Die Churfranken Genuss-Tour (Teil 2)

19. September 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

… und hier ist auch schon Teil 2 der Genuss-Tour nach Churfranken. Im ersten Teil ging es bereits etwas alkoholisch zur Sache. Nennen wir es lieber: „Genuss mit leichter Alkoholnote“. Klingt doch schon viel besser. Am folgenden Morgen soll man ja bekanntlich damit anfangen, womit man den Abend vorher beendet hat. Es ging dementsprechend in die Nachbargemeinde Miltenbergs, nach Kleinheubach, zum Weingut „Fürst Löwenstein“. In einem Nebengebäude des wunderschönen Schlosses Löwenstein sind der Weinverkauf und die Degustation des Weinguts untergebracht.
Als Einschub eine kleine Anekdote, die ich schon länger mit Fürst Löwenstein verbinde: Neben dem Weinbau gehört zum Unternehmen auch eine aktive Forstwirtschaft. Ein großer Teil davon entsprechend im Spessart, unter anderem im Hafenlohrtal. Ein kleines Refugium für Flora und Fauna ganz in der Nähe meines Heimatortes. Dort befindet sich übrigens auch mein Lieblingsbaum – eine Eiche, frei stehend und etliche Jahrzehnte auf der Rinde. Fast wäre sie für immer verschwunden gewesen, denn die Bayerische Staatsregierung hatte den Bau einer Talsperre geplant. Dies konnte aber nach zahlreichen Protesten, u.a. von Fürst Löwenstein, verhindert werden. Und das obwohl die Staatsregierung lukrative und hochwertige Angebote machte, um das Land zu kaufen. Für Natur und meine Lieblingseiche natürlich super.

Schloss Löwenstein in Kleinheubach - Churfranken

Kommen wir aber zurück zum Wein. Fürst Löwenstein war also für mich ein bekannter Name, allerdings hatte ich den Wein bisher noch nicht so richtig auf dem Schirm. Eine Besonderheit des Weinguts ist, dass es auf der einen Seite die fränkischen Anbaugebiete umfasst mit ihren Steilhängen in bester Lage am Main, aber zugleich auch gute Lagen im Rheingau. Wir durften einen Blick in den Weinkeller werfen, informierten uns über die Herstellung und erhielten anschließend eine Weinverkostung mit kleinen Häppchen aus dem heimischen Wald. Der Franke würde jetzt sagen: A draum!

Im Weinkeller vom Schloss Löwenstein in Kleinheubach - Churfranken

Neues Weinfass im Weinkeller vom Schloss Löwenstein in Kleinheubach - Churfranken

Wein vom Schloss Löwenstein - Churfranken

Wer sagt denn, dass eine Genuss-Tour nur auf dem Erdboden stattfinden muss? Eine Genusstour kann ebenso  eine Tour für die Augen sein. Und wie lässt sich das besser umsetzen als damit, die Perspektive zu wechseln und bei einem Rundflug die Landschaft von oben zu genießen?! Aus diesem Grund ging es auf den benachbarten Flugplatz Mainbullau und nach einer kurzen Einführung hoch in die Lüfte.

Ausblick aus dem Tower am Flugplatz Mainbullau - Churfranken

Maschine am Flugplatz Mainbullau - Churfranken

In der Luft über Churfranken - mit Peter Duffeck

In der Luft über Churfranken - mit Peter Duffeck

Normalerweise bleibe ich persönlich ja lieber auf dem Boden. Manchmal muss man aber einfach über seinen Schatten springen, den inneren Schweinehund überwinden und sich einen Ruck geben. Und was soll ich sagen, es war super! Neben dem perfekten Wetter lag es sicherlich auch an der einfühlsamen Art unseres Piloten Peter Duffeck. Er ist nicht nur Pilot, sondern gleichzeitig Fluglehrer und sitzt gefühlt schon sein ganzes Leben lang im Cockpit. Dadurch, dass er so viel Erfahrung hat und viel erklären kann, nimmt er einem die Flugangst, sofern vorhanden.
Obwohl ich erst skeptisch war, ging es mir fast zu schnell vorbei. Gefühlt waren wir noch nicht richtig in der Luft, als wir wieder zur Landung ansetzten. Die Landschaft zwischen Odenwald und Spessart einmal von oben zu sehen, hat schon etwas ganz Besonderes. Ebenso wie den Main, der sich genau dazwischen durchschlängelt. Franken ist schon schön!

