Schnee, Schnee und nochmals Schnee – das Tennengebirge im Salzburger Land (Teil 2)

12. Februar 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

…die Wettervorhersage vom Vortag bestätigte sich. Es hatte wieder die ganze Nacht über geschneit! Dafür sollte dann der zweite Tag der Pressereise ins Tennengebirge Wettertechnisch etwas ruhiger werden.
Nachdem es an Tag 1 etwas sportlicher zur Sache ging, stand an Tag 2 der Genuss stärker im Vordergrund. Nach dem Frühstück ging es nach Kuchl zur Bio-Hofkäserei Fürstenhof. Beim Rundgang konnte man – ohne zunächst viel über den Hof zu wissen – schon erkennen, dass Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Auch dieser Hof hat eine lange Tradition, sogar die erzbischöflichen Landesfürsten aus Salzburg machten hier Halt und kehrten ein. Wahrscheinlich wussten sie damals schon, was gut ist. Und mit guter Kulinarik kann man mich ja immer locken. Aber, wie so oft hieß es: „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Da wir uns in einer Käserei befanden, durften wir selbst Käse herstellen. Zugeschaut hatte ich bereits im schönen Lungau, doch heute stand selbst Hand anlegen auf dem Programm.

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Ja, alles Handarbeit und sehr spannend, was aus Milch, Lab und Geduld Leckeres entstehen kann. Was mich bei den unterschiedlichsten Milchprodukten immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass man z.T. herausschmecken kann, was die Kuh gegessen hat. Funktioniert natürlich nur mit Rohmilch, aber alleine die Tatsache, dass es möglich ist: Faszinierend! Übrigens wurden zahlreiche Käsesorten vom Fürstenhof bereits bei österreichischen Wettbewerben ausgezeichnet. Das ist noch nicht alles, denn auch soziale Aspekte spielen eine wichtige Rolle, wie das Wohnen in einer Art Mehrgenerationenhaus.

Mit dem selbst gemachten Käse im Gepäck ging es zum Mittagessen zum Jadorferwirt. Die Gerichte im Traditionsgasthaus werden mit Produkten aus der Region zubereitet und als besonderes Schmankerl sollte man bei einem Besuch unbedingt die Fischgerichte ins Auge fassen.

Fisch im Jadorferwirt im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wusstet Ihr eigentlich, dass das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in diesem Jahr 200 Jahr alt wird? 1818 erklang das wohl bekannteste Weihnachtslied zum allerersten Mal. In Hallein, unserem nächsten Stopp, lebte Franz Xaver Gruber, der die Melodie zum Gedichttext von Joseph Mohr schrieb. Und genau deshalb begaben wir uns auf die Spuren des Liedes und erkundeten den Ort Hallein. Zum Jubiläum wird im Sommer übrigens im ehemaligen Wohnhaus Grubers ein „Stille-Nacht-Museum“ eröffnet, wo man einiges rund um die Komposition erfahren kann.
Aber nicht nur das beliebte Weihnachtslied macht Hallein aus, wir erfuhren bei unserem Rundgang noch viel mehr, z. B. zum Thema Salzgewinnung, ein wichtiger Faktor in der Vergangenheit.

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachdem der Tag kulinarisch begann, sollte er auch mit einem kulinarischen Highlight enden. Entlang der „Via Culinaria“ kann man im Salzburger Land unterschiedliche Genusswege entdecken. Und auch der Tennengau ist eine dieser Genussregionen. Nachdem wir uns den Tennengauer Almkäse am Vormittag haben schmecken lassen, besuchten wir nun Döllerers Wirtshaus, das mit zwei Hauben gekrönt ist. Wir wurden von Andreas Döllerer höchstpersönlich empfangen und durch die Räumlichkeiten geführt. Inklusive Küche und den hauseigenen Weinkeller, der ca. 300 Jahre alt ist und ohne (zusätzliche) Kühlung auskommt. Im Gegensatz zu Andreas zweitem Restaurant – „Döllerers Genießerrestaurant“ (drei Hauben) mit seiner Cuisine Alpine-Küche – werden im Wirtshaus traditionelle Gerichte serviert.

