Wanderung zum Laubhügel – der Geologieweg im Landkreis Schweinfurt

28. Mai 2020 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Nach einigen Lockerungen der bestehenden Regelungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie ist das Wandern wieder möglich. Bzw. war es das vorher in gewissem Umfang ja schon, jedenfalls im engeren Umkreis. Und natürlich unter den üblichen Bedingungen wie Abstand halten, Anzahl der Mitwanderer und gewisser Zurückhaltung bei der Tourenplanung. Letzter Punkt gilt überwiegend für den Alpenraum. Auch die Berghütten öffnen nun nach und nach wieder ihre Türen. Ab dem 29. bzw. 30. Mai sind in Deutschland und Österreich eingeschränkt sogar wieder Übernachtungen möglich.
So weit, so gut! Von daher sollte das „Training“ zur Vorbereitung einer nächsten Gipfeltour nicht vernachlässigt werden, raus in die Natur zu gehen ist quasi immer eine gute Idee. Gut, im Vergleich zu den Alpen müssen wir hier „auf dem flachen Land“ nicht von und Gipfeln reden. Das steht uns nicht zu und wir sind sowieso genügsam(er). Auf Grund der topographischen Gegebenheiten haben wir keine andere Wahl. Eine unserer letzten Touren führte uns auf den „Schweinfurter Gipfel“, den „Laubhügel“.
Hier ist der Name auch irgendwie Programm. Mit seinen 504 Metern ist der Laubhügel die höchste Erhebung in Stadt und Landkreis Schweinfurt.

Rund um den Laubhügel gibt es verschiedene Wanderwege in schöner Waldlandschaft. Wir wanderten den Geologieweg, der insgesamt knapp 11 km lang ist und sehr gut ausgeschildert.

Startpunkt:

Der Startpunkt liegt im beschaulichen Dörfchen Oberlauringen, ca. 20km von Schweinfurt entfernt in nordöstlicher Richtung gelegen. Ein ausgewiesener Parkplatz ist nicht vorhanden. Entweder direkt im Ort parken (dort beginnt auch der offizielle Weg) oder noch ein kleines Stückchen Richtung Wetzhausen fahren. Gleich nach dem Ortsausgang von Oberlauringen taucht ein kleiner Parkplatz auf. Auto abstellen und schon kann die Tour beginnen. Wir haben uns für Letzteres entschieden, um möglichst vielen Menschen aus dem Weg zu gehen.

Route:

Zu Beginn führte uns der Weg Richtung Osten. Am Anfang noch unbeschildert, aber nach ca. 200m erreichten wir auch den offiziellen „Geologieweg“ (gekennzeichnet mit einem Schneckensymbol). „Unser“ Weg zum Laubhügel.

Noch befanden wir uns auf einem Schotterweg, welcher allerdings bald in einen Feldweg überging. Dieser führte uns durch eine Obstbaumallee am Waldrand entlang. Wir sind die Tour jetzt vor Kurzem gelaufen und somit summte und brummte es an jeder Ecke, ein Paradies für Bienen und Co. Anschließend führte uns der Weg an einem kleinen „Hexenhäuschen“ vorbei immer leicht bergauf. Ab dem Haus ging es in den Wald und der Weg führte weiter zu einem Hohlweg. Hier ging es nun etwas steiler bergauf, bis wir schließlich oben am Ende des Weges am Laubhügel angekommen sind. Bitte jetzt nicht wundern, denn die höchste Erhebung im Landkreis Schweinfurt ist nicht sonderlich gekennzeichnet und relativ unspektakulär. Ohne Höhenmesser und GPS Daten ist dieser „Gipfel“ leicht zu übersehen.  Und da von Bäumen umgeben auch ohne Aussicht in die Landschaft. Die hat man auf dem Weg aber immer wieder an anderen Stellen. Wie auch immer, die höchste Erhebung wurde „erklommen“. Der Geologieweg heißt auch nicht umsonst Geologieweg, hier bekommt man auf Hinweisschildern immer wieder Infos zur Bodenbeschaffenheit, so auch am Laubhügel.
Wir folgten nun immer weiter den bekannten Markierungen und erreichten nach kurzer Zeit eines der nächsten Highlights der Tour. Den Grenzstein zu den drei Landkreisen Schweinfurt, Haßberge und Rhön-Grabfeld.

Der Weg führt uns weiter und weiter, vorbei an schönen, alten Buchen. Nach ca. 2/3 der Wegstrecke führte unser Weg langsam aus dem Wald heraus und im Tal waren die Spitzen des Örtchens Birnfeld zu sehen. Wir gingen allerdings immer weiter der Kennzeichnung Richtung Westen am Waldrand entlang. Nicht erschrecken, wenn zufälligerweise ein Feldhase den Weg kreuzt. Wir sahen sogar gleich mehrere bei unserer Wanderung. Nun waren wir schon fast am Ziel und kreuzten wieder die Obstbaumallee vom Beginn. Dort verließen wir den Geologieweg und gingen auf dem Schotterweg zurück zu unserem Ausgangspunkt. Insgesamt ein sehr schöner, ruhiger Weg und überhaupt nicht überlaufen.

