Bereit für den Sommer – der neue Bentley Continental GT Convertible und Bentayga Speed

4. März 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Mit dem ersten klitzekleinen Ausblick auf den Frühling steigt die Lust auf „oben ohne“ fahren. Wobei dafür ja fast jede Jahreszeit geeignet ist. Gerne erinnere ich mich noch an die Zeit zurück, als ich bei strahlendem Winterwetter in meinem damaligen Cabrio offen gefahren bin. Gut eingepackt und mit Sitzheizung durchaus möglich. Aber gut, lassen wir die Vergangenheit ruhen und schauen lieber in die Zukunft. Und nach Großbritannien. Von dort kommt nämlich ein extrem stilvolles Grand-Tourer Cabrio: der Bentley Continental GT Convertible.

Bentley feiert in diesem Jahr 100 Jahre Firmengeschichte. Und da kommt das neue Continental GT Cabrio genau richtig, denn es verkörpert quasi den Kern der Marke Bentley. Laut Adrian Hallmark (Chairman und Chief Executive) ergänzt er eine hoch gelobte Modellfamilie, „das wohl stärkste und technologisch fortschrittlichste Produktportfolio, das die Welt je unter dem Dach einer einzelnen Luxusmarke vereint gesehen hat“.
Sagen wir mal so…, es ist schon etwas dran, ein Cabrio mit maximaler Geschwindigkeit von 333 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Das schafft Bentley mit seinem 6,0-LiterW12-Motor, der mit einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden ist. So erhält man eine Leistung von 635 PS mit einem Drehmoment von 900 Nm.
Das Verdeck lässt sich innerhalb von 19 Sekunden öffnen bzw. schließen. Und das bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h. Natürlich per Knopfdruck! Und wer es ganz schick haben möchte: Erstmals wird es auch ein Tweed-Verdeck geben.

Auch das Interieur ist aus edelsten Materialien handgefertigt. Alles andere würde nicht in die Tüte kommen und wirkt (vermutlich, ich habe es selbst noch nicht live gesehen) bei geöffnetem Verdeck und Sonne so richtig. Hochwertiges Leder und edle Furnierhölzer (z.B. Koa oder Eukalyptus) aus nachhaltigem Anbau – als Holzwurm finde ich diese Handwerkskunst einfach genial. Allein das Rohmaterial ist eine Augenweide und dann noch die schwierige Verarbeitung: Traumhaft! Die Mittelkonsole ist normalerweise passend zum unteren Bereich der Armaturentafel gehalten, kann aber auf Wunsch individuell gestaltet werden. Bei den sogenannten „Genfer Streifen“ kommt ein Verfahren aus der Uhrenmanufaktur zum Einsatz. Es nennt sich „Finissage“. Mehrere 5mm breite Aluminiumstreifen werden leicht schräg geschliffen, so dass ein dreidimensionaler Effekt erreicht wird. Die Herstellung würde ich gerne einmal live und in Farbe sehen. Ach was sag ich, am besten alle Arbeitsschritte bitte.

Natürlich kommt die weitere Ausstattung nicht zu kurz, sei es das Soundsystem mit 650 Watt bei 10 Lautsprechern oder 2200 Watt bei 18 Lautsprechern, die 20fach verstellbaren Komfortsitze inkl. Lüftungs- Heiz- und Massagefunktion (auf Wunsch übrigens mit von Hand gesetzten Kreuzstichnähten) oder das Bentley Rotating Display. Es mangelt an nichts und der Fahrer kann selbst entscheiden, ob er es modern oder doch lieber klassisch mag. Persönliche Wünsche sind überhaupt kein Problem, es lässt sich alles individualisieren – eine weitere Stärke von Bentley!

Der 6,0-LiterW12-Motor ist übrigens nicht nur im GTC eingebaut, sondern auch im neuen SUV Bentley Bentayga Speed. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h, neuen, verbesserten Carbon-Keramik-Bremsen und einer imposanten Optik. Selbstverständlich ist der Bentayga Speed allradgetrieben mit einer elektronischen Differenzialsperre und bis zu acht Fahrdynamik-Modi ausgestattet.

Das Interieur ist hier ebenfalls handgefertigt und kommt z.B. mit einem beleuchteten Speed-Schriftzug an der Einstiegsleiste und neue Designelemente an Tür und Türgriff. Erstmals wurde auch Alcantara-Materialien in einem Bentayga verwendet. 22fach anpassbare Vordersitze mit Massagefunktion und eine Stimmungsbeleuchtung unterstreichen den Luxus.