Andreas Döllerer im Weinkeller von seinem Restaurant im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachspeise im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Das Credo des Haubenkkochs ist, traditionelle Speisen noch etwas besser zu machen und auf die kulinarische Vielfalt der Region zu setzen. Was soll ich sagen? Das Essen war natürlich super lecker! Und vielleicht kann Andreas Gedanken lesen. Ich sage nur: ein Kressetopf zum selbst schneiden und garnieren! Für mich als vermutlich größtem Kresseliebhaber nördlich der Alpen ein Traum. Die Familientradition des Hauses muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr erwähnen, ebenso wie die eigene Hausmetzgerei, solch eine Liebe zu Lebensmitteln begeistert mich ja immer sehr. Lieber Andreas, mich würde es sehr freuen, Dich einmal bei Kitchen Impossible sehen!

Gesättigt und zufrieden ging es zurück ins Lammertal und schnell ins Bett. Vorher noch ein Blick ins Wetter, den ganzen Tag herrschte ruhiges Wetter mit leichten Schneefällen, die Vorschau versprach aber erneuten Schneefall!
Eigentlich war am nächsten Tag noch eine kleine Wanderung auf die Postalm (das zweitgrößte zusammenhängende Almgebiet Europas (nach der Seiseralm in Südtirol)) geplant. Aber bei Lawinenwarnstufe vier war dies nicht möglich und so stapften wir noch eine alternative Runde durch den Schnee. Fast nebenbei erfuhren wir von Franz, der sich einfach bestens auskennt in der Region, dass im Tennengau die höchsten Bäume Österreichs stehen. Muss am Klima und dem Boden liegen. Für einen Holzwurm wie mich ja eine sehr spannende Info. Richtig sehen konnten wir sie im Schneetreiben allerdings nicht, was somit bedeutet, dass ich unbedingt nochmals in den schönen Tennengau muss (sowieso!).

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Bevor ich aber an ein Wiederkommen denke, stand das Thema Abreise an. Was mehr Zeit in Anspruch nahm, als ursprünglich angedacht. Fast 1,5 Stunden benötigte ich, um das Auto vom Schnee zu befreien. Zwischendurch dachte ich kurz darüber nach, einfach noch ein paar Tage dran zu hängen, denn ein Ende des Ausbuddelns war kaum abzusehen. Schnee soweit das Auge reicht. Aber irgendwann war es doch geschafft.

Verschneites Auto im Tennengau bzw. Salzburger Land

Auto vom Schnee befreien - Tennengau bzw. Salzburger Land

Abfahrt vom Alpengasthof Lämmertal im Tennengau bzw. Salzburger Land

Es war wieder eine herrliche Zeit im Salzburger Land mit vielen schönen Erlebnissen und Erinnerungen. Und einer für mich bis dato ganz unbekannten Region, die mir sehr gut gefallen hat. Dankeschön an alle Beteiligten für die Organisation, viele Einblicke und spannende Infos!

Schnee, Schnee und nochmals Schnee – das Tennengebirge im Salzburger Land (Teil 1)