Zum Überblick unserer Route:

Länge: 10.81km, Aufstieg: 235m, Dauer: 2:45h

Vorfreude auf Texel

15. Mai 2020 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und das gerade in der aktuellen Situation. Im Lauf der Woche wurden Grenzöffnungen zu unseren europäischen Nachbarn verkündet, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie es sich mit Reisen und Urlaub verhalten wird. Wir freuen uns jedenfalls trotzdem schon mal auf den September, denn da haben wir einen Besuch auf der schönen Insel Texel geplant. Und bis dahin werden sich die neuen Rahmenbedingungen bestimmt schon etwas eingespielt haben.
Vor zwei Jahren waren wir im Rahmen einer Pressereise das erste Mal auf der Insel. Und es hat uns dort so gut gefallen, dass wir unbedingt wieder mal hinfahren wollten. Zumal wir noch nicht alle Ecken erkundet hatten.

Anfang des Jahres, als Corona bei uns noch nicht in aller Munde war, geschweige denn jemand an Reisebeschränkungen dachte, planten wir das Jahr grob durch. Natürlich mit Platz für spontane Termine, Reisen und Situationen. Und entschieden uns für einen Trip an die Nordsee im September. Aus jetziger Sicht steht (höchstwahrscheinlich) unserer Reise nichts im Wege. Es sei denn, eine zweite Covid-19 Welle würde kommen und die Lockerungen müssten wieder aufgehoben werden. Aber wir sind mal guter Dinge.

Gebucht haben wir ein Zimmer in einem kleinen Hotel mitten in Den Burg, um von dort aus zentral die Insel zu erkunden. Wir mussten keine Vorkasse leisten und könnten notfalls noch ein paar Tage vorher kostenlos stornieren. Aber selbst wenn wir damals eine Anzahlung getätigt hätten, wären wir sicherlich nicht jetzt schon in Panik verfallen. Wie sagt man denn so schön: Bis dahin fließt noch viel Wasser den Main hinunter! Somit zurück ins Sendestudio – ähm, zurück zur Vorfreude.
Urlaub am Meer bedeutet für uns immer Ruhe, Ausspannen, Meeresluft und Strand genießen, gutes Essen und vieles mehr. Wir haben bereits eine imaginäre Liste angelegt, was wir auf Texel alles erleben möchten. Traditionell werden wir nach Ankunft erstmal ein frisches Fischbrötchen essen. Wobei die Ankunftszeit noch in den Sternen steht, weil wir noch nicht wissen, ob wir mit Zug oder Auto anreisen. Die Zugverbindung soll gut sein und ob wir jetzt sieben Stunden mit dem Auto fahren oder einen kleinen Tick länger mit der Bahn, dafür aber entspannter, überlegen wir noch.  

Alternativ zum Fischbrötchen kann es natürlich auch ein Krabbenbrötchen sein. Gibt es einen besseren Start in den Urlaub? Dazu Möwengeschrei, ein bisschen Wind um die Nase und Wellenrauschen – perfekt! Was steht noch auf unserer imaginären Texel- Liste? Die obligatorischen Strandspaziergänge müssen nicht explizit erwähnt werden, oder? Strand geht immer! Selbst wenn das Wasser nicht nur von vorne kommt, sondern auch von oben käme. Und an Strand hat Texel so einiges zu bieten – nämlich mehr als 30 km herrlichen Sandstrand und Naturschutzgebiet, wo man sicherlich viele ruhige Eckchen finden kann.

Sollte es dann doch etwas zu nass werden, hilft im Anschluss ein heißes Getränk (notfalls mit einem Schuss Hochprozentigem) und/oder eine warme Dusche. Für mich getrennt voneinander, wie ihr das handhaben werdet, ist mir relativ egal. ;) Bei Sonnenschein gibt es das Getränk natürlich lieber bei einer Pause am Strand in einem der netten Strandpavillons. Als Franke darf es da natürlich gern mal ein Bierchen sein.
Bereits 2018 durften wir die kleine Brauerei De Boei auf dem Landgut De Bonte Belevenis kennenlernen und ihr Sortiment verköstigen. Lecker! Mir war aber gar nicht bekannt, dass es insgesamt drei weitere Brauereien auf der Insel gibt. Die vermutlich größte Brauerei vor Ort ist „Texels“. Kleine Spezialbiere werden hier gebraut, aber natürlich auch das bekannte „Skuumkoppe“. Nummer drei ist die Brauerei TX. Sie haben Ende 2017 mit der Bierproduktion begonnen und bieten diese nun auch für den Endverbraucher an. Ich bin gespannt auf das doppelt gehopfte, obergärige Spezialbier „TX Hopblond“. Falls ich in den Genuss komme, man weiß es ja noch nicht. Als Viertes gibt es noch die Familienbrauerei Texelaar. Wie der Name schon sagt, braut hier die ganze Familie. Maurice und Helma Diks brauen mit ihren Kindern aktuell vier Biere, die zwar (bisher) ausschließlich an Supermärkte, Spirituosenläden und Restaurants angeboten werden, nichtsdestotrotz können die Sorten in der „Probierstube“ in Den Burg verköstigt werden. Wo haben wir unser Hotel? Genau, in Den Burg! Da ist ein Besuch im September doch ein Muss. Biertechnisch tut sich also einiges auf Texel.

