Die Obereggen Experience – auf nach Südtirol (Teil 2)

4. Januar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Neues Jahr – neue Reisepläne! Zunächst wünsche ich Euch erst einmal noch ein gutes neues Jahr. Bzw. „Prost Neijohr!“ wie man im Spessart sagt. Und wenn Ihr – so wie ich – bereits am Pläne schmieden seid, wo es 2019 hingehen könnte, kann ich Euch unter anderem Südtirol ans Herz legen.

Im ersten Teil zur Pressereise nach Obereggen habe ich Euch schon einen kleinen Einblick gegeben in Kulinarik, Genuss und Komfort. Wenn ich so zurück denke, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Aber das Eggental wäre nicht das Eggental, wenn es „nur“ kulinarischen Genuss zu bieten hätte. Nein, auch Wander- und Wintersportfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Insgesamt warten 48 Pistenkilometer und 18 Liftanlagen auf die Wintersportfans. Zwei Rodelbahnen sind auch vorhanden, wovon wir eine im Laufe des Aufenthalts getestet haben.
Also, die Skiausrüstung am Vortag ausleihen, dann kann der Skitag kommen. An der (genial präparierten) Piste warteten schon unsere Guides der Ski- und Snowboardschule Obereggen auf uns. Nach kurzer Organisation (wer fährt in welcher Gruppe mit) ging es auch schon los. Hoch mit der Gondel bzw. dem Lift und wieder runter, Tempo je nach Lust und Laune. Unsere kleine Gruppe hatte das Glück, mit Jessica zu fahren. Jessica analysierte wie nebenbei unsere Technik, hat den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag gegeben und wir erfuhren noch unglaublich viel über die Umgebung. Vermutlich kennt Jessica jeden Stein, jede Schneeflocke, jeden Gipfel und jede Pflanze persönlich mit Vornamen, Geburtsdatum und zugehöriger Verwandtschaft. ;) Und auch wenn man eigentlich schon gut Ski fährt, schadet so ein Tag mit einem lokalen Skiguide auf keinen Fall, den ein oder anderen Tipp kann man immer umsetzen und es macht eine Menge Spaß!

Ihr kennt es ja, die Zeit rennt einfach viel zu schnell, wenn man Spaß hat. Und da Skifahren Sport ist, müssen die Unmengen verbrannter Kalorien natürlich im Anschluss auch wieder zugeführt werden. Dies ist auf der „Mountain Riviera“ möglich. Da durfte ein gemeinsamer Kaiserschmarrn nicht fehlen. Zu unserer Gruppe gesellte sich Toni (von der Skischule Obereggen) und es wurde richtig gemütlich. Persönlich finde ich es immer genial, bei leckerem Essen mit den Einheimischen zu quatschen. So erfährt man doch am meisten über die Umgebung und die Kultur. Dafür ein dickes Danke!

Obwohl es erst früher Nachmittag war, ging es für uns nicht wieder zurück auf die Piste. Denn ein (weiteres) Highlight dieser Reise kam genau an dieser Stelle. Alpenglühen im Hubschrauber! Ganz ehrlich, wer die Möglichkeit hat bzw. sich einmal ein besonderes Erlebnis gönnen möchte, der sollte dies unbedingt einmal machen:

Die Landschaft, das Gefühl und die Eindrücke machen sprachlos. Unseren Piloten Georg Graf kann ich nur empfehlen. Er steuerte seinen Heli super ruhig über den Latemar und entlang des Eggentals. Unsere Welt kann so schön sein… ruhig, farbenfroh, vielfältig und einfach nur genial! Gerade aus der Vogelperspektive. Ein Traum! Und das von mir, der ich ja eigentlich lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibe. Apropos genial. So teuer ist das Vergnügen auch nicht (klar, teuer ist immer relativ). Die Flugminute kostet ab 25 Euro (für max. 5 Personen) und in 10 Minuten bekommt man schon einen tollen Überblick, der meiner Meinung nach ausreicht. Auf der Page habe ich ein Angebot von 75,00 Euro/Nase für einen Kurzflug entdeckt. Wer Interesse hat, also einfach einmal nachschauen, ein einmaliges Erlebnis. Und damit ging ein schöner Ski- und Helitag mit einem Dauergrinsen zu Ende.