6. Februar 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Im Salzburger Land war ich ja schon das ein oder andere Mal unterwegs, am schönen Hochkönig oder im entschleunigenden Lungau. Nun wurde ich wieder eingeladen, und zwar in den Tennengau. Genauer gesagt nach St. Martin im Tennengebirge. Ganz ehrlich, ich musste mich vorher erst einmal informieren, wo genau das Tennengau überhaupt liegt. Kurz gesagt: Immer der Tauernautobahn (A10) entlang und dann links abbiegen. Gesagt, getan! Persönlich gefällt mir die Strecke. Fahrgefühl fast wie an der Ligurischen Küste nur ohne Meer, dafür mit Schnee. Jedenfalls Mitte Januar.
Nach Abfahrt von der Autobahn ging es weiter auf der Bundesstraße: Die Schneehöhe passte sich ganz langsam an. Will heißen, dass es nach und nach immer mehr Schnee gab. Das endgültige Ziel war der Alpengasthof Lämmerhof, der im Lammertal (einem Seitental des Tennengebirges) liegt. Laut Navi also von der Bundesstraße abfahren und zack, gleich waren noch einige Zentimeter mehr Schnee vorhanden. Half aber nichts, denn das Ziel war noch nicht zu sehen. Also immer weiter im Text, bzw. musste ich zwischendurch zusätzlich das Navi auf dem Smartphone anwerfen. Es wurde nämlich noch weißer, die Straße noch etwas enger und der Schnee immer höher. Ich war skeptisch, ob ich wirklich noch richtig lag. Zwei Navis konnten aber schließlich nicht irren und Schneeerfahrung mit dem Auto hab ich, also immer weiter. Nach einer Brücke ging es rechts zum Lämmerhof, Auto parken – „Sie haben Ihr Ziel erreicht“. Viel Schnee, schön ruhig und mitten in herrlicher Landschaft! Der erste Gedanke war „Ja, das könnte mir sehr gut gefallen“. Und natürlich musste ich sofort los, die Umgebung bei einem kleinen Spaziergang erkunden.

Fahrt zum Alpengasthof Lämmerhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schnee und Sonne im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schnee und Sonne im Tennengau bzw. Salzburger Land

Die Region begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein. Das sollte sich in den nächsten Tagen ändern. Dazu aber später mehr. Mich macht ja die Kombination aus Bergen und Schnee sehr glücklich.
Am Abend, bei einem leckeren Essen im Alpengasthof, lernte ich die Gruppe näher kennen und wir wurden in das Programm der folgenden Tage eingeweiht. Ich freute mich schon, denn eine Schneeschuhwanderung war gleich der erste Punkt auf dem kommenden Tagesprogramm. Auch wenn ich im Inneren ein Schneekind bin, eine Schneeschuhwanderung hatte ich bis dato noch nicht gemacht. Der nächste Tag kam und nach einer kurzen Einweisung hieß es „ran an die Teller“ (Schneeschuhe). Die ursprüngliche Route konnte wegen der hohen Lawinengefahr nicht begangen werden, denn es hatte die ganze Nacht weiter geschneit. Was mich zu Beginn etwas verwundert hat, denn das Lammertal liegt auf ca. 950 Höhenmetern und somit doch gar nicht so hoch, für Alpenverhältnisse. Die Gebirgszüge in der Umgebung machen es aber möglich, denn sie wirken quasi wie ein Trichter und irgendwo muss der Niederschlag ja schließlich hin. Eine Ausweichroute für unsere Schneeschuhtour war jedenfalls schnell gefunden.

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Der kleine Rundweg war einfach nur traumhaft. Wir haben viel gelacht und auch viel gelernt. Stichwort „richtiges“, d.h. kraftschonendes, Gehen im Tiefschnee oder auch Infos zur Lawinenrettung. Diese Stille im Wald, nur die Natur und sonst nichts ist einfach genial!
Allerdings auch etwas anstrengend. Und genau zum richtigen Zeitpunkt tauchte dann <ganz merkwürdigerweise> ein Berghof auf. Und wie es der Zufall will, gab es dort auch ein leckeres traditionelles Mittagessen. Der Gasthof Wildau befindet sich in Familienhand und wurde bereits um 1241 erstmals erwähnt. Die ganze Familie Quehenberger ist mit Leib und Seele dabei. Wir durften eine kleine Weinverkostung im uralten Gewölbekeller genießen, anschließend in den Schnapskeller und zum Abschluss noch einen Blick in die originalen Gästezimmer von damals werfen.