Wir möchten gerne die Insel mit dem Fahrrad erkunden. Wie genial das ist, durften wir letztes Jahr auf Juist erst so richtig kennenlernen. Wir freuen uns also jetzt schon aufs Radeln. Einfach irgendwo stehen bleiben, ganz ohne Suche nach einem Parkplatz und entweder die Landschaft genießen, bummeln oder etwas besichtigen. Für die Dame des Hauses ist Deko shoppen angesagt und evtl. finde ich auch etwas Nützliches. Ich möchte ja eigentlich schon immer ein Schaffell haben. Also nicht so ein Billig-Import-was-auch-immer Ding, sondern ein „richtiges“. Und da Texel schließlich bekannt für seine Schafe ist… Bingo! Entweder schlagen wir in Den Burg bei Kees de Waal zu, ein Mega-Dekoladen über 3 Etagen, den man gesehen haben muss! Letztes Mal waren wir noch keinen halben Tag auf der Insel und hatten schon die ersten Dekoteile dort geshoppt, nachdem wir ganz zufällig drauf gestoßen sind. Die Niederländer haben einfach ein Händchen für Einrichtung und Deko!
Alternativ radeln wir nach Oudeschild zu TexelWool oder zum Hofladen der Schapenboerderij. Hier kann man die Schafe sogar streicheln und knuddeln. – Webcam zu den Schafen

Was haben wir noch im Kopf? Ein Besuch der Käserei muss sein, denn da haben wir letztes Mal so leckeren Käse mitgenommen, vor allem der mit Bockshornklee steht schon auf der Shoppingliste. Das Strandgutmuseum wollen wir uns nochmal in Ruhe anschauen und eine Tour zum Robben beobachten wäre sicherlich auch spannend.  Ob alles davon umgesetzt wird, entscheiden wir einfach spontan, schließlich ist es Urlaub! Auf jeden Fall freuen wir uns schon sehr auf die Insel, wie Ihr merkt, und können es kaum erwarten. Nun heißt es weiterhin Daumen drücken, dass es im September auch klappt.
Apropos Corona – ganz aktuell kam noch eine Info, dass es nämlich eine neue App mit dem Namen „TexelMap“ gibt, die zur besseren Planung herangezogen werden kann. Also zum einen für uns als Besucher, aber auch für die Gastgeber. Mit der App sollen ab 20. Mai Besucherströme intelligent verteilt werden bzw. Ansammlungen an beliebten Orten vermieden. Es gibt schließlich keine Probleme, sondern nur Lösungen! Wie eine Art Reservierungssystem zeigt die App die Kapazität einzelner Standorte und gibt an, wo noch Platz verfügbar ist. Eine gute Planungshilfe für entspannte Besuche!

Wir lassen es auf uns zukommen und freuen uns auf die immer unkomplizierte Atmosphäre bei unseren niederländischen Nachbarn.

Die Krise als Chance

6. Mai 2020 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Seit dem 21.3. gelten in Bayern (und ziemlich zeitgleich auch in allen anderen Bundesländern) per Allgemeinverfügung grundlegende Ausgangsbeschränkungen. Keine unnötigen Wege, keine Besuche, keine Tätigkeiten draußen ohne triftigen Grund etc. Abstand ist das Wort der Stunde. Das dient natürlich dem Schutz der Bevölkerung, für den sich eine Regierung bzw. ein Staat einsetzen muss. Punkt! Das Allgemeinwohl geht vor. Das sollten sich alle Verschwörungstheoretiker oder sonstigen Verschwurbler, alle „Autoindustriefirst-“ und „ichlassemirnichtsverbieten“-Kritiker doch nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen.

Mittlerweile sind wir also in Woche 7 dieser Ausgangsbeschränkungen. Selbstverständlich dürfen die Einschränkungen nicht zur Gewohnheit werden, müssen kontinuierlich geprüft und angepasst werden. Eine Einschränkung der Grundrechte ist nicht ohne, dem sind sich aber glaube ich auch alle Entscheidungsträger bewusst. Eine leichte Lockerung trat letzte Woche in Kraft und die nächsten Lockerungen wurden gerade angekündigt. Ob das zu früh ist, wird wiederum erst in ein paar Tagen bzw. Wochen zu erkennen sein. Kritik wird jedenfalls zur Genüge geübt. Und wisst Ihr was? Es nervt! Egal, ob pro Coronaparty oder contra Maskenschutz. Ich persönlich möchte keine dieser Entscheidungen fällen müssen und ein bisschen Vertrauen in unsere Politik und die medizinischen Experten wäre wünschenswert.

