Texel – Dünen, Schafe und Mehr (Teil 2)

20. Juni 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Nun gut, Ihr wollt mehr als breite Strände, frische Nordseebrise und Dünenlandschaft pur? Ihr wollt Action, Wellness, Tierbabys? Verständlich, Tierbabys gehen immer!
Im Rahmen unserer Pressereise mit dem VVV Texel durften wir noch so einiges mehr von der Insel entdecken. Von den zahlreichen Schafen habe ich Euch ja schon im ersten Teil meines Berichts kurz erzählt.
Wer sich näher für Schafe, Lämmer und Wolle interessiert, der findet das volle Programm auf der Insel. Angefangen von Lämmer knuddeln (Tierbabys!!!), unterschiedliche Schafrassen kennenlernen oder dabei sein, wie so eine Schafherde von ihrem Hütehund im Zaum gehalten wird – wer das erleben möchte, dem kann ich nur die Schapenboerderij empfehlen.
Zum Thema Schafe gehört selbstverständlich auch guter Käse! Wir besichtigten den Käsebauernhof Wezenspyk, wo man einen Blick in die Herstellung der unterschiedlichen Käsesorten werfen kann (und natürlich auch probieren). Zur Käserei gehört ein kleines Museum, das in einer der auf der Insel verbreiteten „Schapenboet“ zu finden ist, mit vielen Infos rund um die texelanische Schafhaltung. Und man kann sich bestens mit ganz unterschiedlichen, leckeren Käsesorten eindecken bzw. Mitbringsel einkaufen.

Neugieriges Schaf auf Texel

Hütehund auf Texel

Schafswolle auf Texel

Schafe auf Texel

Schafe auf Texel

Käse auf Texel

Apropos Schafe, Ihr kennt die Regel? Wenn ein Schaf auf dem Rücken liegt, kommt es normalerweise nicht mehr allein auf die Beine. In solch einem Fall am besten Hilfe holen oder das Schaf an der Seite greifen und auf den Bauch drehen. Schaf und Bauer werden es Euch danken!
… zum Beispiel mit kuscheliger Wolle! (ok, der Bezug ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber musste sein). Habt Ihr schon mal von einem „Wollbad“ gehört? Ich persönlich konnte mir darunter ja gar nichts vorstellen, aber so ein Wollbad ist Wellness und Entspannung pur, wie ich jetzt aus eigener Erfahrung berichten kann. Eingewickelt in Wolle (die kein bisschen kratzig ist) liegt man eingemummelt in einer speziell konstruierten Liege, bis einem vor lauter Entspannung fast die Augen zufallen. Und nachher ist die Haut ganz weich durch das Lanolin aus der Schafwolle. Ein Erlebnis, das Ihr im Boutique-Hotel Texel erleben könnt.

Aber genug von Schafen und Entspannung. Die Actionfans sollen schließlich nicht zu kurz kommen. Texel eignet sich ideal zum Wind- und Kitesurfen, soll ein Highlight für Taucher sein (vor der Insel liegen zahlreiche Wracks noch aus der Zeit der „Reede von Texel“) und ein Eldorado für Fallschirmspringer. Beides habe ich allerdings selbst nicht ausprobiert (aus Gründen). Dafür gab es für unsere Gruppe einen schönen Rundflug über die Insel, den man am Airport Texel buchen kann.

Flughafen Texel

Flughafen Texel

Texel von oben

Natürlich ist Texel auch ideal zum Fahrrad fahren, wandern und genießen. Von Fisch, Krabben und anderem Meeresgetier brauche ich gar nicht anfangen – frischer geht’s einfach nicht! Aber auch sonst findet man eine tolle Auswahl an unterschiedlichen Leckereien, so probierten wir z.B. die bekannten „gerechies“, quasi die Texel Tapas. Und ließen uns leckeres, selbstgemachtes Bauernhofeis schmecken auf dem Hof „Labora“, wo man auch einen Blick in den ultramodernen Kuhstall werfen kann.

Essen auf Texel

Essen auf Texel

Eis auf Texel

Bier Skuumkoppe auf Texel

Bier auf Texel

Nachspeise auf Texel

Nachspeise auf Texel

Im Meer bei Texel

Weizenfeld auf Texel

Im September gibt es auf Texel sogar ein ganzes kulinarisches Wochenende, an dem Chefköche aus über 30 Restaurants ihre Spezialitäten zubereiten. Da muss ich irgendwann unbedingt mal hin, genau wie zu einem Besuch der Texels Bierbrauerei. Es gibt noch viel zu entdecken!

Die Insel Texel – „eine Insel mit 2 Bergen…“ (Teil 1)

29. Mai 2018 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

…nun gut, der Titel ist natürlich falsch (aber immer ein guter Ohrwurm). Um genau zu sein, hat Texel nämlich nur einen „Berg“, den Hoge Berg. Und der ist gerade einmal 15 Meter hoch. Also quasi nicht mal ein Maulwurfshügel. Aber die Texelaner sind stolz auf die kleine Lehmaufschüttung, die übrigens noch aus der Eiszeit übrig geblieben ist und damit ältester Bereich der Insel, wie uns Arnold – Texelaner durch und durch – auf unserer Texel-Safari erklärte.