Und da mich aufregende Momente hungrig machen, freute ich mich, dass es im Anschluss mit einem kulinarischen Genuss weiter ging, und zwar in Rüdenau, im Gasthof Landhotel-Metzgerei „Zum Stern“. Schon wieder ein Highlight aus Churfranken, ein Gasthof mit eigener Metzgerei. Wie oft gibt es das heutzutage noch? Frischer geht es quasi nicht und das schmeckt man einfach raus.

Essen in der Region Churfranken

Essen in der Region Churfranken

Essen in der Region Churfranken

Nach dem Essen ist Kaffee eine gute Wahl. Aber wie Ihr wisst, ist Kaffee nicht gleich Kaffee. Bohne ist nicht gleich Bohne und überhaupt. Da wird es mit den Unterschieden schon etwas schwieriger. Für Kaffee-Sommelière Megi Schmitt überhaupt kein Problem. In ihrer kleinen, gemütlichen Espressobar wurde zugehört, getestet und natürlich auch verköstigt. Ein toller Programmpunkt unserer Reise. Und wer selbst einmal in den Genuss eines Kaffeeseminars oder einer Verkostung kommen möchte – was ich nur empfehlen kann – der meldet sich einfach hier und zack, dann klappt es auch mit einem guten Kaffee.

Workshop bei Kaffee-Sommelière Megi Schmitt - Churfranken

Kaffeebohnen bei Kaffee-Sommelière Megi Schmitt - Churfranken

Kaffee bei Kaffee-Sommelière Megi Schmitt - Churfranken

Aber es bleibt hier nicht bei einem Sommelièr. Keine fünf Straßen weiter befindet sich die Bäckerei Mayer´s Bäck mit Brotsommelier Volker Mayer. Auch in diesem Bereich ist es so, dass Brot nicht gleich Brot ist, es gibt so viele Sorten und Besonderheiten und Volker weiß genau, was wo drin steckt, am besten zusammen passt und schmeckt. Ein Handwerk, das man nicht einfach mal eben durch einen Möchtegernbrotbackautomaten ersetzen kann. An dieser Stelle muss einfach mal eine Lanze für die Handwerker gebrochen werden. Sie machen einen geilen Job und stellen geile Produkte her!

Brot von der Bäckerei Mayer´s Bäck - Churfranken

Brotsommelier Volker Mayer von der Bäckerei Mayer´s Bäck - Churfranken

Ein weiterer Genusstipp in der Gegend ist das Gasthaus „Zur Krone“ in Großheubach. Regionale und saisonale Zutaten, die vom Küchenchef Ralf Restel zu leckeren Gerichten gezaubert werden. Definitiv eine Empfehlung, wenn Ihr in der Gegend seid.
Apropos Empfehlungen. Wir haben noch gar nicht über Übernachtungsmöglichkeiten gesprochen. Das Flair-Hotel Hopfengarten ist nämlich genau so eine Empfehlung wert. Mitten im Zentrum von Miltenberg gelegen und man hat es trotzdem sehr ruhig und gemütlich. Außerdem ist der Main mit der Uferpromenade nur einen Katzensprung weit entfernt, herrlich für einen Spaziergang vorm Schlafengehen.

Sonnenuntergang am Main in Churfranken

Ihr seht, Genuss wird in Churfranken groß geschrieben. Und auch wenn ich mich wiederholen sollte, Franken ist einfach schön und definitiv eine Reise wert. Nein, das sage ich nicht nur, weil ich hier wohne, sondern weil es einfach so ist. Punkt!

 

In Kooperation mit Churfranken e. V. – Danke!

