Traditionelle Handwerkskünste – vom Spessart bis nach Japan

3. Februar 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Es war einmal vor (mittlerweile) langer Zeit, als ich noch im Spessart lebte. Ein kleiner Ort, jeder kennt jeden und den Dialekt verstehen fast nur die Einheimischen. Denn in einem Dorf weiter wird bereits ein etwas anderer Dialekt gesprochen. Die Fenster konnte man getrost gekippt lassen, denn Nachbarn hatten immer ein Auge auf die Umgebung. So ist es (vermutlich) heute auch noch in „meinem“ kleinen Dorf. Und was gibt es im Spessart zuhauf? Holz! Holz war uns schon immer heilig. Also heilig ist vielleicht etwas übertrieben, aber im Spessart gelten beispielsweise noch uralte Holzrechte, das „Spessartrecht“, und viele Bürger besitzen sogar ein eigenes Stückchen Wald. Als Jugendlicher war ich natürlich mit im Wald und half, wenn Holz gemacht wurde. Das passierte immer erst im Winter, um die Natur bzw. die Tiere zu schonen. Und so kam ich bereits früh in Kontakt mit Holz. Bis heute bin ich begeistert von diesem Werkstoff. So begeistert, dass ich damals eine Ausbildung zum Schreiner (norddeutsch: Tischler) gemacht habe und mich seither Schreinergeselle schimpfen darf.
Was mich damals dazu bewogen hat, war die Liebe zum Werkstoff Holz, aber auch die Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben. Holz ist ein relativ leicht zu bearbeitender Werkstoff und ich bin heute noch dankbar, dass mir die Vorgesetzten und Berufschullehrern viele Freiheiten ließen. Ob es an der CNC-Fräse war oder beim Fertigen des Gesellenstücks – ich durfte quasi alles machen, was mir in den Sinn kam. Woran ich mich noch gut erinnere, ist ein Auftrag unserer Firma für den Bau eines Messestandes, der anschließend nach Japan übersendet wurde. An die Details kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber es war eine Einzelanfertigung und sehr detailliert ausgearbeitet. Tetris-Fähigkeiten zahlten sich damals schon aus, denn der 40 Fuß (12,192m) große Überseecontainer bzw. Schiffscontainer wurde bis unter die Decke beladen. Ein paar Wochen später ging es auf die Reise nach Japan, das war schon eine Ehre für mich als Azubi.

Eine schöne Erinnerung. Was mir im Zusammenhang mit der Schreinertätigkeit besonders im Kopf geblieben ist, ist die japanische Handwerkskunst. Als Schreiner nutzen wir unterschiedlichste Werkzeuge, die natürlich nicht mit dem günstigen Handwerkszeug aus dem Baumarkt zu vergleichen sind. Ein Schreiner arbeitet im Bereich von Millimetern und somit wird gutes, scharfes und langlebiges Werkzeug benötigt. Als Beispiel nehmen wir eine Fingerzinkung. Die lässt sich auch maschinell fertigen …sieht aber auch dementsprechend aus. Im klassischen Stil wird eine Fingerzinkung mit einer scharfen „Japansäge“ und einem Stechbeitel durchgeführt. Die Form der Sägen ist unterschiedlich, aber meistens handelt es sich dabei um ein sehr dünnes Sägeblatt mit Zähnen in leichter Keilform. Diese sollten perfekt geschliffen sein und dementsprechend sehr scharf. Die Stechbeitel wurden übrigens immer per Hand geschärft und als Qualitätsmerkmal zur Schärfe mussten die Haare auf der Handoberfläche dran glauben.

