Es geht weiter im Haus – die Sanierung des Kellers und eine Überraschung

9. April 2020 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

Aktuell hat man ja gefühlt irgendwie mehr Zeit. Ob das tatsächlich der Fall ist, möchte ich bezweifeln. Aber manch einer wird vielleicht ein bisschen kreativer bzw. fängt an, liegen gebliebene Dinge zu erledigen. Da bei uns im und ums Haus noch einiges zu tun ist, wird es uns natürlich nicht langweilig. An den Wochenenden können wir weder Familie noch Freunde besuchen, somit ist Zeit für die ein oder andere Baustelle. Ein Haus zu sanieren bedeutet einen Haufen Arbeit, die nicht so schnell ausgeht. Das zieht sich (und wenn man anderen Kernsanierern glauben mag, fängt man im Anschluss gleich wieder vorne an).

Neben dem Höfchen (ich sag nur: (Hochdruck)reinigen und Hängemattendrama…) ist aktuell der Keller an der Reihe. Dafür muss ich etwas ausholen: Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnert, haben wir ein Haus in der Innenstadt – gebaut 1951 und (fast) durchgängig bewohnt. Aber auch vor dieser Zeit war das Grundstück bereits bebaut. 1943 gab es einen schweren Bombenangriff auf Schweinfurt, bei dem danach fast nichts mehr von der Innenstadt stand und (vermutlich) das damals an der Stelle stehende Gebäude ebenfalls heftig getroffen wurde.
So kam es zum Neubau unseres Hauses durch den ehemaligen Direktor einer hier ansässigen Bank. Das zur mehr oder weniger bekannten Vorgeschichte. Wir haben ja komplett kernsaniert und den Wohnbereich neu gestaltet. Im Rahmen unserer Renovierung haben wir den Keller zunächst außen vor gelassen, so dass hier die „alten“ Spuren noch sichtbar sind.

Das Problem:

Als wir das Haus besichtigten, schauten wir uns natürlich auch den Keller genauer an und ließen zusätzlich zwei, drei erfahrene Handwerker einen Blick darauf werfen. Eine Expertenmeinung schadet schließlich nie! Für das Alter war alles in Ordnung, die Substanz ist ok und wird uns wohl überleben. An ein paar Stellen bröckelte zwar der Putz von den Wänden, aber das ist völlig normal. Leicht feucht ist er, unser Keller, das war klar. Aber wie uns die Handwerker und Architekten bestätigten: kein Grund zur Sorge! (auch wenn das unsere potentiellen „wir möchten Ihnen das Haus gern abkaufen-Vorinteressenten als Argument nutzen wollten, uns das Haus auszureden bzw. madig zu machen.)
Auf Dauer musste trotzdem etwas geschehen, damit nicht immer mehr Putz von der Wand abbröckelt. Schimmel war zum Glück nicht vorhanden, aber etwas muffig roch es doch ab und an. Typisch älteres Haus eben. Es war also an der Zeit, zu recherchieren und sich Gedanken zu machen. Es musste eine Lösung her, um das Mauerwerk langfristig zu schützen.

Die Überlegungen:

Die Frage war also „Was tun?“ Klar, die Wände werden uns mit Sicherheit überleben und wir bräuchten uns eigentlich keine Gedanken machen. Doch entweder ich mache etwas gescheit oder ich lasse es bleiben. Eine komplett neue Außendrainage wäre natürlich die ideale Lösung. Von außen kommen wir aber leider nur mit sehr hohem Aufwand an die Wände. Sowohl finanziell gesehen als auch arbeitstechnisch, denn dazu müsste der ganze Bürgersteig aufgerissen werden. Weitere Möglichkeiten wären, die Wand von innen mit Hilfe eines sogenannten Injektionsverfahrens abzudichten, alternativ den Putz zu entfernen und eine Ständerwand davor zu platzieren oder die Wand so zu lassen und einfach abzuwarten. So die Empfehlungen. Eine kurze Recherche später kam eine weitere Option hinzu: Spezieller Putz, nämlich „Sanierputz“ könnte die Lösung sein, für die wir uns dann auch entschieden. Sanierputze sind zugleich wasserabweisend gegen Wassereintritt von außen und diffusionsoffen gegen Wasserdampf von innen. Sie lagern mögliche, die Bausubstanz schädigende Salze ein und sind außerdem schimmelhemmend. Aber Achtung: Jeder Keller ist anders und je nach Mauerwerk bzw. Feuchtigkeit kann Sanierputz auch ungeeignet sein! Außerdem gibt es verschiedene Sanierputzsysteme. Daher sind Sanierungsmaßnahmen immer auf das jeweilige Bauwerk abzustimmen! Für die Recherche kann man genügend Zeit einplanen, denn soooo schnell wird die Mauer nicht einstürzen. Und falls doch, ist Sanierputz sowieso nicht die richtige Lösung! ;)

