Hallo? Hallo! – Rund ums Haus

26. April 2017 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Man kommt ja zu nichts! Der letzte Post aus bzw. rund ums Haus ist nun schon wieder eine Weile her. Nach unserem Einzug ist zunächst nicht so viel Neues passiert. Klar, ein paar Lampen hängen, ein paar Löcher wurden zugemauert bzw. verputzt, aber die großen Dinge ruhten bisher. Jaja, ich weiß, vor dem Einzug erzählte jeder: „Macht fertig, was geht. Danach bleibt es sowieso liegen.“ Und was soll ich sagen, sie hatten alle Recht! Nachdem wir über ein Jahr saniert hatten, war irgendwann die Luft raus. Pause! Und wisst Ihr was – die war nötig! Aber wie schnell sich der Mensch auch an Provisorien gewöhnen kann, ist bemerkenswert. Das kennt jeder, der schon mal umgezogen ist.

Türzarge aus Lärche

Und so gibt es noch einige Ecken bzw. auch größere Baustellen, die demnächst in Angriff genommen werden wollen. Verputzen des Gästezimmers, Umgestaltung des Innenhofes, das zweite Treppenhaus muss noch gemacht werden etc. pp. Langweilig wird es sicher nicht! (und ich nehme Euch selbstverständlich hier mit, wenn es soweit ist)
Was mir auch immer noch im Kopf rumschwebt, ist die Aufrüstung mit Smart-Home-Technik. Mit unseren per App steuerbaren Heizkörperventilen und Fensterkontakten sind wir schon super zufrieden. Auch mit unseren Unterputzradios plus Dockingstation. Aber es gibt noch so viele Möglichkeiten!
Im entfernten dazu gehört ja auch die Türkommunikation bzw. Gegensprechanlage. Zu Beginn vielleicht erst noch einmal kurz die Gegebenheiten: Unser Haus ist schmal und verfügt über vier Stockwerke. Jeweils zwei Stockwerke sind mit getrennten Kreisläufen (Wasser/Strom/Heizung) angelegt, so dass wir daraus zwei getrennte Wohnungen machen könnten. Dies war von Anfang an klar und darauf musste auch die Gegensprechanlage aufgebaut werden. Kurz gesagt, wir benötigten eine Anlage, welche mindestens zwei Klingeln und insgesamt vier Gegenstücke zu bieten hat. Sind noch alle mit im Boot?

Zu Beginn schwirren im Kopf natürlich die verschiedenen Möglichkeiten umher und Wünsche werden geäußert. Der erste Wunsch war eine netzwerkfähige Türkommunikation. Der Gedanke: „Es klingelt und wir können gleich auf jedem Handy/Tab/Laptop erkennen, wer vor der Tür steht“ war schon sehr verlockend. Alternativ die Option mit einer Cam und dem passenden Gegenstück – nicht so mobil, aber trotzdem ist zu erkennen, wer gerade klingelt.

So zumindest der erste Plan. Allerdings wurden wir schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als wir uns nach Preisen erkundigten. Unsere Wunschvarianten sprengten das Budget und ein neuer Wunsch musste her. Dieser war dann auch schnell gefunden: Zunächst wird es eine „normale“ Türstation mit vier Gegenstücken im Haus und zwei Klingeln. Sind wir doch mal ehrlich, wie oft benötigt man so eine Netzwerk-/Videofunktion? Unangemeldete Besucher haben einfach Pech gehabt, falls wir nicht öffnen möchten. ;) Und so stimmt unser persönliches Preis-Leistungs-Verhältnis wieder.