Bei den ganz ursprünglichen Japansägen kommt die traditionelle, herausragende japanische Schmiedekunst zum Tragen. Die ihren Höhepunkt in der Fertigung von Samurai-Schwertern findet. In der japanischen Region Setouchi im Südwesten des Landes wird genau diese Tradition großgeschrieben.
Die Setouchi-Region formt das größte Binnenmeer in Japan, umgeben von den Präfekturen Hyogo, Okayama, Hiroshima, Yamaguchi, Tokushima, Kagawa und Ehime. Eine wunderschöne Seenlandschaft und äußerst vielfältige Gegend, in der man z.B. vier Weltkulturerben findet, 275 Sake-Brauereien (hehe) und mit 900.000 Hektar den ersten offiziell ausgewiesenen Nationalpark Japans, wobei bei der Größenordnung von einem „Park“ zu sprechen ja schon etwas untertrieben ist. Das Gebiet hat darüber hinaus einen jahrtausendalten Ruf für die Herstellung der besten Klingen Japans.

(Bild von Bizen Osafune)

Vor Ort, genauer gesagt in der Präfektur Okayama, befindet sich ein Schwertmuseum namens Bizen Osafune. Dort sind Schwerter (Katana) aus einem Zeitraum von über 1000 Jahren ausgestellt. Ein Katana war eigentlich immer schon eine Mischung aus Waffe und Kunstwerk. So kann man in den zugehörigen Werkstätten des Museums dem Schmiedeprozess beiwohnen, quasi von den Rohstoffen Eisenerz, Holzkohle (aus der regionalen Rotkiefer) und Wasser, die alle zur Genüge in Setouchi zu finden sind, bis hin zur Klinge. Alleine die Herstellung eines Katana dauert Tage, wenn nicht sogar Wochen. Außerdem können nur Handwerker, die eine Prüfung der Japanischen Agentur für kulturelle Angelegenheiten bestanden haben, in Japan zu Schwertschmieden werden – und selbst dann können Schwertschmiede höchstens 24 Schwerter pro Jahr herstellen, da die Vorschriften verlangen, dass jedes traditionelle Katana 15 Tage aktive Arbeit in Anspruch nimmt. Eine Handwerkskunst, die bis heute fortgeführt wird, die berühmten Bizen Katanas kann man nach wie vor käuflich erwerben.

Aber nicht nur die Herstellung gehört zum traditionellen Handwerk, sondern auch die Kunst des Schärfens. Da muss ich automatisch wieder an das Schärfen unserer Stechbeitel denken. Wobei Katanaklingen mit Sicherheit wieder ganz andere Bewegungen benötigen als der klassische Stechbeitel. Zum Vergleich: Unsere Stechbeitel waren maschinell bereits vorgeschliffen und wir mussten damals „nur“ noch den Feinschliff per Hand tätigen. Dies dauerte zwischen 30 Minuten und manchmal auch eine Stunde bis Zufriedenheit herrschte. Für eine (Katana)klinge wird hingegen eine Dauer von ca. 120 Stunden (!) gerechnet – von der Rohklinge inkl. Schärfens. Aber das ist noch nicht alles, denn die Klinge muss noch eingefasst werden. Traditionell geschieht das auch in Handarbeit. Magnolienholz hat dafür die richtigen Eigenschaften: Optisch zurückhaltend, dafür hart und gut zu verarbeiten. Neben der Härte spielt(e) die gute Verarbeitung eine wichtige Rolle. In der Regel werden die Griffe noch mit verschiedenen Verzierungen und Gravuren versehen, früher schon Symbole für Reichtum und Rang. So kommen in einem Katana verschiedene Handwerke zusammen.

Sollte es mich einmal nach Japan verschlagen – was ich sehr hoffe – dann ist ein Besuch in diesem Museum Pflicht!

