Unterwegs in Bad Kleinkirchheim mit der Abfahrtslegende Franz Klammer

16. Februar 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Starten wir heute mit einer gedanklichen Zeitreise in das Jahr 1976, genauer gesagt zum 05. Februar 1976 an den Patscherkofel ganz in der Nähe von Innsbruck. Es war ein Donnerstag, es war trocken und an manchen Stellen etwas diesig – doch das spielte in den Augen von Franz Klammer keine Rolle. Er wollte schließlich einfach nur Skifahren. Doch wir reden nicht von irgendeiner Skipiste, es handelte sich um die Skipiste der olympischen Spiele. Als er endlich an der Reihe war, fuhr Franz Klammer sein (vermutlich) bestes Rennen und gewann olympisches Gold in der Abfahrt. Ein Highlight in jeder Sportlerkarriere.

Insgesamt gewann Franz 26 Weltcups (25× Abfahrt, 1× Kombination) und errang unzählige weitere Podestplätze. Um nur eine Auswahl seiner Siege zu nennen, denn auch vorher in seinen jugendlichen Jahren gewann er bereits verschiedene Meisterschaften. Man darf es ruhig sagen: Franz Klammer ist eine Legende! Und für mich war es eine Ehre, mit ihm – im Rahmen einer Pressereise – in Bad Kleinkirchheim im schönen Kärnten Skifahren zu dürfen. Dort gewann Franz im Alter von 18 Jahren seine Europacup-Abfahrt, hier startete seine Karriere und irgendwie war ein ganz besonderer Spirit (auf und neben der Piste) zu spüren. Im kleinen Kreis erklärte er uns „seine“ Piste und erzählte viele kleine Anekdoten aus seiner aktiven Laufbahn.

Damals herrschten andere Bedingungen: Der Schnee wurde aus Südtirol importiert, denn Schnee aus der Maschine gab es noch nicht bzw. kaum. An eine Präparation der Piste, wie wir sie heute kennen, war nicht zu denken und auch das Equipment ist nicht vergleichbar. So wurden die Pisten noch per Hand bzw. per Ski durch Freiwillige „festgetreten“ – um nur ein Beispiel zu nennen. Und trotzdem ging es damals für die Fahrer mit über 100km/h den Berg hinunter. „Damals und heute – das kann man gar nicht vergleichen“ so erklärte mir Franz im Sessellift.

Wir waren schon früh unterwegs – „Ski vor 9“ lautet nämlich das Programm für Skibegeisterte Frühaufsteher. Und der Name ist auch Programm. Franz Klammer erscheint und ist bestens gelaunt. Von „Morgenmuffel“ keine Spur und nach einem kurzen Kaffee (ohne geht es nicht), ging es schon in die Gondel. Nur unsere kleine Gruppe – noch kein Mensch weit und breit. An der Bergstation „Kaiserburg“ folgten selbstverständlich erst einmal Aufwärmübungen. Ohne Übungen geht es bei Franz nicht auf die Piste und wir fühlten uns wie richtige Skirennfahrer. Mittlerweile hatte sich die Nacht verabschiedet und die ersten Sonnenstrahlen kamen zum Vorschein. Und schon ging es auf die Pisten. Franz fuhr selbstverständlich an erster Stelle und fuhr uns fast davon. Nein, zwischendurch hielten wir immer wieder an und er erklärte uns seine Piste bzw. die ein oder andere Skitechnik. Die Zeit verging wie im Flug und es machte richtig viel Spaß, mit ihm Ski zu fahren! Nach gut zwei Stunden ging es zum Einkehrschwung in die Klammerstub’n im Bergrestaurant Kaiserburg. Nach leckerem Essen verabschiedete sich Franz (leider) und für uns ging es nochmals auf die Piste. Diese waren übrigens noch immer bestens zu fahren – Kompliment an die Jungs und Mädels in den Pistenraupen bzw. hinter den Kulissen! Bad Kleinkirchheim bietet über 100 Pistenkilometer in den schönen Nockbergen und dazu urige Hütten zum Einkehren.
„Ski vor 9“ mit Franz Klammer kann ich jedem nur wärmstens empfehlen! Dazu ein Bergbrunch mit regionalen Köstlichkeiten, Warm-up Coffee-Snack, 2 Stunden-Skipass und exklusives Skifahren mit Franz Klammer – alles zusammen für 155,00 Euro pro Nase. Lohnt sich definitiv, denn wann kann man schon mal mit einer Skilegende auf die Piste?