Mir persönlich ist es aktuell auch (fast) schnuppe, welche (demokratische) Partei an der Spitze steht – es geht um die Sache und wie es scheint, versuchten da bisher fast alle einen möglichst guten Job machen.  So mein Eindruck. Als Unternehmer war ich sehr froh, dass Bayern als eines der ersten Bundesländer Sofortmaßnahmen zur Unterstützung auf den Weg gebracht hat. Und dies noch dazu ohne großen Bürokratieaufwand und in unserem Fall ziemlich fix. Selbstverständlich gibt es auch hier wieder einige Kritiker, man kann es nicht jedem (sofort) Recht machen und klar, die Situation ist für viele schwer. Aber ich bin von der Schnelligkeit und Abwicklung der Sofortmaßnahmen begeistert. Das kennt man durchaus anders. Allein, was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten an Finanzhilfen zur Verfügung stellt, ist erwähnenswert:

Infografik: Der deutsche Corona-Schutzschirm im Vergleich | Statista

Irgendwann in naher bzw. ferner Zukunft wird es einen Impfstoff und/oder eine geeignete Therapie geben. Es wird mutmaßlich noch ein paar Monate dauern, bis dies der Fall sein wird. In dieser Zeit werden wir uns an die außergewöhnliche Situation gewöhnen müssen und das bestimmt auch meistern. Bevor es zurück zur „Normalität“ geht. Doch was überhaupt ist „Normalität“?

Ist es: „Aufstehen, zur Arbeit fahren, 8-9 Stunden arbeiten, nach Hause fahren, etwas Zeit mit Freunden/ Familie/Sport/TV verbringen, schlafen“ (verkürzt dargestellt).

Oder: „Heute haben wir unser wöchentliches Meeting in XY und der Flug geht schon um 07:00.“

Oder auch: „Der Dienstwagen gehört für uns als Arbeitgeber/-nehmer selbstverständlich dazu…“

Oder vielleicht auch: „ich bestelle mal schnell beim asiatischen Billiganbieter ein paar Klamotten (…)  und brauche noch dringend Erdbeeren zum Kuchen“ (im Dezember)?

Nur ein paar Beispiele, an die wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Man könnte noch unzählige aufführen. Da nehme ich mich selbst überhaupt nicht aus.
Ist es aber nicht gerade jetzt an der Zeit, einmal über seine eigenen Einstellungen und Gewohnheiten nachzudenken? Sowohl persönlich als auch als Unternehmen?
Müssen Meetings immer Face-to-Face in einem Gebäude stattfinden? Muss der Arbeitnehmer im Bürojob immer vor Ort an seinem Schreibtisch sitzen oder kann er nicht genauso gut auch mal von zu Hause arbeiten? Muss es immer ein schnelles Dienstfahrzeug sein? Wöchentliche Flüge (möglichst noch innerdeutsch)? Und vieles mehr….

In Zeiten von Corona merken wir, dass ganz andere Dinge wichtig sind bzw. wie unwichtig manche Gewohnheiten auf der anderen Seite werden. Ansichten ändern sich und es sind plötzlich Sachen möglich (und nötig), die vorher nie und nimmer in Betracht gezogen wurden. Videokonferenzen, Homeoffice, neue Arbeitszeitmodelle, Online-Anträge und Zulassungen bei Behörden, etc. pp.
Wagen wir einen Blick über den Tellerrand und schauen in die Modebranche. Diese Branche ist immer wieder Wiege von Innovationsprozessen. Livestreams von den großen Fashion Shows sind keine Seltenheit und gehören bereits seit einigen Jahren zum Repertoire. Ebenso wie Interviews und Diskussionsrunden online, schon 2013 war ich Teil eines Interviews initiiert von Ermenegildo Zegna über Google Hangout (damals noch Google+) mit Designer Paul Surridge, damit war EZ der Zeit voraus und erreichte eine große Zielgruppe.

Das ist mittlerweile 7 Jahre her und es stimmt mich nachdenklich, dass viele Unternehmen erst JETZT auf „neue“ Ideen kommen. Positiv gesehen: Endlich passiert etwas. Aber warum muss es immer erst eine Krise geben, damit sich etwas ändert? Und vor allem, wie lange bleiben aktuelle Änderungen bestehen?
Auch im privaten Umfeld fallen gerne die Worte „…wir haben jetzt alle mehr Zeit…“ Da stellt sich mir wiederum die Frage: Hat der Tag nun plötzlich mehr als 24 Stunden? Liegt das an Kurzarbeit, ist es sicherlich keine entspannte Zeit. Vielleicht liegt es bei manchen aber auch an der nicht-verschwendeten Wegezeit zwischen zu Hause und Arbeit? Vielleicht besinnen wir uns auf die „wichtige“ Zeit mit der Familie?