Von Inspiration, Luxus und Wertanlagen

21. Januar 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Mittlerweile blogge ich seit mehr als 10 Jahren und das über eine ganze Bandbreite verschiedener Themen. Wer mich noch nicht so lange kennt oder „nur“ die letzten Beiträge auf der Startseite anschaut, wird sich vielleicht über die Themenvielfalt wundern.
Im Zusammenhang mit meinem Beitrag über „Julius“ bin ich gefragt worden, ob so ein Thema denn überhaupt zum Blog passt. In dem es sonst um Mode, Automobil und auch Luxusthemen geht, wie um mein Faible für schöne (italienische) Herrenmode z.B. von Zegna. Aber auch mal über eine Wanderung durch die lokalen Wiesen und Wälder, um Reisen und Outdoor – die Themenspannweite ist vielfältig. Richtig. Das liegt einfach daran, dass ich mich für viele Dinge interessiere. Und das gerne mit Euch teile, weil es vielen von Euch ähnlich geht.
Wie heißt es so schön: Man lernt ein Leben lang! Für mich persönlich gehört dazu natürlich auch mein Blog. Dadurch, dass ich mich mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftige und immer wieder Recherchen nötig sind, kommt man automatisch vom Hölzchen zum berühmten Stöckchen. Für irgendetwas sind diese gewonnen Infos dann wiederum nützlich – und wenn es nur für mich persönlich ist. Man könnte es vielleicht auch mit dem Ehrenamt als Schöffe vergleichen, in dem man mal aus seiner eigenen Filter-Blase blickt und Neues erfährt. Und sei es nur ein Anstoß, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen, was wiederum zum besseren Verständnis bzw. zur besseren Kommunikation führen kann. Also egal in welchem Bereich: Es gibt immer etwas zu entdecken! Von daher passen solche gesellschaftlichen Themen für mich sehr wohl hier zu meinem Blog.

Gerade bei Mode und Accessoires handelt es sich ja um Bereiche, die vor allem inspirieren sollen. Kaum jemand geht davon aus, dass die auf den Fashionweeks gezeigten Outfits 1:1 nachgekauft und so getragen werden. Wobei die Qualität hochwertiger Designermode natürlich sehr oft fantastisch ist. Daher kann einen ein teures und hochwertiges Teil ein Leben lang begleiten und ist quasi auch eine gute Geldanlage. Ich selber schaue mir gerne die neuen Kollektionen an und lasse mich inspirieren. So lassen sich langlebige Stücke aus dem Kleiderschrank super immer wieder kombinieren. Oder mal mit verschiedenen Accessoires „upgraden“. (Ich glaube, da mache ich irgendwann mal einen eigenen Blogpost zu.)

Das Thema Investition bzw. Wertanlage scheint übrigens gerade in der aktuellen Zeit verstärkt aufzuploppen. Mittlerweile ist es schon über ein Jahr her, dass Corona auftauchte. Anfänglich noch „weit weg“, kam es dann langsam immer näher. Kann mich noch gut erinnern, dass ich im Februar 2020 auf Skiern unterwegs war. Man hatte zwar von Corona gehört, aber so richtig bewusst wurde es erst, als Reisewarnungen ausgesprochen wurden oder Ansprachen der Regierung über die Bildschirme flimmerten.
Grundsätzlich wird in augenscheinlich schwierigen Zeiten immer besonders auf das persönliche Umfeld geachtet. Man will es sich zu Hause schön machen, wie die Umsätze von Einrichtungshäusern zeigen. Um nur ein Beispiel zu nennen. Auf der anderen Seite überlegt man, welche Wertanlagen krisensicher sind. Klar, da ist Gold immer ganz oben dabei. Als weitere gute Anlagemöglichkeit werden natürlich Immobilien oder auch klassische Oldtimer gehandelt. Aber wie oben schon erwähnt, können modische Accessoires ebenfalls gute Investitionen sein. Wer mit weniger Platz auskommen möchte und über das nötige Kleingeld verfügt, greift gerne auf Uhren zurück. Die bekannteste Uhrenmarke weltweit ist vermutlich Rolex, sowohl Accessoire als auch Statussymbol und Wertanlage zugleich. In einem Businessnetzwerk (in dem ich Mitglied bin), kam neulich die Frage nach einer Wertanlage auf, bzw. wurde in diesem Zusammenhang ganz konkret nach einer Rolex Day-Date Armbanduhr gesucht. Da kann man wohl definitiv von einer langfristigen Wertsteigerung ausgehen. Ich selbst finde ja auch Manschettenknöpfe toll, weil edel und wahrscheinlich in so ziemlich jeder Preisklasse zu haben, von günstig bis kaum bezahlbar (und damit wiederum gute Anlage). Nennt mich ruhig altmodisch, aber ich bin ein Fan solcher Klassiker!

