Abseits der geteerten Straßen – Der neue Jeep Gladiator

11. Dezember 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Vielleicht kennt noch jemand von Euch die Serie „Daktari“? Diese kam ab 1969 nach Deutschland und handelte von einem amerikanischen Tierarzt in Afrika. Wenn man unsere Eltern so hört, war sie damals Kult und wird daher auch heute noch regelmäßig wiederholt. Aber worauf ich eigentlich hinaus will, der „Dienstwagen“ in der Serie war ein Jeep Gladiator, der mit Daktari auch bei uns bekannt wurde. Vielleicht haben nun einige von euch ein Bild vor Augen? Ich selbst kann mich noch ganz düster an die Serie erinnern. So nach dem Motto: „Ja, der Name sagt mir was…“. Was aber mit Sicherheit im Kopf geblieben ist, ist die weite Steppe und die Fahrten abseits der geteerten Straßen. Ein Traum für Outdoor-Fans!
Ein klitzekleines Gefühl in diese Richtung hatte ich damals in Schweden, als wir mit unserem Wagen unterwegs nach Ammarnäs waren. Zwar keine Prärie, aber immerhin Schotterstraßen. Und ja, irgendwann klappt es vielleicht auch mit einer Fahrt durch die Steppe und/oder Prärie. Steht auf jeden Fall auf meiner Bucket List und es heißt schließlich immer: Sag niemals nie!

Seit den 70er Jahren lief der Gladiator dann als Jeep Pickup; nun wurde auf der aktuellen L.A. Motorshow die neue Version des Jeep Gladiator präsentiert, heiß ersehnt auf dem amerikanischen Markt, ab 2020 soll er voraussichtlich auch in Europa zu haben sein:

Natürlich kein normales Fahrzeug für den Familiengebrauch (jedenfalls nicht in unseren Breitengraden), sondern ein robuster Mittelklasse-Truck, der „arbeiten“ will. Ich war ja in diesem Jahr selbst mit einem Pickup unterwegs, das bietet schon ganz andere Möglichkeiten. Hindernisse sind kein Problem und wo ein Ziel ist, ist auch ein Weg. Nichts, was man für die Stadt braucht, aber für Transport und Gelände ideal, da macht das Pickup-Fahren schon auch richtig Spaß.

Von vorne betrachtet ist der Gladiator ein typischer Jeep Wrangler, der kleine Bruder des Gladiators, auf dessen Basis er auch gebaut ist. Selbstverständlich steckt aber noch mehr dahinter. Alleine schon die 1,52 Meter (bei einer Doppelkabine) Ladefläche aus Stahl, die bis zu 725kg an Zuladung transportieren kann, hat was. Es gibt außerdem viele praktische Lösungen innen und außen, so wie den externen und wettergeschützten Stromanschluss auf der Ladefläche, um nur eines der funktionellen Highlights zu nennen. Wer sich „richtig“ Offroad bewegen möchte, einfach die Windschutzscheibe herunter klappen und los geht’s! Allrad ist natürlich kein Thema (wer einen solchen Pickup ohne 4×4 anbieten würde, dem wäre eh nicht mehr zu helfen) und insgesamt wurde in der Entwicklung darauf geachtet, Gewicht zu reduzieren.

Ob Hard-, Softtop oder ganz „oben ohne“ – alles ist möglich. Unterfahrschutz, 76cm Wattiefe, 3470kg Anhängelast, Geländeräder, Offroad-Kamera usw. bieten alles, was man in der Steppe bzw. Prärie benötigt. Vielseitig, funktionell und leistungsfähig. So, und ich sehe mich schon mit einem Jeep Gladiator, genügend Gepäck, einem Guide und Freunden losfahren. Weite Landschaft rechts und links – wilde Tiere hier und da, Sonnenschein und (ab und zu) Regen. Herrlich! Wahrscheinlich das ultimative Gefährt für alle Outdoor-Abenteuer!

Die Ford Brand Experience Tour und der neue Ford Focus

28. November 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Nachdem es in letzter Zeit viel um Reisethemen und meine Wanderungen hier auf dem Blog ging, darf es mal wieder etwas Abwechslung sein. Keine Angst, Autos, Mode und Co. kommen nicht zu kurz. Ich habe da noch einiges auf Lager…, aber Ihr wisst ja, gut Ding will Weile haben. Oder so.

