Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 2)

17. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Kaiserschmarrn, Flädlesuppe, Kässpätzle, … na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Für mich gehören die österreichischen Klassiker ja zu einem Besuch in unserem schönen Nachbarland unbedingt dazu. Vor allem nach einem Tag auf der Piste oder einer langen Wanderung hat man sich das einfach verdient. Punkt! Schließlich müssen die verbrannten Kalorien ja wieder aufgefüllt werden.
Die meisten Regionen haben aber noch viel mehr zu bieten, als die typischen Klassiker. Da wird ausprobiert, experimentiert, regionale Produkte auf Weltniveau zubereitet und auch mal „cross-over“ gekocht, ich sage nur „Schweinsbraten trifft Bi Bim Bap“. Häh? Bitte was? Genau das habe ich auf der Pressereise nach Altenmarkt-Zauchensee probieren können. Megalecker, sage ich Euch!

Neben herrlicher Landschaft, zahlreichen Wintersportmöglichkeiten und Sommeraktivitäten ist die Region Altenmarkt-Zauchensee nämlich auch Genussregion. Es gibt hier eine große gastronomische Vielfalt und dazu Events wie kulinarische Spaziergänge, Wein-Genuss-Wochen oder den höchsten Bauernmarkt der Alpen, wo man auf ca. 30 Hütten die regionalen Köstlichkeiten probieren und auch gleich mitnehmen kann.

Unsere Zeit auf der Piste war ja schon Genuss pur. Nicht nur, weil das Wetter mitspielte, sondern auch weil unsere Truppe so super harmonierte. Und wie heißt es so schön? Die Eindrücke von der Piste müssen ausgiebig verarbeitet werden. Das geht am besten mit einem leckeren Essen und einem Gläschen Zirbenschnaps. Alte österreichische Bergweisheit! Und man muss sich schließlich an das halten, was die Einheimischen vorgeben!
Einkehren kann man zum Beispiel im Adlerhorst an der Roßkopfbahn richtig gut. Oder in der Burgstallhütte, wo wir es uns an Tag 2 nach einem erfolgreichen Einkehrschwung gut gehen ließen. Die alten Skihasen wissen, gute Verpflegung ist äußerst wichtig!

Da wir nun schon bei der Verpflegung sind, habe ich noch zwei Highlights für Euch. Zum einen den „Feinschmecker.Markt“ auf dem Marktplatz von Altenmarkt. Kleine Hütten, in denen verschiedene Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden. Von leckeren Gerichten bis hin zu selbstgemachten Spezialitäten, wie der Kürbiskernlikör, ist dort alles dabei. Für Feinschmecker ein Muss!

Und die nächste Empfehlung ist „Hermann & Tina´s Restaurant“. Für den Genuss nach einem Skitag genau das Richtige! Alternativ natürlich auch für jemanden, der die Mischung aus erlesenen österreichischen Schmankerln und original koreanischen Spezialitäten mag. Essenstechnisch finde ich es ja genial, mich auf neue Dinge einzulassen. Und beim Hermann & Tina wird man nicht enttäuscht. Gerade die Mischung ist der Hammer. Falls ihr einmal in der Nähe sein solltet, einfach vorbeischauen und genießen! Sehr lecker und zu 100% zu empfehlen – am besten noch inklusive einer Weinverkostung!

Eine weitere gute Anlaufstelle für ein leckeres Essen ist der Kesselgrub genauso wie die benachbarte Garnhofhütte.
Das war aber noch längst nicht alles an Genuss im schönen Pongau. Auf unserem Programm stand zwischenzeitlich noch eine Kutschfahrt durch die (Winter-)Landschaft Altenmarkt. Herrlich, besonders wenn man vorne beim Kutscher Platz nehmen darf. Wie ich erfuhr, werden auch geführte Reitwanderungen angeboten. Das wäre sicherlich etwas Spannendes für den Sommer. Stelle ich mir zumindest sehr gut vor.