Um noch eine Möglichkeit der Wertanlage zu nennen: Bitcoins bzw. Investitionen in Kryptowährung. Soll angeblich auch jetzt noch gut möglich sein – don`t know. Das ist ein Bereich, in dem ich mich selbst kaum auskenne. Persönlich bin ich bei Geldgeschichten eher etwas konservativer unterwegs und würde (wenn ich das nötige Kleingeld hätte) in Immobilien und/oder Aktien investieren. Aber jeder, wie er möchte. Spannend ist dabei trotzdem zu sehen, wie sich alles entwickelt. Habt Ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Was ist Euer Favorit?

Energieverbrauch im Haus

5. Januar 2021 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , ,

Nachdem wir nun schon fast fünf Jahre im eigenen Haus wohnen, ist es an der Zeit, einen genaueren Blick auf unseren Energieverbrauch zu werfen. Zur weiteren Planung, Verbesserung bzw. Anpassung ist schließlich eine Langzeitbetrachtung sinnvoll, wie z.B. bei einer Photovoltaikanlage auch. Wir sind Mitte 2016 in die eigenen 4-Wände gezogen. Zwar wurden die Zähler im Januar 2015 angeschlossen, aber wir wohnten noch nicht im Haus und hatten noch einige Renovierungsarbeiten (wie Verputzen usw.) zu erledigen, deshalb sind die Werte aus 2015 noch nicht aussagekräftig.
Allerdings haben wir Vergleichswerte aus der Mietswohnung vorher, anhand derer wir Pi-mal-Daumen den zukünftigen Verbrauch versuchten einzuschätzen. Wobei man diesen Vergleich natürlich nur ganz grob ziehen kann. Damals wohnten wir auf ca. 70qm und im Haus sind es nun ca. 180qm Fläche. Wobei natürlich nicht alle 180qm gleichzeitig geheizt bzw. bewohnt werden. Ihr merkt schon, es spielen viele Faktoren eine Rolle.

Für diejenigen unter Euch, die die Umbaumaßnahmen bzw. Generalsanierung nicht mitbekommen haben, hier nochmals in Kurzform, was wir alles gemacht haben:
Neues Dach mit zugehöriger Dachdämmung, neue Heizungsanlage (inkl. neuem Leitungssystem…), neue Elektrik (inkl. Verkabelung, Zähler etc.), neue Bäder (inkl. neuem Leitungssystem…), neue dreifachverglaste Fenster. Und noch einiges mehr, aber das sind so die größten Posten, die beim Thema Energie relevant sind. Die Koordination unserer Kernsanierung erfolgte komplett in Eigenregie. Wir hatten keinen Bauleiter und haben die verschiedenen Maßnahmen und Gewerke selbst koordiniert, sämtliche baulichen Maßnahmen mehrfach überlegt, recherchiert und auch (gedanklich) mit den möglichen Alternativen abgewägt, bevor wir tätig wurden. Das war definitiv nicht ohne und sicherlich eine ganz andere Herausforderung, als sie z.B. ein Neubau mit sich bringt. Wichtig sei hier noch zu erwähnen, dass wir uns bei der Heizungsanlage für einen Gasbrenner entschieden haben. Dieser ist von Weishaupt und war damals selbstverständlich auf dem neusten Stand der Dinge.