Es hieß: Früh ins Bett und Wecker stellen, denn am nächsten Morgen ging es schon um kurz nach 8 Uhr auf die Piste. Stichwort „Be the first“. Gesagt, getan. Neuschnee über Nacht und als erster am Lift stehen. Warten bis dieser öffnet und anschließend durch die verschlafene Winterlandschaft nach oben fahren. Alleine das ist toll! Doch wenn man erst einmal oben aussteigt, den Rundumblick genießt und weit und breit keine Menschen sieht…DAS ist grandios! Die Spuren der Pistenraupen sind zu erkennen und du weißt ganz genau, dass heute hier noch niemand gefahren ist. Wir hatten Glück und das Wetter passte perfekt, aber selbst wenn nicht, es ist traumhaft! Schöne Schwünge ziehen, die ganze Breite der Pisten ausnutzen, nicht auf andere Skifahrer achten müssen – da lohnt das frühe Aufstehen, könnt Ihr im Eggental selbst mal probieren.

Frühstück war da erstmal (fast) Nebensache, doch irgendwann meckert der Magen. Außerdem wäre es viel zu schade, das Frühstück in der Oberholz Berghütte zu verpassen. Wenn Ihr einmal vor Ort seid, schaut Euch die „Hütte“ an. Architektonisch genial umgesetzt von Architekt Peter Bichler, was ein Ausblick zum leckeren Frühstück. Dort trafen wir auch Georg Weissensteiner, den Präsident der Liftgesellschaft Obereggen AG. Bei der Liftgesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft, welche in Hand der lokalen Bürger ist. Früher war der Ort nämlich ein kleiner Weiler bestehend aus ein paar Bauernhöfen und um etwas gegen die Abwanderung zu unternehmen, wurde 1970 das Skigebiet gegründet. Zu Beginn waren es nur 2 Lifte und natürlich noch ohne Beschneiungsanlagen. Aktuell ist eine vollautomatische Beschneiung möglich. Dies und noch viel mehr Interessantes erzählte uns Georg Weissensteiner. Leider war die Zeit zu kurz, aber das sollte ich mir in Zukunft doch einmal genauer anschauen.

Anyway, danach ging es wieder auf die Piste. Natürlich nicht mehr alleine wie beim Early Bird, aber dennoch unter besten Bedingungen. So macht Skifahren einfach Spaß! Auf der Mayrl Alm wurde zu Mittag gespeist. Ihr merkt schon, Essen spielt (auch) wieder eine sehr große Rolle (berechtigt). Neben Skifahren und Essen gibt es, wie bereits erwähnt, eine Rodelbahn, die direkt an unserem Hotel vorbei führt. Ab an die Rodel, mit der Gondel hoch und sofort auf die (Rodel-)piste.

Da kommt das Kind im Manne hervor und vermutlich würden wir heute noch auf den Schlitten den Hang hinabfahren, wenn die Bahn nicht irgendwann Feierabend gemacht hätte.
Selbstverständlich ist das nur ein kleiner Überblick, was das Eggental so zu bieten hat. Für mich zusammenfassend ein tolles Wintersportgebiet, das sowohl für Anfänger, als auch für die Skiprofis geeignet ist und jede Menge Spaß, Genuss und Action bietet. Schaut es Euch am besten selbst einmal an und Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht werden.

Vielen lieben Dank an Eggental Tourismus | Val d’Ega Turismo für die Einladung!

Die Obereggen Experience – auf nach Südtirol! (Teil1)

16. Dezember 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Wer kann schon „nein“ sagen, wenn es um Berge und Skifahren geht? Eigentlich (und uneigentlich auch) doch niemand! Wenn dann auch noch leckeres Essen, spannende Einblicke und herrliches Wetter dazu kommen, sind ein paar tolle Tage garantiert! Genauso war es am letzten Wochenende, als es zur Pressereise in das schöne Eggental nach Südtirol ging. Da ich in der Gegend bereits im Sommer vorbeigeschaut habe, konnte ich nicht widerstehen, denn dort ist es wirklich wunderschön. Und ich denke noch sehr gerne an die Wanderung am Rosengarten zurück. Andere Jahreszeit, anderes Programm, es ging in das benachbarte Obereggen mit seinem Bergmassiv „Latemar“, bekannt für seine legendären Pisten.
Von Bozen aus kommend spaltet sich das Eggental quasi nochmals auf. Eine Richtung führt nach Welschnofen und die andere in Richtung Oberggen. Beides (und etwas mehr) gehört aber zum Eggental, also nicht verwirren lassen. Und damit zum UNESCO Welterbe.