Ein weiteres Beispiel ist der Lieferservice – für einige Unternehmen vor Corona fast undenkbar – jetzt für manche einzig verbleibende Möglichkeit, ihre Arbeit, wenn auch in begrenztem Umfang, fortzuführen. Kartenzahlung – vor Corona immer noch in einigen Bereichen unmöglich, mittlerweile (aus hygienischen Gründen) erwünscht. Durch die Pandemie wird sich die Akzeptanz der Bezahlung durch Geldkarten bestimmt erhöhen.

Kommen wir zurück – irgendwann wird Corona kein Thema mehr sein und die Ausgangsbeschränkungen werden wieder aufgehoben. Fallen wir dann zurück in unsere alten Muster VOR Corona? Oder nutzen wir jetzt die Chance und überdenken unser (Arbeits)leben mit daraus resultierenden Vorteilen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber?  Diesen Denkprozess sollten wir angehen und Möglichkeiten diskutieren. Einige sind dazu bereit, andere (leider) nicht. Als Unternehmer habe ich zwar mein Kerngeschäft, aber ich muss (nein, ich möchte) mich parallel mit neuen Innovationen und Gedanken beschäftigen und über den eigenen Tellerrand schauen.  Nicht dauerhaft „höher-schneller-weiter-mehr“. Mit (positiven) Auswirkungen auf das Arbeitsleben und unsere Freizeit, aber auch gesamtgesellschaftlich gesehen und auf das Klima.

Eigentlich haben wir aktuell auch einige Chancen – nutzen wir sie!

Fazit: Nicht meckern, sondern mit einem Blick in die Zukunft handeln! Das ist die Devise!

Erdbeeren ohne Ende – Vorratshaltung mit Marmelade, Sirup und Schnaps

23. April 2020 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Erdbeeren? Was hat er denn jetzt? Erdbeeren sind ja nicht so das typische Thema hier auf dem Blog. Aber als Erdbeerfan gehören sie irgendwie auch zu meinem Leben. Und ich kann ja hier schreiben, worüber ich möchte. Und das ganz unabhängig von der Erdbeer-Saison. Da müsst Ihr durch. ;)

Schon im gemeinsamen Garten mit meiner Oma wurden bei uns zu Hause verschiedenste Obst- und Gemüsesorten angebaut. Bohnen, Gurken, was auch immer. Diese wurden dann nach der Ernte zusammen verarbeitet, wir saßen draußen auf der roten Bank, etwas vor Sonne/Regen geschützt und haben gequatscht. Manchmal hasste ich als Kind diese Arbeit, manchmal eben auch nicht. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, war es wirklich schön und ich würde gerne noch mit meiner Oma auf der ausgeblichenen Bank sitzen und Bohnen schnibbeln. Anyway, also Gartenarbeit war schon von klein auf normaler Bestandteil bei uns zu Hause. Unser Keller war immer voll mit selbst eingemachten Gläsern, genauso wie die Tiefkühltruhe – Vorratshaltung wie man sie sich aktuell zu Corona-Zeiten wieder wünscht. Was nie fehlen durfte: ein Regal mit selbst eingekochten Marmeladen. Kirsche, Himbeere, Apfel und vor allem Erdbeeren waren zu finden. Bzw. sind es heute auch noch, denn mein Vater kocht weiterhin selbst ein und testet sogar verschiedene, leckere Mischungen. Ein paar Erdbeerpflanzen hatten wir selbst im Garten, aber manchmal waren wir zusätzlich auf einem Feld zum selbst pflücken. Als Kind eine wundervolle Beschäftigung! Eine Erdbeere in den Eimer, zwei in den Mund. O-Ton von meinem Papa: „Du kannst so viele essen, wie Du magst – müssen wir die schon nicht zahlen.“ Wer kennt’s nicht?!

Persönlich fand ich es einfach nur super. Und was damals schon klasse war, ist ein paar Jahre später natürlich noch genauso klasse. Das haben wir im letzten Jahr ausprobiert. Wir haben uns nach nahegelegenen Feldern umgeschaut und sind schnell fündig geworden. Wir waren auf einem Erdbeerfeld vom Obsthof Müller, kann ich allen, die aus der Region kommen, nur empfehlen. So viele Erdbeeren wollten wir eigentlich nicht pflücken, ein paar zum gleich essen, ein bisschen Marmelade – reicht! Sicherheitshalber haben wir aber ein noch ein paar Eimer bzw. Schüsseln mitgenommen. Getreu dem Motto: Lieber etwas mehr, als zu wenig.
Es war schon eher gegen Ende der Erdbeersaison und auf dem Feld gar nicht mehr so viel los. Vor Ort bekamen wir gleich den Tipp vom Erdbeerbauern „Geht am besten ganz da hinter. Da sind noch viele zu finden!“ und los ging die Ernte. Es gab wirklich noch zahlreiche, richtig schöne und dicke Prachtexemplare der roten Beere (die im botanischen Sinne gar keine Beere ist). Ruck zuck waren die ersten Eimer gefüllt und das Feld immer noch voller Erdbeeren. Haben wir genug gepflückt? Reicht uns das? Da hängen überall noch so viele schöne Erdbeeren! So unsere Gedanken. Da wir noch ein paar Gefäße hatten, haben wir die also auch noch gefüllt. Ich meine, wenn wir schon einmal vor Ort waren!? Außerdem kommt man quasi wie in einen „Ernte-Strudel“ und muss alles befüllen, was möglich ist. Ihr kennt das vielleicht… ;)
Am Ende hatten  wir knapp über 12kg Erdbeeren gepflückt. Die im Mund bzw. Magen natürlich nicht mitgezählt. Wir waren glücklich und zufrieden. Gut, früher als Kind meckerte der Rücken ein bisschen weniger, aber es hat trotzdem Spaß gemacht!