Wer so schnell nicht nach Bad Kleinkirchheim und mit Franz Klammer Skifahren kann (was natürlich sehr schade ist), dem lege ich den Kinofilm „Klammer – Chasing the Line“ ans Herz.
Der Film handelt vom legendären Abfahrtslauf Franz Klammers in Innsbruck 1976. Von der Beziehung zu seiner Ehefrau Eva, dem enormen Leistungsdruck der Gesellschaft und einem Skihersteller. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber der Film lohnt sich sehr. Auch für Nicht-Abfahrts-Ski-Schnee-Fans. Der Zuschauer wird in die Zeit zurückversetzt und geht quasi mit auf die Reise von seiner Kärntner Heimat hin zur großen Bühne in Innsbruck. Sportlich, romantisch und mit gewissem Witz – der Film überzeugt! In Österreich hat „Klammer – Chasing the Line“ bereits gepunktet und konnte einen Marktanteil von 32% erreichen. Ab dem 08. Februar 2022 ist der Film nun auch außerhalb Österreichs auf Netflix zusehen. Mit einem Budget von 5,5 Millionen Euro übrigens Österreichs teuerste Kinoproduktion! Der Film entstand erst aus dem 3. Drehbuch, die ersten zwei passten nicht zu 100% zu Franz und Eva Klammer und wurden deshalb abgelehnt. Schließlich soll der Film authentisch sein. Franz meinte, dass die Szenen zu 95% der Wahrheit entsprächen. Skifahrergrößen wie Daron Rahlves wurden als Double eingesetzt. Auch die beiden Hauptdarsteller Julian Waldner und Valerie Huber verdienen ein Lob – authentisch und tolle schauspielerische Leistung!

Wir hatten den Film im Thermenhotel Pulverer anschauen dürfen, inkl. Popcorn und Getränken versteht sich. Aber nicht nur das, sondern mit Originalrequisiten aus dem Film (inkl. Lochski von Fischer). Wir übernachteten ebenfalls hier im Pulverer und genossen Wellness, Entspannung nach dem Skifahren und leckeres Essen.
Das Essen muss man unbedingt erwähnen, und zwar in ganz Bad Kleinkirchheim. Das Dorf ist ein zertifiziertes „Slow Food Village“. „Heimische Bauern und Lebensmittelhandwerker erzeugen ihre Produkte gut, sauber und fair. Es wird auf die biologische Vielfalt geachtet. Traditionell und nachhaltig angebaut“ und natürlich auch verarbeitet. Genau das spürt und schmeckt man auf dem Gaumen. Egal ob im Pulverer oder auch im benachbarten Trattlerhof – Genuss wird hier groß geschrieben. Einer der Punkte, weshalb ich so gerne in die Region komme. Zum einen wegen dem Essen, aber auch um die Gesichter dahinter kennenzulernen. Es handelt sich nämlich nicht nur um ausgewählte Zutaten aus der Region, sondern die Menschen verkörpern auch dieses Lebensgefühl. Noch dazu kommt ein etwas mediterranes Lebensgefühl von Leichtigkeit und Geselligkeit auf. Stichwort „Dreiländereck“ zwischen Österreich, Italien und Slowenien. Eine herrliche Gegend!

Nach dem Essen soll man ruhen oder die Kalorien abtrainieren. Ihr kennt den Spruch! Damit man später wieder leckeres Essen genießen kann, versteht sich. Das Abtrainieren gelingt nicht nur beim Skifahren, sondern auch beim Schneeschuhwandern über bzw. durch die Nockberge.
Wer sich vor Ort nicht auskennt, sollte bei der Skischule Bad Kleinkirchheim anfragen. Wir waren mit dem Chef Wolfgang Krainer höchstpersönlich unterwegs. Sowohl auf der Piste als auch mit Schneeschuhen. Er kennt seine Gegend, egal welcher Gipfel zu sehen war, Wolfgang nennt den Namen, die Höhenmeter und dazu noch eine kleine Geschichte. Selbst unterwegs mit den Schneeschuhen gibt es zwischendurch Lawinenkunde und/oder Spurenlesen von verschiedenen Wildtieren. Es geht aber noch weiter: Auf der Skipiste erklärt er, ganz nebenbei, wie man sich noch etwas verbessern könnte.

Apropos Schneeschuhwandern. Unterwegs waren wir ca. 4,4km, hatten Ausblick auf die Nockberge und teilweise waren sogar die Spitzen der Karawanken zu sehen. Die Route führte gefühlt querfeldein, wobei Wolfgang sicherlich einen Plan hatte. Das Ziel war nämlich die Feldpannalm (Wichtig: Diese ist im Winter und nur im Rahmen der „Gourmet im Schnee„-Runde geöffnet). Eine kleine, aber sehr feine idyllische Alm mit leckeren Produkten aus der Region. Hier wird Tradition noch großgeschrieben! Sehr zu empfehlen!

