Nischendämmung leicht gemacht! #Projekt2015

27. August 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , ,

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Weiter geht es im Text und mit dem #projekt2015. Ihr wisst ja, die Fenster sind drin und das Dach ist drauf. An Fremdleistung sind aktuell Wasserversorgung und Heizung an der Reihe – alte Zu- und Ableitungen raus, neue rein. Selbstverständlich dürfen neue Heizkörper auch nicht fehlen – wenn schon, dann richtig. Apropos Heizkörper – die alten waren in relativ breiten Nischen unter den Fenstern angebracht, was man halt früher so hatte, heute aber nicht mehr. Die Außenwände sind dort dünner und man hat somit eine Wärmebrücke – energietechnisch gesehen ein Graus! Anyway, wir haben aktuell acht solcher Nischen, wovon allerdings „nur“ fünf Stück bearbeitet werden müssen, bevor die Heizung angebracht wird.

Alles kein Thema, doch wo anfangen?! Es gibt ja schließlich verschiedene Möglichkeiten, diese „Lücke“ (so nenne ich es jetzt einfach mal) zu schließen. Zum einen die Trockenbauwand. Erst ein Ständerwerk errichten, anschließend mit Dämmwolle füllen und dann mit Rigipsplatten (=Gipskartonplatten) verschließen (so grob gesagt). Zum anderen mit Porenbetonsteinen ausfüllen und anschließend z. B. mit Rigipsplatten verblenden. Oder die dritte Variante: einfach eine Dämmplatte davor kleben. Wir haben uns für die Porenbetonsteine entschieden. Warum? In meinen Augen leichter zu bearbeiten, etwas weniger Arbeitsschritte und eine ähnliche bzw. sogar bessere Dämmleistung. Steine und passenden Kleber kaufen, später Rigips, Ansetzgips und die Masse zum Verspachteln und los geht‘s. Soweit der theoretische Teil, nun kommt die Praxis.

Porenbeton im Auto - Tetris

Wie immer, theoretisch ist alles ganz einfach, praktisch sieht die Welt schon wieder anders aus. Vor allem, wenn man etwas zum ersten Mal zu 100% selbst macht. Also zunächst die Nischen ausgemessen und dabei festgestellt, dass sie natürlich nicht rechteckig sind. Kein Thema, muss ja trotzdem funktionieren. Anschließend die passenden Porenbetonsteine (in Steindicke von 10cm und 15cm) auswählen und die Menge pro Nische ausrechnen. Lieber einen Stein mehr einplanen, als später nochmal extra zum Baumarkt fahren müssen! Kleber dazu, da gab es einen kleinen Tipp vom Experten, nämlich dass es Fliesenkleber genauso gut tut und er noch dazu etwas günstiger ist, als der Spezialkleber vom Hersteller. Beim Verstauen der Einkäufe zahlte sich übrigens glatt wieder meine langjährige Tetris-Erfahrung aus!
Ankommen und ausladen und der eigentliche Teil der Arbeit kann beginnen. Die Steine in die Mauernische einpassen ist angesagt. Sägen und feilen – feilen und sägen! Ein Glück, dass die Porenbetonsteine leicht zu bearbeiten sind, aber ab einer gewissen Menge werden die Arme trotzdem schwer. Auch hier zahlt sich übrigens die Tetris-Erfahrung aus. Für die Nischen benötigte ich fast einen ganzen Tag – nur für das Einpassen der Steine. Keine Ahnung, ob das langsam oder schnell ist, ich bin zufrieden.

Porenbeton anzeichnen - Nische

Porenbeton sägen - Nische

Am nächsten Tag wird gematscht – da freut sich das Kind im Manne! Der Kleber wird mit einer alten Bohrmaschine + Quirl angerührt (das Mischungsverhältnis steht auf dem Kleber und spätestens beim zweiten Anmischen kann man ein bisschen nachjustieren und seinem Bauchgefühl vertrauen). Vorher die Nische säubern, etwas mit Wasser benässen und den Kleber mit einem Zahnspachtel auftragen. Anschließend die vorgefertigten Steine vermauern. Als kleiner Tipp: Beim Bearbeiten genügend Spielraum für den Kleber lassen. An einigen Stellen mussten wir noch nacharbeiten, da die Steine sonst einfach nicht mehr gepasst hätten. Es wäre ja langweilig, wenn alles auf Anhieb zu 100% passen würde! Auch für das Mauern habe ich wieder einen Tag benötigt, aber von nichts kommt nichts. Das Ganze trocknet relativ schnell und wird anschließend hart wie Stein. Also lieber vorher genau arbeiten und das überschüssige Material gleich abwischen.