Die Durchführung:

In Bayern haben aktuell auf Grund des Coronavirus SARS-CoV-2 die Baumärkte geschlossen. Zum Glück hatten wir vor den Schließungen genügend Säcke Sanierputz eingekauft. Diese warteten im Keller auf ihren Einsatz. Hammer, Besen, Eimer, eine alte Bohrmaschine mit Quirl, Maurerkelle, Zahnglättekelle und Sprühflasche hatte ich da, außerdem wichtig: Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille – Sanierputz darf nicht in die Augen gelangen! Zu Beginn schlägt man den restlichen, alten Putz ab, sofern vorhanden. So dass fast nur noch Mauerwerk zu sehen ist. Tipp: Lieber etwas großzügiger abschlagen als zu wenig. Sollte das Mauerwerk darunter doch etwas feucht sein, müsst Ihr es erst trocknen lassen. D. h. je nach Feuchtigkeit sollte man durchaus ein paar Wochen warten und quasi die Wand „atmen“ lassen. Unsere Wände waren trocken, denn wir hatten zu Beginn der Sanierung schon die nicht-atmungsaktive Sperrschicht, die drauf war, runtergemacht. Tipp: Frühzeitig beginnen. Wenn die Wände trocken sind, werden diese nochmals per Besen abgekehrt. So dass der grobe Schmutz weg ist. Erst dann wird der Sanierputz angerührt. Das Mischungsverhältnis kann ich Euch leider nicht mitteilen, das steht meist auf der Packung. Grob würde ich sagen ¼ Wasser zu ¾ Putz – natürlich ohne Gewähr. So dass es eine zähflüssig-breiige Masse gibt. Das müsst Ihr ausprobieren, ähnlich dem Geliertest bei der Marmelade. ;) Vor dem Auftragen des Putzes wird mit der Sprühflasche die Mauer leicht befeuchtet. Dadurch haftet der Putz besser. Diesen im Anschluss gleichmäßig auftragen und trocknen lassen. Dies kann sich je nach Luftfeuchtigkeit und Dicke des Putzes auch über mehrere Tage hinziehen. Der Putz sollte eine maximale Dicke von 2cm nicht überschreiten. Falls doch mehr benötigt werden sollte, einfach den ersten Durchgang austrocken lassen und in einerzweiter Welle auftragen.

Das war‘s auch schon. Mit dem Zwischenergebnis bin ich nun völlig zufrieden. Eventuell kann man jetzt noch ein bisschen anschleifen und evtl. streichen, aber im Keller muss es meiner Meinung nach nicht zu 100% gut aussehen.

Die Überraschung:

Ein bestehendes Haus weckt ein gewisses Interesse in mir. Leider haben wir keine alten Pläne von der ursprünglichen Bauphase etc. erhalten, da war wohl nichts mehr vorhanden. Wir hatten ja immer noch auf einen versteckten Goldbarren im Keller gehofft, vom Bankdirektor, aber bisher leider nichts in diese Richtung gefunden. Es deuten allerdings einige Hinweise auf einen ursprünglichen (Gewölbe-)Keller unter dem eigentlichen Keller hin. Denn erstens handelt es sich bei den Außenmauern um alte Natursteinmauern. Die Grundmauern wurden nicht in klassischer Ziegelbauweise (wie das restliche Haus) gemauert. Diese Natursteinmauern sind somit voraussichtlich älter als 1951. Zweitens könnte im Keller ein nachträglich verschlossener Treppenabgang sein. (Jedenfalls haben wir keine Ahnung, was es sonst sein sollte). Drittens gibt es laut alten Aufzeichnungen in unserem Stadtteil viele alte Gewölbekeller, die sogar früher mal untereinander verbunden waren, aber nach dem Krieg häufig komplett mit Schutt aufgefüllt wurden. Und zum Schluss habe ich festgestellt, dass es eventuell Hohlräume unter dem Kellerboden gibt. Ich bin mir also fast sicher, dass unter uns noch ein weiteres Schätzchen wartet. Und vielleicht sind dort die besagten Goldbarren zu finden?!

