Neue Fenster braucht das Land #projekt2015

26. Juli 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

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Es wird wieder einmal Zeit für ein Update zum #projekt2015. Das Haus ist – wie schon erzählt – 1951 erbaut worden und wird nun von uns generalsaniert, also Fenster, Dach, Heizung und Wasserversorgung sowie Strom…erneuert. Nachdem der ganze organisatorische Kladderadatsch erledigt ist, kann nach und nach endlich die eigentliche Arbeit beginnen.

Zwar habe ich keine linken Hände, kann aber auch nicht alles selbst machen. Erstens fehlt mir einfach die Zeit, zweitens das notwendige Werkzeug und für manche Bereiche auch das Expertenwissen und außerdem wollen die ortsansässigen Handwerker ja auch etwas zu tun haben. Apropos Handwerker: Es ist gar nicht so leicht, die richtigen zu finden. Zum Glück bekamen wir gute Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis!

Anyway, das erste, was anstand, waren die Fenster. Die alten Fenster hatten eine Einfachverglasung, es waren Sprossen-Holzfenster , optisch schön, aber auch mit Nachteilen: Durch die Einfachverglasung kann im Winter die Wärme raus, als ob es nichts wäre. Ebenso kommt im Sommer die Wärme rein, versteht sich ja von selbst, also klassische Wärmebrücken. Der Schallschutz ist auch so ein Thema – von Schutz kaum eine Rede. Nach heutigem Stand ist Zwei -bzw. Dreifachverglasung einfach die beste Variante. Ein weiterer Nachteil der alten Fenster ist, dass durch die Sprossen auch Licht verloren geht. Wir mögen es aber nun mal sehr hell – je mehr Licht einfällt, desto besser. Ein paar Stimmen wurden schon laut „Zu einem Altbau gehören Sprossenfenster!“ Richtig, von außen gesehen schauen sie schon gut aus, ABER wir schauen doch mehr raus als rein, da ist mir viel Licht eben lieber. Und Holz ist so eine Sache – als Holzwurm mag ich prinzipiell ja alles, was mit Holz zu tun hat. Allerdings nicht unbedingt bei Fenstern, ich habe keine Lust alle paar Jahre 19 Fenster abzuschleifen und neu zu streichen – nicht jetzt, nicht in 10 und auch nicht in 20 Jahren. Punkt!

Fenster Wohnzimmer - alt

Fenster Ankleide - alt

Für uns war das richtige Unternehmen mit der Firma Weku schnell gefunden, denn erstens waren sie lokal (aus Unterfranken) und ich konnte auf Erfahrungswerte aus der Familie zurückgreifen. Die Frage war eher Zweifach- oder Dreifach-Verglasung. Das war komischerweise eine schwierige Entscheidung, denn zu dicht soll das Haus auch nicht sein (man liest ja im Vorfeld so einiges in diesem Internet): Stichwort Luftaustausch und potentielle Schimmelgefahr. Nach einigem Hin- und Her haben wir uns für die 3-fach Version entschieden – energetisch einfach das Beste, wir lüften sowieso gut (auch in Zukunft) und preislich gesehen macht es nicht soo den großen Unterschied. Wenn ich jetzt so überlege, ist der Preis dank etwas Handeln sogar fast gleich. Nicht lange gefackelt und wir haben den Auftrag erteilt – die Lieferzeit betrug zwischen 4-6 Wochen. Kein Thema, das konnte vor der Fashion Week in Mailand normalerweise erledigt werden.

Die Zeit vergeht schneller, als gedacht und irgendwann klingelte dann das Telefon: „Wir würden gerne am Montag um 8 Uhr kommen und beginnen“ – „Geht klar!“ Der nächste Montag kam und die Fensterbauer auch. Zusammengefasst lief alles sehr gut ab – sehr saubere Arbeit!
Ein paar Kleinigkeiten tauchten natürlich auf, so dauerte der Einbau einen Tag länger, als geplant (ja, ein Altbau ist nicht ohne) und bei einem Fenster gab es einen Zahlendreher im Aufmaß, so dass das Fenster zunächst provisorisch eingebaut wurde – das alte war schließlich schon draußen. Macht ja nichts, die Produktion dauerte zum Glück nur 2 Wochen. Eigentlich nicht der Rede wert und schnell behoben.

Fenster - neu

Handwerker am wurschteln - Fenster - neu

Handwerker am wurschteln - Fenster - neu

Fenster Bad Milchglas neu

Fenster Esszimmer - neu

Vor Mailand war nun alles erledigt und der nächste Handwerker schon in den Startlöchern. Dazu dann mehr im nächsten Blogpost zum #projekt2015!