Aber beginnen wir von Anfang an. Nach ziemlich vielen Besuchen im Süden ging es (endlich) auch mal wieder gen Norden. Eine Pressereise auf die Insel Texel war der Anlass. Gerade einmal 20 Minuten dauert die Fährüberfahrt von Den Helder, schon erreicht man die größte und westlichste der niederländischen Nordseeinseln. Die Fährüberfahrt ist genauso unkompliziert, wie so vieles in Holland. Ich sage nur: Free WiFi an jeder noch so entlegenen Ecke, Parken mit e-vignette per Smartphone oder mit Karte, selbst die kleinsten Beträge werden ganz selbstverständlich bargeldlos kassiert, und, und, und. Da kann sich Deutschland so manches Scheibchen abschneiden! Genauso wie in der Erprobung neuer nachhaltiger Techniken, zum Beispiel zur Süßwassergewinnung. Hier ist Texel ebenfalls ganz vorne mit dabei. Gut, sie haben etwas mehr Wind als wir hier „unten“. Zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig.

Denkt man an Texel, denkt man an Schafe. Davon gibt es mit ca. 45000 etwa genauso viele, wie es Gästebetten gibt. Einwohner hingegen hat Texel nur 14000. Einer davon ist Arnold, der uns am 1. Vormittag bei einer Texelsafari „seine“ Insel zeigte. Und die ist wirklich vielfältig.

Deichlandschaft auf Texel

Häusersilhouette in Ooudeschild auf Texel

Fischerboote im Hafen von Oudeschild auf Texel

Typische Schafshütte auf Texel

Texelschaf auf Texel

Natürlich kamen wir an der ein oder anderen Schafweide vorbei mit wolligen Texelschafen und ihren Lämmern, machten einen Abstecher zum Hafen von Oudeschild und gegen Mittag erreichten wir den Leuchtturm. Ein Aufstieg auf das rote Wahrzeichen der Insel lohnt, man hat einen tollen Rundumblick und kann bei guter Sicht bis zur Nachbarinsel Vlieland schauen. Der Leuchtturm wurde übrigens im 2. Weltkrieg stark beschossen, die Einschusslöcher sind zum Teil immer noch zu sehen, denn es wurde einfach eine neue Außenmauer drumherum gezogen. Nach dem Treppensteigen auf den Leuchtturm kann man sich im Strandpavillon Kaap Noord wieder stärken. Und dazu ein kühles „Skuumkoppe“ trinken, ja, auch ein eigenes Bier gibt es auf Texel, ein leckeres noch dazu (und das aus dem Mund eines Franken!).

Wind, Wolken, Meer, Sand und Dünen – da lacht das Herz eines jeden Nordseefans! Texel hat insgesamt 30 Kilometer schönen weichen Strand zu bieten, und im Mai findet man durchaus Ecken, an denen man ganz ungestört (fast) allein unterwegs ist.
Die Dünenlandschaft der Insel ist Nationalpark, durchzogen von Rad- und Wanderwegen, allerdings sind diese zur Vogelbrutzeit z.T. gesperrt. Durch die Bemühungen im Naturschutz wird Texel nämlich auch immer mehr eine „Vogelinsel“, ideal für Ornithologen.

Leutturm auf Texel

Blick vom Leuchtturm auf den Strand - Texel

Strandhäuschen auf Texel

Strand auf Texel aus der Luft

Naturschutzgebiet auf Texel

Strand mit Dünen auf Texel

Füße im Sand auf Texel

Wer sich näher mit der Geschichte der Fischerei und der Handelsschifffahrt, aber auch mit Schätzen aus Schiffswracks beschäftigen möchte, dem kann ich nur das Museum Kaap Skil in Oudeschild empfehlen. Es gibt ein Modell der „Reede von Texel“, einmal einer der wichtigsten Ankerplätze der Welt, und ein Freilichtmuseum zur Geschichte von Texel. Wenn man dann noch eine Führung von einem echten Seebären bekommt, kann man sich nur schwer wieder losreißen! Kurioses und skurrile Geschichten inklusive! Die Zeit war hier fast zu kurz und ein Besuch im Museum wird beim nächsten Texelbesuch auf jeden Fall wieder eingeplant.

Und für alle Liebhaber von Meeresgetier ist die Fahrt mit dem Krabbenkutter ein Muss. Wir waren mit Käpt‘n Frido und seiner Emmi, der TX-10, unterwegs. Start ist im Hafen von Oudeschild und das Ganze dauert ca. 2 Stunden. In diesen zwei Stunden bekommt man den kompletten Vorgang des Krabbenfischens mit, kann bei Frido auf der „Brücke“ vorbeischauen (ich habe mal kurz die Steuerung übernommen, nachdem Frido mich allein ließ, um unten nach den Krabben zu schauen) und natürlich nach erfolgreichem Fang Krabben pulen und futtern so viel man möchte. A draum! Frischer geht’s nicht. Alternativ kann man im Hafen von Oudeschild auch eine Fahrt zu den Sandbänken der Seehunde buchen, aber mit ein bisschen Glück entdeckt man Robbi Robbe auch sowieso bei der Fahrt mit dem Krabbenkutter bzw. später am Strand.

Museum Kaap Skil in Oudeschild

Museum Kaap Skil in Oudeschild - innen

Gesammeltes Treibgut im Museum Kaap Skil in Oudeschild

Krabbenkutter TX-10 auf Texel

Netz auf dem Krabbenkutter TX-10 bei Texel

Fang auf der TX-10 bei Texel

Frische Krabben auf dem Krabbenkutter TX-10 bei Texel

Blick von der Brücke der TX-10 bei Texel

Piratenflagge auf der TX-10 bei Texel

Texel ist natürlich mehr als Meer, Strand und Fische. Was man an Action, Entspannung und Genuss so alles auf der Insel finden kann, verrate ich Euch in Kürze in Teil 2. Der VVV Texel hat auf jeden Fall eine Menge Tipps auf Lager. Danke schon mal an dieser Stelle!

 

Pressereise in Koop. mit dem VVV Texel

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