Jetzt kommt mit Sicherheit die Frage: „Was kosten sie überhaupt?“ Ganz ehrlich: Keine Ahnung! Einen offiziellen Preis gibt es bei Bentley nicht. Das ist natürlich verständlich bei der Vielzahl an Optionen und Individualisierungsmöglichkeiten. Und wir sprechen hier schließlich von einer Luxusautomobilmarke. Aber mit großer Sicherheit auch live und in Farbe traumhafte Fahrzeuge. Und man wird ja wohl noch träumen dürfen…

„A free ride“ – Matchless London auf der Fashion Week in Mailand

21. Februar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Wie Ihr wisst, befinden wir uns aktuell mitten im „Fashion Month“, dem Monat voller Fashionweeks rund um den Globus. Im Februar dreht sich zwar alles um die Damen, bekanntermaßen vermischen sich in den letzten Jahren aber die Kollektionen, und verschiedene Labels zeigen die Damen- und die Herrenlinien gemeinsam.
Das gilt auch für das Label Matchless London, das gerade seine Herbst-/Winter 2020 Kollektion auf der Mailänder Fashionweek vorführte. Wie heißt es so schön „Britische Bikertradition trifft auf italienisches Design“ Genauso könnte man es zusammenfassen.

Anlässlich des 120-jährigen Firmenjubiläums präsentierte Matchless zum Auftakt der Fashion Week in Milano eine innovative Street-Show. Allerdings nicht in Form einer traditionellen Modenschau, sondern – passend zur Marke – eine E-Scooter-Fashionshow. Matchless London ist nämlich die älteste britische Marke für Motorräder und die erste Marke, die selbst eine eigene Kollektion mit passender Bekleidung herausbrachte.

Matchless Street Show - Februar 2019 in Mailand

In den Straßen Mailands zeigten die Models die neuen Kreationen statt auf dem klassischen Catwalk auf smarten Elektrorollern. Dazu passen ideal die Kleidungsstücke aus ökologischen Materialien, die dennoch den ursprünglichen Look von Matchless beibehalten.

Schon 2016 habe ich selbst einen E-Roller getestet und war begeistert. Genau so etwas ist Teil der Mobilität von Morgen (bzw. schon heute). Wenn die Behörden mit den Genehmigungen schneller werden würden… aber das ist wieder ein anderes Thema. In Mailand spendiert Matchless jedenfalls allen Interessierten während der Fashionweek einen „free ride“ auf dem Elektro-Roller, dazu braucht man nur die passende App.

Und mit der Kollektion ist man dann nicht nur auf dem E-Scooter gut angezogen, es spricht natürlich auch nichts gegen eine Ausfahrt mit einer „großen“ Maschine. Je nach Lust und Laune!

Wir lieben die Berge – 150 Jahre Deutscher Alpenverein

19. Februar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

„Wennst es gerne machst, ist alles leicht!“ Diesen O-Ton von Walter, dem Wirt der Langkofelhütte in den Dolomiten, habe ich häufig im Ohr. Selbstverständlich trifft das auf viele, wenn nicht sogar auf fast alle Lebenslagen zu. Mir geht es zum Beispiel so beim Bergwandern. Als kleiner Zwerg (kann man sich kaum vorstellen, ich weiß) war ich schon immer mit dabei, als es in die Berge ging. Damals noch mit meinen beiden Omas und der halben Verwandtschaft. Schon von klein auf strahlen die Berge eine Anziehungskraft auf mich aus, wie ich Euch hier ja auch regelmäßig erzähle. Was ich in dem Alter damals aber natürlich nicht bewusst registrierte. Raus in die Natur und draußen spielen war aber das ultimative Motto, Wir haben auch sehr gerne mit den Spielen von gespielt cozino.com

Meistens war unser Ziel die Region um Garmisch oder den Achensee. Irgendwann sollte es mal etwas Neues werden und das Ötztal wurde als Urlaubsziel auserkoren. Meine Eltern erkundigten sich direkt vor Ort (so war es damals bei uns üblich) nach einer freien Unterkunft. Doch alle Antworten fielen negativ aus. Mit zwei kleinen Kindern war es laut Erzählungen meiner Eltern gar nicht leicht, eine Unterkunft zu finden. Krach und Trubel schienen vorprogrammiert, aber hey, Kinder sind nun einmal so. Wir hatten Glück und eine Familie mit kleiner Zimmervermietung, die selbst Kinder in unserem Alter hatte, nahm uns auf. Genau diese Familie ist heute noch meine Zweitfamilie und ich habe gleich noch ein paar „Geschwister“ dazu bekommen. Es sollte wohl so sein!
Das Ötztal, genauer gesagt der Ort Huben (bei Längenfeld) wurde unsere feste Anlaufstelle. Huben ist umgeben von verschiedenen Gipfeln. Vom Hausberg (der Äußerer Hahlkogel mit 2.658m) bis hin zur Wildspitze mit ihren 3.768 Metern ist alles dabei. Einige Gipfel haben wir gleich mehrfach bestiegen und bei dem ein oder anderen Gipfeln musste vorzeitig abgebrochen werden.