Je näher die Berge kamen, desto besser wurde das Wetter. Nach Bozen führte die Straße hinauf ins Tal und die Temperaturen sanken. Unser persönliches Ziel war das Hotel Cristal, unser Domizil für die nächsten Tage.

Ausblick aus dem Hotelzimmer - Hotel Cristal in Obereggen
Aussicht von der Hotelterrasse - Hotel Cristal in Obereggen
Zimmer im Hotel Cristal in Obereggen
Blick auf den Latemar im Eggental - Obereggen

Eingecheckt und eigentlich noch gar nicht viel vom Hotel gesehen, waren wir schon begeistert. Eines der vielen Highlights: es liegt (fast) auf der Piste. Also näher dran ist nicht wirklich möglich! Vom großen Skikeller des Hauses geht es direkt ab in den Schnee und auf die Piste – ohne Umwege! Was will ein Skifahrer mehr?
Wo wir schon beim Hotel sind, das kann ich Euch auf jeden Fall nur empfehlen! Ein familiengeführter Betrieb, ideal zum Erholen und sich gut gehen lassen. Es gibt einen schönen neuen Wellnessbereich, die Zimmer sind mit Lärchen- und Zirbenholz aus der Umgebung ausgestattet und bei Familie Thaler merkt man einfach überall die Liebe zur Heimat und zur Natur. Was unbedingt erwähnenswert ist, sind die kulinarischen Köstlichkeiten, mit denen man verwöhnt wird, einfach perfekt.

Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental
Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental
Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental
Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental
Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental
Essen im Hotel Cristal in Obereggen - Eggental

Von Karotten-Kürbiscremesuppe mit Ingwer, Spinatsoufflé mit Garnelen, Piccata vom Kalb mit Steinpilzen und Almkäse, Kartoffelteigtaschen mit Kräuterfrischkäse, Gedämpftes Lachssteak auf Pastinakencreme mit rotem Zwiebelconfit und und und… jeder Gang war einfach nur lecker. Dazu gab es natürlich immer den passenden Wein. Apropos Wein. Wir durften an einer Weinverkostung teilnehmen, das Hotel hat einen eigenen Weinkeller, den wir uns aber nicht angeschaut haben. Vermutlich war das besser so, denn sonst wären wir vielleicht nicht wieder aufgetaucht.

Weinverkostung im Hotel Cristal in Obereggen mit Erich Thaler - Eggental
Weinverkostung im Hotel Cristal in Obereggen mit Erich Thaler - Eggental

Es handelte sich dabei übrigens nicht um irgendwelche Weine, sondern erstens um richtig edle Tropfen und zweitens nur aus der Region. Falls Ihr jetzt einmal mit dem Gedanken spielt, Euch auch einen Hektar Weinberg in Südtirol zu kaufen, müsst ihr allerdings schon zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro hinlegen. Falls ein Winzer überhaupt verkaufen möchte. Im Piemont liegen die Preise für 1 ha übrigens ähnlich. Das nur so am Rande.
Ihr spürt auf jeden Fall schon, der Genuss kam nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil!

Aber wir waren ja nicht nur zum Essen in Südtirol, auch wenn das allein schon ein idealer Anlass ist. Uns lockte die Piste und die herrlichen Berge. Anfang Dezember war in der Region der Start der Skisaison. Es fehlte zwar noch etwas Naturschnee, dennoch waren die Pisten bereits in einem sehr guten Zustand. Davon konnten wir uns (quasi aus dem Zimmer) überzeugen. Das Grinsen wurde immer breiter, je mehr wir an die kommenden Tage dachten.
Ohne Skiausrüstung allerdings kein Skifahren. Also ging es erstmal zum Ski- und Snowboardservice Siegfried. Hier könnt Ihr Euch alles leihen, was Ihr zum Skifahren braucht. Die Ausrüstung mussten wir dann auch nicht direkt mitnehmen, sondern sie wurde zum Hotel gebracht. Ein klasse Service, denn jeder weiß, dass Ski+Stöcke+Schuhe doch etwas schwerer bzw. unhandlicher sind. Somit waren wir bestens für den ersten Skitag vorbereitet. Denn dann hieß es: Ab auf die Piste! …

Vielen lieben Dank an Eggental Tourismus | Val d’Ega Turismo für die Einladung!