Stellt sich nur die Frage: Was machen wir mit 12 Kilo Erdbeeren? Neben Erdbeermarmelade fiel uns Erdbeerlimes sowie -Sirup ein.
Also ab nach Hause und erst einmal etwas mehr Gelierzucker kaufen. Wir haben uns für den 2:1 entschieden. D. h. auf 1kg Erdbeeren kommt eine 500g Packung Gelierzucker. Es gibt auch noch Gelierzucker im Verhältnis 1:1 oder auch 3:1, könnt Ihr ganz nach Belieben ausprobieren.
Marmeladekochen ist ja kein Hexenwerk und geht eigentlich ganz einfach. Die Erdbeeren säubern und in einem großen (!) Topf mit dem Gelierzucker aufkochen lassen (schäumt nämlich). Wir haben noch eine Zitrone und ein paar unserer Kumquats (Eigenanbau) mit dazu getan. So Pi mal Daumen. Alles schön aufkochen lassen und dann abfüllen. Rezepte für Erdbeermarmelade gibt es im Netz genug, einfach mal googlen. Da Stückchen meiner Meinung nach völlig unnötig sind, wird die fertige Masse selbstverständlich noch püriert. Und um zu gucken, ob die Marmelade fest wird, macht Ihr den Geliertest, einfach einen kleinen Löffel voll auf einen kleinen Teller geben und wenn das nach ca. einer Minute fest wird, wird Eure Marmelade nach dem Abkühlen auch fest. Dann kann die Erdbeermarmelade in Gläser abgefüllt werden. Die sollten vorher sterilisiert werden. Wir haben sie dazu in den Backofen bei ca. 200 Grad für ca. 10min erhitzt und die Deckel ergänzend im Wasserbad gekocht. Obacht beim Einfüllen der Marmelade, die Deckel/Gläser sind ziemlich heiß! Gesagt, getan, so verarbeiteten wir so ca. 3kg unserer gepflückten Erdbeeren. Bleiben nach Adam Riese noch immer 9kg an Erdbeeren übrig.

Wir hatten noch eine ältere Flasche Doppelkorn, die bei uns eh nicht getrunken wird. Kam nur die Frage auf: Doppelkorn plus Erdbeeren = Erdbeerlimes? Nach kurzer Recherchearbeit kamen wir zu dem Entschluss, dass Doppelkorn ganz gut funktionieren müsste. Wie auch bei der Marmelade werden die Erdbeeren gesäubert und püriert. Wir haben uns anschließend so grob an das Rezept gehalten. Wie bereits erwähnt, funktioniert es auch mit Doppelkorn statt Wodka. Die Menge Zitronensaft schätzten wir wieder Pi mal Daumen. Auch hier wurden die Flaschen mit Hilfe des Backofens sterilisiert. Nach dem Abfüllen den Limes kalt werden lassen und im Anschluss kühl (am besten im Kühlschrank) lagern, da hält er sich ein paar Wochen. Probieren natürlich nicht vergessen!

Wir zählen mal wieder: 9kg minus 1,5kg für den Erdbeerlimes macht noch einen Rest von 7,5kg Erdbeeren. So 500g mussten zwischendurch für einen Smoothie herhalten. Also noch 7kg. Was ich schon immer einmal machen wollte, ist Erdbeersirup. Allerdings hatte ich keinen Plan, wie das funktionieren sollte. Man muss ich nur zu helfen wissen und bei einer sehr zuverlässigen Quelle (meinem Dad) nach einem Rezept gefragt. Zack, schon kam es per WhatsApp.
Zutaten für einen Liter Erdbeersirup: 1kg Erdbeeren, 500ml Wasser, 750g Zucker und 2 Zitronen.
Wir hatten gleich die doppelte Menge an Zutaten genommen. Erdbeeren waren schließlich genug vorhanden. Wie immer: Erdbeeren säubern und vierteln. Ab damit in einen Topf und mit dem Wasser erhitzen. Ca. 15min köcheln lassen, bis sie zerfallen und anschließend den Zitronensaft hinzugeben und unterrühren. Nach dem Kochen wird die Erdbeermasse durch ein Tuch gedrückt. Wir haben ein ganz normales Küchentuch genommen, über ein Sieb gelegt und mit einem Löffel durchgequetscht. Tipp: Etwas Zeit mitbringen, denn das dauert etwas. Zum so ausgepressten Saft wird im Anschluss der Zucker gegeben, das Ganze nochmal aufköcheln lassen, damit der Zucker sich auflöst. Und wie gehabt, den Sirup dann in saubere/sterile Falschen abfüllen und natürlich auch wieder sofort verschließen.