Kommen wir heute erst einmal zurück zu den Automobilen. Genauer gesagt zum fünftgrößten Autohersteller weltweit – Ford. Ford Deutschland (als eigenständige Tochtergesellschaft) lud vergangene Woche zur Brand Experience Tour ein. (Achtung Wortspiel:) Im Fokus stand der neue Ford Focus!

Ford Focus Turnier ST-Line (2018) - Ford Brand Experience Tour

Ford Focus Turnier ST-Line (2018) - Ford Brand Experience Tour

Ford Focus Turnier ST-Line (2018) - Ford Brand Experience Tour

Ford Focus Turnier ST-Line (2018) - Ford Brand Experience Tour - Rückansicht

Ford Focus Turnier ST-Line (2018) - Ford Brand Experience Tour - Innen

Zum Test bin ich den Ford Focus (Turnier) ST-Line gefahren. Die sportliche Ausstattungsvariante gefällt mir schon beim Einsteigen. Vorab sei gesagt, dass ich in der Vergangenheit schon immer ganz gerne Ford gefahren bin. Von daher waren Bedienung und Fahrgefühl nicht ungewohnt. Der neue Ford Focus wurde nun aber von Grund auf neu entwickelt, vom Motor über das Design bis hin zu Assistenzsystemen und Interieur. Und auch der 1,5l EcoBoost Motor mit seinen 182 PS gefällt mir beim ersten Eindruck. Gut, auf so einer kurzen Strecke ist ein ausführlicher Test natürlich nicht möglich. Was mir u. a. positiv aufgefallen ist, ist das Head-Up Display und die automatische Geschwindigkeitsanzeige. Sobald man nur etwas über der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs ist, wird dies farblich gekennzeichnet. Finde ich großartig! Insgesamt wirkt er schnittiger/sportlicher, was mir gut gefällt und so fährt er sich auch. Im Frühjahr 2019 kommt dann übrigens mit dem Ford Focus Active erstmals auch eine Crossover-Variante hinzu. Leider ist noch kein alternativer Antrieb für diese Klasse in Sicht, da müssen wir uns wohl noch ein bisschen gedulden.

Darüber hinaus standen noch viele andere Fahrzeuge aus der aktuellen Produktpalette für eine Probefahrt zur Verfügung, doch wie es immer so ist, rennt die Zeit viel zu schnell und man schafft gar nicht alles, was man gerne möchte. Vom kleinen Ford Ka+, den es jetzt auch im neuen Country Look gibt, über den Ford Mustang bis hin zum Ford GT konnten alle getestet werden.
Ich konnte natürlich nicht anders, als den Ford Mustang GT auszuprobieren. Schließlich musste der persönliche Vergleich zum Chevrolet Camaro her. Gut, in der kurzen Zeit war das nicht möglich, denn für den Camaro hatte ich damals ganze zwei Wochen zur Verfügung. Aber für einen kurzen Eindruck reichte die halbe Stunde, die ich den GT fahren konnte. Sämtliche Einstellungen (inkl. Klappen) auf „Sport“ und zack, los ging es! Selbstverständlich nach einer kurzen Eingewöhnung, denn die 450 PS zerren doch schon etwas an den Rädern.

Ford Mustang GT

Ford Mustang GT

Ford Mustang GT

Ford Mustang GT

Ford Mustang GT

Die kurze Probefahrt schreit nach mehr! Gefühlt hat der Ford Mustang (mit seinem 5,0 l V8 Motor) nämlich das Potential dazu, dem Camaro mindestens ebenbürtig zu sein – auf seine ganz eigene Art und Weise. Um mehr zu sagen, müsste ich ihn einmal länger (inkl. Passstraßen) fahren, um dann einen ordentlichen Vergleich machen zu können.