Heilige Landschaft Pfaffenwinkel: Unterwegs als Pilger (Teil 2)

22. November 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Nach der ersten Etappe der „Wilden Flüsse“-Route auf unserem Pilgerwanderweg ging es nach einem leckeren Frühstück auf zu Etappe Nummer 2. Wir waren schließlich noch nicht am Ende unserer Pilgerreise! Die zweite Tagesroute der Westschleife verläuft über 14,9 km und angepeilte 4:15 Stunden von Rottenbuch über den Wildsteig bis hin zum UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche bei Steingaden. Wettertechnisch konnten wir uns nicht beschweren, denn nun erwartete uns strahlendes Herbstwetter. Der Pfaffenwinkel zeigte sich von seiner besten Seite! Also auf, Wanderschuhe angezogen und raus an die frische (und kühle) Luft – gesagt, getan.
Endlich zeigten sich auch die Alpen und ich war voll und ganz zufrieden. Ein Leben ohne Berge ist schließlich möglich, aber sinnlos. Weiter ging unser Weg über Wiesen und Felder, vorbei an Kühen und durch herrliche Herbstlandschaft.

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Auf Pilgerreise in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Da wir sind uns noch immer beim Pilgern befanden, wurden einige Sehenswürdigkeiten und Highlights am Wegesrand genauer unter die Lupe genommen. Darunter zum Beispiel die Lourdes-Grotte in Wildsteig. Aber auch auf die Umgebung bzw. die Natur wurde geachtet. Wer aufmerksam wandert, der bekommt mit etwas Glück einen Milan zu sehen. Auch das gehört zum Pilgern dazu.

Die die Lourdes-Grotte in Wildsteig - Pfaffenwinkel

Landschaft Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Landschaft Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Landschaft Zur Wies Richtung Wieskirche - Pfaffenwinkel

Zu unserem Zwischenziel, der Wieskirche, war es nicht mehr weit Die übrigens mit vollständigem Namen „Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“ heißt. Bleiben wir doch lieber bei der Kurzform. Die „Wies“ gilt als eine der schönsten Rokokokirchen Deutschlands. Man kann ja sagen, was man will, aber das Gebäude ist schon sehr beeindruckend. Wir bekamen zudem noch eine interessante Führung vom Wiespfarrer und als besonderes Schmankerl ein ganz privates Orgelkonzert. Ich muss schon sagen, dass das etwas wirklich ganz Besonderes ist. Erstens die Akustik, dann natürlich der Ort aber auch die Umstände im Rahmen unserer Pilgerwanderung. Ideal zum „runterkommen“.

Die Wieskirche - Pfaffenwinkel

Orgel in der Wieskirche - Pfaffenwinkel

Der Wiespfarrer bei unserer Führung - Pfaffenwinkel

Nach einer Stärkung im benachbarten Gasthof Schweiger (übrigens sehr, sehr leckeres Essen) ging es weiter. Der zweite Teil der Tagesetappe mit dem Endpunkt Klostergarten St. Johannes wurde noch erpilgert. Auch hier führte uns der Weg durch die wunderschöne Natur. Wer schon einmal in Nordschweden war bzw. Teile vom Kungsleden (in Lappland) erwandert hat, wird sich hier sehr wohl fühlen. Denn der Brettleweg führt durch ein einzigartiges Hochmoorgebiet mit dem Namen „Wiesfilz“. Gedanklich war ich sofort wieder in Schweden! Traumhaft!

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Wanderung durch das Wiesfilz im Pfaffenwinkel

Nach der Besichtigung des Klostergartens an unserem Zielpunkt in Steingaden (ich sage nur: Schnittlauch geht immer!) stand eine abendliche historische Stadtführung auf unserem Programm. Wir waren zwar den ganzen Tag auf den Beinen und laut Plan waren es fast 15 Kilometer, doch eine Stadtführung geht immer! Ein schöner Abschluss unserer Pressereise.

