Lena Hoschek und die Herrenmode

7. Dezember 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus Österreich: Lena Hoschek macht jetzt auch in Herrenmode! Wie die Zeit vergeht, bereits vor vier Jahren hatte ich sie gefragt, ob nicht auch mal eine Kollektion für Männer geplant sei (das ganze Interview von 2012 findet Ihr hier). Wie es scheint, wurde die Frage nun endgültig beantwortet.

In Kooperation mit der Wiener Maßhemdenmanufaktur Gino Venturini gibt es eine Limited Edition aus verschiedenen Lang- und Kurzarm-Hemden. Es scheint, als hätten sich die perfekten „partner in crime“ gefunden. „Seine Hemden sind die besten in Wien und erfüllen durch jahrzehntelang gepflegtes Handwerk, Perfektionismus in Verarbeitung und Schnitt die höchsten Ansprüche. Die Limited Edition ist eine perfekte Mischung aus meinen geliebten Vintage-inspirierten Designs und Venturinis Handwerkskunst.“ wie Lena ankündigt.

Lena Hoschek - Menswear

Lena Hoschek - Menswear

Lena Hoschek - Menswear

Lena Hoschek - Menswear

Lena Hoschek und Gino Venturini

Die Designerin entschied sich in der Kollektion u.a. für unkonventionelle Baumwollstoffe aus den USA mit Mustern aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als Inspiration diente so manche männliche Modeikone aus den 50er und 70er Jahren, aber auch Männer aus dem privaten Umfeld von Lena Hoschek. Diese wurden auch gleich in die Fotokampagne eingespannt, so stellte sich beispielsweise Lenas Ehemann für das Fotoshooting zur Verfügung.
Erhältlich werden die Hemden (leider nur) in den Lena Hoschek Flagship Stores in Wien und Graz sein, sowie im Christmas Pop Up Store in Wien. Aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden, der jemanden kennt, der unbedingt in der Adventszeit noch einmal nach Österreich möchte…?

Der Anfang ist gemacht, endlich dürfen auch wir Männer uns über Mode von Lena Hoschek freuen! Und vielleicht kommt in Zukunft sogar noch mehr dazu. Persönlich würde ich es mir sehr wünschen.

English:
News from Austria: Lena Hoschek is making a first step into menswear. Time goes by, four years ago I have asked Lena, if she wouldn’t think about planning a collection for men (the whole interview from 2012 can be found here). It seems that the question has been definitely answered now. In cooperation with Gino Venturini, manufacturer for bespoke shirts from Vienna, a limited edition has been designed. The collection comprises long and short sleeve shirts including some unconventional cotton from the US with patterns from the second half of the 19th century in earthy color shades and indigo tones. The design is inspired by male fashion icons from the 50s and 70s as well as by her private environment. ‘With Niki Venturini I found the perfect ‘partner in crime’. His shirts are the best in Vienna and he comes up with great experience in craftsmanship, perfectionism and manufacturing meeting highest demands. The Limited Edition is a perfect blend of my beloved vintage-inspired designs and Venturini’s craftsmanship.’ so Lena Hoschek. You can get the limited edition in the Flagship Stores in Vienna and Graz and at the Pop Up Store in Vienna. I hope it’s a beginning of many more pieces made by Lena Hoschek!

Ab in die Zukunft – „Injeanious” by ISKO

29. November 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Vor ein paar Tagen hieß es wieder Koffer packen und ab nach Düsseldorf. Gastgeber war ISKO, führender Denim-Hersteller. Vor einiger Zeit war ich bereits nach Italien eingeladen und konnte einen Blick hinter die Kulissen werfen und am „Fit and Washing“ Seminar teilnehmen. Es ist schon genial bzw. ein großer Fortschritt, dass ein so großer Konzern relativ transparent ist und einen Blick hinter die Kulissen erlaubt.

Nun ging es also nach Düsseldorf zum „Injeanious“-Event, bei dem sich alles um Innovationen, zukünftige Herausforderungen und Möglichkeiten drehte. Selbstverständlich durfte zu diesem Termin die Jeans nicht fehlen. Hey, eine Veranstaltung bei der „Jeans“ quasi vorgegeben ist – perfekt, mehr muss man dazu gar nicht sagen!
Eingeladen ins Lofthaus in Düsseldorf war ein Querschnitt durch die komplette Modebranche, Designer, Produktmanager, Vertreter des Handels und Influencer, um Zukunftsszenarien aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren. Diskussionsrunden, Netzwerken und einige interessante Vorträge, das war das Programm des Events unter dem Motto „Changing the rules, opening up a future where challenges become inspiring opportunities”. Extra allgemein gehalten, um vielfältige Diskussionen zu fördern. Schön! Als Speaker dabei waren Olaf Gerwig (Co-Gründer und Managing Director bei P3 Communications), Luciano Pinna (Augmented Reality Spezialist, Konzeptkünstler und ehemaliger Physiker), Michael Schragger (CEO der The Sustainable Fashion Academy und Vorsitzender des The Global Leadership Award In Sustainable Apparel (GLASA)) und Esin Kilickan (R&D Manager ISKO).

