Der Jeep Compass Limited im Alltagstest

28. März 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Wir bleiben beim Thema Auto. Nach dem Fiat Fullback Cross war kurze Zeit später der Jeep Compass Limited mit einem Alltagstest an der Reihe. Die Marke Jeep ist jedem ein Begriff und in meinem Kopf schlummerte noch die Tour mit dem Grand Cherokee SRT, die vor fast genau einem Jahr stattfand. Damals war ich echt begeistert. Wird es mit der Neuauflage des Jeep Compass wohl auch wieder der Fall sein?!

Irgendwann war es also soweit und der „kleine Bruder“ des Cherokee stand auf dem Hof und wollte ausgiebig gefahren werden. So ganz in schwarz, mit schicken Felgen (19“), auf den ersten Blick ein schöner kompakter SUV.

Jeep Compas Limited in den Wehranlagen in Schweinfurt

Jeep Compas Limited - Felgen

…und ab geht die wilde Fahrt. Nein, zuerst kommen gewohnheitsmäßig die Hardfacts vom Testfahrzeug:

– 103 kW (140 PS) 1.4 MULTIAIR
– max. Drehmoment bei 103 Nm bei 5000 U/min
– Frontantrieb (!)
– Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
– 6-Gang-Schaltgetriebe
– Leergewicht: ca. 1,5 Tonnen
– Maße: 4,40m (Länge) x 1,81m (Breite) x 1,62m (Höhe)
– Navigations- und Soundpaket (Uconnect 8.4, Beats Audio Sound System)
– Preis des Testwagens: 34.450,00 Euro

Optisch, also von außen gesehen, ein sehr schickes Modell. Nicht zu groß und nicht zu klein. Vor der ersten Fahrt werden natürlich die verschiedenen Einstellungen angepasst. Als erstes war der Sitz dran. Nun ja, der Anfang war schon fast ein kleines Drama. Wer baut denn bitteschön „Kindersitze“ im Fahrzeug ein? Sorry, aber das geht nicht! Also grundsätzlich bequem, aber für meine 1, 86 m einfach viel zu klein. On top kam beim Testmodell noch dazu: Ein Jeep mit Frontantrieb?! Der erste Gedanke war: Das kann die nächsten zwei Wochen ja heiter werden.

Aber der Compass fuhr sich gleich auf den ersten Metern ziemlich gut und auch der Anzug im höheren Drehzahlbereich war völlig ausreichend. Also positiv denken, die zwei Wochen haben ja erst begonnen und schließlich hat jeder eine zweite Chance verdient.

Jeep Compas Limited - innen

Jeep Compas Limited - innen

Auf der Fahrbahn macht der Jeep Compass genau das, was er soll, er fährt wirklich ruhig und sicher und von der Geschwindigkeit her kann ich bei seinen 140 PS nichts bemängeln. Sogar der integrierte Spurhalteassistent und ich wurden Freunde. Richtig, in der Vergangenheit hatte ich das bei anderen Fahrzeugen bemängelt, aber hier passt die Abstimmung gut.

Positiv aufgefallen ist mir zudem die Inneneinrichtung und vor allem das Infotainment System, denn die Bedienung des großen Touchscreens (z. B. von (Sitz-)Heizung, Radio, Navi…) geht intuitiv super leicht. Ganz unter uns, da können sich viele Hersteller etwas abschauen! Wenn ich die bisher getesteten Autos Revue passieren lassen, muss ich ungelogen sagen, dass die Handhabung der Bedienelemente in diesem Test-Jeep einfach perfekt ist.
So Dinge wie genügend Stauraum und Handhabung muss ich nicht extra erwähnen, denn das stimmt bei Jeep ebenfalls. Trotz der 1,5 Tonnen, der Abmessungen und der 103 KW ist der Verbrauch bei dem getesteten Modell relativ gering.

Jeep Compas Limited - Front

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited - back

Jeep Compas Limited - Spiegel

Wie schon beim SRT, gilt auch beim Jeep Compass das Motto: Preis-Leistung ist ausgeglichen und stimmig. Optional bietet Jeep für den Compass ja auch die Allrad-Variante an, für den, der die Offroad-Möglichkeiten nicht missen mag, das wäre dann wahrscheinlich auch meine Wahl.