Führing durch den Klostergarten in Steingaden - Pfaffenwinkel

Schnittlauch im Klostergarten in Steingaden - Pfaffenwinkel

Historische Stadtführung in Stangaden - Pfaffenwinkel

Zusammenfassend zur kleinen Pilgertour kann ich sagen: Pilgern ist Anschauungssache, nicht für jeden ist der „spirituelle“ bzw. religiöse Ansatz etwas. Aber es kann beim Pilgern jeder seinen eigenen Weg finden bzw. gehen. Wie heißt es so schön „Alles kann, nichts muss“. Für mich persönlich war es einmal ein etwas anderes Erlebnis und eine neue Erfahrung. Sicherlich ist es immer gut, sich mal auf sich selbst zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Schritt für Schritt aufmerksam durch schöne Landschaft zu wandern, ist sowieso nie verkehrt. Und der Pfaffenwinkel bietet hierfür die besten Voraussetzungen. In diesem Sinne!

 

In Kooperation mit der Region Pfaffenwinkel – Herzlichen Dank!

Heilige Landschaft Pfaffenwinkel: Unterwegs als Pilger (Teil 1)

16. November 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

„Heilig“, „Pilgern“ – dreht er jetzt völlig durch? Einige erstaunte Kommentare fielen schon, als ich von meinen letzten Reiseplänen erzählte. Aber fangen wir einfach (wie immer) von vorne an, denn man muss schon das große Ganze sehen. Quasi wie in der Politik.
Also, die Region Pfaffenwinkel liegt in Oberbayern zwischen den beiden Flüssen Lech und Loisach. Eine herrlich hügelige Gegend und bei guter Wetterlage sind die Alpen zu sehen. Der Name Pfaffenwinkel stammt übrigens von der hohen Dichte an Kirchen und Klöstern. In kaum einer anderen Region Deutschlands befinden sich nämlich so viele davon – insgesamt sind es 159 Kirchen und jede Menge Klöster dazu. Die Kirchenoberhäupter wussten schon, wo es schön ist! Auch wenn der Begriff „Pfaffe“ in der heutigen Zeit eher negativ angehaucht ist, so war er vor einiger Zeit doch positiv angesehen. Und so war der Name „Pfaffenwinkel“ geboren.

Rumgekommen bin ich ja schon in einigen Ecken. An dieses Fleckchen Erde kann ich mich allerdings nicht erinnern. Meine Eltern bzw. Großeltern schon, ich war wahrscheinlich noch viel zu klein. Von daher war ich neugierig, als ich in den Zug ab München Richtung Weilheim stieg, was mich wohl erwarten würde. Gerade weil ich mich mit dem Thema „Pilgern“ ja auf etwas für mich Neues einlassen wollte. Aber da ich ja immer offen für alles bin und gerne in schöner Landschaft wandere, was sollte da schon schief gehen!? Die Zugstrecke ist übrigens echt toll, vorbei am Starnberger See immer Richtung Alpen. Alleine der Gedanke an die näherkommenden Berge zaubert mir ja immer ein Lächeln auf die Lippen. Auch wenn das Wetter sich (mal wieder) nicht gerade von der besten Seite zeigte. Die eingefleischten Leser wissen Bescheid – Stichwort: Kärnten, Pitztal oder auch Südtirol – der Wettergott war 2018 nicht auf meiner Seite.
Geplant war zum Start der Pressereise ein Rundflug mit einem (Motor-)Segelflieger, um einen Überblick über den Pfaffenwinkel zu bekommen. Dieser musste auf Grund der Wetterbedingungen aber verschoben werden. Als Alternative haben wir das Kloster Wessobrunn besucht. Ein Kloster mit sehr langer Geschichte, welche am besten auf der verlinkten Seite nachzulesen ist. Solche imposanten Gebäude sind natürlich nicht leicht zu unterhalten, von daher stand das Kloster irgendwann zum Verkauf. Was will man mit einem Kloster und gefühlt hunderten von Zimmern anfangen? Man macht einfach Büro- und Produktionsfläche daraus, ohne aber die Struktur selbst zu verändern. Gesagt, getan und so erwarb Unternehmerin Martina Gebhardt dieses prächtige Bauwerk für ihr Naturkosmetik-Unternehmen.