Kärnten kennt Ihr ja sicherlich, Bad Kleinkirchheim evtl. noch nicht. Dabei handelt es sich um eine kleine Gemeinde bzw. Kurstadt im Landkreis Spittal an der Drau. Diesen Fluss konnte man von weiter oben auch erahnen. Mitten in den Nockbergen gelegen ist Bad Kleinkirchheim bekannt für sein Thermalwasser und den Wintersport. 185km befahrbare Pisten sowie 16km Langlaufloipen sind vorhanden und somit ist für den (sportlichen) Gast einiges geboten. Der Ort ist über die Autobahn (oder natürlich auch per Zug) gut zu erreichen. Vorbei am Millstätter See mit seinem schönen Panorama geht es weiter auf der Landstraße in das Tal. Eine schöne Strecke.
So wie es aussieht muss ich auch einmal im Sommer vorbeischauen, denn die Gegend ist berühmt für verschiedene Bike-Trails und ein Insider-Tipp bei vielen Bikern! Ein Erlebnis also zu jeder Jahreszeit!

Ein herzliches Dankeschön geht an das ganze Team vom Kärnten Tourismus und Bad Kleinkirchheim, die dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Brioni und Brunello Cucinelli auf der Milano Moda Uomo – Herbst/Winter 2022

9. Februar 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Ihr wisst, dass ich ein Fan schicker, italienischer Herrenmode bin. Wer für mich da nicht fehlen darf, sind Brioni und Brunello Cucinelli. Denn wenn es um klassische Herrenmode aus Italien geht, muss man die zwei Modehäuser nennen. Beide zeigten im Rahmen der Milano Moda Uomo ihre Kollektionen für den kommenden Herbst/Winter 2022 im Rahmen einer Präsentation.

Beginnen möchte ich mit der Kollektion von Brioni. Wenn ich an Brioni denke, denke ich unter anderem an die grandiose Show im Castello Sforzesco 2015. Traumhaft! Für die Herbst/Winter 2022 Kollektion bleibt das Kernziel von Brioni im Vordergrund: Hochwertige (zeitlose) und gleichzeitig komfortable Kleidung zu schaffen. Natürlich mit handwerklichem Know-how und dem gewissen Etwas – das versteht sich aber von selbst. Design Director Norbert Stumpfl ließ sich von der italienischen Hauptstadt Rom, der Geburtsstadt von Brioni, inspirieren. Genauer gesagt vom Gemälde „Allegory of Air“ (von Brueghel dem Älteren), welches sich in der Galleria Doria Pamphilj in Rom befindet.

Eine schöne, zeitlose Kollektion für den Mann, die Tradition und Moderne gut vereint. Persönlich gefallen mir die Farben sehr, die vom oben genannten Gemälde aufgegriffen wurden, und – auch wenn man nicht vor Ort war – kann man das hochwertige Material doch fast fühlen.
Seit Kurzem sind übrigens Jude Law und sein Sohn Raff Botschafter des Hauses Brioni, die meiner Meinung nach super zum Flair des Unternehmens passen.

Bei Brunello Cucinelli verhält es sich ähnlich. Bei der Präsentation in Mailand wurde unter dem Motto „Crossroads“ gleichfalls sehr hochwertige und zeitlose Mode gezeigt. Bei den Mustern spielen Tweed, Hahnentritt und Prince of Wales eine Rolle. Daneben kommt man im Winter um Strick nicht herum. Passend dazu klassische Schnürschuhe, aber auch einiges in Richtung Outdoor. Bei den Farben gibt es neben den Klassikern Hingucker, wie Orange, Rot oder Eukalyptusgrün.
Viele schöne Teile für den kommenden Herbst/Winter, mit dem typischen Fokus auf Qualität, Bequemlichkeit und Eleganz mit einer gewissen sportlichen Leichtigkeit.

Viel muss man auch zur Kollektion von Brunello Cucinelli nicht sagen, denn sie spricht – in meinen Augen – für sich. Hochwertig, elegant und zeitlos – der nächste Winter kann kommen!

(Bilder von Brioni bzw. Brunello Cucinelli)

ETRO auf der Milano Moda Uomo – Herbst/Winter 2022

27. Januar 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Vor einigen Tagen präsentierte ETRO auf der Milano Moda Uomo die neue Herren-Kollektion für die Herbst-/Wintersaison 2022/2023. Ort der Fashion Show war Mailands Bocconi Universität mit ihrer ganz besonderen Uni-Atmosphäre. Hier kommen erst einmal Bilder von der Show:

Die Kollektion zeigt eine Reise des Wissens. Kean Etro hat sich unter anderem inspirieren lassen von Büchern, Bibliotheken und dem (unerforschten) Weg auf zu neuem Wissen. Das zieht sich durch die Show, vom Laufsteg, wo sich die Models quasi ihren eigenen Weg suchen konnten bis hin zu Büchern in der Hand der Models oder in deren Hosentasche.