#Injeanious by ISKO

#Injeanious by ISKO

Olaf Gerwig veranschaulichte das Thema „Innovation + Communication: the Telco case history“ und gab einen Überblick über sich verändernde Kommunikationswege. „Wie schnell verändert sich unsere Welt? Wird bald das neue 5G-Netz kommen?“ Meine persönliche Meinung: Ja, es werden mit Sicherheit immer neue, schnellere, leistungsstärkere Netze kommen, aber ob das im Alltag (also bei Frau Meier von nebenan) ankommt und genutzt wird? Immer schneller, immer besser, immer mehr ist vielleicht doch nicht das allumfassende Credo. Interessanter Vortrag, Gedankenspiele sind schließlich erlaubt.

Luciano Pinna mit seinem Vortrag „Innovation + Digital: cross-field inspirations from Augmented Reality“ hat mir persönlich am besten gefallen. Alleine weil „Augmented Reality“ für mich ein greifbares Thema mit vielen Anwendungsmöglichkeiten ist. Vielleicht mag es aber auch an meiner Leidenschaft zu Pokémon Go liegen?! Nein, denn AR wird vieles verändern, vielleicht auch unser zukünftiges Einkaufsverhalten. Direkt vor Ort war es sogar möglich, Denim mit AR zu „entdecken“.

Michael Schragger brachte es dann wohl auf den Punkt: „Rethink or die“ – Entweder wir kümmern uns um eine nachhaltige Produktion oder wir brauchen uns bald um gar nichts mehr kümmern. Punkt! Rohstoffe werden immer knapper, vor allem das Wasser, dafür steigt aber die Nachfrage nach Denim bzw. Lifestyleprodukten immer stärker an. Es ist nichts Neues, aber man kann es einfach nicht oft genug sagen. Verschiedene Lösungsansätze wurden diskutiert, von Recycling bis „Cradle to Cradle“, also von Beginn an komplette Produktionsabläufe nachhaltig zu planen. In diesem Bereich ist definitiv ein Wandel nötig!

Esin Kilickan gab im Anschluss einen interessanten Einblick in die Zukunft von Denim aus den Augen von ISKO. „Innovation + Denim: peering past the new frontiers of style and performance.“ zeigte, wohin neue Technologien gepaart mit neuen Patenten führen. ISKO RECALL™, ISKO BLUE SKIN™, ISKO POP™, ISKO FUTURE FACE™ und ISKO SCRATCH & JEAN™ sind nur einige Ideen/Namen, die in der R&D Abteilung von ISKO aktuell entwickelt werden. Spannend!

Das war natürlich noch nicht alles, denn es gab noch eine Abschlussdiskussionsrunde, welche das Thema „Innovation + Fashion: challenges for a „hungry and foolish“ future“ hatte. Moderiert von Sabine Kühnl (Editor-in-chief, Sportswear International) waren außerdem François Girbaud (Founder and owner of Marithé + François Girbaud), Marco Lucietti (Global Marketing Director SANKO/ISKO™ division), Dirk Lehmann (Publishing Director & Sales Director Sportswear International) und Markus Hefter (ISPO exhibition Group Director) dabei. Zu Beginn noch etwas schwerfällig, kam die Diskussion im Verlauf in Schwung und man konnte doch den ein oder anderen neuen Gedanken mitnehmen. Vor allem die Themen Vernetzung innerhalb der Branche, Transparenz und Zertifizierung kamen auf. Laut François Girbaud und Marco Lucietti wird es vielleicht ein neues globales Zertifikat geben – so vermutete zumindest das Publikum.