Nische Bad - Porenbeton

Nische Büro - Porenbeton

Der nächste Schritt ist die „Verkleidung“ der Mauer mit Rigipsplatten. Für die Bäder gibt es übrigens speziell imprägnierte Feuchtraumplatten, für den Rest wurden ganz normale ausgewählt. Wie bei den Steinen, ging es ans genaue Ausmessen und Planen und der richtige Ansetzgips durfte nicht fehlen. Rigipsplatten lassen sich übrigens ebenfalls sehr gut verarbeiten. Zum Zuschneiden vorne (!) mit einem Teppichmesser anritzen, knicken und den Rest abschneiden – schon hat man eine genaue Kante. Diese dann mit Hobel oder Teppichmesser abrunden und zack, schon hat man das gewünschte Maß. Hier benötigt man übrigens keinen Abstand zu den Seiten, da der Gips nur auf die Rückseite aufgetragen wird. Unten hatten wir kleine Keile (ca. 5mm) für den nötigen Spielraum eingelegt. Also, Gips anrühren (wie auch beim Kleber, steht alles auf der Packung) und batzenförmig auf der Rückseite bzw. den Steinen verteilen. Apropos, wichtig ist, die Steine vorher wieder nass zu machen, da sie sonst die ganze Feuchtigkeit aus dem Kleber ziehen. Vorab hätte ich nicht gedacht, dass man doch eine gehörige Menge an Material in sechs relativ kleinen Nischen verarbeiten kann. Von 30kg Ansetzgips wurden 25kg benötigt. Wenigstens trocknet das Zeug schnell!

Rigipsplatte zuschneiden

Nische Bad Rigips

Nische Büro Rigips

Sodala, die Nischen sind fast fertig – Porenbetonmauer steht, Rigips auch. Alles ist soweit getrocknet und steinhart. Als nächstes kommt das Verfugen der Rigipsplatten an die Reihe. Dazu haben wir den Fugenkleber für imprägnierte Platten genommen. Dieses kann man getrost für die „normalen“ Platten verwenden – er wird halt nur grün, was eventuell durchscheinen kann, falls man plant, nur leicht darüberzustreichen.

Fugenkleber

Die Masse sumpfen lassen und nach entsprechender Sumpfzeit anrühren und dann verfugen. Dieses Mal eine Kelle bzw. Fugenspachtel verwenden und nach der Trocknungszeit dezent abschleifen. Auch wenn man es vorher noch nie gemacht hat, klappt es ganz gut.

Nische Bad fertig

Nische Büro fertig

Sodala, nun sind die Mauernischen fast fertig. Für mein „erstes Mal“ bin ich richtig stolz drauf! Der nächste Schritt in Sache Nische ist die entsprechende Verschönerung, also streichen oder tapezieren oder verputzen. Was soll ich sagen? Rollputz ist die Lösung! Aber dazu ein anderes mal mehr…

 

English:
You can get an insight into our new home today. After the new windows and the roof are finished, actually heating and the water supply are going to be built. In order to improve the wall insulation, we had to think about something for the niches in which the old heating was placed before. For this purpose you have different choices, you can use e.g. stud framing, plasterboard, wall panels or concrete stones. We went with the latter, in combination with a panel of plasterboard. So all the different steps of building could start! Planning, Measuring, Cutting, Mixing the paste, Cementing, Pointing and so on. As it was my first time, I am quite proud with the outcome. Next step is to paint the new niches and we want to go with special plaster to roll. So stay tuned for more information.

Luca Larenza for Spring/Summer 2016

24. August 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

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Bevor der aktuelle Sommer langsam in den Endspurt übergeht – in den Geschäften warten schon wieder Strickjacken, Schals und Wollpullover auf ihre Käufer – habe ich heute noch einen Ausblick auf den nächsten Sommer für Euch.

Luca Larenza, ein junger Designer aus Italien, zeigte auf der Milano Moda Uomo seine Kollektion für Frühjahr/Sommer 2016. Wie diesmal in Mailand mehrfach gesehen, stellt auch Luca sie unter das Motto „Travel“, mit bequemen Schnitten und praktischen Details.