Wir waren somit das ganze Wochenende im Erdbeer-Verarbeitungs-Modus und haben die restlichen 5kg eingefroren. Schadet ja auch nichts, denn auch im Winter freut man sich über (frische) Erdbeeren für einen Smoothie, Milchshake o.ä. Marmeladentechnisch haben wir jetzt noch genau ein Glas im Keller, das ein oder andere haben wir verschenkt, Sirup ist auch noch eine Flasche vorhanden (den bekommen nur ausgewählte Gäste!) nur der Limes war schnell weg, hält sich aber auch am Kürzesten.

Von daher freue ich mich schon, wenn die Erdbeersaison bald wieder losgeht (vermutlich Mitte Mai) und wenn das Feld ruft!

Es geht weiter im Haus – die Sanierung des Kellers und eine Überraschung

9. April 2020 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

Aktuell hat man ja gefühlt irgendwie mehr Zeit. Ob das tatsächlich der Fall ist, möchte ich bezweifeln. Aber manch einer wird vielleicht ein bisschen kreativer bzw. fängt an, liegen gebliebene Dinge zu erledigen. Da bei uns im und ums Haus noch einiges zu tun ist, wird es uns natürlich nicht langweilig. An den Wochenenden können wir weder Familie noch Freunde besuchen, somit ist Zeit für die ein oder andere Baustelle. Ein Haus zu sanieren bedeutet einen Haufen Arbeit, die nicht so schnell ausgeht. Das zieht sich (und wenn man anderen Kernsanierern glauben mag, fängt man im Anschluss gleich wieder vorne an).

Neben dem Höfchen (ich sag nur: (Hochdruck)reinigen und Hängemattendrama…) ist aktuell der Keller an der Reihe. Dafür muss ich etwas ausholen: Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnert, haben wir ein Haus in der Innenstadt – gebaut 1951 und (fast) durchgängig bewohnt. Aber auch vor dieser Zeit war das Grundstück bereits bebaut. 1943 gab es einen schweren Bombenangriff auf Schweinfurt, bei dem danach fast nichts mehr von der Innenstadt stand und (vermutlich) das damals an der Stelle stehende Gebäude ebenfalls heftig getroffen wurde.
So kam es zum Neubau unseres Hauses durch den ehemaligen Direktor einer hier ansässigen Bank. Das zur mehr oder weniger bekannten Vorgeschichte. Wir haben ja komplett kernsaniert und den Wohnbereich neu gestaltet. Im Rahmen unserer Renovierung haben wir den Keller zunächst außen vor gelassen, so dass hier die „alten“ Spuren noch sichtbar sind.

Das Problem:

Als wir das Haus besichtigten, schauten wir uns natürlich auch den Keller genauer an und ließen zusätzlich zwei, drei erfahrene Handwerker einen Blick darauf werfen. Eine Expertenmeinung schadet schließlich nie! Für das Alter war alles in Ordnung, die Substanz ist ok und wird uns wohl überleben. An ein paar Stellen bröckelte zwar der Putz von den Wänden, aber das ist völlig normal. Leicht feucht ist er, unser Keller, das war klar. Aber wie uns die Handwerker und Architekten bestätigten: kein Grund zur Sorge! (auch wenn das unsere potentiellen „wir möchten Ihnen das Haus gern abkaufen-Vorinteressenten als Argument nutzen wollten, uns das Haus auszureden bzw. madig zu machen.)
Auf Dauer musste trotzdem etwas geschehen, damit nicht immer mehr Putz von der Wand abbröckelt. Schimmel war zum Glück nicht vorhanden, aber etwas muffig roch es doch ab und an. Typisch älteres Haus eben. Es war also an der Zeit, zu recherchieren und sich Gedanken zu machen. Es musste eine Lösung her, um das Mauerwerk langfristig zu schützen.

Die Überlegungen:

