Schmackofatz-Tour durch Ostwestfalen-Lippe und das Bergische Land (Teil 1)

7. Mai 2019 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Nordrhein-Westfalen, unser bevölkerungsreichstes Bundesland, ist immer eine Reise wert. Egal ob zum Städtetrip, einem Kulturevent oder z.B. zum Relaxen und Wandern auf dem Land.
Nachdem ich aus dem schönen Altenmarkt-Zauchensee zurück war, ging es – nach ein paar Tagen im Büro – direkt weiter nach Nordrhein-Westfalen auf die Schmackofatz-Tour, eine Pressereise mit kleinen Wanderungen und viel Genuss. Meistens natürlich erst nach den Wanderungen, denn wir mussten uns das leckere Essen schließlich verdienen. Ohne Fleiß kein Preis! Und vielleicht musste auch wieder Bier „gerettet“ werden – so wie bei meinem damaligen Besuch. Man weiß es ja nie…

Also ab nach Detmold. Wohin? Genau, es ging für mich mit dem Zug über Hannover und Bielefeld (Ihr wisst schon) in die 73.000 Einwohnerstadt nach Ostwestfalen-Lippe. Soweit ich mich erinnern kann, war ich in meinem Leben noch nie in Detmold (bzw. in Ostwestfalen-Lippe). Dementsprechend war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Nun, Detmold begrüßte mich mit schönen Fachwerkhäusern und einem Residenzschloss aus dem 16. Jahrhundert. Da der Stadtkern von den Weltkriegen zum Glück weitgehend verschont geblieben ist, prägen über 700 Baudenkmäler das Stadtbild. Der erste Eindruck war wirklich sehr hübsch – und das trotz Nieselregens! Spricht für ein ausgiebigeres Wiedersehen. Unser offizielles Programm war nämlich vollgepackt und startete am nächsten Tag, wie angekündigt, mit einer kleinen Wanderung. Ausgangspunkt war das Hermannsdenkmal im mystischen Teutoburger Wald.

Der „Hermann“, das Wahrzeichen der Region, ist ein imposantes Denkmal, welches an die historische Schlacht im Teutoburger Wald erinnert. Übrigens ist dies die höchste Statue Deutschlands und bis ca. zur Hälfte begehbar, was wir natürlich ausprobieren mussten. Neben der (normalerweise) herrlichen Aussicht, dient das Hermannsdenkmal auch als Forschungsobjekt, denn dort ist eine Messstation für Blitzeinschläge installiert. Mit seiner exponierten Lage und dem in die Luft gestreckten Schwert ist der “Hermann” wie geschaffen, um Blitze anzuziehen.

Viele Wanderwege führen an der Statue vorbei oder beginnen hier. So kann man ganz gemütlich durch den Wald zu nächsten Einkehrmöglichkeit laufen. Unser Ziel war das Landhaus Hirschsprung. Hier bekommt man leckere saisonale und regionale Gerichte serviert und Wildgerichte sind – wie der Name schon vermuten lässt – eine Spezialität des Hauses. Bei uns kam aber eine andere Spezialität der Region auf den Tisch, nämlich „Lippischer Pickert“. Bestehend aus Hefe, Milch, Mehl, Eiern und geriebenen Kartoffeln: sehr lecker! Das Pfannkuchenartige Gericht galt früher als „Arme-Leute-Essen“. Dazu entweder süßer (Marmelade, Kompott oder Rübenkraut) oder herzhafter (Leberwurst) Belag – je nach Geschmack. Am besten natürlich ohne Rosinen – versteht sich ja von selbst!

Apropos Wanderwege: Wer unterwegs ist und unserer Route folgen möchte, dem ist ein Besuch im Vogelpark Heiligenkirchen und/oder in der Adlerwarte Berlebeck sehr zu empfehlen. Bei der Adlerwarte Berlebeck handelt es sich übrigens um die älteste und artenreichste Greifvogelwarte Europas. Von Papageien oder dem kleinsten Huhn der Welt bis hin zum Andenkondor findet in den beiden Parks sicherlich jeder seinen Lieblingsvogel. Ideal für Familien mit Kindern, wobei ich aber sagen muss, dass ein Besuch auch für Erwachsene äußerst interessant und informativ ist. Ich selbst hätte vor Ort wahrscheinlich noch ein paar Stunden mehr verbringen können.