Zimmer im Berghof Wildau im Tennengau bzw. Salzburger Land

Essen im Berghof Wildau im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wenn wir nicht noch einen weiteren Programmpunkt gehabt hätten, wären wir vermutlich noch lange in den verschiedenen Räumen verweilt. So ging es aber sportlich weiter, Rodeln war angesagt. Das ist im Nachbarort Abtenau (Karkogels) bestens möglich. Die Gondel bringt Mensch und Maschine (also den Rodel) schnell nach oben, so dass es ganz leicht möglich ist, mehrfach die Strecke zu genießen. Was wir natürlich auch in Anspruch nahmen, versteht sich ja von selbst!

Rodeln im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nach dieser Aktion ging es zurück zum Lämmerhof. Frisch machen und später mit einer Gesamtleistung von 2 PS durch herrliche Winterlandschaft zum Abendessen gleiten. Wir wurden direkt vor unserem Domizil von zwei Kaltblütern samt Kutsche empfangen. Gleichmäßiges Hufgetrappel, Atmen der Pferde, viel Schnee, kuschelige Decken und idyllischer Wald – man musste nicht viel reden, sondern vor allem genießen. Für den Rückweg gab es zwei Varianten, eine schnelle (Taxi) oder die gemächlichere per Pferd. Selbstverständlich wählte ich die Kutsche, wie oft kommt man schon in den Genuss?! Romantikgedönse hin oder her, herrlich wars!

Zwischenbericht vom Wetter: Natürlich hat es (mit wenigen kleinen Unterbrechungen) den ganzen Tag geschneit und auch in der Nacht sollte es noch weiter schneien. Was das dann für Tag 2 hieß, erfahrt Ihr in Kürze hier.

Die 70er haben angerufen – Der 7. Sinn

21. November 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Wie Ihr wisst, bin ich ein typisches Landkind. Und da war natürlich nicht immer so viel los, aus Teenagersicht gesehen. „Wir hatten ja nüscht!“ – mal ganz überspitzt dargestellt. Ein Auto auf dem Dorf war also Pflicht, sei es um zur Arbeit zu fahren, sei es zum Einkaufen, sei es um Freunde zu besuchen oder abends zum Weggehen. Der Führerschein und das Auto (bzw. das Auto der Eltern) waren quasi ein Heiligtum. So war (und ist?) das Landleben einfach. Daraus resultierte aber auch, dass die Freunde zusammenhielten, sich absprachen und man sich aufeinander verlassen konnte. Fand am Wochenende eine Party statt (bei uns der berühmt-berüchtigte Beat-Abend), wurde immer ein Fahrer ausgeguckt. Dieser durfte das nächste Mal natürlich nicht selbst fahren und so wurde immer „durchgewechselt“. Absprachen wurden eingehalten und es klappte (fast) immer ohne Probleme. Notfalls wurde schon mal ein kleiner Umweg genommen bzw. die Transportmöglichkeiten bis ins Äußerste strapaziert, aber niemand blieb zurück. Schließlich konnte es jeden selbst einmal treffen. Es war schon eine schöne Zeit!