Nach dem offiziellen Teil ging es weiter zu den Häppchen. Nein, natürlich ging es nicht nur ums Essen – man kann sicher erahnen, dass die Diskussionen noch lange weitergeführt wurden.
Fazit für mich persönlich: Ein sehr interessantes Event und ein spannender Blick von ISKO auch mal über den Tellerrand hinaus, super, dass man sich Gedanken um nachhaltige Ansätze macht. Aber es bleibt spannend, was die Zukunft bringen wird, reden alleine wird nicht viel ändern. Wobei „einfach machen“ in unserer global-vernetzten Welt nicht gerade leicht ist. Trotzdem wird sich in Zukunft auch in der Modebranche einiges ändern, das ist sicher! Ideen sind jedenfalls vorhanden.

 

English:
A few days ago I have been invited to Düsseldorf. ISKO, leading brand of quality ingredient denim, has organized an event called ‘Injeanious’. Some time ago I’ve already had the chance to go to Italy and participate in a „Fit and Washing“ seminar by ISKO, where I could take a look behind the scenes. I think it is a good approach, when such a big company works quite transparently!
The topic of the evening was ‘Changing the rules, opening up a future, where challenges become inspiring opportunities’. And it was all about innovation driving change, in denim and beyond. An interesting day with seminars, discussions and a lot of networking. Different experiences and scenarios have been brought together to analyze the impact of innovation in different industries. The Keynote speakers were: Olaf Gerwig (co-founder and managing director at P3 Communications), Luciano Pinna (conceptual artist, augmented reality expert, former physicist), Michael Schragger (CEO of The Sustainable Fashion Academy and Chair of The Global Leadership Award In Sustainable Apparel (GLASA) and Esin Kiliçkan (R&D Manager ISKO™).

Olaf Gerwig talked about ‘Innovation + Communication: the Telco case history’: An analysis of how telecommunications have changed radically throughout the years, enhancing potential by increasing data transfer speed, penetration and capacity. Coming soon: 5G, with higher data velocity and massive development of the Internet of Things. In my opinion a development which surely can’t be stopped.
‘Innovation + Digital: cross-field inspirations from Augmented Reality’ was the second keynote by Luciano Pinna. My favorite talk of the day, maybe because I’m a big fan of the possibilities, that AR can give. Starting from the “viral” example of Pokemon Go it was an engaging look into the digital field and Augmented Reality opportunities. Interesting examples of cross-fertilization from Art, Architecture, Education, Society and Fashion (perfect example: the initiative that partnered with ISKO™ using Augmented Reality to interact with garments).
Michael Schragger put it in a nutshell ‘Innovation + Sustainability: Rethink or die’ was the theme of his speech, where he pointed, that sustainability is a must. ‘The apparel industry must be attentive: true change is needed, since business-as-usual won’t take us anywhere!’
That’s where Esin Kilickan followed.  With the motto ‘Innovation + Denim: peering past the new frontiers of style and performance’ the R&D Manager of ISKO gave an insight in ISKO™’s innovation, that comes from its long-term commitment to research & development, investment in technology and patent protection (proven by ISKO RECALL™, ISKO BLUE SKIN™, ISKO POP™, ISKO FUTURE FACE™ and ISKO SCRATCH & JEAN™, just some examples). ‘Denim innovation in the future? More performance, more interaction with technology, “hybrid” denim, sustainability and of course, trends’.
After the keynote speeches there was a round table discussion about ‘Innovation + Fashion: challenges for a “hungry and foolish” future’, moderated by Sabine Kühnl (editor-in-chief, Sportswear International). François Girbaud (Founder and owner of Marithé + François Girbaud), Marco Lucietti (Global Marketing Director SANKO/ISKO™ division), Dirk Lehmann (Publishing Director & Sales Director Sportswear International) and Markus Hefter (ISPO exhibition Group Director) were discussing about future opportunities, the necessary linking up in denim business and new global certificates. The discussions continued during the dinner party. A very interesting day with lots of ideas to think about and a great occasion to discuss future awareness –  thanks to ISKO. Now it is important to put ideas into action, even if there will be many changes coming to the business.

Die leise Katze – der Jaguar I-PACE

25. November 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

Katzen gehen immer – so die einhellige Meinung im Internet. Auf der einen Seite süß und flauschig, auf der anderen Seite aber mit ganz eigenem Kopf. Jeder, der eine Hauskatze hat, wird es verstehen – Katzen sind ganz besondere Tiere. Gleiches gilt für den großen Bruder, den Jaguar. Er legt das gleiche Verhalten an den Tag, wie die kleine Schwester. Ob Jaguar oder Hauskatze, Katzen sind einfach Katzen!