Gira Gegensprechanlage

Gira Gegensprechanlage

Wir haben uns, wie beim Radio, für GIRA entschieden. Praktische Handhabung, schickes Design, das passt. Mittlerweile ist seit dem Einbau auch schon eine gewisse Zeit vergangen, die Türkommunikation wurde getestet und bisher sind wir sehr zufrieden mit unserer Wahl. Außerdem heißt es ja nicht, dass in Zukunft nicht doch noch die Netzwerkverknüpfung nachgerüstet werden kann…

SmartHome mit Homematic IP

28. Oktober 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Der Mensch ist bekanntlich bequem veranlagt und wenn sich die Möglichkeit ergibt, Geld zu sparen, greift er gerne zu. So in der Art zumindest. Beides sind nur zwei Gründe, die für SmartHome-Lösungen sprechen. Plus natürlich der Technik-Nerd-Faktor! Wir hatten uns bei unserer Renovierung auch immer mal wieder mit dem Thema SmartHome beschäftigt. Gut, wenn man eine SmartHome-Lösung nach „altem“ Standard bevorzugt, wird das Thema schnell ad acta gelegt. Unter „altem“ Standard verstehe ich eine feste Komplett-Installation. Kostet ein halbes, ach was red‘ ich, ein ganzes Vermögen und ist auf Dauer gesehen ziemlich unflexibel. Also für uns ein No-Go!

Also lautete die Devise: Weiter umschauen, bis irgendwann vielleicht eine praktikablere Lösung auftaucht. Zwischendurch gab es natürlich noch genug andere Dinge zu erledigen, doch irgendwann kam ich auf den Anbieter Homematic IP. Und die praktikablere Lösung war gefunden.

Vorab das Ausgangszenario: Unser (Haupt-)Bad liegt im 3. Stock und somit benötigt der Heizkörper etwas, bis er auf Temperatur ist. Wir sind Früh-am-Morgen-Duscher und somit ist das Badezimmer von der Nacht her ausgekühlt. Die perfekte Wärme hatte das Bad die ersten kühleren Wochen also erst, wenn man mit dem Duschen schon fast fertig war. Die Heizung die ganze Nacht durchlaufen zu lassen, ist ja auch keine dauerhafte Lösung. Zwar kann unser Brenner im Keller verschiedene Heizprogramme, aber entweder sind dann alle Räume um 6 Uhr warm, oder halt keiner. DAS wird nun aber auch wieder nicht benötigt. Flexibilität ist etwas Anderes.

Die Lösung

Soweit zur Ausgangslage, die definitiv nach einer flexiblen SmartHome-Lösung schreit. Es gab bzw. gibt verschiedene Lösungsansätze. Wobei der Hauptunterschied zwischen Mietgeräten und gekauften Geräten besteht. Wir haben uns für dauerhafte Geräte entschieden – ich bin kein großer Fan von der Mietoption, denn in den meisten Fällen hat der Vermieter mehr davon und die Dinger halten (normalerweise) eh ewig. Anyway, was man bei Homematic IP für eine flexible Steuerung der Heizung benötig, sind Heizkörperthermostate plus ggf. noch Fensterkontakte und natürlich eine Zentrale. Die Installation verlief ohne Probleme: Zentrale an den Router hängen, kurz per QR-Code (in der zugehörigen App) anlernen und zack, da ist sie schon. Bei den Heizkörperthermostaten war ich zu Beginn etwas skeptisch, denn die Heizung lief ja ohne Probleme und ich hoffte, dass das auch so bleibt. Aber meine Skepsis stellte sich als völlig unnötig heraus. Erstens ist die Beschreibung kinderleicht und zweitens gibt es ja auch noch Tutorials auf Youtube, falls gewünscht.
Das alte Thermostat wird auf maximale Stufe gedreht, dann abmontiert und das neue, „smarte“ Heizkörperthermostat angeschraubt. Das ist schon alles. Nun noch die Theorie – also wieder das „anlernen“ in der App (was keine 5 Minuten dauert) und alles läuft so, wie es soll. Man kann verschiedene Szenarien per App einstellen, für Wochentage, Wochenenden, Tageszeiten, was auch immer. Bei uns ist jetzt jedenfalls morgens nach dem Aufstehen das Bad warm, ohne dass die Heizung die ganze Nacht durchbollern muss.