Straße im Spessart - Winter

Mercedes Benz GLS 500 im Spessart

Und ja, ich bin in einem Alter, in dem ich mich sogar fast noch an Zeiten ohne privates Fernsehen erinnere, also so zu Beginn der 80er Jahre. RTL, Sat1 und ProSieben kamen erst Mitte/Ende der 80er auf den Markt. ARD, ZDF und das BR Fernsehen waren angesagt. Samstag Abende mit der ganzen Familie „Wetten dass“ gucken oder mal mit meinem Vater die Sportschau, das war jedes Mal toll.
Was mich persönlich damals noch begleitet hat, ist „die Mutter der Verkehrserziehungssendungen“ – Der 7. Sinn! Alleine schon die Titelmusik ist bis heute in vielen Köpfen geblieben. Gepaart mit der Stimme von Egon Hoegen (der Mann, der sich nie verspricht) waren die kurzen Clips definitiv ein Hingucker!
Einige Fahrer könnten eine Auffrischung ihres Verkehrswissens durch solch ein Format übrigens auch heute sehr gut gebrauchen! Das Netz wäre aber natürlich nicht das Netz, wenn nicht alles auffindbar wäre! Auch ein Revival vom „7. Sinn“. Etwas Recherche und ein paar Klicks hier und da später landet man beim Youtubekanal der DA Direkt. Unter dem Motto „Mit allen Sinnen“ gibt es kurze Clips basierend auf dem bekannten Format:

Gut gemacht, ein klasse Revival! Apropos, einfach einmal durchklicken, denn weitere Videos warten. Ich sage nur „Flirten mit Passanten – Ablenkung garantiert“ und freue mich schon auf viele weitere Clips! Im Video ist ein schöner, alter Opel Rekord zu sehen. Herrlich! Mein erstes Auto war ja ein roter Opel A-Corsa. Dem ich heute noch nachtrauere. Aber das ist wieder eine andere Geschichte, welche vielleicht irgendwann zur Sprache kommt. In diesem Sinne: Immer schön vorsichtig fahren!

Echt. Sein. – Im Salzburger Lungau (Teil 2)

4. Oktober 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Der frühe Vogel fängt den Wurm, besser gesagt „der frühe Blogger fängt/tritt den Morgentau“. Früh aufstehen war angesagt, was sich nach dem entspannenden Vortag als völlig problemlos herausstellte. So ging es noch vor dem Frühstück über die Straße zum Spa & Vitalresort Eggerwirt. Eine traumhafte Anlage und so groß bzw. verwinkelt, dass man vermutlich in jeder Ecke ganz allein relaxen kann. Wir bekamen erst einmal eine Hausführung, anschließend stand dann das Morgentautreten auf dem Programm. Abgerundet mit ein paar Yogaübungen und einem Sprung in den Pool. Der Naturteich war mir persönlich doch etwas zuuu frisch und außerdem wartete ja auch das leckere Frühstück.

Spa & Vitalresort Eggerwirt

Spa & Vitalresort Eggerwirt

Der Tag war noch jung und enthielt einige Programmpunkte. Deshalb ging es bald schon weiter zur Kräuterführung. Auch das gehört zum schönen Lungau dazu – die Qualität der regionalen Produkte zu genießen. Von Klein bis Groß, von Schnaps bis zu den Kräutern. Vom Schnittlauch bis zur Alraune. Mit der Kräuterfee Flora haben wir im Landgasthof Löckerwirt Kräutersalz, -öl und -essig veredelt. Nach getaner Arbeit kam die Stärkung, also das Mittagessen. Selbstverständlich mit vielen verschiedenen Kräutern gezaubert.

Kräuterworkshop mit Kräuterfee Flora vom Landgasthof Löckerwirt

Kräuterworkshop mit Kräuterfee Flora vom Landgasthof Löckerwirt

Nachspeise vom Kräutermenü im Landgasthof Löckerwirt

Auf zum nächsten Highlight! Und zwar zum Dreiländerwirt nach Lessach. Dieser liegt ebenfalls im UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau. Definitiv einer meiner persönlichen Favoriten, denn die beiden Gastgeber Mark und Bettina (ursprünglich aus den Niederlanden) haben einen Bauernhof mit sehr viel Liebe zum Detail hergerichtet und vermieten dort Appartements bzw. Zimmer. Nachhaltigkeit gepaart mit Tradition spielt bei den beiden eine sehr große Rolle. Dies kann man an fast jeder Ecke erleben, man muss sich nur mit Mark unterhalten und kann quasi Infos zu jedem verbauten Balken im Haus erhalten. Ein Traum für jeden Häuslebauer!