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Luca Larenza Spring/Summer 2016

Leichter Strick, Leinen, sommerliche Jacken und bequeme Hosen, in denen man schon mal einen mehrstündigen Flug antreten kann, das macht seine Kollektion aus. Im Gespräch erzählte der sympathische Designer noch einige Hintergründe und Ideen. Wichtig sind ihm Qualität und Herkunft seiner Materialien, aber auch der Nachhaltigkeitsgedanke, so experimentiert er z. B. mit recycelten Stoffen. Luca hat sich übrigens sein Können selbst beigebracht und ist nicht den typischen Weg von der Fashion School zum Fashion Designer gegangen, er setzt einfach seine Kreativität um, wie er selbst sagt.
Farbenfroh und bis ins Detail durchdacht – vielleicht im All-Over-Look etwas bunt, aber einzelne Stücke, wie die leichten Sommerpullis, gefallen super.

 

English:
Before summer launches into the final spurt, I have an outlook for next summer for you. Luca Larenza, a young Italian designer, presented his new collection for spring/summer 2016 during Milano Moda Uomo. Perfect for travelling he created light knitwear pieces, pyjama-inspired trousers, summery jackets and much more – everything is lightweight, comfortable and with well-thought –out details. The likeable designer told us more about his ideas while showing us his collection. Important for him are quality and craftsmanship, which results in a fashionable collection. Luca has never been to a fashion school, he always went his own way and implements his own vision. Colorful and fresh – I like!

Shoes, shoes, shoes … for 2016

19. August 2015 | 3 Kommentare | Schlagwörter: , , , , , , , ,

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Italien und Schuhe, das passt zusammen wie Hopfen und Malz. Ja, modetechnisch haben wir auch im Sommer 2016 wieder einiges zu entdecken – klickt Euch gern durch die bisherigen Beiträge für die Trends der nächsten Sommersaison – aber irgendwie fehlt noch etwas. Richtig, die neuesten Herrenschuhe für den Sommer 2016. Da gab es einige tolle Kollektionen in Mailand zu bewundern, hier kommen heute ein paar Bilder.

Beginnen wir mit Santoni. Einen kleinen Einblick gab es vorab bereits hier, doch live und in Farbe sehen die Modelle natürlich noch viel besser aus.

Santoni Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Santoni Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Santoni Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Santoni Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Die Präsentation im Palazzo Bocconi war genial, ein toller Rahmen für die schicken Schuhe. Elegante Herrenschuhe, wie gewohnt mit dem gewissen Etwas, schicke Sneakermodelle und dazu die Installation von Patrick Kinmonth und Antonio Monfreda. Ein Traum!
Als nächstens blicken wir auf die neue Kollektion von Sergio Rossi. Diese enthält ebenfalls wieder viele tolle Details, z. B. handgenähte Muster, die an orientalische Kelims erinnern und einen Hauch von 70er Jahre.

Sergio Rossi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Sergio Rossi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Sergio Rossi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Sergio Rossi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Sehr leichte, softe Schuhe, die extravagant, aber trotzdem maskulin und tragbar sind. I like!
Auch ein Besuch bei Fratelli Rossetti stand auf meinem Programm, um mir deren neue Kollektion für das kommende Jahr anzuschauen.

Fratelli Rossetti Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Fratelli Rossetti Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Fratelli Rossetti Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Fratelli Rossetti Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Typisch für Fratelli Rosetti sind die klassischen Modelle, aber in neuen Farben: Im Sommer 2016 wird es mediterran. Am besten gefallen mir die unterschiedlichen Farbkombinationen in einem Schuh. Sehr schick!
Last, but not least, zeigte Moreschi seine neue Kollektion im Mailänder Showroom. Hier gab es neben Klassikern im neuen Style auch ein ganz neues Modell zu sehen, den „Flying Dutchman“, eine Art Mokassin mit superleichter Gummisohle.

Moreschi 'Flying Dutchman' Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Moreschi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Moreschi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Moreschi Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Die klassischen Herrenschuhe kommen in neuen Farben und Materialien daher, wie Denim oder Wildleder mit Prints, der perfekte Seaside-Style für den Sommer. Einige sind handbemalt und fühlen sich so leicht an, dass man das Gefühl hat, barfuß zu laufen.