Fortsetzung zu „Hausbau: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Bauherren“

20. November 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: ,

Vor ein paar Tagen kam der Blogpost von Frank „ins Haus geflattert“. Erfahrungsberichte rund um Hausbau bzw. –renovierung interessieren mich ja grundsätzlich. Daher: gelesen und für gut befunden! Nun möchte ich gerne meine Sichtweise ergänzen. Aber wie Frank schon schilderte, dabei handelt es sich ausschließlich um meine bzw. unsere Sicht auf die Dinge, auf keinen Fall um offizielle Empfehlungen, Ratschläge oder Ähnliches. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man eine Frage in einem (Bau-)Forum stellt bzw. eine Antwort sucht, reichen die möglichen Varianten von A bis Z. Inklusive missionarischem Eifer in alle Richtungen. Lieber erst gar nicht zu viel schauen, es ist echt unglaublich, was da alles vorgeschlagen wird, und hinterher ist man manchmal verwirrter als vorher. Lieber selbst beim Experten informieren, vielleicht Bekannte und Freunde fragen und – wenn man eine gewisse handwerkliche Grundbegabung hat – auch mal auf sein Bauchgefühl hören.

Wir wohnen nun schon drei Jahre in unserem sanierten Haus mitten in Schweinfurt. Und es gibt noch immer etwas zu tun. Kennt wohl jeder, der schon einmal kernsaniert hat.
Aber heute geht’s mal nicht um Renovierungsfortschritte, sondern um ein paar grundsätzliche Entscheidungen, die man treffen muss. In Anlehnung an die Fragen von Frank, nur in etwas abgewandelter Form.

Eigentumswohnung oder Haus?

Obwohl wir nicht auf Haussuche waren, ging es bei dem potenziellen Gedanken an einen Kauf nie um eine Eigentumswohnung. Für uns war schnell klar, dass es – falls doch mal irgendwann – ein Haus sein sollte. Sorry, aber ich möchte nicht mit anderen Menschen entscheiden müssen, ob das Treppenhaus neu gestrichen wird. Wenn ich mein zugehöriges Treppenhaus streichen will, dann möchte ich es streichen. Und wenn nicht, dann nicht. Zudem kommen bei einer Eigentumswohnung noch die lästigen Eigentümerversammlungen dazu. Wenn bei einer Planung oder einem Problem auch nur eine Partei quer schießt, kann der Hausfrieden recht schnell schief hängen. Auch da spreche ich aus gewisser Erfahrung. Im Haus bleibt natürlich alles an einem selbst hängen. Keine Frage, aber das ist mir persönlich 10x lieber, als mich mit anderen rumzuärgern. Mein Wunsch, Dinge selbst zu entscheiden, steht da an erster Stelle. Vor allem bei so einer großen finanziellen Entscheidung, die man ja auch mit einer Eigentumswohnung trifft. Aber für andere hat natürlich auch eine Eigentumswohnung Vorteile.
Grundsätzlich wollte ich mir auch nie ein Fertighaus zulegen. Meine Punkte Pro-Massivhaus  hat Frank bereits deutlich herausgearbeitet, daher verweise ich an dieser Stelle. Aber auch vom Bauchgefühl her: „wenn ein Haus, dann ein „Richtiges“. Daher war ich sehr froh, dass unser Haus eine massive Bauweise hat. Auch wenn das während der Umbauphase zu einigen Flüchen kommen kann – Stichwort: Stahlträger an unerwarteter Stelle o. ä.

Dämmung bzw. Wärmedämmverbundsystem?