Aber wie es auf einer Pressereise immer so ist, wartete auf uns schon der nächste Programmpunkt. Nun ging es wieder um Genuss. Und da wir ja immer noch in Ostwestfalen-Lippe sind, einer Region mit eigener Brauereilandschaft, kommen wir nicht um den Besuch einer Brauerei herum. Genauer gesagt ging es in die Privat-Brauerei Strate. Die Brauerei ist in privater Hand und hier ist Bierbrauen Frauensache. Gegründet im Jahr 1863 braut mittlerweile die 5. Generation, Tochter Friederike war sogar Deutschlands jüngste Braumeisterin. Das Bier gibt es in Flaschen mit Bügelverschluss und es wird viel Wert auf hochwertige Rohstoffe gelegt. Ein super erster Eindruck. Und dieser zählt für gewöhnlich. Nach einer Führung durch die heiligen Hallen durfte das gute Bier verköstigt werden. Dazu eine frische Haxe aus der Region – was gibt es Besseres?

So endet ein schöner erster Tag unserer Pressereise. Fazit vom ersten Tag in NRW: Leckeres Essen, leckeres Bier und tolle Umgebung. Als Franke schmeckten sowohl Haxe als auch das Bier aus Detmold sehr gut. Und das muss schon was heißen! Definitiv einen Wiederholungsbesuch wert!

In Kooperation mit Nordrhein-Westfalen Tourismus – Vielen lieben Dank!

Aus dem Schöffenleben – Betrug ist Betrug

24. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Dass meine kurzen Berichte aus dem Schöffenleben für Euch so interessant sind, hätte ich gar nicht gedacht. Daher gibt es heute mal wieder eine Fortsetzung. Nachdem die letzten zwei Gerichtstermine für mich ausfielen (vielleicht weil eine Berufung zurückgezogen wurde o. ä.), ging es neulich wieder in den Gerichtssaal am Landgericht Schweinfurt. Vor dem Termin wusste ich nicht, was mich erwartet. Wird es der gleiche Vorsitzende Richter sein wie beim ersten Mal? Und der gleiche Mit-Schöffe? Und die wichtigste Frage überhaupt: Was wird verhandelt? Nun, die ersten beiden Fragen klärten sich schnell. Wir werden die nun kommenden Verhandlungen immer in unserem gleichen 3er Team durchführen. Den jeweiligen Fall erläutert uns Schöffen dann der Berufsrichter vorab.

Dieses Mal sollte der zu verhandelnde Berufungstermin um 8:30 Uhr starten. Aber wie es immer so ist, Planungen sind die eine Sache, die Realität eine andere. Die Angeklagte meldete sich krank, konnte allerdings kein Attest vorlegen. Daher wurde ihr dringend angeraten, unbedingt vor Gericht zu erscheinen, was sie dann eine Stunde später auch tat.
In erster Instanz hatte sie für einen Betrugsfall am Amtsgericht Schweinfurt 6 Monate OHNE Bewährung erhalten (aufgrund verschiedener Vorstrafen usw.). Kurz danach wurde die Angeklagte in einer anderen Verhandlung (unabhängig von unserem Fall) vom Amtsgericht Münnerstadt zu 6 Monaten MIT Bewährung verurteilt.