Zurück zum eigentlichen Thema. Unserem Energieverbrauch bzw. dem Jahresdurchschnittsverbrauch. Beginnen wir einfach beim

Strom:

Anbieter: Stadtwerke Schweinfurt. Noch. Zwar haben wir hier in Schweinfurt einen vergleichbar günstigen Preis, allerdings bin ich als Kunde nicht zu 100% zufrieden. Allgemein gesehen sind die Stadtwerke eher konservativ. Und zwar in jeglicher Hinsicht. Kommunikation findet nur in eine Richtung statt. Transparenz ist Fehlanzeige und auf Social Media wird gänzlich verzichtet. Noch dazu wird zwar Ökostrom angeboten, dieser ist allerdings (in meinen Augen) überteuert bzw. von anderen Anbietern günstiger zu haben. Daher wird demnächst ein Wechsel für uns unumgänglich sein.

Wir benötigen im Schnitt zwischen 1450 und 1700kWh Strom pro Jahr. Der durchschnittliche Verbrauch bei einer Haushaltsgröße von zwei Personen liegt bei 2.100 kWh/Jahr, daher verbrauchen wir also weniger als vergleichbare Haushalte.

Wasser:

Anbieter: Stadtwerke Schweinfurt. Vorab: Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist bei Wasser im Gegensatz zu Strom bzw. Gas faktisch auch nicht möglich, da gibt es einen regionalen Wasserversorger. Punkt.
Beim Wasser benötigen wir zwischen 50 und 60 Kubikmeter pro Jahr. Der durchschnittliche Wasserverbrauch für zwei Personen pro Jahr liegt bei etwa 93 Kubikmetern. Im Höfchen nutzen wir zudem noch einen Regenwassersammelbehälter mit einem Fassungsvermögen von 300 Litern. Dennoch reicht das gesammelte Wasser in unserer trockenen Region und mit den immer wärmer werdenden Sommern nicht aus, um alle Pflanzen ausreichend zu versorgen. Auch in diesem Jahr mussten wir wieder die Wasserleitung „anzapfen“. Unsere Werte wundern mich daher schon, denn wir achten nicht sonderlich auf den Verbrauch. Klar, wir lassen beim Zähneputzen kein Wasser laufen, duschen nicht stundenlang, aber auch nicht megakurz etc. Die gängigen Sachen halt. Ebenso wie die Spülmaschine fast ausschließlich im Energiesparprogramm läuft <- dafür ist es schließlich da und Zeit ist genug vorhanden. Gebrauchtes Wasser (z. B. vom Eier kochen) wird ab und an zum Gießen verwendet. Ob diese Kleinigkeiten allerdings den Wasserverbrauch so reduzieren – I don’t know.

Gas:

Anbieter: Stadtwerke Schweinfurt (wer hätte es gedacht). Wie bereits erwähnt nutzen wir einen Gasbrenner. Neben der handelsüblichen Wärme ist dieser auch für das Warmwasser zuständig. Unser Verbrauch liegt so zwischen 9000 und 12000 kWh pro Jahr. Der Durchschnitt für vergleichbare 180qm liegt bei 22500 kWh. Wie komme ich auf diesen Wert: Die Energieabrechnungsfirma Techem hat 2017 in einer Studie den durchschnittlich nötigen Gasverbrauch zum Heizen eines Quadratmeters mit 125 kWh pro Jahr beziffert. Um nun auf den gesamten Jahresverbrauch zu kommen, einfach die Quadratmeterzahl der Wohnfläche mit diesen 125 kWh multiplizieren und schon haben wir den jeweiligen Durchschnittswert. Natürlich könnte man jetzt noch das Baujahr mit einberechnen, aber da wir bekanntlich eine Generalsanierung durchgeführt haben, hätten wir einen Mischwert. Außerdem sind die Werte nur grobe Richtlinien bzw. Anhaltspunkte. Aber selbst wenn wir das Baujahr bzw. das Sanierungsjahr einberechnen würden, liegen wir noch unter dem Durchschnitt.
Im Gegensatz zum Wasser ist beim Gas ein Wechsel des Anbieters durchaus möglich, ähnlich dem Wechsel beim Strom. Wer es „grün(er)“ möchte, sollte sich verschiedene (Bio-)gas-Anbieter anschauen. Genau hinschauen lohnt sich allerdings, denn die Preise können sehr variieren. Und bitte immer Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Laufzeit, Boni usw. beachten. Gilt übrigens gleichermaßen beim Strom.

