkeiten für tolle Wintersporterlebnisse, aber auch so einiges mehr – ich finds genial!

In Kooperation mit dem Pitztal – Vielen lieben Dank!

„Pitzis Morgenrunde“ oder fast allein mit Benni Raich – Hochzeiger/Pitztal (Teil 1)

29. Januar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Schnee, Schnee und nochmals Schnee. So lauteten die Wetterberichte Mitte Januar. Was allerdings die Medien daraus machten, war eher „Drama, Drama, Drama!“ So schlimm, wie es in den diversen Sondersendungen gemacht wurde, war es nicht bzw. nur in einer begrenzten Region.
Bevor es für mich zum Skierlebnis ins Pitztal ging, schaute ich bei meiner „Zweitfamilie“ im benachbarten Ötztal vorbei. Und siehe da, dort lag auch Schnee. O-Ton „Es ist halt Winter!“ oder „Wir hatten schon viel mehr Schnee!“. Die gleichen Aussagen waren übrigens auch im Pitztal zu hören. Die Alpenbewohner können nämlich sehr gut mit den weißen Massen umgehen und auch die potentiellen Risiken sehr gut einordnen.

Nun gut, nach kurzer Information und dem „Alles halb so wild!“ aus dem Pitztal machte ich mich also auf nach Jerzens und zum dortigen Skigebiet Hochzeiger. Nach meiner Nacht im Ötztal setzte der erwartete Schneefall am Vormittag wieder ein, allerdings waren die Straßen (noch) frei. Das änderte sich schlagartig, als es weiter nach oben ging. Mein Ziel war das Hotel Andy, welches auf 1500 Metern oberhalb von Jerzens liegt, nahe der Talstation.

Straße im Pitztal - Winter 2019

Für die letzten Kilometer wurden bei Schnee und Eis eigentlich Schneeketten empfohlen. Getreu dem Motto „Nur nicht stehen bleiben!“ probierte ich es ohne. Und siehe da, es klappte, selbst ohne 4×4 und trotz eines nötig gewordenen Überholvorgangs eines Holländers mit Schneeketten, der einfach am Berg stehen blieb. Die Einheimischen kamen ohne oben an, also musste es irgendwie gehen. Und so war es dann auch.

Die nächsten zwei Tage standen tolle Skierlebnisse auf dem Programm unserer Pressereise. Also checkte ich erst einmal die Lage und den Schneebericht. Beides super! Damit es am nächsten Tag gleich losgehen konnte, stand am Anreisetag noch das Ausleihen der Ski auf dem Programm. Also ab zum Sport Lentsch (der praktischerweise gleich gegenüber vom Lift liegt). Nach nur wenigen Minuten bekam ich dort eine Top Skiausrüstung, traf einen Bekannten und bekam ungefragt einen Schnaps serviert. DAS ist ein Service! Gastfreundschaft können die Pitztaler!

Wie bereits im Eggental festgestellt, lohnt sich frühes Aufstehen, denn der frühe Vogel fängt den Wurm. Am nächsten Tag ging es also früh auf die Piste, denn „Pitzis Morgenrunde“ erwartete uns. Bei „Pitzis Morgenrunde“ hat man die Piste fast für sich allein, denn man kann den exklusiven Skigenuss am frühen Morgen buchen und bereits um 07:30 Uhr an der Talstation starten, bevor die Seilbahn ihren regulären Betrieb aufnimmt. Als erster eine Spur in die frisch präparierten Pisten ziehen lohnt sich definitiv! Es schneite zwar nach wie vor, aber der Schneefall konnte uns nicht aufhalten. So ging es nach einem Frühstück in der ZirbenBäckerei an der Talstation (was ebenfalls zu Pitzis Morgenrunde gehört) auf die Piste.
Gespräche in der Gondel sind doch mit die besten! Wir hatten das Glück, das uns am Vormittag Skirennläufer und Olympiasieger Benni Raich begleitete. Er erzählte von seinem Training, seinen Erfolgen und zudem auch so einige private Dinge. Megainteressant, mit so einem Profi auf den Skipisten unterwegs zu sein! Ein erstes Highlight in seiner langen Karriere war, als er als 12jähriger etwas unerwartet ein Rennen gewonnen hatte. Aber natürlich waren auch seine großen Erfolge ein Thema. Bodenständig, sympathisch und noch dazu (logischerweise) ein exzellenter Skifahrer – so durften wir ihn kennenlernen. Leider musste sich Benni nach unserem Bergfrühstück verabschieden und für uns ging es mit Christoph Lechthaler von der Skischule Hochzeiger wieder auf die Piste. Der Schneefall wurde stärker, was genial war. Erstens: (Fast) leere Pisten und zweitens schöner, neuer Pulverschnee auf super präparierten Pisten. Das macht Spaß! Es wurden auch ein paar Abkürzungen durch den Tiefschnee gefahren. Nein, nennen wir es lieber „versucht zu fahren“, denn man steckte super schnell Bauchtief im Schnee fest. Gaudi macht es natürlich trotzdem! Egal ob blaue, rote oder schwarze Pisten (im Skigebiet Hochzeiger ist für jeden was dabei) – wir folgten Christoph ohne zu murren und es war einfach nur ein Traum.