Katze und quasi Jaguar

Katzen hier auf dem Blog? „Du setzt doch bloß auf schnelle Klicks“! Das könnte man jetzt denken, aber so ist es nicht. Warum ich Euch das erzähle? Nun, das hat zwei Gründe. Zum einen geht es auch im Straßenverkehr das ein oder andere mal um „jagen“ und „spielen“. Wen hat es nicht schon mal gereizt, ein (vermeintlich) schnelleres Auto abzuhängen, man lässt den rechten Fuß fallen und zack, weg ist man. Das wird sich in Zukunft sicherlich nicht ändern. Was sich jedoch ändert: Es wird leise passieren. Quasi wie bei einer Katze. Und damit sind wir schon beim zweiten Grund. Dem Jaguar. Denn am Jaguar I-PACE wird bei der Auswahl an Elektrofahrzeugen in Zukunft kein Weg vorbei führen.
Aktuell handelt es sich noch um eine Studie, aber es ist ein Anfang. Das Jaguar I-PACE Konzeptfahrzeug wurde jetzt auf der Auto Show in Los Angeles vorgestellt. Und sooo lange muss man sich gar nicht mehr gedulden, denn die Markteinführung ist für 2018 geplant.

(Raub-)Katze bleibt (Raub-)Katze, der I-PACE sprintet von 0 auf 100km/h in rund vier Sekunden. Einige werden nun sagen „Jaja, aber die Reichweite…“. Aber die ist auch nicht ohne (also für ein Elektrofahrzeug), denn sie ist mit 500km angegeben, was für den normalen Gebrauch durchaus ausreichend ist. Dazu eine Batterie mit Schnellladefunktion und die beiden E-Motoren von 295 kW (400 PS) und 700 Nm Drehmoment sind ebenfalls hausgemacht.

Jaguar I-PACE Concept - Front

Jaguar I-PACE Concept

Jaguar I-PACE Concept - Rear

Ian Callum, Designdirektor bei Jaguar, meint: „Das I-PACE Konzept steht für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen. Das futuristische Cab-forward-Design, bei dem die Insassen weiter vorne sitzen als gewöhnlich, und das wunderschöne Interieur sind das Produkt aus authentischer Jaguar DNA, zeitgenössischer Handwerkskunst und hochmoderner elektrischer Antriebstechnik. …“.
Das bestätigen die ersten Bilder. Innen mit Premium Ausstattung versehen vom großen Panoramaglasdach bis zu wunderbar geformten Sitzen, britische Handwerkskunst pur. Selbstverständlich kommen auch die digitalen Komponenten, wie z. B. zwei Touchscreens, nicht zu kurz. Es soll schließlich stimmig sein.

Jaguar I-PACE Concept Innen

Jaguar I-PACE Concept Innen

Alles in allem bedeutet das: futuristisches Design, die Performance eines Sportwagens und die Geräumigkeit eines SUVs. Neben der Vespa könnte nun auch ein Jaguar stehen – ich hätte mit Sicherheit nichts dagegen!

English:
Cats are always a good idea, especially in the internet. Cats are cuddly and headstrong at the same time and therefore something special. Every cat-owner might agree. The same fascination we have with cats we also have with the bigger brother, the Jaguar. And here we have today’s link.
At the Los Angeles Auto Show the new Jaguar I-PACE concept was presented for the first time in a special worldwide VR-presentation. The concept will bring the Jaguar performance to electric vehicles. It can offer a range greater than 500km on a single charge as the high tech Lithium Ion battery has a capacity of 90 kWh.
With 700Nm of instant torque available, I‑PACE Concept’s two electric motors together produce 400PS of power, reaching 100km/h in around 4 seconds. A cat still remains a cat! Inside, I‑PACE Concept is as spacious as it is sporty. It comes with five full seats and luxurious rear passenger legroom, a large panoramic roof and of course two touch screens for the digital support. British craftsmanship combined with newest technology.
Even it is a concept at the moment, we don’t have to wait too long, as it shall be available in 2018. And then we can test the driving experience. Besides the Vespa, there could be a Jaguar right now.

Die Vespa ist back!

16. November 2016 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

…aber war sie jemals weg? Natürlich nicht – versteht sich doch von selbst! Eine Kultmarke mit einer Tradition seit 1946 kann schließlich nicht einfach verschwinden. Allerdings wird eine neue Ära anbrechen und die Rollergeschichte neu sortieren.