Nun, jedes schöne Skiwochenende kommt einmal zu einem Ende. Wir reiten in die Ferne (wer „Red Dead Redemption“ kennt, weiß, wie er sich das vorstellen kann ;) ) und motten die Skiausrüstung erstmal wieder ein. Eine herrliche Saison mit einem genialen Abschluss in Altenmarkt-Zauchensee geht zu Ende. Ich komme wieder, versprochen!
Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die Sommersaison, Wandern, und mehr, wobei der nächste Winter kommt bestimmt…

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 1)

9. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Auch wenn bei uns der Frühling schon Einzug gehalten hat, hieß es für mich nochmal auf zum Saisonabschluss in den Schnee. Es ging letzte Woche zum Skifahren in die Alpen. Das Ziel war die Region Altenmarkt-Zauchensee im herrlichen Salzburger Land. Altenmarkt-Zauchensee? Persönlich war mir die Region vorher recht unbekannt. Aber hey, das Thema der Pressereise war Ski und Genuss – wie könnte ich bei so einer perfekten Kombi nein sagen?
Die Region im schönen Pongau besteht (wie der Name schon sagt) aus Altenmarkt und Zauchensee. Altenmarkt ist der Tal-Ort und Zauchensee, mit einer Höhe von 1350m, quasi die dazugehörige „Alm“ und gleichzeitig bekannter Skiweltcuport. Die Region wurde diesen Winter nicht von Schnee verschont und so gab es an den Bergstationen Höhen von über zwei Metern Schnee.
Altenmarkt-Zauchensee ist das höchstgelegene Skigebiet der Salzburger Sportwelt und hat mit 82km Pisten für jeden etwas zu bieten. Damit meine ich, dass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Sportlich anspruchsvoller sind die Pisten im Zauchenseer Gebiet (bis 2.176m), gemütlich familiärer in Altenmarkt (bis 1.700m).
Beides wurde vorletztes Wochenende ausgiebig getestet. Blaue, rote und natürlich auch schwarze Pisten waren dabei.

Da zum Skifahren die perfekte Ausrüstung gehört, passte einer unserer Programmpunkte einfach sehr gut. Wir machten gleich am ersten Tag einen Abstecher zu Atomic in Altenmarkt. Der bekannte Skihersteller hat nämlich dort seinen Hauptsitz und ließ uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen. Ausrüstung ist schließlich nicht gleich Ausrüstung. Ich fand es äußerst spannend zu sehen, wie ein Ski zusammengesetzt wird. Früher wurde nur Holz verarbeitet, heute sind es Hightech-Materialien wie zum Beispiel Carbon. Je nach Skityp bzw. Serie besteht so ein Ski aus verschiedenen Schichten und die Entwicklungszeit einer neuen Serie beträgt fast ein Jahr vom Papier bis zur Piste. Wobei natürlich ein Marcel Hirscher oder Michael Walchhofer (der Abfahrtsweltmeister hat übrigens hier seinen Heimatort und stand während unseres Trips für eine gemeinsame Abfahrt zur Verfügung) seine neuen Skier bereits nach ein paar Tagen abholen kann. Aber auch hier steckt eine ausgeklügelte längere Entwicklungsphase dahinter. Die jährliche Gesamtproduktion von Atomic beträgt ca. 1 Million Skier, was – wie ich finde – eine wirklich beeindruckende Zahl ist.

Die kommenden zwei Tage durften wir einen neuen Ski des Weltmarktführers auf der Piste testen, den Atomic „Savor“. Ein idealer Ski für Wiedereinsteiger und Gelegenheitsfahrer. Es handelt sich beim „Savor“ nämlich nicht um einen Rennski, sondern eher um ein Modell für den Genießer, der auch mal ein Auge für die schöne Umgebung hat.
Das aber zur Theorie. Am nächsten Tag ging es in die Praxis. Wir bekamen unseren „Savor“ bei Intersport Schneider und nach einer kurzen Einteilung der Skilehrer von der Skischule Walchhofer, die uns begleiteten und die kommenden zwei Tage mit Rat und Tat zur Seite standen, ging es auf die Piste. Wir hatten Glück, denn es herrschten allerbeste Wetterbedingungen für einen Sonnenskilauf. In der Nacht fielen die Temperaturen unter Null und tagsüber waren sie dank der Sonneneinstrahlung im leichten Plusbereich. Kein Wölkchen am Himmel und bestens präparierte Pisten toppten das Erlebnis.
Dann wollten wir mal den „Savor“ unter die Lupe nehmen, auf in den Schnee.