Definitiv ein Highlight! Warum hat es sowas eigentlich früher noch nicht gegeben? Frühstück auf dem Berg, leere, frische Pisten – was will man mehr!?
Am Abreisetag genossen wir übrigens noch einmal „Pitzis Morgenrunde“ und die leeren Pisten. Auch hier war wieder Wecker stellen angesagt und rauf auf den Berg. Das Wetter war dieses Mal traumhaft – keine Wolke am Himmel. Am höchsten Punkt angekommen, genossen wir den herrlichen Blick auf die umliegenden Gipfel. Inklusive herrlicher Ruhe und Sonnenaufgang. Einfach nur ein geniales Gefühl!

Aber noch stand die Abreise ja nicht auf dem Programm, sondern noch ein paar weitere Programmpunkte und Erfahrungen. Der erste Skitag ging mit einem leckeren Abendessen im Hotel zu Ende. Und ich freute mich auf mein persönliches Highlight an Tag 2, was genau, erfahrt Ihr in Kürze hier.

In Kooperation mit dem Pitztal – Vielen lieben Dank!

Die Obereggen Experience – auf nach Südtirol (Teil 2)

4. Januar 2019 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Neues Jahr – neue Reisepläne! Zunächst wünsche ich Euch erst einmal noch ein gutes neues Jahr. Bzw. „Prost Neijohr!“ wie man im Spessart sagt. Und wenn Ihr – so wie ich – bereits am Pläne schmieden seid, wo es 2019 hingehen könnte, kann ich Euch unter anderem Südtirol ans Herz legen.

Im ersten Teil zur Pressereise nach Obereggen habe ich Euch schon einen kleinen Einblick gegeben in Kulinarik, Genuss und Komfort. Wenn ich so zurück denke, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Aber das Eggental wäre nicht das Eggental, wenn es „nur“ kulinarischen Genuss zu bieten hätte. Nein, auch Wander- und Wintersportfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Insgesamt warten 48 Pistenkilometer und 18 Liftanlagen auf die Wintersportfans. Zwei Rodelbahnen sind auch vorhanden, wovon wir eine im Laufe des Aufenthalts getestet haben.
Also, die Skiausrüstung am Vortag ausleihen, dann kann der Skitag kommen. An der (genial präparierten) Piste warteten schon unsere Guides der Ski- und Snowboardschule Obereggen auf uns. Nach kurzer Organisation (wer fährt in welcher Gruppe mit) ging es auch schon los. Hoch mit der Gondel bzw. dem Lift und wieder runter, Tempo je nach Lust und Laune. Unsere kleine Gruppe hatte das Glück, mit Jessica zu fahren. Jessica analysierte wie nebenbei unsere Technik, hat den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag gegeben und wir erfuhren noch unglaublich viel über die Umgebung. Vermutlich kennt Jessica jeden Stein, jede Schneeflocke, jeden Gipfel und jede Pflanze persönlich mit Vornamen, Geburtsdatum und zugehöriger Verwandtschaft. ;) Und auch wenn man eigentlich schon gut Ski fährt, schadet so ein Tag mit einem lokalen Skiguide auf keinen Fall, den ein oder anderen Tipp kann man immer umsetzen und es macht eine Menge Spaß!

Ihr kennt es ja, die Zeit rennt einfach viel zu schnell, wenn man Spaß hat. Und da Skifahren Sport ist, müssen die Unmengen verbrannter Kalorien natürlich im Anschluss auch wieder zugeführt werden. Dies ist auf der „Mountain Riviera“ möglich. Da durfte ein gemeinsamer Kaiserschmarrn nicht fehlen. Zu unserer Gruppe gesellte sich Toni (von der Skischule Obereggen) und es wurde richtig gemütlich. Persönlich finde ich es immer genial, bei leckerem Essen mit den Einheimischen zu quatschen. So erfährt man doch am meisten über die Umgebung und die Kultur. Dafür ein dickes Danke!