Ausblick vom Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Stuckgang im Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Stuck im Schloss Wessobrunn im Pfaffenwinkel

Selbstverständlich wurde der prachtvolle Stuck erhalten und einige Teile wieder restauriert. Martina Gebhardt hat dafür den richtigen Riecher und den passenden Background als Architektin. Früher wurden übrigens viele Kunsthandwerkern und Künstler (großteils Stuckateure) im Kloster ausgebildet. Die „Wessobrunner Schule“ hat(te) zu Recht einen sehr guten Ruf. Was man heute selbst als Laie noch erkennen kann.

Am nächsten Morgen ging es zum Start unserer Tour auf den Hohen Peißenberg. Die Region Pfaffenwinkel ist ein Paradies für Wanderer mit unterschiedlichen Themenwegen, von kleineren Rundtouren bis hin zu Mehrtageswanderungen. Im Rahmen unserer Pressereise begaben wir uns ein Stück auf den Pilgerwanderweg „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel„, der in drei Schleifen aufgeteilt ist. Alle drei starten bzw. enden am Hohen Peißenberg, verlaufen durch wunderschöne Natur und beinhalten verschiedene „spirituelle“ Stationen auf dem Weg. Wir nahmen die Westschleife mit dem Namen „Wilde Flüsse“ durch die Ammerschlucht, insgesamt ausgelegt auf 7 Tagesetappen und 76 km.
Unsere erste Station war die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, eine Doppelkirche, durch die wir eine interessante Führung erhielten. Eine Rarität befindet sich u.a. im Turm, denn hier gibt es noch eine Uhr, die täglich per Hand aufgezogen werden muss.

Aussicht im Nebel am Hohenpeißenberg - Pfaffenwinkel

Schleifen in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Um sich beim Pilgern entspannen zu können bzw. voll darauf einzulassen, sich nur auf sich selbst und das Laufen zu konzentrieren, macht es Sinn, sich mit erfahrenen Pilgerbegleitern auf den Weg zu machen. Bei uns war das Gabriele Hoss-Reinhard, die uns gleich zu Beginn ein paar Tipps und Tricks sowie einen Stempelpass für die kommenden Tage mit auf den Weg gab. Das Wetter war zwar noch immer nicht besser, aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Nieselregen, dichte Wolken und ein kalter Herbstwind konnten uns nicht stoppen. Vom Hohen Peißenberg ging es in der ersten Etappe durch die Ammerschlucht bis zum Kloster Rottenbuch.
In der herrlichen Herbstlandschaft mit leichten Auf- und Abstiegen war es einfach nur schön und das Wetter wurde auch zunehmend besser, so konnten wir sogar zwischendurch in Ruhe picknicken.

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Wandern in der heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Am Ziel angekommen, holten wir uns unseren Stempel in der Kirche, welche zum Kloster Rottenbuch gehört. Bevor wir dieses genauer unter die Lupe nehmen konnten, musste aber erst gemeinsam gespeist werden. So schauts nämlich aus, ohne kulinarische Stärkung geht es natürlich nicht! Das Kunstcafé Rottenbuch ist definitiv eine Empfehlung wert. Und wenn ihr schon vor Ort seid, dann probiert unbedingt den „Almburger“! Sehr gut gestärkt ging es wieder zurück zur Pfarrkirche Mariä Geburt. Dort wurden wir sehr herzlich von Pfarrer Josef Fegg in Empfang genommen. Er erklärte uns alles rund um das Gebäude und was zur Kulturgeschichte dazu gehört. Spannend und wirklich sehr interessant. Noch dazu konnten wir Fragen stellen, die man vielleicht noch nicht unbedingt in einer Kirche stellt, er beantwortete alles ganz geduldig.

Almburger im Kunstcafe Rottenbuch - Pfaffenwinkel

Führung in der Pfarrkirche Mariä Geburt im Paffenwinkel

Führung in der Pfarrkirche Mariä Geburt im Paffenwinkel

Die Zeit rannte und die müden Knochen verlangten nach einer Ruhepause. Schließlich waren es laut Plan 13,9km, 343hm und 4,5h reine Gehzeit auf der ersten Etappe. Fühlte sich sogar etwas mehr an. Aber zu anspruchsvoll bzw. schwer fand ich die Etappe nicht, sie hat halt den ein oder anderen Auf- bzw. Abstieg, ist aber durchaus mit mittlerer Kondition machbar. Verdient ging es also zu unseren Schlafquartieren, wo wir, da wir schon pilgertechnisch unterwegs waren, entsprechend auf verschiedene Pilgerunterkünfte aufgeteilt wurden. Richtig gemütlich war es bei Familie Keller. Eine schnuckelige Ferienwohnung mit super Gastgebern. Nochmals vielen Dank für den selbstgemachten Holundersirup! Für Pilgertag Nummer 1 hieß es also: Gute Nacht!