Homematic IP Set

Homematic IP Heizkörperthermostat

Das Gleiche funktioniert übrigens mit allen anderen Modulen von Homematic IP genauso: Anbringen, anlernen und fertig. Wir haben die Fensterkontakte zusätzlich installiert und mit dem Heizkörperthermostat verknüpft. Das heißt: Fenster auf – Heizung geht aus. Fenster zu – Heizung geht wieder an. Eine richtig geniale Kombination, ohne erst daran denken zu müssen, die Heizung runter zu drehen. Noch dazu sieht man sofort am Smartphone, ob ein Fenster geöffnet ist, oder nicht. In einem Haus mit 4 Stockwerken ist das einfach nur superpraktisch.

Homematic IP Fensterkontakt

Homematic IP Fensterkontakt

Unser primärer Entscheidungsfaktor ist nicht das Einsparpotential durch die gezielte Einstellung, sondern vor allem die Möglichkeit einer zeitgesteuerten, individuellen Steuerung der Heizkörper. Klar, einige werden es vielleicht als Spielerei ansehen, doch ich finde es ist einfach nur genial.

Zum Abschluss gibt es aber noch einen Wunsch: Warum gibt es noch kein schickes Webinterface?
Mit Hilfe von FHEM ist dies zwar möglich, aber etwas umständlich. Ich denke an so eine Lösung, wie sie Dominik Schön auf dem Barcamp Regensburg präsentiert hat. Das wäre dann wirklich die perfekte Variante.

Unsere Wohlfühloase – das neue Badezimmer

4. September 2016 | 7 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Wohlfühloase, Wellnesstempel oder einfach nur notwendige Nasszelle, so ein Bad muss sehr gut überlegt sein. In unserem Häuschen gab es zwei Badezimmer. Doch wie sollte(n) unser Bad bzw. unsere Bäder aussehen? Also ging die Planung los. Ein Haupt-, ein Gästebad? Zwei gleichwertige Bäder? Eins für ihn, eins für sie? Mit Badewanne oder ohne? Ebenerdige Dusche? Wie gefliest? Fragen über Fragen – und es mussten mal wieder ziemlich viele Entscheidungen getroffen werden!

Erst hatten wir überlegt, in unser „Hauptbad“, gleich neben dem Schlafzimmer, Dusche UND Badewanne einzubauen. Wir gehören zwar zur Duschfraktion, aber so ab und an gemütlich in der Badewanne plantschen und relaxen, ein Erkältungs- oder Rückenbad nehmen (man wird ja nicht jünger!) bzw. einfach die Option zu haben, in die Badewanne gehen zu können, war uns schon wichtig. Also ganz ohne Badewanne geht es dann doch nicht. Da wir aber am Grundriss der Bäder eigentlich nichts verändern wollten, wurde uns beides (Bad und Dusche) in einem Bad einfach zu eng. Und wenn wir schon Platz haben, müssen wir es uns ja nicht unnötig voll stellen bzw. bauen.
Zunächst haben wir natürlich erstmal die ganzen Abbrucharbeiten erledigt und den Raum wieder „auf null gesetzt“. Leitungen neu, Elektrik neu, Boden neu. Wobei der ein oder andere Liter Schweiß floss und es den ein oder anderen Nerv kostete. So ist Handwerk und so es macht ja auch Spaß.

altes Badezimmer

Renovierung

Sanierung des Bades

Sanierung des Bades

Wir entschieden uns für eine größere (1,20 x 0,90m) Dusche im „Hauptbad“, dazu ein größeres Waschbecken, das auch genug Ablagefläche bietet und das WC sollte auf jeden Fall so randlos wie möglich sein, weil hygienischer. Das waren die Wünsche. Aber wisst Ihr, wie verdammt schwer es ist, das „richtige“ auszusuchen? Es gibt ja unzählig viele Varianten!