Wir waren im Sommer wie auch im Winter vor Ort und die Liebe zu den Bergen wuchs immer weiter. Mit meinem quasi „Zweitbruder“ wurde geklettert (heute würde man wohl Bouldern sagen), mit meinen (Zweit-) Schwestern provisorische Toiletten auf dem Berg gebaut und überhaupt mit allen zusammen viel Nonsens gemacht. Viele Geschichten erzählen wir heute noch immer wieder, die einfach im Gedächtnis geblieben sind, wie z. B. die von den Ölbergschlappen-Touristen, die wir am Gipfel des Gamskogels (2.815m) trafen.
Persönliche Ziele wurden in Angriff genommen und andere neu gesetzt und sind auch ein paar Jahre später noch vorhanden. Zu meinen persönlichen Zielen gehört der Gipfel des Similaun (3.603m) und irgendwann noch der Kibo (5.895 m) im Kilimandscharo-Massiv, der höchste Berg Afrikas. Das wäre dann auch der erste der „Seven Summits“.

Mit dabei in den Bergen, seit ich klein bin, ist der Deutsche Alpenverein (DAV). Der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert! Und dank meiner Eltern bin ich selbst schon seit 35 Jahren Mitglied. Mal intensiver, mal weniger intensiv. Untergliedert ist der Alpenverein in 356 eigenständige Sektionen. Diese kümmern sich wiederum um verschiedene Tätigkeiten, wie das Betreiben einer Kletterhalle, einer Hütte, den Jugendabteilungen, Wintersport- oder Wandergruppen. Eine wichtige Rolle spielt bei allem der Naturschutz, um die einzigartige Bergwelt auch für folgende Generationen zu erhalten. Auf der anderen Seite kann man aber auch Leihausrüstungen oder Kartenmaterial über die jeweilige Sektion erhalten und vieles mehr, um als überzeugtes Mitglied nur ein paar Vorzüge zu nennen.

Zum diesjährigen 150. Jubiläum des DAV gibt es eine Jubiläums-Filmtour mit dem Namen „Berge150“, die aktuell in verschiedenen Städten Deutschlands unterwegs ist. Mit einem Zusammenschnitt von Filmhighlights aus 100 Jahren Filmgeschichte. Von Luis Trenker bis hin zu Tamara Lunger, mit der ich selbst ja schon in Südtirol gewandert bin. Hier findet Ihr die Übersicht aller Tourtermine und Veranstaltungsorte, falls Ihr Lust habt, Euch die Auswahl anzuschauen, was ich nur empfehlen kann!

Besonders hervorheben möchte ich noch die verschiedenen Berghütten, die vom DAV betrieben werden. Für mich immer ganz faszinierende Orte. Gerade im Hochgebirge, wenn kein Fahrzeug und keine Seilbahn die Hütte erreicht. Wenn das Material nur per Helikopter oder zu Fuß nach oben transportiert werden kann. Wenn sich um Trinkwasser und Energie selbst gekümmert werden muss. Wenn Abfälle und Fäkalien entsorgt werden müssen. Und trotzdem schaffen es die Hüttenwirte jedes Jahr aufs Neue, die Gäste dermaßen genial zu umsorgen, so dass fast jeder Wunsch erfüllt wird. Noch dazu die einzigartige Atmosphäre, wenn die Tagesgäste wieder unten sind und sich die Sonne langsam verabschiedet. Natürlich ist es ein harter und entbehrungsreicher Job für die Hüttenwirte, keine Frage. Als Gast spürt man aber gleichzeitig auch die Leidenschaft, mit der sie arbeiten. „Wennst es gerne machst, ist alles leicht!“
Als wir letztes Jahr auf der Kaunergrathütte übernachtet haben, hatte ich kurz darüber nachgedacht, einmal selbst einen Sommer lang oben zu bleiben und mitzuarbeiten. Und ja, vielleicht mach ich das auch irgendwann einmal. Sag niemals nie! Also, wer etwas für die Umwelt, die Berge und sich selbst tun möchte, noch dazu gerne in den Bergen unterwegs ist, der sollte sich ruhig mal überlegen, dem DAV beizutreten. Und ich plane dann mal meine nächste Bergtour…