Als Italienfan freut es mich immer besonders, wenn ich in Mailand bin und die kleinen Flitzer durch die Straßen fahren sehe. Schick, mobil und wendig. Apropos, in Mailand kommt man halt entweder mit der U-Bahn schnellstmöglich von A nach B oder eben mit der knatternden Vespa – wie in den meisten anderen Großstädten auch. Außerdem gehört der elegante Roller einfach zum italienischen Flair dazu. Ihr seht schon, ich bin ein kleiner Vespa-Fan!

Vespas bei Mezger Bosch in Schweinfurt

Auf der anderen Seite blutet aber in gewisser Weise auch mein Herz. Denn die klassischen Verbrennungsmotoren sind laut und verpesten die Luft. Was dazu führt, dass in Großstädten, und in Mailand auch schon des Öfteren, SMOG-Alarm ausgelöst werden musste. Ja, das ist keine großartige Neuigkeit, klar. In meinen Augen haben Politik und Automobilindustrie in der Vergangenheit versagt, aber das ist eine andere Geschichte. Nun, ganz langsam (also ganz, ganz langsam) ändert sich dies ja, ich sage nur ein Schlagwort: E-Mobility. Wobei, irgendwie kann ich es ja auch verstehen, denn das Konzept über Jahrzehnte war schließlich „Mobility“.

Auch bei Vespa heißt es umdenken und den Fokus um den Punkt „Nachhaltigkeit“ erweitern. Eigentlich hat die Piaggio Group in Sachen elektronische Motoren eine lange Tradition schon seit den 70er Jahren, aber eine rein elektrisch angetrieben Vespa ist schon nochmal eine andere Hausnummer. Auf der Mailänder Motorradmesse Eicma wurde sie (als Konzept) nun kürzlich vorgestellt, die „Vespa Elettrica“, mit der die Piaggio Group die Mobilität der Zukunft im Sinne der Vespa voranbringen möchte.

Vespa Elettrica at Eicma 2016

Vespa Elettrica

Vespa Elettrica

Die Vespa Elettrica sieht der aktuellen Primavera sehr ähnlich, kommt aber natürlich ohne Auspuff (und auch ohne knattern) daher. Vermutlich wird es sie in vielen anderen Farben geben, schließlich hält Vespa am eleganten Stil fest, aber darüber ist noch genauso wenig bekannt, wie über die restlichen (technischen und kaufmännischen) Details. Was bekannt ist: Sie soll Mitte 2017 auf den Markt kommen. Ich freue mich! Punkt.

English:
Vespa is back! Of course Vespa was never gone, a cult brand with a tradition since 1946 won`t simply disappear. But a new era will start and re-sort the (scooter) history.
When I`m in Milan, I`m always happy to see all the Vespas around. It`s this Italian feeling and style I love. But according to environment, pollution and the quality of life changes have to be made in the mobility sector. In my opinion, politics and the automobile industry have failed in the past, but that is another story. The mobility sector is at any rate now facing a change of scenery that poses epoch-making challenges. And the Piaggio Group, whose tradition in electric motors dates back as far as the mid-seventies and who launched the first and best-sold hybrid scooter, is investing in the electric mobility of the future, presenting the Vespa Elettrica project at Eicma 2016.
Yes, it will be an electric version of the Vespa! With this Vespa will take a step into the future in complete consistency with the values that have accompanied its history.
The Vespa Elettrica is to be a true Vespa, bringing the very latest in electric technology to a vehicle that will retain all the features that have been vital to its success. The style, agility, ease of use and riding pleasure will be the same as the Vespa we have always known, with the addition of technological and innovative connectivity solutions. We don`t know much more about the technical details, but production and sales are planned for the second half of 2017. I`m looking forward to the new Vespa, a perfect mix of style, technology and environmental friendliness.

Der E-Scooter “Citybug2S” im Langzeittest

13. November 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

„Mobility is Everything“ – so könnte das heutige Motto lauten. In diesem Blogpost hatte ich Euch ja schon mal den täglichen Weg in mein Office geschildert. Richtig, zu Fuß und ohne Wenn und Aber. Meistens ist der Weg zum Schreibtisch auch sehr entspannend und – getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ – je nach Lust und Laune auch abwechslungsreich. Es führen schließlich alle Wege nach Rom. (Das dürfte es jetzt aber an Floskeln gewesen sein).

Um aber einmal etwas ganz anderes auszuprobieren, konnte ich mir den Citybug2S in sportlichem Ferrarirot führ ein paar Wochen ausleihen und ausgiebig testen. Ihr kennt mittlerweile alle die E-Bikes, welche das Radfahren elektronisch unterstützen, richtig? Sicherlich mag man geteilter Meinung sein und denken „Wenn ich radeln will, brauche ich keine Unterstützung“. Ich persönlich finde es aber super, und das, obwohl ich noch nie mit einem E-Bike gefahren bin. Alleine schon deshalb, weil die ältere Generation so länger mobil und in Bewegung bleiben kann.