Dämmung ist wichtig, keine Frage. Ein Wärmedämmverbundsystem könnte auch bei einem Altbau Sinn machen. Also abhängig von Möglichkeiten, Investitionskosten und Sinnhaftigkeit, da bleibt mir nur die Antwort „Es kommt darauf an“.
Wir haben ein Stadtreihenhaus mit kleinerem Anteil an „freier“ Außenfassade (im Verhältnis zur gesamten begrenzenden Wandfläche), an die längeren „Außenwandflächen“ grenzen jeweils die Nachbarhäuser.  Von daher ergab ein Wärmedämmverbundsystem bei uns keinen Sinn. Noch dazu, dass nach vorne und hinten relativ große Fensterfronten sind, und wenig Wandfläche. Was aber immer Sinn macht, ist das Dach zu dämmen! IMMER! Im Neubau ist dies vermutlich sowieso gar keine Frage, sondern Standard. Bei einer Sanierung (wie wir sie hatten) stellt sich die Frage, ob die alten Ziegel sowieso demnächst ausgetauscht werden müssten, oder nicht. Falls ja, dann ist die Aufsparrendämmung von Vorteil. Eine Untersparrendämmung würde den Verlust von Platz bedeuten, eine Zwischensparrendämmung evtl. Wärmebrücken lassen. Da wir eher kurz- als langfristig sowieso neue Ziegel benötigt hätten, haben wir also gleich die Kombi aus Dach neu decken und Wärmedämmung genutzt.  

Was würdest Du jetzt besser machen?

Ganz klar: Eine Photovoltaikanlage sofort aufs Dach! Es tut etwas in der Seele weh, denn die Kosten der Baustelleneinrichtung (Gerüst…) waren ja sowieso eingeplant. Und im Vergleich der Gesamtkosten für die Sanierung hätten die zusätzlichen Kosten für eine Photovoltaikanlage doch nur einen Bruchteil ausgemacht. Aber immerhin so viel, dass wir uns nicht gleich dafür entschieden (aber Vorkehrungen auf dem Dach getroffen haben). Wenn ich mir jetzt noch anschaue, dass sich mein Vater mit fast 70 Jahren überlegt, eine PV-Anlage aufs Dach zu installieren, ärgert es mich im Nachhinein noch mehr, dass wir es aufgeschoben haben. Denn klar ist, eine PV-Anlage (mit Batteriespeicher) kommt in naher Zukunft aufs Dach. Punkt!

Warum überhaupt eine Photovoltaikanlage?

Darüber müssen wir wahrscheinlich gar nicht mehr diskutieren. Strom vom Netz wird immer teurer, fast jedes Haushaltsgerät benötigt Strom etc. pp. Und vor allem natürlich der Vorteil erneuerbarer Energieversorgung. Die Vorteile sehe ich auch hier wie Frank. In unserer Region scheint die Sonne recht häufig, ein weiterer Pluspunkt. Mein Traum ist ja eine komplett autarke Energieversorgung, aber ohne auf irgendwelche Dinge verzichten zu müssen. Ein kleiner Schritt dahin wäre mit einer Photovoltaikanlage ja schon getan.

Wie sieht es bei Euch mit der Heimnetzwerk-Installation aus?

Eine vernünftige Heimnetzwerk-Installation in einem Haus im Jahr 2019 ist schon fast so elementar, wie Strom und fließend Wasser. Genau aus dem Grund, dass die Wände nach dem Verputzen so schnell nicht wieder geöffnet werden sollen, haben wir z.B. in jedem Zimmer (bis auf die Bäder) Netzwerkdosen liegen. Ob wir es wirklich überall benötigen, spielte keine Rolle. Gebündelt wird alles zentral im Keller.

WLan ist natürlich ein Muss. Hier haben wir Geräte von AVM im Einsatz. Wobei ich sagen muss, dass ich mit dem Repeater nicht zu 100% zufrieden bin und es sicherlich besser Lösungen gibt. Aber aktuell stört es nicht so stark, dass ich es angehen möchte, daher ist dieser Punkt auf meiner Prioritätenliste weiter unten zu finden.

Smart Home? Ja oder nein?

Über eine Smart-Home-Ausstattung  habe ich hier schon mal einen Blogpost verfasst. Auch drei Jahre später bin ich noch immer begeistert von dieser Lösung mit Homematic IP. Ich muss mich um nichts kümmern und alles funktioniert, wie gewünscht. Zwischendurch haben wir das System noch erweitert und in unterschiedlichen Abständen kommen immer mal Updates mit zusätzlichen Optionen vom Hersteller. Läuft!
Der Preis-Leistungs-Faktor war und ist uns wichtig. Wie Frank erwähnt hat, ist die klassische Elektroinstallation noch immer das A und O. Wir hatten kein Budget eingeplant für eine größere Anlage vom Anbieter direkt, aber so nach und nach werden wir sicherlich weiter aufrüsten.