Gesagt, getan. Als ich den Ski das erste Mal in die Hand nahm, war ich schon überrascht. So einen leichten Ski hatte ich nicht gerade erwartet. Genau das ist allerdings Absicht. Ein Wiedereinsteiger hat keine Lust oder weniger Gefühl für schwere Skier. Schon mal ein Punkt. Kommen wir zum Fahrverhalten: Im Grunde genommen macht er genau das, was er soll. Es fühlt sich gut an und kommt selbst mit den doch eher frühlingshaften Schneeverhältnissen am Nachmittag sehr gut zurecht. Auch das hätte ich so in dieser Art nicht erwartet. Der Savor reagiert ganz gut und ist für einen Einsteiger bzw. Wiedereinsteiger eine wirklich gute Wahl. Wer also nächsten Winter darüber nachdenkt, es mal wieder mit dem Skifahren zu versuchen, der sollte diesen Ski ruhig einmal ausprobieren und wird begeistert sein.
Da ich persönlich es aber doch lieber etwas sportlicher und griffiger mag, entschied ich mich am zweiten Skitag um und für den Redster G9, ebenfalls von Atomic. Der Unterschied machte sich gleich auf den ersten Metern bemerkbar. Ein richtig schneller Ski! Mit ihm an den Füßen machte mir das Fahren noch einen Tick mehr Spaß. In den Kurven ist er schön griffig und Kanten sind vorhanden. Der Ski verzeiht aber auch keine Fehler, von daher musste ich fahrtechnisch mehr „arbeiten“ als vorher. Vielleicht könnte man ihn mit einem etwas sturen Rennpferd vergleichen. Das Ziel immer im Fokus, und genau da geht es hin. Ohne Umwege, nicht über Los. Wir (also der Ski und ich) haben uns angenähert, ohne dabei den nötigen Respekt abzulegen.

Und so ging auch Tag zwei auf der Piste mit viel Genuss, aber auch viel zu schnell vorbei. Was den Genuss außerhalb der Piste angeht, werde ich Euch im nächsten Teil berichten, denn hier hat die Region Altenmarkt-Zauchensee auch so einiges zu bieten. Und was wäre Skifahren ohne die leckeren österreichischen Köstlichkeiten? Geht gar nicht! Ihr dürft also gespannt sein.

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Zu Fuß und per Rad durch Fauna und Flora im Salzburger Land

26. Juli 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Zu Fuß bzw. per Rad durch die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, das war der Plan der Pressereise, an der ich vor Kurzem teilgenommen habe. Der Nationalpark wurde in den 1980er Jahren gegründet und liegt im Salzburger Land, in Kärnten und Tirol. Er war übrigens der erste Nationalpark Österreichs. Gleichzeitig ist er auch der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen. Von daher mit Sicherheit einen Besuch wert!
In das schöne Salzburger Land durfte ich bereits öfter reisen und freue mich immer schon, wenn die Tauernautobahn befahren wird. Die Hohe Tauern an sich bzw. der Nationalpark ging aber bisher irgendwie an mir vorbei. Das musste sich also ändern!
Nationalpark ist aber nicht gleich Nationalpark und jede Region hat ihre Besonderheiten. Von daher starteten wir in Mittersill im dortigen Nationalparkzentrum.