Ford GT 2018

Ford GT 2018

Ford GT 2018

Ford Raptor 2018

Ford Brand Experience Tour 2018

Im Rahmen der Brand Experience Tour gab es noch viele weitere Modelle, so der Ford Ranger Raptor, Europas erfolgreichster Pick Up , oder auch der Ford Mustang „Bullitt“, ein limitiertes Modell, das dem vor 50 Jahren veröffentlichten Steve McQueen-Klassiker „Bullitt“ gewidmet ist. Allerdings ist die Sonderedition mit ihren 469 PS schon zu einem großen Teil vorbestellt, wer noch Interesse hat, der muss sich also sputen!  Gleiches gilt für den Ford GT, wer einen Kauf erwägt, bekommt noch eine letzte Chance, denn für einen begrenzten Zeitraum weitet Ford die Produktion des Supersportwagens aus. Das wird gleich mit einer speziellen „Heritage-Edition“ verknüpft, in Anlehnung an das Design vom Ford GT40, der 1968 und 1969 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Für mich ja immer ein äußerst spannendes Thema, der Blick in die Zukunft. Natürlich kommt auch Ford nicht an der E-Mobility vorbei. So steht z.B. der neue Ford Transit Custom mit Plug-in-Hybrid-Technologie kurz vor dem Serienstart, ein teilelektrifizierter Lieferwagen, geplant als ideales Gefährt für den Auslieferverkehr in unseren Innenstädten. Und auch im Bereich selbstfahrende Autos ist Ford ganz vorn mit dabei und bringt als erster Automobilhersteller in der US-Hauptstadt selbstfahrende Fahrzeuge zu Forschungszwecken auf die Straße. Das Thema „Sharing“ ist ebenfalls wichtiger Bestandteil der Zukunftsstrategie bei Ford.
Außerdem sind einige neue Modelle und Kooperationen geplant, von denen an dieser Stelle noch nicht viel verraten wird. Wie heißt es so schön: Wir dürfen gespannt bleiben!

Unterwegs mit dem Fiat 124 Spider (S-Design)

15. Mai 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Ja, es gibt sie. Diese Glücksmomente. Vor ein paar Tagen war es bei mir wieder einmal soweit, als der Fiat 124 Spider S-Design auf dem Hof stand und ab diesem Zeitpunkt „unser“ Auto für die kommenden zwei Wochen war. Diese Variante des Spiders wurde im März beim Genfer Autosalon vorgestellt. Ein Zweisitzer-Roadster, weiß, mit schicken 17“ Leichtmetall-Felgen und den Seitenzierstreifen „124 Spider“. Ein kleiner und sehr feiner Sportwagen. Mal etwas ganz anderes als die unterschiedlichen, doch eher größeren Exemplare, die ich in der letzten Zeit getestet habe.

Was sagen die Hardfacts?

– 1.4l MultiAir Turbo mit 103 KW (140 PS)
– 240 Nm bei 2250 U/min
– Die max. Geschwindigkeit liegt bei 217 km/h.
– von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden
– Heckantrieb
– 6-Gang-Automatikgetriebe
– Leergewicht ca. 1050 kg
– Maße: 4,00m (Länge) x 1,74m (Breite) x 1,23m (Höhe)
– Bose Soundsystem
– Rückfahrkamera
– Preis des Testwagens: 35.190,00 Euro

Fiat 124 Spider S-Design

Der Wetterbericht für die kommenden Tage versprach nur Gutes. Nicht zu warm und viel Sonnenschein. Ideales Wetter für Ausfahrten mit dem Spider. Bei der ersten Tour waren die Gedanken sofort auf den Straßen entlang der ligurischen Küste, eine passende Umgebung für dieses Cabrio, dementsprechend zauberte der Spider mir gleich doppelt ein Lächeln ins Gesicht.

Die Italiener wieder! (jaja, ich weiß, er basiert auf dem Mazda MX-5 und wird gemeinsam mit diesem im Mazda-Werk in Hiroshima gebaut). Aber für mich ein Cabrio, bei dem das italienische Feeling total durchkommt. Das wird zusätzlich durch die Landesflagge auf dem Heck unterstrichen. Enge (italienische) Küstenstraßen, der Spider und gute Musik. Diese Zeit ist gewiss keine Verschwendung, sondern Lebensgefühl pur!