Schnell sind wir bei Villeroy & Boch hängengeblieben. Das deutsche Traditionsunternehmen (das es schon seit 1748 gibt!) hat eine tolle Auswahl an schönen und gleichzeitig funktionalen Produkten und setzt dabei auf Qualität und Design. Besonders gut gefallen hat uns auf Anhieb die Subway 2.0 Kollektion. Klar, harmonisch geformt und ohne Schnörkel bzw. unnötiges Gedöns.
Wie fast alle Keramikprodukte bei Villeroy & Boch, gibt es auch den Subway 2.0 Waschtisch in der Version „CeramicPlus“. Dazu solltet Ihr wissen, dass das Wasser hier in Schweinfurt eher einer Kalkbrühe gleicht, als normalem Wasser. Härtegrad: „härter als Chuck Norris“. Genau deshalb kam für uns diese spezielle Keramik-Veredelung genau richtig. Natürlich erspart es leider nicht das Putzen, aber es ist trotzdem schon ein himmelweiter Unterschied zu „normaler“ Keramik, denn Wasser und andere Substanzen perlen an der Oberfläche ab, so dass Schmutz und Kalkreste nicht mehr so gut an der dieser haften können.

Villeroy & Boch Verpackung

Villeroy & Boch Duschwanne - Subway 2.0 Kollektion

Wichtig war – wie beim Waschbecken mit seinen 1000mm – auch bei der Dusche eine ausreichende Größe, denn es gibt einfach nichts Schlimmeres, als keinen Platz zu haben. Zu Beginn stellten wir uns eine ebenerdige Dusche vor, wollten aber nicht durchgehend fliesen. Nach ausgiebiger Beratung entschieden wir uns für eine ziemlich flache Duschwanne (18mm), die Squaro, Super Flat, aber nicht ganz ebenerdig. Da kann es wohl doch ab und an mal zu Problemen kommen und es war bei uns die einfachste Einbau-Variante, da wir den Fußboden ja nicht komplett – inkl. Estrich – neu machen wollten). Und ganz ehrlich, das Hauptbad ist im 3. OG. Falls wir also altersbedingt einmal die paar cm nicht mehr in die Dusche kommen sollten, sind wir vorher eh schon im Treppenhaus stecken geblieben. ;) Die Duschwanne ist übrigens, genau wie die Badewanne, aus Quaryl, einem speziell entwickelten Gemisch aus Quartz und Acrylharz. Stoß- und kratzfest und ziemlich pflegeleicht, wie sich jetzt im Alltag zeigt.

Abfluss mit CeramicPlus von Villeroy & Boch

Dusche mit CeramicPlus von Villeroy & Boch

Was fehlt noch? Richtig, die Toilette! Toilette ist natürlich auch nicht gleich Toilette. Wenn man sich einmal genauer mit der „Schüssel“ beschäftigt, kann man einige Unterschiede erkennen. Und ich meine jetzt keine beheizbaren Deckel oder programmierbare Spülfunktionen à la koreanischer oder japanischer Toiletten.
Unsere Wahl fiel auf eine moderne Hängetoilette aus der Subway Kollektion, mit CeramicPlus und DirectFlush. Heißt, es gibt einen offenen, vollständig glasierten Wasserrand für praktische Reinigung. Außerdem wurde der Spülvorgang bei DirectFlush optimiert, dabei wird das komplette Innenbecken bis direkt unter den offenen Wasserrand „bespült“ und es setzen sich weniger Verunreinigungen fest. Zusammenfassend: spülrandlos und wassersparend. Und im Abgang „waagerecht“, laut Beschreibung. :D
So und jetzt einmal alles zusammen, so ist unser Hauptbadezimmer geworden:

Bad gesamt von Villeroy & Boch

Bad Unterschrank von Villeroy & Boch

Bad Unter- und Spiegelschrank von Villeroy & Boch

Bad Dusche von Villeroy & Boch

Bad Dusche und Toilette von Villeroy & Boch

Kommen wir nun auch noch zu dem ein oder anderen Detail. Wichtig: eine stabile, feste Duschtür/-umrandung. Nichts ist schlimmer, als wackelige (am besten noch nicht 100%ig dicht schließende) Duschtüren oder – der Oberhorror – ein Duschvorhang, der irgendwo am Körper festklebt. Pfui! Also gab es eine fest eingebaute, schicke Duschtür/-wand aus Glas und als kleiner Extraluxus: die Duschstange an der Seitenwand befestigt, so dass man seine Handtücher gleich griffbereit hat.