„Pitzis Morgenrunde“ oder fast allein mit Benni Raich – Hochzeiger/Pitztal (Teil 2)

7. Februar 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Schnee soweit das Auge reicht – davon habe ich Euch bereits im ersten Teil meiner Pressereise ins Pitztal berichtet. Das ist auch gar nicht ungewöhnlich, denn das Pitztal, das „Dach Tirols“, gilt aufgrund seiner Höhenlage als ziemlich schneesicher. Und das bedeutet Schnee manchmal sogar im Sommer – wie wir damals auf der Tour zur Verpeilspitze erfahren konnten.

Das Skigebiet Hochzeiger bietet so oder so beste Bedingungen auf über 40 Pistenkilometern. Auf unserem Tagesprogramm stand an Tag 2 entweder Skifahren oder Skitourengehen. Skifahren war bereits gestern, von daher entschied ich mich für das Skitourengehen. Für mich persönlich eine Premiere, das musste ich natürlich ausprobieren. Und ja, es ist schon ein anderes Gefühl als mit „normalen“ Skiern unter den Füßen. Die Tourenski bekamen wir von Christoph, wie am Tag zuvor unser Guide, zusammen mit der LVS-Ausrüstung (LVS steht für „Lawinen-Verschütteten-Suchgerät“). Obwohl wir nur zu einem kleinen Teil und nur wenige Meter abseits der geöffneten Pisten unterwegs waren, also direkt nebendran, ist eine Lawinenausrüstung Pflicht. Das gehört einfach dazu und rettet Leben. Wer übrigens bei solchen Bedingungen wirklich abseits bzw. in gesperrten Gebieten unterwegs ist, ist – bei einem Lawinenabgang – selbst schuld. Leider gefährdet diese Person nicht nur sich selbst, sondern (im Notfall) auch die Retter. Ich frage mich ja, warum das noch nicht in allen Köpfen angekommen ist! Sicherheit geht vor! Einen interessanten Tipp haben wir noch bekommen, falls Euch doch einmal eine Lawine erwischen sollte, was wir nicht hoffen: Bitte uriniert in die Hose. Kein Scherz! Hunde können im Notfall Urin besser erschnuppern und man wird vielleicht etwas leichter gefunden. Außerdem immer versuchen, langsam und ruhig zu atmen, auch wenn man von oben Stimmen hört. Ihr könnt sie zwar hören, die Retter Euch aber nicht. Hoffen wir natürlich, dass niemand in so eine Situation kommt <- versteht sich von selbst.

Ohne Fleiß kein Preis! Das erste Mal auf Tourenski unterwegs, noch dazu bei mega viel Neuschnee – eine Kombination, die die körperlichen Grenzen aufzeigen kann. Unter uns gesagt: Meine Fresse, war das anstrengend! Aber, wie Ihr an den Bildern sehen könnt, hat sich die Anstrengung mehr als gelohnt. Wie genial muss es erst sein, einmal wirklich abseits (mit Guide und bei sicheren Bedingungen) zu laufen!?

Das Mittagessen zurück auf der Hütte hatten wir uns also redlich verdient, bevor der Nachmittag mit spannenden Einblicken hinter die Kulissen des Skigebiets begann. Start war an der Bergbahn. Stichwort: Herstellung von Schnee. Wir bekamen einen interessanten Einblick, wie Schnee gemacht werden kann, falls es einmal naturgemäß etwas hapern sollte. Von den Schneedepots neben/auf der Piste über die Erklärung zur „Feuchtkugeltemperatur“ (Verhältnis von relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur) und Besichtigung einer mobilen Propellerkanone war alles dabei. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, sich selbst mit Schnee zu versorgen, dem sei gesagt, dass eine Schneekanone ca. 30.000 Euro kostet und bei uns in Bayern genehmigungspflichtig ist.

Aber was nutzt der ganze Schnee, wenn die Gäste unten im Tal bleiben? Klaro, die Beförderung ist mindestens genauso wichtig. Von daher war unser nächster Punkt der Blick hinter die Kulissen der Bergbahn. Sicherheit wird hier natürlich groß geschrieben und von Mindestabstand der Gondeln, Windsensoren und Passivbremsen wurde uns alles erklärt. Selbst eine Notbremsung hat uns der Chef auf Nachfrage gezeigt. Vermutlich würden wir jetzt noch vor Ort stehen und die Antworten einsaugen, weil es so interessant war. Ein absolutes MUSS für jeden interessierten Skifahrer!