Mein Tipp: Wenn es Euch interessiert, einfach mal eine Übersicht zum Energieverbrauch anlegen. Wir haben unsere Werte der vergangenen Jahre vor Kurzem in einer Excel-Tabelle aufgeführt und so einen ganz guten Überblick bekommen. Mich hat schon gewundert, dass wir in allen Bereichen unter den Durchschnittswerten liegen. Obwohl wir jetzt nicht die allersparsamsten sind. Da scheint die energetische Sanierung doch so einiges auszumachen! Wie sagte einmal ein Freund „alles richtig gemacht!“ Und ja, rückblickend gesehen sind wir schon stolz auf den Umbau bzw. die Sanierung. Luft nach oben ist natürlich immer, keine Frage. Sobald wieder Geld und Lust vorhanden ist, ist die Außenfassade an der Reihe. Nach aktuellem Stand kommt eine Dämmung allerdings nicht in Frage: Zu wenig fensterlose Fläche vs. hohe Kosten. Und außerdem sind die langen Seiten des Hauses durch direkte angrenzende Nachbarhäuser quasi „gedämmt“. ABER, sollte das Gerüst für einen Anstrich stehen, kommt eine Photovoltaikanlage auf das Dach. Dies wird allerdings noch etwas dauern. Theoretisch könnten wir im Höfchen noch eine Zisterne installieren, kommt aber auf Grund des Aufwands und der hohen Kosten nicht in Frage. Aber theoretisch wäre es möglich.

Sollte ich mir nochmal ein Haus „gönnen“ (im nächsten Leben dann oder man weiß ja nie, ob man mal im Lotto gewinnt oder so…), dann wird es energetisch gesehen ganz autark. Große Photovoltaikanlage mit ordentlich Speicher für den Haushalt und das E-Auto (falls dann überhaupt noch ein eigenes Fahrzeug nötig ist), Wasser aus der Zisterne bzw. eigenem Brunnen – sowohl als Trinkwasser (dank Aufbereitung) und für sonstige Dinge wie z. B. Toilette. In Unterfranken leiden wir ja (fast) jeden Sommer unter Wasserknappheit, aber Hauptsache die Toiletten werden noch mit Trinkwasser gespült! Anyway, das ist wieder ein anderes Thema. Zur Wärmegewinnung wäre eine Kombination aus Wärmepumpe, Pelletheizung und/oder Strom (je nachdem wie hoch der Ertrag der Photovoltaikanlage ist) sinnvoll. Aktuell schwirrt mir auch noch Erdwärme im Kopf herum. Vermutlich halte ich Euch auch im nächsten Leben auf dem Laufenden.

Falls Ihr weitere Tipps und Tricks zwecks Energiesparen habt, gerne zu mir!

Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2020 | Ein Kommentar |

Frohe und gesunde Weihnachten!