Natursteinmauer im Dreiländerwirt in Lesssach

Bett im Dreiländerwirt in Lesssach

Aussicht im Dreiländerwirt in Lesssach

Mit seiner Frau Bettina, die im Übrigen „Biosphären-Fex“ (eine Art Ausbildung im Bereich des Biosphärenparks) ist, ging es wandern. Ziel war der Quellwasserrundweg in Lessach. Wandern, Natur genießen und Quellwasser trinken – einfach die Seele baumeln lassen und Zeit für sich selbst haben – das funktioniert in dieser Gegend wunderbar.

Quellwasserrundweg in Lessach (Salzburger Lungau)

Biosphären-Fex Bettina bei der Quellwasserrundweg in Lessach

Quellwasserrundweg in Lessach (Salzburger Lungau)

Biosphären-Fex Bettina im Gespräch

Brotzeitplatte im Dreiländerwirt in Lessach

Trotzdem ging die Zeit schnell vorbei – wir mussten weiter, denn im Wastlwirt wartete bereits das Abendessen mit anschließender Weinverkostung im hauseigenen Weinkeller.

Am Sonntag ging es ebenfalls kulinarisch weiter. Die Käserei von Gunther Naynar in Göriach wurde besucht und ein Käse-Traum ging in Erfüllung. Gunther erzählte aus dem (Käse-) Nähkästchen und selbstverständlich wurde auch Käse probiert.

Gunther Naynar aus Göriach in seiner Käserei

Käse aus der Käserei von Gunther Naynar in Göriach (Salzburger Lungau)

Käsebrotzeit bei Gunther Naynar in Göriach (Salzburger Lungau)

Natürlich ging das Wochenende im Salzburger Lungau viel zu schnell zu Ende. Eine sehr schöne und empfehlenswerte Region, die ich vorher noch gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Ursprünglichkeit  – das wird hier groß geschrieben. Nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für Besucher. Und so kann man Ruhe und Natur genießen und den Urlaub nutzen, um geerdet wieder im Alltag anzukommen.  Insgesamt eine super organisierte Pressereise, bei der man einen guten Eindruck der Region bekommen hat und mit Hilfe der ausgewählten Programmpunkte trotzdem „herunterfahren“ konnte. Ein Besuch, der definitiv nach Wiederholung ruft. Danke!

 

Mit dabei waren auch folgende Blogger:
The Sophisticated Sisters aus Wien: http://www.thesophisticatedsisters.com/
Mia von heylilahey aus Berlin: https://www.youtube.com/user/heylilahey
Talisa Minoush aus Berlin: https://www.youtube.com/user/Bluetenschimmer/
Plastikfrei Leben aus München: http://plastikfreileben.de/
Imprintmytravel aus Wien: http://imprintmytravel.com/
Kofferpacken.at aus Salzburg: http://www.kofferpacken.at/

Echt. Sein. – Im Salzburger Lungau (Teil 1)

29. September 2017 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , ,

Österreich, das Land der Berge. Für mich ging es wieder einmal in unser schönes Nachbarland, genauer gesagt ins Lungau. Diese kleine, aber durchaus sehr feine Region liegt im Salzburger Land. Dort war ich bereits für ein verlängertes Wochenende im späten März, nämlich in Hochkönig. Von daher kann hier schon fast die Rede von einer kleinen Serie à la: „Die schönsten Ecken im Salzburger Land“ sein. Denn um schöne Ecken handelt es sich definitiv bei beiden! Ich muss ja gestehen, dass ich in der Region Lungau noch nie zuvor gewesen bin und anlässlich der Anreise (alles Grau mit Regen und Stau) auch erst ein bisschen skeptisch war. Doch was uns (meine Bloggerkolleginnen und mich) vor Ort erwartete, war einfach genial.

