Es war einmal… Die Geschichte der Glycine Airman

28. Mai 2014 | Schlagwörter: , , , ,

(For a short English version please scroll down)

Es gibt sie immer und immer wieder und meistens kommen sie gerade dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Es sind diese Momente, in denen ich einfach nur dankbar bin, dass ich meinen Job ausüben kann und dass ich mich damals entschlossen habe, diesen Weg zu gehen.
Genau so ein Moment kam auf, als ich vor ein paar Tagen in München in den Zug stieg und mich nach ein paar sehr spannenden Terminen auf die Heimreise begab. Von Haus aus bin ich ein neugieriger Mensch und freue mich immer, Neues kennenzulernen. Ganz besonders, wenn es mit handwerklichen Tätigkeiten verbunden ist. Da kam Stephan Lack, Geschäftsführer von Glycine – Spezialist für mechanische Flieger- und Taucheruhren – genau richtig. Er erzählte mir die Geschichte der Traditionsfirma aus Biel in der Schweiz, die bis ins Jahr 1914 zurück reicht.

The Story of the legendary Glycine 'Airman' watch

Denn 1914 wurde Glycine gegründet, doch es war im Jahr 1953, als die berühmte Glycine Airman geboren wurde. Damals stellte sich die Zeit nicht automatisch nach der jeweiligen Zeitzone um, wie es die heutigen Smartphones machen. Kopfrechnen war angesagt und manchmal war man sich überhaupt nicht sicher, welche Uhrzeit jetzt eigentlich die richtige ist. Der Zufall wollte es, dass Sam Glur (damaliger Verkaufsdirektor der Glycine SA) auf einem Flug von Bangkok nach Kalkutta die Gelegenheit hatte, sich mit den Piloten im Cockpit darüber zu unterhalten, wie die optimale Pilotenuhr aussehen müsste. Diese Erkenntnisse wurden umgehend in einem neuen Uhrenmodell umgesetzt. Das war somit die Geburtsstunde der weltweit ersten 24-Stunden-Uhr mit zweiter Zeitzone. Zwei Zeitzonen waren wichtig, denn die Piloten wollten die Uhrzeit sowohl am Start- wie auch am Landeort ablesen können. Die Uhr schlug sofort richtig ein und erreichte insbesondere bei Militärpiloten der „US Airforce“ Kultstatus.

Glycine Airman No 1

Letztes Jahr wurde die „Airman“ 60 Jahre alt und deshalb gab es die Fliegerlegende in Gelbgold, Rotgold und Weissgold mit dem ursprünglich verwendeten Uhrwerk „Felsa 692“. Doch es kommt noch besser, denn die „AIRMAN No.1“ wird auf Basis der Originalpläne ab sofort wieder gebaut und natürlich in der legendären Airman-Holzschatulle (wie schon 1953) angeboten.

Die „neue“ Airman No. 1 konnte ich mir in München live anschauen und noch dazu der Entstehungsgeschichte lauschen – einfach toll!

English:
I am really happy that I can do the job I am doing and there are these unexpected moments, when it just comes into my mind. Yes these are the moments when I`m thankful for my decision a few years ago. As I am a curious person, I am always interested in new things, especially when they are connected to craftsmanship. A few days ago I have been to Munich, where I have met the CEO of Glycine SA, a company with great tradition from Biel in Switzerland.
Glycine was established in 1914, but it was 1953, when the famous Glycine Airman was born. Airman was the first watch with a 24 hour range and two time zones. A great idea and not only the pilots of the U.S. Airforce loved it.
Last year the ‚Airman‘ had its 60th anniversary and so a special model in yellow gold, rose gold, and white gold has been designed using the original Clockwork ‚Felsa 692′. It gets even better; because the „AIRMAN No.1“ is being rebuilt based on the original plans and in the legendary Airman wooden box (as in 1953) from now on.
I already could take a look at the ’new‘ Airman No. 1and listen to the history – just great! 

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