Gegen das Urteil des Amtsgerichts Schweinfurt hatten sowohl die Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, weswegen ich als Schöffe schließlich dort war. Im Rahmen der Verhandlung zogen dann sowohl Angeklagte als auch Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück, was für die Angeklagte sogar sinnvoller ist. Warum das?
Nun wird es für den Laien etwas knifflig. Mir wurde erklärt, dass normalerweise das Gericht, bei dem das letzte Urteil gesprochen wurde, für den weiteren Verlauf zuständig ist. Denn es gibt jetzt zwei Urteile mit gleichem Strafmaß, die beide noch nicht angetreten wurden. Konkret heißt das, ohne eine Berufung in Schweinfurt ist das Amtsgericht in Münnerstadt zuständig für die Strafe. Dort hat die Angeklagte voraussichtlich Aussichten auf eine etwas milderes Maß bzw. die Strafe MIT Bewährung (aber plus Auflagen). Das liegt allerdings nicht mehr in unserer Hand und ist daher nur eine Vermutung. Erfahrungsgemäß nähert man sich in der Praxis bei solch „kleineren Fällen“ aber der goldenen Mitte und es werden (vermutlich) 9 Monate mit Bewährung plus Auflagen. Richtig, 2x 6 Monate ergibt natürlich nicht 9, für die Angeklagte war es somit besser, die Berufung zurückzunehmen.

Des Weiteren wolltet Ihr wissen, ob Verhandlungstermine irgendwo vorher einsehbar sind. In Schweinfurt werden die sogenannten „Sitzungslisten“ nicht veröffentlicht und Besucher müssen sich auf gut Glück vor Ort am Aushang über öffentliche Verhandlungen informieren.
Derzeitig sind montags bis donnerstags (im Regelfall) drei Strafrichter/Innen des Amtsgerichts aktiv, wobei zwei der Kollegen auch Ordnungswidrigkeiten verhandeln, die meist weniger spannend sind. Dazu kommen noch Sitzungen der Strafkammern am Landgericht. Wer, was, wann verhandelt, liegt bei den jeweiligen Richtern. Manchmal kann es durchaus sein, dass man durch die Presse im Vorfeld auf einen Termin aufmerksam wird.
Und wie hat es ein Richter so schön gesagt: „…kurzfristige Berufungs- oder Einspruchsrücknahmen, spontane Erkrankungen von Zeugen und/oder Angeklagten lassen unsere Kalender manchmal sehr lebendig werden.“ Und ja, das stimmt!

Die Ladung für meinen nächsten Termin im Mai habe ich bereits erhalten und ich bin gespannt, um was es sich dieses Mal drehen wird. Stay tuned!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 2)

17. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Kaiserschmarrn, Flädlesuppe, Kässpätzle, … na, läuft Euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Für mich gehören die österreichischen Klassiker ja zu einem Besuch in unserem schönen Nachbarland unbedingt dazu. Vor allem nach einem Tag auf der Piste oder einer langen Wanderung hat man sich das einfach verdient. Punkt! Schließlich müssen die verbrannten Kalorien ja wieder aufgefüllt werden.
Die meisten Regionen haben aber noch viel mehr zu bieten, als die typischen Klassiker. Da wird ausprobiert, experimentiert, regionale Produkte auf Weltniveau zubereitet und auch mal „cross-over“ gekocht, ich sage nur „Schweinsbraten trifft Bi Bim Bap“. Häh? Bitte was? Genau das habe ich auf der Pressereise nach Altenmarkt-Zauchensee probieren können. Megalecker, sage ich Euch!

Neben herrlicher Landschaft, zahlreichen Wintersportmöglichkeiten und Sommeraktivitäten ist die Region Altenmarkt-Zauchensee nämlich auch Genussregion. Es gibt hier eine große gastronomische Vielfalt und dazu Events wie kulinarische Spaziergänge, Wein-Genuss-Wochen oder den höchsten Bauernmarkt der Alpen, wo man auf ca. 30 Hütten die regionalen Köstlichkeiten probieren und auch gleich mitnehmen kann.

Unsere Zeit auf der Piste war ja schon Genuss pur. Nicht nur, weil das Wetter mitspielte, sondern auch weil unsere Truppe so super harmonierte. Und wie heißt es so schön? Die Eindrücke von der Piste müssen ausgiebig verarbeitet werden. Das geht am besten mit einem leckeren Essen und einem Gläschen Zirbenschnaps. Alte österreichische Bergweisheit! Und man muss sich schließlich an das halten, was die Einheimischen vorgeben!
Einkehren kann man zum Beispiel im Adlerhorst an der Roßkopfbahn richtig gut. Oder in der Burgstallhütte, wo wir es uns an Tag 2 nach einem erfolgreichen Einkehrschwung gut gehen ließen. Die alten Skihasen wissen, gute Verpflegung ist äußerst wichtig!