Die Frage war also „Was tun?“ Klar, die Wände werden uns mit Sicherheit überleben und wir bräuchten uns eigentlich keine Gedanken machen. Doch entweder ich mache etwas gescheit oder ich lasse es bleiben. Eine komplett neue Außendrainage wäre natürlich die ideale Lösung. Von außen kommen wir aber leider nur mit sehr hohem Aufwand an die Wände. Sowohl finanziell gesehen als auch arbeitstechnisch, denn dazu müsste der ganze Bürgersteig aufgerissen werden. Weitere Möglichkeiten wären, die Wand von innen mit Hilfe eines sogenannten Injektionsverfahrens abzudichten, alternativ den Putz zu entfernen und eine Ständerwand davor zu platzieren oder die Wand so zu lassen und einfach abzuwarten. So die Empfehlungen. Eine kurze Recherche später kam eine weitere Option hinzu: Spezieller Putz, nämlich „Sanierputz“ könnte die Lösung sein, für die wir uns dann auch entschieden. Sanierputze sind zugleich wasserabweisend gegen Wassereintritt von außen und diffusionsoffen gegen Wasserdampf von innen. Sie lagern mögliche, die Bausubstanz schädigende Salze ein und sind außerdem schimmelhemmend. Aber Achtung: Jeder Keller ist anders und je nach Mauerwerk bzw. Feuchtigkeit kann Sanierputz auch ungeeignet sein! Außerdem gibt es verschiedene Sanierputzsysteme. Daher sind Sanierungsmaßnahmen immer auf das jeweilige Bauwerk abzustimmen! Für die Recherche kann man genügend Zeit einplanen, denn soooo schnell wird die Mauer nicht einstürzen. Und falls doch, ist Sanierputz sowieso nicht die richtige Lösung! ;)

Die Durchführung:

In Bayern haben aktuell auf Grund des Coronavirus SARS-CoV-2 die Baumärkte geschlossen. Zum Glück hatten wir vor den Schließungen genügend Säcke Sanierputz eingekauft. Diese warteten im Keller auf ihren Einsatz. Hammer, Besen, Eimer, eine alte Bohrmaschine mit Quirl, Maurerkelle, Zahnglättekelle und Sprühflasche hatte ich da, außerdem wichtig: Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille – Sanierputz darf nicht in die Augen gelangen! Zu Beginn schlägt man den restlichen, alten Putz ab, sofern vorhanden. So dass fast nur noch Mauerwerk zu sehen ist. Tipp: Lieber etwas großzügiger abschlagen als zu wenig. Sollte das Mauerwerk darunter doch etwas feucht sein, müsst Ihr es erst trocknen lassen. D. h. je nach Feuchtigkeit sollte man durchaus ein paar Wochen warten und quasi die Wand „atmen“ lassen. Unsere Wände waren trocken, denn wir hatten zu Beginn der Sanierung schon die nicht-atmungsaktive Sperrschicht, die drauf war, runtergemacht. Tipp: Frühzeitig beginnen. Wenn die Wände trocken sind, werden diese nochmals per Besen abgekehrt. So dass der grobe Schmutz weg ist. Erst dann wird der Sanierputz angerührt. Das Mischungsverhältnis kann ich Euch leider nicht mitteilen, das steht meist auf der Packung. Grob würde ich sagen ¼ Wasser zu ¾ Putz – natürlich ohne Gewähr. So dass es eine zähflüssig-breiige Masse gibt. Das müsst Ihr ausprobieren, ähnlich dem Geliertest bei der Marmelade. ;) Vor dem Auftragen des Putzes wird mit der Sprühflasche die Mauer leicht befeuchtet. Dadurch haftet der Putz besser. Diesen im Anschluss gleichmäßig auftragen und trocknen lassen. Dies kann sich je nach Luftfeuchtigkeit und Dicke des Putzes auch über mehrere Tage hinziehen. Der Putz sollte eine maximale Dicke von 2cm nicht überschreiten. Falls doch mehr benötigt werden sollte, einfach den ersten Durchgang austrocken lassen und in einerzweiter Welle auftragen.

Das war‘s auch schon. Mit dem Zwischenergebnis bin ich nun völlig zufrieden. Eventuell kann man jetzt noch ein bisschen anschleifen und evtl. streichen, aber im Keller muss es meiner Meinung nach nicht zu 100% gut aussehen.

Die Überraschung:

Ein bestehendes Haus weckt ein gewisses Interesse in mir. Leider haben wir keine alten Pläne von der ursprünglichen Bauphase etc. erhalten, da war wohl nichts mehr vorhanden. Wir hatten ja immer noch auf einen versteckten Goldbarren im Keller gehofft, vom Bankdirektor, aber bisher leider nichts in diese Richtung gefunden. Es deuten allerdings einige Hinweise auf einen ursprünglichen (Gewölbe-)Keller unter dem eigentlichen Keller hin. Denn erstens handelt es sich bei den Außenmauern um alte Natursteinmauern. Die Grundmauern wurden nicht in klassischer Ziegelbauweise (wie das restliche Haus) gemauert. Diese Natursteinmauern sind somit voraussichtlich älter als 1951. Zweitens könnte im Keller ein nachträglich verschlossener Treppenabgang sein. (Jedenfalls haben wir keine Ahnung, was es sonst sein sollte). Drittens gibt es laut alten Aufzeichnungen in unserem Stadtteil viele alte Gewölbekeller, die sogar früher mal untereinander verbunden waren, aber nach dem Krieg häufig komplett mit Schutt aufgefüllt wurden. Und zum Schluss habe ich festgestellt, dass es eventuell Hohlräume unter dem Kellerboden gibt. Ich bin mir also fast sicher, dass unter uns noch ein weiteres Schätzchen wartet. Und vielleicht sind dort die besagten Goldbarren zu finden?!

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