Soviel zum allgemeinen Rückblick. Ihr habt weitere Fragen? Dann gerne her damit!

Hallo? Hallo! – Rund ums Haus

26. April 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Man kommt ja zu nichts! Der letzte Post aus bzw. rund ums Haus ist nun schon wieder eine Weile her. Nach unserem Einzug ist zunächst nicht so viel Neues passiert. Klar, ein paar Lampen hängen, ein paar Löcher wurden zugemauert bzw. verputzt, aber die großen Dinge ruhten bisher. Jaja, ich weiß, vor dem Einzug erzählte jeder: „Macht fertig, was geht. Danach bleibt es sowieso liegen.“ Und was soll ich sagen, sie hatten alle Recht! Nachdem wir über ein Jahr saniert hatten, war irgendwann die Luft raus. Pause! Und wisst Ihr was – die war nötig! Aber wie schnell sich der Mensch auch an Provisorien gewöhnen kann, ist bemerkenswert. Das kennt jeder, der schon mal umgezogen ist.

Türzarge aus Lärche

Und so gibt es noch einige Ecken bzw. auch größere Baustellen, die demnächst in Angriff genommen werden wollen. Verputzen des Gästezimmers, Umgestaltung des Innenhofes, das zweite Treppenhaus muss noch gemacht werden etc. pp. Langweilig wird es sicher nicht! (und ich nehme Euch selbstverständlich hier mit, wenn es soweit ist)
Was mir auch immer noch im Kopf rumschwebt, ist die Aufrüstung mit Smart-Home-Technik. Mit unseren per App steuerbaren Heizkörperventilen und Fensterkontakten sind wir schon super zufrieden. Auch mit unseren Unterputzradios plus Dockingstation. Aber es gibt noch so viele Möglichkeiten!
Im entfernten dazu gehört ja auch die Türkommunikation bzw. Gegensprechanlage. Zu Beginn vielleicht erst noch einmal kurz die Gegebenheiten: Unser Haus ist schmal und verfügt über vier Stockwerke. Jeweils zwei Stockwerke sind mit getrennten Kreisläufen (Wasser/Strom/Heizung) angelegt, so dass wir daraus zwei getrennte Wohnungen machen könnten. Dies war von Anfang an klar und darauf musste auch die Gegensprechanlage aufgebaut werden. Kurz gesagt, wir benötigten eine Anlage, welche mindestens zwei Klingeln und insgesamt vier Gegenstücke zu bieten hat. Sind noch alle mit im Boot?

Zu Beginn schwirren im Kopf natürlich die verschiedenen Möglichkeiten umher und Wünsche werden geäußert. Der erste Wunsch war eine netzwerkfähige Türkommunikation. Der Gedanke: „Es klingelt und wir können gleich auf jedem Handy/Tab/Laptop erkennen, wer vor der Tür steht“ war schon sehr verlockend. Alternativ die Option mit einer Cam und dem passenden Gegenstück – nicht so mobil, aber trotzdem ist zu erkennen, wer gerade klingelt.

So zumindest der erste Plan. Allerdings wurden wir schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als wir uns nach Preisen erkundigten. Unsere Wunschvarianten sprengten das Budget und ein neuer Wunsch musste her. Dieser war dann auch schnell gefunden: Zunächst wird es eine „normale“ Türstation mit vier Gegenstücken im Haus und zwei Klingeln. Sind wir doch mal ehrlich, wie oft benötigt man so eine Netzwerk-/Videofunktion? Unangemeldete Besucher haben einfach Pech gehabt, falls wir nicht öffnen möchten. ;) Und so stimmt unser persönliches Preis-Leistungs-Verhältnis wieder.