Nachdem wir uns die Arbeit „im Hintergrund“ angeschaut hatten, ging es im Anschluss wieder auf die Piste. Allerdings mit über 12 Tonnen Gewicht und ca. 500 PS. Stichwort PISTENBULLY!!!1elf

Da ging definitiv ein Kindheitstraum in Erfüllung! Einmal in einem Pistenbully sitzen und den Fahrer mit Fragen zu löchern – gibt es was tolleres? Gesagt, getan, ab auf den Beifahrersitz. Der übrigens super bequem ist – da könnten sich einige Automobilhersteller etwas abschauen.
Wir waren also dabei, als im Team der Pistenbullyfahrer die Pisten präpariert wurden. „Der Gast soll perfekte Pisten vorfinden“, so das Motto der Fahrer, was sie mit Leidenschaft tun. Elegant und kraftvoll zugleich wird die Maschine bewegt. Und falls der Pistenabschnitt noch nicht zur vollen Zufriedenheit präpariert ist, wird nochmals über die Stelle gefahren. Selbst kleine Bereiche an den Liftstationen erweisen sich als problemlos. Wenn es nötig ist, können mit dem Pistenbully übrigens auch die steilsten Pisten gefahren werden, notfalls mit Seilwinde. Sicherheit geht auch hier vor. Wenn man das das erste Mal macht, spürt man schon das Gefälle – fand ich zu Beginn ja etwas gewöhnungsbedürftig.
Zwei von den insgesamt sechs Fahrzeugen im Hochzeiger besitzen Sensoren/Geräte zur Erfassung der Schneehöhe. Diese wird automatisch an die Kollegen der Schneeherstellung übermittelt, so dass immer ein Zusammenspiel stattfindet und beide Bereiche direkt ineinander greifen. Auf Nachfrage an meinen Pistenbullyfahrer, ob es sein Traumjob sei, kam spontan und mit vollem Lächeln die Antwort: „Ja, es ist mein Traumjob! Auch wenn es nicht immer leicht ist – z.B. bei schlechtem Wetter eine Kette zu wechseln, aber ja, es ist definitiv mein Traumjob. Gerade heute (schöner Sonnenuntergang und klare Sicht) macht es richtig Spaß!“ Und wisst Ihr was – ich verstehs!

Neben „Pitzis Morgenrunde“, also dem Erlebnis als erster auf der Piste zu sein (siehe Teil 1), sind auch die Technikführung sowie eine Fahrt mit einem Pistenbully im Hochzeiger buchbar. Sehr zu empfehlen, denn wann bekommt man einmal die Möglichkeit in solchem Umfang hinter die Kulissen zu schauen?! Ihr seht, das Pitztal bietet viele verschiedene Möglichkeiten für tolle Wintersporterlebnisse, aber auch so einiges mehr – ich finds genial!

In Kooperation mit dem Pitztal – Vielen lieben Dank!

Tempolimit auf der Autobahn?

31. Januar 2019 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , ,

Aktuell ist das Thema Tempolimit auf der Autobahn in aller Munde. Ein Diskurs ist schon fast nicht mehr möglich, da die jeweiligen Meinungen so gefestigt sind. Zwischen „Rasern“ und „Schleichern“. Vielleicht ist es in unserer heutigen Zeit aber einfach so. Don`t know.

Doch zuerst, finde ich, sollte man differenzieren und nicht alle Fahrer über einen Kamm scheren. Schon gar nicht auf der Autobahn. Denn da gibt es …

die Brummis: Mit Ihren 40-Tonnern fahren sie (meistens) auf der rechten Spur und alles ist gut. Falls einer doch einmal überholen muss, dann ist es halt so. Persönlich bin ich ein Freund der LKW-Fahrer. Sie haben nämlich einen Job zu erledigen. Geschwindigkeit zwischen 85 und 95km/h.

die Sonntagsfahrer: Die Autobahn ist nicht gerade ihr Revier. Sie fühlen sich hier unwohl und fahren daher eher defensiv. Bei einer dreispurigen Strecke ist die Mitte ihrer Meinung nach genau richtig. Selbst wenn die rechte Spur frei ist, es könnte in 18km ein Hindernis (sprich: LKW) auftauchen. Dann müsste man ja reagieren. Von daher lieber gleich in der Mitte bleiben. Ihre Geschwindigkeit liegt häufig zwischen 90 und 120km/h.