So kann der Sommer 2016 kommen. Welches ist Euer Favorit?

 

English:
Today it’s all about shoes for next summer. Italian shoes are rightly famous for their elegance and their quality and I have seen some beautiful collections for spring/summer 2016 in Milan.
A first insight into the presentation of Santoni can be found here. The surrounding of Palazzo Bocconi was beautiful and so was the new collection. Elegant classics together with sneakers in combination with the installation of Patrick Kinmonth and Antonio Monfreda are really perfect!
Sergio Rossi shows many details, like decorative stitching in contrasting colors; very light shoes and a touch of the 70ies. Extravagant, but still masculine and wearable. I like!
Fratelli Rosetti presented their new collection with classics in new colors. Next summer it gets Mediterranean. I love the different color-combinations of the shoes.
Last, but not least, I had a look at the new Moreschi collection. They showed a new model, the ‘Flying Dutchman’, a moccasin with extra-light rubber bottom. The classics come in new colors and materials, like denim or printed suede.
So the summer 2016 can come! What is your favorite?

Oben-ohne-Drama! #projekt2015

14. August 2015 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , ,

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Das nächste Update zum #projekt2015 steht schon an. Naja, „schon“, aktuell sind wir bereits einen Punkt bzw. Gewerk, wie es im Fachjargon so schön heißt, weiter, nämlich der Wasserversorgung und Heizung. Aber immer schön der Reihe nach!

Mit den neuen Fenstern hat sich das Raumklima noch positiver verändert (obwohl es vorher schon gut war, aber man merkt die Dreifachverglasung einfach). Als nächstes standen die Dachdecker in den Startlöchern. Diese haben wir übrigens nach Empfehlung und dem eigenen Bauchgefühl ausgewählt. Zwar hätte das Dach auch der größte, ortsansässige Betrieb erneuern können, der hier auf jeder zweiten Baustelle zu finden ist, allerdings war schon beim Angebot klar, dass jeder Pups notiert und abgerechnet wird, seien wir doch mal ehrlich, das will doch niemand. Also haben wir uns lieber für den kleineren Handwerksbetrieb aus dem Landkreis entschieden, bei dem nach dem ersten Gespräch feststand: „Das passt!“. Der Ewald (Name von der Redaktion NICHT geändert), seines Zeichens erfahrener Dachdeckermeister, kümmerte sich einfach um alles. Alles heißt in unserem Fall auch Genehmigungen, Gerüst und Spenglerarbeiten. Macht ja auch Sinn, denn alles aus einer Hand ist besser, als ein zusammengewürfelter Haufen. Zudem weiß er am besten, mit wem er gut zusammenarbeiten kann.

Vorsicht Dacharbeiten - #projekt2015

Ewald mit dem Kran - Dach - #Projekt2015

Also, der Kostenvoranschlag passte und es konnte losgehen. Ein Mittwoch war angepeilt, schließlich sagte der Wetterbericht schönes bzw. trockenes Wetter voraus. Beste Voraussetzungen für ein neues Dach! (Es war Juni, noch ahnten wir nichts vom Dürresommer 2015.)
Montagnachmittag (Ja, VOR besagtem Mittwoch) klingelte das Telefon: „Ähm… <nuschel> …Gerüstbauer…. <schepper> …wir brauchen den Schlüssel!“ An dieser Stelle muss man wissen, dass man durch das Haus muss, um auf die Rückseite zu gelangen. Typisch Stadthaus halt. Und da niemand wusste, dass die Gerüstbauer schon montags kommen, standen sie natürlich vor verschlossener Türe. Kommunikation ist ja manchmal so eine Sache! Ich bot an, gleich vorbei zu kommen, doch ich hatte nicht mit den Gerüstbauern gerechnet. „Neeeee, heute nicht mehr! Wir kommen morgen wieder, um 7:30 Uhr!“ Zack, das Gespräch war beendet – Punkt! Der nächste Tag kam, das Gerüst auf der Vorderseite stand schon, ich tapperte kurz vor 7:30 Uhr zum Haus und wer wartete schon geduldig? Richtig, die Gerüstbauer! Also, kurze Schlüsselübergabe und ab ins Office. Kurz überlegt, man könnte schon fast einen ganzen Post über die Gerüstbauer schreiben.