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Nationalparkzentrum in Mittersill - Salzburger Land

Das Museum ist perfekt, sowohl für Kinder als auch für Berginteressierte Erwachsene. Super schön veranschaulicht und sehr lehrreich zugleich. Von den Bergbewohnern, wie den Murmeltieren, bis hin zu Animationen zum Rückgang der Gletscher, es gibt 10 Stationen auf insgesamt 1800m². Selbst als erfahrener Bergwanderer lernt man dort noch etwas dazu. Zum Beispiel zum Thema Bartgeier.
Im Museum wurden wir mit der „Sommercard“ des Salzburger Landes ausgestattet. Schon praktisch, denn so beinhaltet diese unter anderem die kostenlose Benutzung von Bergbahnen, Transportmitteln oder auch der kostenlose Besuch bestimmter Sehenswürdigkeiten. Im Internet oder vor Ort findet Ihr die passenden Infos, dann dürfte mit der Sommercard nichts mehr schief gehen.

Sommercard des Salzburger Landes

Wandertechnisch hat die Region Hohe Tauern natürlich eine Menge zu bieten. Ob die hohen Berge wie Großvenediger, der Großglockner oder „nur“ auf die unterschiedlichen Almhütten, je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad, Höhenmetern oder Ausblicken ist alles möglich. Unsere Tour führte uns in das Obersulzbachtal. Ein Seitental des oberen Salzachtals. Vorbei an Wasserfällen, grünem Wald und mit herrlichem Blick auf die umliegende Bergwelt. Unser Ziel, die Berndlalm, erreichten wir in ca. 3 Stunden und dort wartete ein leckeres Essen auf uns.

Nationalpark Hohe Tauern - Aussenzone im Salzburger Land

Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Auf der Hängebrücke auf dem Weg zu Berndlalm im Salzburger Land

Almwiesen auf dem Weg zur Berndlalm im Salzburger Land

Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Wildkogel. Hier ging es mit der Wildkogel-Bergbahn hoch (und später auch wieder runter). Begleitet hat uns dabei Bernhard Gruber, der spannende Geschichten aus der Vergangenheit der Region, aber auch Pläne für die Zukunft erzählte. Stichpunkt Panorama- und Rutschenweg bzw. eine Mountaincart-Strecke. Schade, dass letztere noch nicht ganz fertig gestellt wurde. Aber ich muss eh mal wieder zu Besuch kommen, um mir die Bergbahn im Detail anzuschauen.

Aussicht bei der Wildkogel-Bergbahn Bergstation im Salzburger Land

Sportlich ging es dann auch am nächsten Tag weiter. Erst aufs Rad, dann zu Fuß und im Anschluss wieder aufs Rad. Quasi fast ein Triathlon. Also nur fast, versteht sich. Die erste kleine Strecke fuhren wir allerdings mit der Pinzgauer Lokalbahn, um dann auf E-Bikes umzusteigen. Eine ganze Stunde ging es flussaufwärts den Tauernradweg entlang. Mein erstes Mal auf einem E-Bike übrigens und ich fand es richtig klasse. Hin- und zurück waren es insgesamt fast 26km und der Hintern meckerte am nächsten Tag etwas. Was aber an meiner Untrainiertheit lag und definitiv nicht am E-Bike! Unser Ziel der Radtour waren die Krimmler Wasserfälle.

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land

Ich glaube, als Zwerg war ich bereits einmal an den Krimmler Wasserfällen, kann mich daran aber nicht mehr richtig erinnern. Es ist schon sehr beeindruckend, die höchsten Wasserfälle Europas aus der Nähe zu sehen. Unsere Begleitung (eine Nationalparkrangerin) führte uns über den alten Tauernweg nach oben und zurück auf dem „normalen“ Weg nach unten. Wusstet Ihr, dass die Fälle auch ein natürliches Mittel gegen Allergien und Asthma sein können? Tolles Gefühl, ganz in der Nähe zu stehen und tief ein- und ausatmen. Hat schon etwas ganz Besonderes!