Fazit: Wie in einer Beziehung – am Anfang sind noch leichte Anfangsschwierigkeiten vorhanden und später hält es dann ein Leben lang. Ja, wir beide haben uns angefreundet und als die Zeit um war, war ich schon etwas traurig, dass ich den Jeep wieder abgeben musste. Definitiv ein moderner und alltagstauglicher SUV.

Mit dem Jeep Grand Cherokee SRT8 in die Berge

17. April 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Wie hier versprochen, kommt nun der (Fahr-)bericht zum Jeep Grand Cherokee SRT8. Fangen wir allerdings vorne an und das gleich mit einer Frage: Wie kommt es überhaupt, dass es dieser Jeep wurde? Tja, daran ist Herr D. B. von Autowelt Beständig schuld. Wir unterhielten uns über den GLS und er meinte „Du musst unbedingt einmal den SRT fahren!“ Gut, das muss man mir nicht zweimal sagen, bei der nächsten Möglichkeit (nämlich der Reise nach Hochkönig) war es soweit.

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Gerade zu Beginn war der Vergleich zum GLS irgendwie allgegenwärtig. Nicht nur wegen seiner Form, sondern auch wegen der ähnlichen Daten. Die Hardfacts schauen so aus:

– V8 Motor mit 468 PS (344 KW)
– in 5,0 Sekunden von 0 auf 100km/h
– Höchstgeschwindigkeit von 257 km/h
– Permanenter Allradantrieb
– 8-Stufen-Automatikgetriebe
– ein Gewicht von etwas mehr als 2,4 Tonnen
– und Abmessungen von 4,85m (Länge), 1,94m (Breite) und 1,75m (Höhe)

Soweit erst einmal zu den grundlegenden Daten. Aber Theorie ist schön und gut, das echte Leben findet in der Praxis statt und zwar auf der Straße bzw. zunächst auf der Autobahn. Kurz aufs Gaspedal getippt und die 2,4 Tonnen schieben sich ungezähmt nach vorne – ein Traum! Noch dazu der typische, satte V8 Sound, der das Wageninnere aufleben lässt. Das erfreut den geneigten Zuhörer ungemein!

Irgendwann kommt natürlich der Punkt, an dem die Bremse betätigt werden muss. Logisch! Die Brembo-Bremsanlage zwingt „den Kleinen“ sowas von in die Knie. Und das, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass der 2,4 Tonner zu schieben beginnt (für meinen Geschmack übrigens etwas besser gelöst als beim GLS). Ebenso schnell ist er auch wieder auf Betriebstemperatur. Gut, den Test auf der Autobahn hat er schon einmal bestanden, aber ein Jeep wäre natürlich kein Jeep, wenn er nur gerade Strecke von A nach B fahren würde.

Nachmittags kamen wir in der Region Hochkönig an, genauer gesagt im beschaulichen Hinterthal. Die Strecke plätscherte etwas dahin, kein Pass, keine Kehren, kein Schnee auf der Straße… das musste geändert werden. Es ist schließlich ein Jeep!
Auf der Hauptstraße zu unserem Hotel erregte das Schild mit der Aufschrift „Steigung“ und „Achtung“ meine Aufmerksamkeit. Da mussten wir hin! Die Steigung war für den SRT natürlich kein Problem, wäre ja sonst auch noch schöner. Über einen kleinen Pass kamen wir dann auch noch zu etwas Schnee, Schotterstraßen und einer Reihe Pistenbullys, die auf dem Weg waren, ihre Arbeit zu verrichten. Für den SRT überhaupt kein Problem, denn das Fahrwerk passt sich ganz automatisch den Gegebenheiten an.

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Jeep Grand Cherokee SRT8 - Autowelt Beständig

Um ihn direkt mit dem GLS zu vergleichen, müsste man eigentlich genau die gleiche Strecke fahren (inkl. der Innenstadt von Mailand). Irgendwie fällt es mir schwer, einen Vergleich zu ziehen. Gut, der SRT ist etwas kürzer als der GLS, der mit unglaublichem Platzangebot und Comfort punktet. Dafür ist der Jeep sportlicher, was bei mir für etwas mehr Fahrspaß gesorgt hat. Wer auf Sport, Comfort und Offroad steht, der sollte zum SRT greifen.

Es ist übrigens super, dass lokale Händler, wie die Autowelt Beständig offen für solche Kooperationen sind. Ein dickes Dankeschön geht hier an das ganze Team und alle Verantwortlichen!

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