Viel Stauraum gibt es auch mit den passenden Badmöbeln aus der Subway 2.0 Kollektion, dazu aber in Kürze mehr, wenn ich Euch Bad Nr. 2 vorstelle. Nun fehlt nur noch ein bisschen Deko und die passende Musik für den Gemütlichkeitsfaktor. So ist es fürs erste fertig, unser Badezimmer Nr. 1.

Wir sind drin! #Projekt2015

12. Mai 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Wir sind drin – im eigenen Haus! Richtig, nach einer Bauphase von gefühlt mindestens 10 Jahren, realistisch gesehen waren es dann doch „nur“ 12 Monate, sind wir letzte Woche eingezogen. Und wisst ihr was? Es fühlt sich saugut an!

Selbstverständlich ist noch einiges zu tun, wäre ja sonst noch schöner bzw. einfacher. Das untere Badezimmer und das Büro sehen quasi noch fast rohbaumäßig aus, welches sich in absehbarer Zukunft natürlich ändern wird. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden! In den restlichen Ebenen sieht es schon viel besser aus, jedenfalls wenn man die rumstehenden Umzugskartons ausblendet. Einiges an Möbeln soll noch neu angeschafft werden, anderes wartet noch auf die richtige Stelle. Aber lieber in Ruhe und mit Zeit, bis etwas ganz nach Geschmack gefunden ist, als nur auf die Schnelle irgendwas. Ein neues Sofa wurde jedenfalls schon geordert und dürfte auch irgendwann geliefert werden. Da fällt mir ein, dass das Wörtchen „irgendwann“ in der Bauphase ein ziemlich beliebtes Wort geworden ist.

Leere Schublade - Wir sind drin! #Projekt2015

Also das Sofa wartet dann noch auf den passenden Couchtisch (jemand einen schönen Tipp?). Und das ein oder andere Dekoelement wird sicherlich auch noch dazu kommen. Kommt Zeit, kommen passende Stücke. Irgendwann.
Was in der stressigen Bauphase immer geholfen hat, war gute Musik. Ist mir ja schon lange bewusst, mit Gute-Laune-Musik geht so einiges besser! Und es startet sich einfacher in den Tag. Ich höre ja gerne Musik unter der Dusche. Im alten Bad war das irgendwie schlecht möglich – klar, ein Radio reinstellen war eine Option. Aber wer möchte am frühen Morgen schon Radio hören? Erstens spielen sie selten gute Hits (zumindest nicht ohne Unterbrechung) und zweitens wird einfach viel zu viel geredet. Ist einfach so! Also musste im neuen Badezimmer gleich von Beginn an eine Lösung gefunden werden. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Elektriker kam die Sprache auf „Gira“ und die Entscheidung war quasi schon gefallen. Denn Gira hat ein Unterputz-Radio im Angebot! Der Mensch, vor allem der olschi, ist bei Neuerungen ja zunächst immer etwas skeptisch. Und „nur“ ein Radio wollte ich ja nicht. Könnte ich mir ja gleich das stinknormale alte Ding wieder ins Bad stellen. So würde sich der Hund im Kreis drehen. Tja, bei Gira gibt es neben dem schicken Look aber auch gleich eine Dockingstation dazu. Zack, das musste es sein!

Gira Unterputz-Radio mit Dockingstation - Wir sind drin!

Gira Unterputz-Radio mit Dockingstation - Wir sind drin!

Mittlerweile ist das Radio mitsamt der Dockingstation eingebaut und läuft quasi jedes Mal, wenn ich im neuen Bad bin. Bei mir kommt aus dem Lautsprecher seltener Musik vom (Radio-)Band, sondern die Playlist von Spotify! Wisst ihr, wie genial das ist, wenn die eigene Playlist voller Guter-Laune-Songs bereits am frühen Morgen aus den Lautsprechern klingt?! Ich sag‘s Euch, da fängt selbst ein Montag gut an!