Ein Highlight (nein, eigentlich waren es zwei) gab es zudem noch am nächsten Tag: Die Pinzgauer Lokalbahn feierte ihr 120jähriges Jubiläum und somit gab es eine Sonderfahrt mit einer tollen, alten Dampflok nach Mittersill. Gefolgt von einer kurzen Wanderung zum Hintersee. Dort fand nämlich die Almsommer Eröffnung der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern statt. Beim Almsommer gibt es hunderte von Veranstaltungen mit Themenwanderungen, Festen und Leckereien auf den teilnehmenden Hütten. Falls Ihr also noch ein Ausflugsziel für diesen Sommer sucht, kann ich Euch das nur empfehlen.

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land

Dampflokomotive der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land - innen

Hintersee beim der Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Eröffnung des Almsommers im Salzburger Land

Von den ganzen sportlichen Aktivitäten bekommt man natürlich auch Hunger und Durst. Von daher kann ich Euch eine kleine Auswahl an verschiedenen Lokalitäten empfehlen. Dazu gehört unser Übernachtungshotel (siehe weiter unten) oder die bereits erwähnten Almen. Im Gasthof Weyerhof in Bramberg gibt es super leckeres Essen und einen klasse Gastgeber. Die Liebe zum Detail ist lebendig und spürbar. Sei es beim Essen oder im Haus, das Ambiente passt einfach! Eine weitere Empfehlung ist das „Bräurup“ in Mittersill. Die eigene Brauerei (mit sehr leckerem Bier) und ein großes Fischrevier machen einen Besuch zur Pflicht! Ob Ihr es glaubt oder nicht, Bier passt sehr gut zu Fisch. Eine kleine, spontane Brauereibesichtigung war sogar auch noch drin. Daumen hoch!

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

Essen im Salzburger Land

…und übernachten muss man ja auch. Wir waren im Hotel Gasthof Flatscher untergebracht. Ein Familienhotel mit eigener Landwirtschaft und sehr langer Tradition (bis ins 15. Jahrhundert). Auch das kann ich Euch nur empfehlen. Die Region Hohe Tauern bietet alles, was das Wanderherz begehrt, ich selbst plane auf jeden Fall wieder einen Besuch, denn es gibt noch viele Wege zu erkunden und Ausblicke zu genießen!

 

In Kooperation mit Salzburg Land Tourismus – vielen Dank!

Schnee, Schnee und nochmals Schnee – das Tennengebirge im Salzburger Land (Teil 2)

12. Februar 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

…die Wettervorhersage vom Vortag bestätigte sich. Es hatte wieder die ganze Nacht über geschneit! Dafür sollte dann der zweite Tag der Pressereise ins Tennengebirge Wettertechnisch etwas ruhiger werden.
Nachdem es an Tag 1 etwas sportlicher zur Sache ging, stand an Tag 2 der Genuss stärker im Vordergrund. Nach dem Frühstück ging es nach Kuchl zur Bio-Hofkäserei Fürstenhof. Beim Rundgang konnte man – ohne zunächst viel über den Hof zu wissen – schon erkennen, dass Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Auch dieser Hof hat eine lange Tradition, sogar die erzbischöflichen Landesfürsten aus Salzburg machten hier Halt und kehrten ein. Wahrscheinlich wussten sie damals schon, was gut ist. Und mit guter Kulinarik kann man mich ja immer locken. Aber, wie so oft hieß es: „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Da wir uns in einer Käserei befanden, durften wir selbst Käse herstellen. Zugeschaut hatte ich bereits im schönen Lungau, doch heute stand selbst Hand anlegen auf dem Programm.

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Käsezubereitung in der Bio-Hofkäserei Fürstenhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Ja, alles Handarbeit und sehr spannend, was aus Milch, Lab und Geduld Leckeres entstehen kann. Was mich bei den unterschiedlichsten Milchprodukten immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass man z.T. herausschmecken kann, was die Kuh gegessen hat. Funktioniert natürlich nur mit Rohmilch, aber alleine die Tatsache, dass es möglich ist: Faszinierend! Übrigens wurden zahlreiche Käsesorten vom Fürstenhof bereits bei österreichischen Wettbewerben ausgezeichnet. Das ist noch nicht alles, denn auch soziale Aspekte spielen eine wichtige Rolle, wie das Wohnen in einer Art Mehrgenerationenhaus.