Obwohl es erst früher Nachmittag war, ging es für uns nicht wieder zurück auf die Piste. Denn ein (weiteres) Highlight dieser Reise kam genau an dieser Stelle. Alpenglühen im Hubschrauber! Ganz ehrlich, wer die Möglichkeit hat bzw. sich einmal ein besonderes Erlebnis gönnen möchte, der sollte dies unbedingt einmal machen:

Die Landschaft, das Gefühl und die Eindrücke machen sprachlos. Unseren Piloten Georg Graf kann ich nur empfehlen. Er steuerte seinen Heli super ruhig über den Latemar und entlang des Eggentals. Unsere Welt kann so schön sein… ruhig, farbenfroh, vielfältig und einfach nur genial! Gerade aus der Vogelperspektive. Ein Traum! Und das von mir, der ich ja eigentlich lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibe. Apropos genial. So teuer ist das Vergnügen auch nicht (klar, teuer ist immer relativ). Die Flugminute kostet ab 25 Euro (für max. 5 Personen) und in 10 Minuten bekommt man schon einen tollen Überblick, der meiner Meinung nach ausreicht. Auf der Page habe ich ein Angebot von 75,00 Euro/Nase für einen Kurzflug entdeckt. Wer Interesse hat, also einfach einmal nachschauen, ein einmaliges Erlebnis. Und damit ging ein schöner Ski- und Helitag mit einem Dauergrinsen zu Ende.

Es hieß: Früh ins Bett und Wecker stellen, denn am nächsten Morgen ging es schon um kurz nach 8 Uhr auf die Piste. Stichwort „Be the first“. Gesagt, getan. Neuschnee über Nacht und als erster am Lift stehen. Warten bis dieser öffnet und anschließend durch die verschlafene Winterlandschaft nach oben fahren. Alleine das ist toll! Doch wenn man erst einmal oben aussteigt, den Rundumblick genießt und weit und breit keine Menschen sieht…DAS ist grandios! Die Spuren der Pistenraupen sind zu erkennen und du weißt ganz genau, dass heute hier noch niemand gefahren ist. Wir hatten Glück und das Wetter passte perfekt, aber selbst wenn nicht, es ist traumhaft! Schöne Schwünge ziehen, die ganze Breite der Pisten ausnutzen, nicht auf andere Skifahrer achten müssen – da lohnt das frühe Aufstehen, könnt Ihr im Eggental selbst mal probieren.

Frühstück war da erstmal (fast) Nebensache, doch irgendwann meckert der Magen. Außerdem wäre es viel zu schade, das Frühstück in der Oberholz Berghütte zu verpassen. Wenn Ihr einmal vor Ort seid, schaut Euch die „Hütte“ an. Architektonisch genial umgesetzt von Architekt Peter Bichler, was ein Ausblick zum leckeren Frühstück. Dort trafen wir auch Georg Weissensteiner, den Präsident der Liftgesellschaft Obereggen AG. Bei der Liftgesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft, welche in Hand der lokalen Bürger ist. Früher war der Ort nämlich ein kleiner Weiler bestehend aus ein paar Bauernhöfen und um etwas gegen die Abwanderung zu unternehmen, wurde 1970 das Skigebiet gegründet. Zu Beginn waren es nur 2 Lifte und natürlich noch ohne Beschneiungsanlagen. Aktuell ist eine vollautomatische Beschneiung möglich. Dies und noch viel mehr Interessantes erzählte uns Georg Weissensteiner. Leider war die Zeit zu kurz, aber das sollte ich mir in Zukunft doch einmal genauer anschauen.

Anyway, danach ging es wieder auf die Piste. Natürlich nicht mehr alleine wie beim Early Bird, aber dennoch unter besten Bedingungen. So macht Skifahren einfach Spaß! Auf der Mayrl Alm wurde zu Mittag gespeist. Ihr merkt schon, Essen spielt (auch) wieder eine sehr große Rolle (berechtigt). Neben Skifahren und Essen gibt es, wie bereits erwähnt, eine Rodelbahn, die direkt an unserem Hotel vorbei führt. Ab an die Rodel, mit der Gondel hoch und sofort auf die (Rodel-)piste.

Da kommt das Kind im Manne hervor und vermutlich würden wir heute noch auf den Schlitten den Hang hinabfahren, wenn die Bahn nicht irgendwann Feierabend gemacht hätte.
Selbstverständlich ist das nur ein kleiner Überblick, was das Eggental so zu bieten hat. Für mich zusammenfassend ein tolles Wintersportgebiet, das sowohl für Anfänger, als auch für die Skiprofis geeignet ist und jede Menge Spaß, Genuss und Action bietet. Schaut es Euch am besten selbst einmal an und Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht werden.

Vielen lieben Dank an Eggental Tourismus | Val d’Ega Turismo für die Einladung!

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