 

In Kooperation mit der Region Pfaffenwinkel – Herzlichen Dank!

Ein Besuch in Kärnten – Wandern und Genuss (Teil 2)

11. Oktober 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Der aktuell perfekte goldene Oktober eignet sich ideal zum Wandern. Bzw. zur Kombination aus Wandern und Genuss. Von daher wird es uns am Wochenende wahrscheinlich in die Rhön ziehen. Oder in die Fränkische Schweiz. Mal gucken, irgendwas im heimischen Umkreis auf jeden Fall. Obwohl ich natürlich auch gerne in Richtung meiner geliebten Berge aufbrechen würde.
Nach Kärnten zum Beispiel, wo aktuell ja noch der Hüttenkult läuft. Aber nicht nur deshalb kann ich Euch einen Besuch in Österreichs südlichstem Bundesland empfehlen.

Bei unserem letzten Aufenthalt besuchten wir die Region Villach und den Faaker See, eine Gegend, die echt für jeden etwas zu bieten hat. Sogar für manche, an die man nicht gleich als erstes denken würde. Wir waren nämlich kurz vor Europas größtem Motorradfestival, der European Bike Week, dort, und entsprechend waren schon die ein oder anderen Harleyfahrer unterwegs (am Festivalwochenende waren es dann über 100.000!).
Die Gegend lockt aber natürlich nicht nur Motorradfahrer zur Bikeweek. Man kann in Kärnten super wandern, klettern, biken oder einfach relaxen und die Ruhe genießen. Lecker essen, schwimmen oder Burgen und kleine Städte erkunden. Und im Winter Ski fahren oder Schneeschuhwandern im Dreiländereck oder auf der Gerlitzen Alpe. Alles nicht zu extrem und dafür für fast jedermann geeignet. Und wem zigtausende Harleyfahrer zu viel sind, der meidet ganz einfach dieses eine Wochenende im Jahr.

Faaker See - Wandern und Genuss in Kärnten

Faaker See - Wandern und Genuss in Kärnten

So kann es übrigens ohne Regen und Nebel aussehen (Region Villach Tourismus – Michael Stabentheiner):

Region Villach Tourismus_Michael Stabentheiner_Faaker See

Für Familien mit Kindern hat sich die Region Villach z.B. spezielle Wanderrouten wie die „Fuchsfährte“ überlegt, bei der man an verschiedenen Stationen spielen und Rätsel lösen kann. Sucht man hingegen lieber die Ruhe, dann gibt es wunderschöne Orte mit „Kraftquellen“, an denen man auftanken und einfach die Natur genießen kann, zum Beispiel im Naturpark Dobratsch, dem mystischen Berg der Gegend. Oder bei einem Besuch der Thermalquellen in der Kärntentherme.

Auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt es für so ziemlich jeden Geschmack. Von Campingplätzen direkt am See über Ferienwohnungen bis hin zu zahlreichen Pensionen und Hotels.
Wir waren die ersten Nächte im familiengeführten Karnerhof untergebracht, direkt am Faaker See und mit eigenem Strandbad. Sehr gastfreundlich, herrliche Lage, schöner Wellnessbereich und mit Blick auf die umliegenden Berge (wenn denn das Wetter mitspielt, was es bei uns ja leider nicht getan hat).
Ein Highlight im Karnerhof ist definitiv die sehr gute Küche des Hauses. Und unbedingte Empfehlung das Salatbuffet! Hier kredenzt Hans Melcher, Seniorchef des Hauses, regelmäßig die erntefrischen Salate und von ihm selbst kreierten Salatdressings, die man sich direkt am Buffet von ihm zusammenstellen lassen kann – megalecker! Egal ob die Kürbisvariante oder das Nussdressing des Hauses – toll, toll und toll! So was erfreut ja mein kleines Genießerherz. Die zugehörige Götzlstube ist übrigens mit 2 Hauben ausgezeichnet und gilt als eines der besten Restaurants in Kärnten.