Mit dem selbst gemachten Käse im Gepäck ging es zum Mittagessen zum Jadorferwirt. Die Gerichte im Traditionsgasthaus werden mit Produkten aus der Region zubereitet und als besonderes Schmankerl sollte man bei einem Besuch unbedingt die Fischgerichte ins Auge fassen.

Fisch im Jadorferwirt im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wusstet Ihr eigentlich, dass das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in diesem Jahr 200 Jahr alt wird? 1818 erklang das wohl bekannteste Weihnachtslied zum allerersten Mal. In Hallein, unserem nächsten Stopp, lebte Franz Xaver Gruber, der die Melodie zum Gedichttext von Joseph Mohr schrieb. Und genau deshalb begaben wir uns auf die Spuren des Liedes und erkundeten den Ort Hallein. Zum Jubiläum wird im Sommer übrigens im ehemaligen Wohnhaus Grubers ein „Stille-Nacht-Museum“ eröffnet, wo man einiges rund um die Komposition erfahren kann.
Aber nicht nur das beliebte Weihnachtslied macht Hallein aus, wir erfuhren bei unserem Rundgang noch viel mehr, z. B. zum Thema Salzgewinnung, ein wichtiger Faktor in der Vergangenheit.

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Führung zu Stille Nacht! Heilige Nacht! im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachdem der Tag kulinarisch begann, sollte er auch mit einem kulinarischen Highlight enden. Entlang der „Via Culinaria“ kann man im Salzburger Land unterschiedliche Genusswege entdecken. Und auch der Tennengau ist eine dieser Genussregionen. Nachdem wir uns den Tennengauer Almkäse am Vormittag haben schmecken lassen, besuchten wir nun Döllerers Wirtshaus, das mit zwei Hauben gekrönt ist. Wir wurden von Andreas Döllerer höchstpersönlich empfangen und durch die Räumlichkeiten geführt. Inklusive Küche und den hauseigenen Weinkeller, der ca. 300 Jahre alt ist und ohne (zusätzliche) Kühlung auskommt. Im Gegensatz zu Andreas zweitem Restaurant – „Döllerers Genießerrestaurant“ (drei Hauben) mit seiner Cuisine Alpine-Küche – werden im Wirtshaus traditionelle Gerichte serviert.

Andreas Döllerer im Weinkeller von seinem Restaurant im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Gericht im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nachspeise im Döllerers Wirtshaus im Tennengau bzw. Salzburger Land

Das Credo des Haubenkkochs ist, traditionelle Speisen noch etwas besser zu machen und auf die kulinarische Vielfalt der Region zu setzen. Was soll ich sagen? Das Essen war natürlich super lecker! Und vielleicht kann Andreas Gedanken lesen. Ich sage nur: ein Kressetopf zum selbst schneiden und garnieren! Für mich als vermutlich größtem Kresseliebhaber nördlich der Alpen ein Traum. Die Familientradition des Hauses muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr erwähnen, ebenso wie die eigene Hausmetzgerei, solch eine Liebe zu Lebensmitteln begeistert mich ja immer sehr. Lieber Andreas, mich würde es sehr freuen, Dich einmal bei Kitchen Impossible sehen!

Gesättigt und zufrieden ging es zurück ins Lammertal und schnell ins Bett. Vorher noch ein Blick ins Wetter, den ganzen Tag herrschte ruhiges Wetter mit leichten Schneefällen, die Vorschau versprach aber erneuten Schneefall!
Eigentlich war am nächsten Tag noch eine kleine Wanderung auf die Postalm (das zweitgrößte zusammenhängende Almgebiet Europas (nach der Seiseralm in Südtirol)) geplant. Aber bei Lawinenwarnstufe vier war dies nicht möglich und so stapften wir noch eine alternative Runde durch den Schnee. Fast nebenbei erfuhren wir von Franz, der sich einfach bestens auskennt in der Region, dass im Tennengau die höchsten Bäume Österreichs stehen. Muss am Klima und dem Boden liegen. Für einen Holzwurm wie mich ja eine sehr spannende Info. Richtig sehen konnten wir sie im Schneetreiben allerdings nicht, was somit bedeutet, dass ich unbedingt nochmals in den schönen Tennengau muss (sowieso!).