Hüttenkult in der Region Villach – Wandern + Genuss in Kärnten (Teil 1)

10. September 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Von Österreichs höchstgelegenem Bergsee im Pitztal (ein äußerst spannender Aufstieg, Bericht folgt schon bald) ging es nur zwei Tage später zu Österreichs südlichstem Badesee, dem Faaker See im schönen Kärnten.
In Kärnten war ich in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt und hab mich gleich ein bisschen in die Gegend „verguckt“. Berge, Seen und leicht südliche Einflüsse, das gefällt! Diesmal machten wir Station in der Region Villach am Faaker See, dem „SüdSee“ Kärntens. SüdSee trifft es ganz gut, das Wasser ist türkisblau und kristallklar wie in der Karibik. Die Farbe des Wassers kommt übrigens von den schwebenden Kalkpartikeln im See, die das Licht reflektieren. Und im Gegensatz zum Tiroler Bergsee ist der Faaker See ideal zum Schwimmen, denn im Sommer hat er bis zu 28 Grad. Also schon richtig südliches Flair. Wenn das Wetter mitspielt und sich nicht so grau zeigt, wie während unseres Besuchs (wobei der See natürlich auch dann etwas hat).

Herzlich Willkommen in der Region Villach - Hüttenkult

Herbststimmung am Faaker See in der Region Villach - Hüttenkult

Egger Marterl am Faaker See in der Region Villach - Hüttenkult

Abendstimmung am Faaker See in der Region Villach - Hüttenkult

Anlass unserer Reise war die Einladung zur Eröffnung des Hüttenkults am letzten Wochenende. Bis Anfang November laden die schönsten Hütten der Region ein zur Kombination aus tollen Wanderungen und leckeren Köstlichkeiten. Insgesamt nehmen 11 Hütten am Hüttenkult teil, verteilt über die ganze Region und in diesem Jahr erstmalig auch Länderübergreifend. So hat man die Qual der Wahl – oder muss einfach genug Zeit einplanen, um möglichst vielen davon einen Besuch abzustatten. Das lohnt sich sowieso gleich doppelt, denn es gibt einen Hüttenkult-Stempelpass und schon ab vier besuchten Hütten, also 4 Stempeln, nimmt man an einem Gewinnspiel teil.

Am vergangenen Wochenende war also der Auftakt zum Hüttenkult 2018 mit einer tollen Eröffnungsfeier, die zum Glück – trotz Regen – nicht ins Wasser fiel. Ort des Geschehens war die Neugarten Almseehütte auf 1600 Metern Höhe, die übrigens auch bequem mit dem Auto erreichbar ist. Zu Beginn gab es einen Gottesdienst mit Alphornbläsern, im Anschluss rückte man dann einfach im Inneren zusammen. Schön gemütlich und die Stimmung war genial! Es gab Kärntner Köstlichkeiten (gelbe Suppe mit Reindling und Ritschert mit Brot mussten natürlich probiert werden), und klasse Musik unter dem Motto “Schlager trifft Austropop”.
Hausherr Johann Maier hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, er frisiert seine Kühe als lebendige Speisekarten oder Hüttenkult-Werbung und auf seinen speziellen Ruf hin kamen Berta und ihre Kolleginnen schnell den Berg herunter und zeigten sich. An die Tierschützer unter uns: Das Ganze ist total unbedenklich, keine Sorge. Es wird mit Hennafarbe gefärbt, nachdem der Versuch mit Lebensmittelfarbe aus den Vorjahren leider überhaupt nicht erfolgreich war: Die zuckerhaltige Farbe wurde von den Kühen nämlich einfach abgeschleckt.