Gira Gegensprechanlage

Gira Gegensprechanlage

Wir haben uns, wie beim Radio, für GIRA entschieden. Praktische Handhabung, schickes Design, das passt. Mittlerweile ist seit dem Einbau auch schon eine gewisse Zeit vergangen, die Türkommunikation wurde getestet und bisher sind wir sehr zufrieden mit unserer Wahl. Außerdem heißt es ja nicht, dass in Zukunft nicht doch noch die Netzwerkverknüpfung nachgerüstet werden kann…

SmartHome mit Homematic IP

28. Oktober 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Der Mensch ist bekanntlich bequem veranlagt und wenn sich die Möglichkeit ergibt, Geld zu sparen, greift er gerne zu. So in der Art zumindest. Beides sind nur zwei Gründe, die für SmartHome-Lösungen sprechen. Plus natürlich der Technik-Nerd-Faktor! Wir hatten uns bei unserer Renovierung auch immer mal wieder mit dem Thema SmartHome beschäftigt. Gut, wenn man eine SmartHome-Lösung nach „altem“ Standard bevorzugt, wird das Thema schnell ad acta gelegt. Unter „altem“ Standard verstehe ich eine feste Komplett-Installation. Kostet ein halbes, ach was red‘ ich, ein ganzes Vermögen und ist auf Dauer gesehen ziemlich unflexibel. Also für uns ein No-Go!

Also lautete die Devise: Weiter umschauen, bis irgendwann vielleicht eine praktikablere Lösung auftaucht. Zwischendurch gab es natürlich noch genug andere Dinge zu erledigen, doch irgendwann kam ich auf den Anbieter Homematic IP. Und die praktikablere Lösung war gefunden.

Vorab das Ausgangszenario: Unser (Haupt-)Bad liegt im 3. Stock und somit benötigt der Heizkörper etwas, bis er auf Temperatur ist. Wir sind Früh-am-Morgen-Duscher und somit ist das Badezimmer von der Nacht her ausgekühlt. Die perfekte Wärme hatte das Bad die ersten kühleren Wochen also erst, wenn man mit dem Duschen schon fast fertig war. Die Heizung die ganze Nacht durchlaufen zu lassen, ist ja auch keine dauerhafte Lösung. Zwar kann unser Brenner im Keller verschiedene Heizprogramme, aber entweder sind dann alle Räume um 6 Uhr warm, oder halt keiner. DAS wird nun aber auch wieder nicht benötigt. Flexibilität ist etwas Anderes.

Die Lösung

Soweit zur Ausgangslage, die definitiv nach einer flexiblen SmartHome-Lösung schreit. Es gab bzw. gibt verschiedene Lösungsansätze. Wobei der Hauptunterschied zwischen Mietgeräten und gekauften Geräten besteht. Wir haben uns für dauerhafte Geräte entschieden – ich bin kein großer Fan von der Mietoption, denn in den meisten Fällen hat der Vermieter mehr davon und die Dinger halten (normalerweise) eh ewig. Anyway, was man bei Homematic IP für eine flexible Steuerung der Heizung benötig, sind Heizkörperthermostate plus ggf. noch Fensterkontakte und natürlich eine Zentrale. Die Installation verlief ohne Probleme: Zentrale an den Router hängen, kurz per QR-Code (in der zugehörigen App) anlernen und zack, da ist sie schon. Bei den Heizkörperthermostaten war ich zu Beginn etwas skeptisch, denn die Heizung lief ja ohne Probleme und ich hoffte, dass das auch so bleibt. Aber meine Skepsis stellte sich als völlig unnötig heraus. Erstens ist die Beschreibung kinderleicht und zweitens gibt es ja auch noch Tutorials auf Youtube, falls gewünscht.
Das alte Thermostat wird auf maximale Stufe gedreht, dann abmontiert und das neue, „smarte“ Heizkörperthermostat angeschraubt. Das ist schon alles. Nun noch die Theorie – also wieder das „anlernen“ in der App (was keine 5 Minuten dauert) und alles läuft so, wie es soll. Man kann verschiedene Szenarien per App einstellen, für Wochentage, Wochenenden, Tageszeiten, was auch immer. Bei uns ist jetzt jedenfalls morgens nach dem Aufstehen das Bad warm, ohne dass die Heizung die ganze Nacht durchbollern muss.