Fiat 124 Spider S-Design - Front

Fiat 124 Spider S-Design - Seitenansicht

Fiat 124 Spider S-Design - Inside

Wie es sich für einen Sportwagen gehört, sitzt man recht tief und hat dank der längeren Schnauze ein Go-Kart-Gefühl. Herrlich! Auch die Beschleunigung gefällt. Bereits im niedrigen Drehzahlbereich will er nach vorne sprinten. Sobald die richtige Temperatur erreicht ist, passt auch die Geräuschkulisse aus den Endrohren.
Dadurch, dass sich der Schwerpunkt nur gefühlte 3cm über dem Boden befindet, „klebt“ er richtig schön auf der Straße und nimmt jede Kurve mit Bravour. In den Abendstunden fällt das adaptive Kurvenlicht auf (apropos: die LED-Schweinwerfer sind ebenfalls ein designtechnisches Highlight). In den Abendstunden „oben ohne“ zu fahren ist eh traumhaft. Wenn nicht an der ligurischen Küste, dann am besten durch den Spessart. Frische Luft, Bäume und der Himmel blitzt durch die Baumkronen.

Fiat 124 Spider S-Design - Italy

Fiat 124 Spider S-Design - back

Der Spider kommt ohne viel Schnickschnack aus. Die für eine sportliche Cabriofahrt unnötige Comfortzone fällt weg und die alte Gleichung „Weniger Gewicht = Mehr Leistung“ trifft es auf den Punkt. Handschuh- bzw. Ablagefach entfällt, der Kofferraum reicht für einen Weekender mit leichtem Gepäck. Puristisch und dadurch designtechnisch perfekt abgestimmt.
Die Ingenieure von Fiat strichen die elektrische Bedienung beim Verdeck ebenfalls. Macht aber nichts, denn per Hand mit einem Klick ist super easy das Verdeck offen. Falls es dann doch einmal regnen sollte, dann funktioniert es umgekehrt auch ganz fix. Gefühlte 5 Sekunden werden benötigt.

Fiat 124 Spider S-Design - Bose Sound

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design - Innen

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Fiat 124 Spider S-Design in einer Wiese

Leider vergingen die 2 Wochen viel zu schnell. Den dynamischen Flitzer hätte ich gerne noch länger behalten. Alternativ war kurz die Überlegung vor der Abholung: „Sie wollen einen Fiat Spider abholen? Welchen Fiat Spider? Wir haben hier keinen Spider!“

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design

Fiat 124 Spider S-Design im Sonnenuntergang

Der „Ur-“ Spider ist bereits Kult und dieser Fiat 124 Spider S-Design hat definitiv das Potential dazu!

Der Jeep Compass Limited im Alltagstest

28. März 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Wir bleiben beim Thema Auto. Nach dem Fiat Fullback Cross war kurze Zeit später der Jeep Compass Limited mit einem Alltagstest an der Reihe. Die Marke Jeep ist jedem ein Begriff und in meinem Kopf schlummerte noch die Tour mit dem Grand Cherokee SRT, die vor fast genau einem Jahr stattfand. Damals war ich echt begeistert. Wird es mit der Neuauflage des Jeep Compass wohl auch wieder der Fall sein?!

Irgendwann war es also soweit und der „kleine Bruder“ des Cherokee stand auf dem Hof und wollte ausgiebig gefahren werden. So ganz in schwarz, mit schicken Felgen (19“), auf den ersten Blick ein schöner kompakter SUV.

Jeep Compas Limited in den Wehranlagen in Schweinfurt

Jeep Compas Limited - Felgen

…und ab geht die wilde Fahrt. Nein, zuerst kommen gewohnheitsmäßig die Hardfacts vom Testfahrzeug:

– 103 kW (140 PS) 1.4 MULTIAIR
– max. Drehmoment bei 103 Nm bei 5000 U/min
– Frontantrieb (!)
– Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
– 6-Gang-Schaltgetriebe
– Leergewicht: ca. 1,5 Tonnen
– Maße: 4,40m (Länge) x 1,81m (Breite) x 1,62m (Höhe)
– Navigations- und Soundpaket (Uconnect 8.4, Beats Audio Sound System)
– Preis des Testwagens: 34.450,00 Euro

Optisch, also von außen gesehen, ein sehr schickes Modell. Nicht zu groß und nicht zu klein. Vor der ersten Fahrt werden natürlich die verschiedenen Einstellungen angepasst. Als erstes war der Sitz dran. Nun ja, der Anfang war schon fast ein kleines Drama. Wer baut denn bitteschön „Kindersitze“ im Fahrzeug ein? Sorry, aber das geht nicht! Also grundsätzlich bequem, aber für meine 1, 86 m einfach viel zu klein. On top kam beim Testmodell noch dazu: Ein Jeep mit Frontantrieb?! Der erste Gedanke war: Das kann die nächsten zwei Wochen ja heiter werden.