Außenpool im Kranerhof in der Region Villach

Zugang zum Faaker See vom Kranerhof in der Region Villach

Kaminecke im Kranerhof in der Region Villach

Essen im Kranerhof in der Region Villach

Essen im Kranerhof in der Region Villach

Die letzte Nacht waren wir dann im Alpinhotel Pacheiner eingeladen, oben auf der Gerlitzen Alpe direkt am Gipfel auf 1900 Metern Höhe. Ursprünglich war es eine Berghütte, die sich nach und nach über einen Alpengasthof bis hin zum heutigen Hotel entwickelte. Die Wanderwege bzw. Skipisten beginnen direkt vor der Tür. Wenn man denn etwas sehen kann! Der Nebel war bei uns so dicht, dass wir nach wenigen Metern den Versuch der Wanderung lieber wieder abgebrochen haben. Dafür ging es dann in den Infinitypool mit Blick ins Ungewisse.

Infinitypool am Alpinhotel Pacheiner

Sitzecke am Alpinhotel Pacheiner

Aussicht am Alpinhotel Pacheiner

Sternwarte auf der Gerlitzen in Kärnten

Teleskop der Sternwarte vom Alpinhotel Pacheiner

Instrument Mars in der Sternwarte vom Alpinhotel Pacheiner

Die Gerlitzen ist ein Eldorado für Paraglider. Und für noch eine Zielgruppe, mit der ich gar nicht gerechnet hatte, nämlich Modellflieger! Letzteren steht im Hotel sogar ein eigener „Bastelraum“ zur Verfügung. Gute Idee! Was allerdings richtig genial war, war eine Führung durch die Hoteleigene Sternwarte. Ich bin ja nicht erst seit AstroAlex ein Fan von Weltall, Sternen und Planeten. Quasi genauso wie Hans Köchl, Astrofotograf und Astronom aus Leidenschaft, der uns einen super interessanten Vortrag hielt und wahrscheinlich noch die halbe Nacht unsere vielen Fragen beantwortet hätte und im Anschluss die Sternwarte zeigte (aber Ihr wisst ja mittlerweile, der Nebel…). Zur Pacheiner Sternwarte gehört eines der größten, öffentlich zugänglichen, Teleskope Österreichs und das besondere an der Gerlitzen Alpe ist die außergewöhnlich gute Lage mit einem einzigartig dunklen Himmel, der schon nah an die Bedingungen in Namibia herankommt. Der geübte Sternegucker weiß, was das bedeutet.

Nun ja, vielleicht haben wir beim nächsten Mal mehr Glück mit Aus- und Weitblicken. Schließlich hat man in der Gegend tolle Möglichkeiten mit den Karawanken oder den Kärntner Nockbergen, wo man an klaren Tagen bis zum Großglockner schauen kann. Der Alpe Adria Trail läuft übrigens auch durch die Region, mit Ausblick auf die schönen Seen. Der steht übrigens auch noch auf meiner Bucket-List.

Wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es genug Alternativen, nicht nur Wellness und Genuss, man kann zum Beispiel auch den Zitrusgarten von Michael Ceron besuchen, der seit über 20 Jahren Zitrusbäume aus der ganzen Welt sammelt und mittlerweile Europas größte Zitrussammlung zusammengestellt hat. Das haben wir uns aber für das nächste Mal aufgehoben, schließlich hat ein Tag nur 24 Stunden.
Was ich übrigens noch genial finde, sind die Möglichkeiten, die man mit der „ErlebnisCARD“ hat. Die bekommt man gratis und kann damit neben kostenlosen Programmpunkten (wie Schnupperklettern, Führungen, freien Eintritten oder dem Radlbus), auch kostenlos den ÖPNV nutzen. Eine gelungene Mischung aus Nachhaltigkeit und Kundenservice, oder?

Also wie Ihr seht, geht es in Kärnten sowohl sportlich, als auch gemütlich und erholsam zu. Je nach Lust und Laune. Und mit leckeren regionalen Spezialitäten ist das Rundumpaket perfekt!

 

In Kooperation mit Kärnten, Region Villach – Vielen lieben Dank!

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