Eine klare Kollektion mit charakteristischen Symbolen: der Wolf, der Nordstern und die Rose, aber auch Anker, Berge und Wintermeer, die die Vision von Kean Etro ausmachen. Eher nordisch angehaucht und umgesetzt in winterlichen Strickpullis und Cordhosen, aber auch mit Samtanzügen oder Seidenkaftan. So lassen sich auch hier verschiedene Wege beschreiten.

Umgesetzt in verschiedenen geometrischen Formen und soften Silhouetten. Und farblich auch eher in die Winterrichtung einzuordnen. Mit Kobaltblau, eisigem Grau und Grün, auf der anderen Seite aber auch kräftigerem Rot und Orange (vielleicht ein Sonnenuntergang im hohen Norden?).
Apropos Wolf, ETRO setzt sich bereits seit 2020 für den Wolf ein und arbeitet in diesem Bereich eng mit dem WWF zusammen. Um die Looks zu komplettieren, wählte Kean u. a Cartoon Sneaker (als spielerische Komponente) und klassische Schnürschuhe. Quasi um Jung und Alt unter einen Hut zu bringen.
Typisch ETRO: Klassisches Paisley darf nicht fehlen und doch immer wieder mit einem gewissen, neuen Etwas! Auf zu neuen Horizonten!

(Bilder/Video von ETRO)

Milano Moda Uomo – Neuigkeiten von PHILIPP PLEIN

20. Januar 2022 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Januar ist der Modemonat für die Herren und auch in Zeiten der Pandemie geprägt von Fashion Weeks, Schauen, Präsentationen und Neuigkeiten aus der Modewelt. Viel wird online gezeigt und falls doch Events offline stattfinden, natürlich unter strengen Regelungen. Die Mailänder Männermodewoche – die „Milano Moda Uomo“ – gibt jährlich den Startschuss für die Saison Herbst/Winter 2022 und zeigte in den letzten Tagen erste Trends auf.

Ein Label, das bei der Mailänder Fashion Week seit Jahren erfolgreich und meist mit spektakulären Events vertreten ist, ist PHILIPP PLEIN.
„Art has always been a great inspiring source for me and today I’m proud to celebrate and share this Art Gallery to open a new design chapter, where fashion meets art“ so beschreibt Philipp Plein seine Vision. Dass Kunst in seiner Mode eine große Rolle spielt, ist nicht zu übersehen. Unter dem Motto „The Turnaround Year – the evolution of creativity“ zeigten sich die Models in sehr farbenfrohen und einzigartigen Kreationen. Hierzu schuf Philipp individuelle Fantasy-Charaktere, die „Lil Monsters“.

Die „Lil Monsters“ haben, falls ihr es Euch auch schon gedacht habt, sogar eigene Namen wie Lilboo, Lilcyclops, Lildiabolo, Lilgozilla, Lilshark oder Lilscull. Mein erster Gedanke war „Oh, wie aus einem Videospiel!“. Eine äußerst spielerische Verbindung von Mode mit Kunst. Bunt, kreativ und mit einem Augenzwinkern.

Zusätzlich zur Präsentation der kommenden Herbst-Winter-Kollektion gibt es noch weitere Neuigkeiten von PHILIPP PLEIN. Im neuen Showroom in Mailand sind die PHILIPP PLEIN Unique Pieces in einer Pop-up-Kunstgalerie zu sehen. Zukünftig werden die Kunstwerke dann auch in verschiedenen Stores weltweit ausgestellt, von denen 2022 übrigens einige neue dazu kommen werden. Plein plant außerdem, die Unique Pieces im Dezember zur Art Basel auszustellen.
Vermutlich wird die Fusion aus Kunst und Mode ebenfalls erfolgreich – wir dürfen gespannt sein! Die Vorstellung der Pop-up-Kunstgalerie fand im Rahmen der Fashion Week statt – hier war/ist wieder deutlich zu erkennen, dass Mode und Kunst zusammenspielen und Kreativität keine Grenzen kennt.

(Bilder/Video von PHILIPP PLEIN)

Frohe und gesunde Weihnachten!

23. Dezember 2021 | Keine Kommentare |

Edit: Und ois Gude für 2022!

Fröhliche Weihnachten und ein gutes und gesundes neues Jahr wünsche ich Euch!

Feiert mit Euren Freunden und/oder Eurer Familie (vergesst dabei aber nicht die Pandemie bzw. passt auf Euch auf), genießt die Zeit und bleibt gesund!

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