Hüttenkult Kuh Berta

Alphornbläser zur Eröffnung vom Hüttenkult

Stempel- bzw. Sammelpass Hüttenkult

Übersicht zum Hüttenkult

Spanferkel zur Eröffnung vom Hüttenkult

Schlager trifft Austropop zur Eröffnung vom Hüttenkult

Gelbe Suppe mit Reindling zur Eröffnung vom Hüttenkult

Schnaps zur Eröffnung vom Hüttenkult

Toll war, dass auch Wirte anderer Hütten vor Ort waren, mit denen man ein bisschen quatschen und noch die ein oder andere Tour planen konnte. Jede Hütte hat zum Hüttenkult eine eigene Spezialität, die man sich nach der Wanderung natürlich so richtig verdient hat, von Kärntner Kasnudeln über die Klassiker wie Kaiserschmarrn bis hin zu Alpensushi.
Wir besuchten an Tag eins unseres Aufenthalts die Bertahütte. Eigentlich wollten wir die Tour ab dem nahe gelegenen Wanderparkplatz starten, aber nun ja, das Thema lassen wir mal lieber. Mit Allrad wäre das vielleicht möglich gewesen, aber nachdem der Schotterweg immer enger, kurviger und vor allem schlaglöchriger bzw. –rinniger wurde, starteten wir dann doch lieber von weiter unten. So ca. 2 bis 2,5 Stunden sollte man dann schon einplanen für den Weg nach oben. Nach einem Stück Forstweg ging es auf einem idyllischen Pfad im Wald weiter, immer bergauf, bis irgendwann die Hütte in Sicht kommt. Dort wartet dann die verdiente Stärkung und zum Abschluss vielleicht noch einer der selbstgemachten Schnäpse des Hüttenwirts – Lärche kann ich Euch sehr empfehlen! Danach geht der Weg nach unten bzw. weiter hinauf auch gleich etwas beschwingter. Von der Bertahütte kann man weiter wandern zum Mittagskogel, dem „König der Karawanken“ und mit 2145 Metern einer der höchsten Berge der westlichen Karawanken. Oder alternativ den leichteren Weg zur Ferlachspitze. Beides ließen wir aufgrund der schlechten Sicht aber lieber sein und heben es uns für einen der nächsten Besuche auf.
Eigentlich standen für Sonntag auch noch die Pollingerhütte und die Schwarzseehütte auf dem Programm, aber da konnte ja keiner ahnen, dass der Nebel so dicht werden würde, dass man sich schon auf dem Weg vom Hotel zum Auto verlaufen konnte. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben!

Wegweiser zur Bertahütte in Kärnten - Hüttenkult

Aufstieg durch den Nebel zur Bertahütte in Kärnten - Hüttenkult

Aufstieg durch den Nebel zur Bertahütte in Kärnten - Hüttenkult

Die Bertahütte in Kärnten im Nebel - Hüttenkult

Die Bertahütte in Kärnten von innen - Hüttenkult

Suppe auf der Bertahütte in Kärnten beim Hüttenkult

Kaiserschmarrn beim Hüttenkult

Je nachdem, welche Tour man beim Hüttenkult machen möchte, erlebt man ganz unterschiedliche Wandergebiete, den Dobratsch z.B., seit einigen Jahren Naturpark und auf sanften Tourismus ausgerichtet, die Gerlitzen Alpe oder die Kärntner Nockberge. Da ist für jeden was dabei! Schöne Weitblicke und Aussicht auf die Seen der Region hat man fast überall. Wer also Bewegung mit Kulinarik verbinden möchte oder einfach mal Durchatmen und Genießen, der ist hier in der Region – und beim Hüttenkult- genau richtig und kann bestimmt noch herrlichen Spätsommer und goldenen Oktober genießen.

Und was man rund um Villach noch so unternehmen kann, erzähle ich Euch demnächst hier.

In Kooperation mit Kärnten, Region Villach – Vielen Dank für einen tollen Besuch!

Die Churfranken Genuss-Tour – ein Besuch im fränkischen Miltenberg (Teil 1)

5. September 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? So sieht es aus! Denn wenn man da lebt, wo andere Urlaub machen, muss man nicht immer weit fahren, um schöne Ecken zu erkunden. Genau aus diesem Grund musste ich der Presseeinladung nach Churfranken einfach folge leisten. So grob zur Einordnung: Churfranken ist die Region zwischen Spessart und Odenwald und liegt im nördlichen Zipfel von Bayern. Aber natürlich noch in Franken. Genauer gesagt in Unterfranken. Ein Zusammenschluss von 24 Orten und Gemeinden am schönen Main.

Unter dem Motto „Lassen Sie sich FASSzinieren“ ging die kleine, aber feine Genuss-Tour zu verschiedenen Örtlichkeiten in der Region Miltenberg. Verteilt auf zwei Tage, denn schließlich ist der Slogan von Churfranken „Leben sie langsam“. Und die Gegend lädt herrlich ein zum Entschleunigen!
Alleine die Anreise mit dem Auto hat schon etwas Verträumtes. Durch kleine Dörfer. Auf der einen Seite der Main und auf der anderen Seite die Steilhänge der alten Weinberge. Und natürlich die Wälder des Spessarts in Sicht. Auch das kleine Städtchen Miltenberg mit seinen Highlights, zum Beispiel dem bekannten „Schnatterloch“ am Marktplatz  oder dem ältesten Gasthaus Deutschlands – schön verträumt und hat doch alles, was man benötigt.