Aber egal, das Gerüst stand schnell und die Mission „Dach“ konnte beginnen. Ewald rückte mit seinen Jungs an und ehe man sich versieht, steht man „oben ohne“ da!

Dach abgedeckt - #Projekt2015

Dachdämmung auf dem Gerüst - #Projekt2015

Dach - Kran - #Projekt2015

Oben ohne - neues Dach - #Projekt2015

Gut, das Wetter passt, Ewald blockiert die halbe Straße, das alte Dach war weg, die neue Folie auf einer Hälfte aufgezogen und Feierabend! Zumindest für den ersten Tag. Am zweiten Tag (das Wetter ist noch immer fantastisch) kommt die zweite Hälfte Folie drauf und mit dem Unterbau bzw. der Dämmung konnte begonnen werden. Wir haben uns übrigens extra für eine Aufdachdämmung entschieden. Erstens haben wir eine Mansarde, was bei einer Zwischensparrendämmung ewig viel Dreck und Arbeitsstunden bedeutet hätte, zweitens wollten wir in dem Zug auch gleich neue Ziegel haben, das bot sich also an, und drittens wären sonst die Räume im Dachgeschoss etwas kleiner geworden.

Nun ja, in Unterfranken bzw. hier im Raum Schweinfurt regnet es normalerweise nicht so häufig – Schweinfurt gehört zu den trockensten Gebieten in ganz Deutschland. Aber EINMAL macht man mal ein Dach neu und was ist? Genau, ein heftiges Gewitter zog auf und die Baustelle lag 2-3 Tage still, weil es regnete. Was dem Dach allerdings nicht viel ausmacht, denn es war dank Folie schon dicht. Aber die Arbeiten können natürlich nicht fortgeführt werden. In der Folgewoche sah es wieder anders aus, die Sonne kannte keine Gnade, die Arbeit ging weiter und die Dachdecker mussten mit Eis versorgt werden. Schließlich soll es auf unserer Baustelle keine Klagen geben!

Weiter ging es mit dem Dach: Die Sparren wurden montiert und die Spenglerin begann parallel mit ihren Tätigkeiten, nämlich der Einfassung der Mansarde, des Schornsteins etc. Die Dachdecker sind bei so einem Wetter natürlich „oben ohne“ unterwegs, was die Hauseigentümerin (und die vorbeilaufenden Damen) freute. Als ich hörte, dass eine Spenglerin bei uns tätig sein wird, freute ich mich natürlich auch kurz, wurde aber selbstverständlich enttäuscht! ;)
Mailand rückte langsam näher, aber das Dach lag gut in der Zeit. Ja, denkste! Wie konnte es anders sein, es musste natürlich wieder regnen! Ihr erinnert Euch: Schweinfurt gehört zu den trockensten Regionen in Deutschland?! Die 4-5 Regentage, die wir diesen Sommer hatten, waren natürlich genau in der Zeit, in der wir ein neues  Dach erhalten haben. Unsere Zeitrechnung ging also leider nicht mehr auf und wir machten uns trotzdem auf den Weg nach Mailand mit noch unfertigem Dach. Natürlich wurden wir gefragt: „Wie, Ihr könnt doch nicht so einfach weg?!“, aber wir hatten ein gutes Gefühl beim Ewald und konnten sowieso nichts helfen. Und – ganz ohne Absprache – hielt uns auch unser lieber Nachbar Heiko auf dem neuesten Stand. Danke! <3

Dach Seitenwand und Schneefanggitter - #Projekt2015

Dach fertiggestellt - #Projekt2015

Als wir schließlich wieder zurückkamen, sah es so aus, als wäre das Dach fertig, aber das Gerüst stand noch. Ein paar Kleinigkeiten waren noch fertigzustellen, dann wurde das Gerüst wieder abgebaut, die Regenrinne noch angebracht und schon war alles erledigt. Ist auf jeden Fall ein schickes Dach geworden!

Was mir zum Thema Dach aktuell noch einfällt und auch ein kleiner Hinweis, falls jemand gerade sein Dach erneuern möchte: Ein Schneefanggitter ist über einem Bürgersteig Pflicht. Keine Angst, der laufende Meter ist recht günstig. Und es schneit wahrscheinlich genau dann, wenn man es nicht für möglich hält – wie beim Regen.