Aber der Compass fuhr sich gleich auf den ersten Metern ziemlich gut und auch der Anzug im höheren Drehzahlbereich war völlig ausreichend. Also positiv denken, die zwei Wochen haben ja erst begonnen und schließlich hat jeder eine zweite Chance verdient.

Jeep Compas Limited - innen

Jeep Compas Limited - innen

Auf der Fahrbahn macht der Jeep Compass genau das, was er soll, er fährt wirklich ruhig und sicher und von der Geschwindigkeit her kann ich bei seinen 140 PS nichts bemängeln. Sogar der integrierte Spurhalteassistent und ich wurden Freunde. Richtig, in der Vergangenheit hatte ich das bei anderen Fahrzeugen bemängelt, aber hier passt die Abstimmung gut.

Positiv aufgefallen ist mir zudem die Inneneinrichtung und vor allem das Infotainment System, denn die Bedienung des großen Touchscreens (z. B. von (Sitz-)Heizung, Radio, Navi…) geht intuitiv super leicht. Ganz unter uns, da können sich viele Hersteller etwas abschauen! Wenn ich die bisher getesteten Autos Revue passieren lassen, muss ich ungelogen sagen, dass die Handhabung der Bedienelemente in diesem Test-Jeep einfach perfekt ist.
So Dinge wie genügend Stauraum und Handhabung muss ich nicht extra erwähnen, denn das stimmt bei Jeep ebenfalls. Trotz der 1,5 Tonnen, der Abmessungen und der 103 KW ist der Verbrauch bei dem getesteten Modell relativ gering.

Jeep Compas Limited - Front

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited

Jeep Compas Limited - back

Jeep Compas Limited - Spiegel

Wie schon beim SRT, gilt auch beim Jeep Compass das Motto: Preis-Leistung ist ausgeglichen und stimmig. Optional bietet Jeep für den Compass ja auch die Allrad-Variante an, für den, der die Offroad-Möglichkeiten nicht missen mag, das wäre dann wahrscheinlich auch meine Wahl.

Fazit: Wie in einer Beziehung – am Anfang sind noch leichte Anfangsschwierigkeiten vorhanden und später hält es dann ein Leben lang. Ja, wir beide haben uns angefreundet und als die Zeit um war, war ich schon etwas traurig, dass ich den Jeep wieder abgeben musste. Definitiv ein moderner und alltagstauglicher SUV.

Der Fiat Fullback Cross im Test

4. März 2018 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Die letzten Tage hatte ich die Möglichkeit, den Fiat Fullback einem ausgiebigen Alltagstest zu unterziehen. Ein Pickup in Zeiten von Diskussionen rund um Diesel, Fahrverbote und Co? Ihr wisst, dass ich ein Fan von zukunftsweisender Mobilität bin. Und trotzdem sage ich Ja.

Vor ein paar Tagen war es also soweit. Ein Anruf kam mit den Worten „Wir würden dann morgen zwischen 10 und 12 Uhr kommen und den Fiat Fullback bringen“. Gesagt – Getan. Welcher Fullback es genau werden sollte, sah ich erst bei der Ankunft. Denn es gibt drei verschiedene Varianten: Der „Fullback Extended Cab“, der „Fullback Double Cab“ und der „Fullback Cross“. Es wurde der neue Fiat Fullback Cross, ein robuster Allrad-Pickup.

Bei Fiat denken viele zuerst an Kleinwagen; der Fiat Panda bzw. Fiat 500 ist jedem ein Begriff, doch „Fullback“ und „Cross“? Was ist das denn? So war die Resonanz von vielen, mit denen ich über den Wagen sprach. „Bauen die Italiener etwa noch andere Autos, als die kleinen Flitzer?“ Ja, sie bauen! Der Fullback Cross (Sondermodell) ist der erste Pickup von Fiat überhaupt.