 

English:
We finally made it – we moved into our new house last week! After a construction period of about 12 months (which felt like about 10 years) we moved in and it feels damn good! Of course there is still a lot to do. The lower bathroom and the office still are work in progress, but that’s how it is. The other floors are kind of homelike already (if you fade out the moving boxes…). But Rome wasn’t built in a day either!
We have to look for a few new things, a new couch has been ordered and a new coffee table has to follow. Together with some other stuff. But rather slowly and completely our taste than in a hurry, just to have something.  During the construction period it’s been confirmed again: good music is a must have, perfect for your soul and mood! I love to start the day with good music in the bathroom. And therefore I found a very cool new feature. Gira has a radio with docking station for mobile phones, which can be built in in-wall. So now I can listen to my favorite Spotify playlists with good-mood-songs under the shower directly out of the new speakers. It’s awesome and a great start in the morning – even on Mondays!

Neues von der Baustelle – Informationspolitik der Handwerker #projekt2015

12. Oktober 2015 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

Neues vom Bau – seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit der  „Psychologie der Handwerker“. Vorab sei gesagt, es sind natürlich nicht alle Handwerker so – wie immer im Leben gibt es solche und solche. Und ja, ich kann mitreden, denn ich habe selbst eine Lehre als Schreiner abgeschlossen und einige Jahre in diesem schönen Beruf gearbeitet – bin also selbst ein Handwerker AD bzw. Holzwurm.

In der Lehre erfuhr man sehr viele nützliche und einige weniger nützliche Dinge. An dieser Stelle erinnere ich mich zurück an meinen Berufschullehrer, der die Fräse bediente und dabei einfach einen sicherheitsrelevanten Teil missachtete. Daraufhin flog das Stück Hartholz mit annähernder Lichtgeschwindigkeit quer durch den ganzen Raum. Besagter Berufsschullehrer machte große Augen, schaute auf seine Finger und atmete erleichtert auf, als er noch 10 Stück zählte. Und dass alle Schüler noch vollständig hinter ihm standen. Wir Lehrlinge wussten zum damaligen Zeitpunkt natürlich, dass Sicherheit an allererster Stelle steht, das kriegt man schließlich vom ersten Tag an immer und immer wieder eingebläut. Aber gut, kann man ja auch als Schreinermeister mal vergessen, Theorie und Praxis sind schließlich zwei Seiten einer Medaille…

Aber zurück zum eigentlichen Thema, der Information und Kommunikation mancher Handwerker. Jeder, der schon mal gebaut oder umgebaut hat, hat mindestens eine Geschichte rund um unpünktliche, gar nicht erst erscheinende oder unzuverlässige Handwerker zu erzählen. In unserem #projekt2015 lief es am Anfang super, wir waren sehr zufrieden und alles ging einigermaßen voran. Natürlich war von Anfang an klar, dass gute Handwerker gerade gefragt sind wie der Heilige Gral oder ein 6er im Lotto. Und dass diese es nicht nötig haben, darauf zu warten, gerade zu unserer Baustelle zu kommen. Aber man konnte ja trotzdem hoffen, dass es einigermaßen gut weiter läuft. Nachdem wir nun bei den nächsten Handwerkern für unser Häuschens angekommen sind, waren wir eigentlich guter Dinge, dass es in diesem Jahr noch mit dem Einzug klappt. Aber das lassen wir jetzt einfach mal so im Raum stehen.

Fugenkleber

Was hat das mit Psychologie zu tun? Nun ja, manche Form der Unzuverlässigkeit ist vielleicht Ausdruck von Psychologie. Bitte wie? Ich habe da eine Theorie. Aber fangen wir vorne an.
Hier in Deutschland benötigt man einen Meisterschein, um ein Gewerbe betreiben zu können. Macht durchaus Sinn, denn zwischen handwerklich tätig sein und der Führung eines kleinen Unternehmens besteht ein klitzekleiner Unterschied. Auf jeden Fall habe ich die Vermutung, dass in dieser Meisterschule auch das Fach „Psychologie“ vermittelt wird. Klingt merkwürdig, denn wofür benötigt ein Handwerker Psychologie? Ein angehender Meister hat bereits die Ausbildung zum jeweiligen Beruf durchlebt und in der Regel einige Jahre Berufserfahrung gesammelt – somit wäre der praktische (handwerkliche Teil) vorhanden. In kleineren Handwerksbetrieben übernimmt die Ehefrau, die Tante oder irgendjemand aus der Verwandtschaft die buchhalterischen Dinge. Funktioniert schon irgendwie. Bleibt für den Meister also genügend Zeit, sich um die Psychologie zu kümmern.