Homematic IP Set

Homematic IP Heizkörperthermostat

Das Gleiche funktioniert übrigens mit allen anderen Modulen von Homematic IP genauso: Anbringen, anlernen und fertig. Wir haben die Fensterkontakte zusätzlich installiert und mit dem Heizkörperthermostat verknüpft. Das heißt: Fenster auf – Heizung geht aus. Fenster zu – Heizung geht wieder an. Eine richtig geniale Kombination, ohne erst daran denken zu müssen, die Heizung runter zu drehen. Noch dazu sieht man sofort am Smartphone, ob ein Fenster geöffnet ist, oder nicht. In einem Haus mit 4 Stockwerken ist das einfach nur superpraktisch.

Homematic IP Fensterkontakt

Homematic IP Fensterkontakt

Unser primärer Entscheidungsfaktor ist nicht das Einsparpotential durch die gezielte Einstellung, sondern vor allem die Möglichkeit einer zeitgesteuerten, individuellen Steuerung der Heizkörper. Klar, einige werden es vielleicht als Spielerei ansehen, doch ich finde es ist einfach nur genial.

Zum Abschluss gibt es aber noch einen Wunsch: Warum gibt es noch kein schickes Webinterface?
Mit Hilfe von FHEM ist dies zwar möglich, aber etwas umständlich. Ich denke an so eine Lösung, wie sie Dominik Schön auf dem Barcamp Regensburg präsentiert hat. Das wäre dann wirklich die perfekte Variante.

Unsere Wohlfühloase – das neue Badezimmer

4. September 2016 | 10 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Wohlfühloase, Wellnesstempel oder einfach nur notwendige Nasszelle, so ein Bad muss sehr gut überlegt sein. In unserem Häuschen gab es zwei Badezimmer. Doch wie sollte(n) unser Bad bzw. unsere Bäder aussehen? Also ging die Planung los. Ein Haupt-, ein Gästebad? Zwei gleichwertige Bäder? Eins für ihn, eins für sie? Mit Badewanne oder ohne? Ebenerdige Dusche? Wie gefliest? Fragen über Fragen – und es mussten mal wieder ziemlich viele Entscheidungen getroffen werden!

Erst hatten wir überlegt, in unser „Hauptbad“, gleich neben dem Schlafzimmer, Dusche UND Badewanne einzubauen. Wir gehören zwar zur Duschfraktion, aber so ab und an gemütlich in der Badewanne plantschen und relaxen, ein Erkältungs- oder Rückenbad nehmen (man wird ja nicht jünger!) bzw. einfach die Option zu haben, in die Badewanne gehen zu können, war uns schon wichtig. Also ganz ohne Badewanne geht es dann doch nicht. Da wir aber am Grundriss der Bäder eigentlich nichts verändern wollten, wurde uns beides (Bad und Dusche) in einem Bad einfach zu eng. Und wenn wir schon Platz haben, müssen wir es uns ja nicht unnötig voll stellen bzw. bauen.
Zunächst haben wir natürlich erstmal die ganzen Abbrucharbeiten erledigt und den Raum wieder „auf null gesetzt“. Leitungen neu, Elektrik neu, Boden neu. Wobei der ein oder andere Liter Schweiß floss und es den ein oder anderen Nerv kostete. So ist Handwerk und so es macht ja auch Spaß.

altes Badezimmer

Renovierung

Sanierung des Bades

Sanierung des Bades

Wir entschieden uns für eine größere (1,20 x 0,90m) Dusche im „Hauptbad“, dazu ein größeres Waschbecken, das auch genug Ablagefläche bietet und das WC sollte auf jeden Fall so randlos wie möglich sein, weil hygienischer. Das waren die Wünsche. Aber wisst Ihr, wie verdammt schwer es ist, das „richtige“ auszusuchen? Es gibt ja unzählig viele Varianten!

Schnell sind wir bei Villeroy & Boch hängengeblieben. Das deutsche Traditionsunternehmen (das es schon seit 1748 gibt!) hat eine tolle Auswahl an schönen und gleichzeitig funktionalen Produkten und setzt dabei auf Qualität und Design. Besonders gut gefallen hat uns auf Anhieb die Subway 2.0 Kollektion. Klar, harmonisch geformt und ohne Schnörkel bzw. unnötiges Gedöns.
Wie fast alle Keramikprodukte bei Villeroy & Boch, gibt es auch den Subway 2.0 Waschtisch in der Version „CeramicPlus“. Dazu solltet Ihr wissen, dass das Wasser hier in Schweinfurt eher einer Kalkbrühe gleicht, als normalem Wasser. Härtegrad: „härter als Chuck Norris“. Genau deshalb kam für uns diese spezielle Keramik-Veredelung genau richtig. Natürlich erspart es leider nicht das Putzen, aber es ist trotzdem schon ein himmelweiter Unterschied zu „normaler“ Keramik, denn Wasser und andere Substanzen perlen an der Oberfläche ab, so dass Schmutz und Kalkreste nicht mehr so gut an der dieser haften können.