Das berühmte Schnatterloch in Miltenberg - Churfranken

Gasthaus zum Riesen in Miltenberg - Churfranken

Gasse mit Fachwerkhäusern in Miltenberg - Churfranken

Der erste Tag begann mit einer Stadtführung durch Miltenberg. Fachwerkhäuser, soweit das Auge reicht, kleine Gassen und eine interessante Geschichte. Brunnen, Baudenkmäler, eine Burg, eine Brauerei, alte Stadttürme und vieles mehr gab es zu entdecken. Sogar ein Blick in das örtliche Museum war möglich. Da wir uns aber auf einer Genusstour befanden, durfte natürlich der Genuss nicht zu kurz kommen.
Also weiter im Text und ab in die Brauerei Faust. Seit über 360 Jahren in Miltenberg beheimatet, engagiert sich das Unternehmen für die Region, für Qualität und für Genuss. Zu Recht können sie daher immer wieder diverse Auszeichnungen für sich verbuchen. So ist Faust u.a. „Deutschlands Brauerei des Jahres 2018“, sie bildeten den jahrgangsbesten Brauer aus und erhielten Auszeichnungen beim International Craft Beer Award. Um nur ein paar zu nennen. Wir konnten einen Blick in den Eiskeller aus dem Jahr 1631 werfen. (Nicht nur) bei diesen warmen Temperaturen ein Traum!

Brauerei Faust in Miltenberg - Churfranken

Sudhaus in der Brauerein Faust in Miltenberg - Churfranken

Eisbock im Brauhaus Faust in Miltenberg - Churfranken

Selbstverständlich durfte die Verkostung der ein oder anderen Bier-Rarität nicht fehlen, vom Hochzeitsbier über das Auswandererbier bis hin zum Eisbock konnte probiert werden. Was soll ich sagen… wir Franken können einfach Bier brauen. Ernsthaft, ein echt leckeres Hopfenkaltgetränk!

Nach dem Bier ging es weiter zur nächsten Genussstation. Ein paar Orte weiter befindet sich die St. Kilian Distillers GmbH. Genauer gesagt am Ortseingang von Rüdenau. Früher befand sich ein Textilunternehmen in den Räumen. Da dieses leer stand, wurde es zur Destillerie umgebaut. Eine Single Malt Whisky Destillerie (und zwar Deutschlands größte) nach schottischem Vorbild bzw. mit Originalausrüstung aus Schottland und Irland.

Eingang der St. Kilian Distillers in Rüdenau - Churfranken

Washback der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

Fasslager der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

DOG der St. Kilians Distillery in Rüdenau - Churfranken

Besonders spannend fand ich das Fasslager. Selbstverständlich auch mit Holz(-fässern) aus dem Spessart. Man hat hier die Möglichkeit, ein eigenes Whisky-Fass zu besitzen oder zu verschenken. Alles in allem eine beeindruckende Führung und natürlich auch eine sehr beeindruckende Destillerie mit traditioneller Handwerkskunst und modernster Technik. Falls Ihr also einmal in der Nähe seid, unbedingt vorbeischauen und erfahren, wie ein Whisky entsteht. Bzw. wer auf guten Whisky steht, kennt St. Kilian vermutlich eh schon.

Wie es sich für eine Genuss-Tour gehört, klang der Tag mit einem leckeren Abendessen aus. Ein Besuch in Deutschlands ältestem „Gasthaus zum Riesen“ muss einfach sein, wenn man in Miltenberg Station macht. Fränkisch, traditionell und lecker, ich kann Euch die hauseigene Biersauce empfehlen! Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht etwas touristisch, was sich aber gar nicht bestätigt. Der „Riese“ hat einen eigenen Charme, bodenständig und bietet auch Stammgästen einen festen Platz an.

Nachspeise im Riesen in Miltenberg - Churfranken

Churfranken bietet natürlich noch viel mehr an Genuss, das war noch längst nicht alles, von daher könnt Ihr gespannt sein auf Teil 2 der Genuss-Tour.