Da wir nun schon bei der Verpflegung sind, habe ich noch zwei Highlights für Euch. Zum einen den „Feinschmecker.Markt“ auf dem Marktplatz von Altenmarkt. Kleine Hütten, in denen verschiedene Köstlichkeiten aus der Region angeboten werden. Von leckeren Gerichten bis hin zu selbstgemachten Spezialitäten, wie der Kürbiskernlikör, ist dort alles dabei. Für Feinschmecker ein Muss!

Und die nächste Empfehlung ist „Hermann & Tina´s Restaurant“. Für den Genuss nach einem Skitag genau das Richtige! Alternativ natürlich auch für jemanden, der die Mischung aus erlesenen österreichischen Schmankerln und original koreanischen Spezialitäten mag. Essenstechnisch finde ich es ja genial, mich auf neue Dinge einzulassen. Und beim Hermann & Tina wird man nicht enttäuscht. Gerade die Mischung ist der Hammer. Falls ihr einmal in der Nähe sein solltet, einfach vorbeischauen und genießen! Sehr lecker und zu 100% zu empfehlen – am besten noch inklusive einer Weinverkostung!

Eine weitere gute Anlaufstelle für ein leckeres Essen ist der Kesselgrub genauso wie die benachbarte Garnhofhütte.
Das war aber noch längst nicht alles an Genuss im schönen Pongau. Auf unserem Programm stand zwischenzeitlich noch eine Kutschfahrt durch die (Winter-)Landschaft Altenmarkt. Herrlich, besonders wenn man vorne beim Kutscher Platz nehmen darf. Wie ich erfuhr, werden auch geführte Reitwanderungen angeboten. Das wäre sicherlich etwas Spannendes für den Sommer. Stelle ich mir zumindest sehr gut vor.

Nun, jedes schöne Skiwochenende kommt einmal zu einem Ende. Wir reiten in die Ferne (wer „Red Dead Redemption“ kennt, weiß, wie er sich das vorstellen kann ;) ) und motten die Skiausrüstung erstmal wieder ein. Eine herrliche Saison mit einem genialen Abschluss in Altenmarkt-Zauchensee geht zu Ende. Ich komme wieder, versprochen!
Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die Sommersaison, Wandern, und mehr, wobei der nächste Winter kommt bestimmt…

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

Gaming meets Fashion

12. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Ja, ich muss es zugeben. In mir steckt ein alter Zocker. Strategiespiele, Egoshooter, Jump ’n’ Run – ich hab ziemlich viel ausprobiert. Kennt Ihr noch das Game „Tactical Ops“? Das war zu Zeiten, als es noch kein Call of Duty bzw. Battlefield gab. Damals waren wir in einem Clan unterwegs, zockten wie die Weltmeister und gewannen sogar einige Trophäen. Natürlich wurden auch Age of Empires und danach Command & Conquer genauestens unter die Lupe genommen. Eigentlich war immer zu wenig Zeit vorhanden, so dass es durchaus vorkam, dass die Nacht durchgezockt wurde. Was zu leichten Irritationen bei Terminen am nächsten Tag führen konnte. War aber schon eine schöne Zeit. Und Zocker bleibt Zocker, ich sage nur: Red Dead Redemption II, kann ich jedem Computerspielfan unter Euch nur empfehlen.

Zurück zum eigentlichen Thema, „Gaming meets Fashion“. Einige meiner Follower drüben auf Twitter spielen „Die Sims“. Auch die Dame des Hauses berichtet ganz begeistert von früheren Sims-Sessions mit Erschaffung der Sims, Hausbau, Jobsuche etc. Ihr kennt es wahrscheinlich selbst. Ich habe mir das Game damals ebenfalls angeschaut und ausgetestet, doch die liebe Zeit… Anyway, bisher sind ca. 200 Millionen Stück weltweit verkauft worden. Somit ist das Game eines der meist verkauften Spiele weltweit. Sabberlot!