Villeroy & Boch Verpackung

Villeroy & Boch Duschwanne - Subway 2.0 Kollektion

Wichtig war – wie beim Waschbecken mit seinen 1000mm – auch bei der Dusche eine ausreichende Größe, denn es gibt einfach nichts Schlimmeres, als keinen Platz zu haben. Zu Beginn stellten wir uns eine ebenerdige Dusche vor, wollten aber nicht durchgehend fliesen. Nach ausgiebiger Beratung entschieden wir uns für eine ziemlich flache Duschwanne (18mm), die Squaro, Super Flat, aber nicht ganz ebenerdig. Da kann es wohl doch ab und an mal zu Problemen kommen und es war bei uns die einfachste Einbau-Variante, da wir den Fußboden ja nicht komplett – inkl. Estrich – neu machen wollten). Und ganz ehrlich, das Hauptbad ist im 3. OG. Falls wir also altersbedingt einmal die paar cm nicht mehr in die Dusche kommen sollten, sind wir vorher eh schon im Treppenhaus stecken geblieben. ;) Die Duschwanne ist übrigens, genau wie die Badewanne, aus Quaryl, einem speziell entwickelten Gemisch aus Quartz und Acrylharz. Stoß- und kratzfest und ziemlich pflegeleicht, wie sich jetzt im Alltag zeigt.

Abfluss mit CeramicPlus von Villeroy & Boch

Dusche mit CeramicPlus von Villeroy & Boch

Was fehlt noch? Richtig, die Toilette! Toilette ist natürlich auch nicht gleich Toilette. Wenn man sich einmal genauer mit der „Schüssel“ beschäftigt, kann man einige Unterschiede erkennen. Und ich meine jetzt keine beheizbaren Deckel oder programmierbare Spülfunktionen à la koreanischer oder japanischer Toiletten.
Unsere Wahl fiel auf eine moderne Hängetoilette aus der Subway Kollektion, mit CeramicPlus und DirectFlush. Heißt, es gibt einen offenen, vollständig glasierten Wasserrand für praktische Reinigung. Außerdem wurde der Spülvorgang bei DirectFlush optimiert, dabei wird das komplette Innenbecken bis direkt unter den offenen Wasserrand „bespült“ und es setzen sich weniger Verunreinigungen fest. Zusammenfassend: spülrandlos und wassersparend. Und im Abgang „waagerecht“, laut Beschreibung. :D
So und jetzt einmal alles zusammen, so ist unser Hauptbadezimmer geworden:

Bad gesamt von Villeroy & Boch

Bad Unterschrank von Villeroy & Boch

Bad Unter- und Spiegelschrank von Villeroy & Boch

Bad Dusche von Villeroy & Boch

Bad Dusche und Toilette von Villeroy & Boch

Kommen wir nun auch noch zu dem ein oder anderen Detail. Wichtig: eine stabile, feste Duschtür/-umrandung. Nichts ist schlimmer, als wackelige (am besten noch nicht 100%ig dicht schließende) Duschtüren oder – der Oberhorror – ein Duschvorhang, der irgendwo am Körper festklebt. Pfui! Also gab es eine fest eingebaute, schicke Duschtür/-wand aus Glas und als kleiner Extraluxus: die Duschstange an der Seitenwand befestigt, so dass man seine Handtücher gleich griffbereit hat.

Viel Stauraum gibt es auch mit den passenden Badmöbeln aus der Subway 2.0 Kollektion, dazu aber in Kürze mehr, wenn ich Euch Bad Nr. 2 vorstelle. Nun fehlt nur noch ein bisschen Deko und die passende Musik für den Gemütlichkeitsfaktor. So ist es fürs erste fertig, unser Badezimmer Nr. 1.

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