Elektroantrieb ist mittlerweile auch beim guten, alten Tretroller angekommen. Wobei in der modernen Variante von „alt“ gar keine Rede sein kann. Hier aber erstmal die „hard facts“ vom Citybug2S aus dem Langzeittest „olschi rollt“:

– Gesamtgewicht: 13 kg
– Lastbereich: 35-100kg
– Geschwindigkeitsbereich: 6,6 – 22km/h
– Reichweite (bei voller Ladung): 18 – 20km
– Stromquelle (optional, weil zuschaltbar): Li-ion-Akku, 48V DC, 4,4 Ah
– Abmessungen (auseinander geklappt): 1010 x 460 x 1140 mm
– Reifen: 8-Zoll vorne und 7,2 Zoll hinten
– Motor: 350W bürstenloser DC Motor
– Fahrsteuerung: Daumengas

Der Roller kommt mit der Post und muss erst einmal ausgepackt und fahrtüchtig gemacht werden. Ich kann Euch beruhigen, dies ist kein Hexenwerk. Auspacken, Lenker befestigen und einstellen und schon kann es losgehen. In meinem Fall war der Akku vollständig geladen und das Rollvergnügen konnte sofort beginnen. Testweise natürlich erst einmal auf unserem Office-Hof.

Der E-Scooter “Citybug2S” im Langzeittest

Die ersten Runden funktionierten einwandfrei, ich probierte natürlich auch gleich mal ein paar km/h mehr aus. Das Renn-Gen im Manne! Klappte super, also ab in die freie Natur und unter Menschen. Aber Achtung, der Citybug hat (leider) keine Straßenzulassung und muss daher „offiziell“ auf 6 km/h gedrosselt werden (das funktioniert über einfachen Knopfdruck am Roller). Ganz ehrlich, ich bin begeistert! Daher wurde der Roller als tägliches Fortbewegungsmittel genutzt. Vollgas geben, das Haar im Wind wehen lassen… ähm… naja, der Wind streift halt über den Kopf… egal, Hauptsache Wind, Bewegung und auf Richtung Westen.

Der Motor übernimmt, sobald man durchs Treten ca. 5 km/h erreicht hat. Bremsen kann man am Lenker oder – einfacher – mit dem Fuß auf der Hinterradbremse. Ich kann Euch sagen, es macht schon Spaß mit dem Roller durch die Gegend zu rollen. Das Einzige, was stört, sind Kopfsteinpflaster oder andere unebene Straßen. Zudem muss man sich gedanklich umgewöhnen vom üblichen Weg, denn Treppen sind etwas schwer zu fahren <- freundlich ausgedrückt. Gut, runter geht es vielleicht, ausprobiert habe ich das aber nicht. Anyway, in der Stadt verrichtet der Roller seine Dienste ganz ohne Meckern und Murren, sogar bergauf.
Für mich definitv super: die Zeitersparnis. Böse Zungen wurden nun behaupten: „Auf die 5 Minuten kommt es doch nicht an.“ Für mich persönlich aber schon – Punkt! Ein weiterer Pluspunkt sind die LED-Leuchten vorne und hinten, gerade bei den aktuellen Lichtverhältnissen ein Traum.

Aber wo Licht ist, da ist auch die dunkle Seite der Macht. Der Ladevorgang hält, was er verspricht, Stecker rein und er lädt auf. Aber warum muss dabei das Licht an sein? Vielleicht soll es gleich mitteilen, wenn der Ladevorgang vollständig abgeschlossen ist? Ich habe keine Ahnung – es ist in meinen Augen unnötig. Des Weiteren hat der Citybug kleinere Aussetzer, wenn es holpriger wird. Bei Kopfsteinpflaster würde es mich ja nicht wundern, aber auch bei anderen Unebenheiten kann es sein, dass er meckert. Ja, das ist nörgeln auf hohem Niveau, aber bei einem Preis von knapp 900 Euro sollte das schon drin sein.

Fazit:
Sehr stylischer und hochwertiger Roller, welcher auf trockenem, ebenen Belag super ist. Das Fahren macht echt Spaß! Und, seien wir mal ganz ehrlich, wenn die kleinen Macken noch behoben werden, ist er auch preislich gerechtfertigt. Top!

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