In Kooperation mit Churfranken e. V. – Danke!

Unterwegs durchs Südtiroler Eggental (Teil 2)

17. August 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

…und der Wecker klingelte, wie in Teil 1 angekündigt, pünktlich um 4:45 Uhr. Kurze Zeit später begaben wir uns auf den Weg zum Karersee. Der Sonnenaufgang wurde für 5:26 Uhr vorhergesagt und das Wetter passte. So fanden wir den See still, die Luft klar und das Panorama begann im Licht der aufgehenden Sonne zu strahlen.

Karersee im Eggental am frühen Morgen - Südtirol

Karersee im Eggental am frühen Morgen - Südtirol

Auch wenn das frühe Aufstehen nicht immer leicht ist, aber genauso kann ein perfekter Tag beginnen. Der innere Schweinehund ist schnell besiegt und wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Was will man mehr?! Und wenn im Anschluss Zeit bleibt, kann man ja auch nochmal einen Moment die Augen ausruhen.
Nun, der Tag ging gut weiter, denn die Umrundung der südlichen Rosengartengruppe stand auf dem Programm. Dazu trafen wir Extrembergsteigerin Tamara wieder, die den Bergführer Hansjörg Welscher mit dabei hatte. Gemeinsam begaben wir uns erst mit dem Sessellift zum Ausgangspunkt und dann zur Wanderung, auf der uns Hansjörg einige Geheimnisse zur Flora und Fauna der Dolomiten und zur Verwendung von Kräutern und Co. berichtete. Ich bin ja immer begeistert, wenn ich von einem Kenner der Gegend Tipps und Tricks erfahren kann, was gibt es Besseres?

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe mit Bergführer Hansjörg

Ausblick bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Umrundung der südlichen Rosengartengruppe im Eggental

Eine herrliche Bergtour mit genialen Ausblicken auf die Umgebung. Oberhalb der Baumgrenze, die Wege sind super ausgezeichnet, …einfach eine Traumtour! Allerdings sind es schon ein paar Höhenmeter (genauer gesagt um die 900hm) und man sollte etwas Bergerfahrung und Trittsicherheit mitbringen. Wir streiften ein Schneefeld und aufwärts ging es zum Teil etwas steiler.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – das gilt auch am Berg. Das Wetter war noch (!) herrlich und wir kamen nach ein paar Stunden am Rifugio Pederiva an. Leckeres Essen war quasi vorprogrammiert. Doch dann überraschte uns das große Gewitter! Also ab in die Hütte und Schutz suchen. Regen, Hagel … alles war dabei. Nun hieß es abwarten, gemütlich in der Hütte sitzen und quatschen. Bzw. den selbst angesetzten Schnaps des Hüttenwirts testen. Es hat schließlich niemand behauptet, dass Gewitter nur Nachteile haben müssen.

Gewitter bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Hagel bei der Umrundung der südlichen Rosengartengruppe

Der Wetterbericht versprach Besserung, doch der Regen sollte nicht komplett aufhören und wir mussten irgendwann wieder weiter. Von daher hieß es: rein in die Regenbekleidung und raus aus der Hütte. Gerade bei solch einer mehrstündigen alpinen Wanderung sollte man grundsätzlich Regenkleidung dabei haben, denn man hat nie die komplette Gutwettergarantie, alles andere wäre also grob fahrlässig.
Wir folgten dem Weg weiter durch Hagel- und Wasserpfützen in Richtung Bergstation. So etwas hat man schließlich auch nicht alle Tage. Am Lift angekommen hieß es dank Gewitter erneut warten, die Bahn stand. Zu Fuß wären es noch 1,5 Stunden ins Tal und der Weg, laut Hansjörg, nicht unbedingt empfehlenswert. Also entschieden wir uns gegen das Laufen, das Warten hat schließlich irgendwann ein Ende und zack, dank guter Planung, waren wir mit die ersten unten im Tal. So muss es laufen! Obwohl das Wetter nicht zu 100% mitspielte, bietet die Umrundung der Rosengartengruppe landschaftlich einmalige Ausblicke.