In unserem konkreten Fall, wurde vom ausgewählten Handwerker bestimmt einiges an Psychologie gelernt. Seine Taktik (die wir glücklicherweise nun (in Ansätzen) durchschaut haben) sieht in Kurzform so aus: Verschieben – nicht erreichbar sein – kurze Arbeitseinsätze – Dankbarkeit wecken – weiter aufschieben. Undsoweiterundsofort.

Das Angebot kommt, wie vereinbart, pünktlich. Der Starttermin wurde mehrmals verschoben (kann ja vorkommen), Informationen bekommt man allerdings selten, sporadisch kann man jemanden telefonisch erreichen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen bzw. sich vertrösten zu lassen. Handwerker kommen, sind aber nach kurzer Zeit wieder verschwunden, nach telefonischer Rücksprache erfährt man, dass a) jemand krank geworden ist b) ein dringender Wasserschaden irgendwo repariert werden muss oder c) irgendeine andere mögliche Ausrede. Zu viele Baustellen, zu wenig Personal.
Dass es sich bei der eigenen um eine unwichtige Baustelle handelt, erfährt man zwischendrin vom Vorarbeiter: „Hätten Sie 4 Wochen später angerufen, hätten wir Ihren Auftrag absagen müssen!“ Kundenservice pur bzw. Psychologie Teil 1. „Dankbarkeit beim Kunden wecken.“ Immerhin ist ja ab und an jemand vor Ort! Handwerker kommen, arbeiten 1-2 Tage, können aber dann nicht weiter machen, weil die weitere Planung fehlt. Dies liegt übrigens nicht an uns, wir klären immer alles sofort ab – ist jemand an der Strippe, muss das genutzt werden, man weiß ja nie, wann man mal wieder jemanden erreicht! Dann erscheint wieder einmal 2 Wochen niemand. Aber es kam sogar das ein oder andere Mal vor, dass man darüber (auf Nachfrage) informiert wurde.

Anyway, so ging es also weiter und in kleinen Schritten vorwärts. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. Als wir wieder einmal auf einen Plan warteten, um diesen abzusegnen, kam stattdessen eine Abschlagsrechnung. Normales Vorgehen, leider an eine falsche Adresse und im zweiten Anlauf mit einem falschen Datum. Eine Zahlungsaufforderung dafür hingegen schon nach 3-4 Tagen. Es kann ja auch etwas erstaunlich fix gehen! Natürlich bisher noch keine Reaktion seitens des Meisters…die interne Kommunikation scheint übrigens auch nicht die beste zu sein, was Teil der psychologischen Strategie sein kann. So kann man die Schuld immer auf den anderen schieben.

Ein dickes Lob an dieser Stelle, denn psychologisch gesehen macht der Handwerker alles richtig! Die Auftraggeber hinhalten und sogar mit wechselnden Angaben verwirren, um später (also nach Abschluss der Tätigkeiten) quasi als Erlöser dazustehen. Der Auftraggeber ist dann froh um alles, was gearbeitet und fertig gestellt wurde.

Aktuell ärgern wir uns zwar noch, aber zum Schluss sind wir wahrscheinlich nur noch glücklich, wenn doch alles geklappt hat (toitoitoi!). Vielleicht freuen wir uns noch über die zügige *hust* Erledigung, woanders hätte es ja evtl. noch länger dauern können. Ein Hoch auf diese grandiose psychologische Meisterleistung!

 

English:
Due to current infuriation about unreliable craftsmen the English summary is inapplicable today. But if you have any questions, don’t hesitate to ask.
Aufwärts