Nun kommt beides zusammen, also Game und Fashion. Moschino und Maxis, ein Entwicklerstudio von Electronic Arts, geben den Launch einer neuen, gemeinsamen Capsule Collection bekannt. Und zwar im Rahmen der alljährlichen Wüstenparty von Jeremy Scott, Creative Director von Moschino, in Palm Springs. So verwandeln sich „Die Sims“ in Real Life Kleidungsstücke und Accessoires. Und so kommt die Mode von Moschino ins Game, denn auch hier wird die Kollektion zu finden sein.
Ab dem 14. April wird es die vom Spiel inspirierte Kollektion in den Boutiquen von Moschino und online geben. 

Jeremy Scott erklärt dazu: „Ich liebe die Idee, mit dem Die Sims-Universum eine Welt voller individueller Persönlichkeiten erfinden, entwerfen und zum Leben erwecken zu können. Dieses Konzept spiegelt all das wider, was ich bei jeder Kollektion für Moschino tue – ein Fantasie-Universum mit spektakulären Geschichten und Charakteren erschaffen.“

Aktuell ist bekannt, dass dies erst der Anfang der kreativen Zusammenarbeit ist. Weitere Details werden im Game veröffentlicht, eine sehr coole Idee. Moschino ist bekannt für solche Aktionen und ich würde einmal behaupten, dass sich das zu einem (kleinen) Trend entwickeln wird. Ich bin gespannt!

So sehen übrigens Teile der Kollektion im Game aus:

Ja, das Pixeldesign ist so gewollt. Erinnert an die Anfänge der Computerspiele, damals war es einfach so. Unglaublich, ich weiß!

Ski und Genuss gut in Altenmarkt-Zauchensee (Teil 1)

9. April 2019 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Auch wenn bei uns der Frühling schon Einzug gehalten hat, hieß es für mich nochmal auf zum Saisonabschluss in den Schnee. Es ging letzte Woche zum Skifahren in die Alpen. Das Ziel war die Region Altenmarkt-Zauchensee im herrlichen Salzburger Land. Altenmarkt-Zauchensee? Persönlich war mir die Region vorher recht unbekannt. Aber hey, das Thema der Pressereise war Ski und Genuss – wie könnte ich bei so einer perfekten Kombi nein sagen?
Die Region im schönen Pongau besteht (wie der Name schon sagt) aus Altenmarkt und Zauchensee. Altenmarkt ist der Tal-Ort und Zauchensee, mit einer Höhe von 1350m, quasi die dazugehörige „Alm“ und gleichzeitig bekannter Skiweltcuport. Die Region wurde diesen Winter nicht von Schnee verschont und so gab es an den Bergstationen Höhen von über zwei Metern Schnee.
Altenmarkt-Zauchensee ist das höchstgelegene Skigebiet der Salzburger Sportwelt und hat mit 82km Pisten für jeden etwas zu bieten. Damit meine ich, dass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Sportlich anspruchsvoller sind die Pisten im Zauchenseer Gebiet (bis 2.176m), gemütlich familiärer in Altenmarkt (bis 1.700m).
Beides wurde vorletztes Wochenende ausgiebig getestet. Blaue, rote und natürlich auch schwarze Pisten waren dabei.

Da zum Skifahren die perfekte Ausrüstung gehört, passte einer unserer Programmpunkte einfach sehr gut. Wir machten gleich am ersten Tag einen Abstecher zu Atomic in Altenmarkt. Der bekannte Skihersteller hat nämlich dort seinen Hauptsitz und ließ uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen. Ausrüstung ist schließlich nicht gleich Ausrüstung. Ich fand es äußerst spannend zu sehen, wie ein Ski zusammengesetzt wird. Früher wurde nur Holz verarbeitet, heute sind es Hightech-Materialien wie zum Beispiel Carbon. Je nach Skityp bzw. Serie besteht so ein Ski aus verschiedenen Schichten und die Entwicklungszeit einer neuen Serie beträgt fast ein Jahr vom Papier bis zur Piste. Wobei natürlich ein Marcel Hirscher oder Michael Walchhofer (der Abfahrtsweltmeister hat übrigens hier seinen Heimatort und stand während unseres Trips für eine gemeinsame Abfahrt zur Verfügung) seine neuen Skier bereits nach ein paar Tagen abholen kann. Aber auch hier steckt eine ausgeklügelte längere Entwicklungsphase dahinter. Die jährliche Gesamtproduktion von Atomic beträgt ca. 1 Million Skier, was – wie ich finde – eine wirklich beeindruckende Zahl ist.