der „normale“ Fahrer: Er kennt die Regeln der Straße. Fährt meist vorausschauend, fühlt sich wohl, lauscht der Musik. Wenn möglich, fährt er rechts bzw. zum Überholen entsprechend links. Alles kein Problem. Seine Geschwindigkeit liegt so zwischen 120-150km/h.

der Vertriebler oder „Businesskasper“: Das Firmenauto ist sein zu Hause und er muss schnellstmöglich von A nach B kommen. Bremsen ist nervig, die Mittelspurschleicher sowieso und die LKW gehören am besten gar nicht auf die Autobahn. Die linke Spur gehört ihnen und die Geschwindigkeit liegt zwischen 160-220km/h. Bzw. was das Fahrzeug so hergibt. Und die nervigen anderen Fahrzeuge auf der Autobahn.

der „Adrenalinjunkie“: Er fährt auf die Autobahn, um es mal so richtig krachen zu lassen. Er riskiert viel, benutzt gerne Lichthupe und/oder Blinker. Seine Geschwindigkeit ist „schneller, immer schneller“.

Selbstverständlich gehört zu jedem Typ Fahrer auch eine entsprechende Fahrzeugkategorie, vom Kleinwagen über den SUV bis hin zur sportlichen Limousine (anscheinend nicht immer mit Blinkern bzw. Blinkerflüssigkeit ausgestattet, dafür mit stark ausgeprägten Scheinwerfern für Lichthupen) und nicht zu vergessen, getunte Fahrzeuge so gut wie jeder Kategorie und richtig teure Luxuskarossen mit vielen PS.

Aber Spaß und Klischee beiseite. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber häufig bestätigen sich meine Eindrücke. Entstanden während vieler Kilometer Fahrt auf deutschen Autobahnen. Die Betonung liegt auf dem Wort „deutschen“. Im nahen Ausland, z. B. in Österreich, Italien oder den Niederlanden,  sieht es anders aus. Gefühlt sind hier diese Schubladen viel kleiner. Warum? Es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung!

Ein Faktor, der für mich eine super wichtige Rolle spielt. Wie Ihr bereits mitbekommen habt, bin ich des Öfteren mit dem Auto unterwegs, bzw. teste auch gerne einmal hochmotorisierte Fahrzeuge. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es keinen Spaß macht. Kurzfristig gesehen. Wenn man ohne Druck und Zeitstress fahren kann, auf leeren Straßen oder gar extra gesperrten Strecken. In der Regel verbringen wir auf unseren Fernstraßen aber doch eine gewisse Zeit. Haben ein Ziel, das wir evtl. in einem bestimmten Zeitraum erreichen wollen und sind selten allein auf leeren Straßen unterwegs. Somit überwiegt für mich der Aspekt eines möglichst niedrigen Stresslevels.

Vielleicht ist es auch altersbedingt, dass man etwas ruhiger wird?! Jedenfalls finde ich eine Geschwindigkeitsbeschränkung durchaus eine gute Sache, man fährt entspannter und weniger gestresst, weil sich (fast) alle daran halten, kommt trotzdem nicht später irgendwo an, als wenn man dauernd zwischen Gas geben und doch wieder abbremsen müssen wechselt etc.pp.
Eine Sache noch. Was mich schon immer nervt, sind die „Businesskasper“, die meinen, sie wären alleine auf der Straße, nur weil sie ihr Zeitmanagement nicht im Griff haben. Vielleicht liegt es auch gar nicht daran, sondern am Provisionsmodell des Unternehmens. Mir persönlich auch ziemlich schnuppe. Vorausschauendes und rücksichtsvolleres Fahren geht anders. Ganz zu schweigen vom Faktor Umwelt. Was Studien dazu sagen, kann und möchte ich nicht beurteilen. Geht es nach unserem Verkehrsminister Andreas Scheuer, spielt die Verschmutzung keine große Rolle. Alleine die Feststellung: „Fahr ich schnell(er), muss ich früher tanken.“ hebelt doch seine These aus. Ein nächster Punkt für eine Begrenzung sind schwere Unfälle. Ein nicht unerheblicher Teil könnte verhindert werden. Selbst wenn nur eine einzelne Person durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung am Leben bleibt, ist diese doch schon ein Erfolg.

Von daher Tempolimit auf der Autobahn? Die Antwort kann für mich nur „JA“ sein!

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