 

English:
Next step of our #projekt2015 was the roof. The new windows already provide a good indoor climate so the next thing could come. Ok, actually we are working on the water supply and the heating, but one step after the other. We have chosen the roofer by recommendations again and by our gut feeling. Ewald is a small craft producer, who arranged everything around the roof, including permissions, plumber work and scaffolders. All in one hand is always a better idea and Ewald knows his co-workers best. So the work could start. The weather was fine and before you can say knife you have no roof over your head anymore! Half of the street was blocked for this work, but everything went fine the first two days. We were going for an exterior roof insulation, because we have a garret and so it`s easier to do it from outside and we were going for new bricks anyway.
Then the weather changed. You have to know that Schweinfurt is one of the regions in Germany with the least rainfalls. But when does it start to rain? Exactly at the very time when we get our new roof! So the work had to pause, what disturbed our schedule, because it was June and the trip to Milan was up on scale. We went to Milan nevertheless, because we couldn’t do anything on the building site and trusted Ewald and his work. Also our neighbor Heiko provided us with information and pictures. Thanks a lot!
Coming back the work was nearly finished and they all did a great job! Good to see another thing, which has been finished!

uman Menswear – 2016

10. August 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

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Ein Besuch bei uman gehört ja bei meinen Mailand-Trips einfach dazu. Das Konzept umans, das sich elegant und zeitlos immer rund um eine Jacke dreht, ist genial und auf jeden Fall etwas Besonderes. Jede Saison wird die „ideale Männergarderobe“ um eine neue ikonische Jacke erweitert, außerdem findet man maßgeschneiderte Anzüge und alles, was der Mann von Welt braucht.

Nun kommt ein weiteres Highlight hinzu. Im Rahmen der Milano Moda Uomo im Juni wurde nämlich in der Via Gesù 10 – der Via Dell’Uomo – ein eigenständiger Store eröffnet. Dies wurde mit Einführung der neuen Capsule Collection natürlich auch gebührend gefeiert!

Mittelpunkt der neuen Kollektion ist das KOMON-Jackett, das an asiatische Kimonos erinnert. Passend dazu gibt es eine Homewear-Serie bestehend aus weißen, bequemen Hemden, Pyjamas, Unterwäsche und vielem mehr.

uman Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

uman Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

uman Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

uman Spring/Summer 2016 – Milan Fashion Week

Wie gewohnt sehr hochwertig und gleichzeitig praktisch durchdacht mit tollen Details. Seien es kleine asiatische Muster, Knöpfe aus Perlmutt oder das handgestickte uman „U“ in Form eines Wappens, das man auch im Atelier des Unternehmens finden kann. Seide und sehr feine Baumwolle sind die bestimmenden Materialien dieser Capsule Collection und das Farbschema hält sich an Blautöne, typisch für uman. Und das nicht ohne Grund, da Blau für Umberto Angeloni eine bedeutende Farbe ist und gleichzeitig die ideale Farbe für den männlichen Kleiderschrank. Dies fasst er übrigens in einem „BLUE“-Book zusammen, das anlässlich der Store-Eröffnung erschienen ist mit Gedichten und Gemälden der letzten 150 Jahre, alles rund um die Farbe Blau.

Neuer Store, schicke Mode – ein weiterer Grund, der Via Gesù als Straße der Männermode in Mailand unbedingt einen Besuch abzustatten!

 

English:
uman’s concept is quite special and brilliant, I think. With uman the gentleman will find the timeless traces of the transformation of menswear, from around the globe and over the ages, brought into a contemporary perspective that perfectly blends form, function, aesthetics and value. Now there is another highlight – uman opens the first store in Milan, in Via Gesù 10, the Via Dell’Uomo. And this has been celebrated with a new Capsule Collection during Milano Moda Uomo. Centre of the Capsule Collection is ‘Komon’ the new iconic jacket. It is an interpretation of the kimono and comes along with a special line of homewear. A collection made of high-quality fabrics, very comfortable and with lots of special details like Australian mother-of-pearl buttons, small Asian designs or hand-embroidered crests representing the U-logo of uman. The use of the color blue is typical for uman, as it is perfectly suited to represent the concept, style and expressions within the uman wardrobe. Umberto Angeloni therefore has just published the ‚Blue-Book‘, with poems and art from the last 150 years all around the color blue. I love, how well-thought-out everything in the uman universe is. And the store is another good reason to visit the Via Dell’Uomo!
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