Die kommenden zwei Tage durften wir einen neuen Ski des Weltmarktführers auf der Piste testen, den Atomic „Savor“. Ein idealer Ski für Wiedereinsteiger und Gelegenheitsfahrer. Es handelt sich beim „Savor“ nämlich nicht um einen Rennski, sondern eher um ein Modell für den Genießer, der auch mal ein Auge für die schöne Umgebung hat.
Das aber zur Theorie. Am nächsten Tag ging es in die Praxis. Wir bekamen unseren „Savor“ bei Intersport Schneider und nach einer kurzen Einteilung der Skilehrer von der Skischule Walchhofer, die uns begleiteten und die kommenden zwei Tage mit Rat und Tat zur Seite standen, ging es auf die Piste. Wir hatten Glück, denn es herrschten allerbeste Wetterbedingungen für einen Sonnenskilauf. In der Nacht fielen die Temperaturen unter Null und tagsüber waren sie dank der Sonneneinstrahlung im leichten Plusbereich. Kein Wölkchen am Himmel und bestens präparierte Pisten toppten das Erlebnis.
Dann wollten wir mal den „Savor“ unter die Lupe nehmen, auf in den Schnee.

Gesagt, getan. Als ich den Ski das erste Mal in die Hand nahm, war ich schon überrascht. So einen leichten Ski hatte ich nicht gerade erwartet. Genau das ist allerdings Absicht. Ein Wiedereinsteiger hat keine Lust oder weniger Gefühl für schwere Skier. Schon mal ein Punkt. Kommen wir zum Fahrverhalten: Im Grunde genommen macht er genau das, was er soll. Es fühlt sich gut an und kommt selbst mit den doch eher frühlingshaften Schneeverhältnissen am Nachmittag sehr gut zurecht. Auch das hätte ich so in dieser Art nicht erwartet. Der Savor reagiert ganz gut und ist für einen Einsteiger bzw. Wiedereinsteiger eine wirklich gute Wahl. Wer also nächsten Winter darüber nachdenkt, es mal wieder mit dem Skifahren zu versuchen, der sollte diesen Ski ruhig einmal ausprobieren und wird begeistert sein.
Da ich persönlich es aber doch lieber etwas sportlicher und griffiger mag, entschied ich mich am zweiten Skitag um und für den Redster G9, ebenfalls von Atomic. Der Unterschied machte sich gleich auf den ersten Metern bemerkbar. Ein richtig schneller Ski! Mit ihm an den Füßen machte mir das Fahren noch einen Tick mehr Spaß. In den Kurven ist er schön griffig und Kanten sind vorhanden. Der Ski verzeiht aber auch keine Fehler, von daher musste ich fahrtechnisch mehr „arbeiten“ als vorher. Vielleicht könnte man ihn mit einem etwas sturen Rennpferd vergleichen. Das Ziel immer im Fokus, und genau da geht es hin. Ohne Umwege, nicht über Los. Wir (also der Ski und ich) haben uns angenähert, ohne dabei den nötigen Respekt abzulegen.

Und so ging auch Tag zwei auf der Piste mit viel Genuss, aber auch viel zu schnell vorbei. Was den Genuss außerhalb der Piste angeht, werde ich Euch im nächsten Teil berichten, denn hier hat die Region Altenmarkt-Zauchensee auch so einiges zu bieten. Und was wäre Skifahren ohne die leckeren österreichischen Köstlichkeiten? Geht gar nicht! Ihr dürft also gespannt sein.

In Kooperation mit Altenmarkt-Zauchensee – Vielen lieben Dank!

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