Große Liebe – der neue (LEGO® Technic™) Jeep Wrangler

18. Dezember 2020 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Auch wenn wir aktuell noch nicht wissen können, was das kommende Jahr bringen wird, gehen wir einfach mal davon aus: Neues Jahr, neues Glück!
Was wir aber heute schon wissen: 2021 ist das Jahr des legendären Geländewagens der Marke Jeep. Das Unternehmen begeht im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag und feiert dies mit verschiedenen Highlights. Eines davon ist die allererste Kooperation zwischen den beiden Marken Lego und Jeep. Ich bin ja schon von klein auf ein Fan von LEGO® Technic™. Und als Mann ist meine nach wie vor bestehende Leidenschaft ja sicher verständlich, denn in jedem von uns steckt schließlich ein Kind! Außerdem zeigen Studien, dass spielerische Tätigkeiten gut sind, um fit zu altern. Man wird ja nicht jünger…!
Aber wovon rede ich hier eigentlich? Pünktlich zum 80jährigen Jubiläum gibt es einen LEGO® Technic™ Bausatz vom Jeep Wrangler Rubicon. Natürlich mit allem, was dazugehört, 4×4-System, robuste Reifen, umklappbare Rücksitze und dem klassischen Seven Slot Kühlergrill. Open-Air-Design UND funktionale Seilwinde sind ebenfalls integriert. Man weiß schließlich nie, ob man – trotz der Offroadbereifung – mal in einem Schlammloch stecken bleibt. Das kann natürlich auch im „Kleinen“ passieren, je nach Untergrund bzw. Offroad-Abenteuer.

Sehr schön finde ich die ganzen Details bis hin zur Beleuchtung und dem Ersatzrad. Die Lenkung erfolgt über ein griffsicheres Zahnrad und mit der gewohnt guten Achsverschränkung lassen sich Haus, Wohnung oder Garten ganz neu erkunden! Der Bausatz enthält 665 Teile (und aktuell ist er im Shop für 48,73 Euro hinterlegt). Alles in allem eine super umgesetzte Version des großen Offroad-Klassikers, die sich ganz individuell neu konfigurieren und zusammensetzen lässt.
Die Farbkombi des LEGO® Technic™ Jeep Wrangler ist gelb/schwarz. Aber in einschlägigen Lego-Shops (quasi im „Lego-Darknet“) gibt es sicherlich verschiedene Mods zur Verzierung, wer noch mehr Abwechslung möchte.

Wer den Jeep Wrangler Rubicon einmal live in Farbe und vor allem in Groß fahren möchte, der könnte sich den Wrangler Rubicon 392 anschauen. Eine weitere Weltpremiere, die es 2021 geben wird.

Der Rubicon besitzt einen 6,4-Liter-Hemi-V8 Motor und leistet ganze 470PS. Damit ist er in knapp 4,6 Sekunden von 0 auf 100. (Im Vergleich hat der Lego Rubicon wahrscheinlich noch knapp die Nase vorne.) Der „große“ besitzt eine noch bessere Geländegängigkeit als die anderen Modelle der Wrangler-Baureihe mit größeren Böschungswinkeln und einer Wat-Tiefe von bis zu 825 Millimetern. Gut, auch hier punktet der LEGO Rubicon. Dieser kann – je nach Armlänge – sogar tauchen und übertrifft den „großen“ wahrscheinlich um Längen! ;)
Sollte übrigens doch einmal das Wasser über die Motorhaube schwappen, so bekommt der 392er dennoch, dank eines ausgeklügelten Systems, genügend „Luft zum Atmen“. Ein weiterer Pluspunkt ist das Achtgang-Automatikgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad hat. Erstmals in einem Wrangler! Und es ist auch das erste Mal, dass der Achtzylindermotor als Werksoption für den Wrangler bestellbar ist. Sein Drehmoment liegt bei 637 Newtonmetern und fast 75% davon sind bereits knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl verfügbar. Nur so am Rande erwähnt… Laut Pressemitteilung handelt es sich beim Jeep Wrangler Rubicon 392 um den leistungsfähigsten Jeep der bisherigen Markengeschichte – passend zum anstehenden Jubiläum!

Allerdings wird es den 392er zunächst nur in Nordamerika zu kaufen geben. Wann und ob er überhaupt nach Europa kommen wird, ist fraglich. Deshalb begnügen wir uns vielleicht doch erst mit dem kleinen Modell?

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