Fiat Fullback Cross

Fiat Fullback Cross - Front

Wie gewohnt erst einmal die Hardfacts vom Fiat Fullback Cross-Modell:

– 133 kW (181 PS) 2,4-l-Turbodiesel Motor (aus Aluminium gefertigt)
– max. Drehmoment bei 430 Nm bei 2500 U/min
– zuschaltbarer Allradantrieb
– Höchstgeschwindigkeit 177km/h
– 5-Gang-Automatikgetriebe (mit Schaltwippen)
– Elektronische Differenzialsperre
– Stoßfänger und Unterfahrschutz
– Gewicht: ca. 1,9 Tonnen
– Maße: 5,30m (Länge) x 1,81m (Breite) x 1,77m (Höhe)
– Nutzlast: knapp 1 Tonne
– Rückfahrkamera
– 7“-Touchscreen CD-Radio mit Navigation, digitalem Radioempfang, DAB und USB-Anschluss

Fiat Fullback Cross

Fiat Fullback Cross

 

Gut, da stand er nun und wollte entsprechend bewegt werden. Zu Beginn ging es erst einmal durch die Stadt. Wobei man da ganz klar sagen muss: Sorry, aber in den städtischen Straßen bzw. für den städtischen Verkehr ist er eher semi geeignet. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn sein Schwerpunkt liegt einfach außerhalb. Wobei ich dazu sagen muss, ich hätte es sogar unpraktischer erwartet. Will heißen, dass ich z. B. vom Wendekreis und der Rückfahrkamera positiv überrascht wurde. Aber enge Parkplätze und schmale Straßen sind einfach nicht sein optimales Umfeld, dazu kommt sein dann doch knapp zweistelliger Verbrauch. Fazit: Stadt kann er schon auch, zumindest wenn es sein muss.

Seine Bestimmung liegt halt einfach Outdoor. Konzipiert für Draußen, für Offroad und für Lasten. Quasi ein perfektes Arbeitstier. Und ja, das kann er gut! Unebenheiten sind für ihn kein Problem. Schotterpisten, gefrorene (und vermutlich auch matschige, was ich aber in der diesjährigen eisigen Winterdrama-Februarzeit nicht testen konnte) Waldwege sind für ihn auch kein Problem. Genau da fühlt er sich wohl. Langsam – was Offroad einfach DIE Fahrweise ist – bewegt er sich an fast jeden Ort. Ein „geht nicht“ gibt es nicht. Das ist genau das, was der Fullback braucht.

Fiat Fullback Cross - Offroad im Schnee

Fiat Fullback Cross - Offroad im Wald

Fiat Fullback Cross - Offroad

Fiat Fullback Cross - Offroad

Egal welches Terrain, er bewegt sich unaufhaltsam vorwärts, ohne dass die Reifen durchdrehen und ohne quasi mit der Wimper zu zucken. Sichere Fahrt auf allen Untergründen. I like!

Auch einem Langstreckentest habe ich den Fullback unterzogen. Unterwegs auf der Autobahn ist es eher ein gemütliches Reisen. Und dann entweder mit kleinem Gepäck für die Rückbank oder gleich die richtig große Montur auf der Ladefläche. Wer auf das Klopfen eines Dieselmotors steht, wird begeistert sein. Denn er ist schon etwas lauter. Ich persönlich erwarte bei so einem Auto auch keine perfekt gedämmte Fahrerkabine. Im Gegensatz dazu sind die Sitze wieder genau das Gegenteil. Ob es der Seitenhalt ist oder die elektrischen Verstellmöglichkeiten sind, die Sitze sind super bequem und unerwartet hochwertig. Und das auch auf längeren Strecken. Ein leicht rustikales, aber stimmiges Innenleben.

Fiat Fullback Cross - innen

Fiat Fullback Cross - Ladefläche

Fiat Fullback Cross

Das Innenleben gepaart mit dem Drang nach schweren Tätigkeiten, Offroadstrecken und Natur -> dafür wurde er geschaffen. Ein ideales Nutzfahrzeug also, was mich positiv überrascht hat.

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