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wanderung im Tennengau bzw. Salzburger Land

Bevor ich aber an ein Wiederkommen denke, stand das Thema Abreise an. Was mehr Zeit in Anspruch nahm, als ursprünglich angedacht. Fast 1,5 Stunden benötigte ich, um das Auto vom Schnee zu befreien. Zwischendurch dachte ich kurz darüber nach, einfach noch ein paar Tage dran zu hängen, denn ein Ende des Ausbuddelns war kaum abzusehen. Schnee soweit das Auge reicht. Aber irgendwann war es doch geschafft.

Verschneites Auto im Tennengau bzw. Salzburger Land

Auto vom Schnee befreien - Tennengau bzw. Salzburger Land

Abfahrt vom Alpengasthof Lämmertal im Tennengau bzw. Salzburger Land

Es war wieder eine herrliche Zeit im Salzburger Land mit vielen schönen Erlebnissen und Erinnerungen. Und einer für mich bis dato ganz unbekannten Region, die mir sehr gut gefallen hat. Dankeschön an alle Beteiligten für die Organisation, viele Einblicke und spannende Infos!

Schnee, Schnee und nochmals Schnee – das Tennengebirge im Salzburger Land (Teil 1)

6. Februar 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Im Salzburger Land war ich ja schon das ein oder andere Mal unterwegs, am schönen Hochkönig oder im entschleunigenden Lungau. Nun wurde ich wieder eingeladen, und zwar in den Tennengau. Genauer gesagt nach St. Martin im Tennengebirge. Ganz ehrlich, ich musste mich vorher erst einmal informieren, wo genau das Tennengau überhaupt liegt. Kurz gesagt: Immer der Tauernautobahn (A10) entlang und dann links abbiegen. Gesagt, getan! Persönlich gefällt mir die Strecke. Fahrgefühl fast wie an der Ligurischen Küste nur ohne Meer, dafür mit Schnee. Jedenfalls Mitte Januar.
Nach Abfahrt von der Autobahn ging es weiter auf der Bundesstraße: Die Schneehöhe passte sich ganz langsam an. Will heißen, dass es nach und nach immer mehr Schnee gab. Das endgültige Ziel war der Alpengasthof Lämmerhof, der im Lammertal (einem Seitental des Tennengebirges) liegt. Laut Navi also von der Bundesstraße abfahren und zack, gleich waren noch einige Zentimeter mehr Schnee vorhanden. Half aber nichts, denn das Ziel war noch nicht zu sehen. Also immer weiter im Text, bzw. musste ich zwischendurch zusätzlich das Navi auf dem Smartphone anwerfen. Es wurde nämlich noch weißer, die Straße noch etwas enger und der Schnee immer höher. Ich war skeptisch, ob ich wirklich noch richtig lag. Zwei Navis konnten aber schließlich nicht irren und Schneeerfahrung mit dem Auto hab ich, also immer weiter. Nach einer Brücke ging es rechts zum Lämmerhof, Auto parken – „Sie haben Ihr Ziel erreicht“. Viel Schnee, schön ruhig und mitten in herrlicher Landschaft! Der erste Gedanke war „Ja, das könnte mir sehr gut gefallen“. Und natürlich musste ich sofort los, die Umgebung bei einem kleinen Spaziergang erkunden.