In unserer Unterkunft wartete die hauseigene Salzgrotte. Warmes und salziges Wasser bedeutet beste Erholung für den Körper. Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag und die schöne Reise ausklingen. Das Eggental zeigte sich von allen Seiten, wir waren eine tolle Truppe und von Tamara erfuhren wir einige Geschichten aus dem Nähkästchen einer Extrembergsteigerin. Danke dafür!

 

In Kooperation mit Eggental Tourismus – Danke!

Unterwegs durchs Südtiroler Eggental (Teil 1)

5. August 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Aufgewachsen in den Bergen, das Gefühl von Weite, Freiheit und der Drang nach oben – die Leidenschaft für die Berge hat Tamara Lunger, Sportlerin und Bezwingerin des 8611 m hohen K2, von klein auf gepackt. Auf der Pressereise ins Eggental war sie für zwei Tage unsere Begleiterin und wanderte mit uns in ihrer schönen Heimat.

Privat war ich bereits mehrfach in Südtirol bzw. in den Dolomiten unterwegs. Umrundete dort zum Beispiel den Peitlerkofel bei St. Martin in Thurn. Das Eggental war mir aber vorher nicht bekannt. Es liegt nur 20 Kilometer von Bozen entfernt und somit gar nicht so weit von der Brennerautobahn. Selbstverständlich gehört auch das Eggental zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.

Blick aus dem Hotelzimmer auf den Latemar im Eggental

Blick ins Eggental

Die Bilder zeigen den Ausblick aus meinem Hotelzimmer. Wer diesen Blick auch einmal genießen möchte, dem kann ich das 4-Sterne-Posthotel Weisses Rössl in Welschnofen ans Herz legen. Also nicht nur wegen der Aussicht auf den Latemar, sondern auch zwecks Speis und Trank ist das Hotel eine sehr gute Wahl!

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Essen im Eggental

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Wer auf den Berg will, der sollte gut gegessen haben.“ (Verfasser unbekannt oder vielleicht auch einfach alte Familienweisheit). Entsprechend begann der erste Tag der Pressereise mit einem leckeren Südtiroler Frühstück, bevor uns ein Shuttle zum Planetarium Südtirol in Gummer brachte. Gummer ist übrigens das Heimatdorf von Tamara, mit der wir uns dort trafen, um anschließend gemeinsam den ca. 10km langen Planetenweg zum Einstieg zu wandern. An diesem leichten Wanderweg sind Planeten unseres Sonnensystems zu erkunden. Damit man ein Gefühl für die Größe unseres Planetensystems bekommt, wurde zwischen den einzelnen Stationen der Maßstab 1:1 Milliarde verwendet. Auch ein Blick zur Sternwarte gehört bei dieser Wanderung dazu, bei uns war es allerdings leicht bewölkt und sowieso noch früh am Tag, wir beließen es beim Blick von außen.

Beschilderung am Sternenweg im Eggental

Sternenweg im Eggental

Sternwarte im Eggental

Nach einem Snack (wie immer in Südtirol: einfach lecker) ging es weiter am Sternenweg entlang. Früher als erwartet kamen wir wieder am Ausgangspunkt an und entschieden uns spontan für einen kurzen Trip zum bekannten Karersee. Dieser lag schließlich quasi um die Ecke und wartete darauf, von unseren Kameras entdeckt zu werden. Leider war es etwas windig und die Sonne stand zu hoch für stimmungsvolle Aufnahmen. Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben!

Der Karersee im Eggental am Tag

Der Karersee im Eggental am Tag

Zurück im Hotel ging es, nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gleich zum Abendessen. Denn am nächsten Tag stand eine längere Wanderung auf dem Programm, die „Umrundung der südlichen Rosengartengruppe“. Mit ca. 900 Höhenmeter und mindestens 5 Stunden reiner Gehzeit.
Am Abend gewitterte es noch, was super war, denn wir entschieden uns, zu dritt vor der Umrundung dem Karersee einen Besuch bei Sonnenaufgang abzustatten. Von daher hieß es: „Weckzeit: 5 Uhr“. Die Atmosphäre nach dem Gewitter versprach einiges. Aber vorher hieß es erstmal: Ab ins Bett…

 

In Kooperation mit Eggental Tourismus – Danke!

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