Das Motto der Reise war „Echt. Sein. Im Salzburger Lungau“ und das Programm ließ einiges erwarten. Vorab kann ich Euch schon verraten, dass das Versprochene definitiv auch gehalten wurde! Es ging an dem Wochenende um Abschalten, zu sich kommen, Energie tanken und kulinarische Köstlichkeiten aus der Region erleben. Eine kleine Auszeit, die in dieser schönen Landschaft – die übrigens nicht umsonst auch die Auszeichnung „UNESCO Biosphärenpark“ hat – sehr gut gelingen kann.

Beginnen wir aber von vorne. Nach leckerem Frühstück und einer kleinen Runde durch den Ort ging es zum ersten Programmpunkt unserer Pressereise, Backen mit Christina. Von Teig kneten bis Brötchen formen war alles dabei. Christina arbeitet nach der Devise „keep it simple“ und möchte zeigen, dass Brot backen auch im stressigen Alltag gehen kann. Natürlich wurde alles verköstigt und für sehr gut befunden. Mein persönliches Motto: Teig machen ist ähnlich wie Mörtel herstellen. Gut, der Teig bzw. das Ergebnis schmeckt doch um einiges besser, aber die grundsätzlichen Dinge sind ziemlich identisch. Die Häuslebauer unter uns werden es sicherlich verstehen.

Backen mit Christina im Salzburger Lungau

Backen mit Christina im Salzburger Lungau

Backen mit Christina im Salzburger Lungau

Backen mit Christina im Salzburger Lungau

Da zu wenig Bewegung bekanntermaßen nicht gut ist, ging es damit beim nächsten Programmpunkt weiter. Naja, nicht nur. Denn Hans vom Alm.Gut erwartete uns bereits. Und das nicht alleine, sondern mit einem ordentlichen Zirbenschnaps. Nach einer Hausführung – Stichwort „Zirbelzimmer“ – (an dieser Stelle bitte einmal einen warmen Holzduft in der Nase vorstellen) wartete die geplante Kneipp-Wanderung auf uns. Also Schuhe und Socken aus und los ging‘s – erst über einen Barfußpfad und nach einem kurzen Spaziergang durch den Wasserweg „Leisnitz“. Ganz ehrlich und unter uns gesagt: Man macht sowas viel zu selten! Klar war das Wasser etwas frischlich, aber hey…, Füße bzw. den ganzen Körper freut es und zudem wird auch der Geist belebt. Wie ich finde eine sehr gute Erfahrung!

Zirbenschnaps mit Hans vom Alm.Gut im Salzburger Lungau

Alm.Gut mit Pool im Salzburger Lungau

Barfußpfad im Alm.Gut im Salzburger Lungau

Die Leisnitz im Salzburger Lungau

Barfuß in der Leisnitz im Salzburger Lungau

Auf dem Weg zum nächsten Stopp, dem Gasthof Schlögelberger (welcher übrigens direkt an einer Skipiste liegt), trafen wir uns mit Johann und schnupperten kurz rein in die Welt des Qigong. Für mich ein ganz neues Erlebnis. Passt aber zum Wochenende, denn schließlich war das Ziel, sich zu „erden“.
Die Zeit rannte, ohne dass es überhaupt merkbar war (alleine das spricht für einen gelungenen Tag) und so führte der Weg wieder zurück ins Alm.Gut. Das Abendessen musste allerdings erst noch verdient werden, wir „arbeiteten“ an unserem eigenen Zirbenschnaps. Über das Ergebnis werde ich Euch Ende des Jahres berichten, wenn wir ihn absieben und probieren können. Bis dahin muss der angesetzte „Geist“ noch etwas ruhen, aber bestimmt denke ich dann noch gerne an das Ritual bei Hans zurück.

Eine schöne Almhütte, ein super Gastgeber, Zirbelkieferzapfen und etwas Schnaps… was will man mehr?! Mit leckerem Abendessen ging ein toller Tag im Lungau zu Ende.

 

(Teil 2 folgt)

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