Fahrt zum Alpengasthof Lämmerhof im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schnee und Sonne im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schnee und Sonne im Tennengau bzw. Salzburger Land

Die Region begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein. Das sollte sich in den nächsten Tagen ändern. Dazu aber später mehr. Mich macht ja die Kombination aus Bergen und Schnee sehr glücklich.
Am Abend, bei einem leckeren Essen im Alpengasthof, lernte ich die Gruppe näher kennen und wir wurden in das Programm der folgenden Tage eingeweiht. Ich freute mich schon, denn eine Schneeschuhwanderung war gleich der erste Punkt auf dem kommenden Tagesprogramm. Auch wenn ich im Inneren ein Schneekind bin, eine Schneeschuhwanderung hatte ich bis dato noch nicht gemacht. Der nächste Tag kam und nach einer kurzen Einweisung hieß es „ran an die Teller“ (Schneeschuhe). Die ursprüngliche Route konnte wegen der hohen Lawinengefahr nicht begangen werden, denn es hatte die ganze Nacht weiter geschneit. Was mich zu Beginn etwas verwundert hat, denn das Lammertal liegt auf ca. 950 Höhenmetern und somit doch gar nicht so hoch, für Alpenverhältnisse. Die Gebirgszüge in der Umgebung machen es aber möglich, denn sie wirken quasi wie ein Trichter und irgendwo muss der Niederschlag ja schließlich hin. Eine Ausweichroute für unsere Schneeschuhtour war jedenfalls schnell gefunden.

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Schneeschuhwandern im Tennengau bzw. Salzburger Land

Der kleine Rundweg war einfach nur traumhaft. Wir haben viel gelacht und auch viel gelernt. Stichwort „richtiges“, d.h. kraftschonendes, Gehen im Tiefschnee oder auch Infos zur Lawinenrettung. Diese Stille im Wald, nur die Natur und sonst nichts ist einfach genial!
Allerdings auch etwas anstrengend. Und genau zum richtigen Zeitpunkt tauchte dann <ganz merkwürdigerweise> ein Berghof auf. Und wie es der Zufall will, gab es dort auch ein leckeres traditionelles Mittagessen. Der Gasthof Wildau befindet sich in Familienhand und wurde bereits um 1241 erstmals erwähnt. Die ganze Familie Quehenberger ist mit Leib und Seele dabei. Wir durften eine kleine Weinverkostung im uralten Gewölbekeller genießen, anschließend in den Schnapskeller und zum Abschluss noch einen Blick in die originalen Gästezimmer von damals werfen.

Zimmer im Berghof Wildau im Tennengau bzw. Salzburger Land

Essen im Berghof Wildau im Tennengau bzw. Salzburger Land

Wenn wir nicht noch einen weiteren Programmpunkt gehabt hätten, wären wir vermutlich noch lange in den verschiedenen Räumen verweilt. So ging es aber sportlich weiter, Rodeln war angesagt. Das ist im Nachbarort Abtenau (Karkogels) bestens möglich. Die Gondel bringt Mensch und Maschine (also den Rodel) schnell nach oben, so dass es ganz leicht möglich ist, mehrfach die Strecke zu genießen. Was wir natürlich auch in Anspruch nahmen, versteht sich ja von selbst!

Rodeln im Tennengau bzw. Salzburger Land

Nach dieser Aktion ging es zurück zum Lämmerhof. Frisch machen und später mit einer Gesamtleistung von 2 PS durch herrliche Winterlandschaft zum Abendessen gleiten. Wir wurden direkt vor unserem Domizil von zwei Kaltblütern samt Kutsche empfangen. Gleichmäßiges Hufgetrappel, Atmen der Pferde, viel Schnee, kuschelige Decken und idyllischer Wald – man musste nicht viel reden, sondern vor allem genießen. Für den Rückweg gab es zwei Varianten, eine schnelle (Taxi) oder die gemächlichere per Pferd. Selbstverständlich wählte ich die Kutsche, wie oft kommt man schon in den Genuss?! Romantikgedönse hin oder her, herrlich wars!

Zwischenbericht vom Wetter: Natürlich hat es (mit wenigen kleinen Unterbrechungen) den ganzen Tag geschneit und auch in der Nacht sollte es noch weiter schneien. Was das dann für Tag 2 hieß, erfahrt Ihr in Kürze hier.

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