 

English
Today I ‘d like to give you an update about our #project2015. After all the organizational stuff has been concluded, the actual work could start. First thing was the installation of the new windows. The old ones were single glazing, but from today’s perspective triple glazing is the best energetic option. So after thinking back and forth we decided to go with white triple-glazed windows by Weku. Luckily we got some recommendations from family and friends and so it was not too hard to find some good companies and craftsman. The delivery time was 4-6 weeks, so everything could be finished before Milan’s Fashion week. And so it happened. The window fitters made a really good job, of course some odds and ends had to be adjusted, but that’s how it is in an old building. One window had the wrong proportion, but just in time before leaving to Milan we have got the right one. Perfect! The next craftsman was already in the starting blocks. But that’s another story I will tell you soon.

Our house… in the middle of the street #projekt2015

7. Mai 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

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Weiter geht es im Text – heute mal wieder mit einem Blick hinter die Kulissen des neuen Hauses. Im letzten Post hatte ich ja schon von der Entdeckung berichtet. Wenn man sich dann soweit entschlossen hat, geht es erstmal ums liebe Geld, den Zaster, die Kohle oder Knete. Ja, ein sehr aufregender Teil! Vorab sei gesagt, von Interessensbekundung über Bankentermine, dem Einholen aller Genehmigungen bis zum Notartermin vergeht schon so einiges an Zeit. Was aber gar nicht sooo tragisch ist, denn in der Ruhe liegt ja bekanntlich die Kraft.

Die wenigsten von uns werden ein Haus mal so eben aus der Portokasse zahlen können. Diejenigen, die es können – Glückwunsch! ;) Also kommt die Bank bzw. Banken ins Spiel! Als kleiner Tipp an alle zukünftigen Hauskäufer: Beschränkt Euch nicht nur auf die Hausbank. Wie? „Da bin ich doch schon immer und außerdem ist Herr Müller (frei erfundener Name der Redaktion) doch sehr nett“. Ja, „nett“ ist ja bekanntlich die kleine Schwester…Ihr wisst schon!
Also, am besten einmal über den Tellerrand hinaus schauen und auch zu einer anderen Bank gehen. Zwar sieht so eine kleine prozentuale Abweichung gar nicht so richtig viel aus, aber auf Dauer und bei einer höheren Summe kann da schon eine ganze Menge zusammen kommen, die man bei den unterschiedlichen Konditionen der Banken sparen kann. Aber bitte auch nicht gleich zu 15 verschiedenen Banken rennen und Angebote einfordern. Erstens ist das sehr zeitaufwendig und zweitens soll es angeblich auch wieder Auswirkungen auf den Schufa-Eintrag haben. Anyway, irgendwann ist es dann soweit, die Finanzierung steht und ein weiterer Schritt ist erledigt!

Kleingeld - House #olschihouse

Nach den Banken darf man sich dann mit Juristendeutsch beschäftigen. Der Entwurf vom Kaufvertrag wimmelt von Begriffen, von denen man wahrscheinlich noch nie gehört hat. Auflassungen, Grundschuld etc. – also ist gut informieren angesagt – dank diverser Sendungen im Privatfernsehen, weiß man ja, was beim uninformierten Hauskauf so alles schief gehen kann! ;) An dieser Stelle auch ein dickes „Danke“ an die liebe EundM für ihre Tipps!

Wenn das soweit steht und alle Genehmigungen eingegangen sind, ist man bestens gewappnet für den abschließenden Notartermin, eine doch recht aufregende Angelegenheit, auch wenn es eigentlich „nur noch“ die abschließende Formalie ist. Und wenn es nicht so spannend wäre, eigentlich eine lustige Veranstaltung (wenn der Notar in überschlagendem Tempo zig Seiten Vertrag herunterbetet).

Urkunde - house #olschishouse

Tja, und in unserem Fall schließt sich wieder ein Kreis. Der Notar kannte den Erbauer des Hauses („Ach, da im Hof habe ich im Sommer auch schon mal gesessen!“) und verpflichtete uns – bzw. die Dame des Hauses gleich – Stichwort „Die Vorbesitzer hatten immer soooo schöne Geranien, die wünsche ich mir auch wieder!“
Irgendwann kommt die finale Urkunde und die Schlüssel werden übergeben. Zack, schon ist man Hausbesitzer. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit…

 

English:
Next step to our new house. In the last posting I wrote about how we found this great house. But after that the work actually starts. Before you get the key to your new house, you have to go through a lot of administration, you have to speak to your bank – but compare another bank offer, too, as there might be better conditions. You have to get permissions and do an appointment with the notary to sign the contract. A really exciting time! After the official part, the notary told us, that he knew the builder of the house and told us some stories about that time (‘Oh, I have already been sitting in the courtyard in summer’). Thus we have come full circle. Ok, that implied, that he wanted to commit us to go on with some traditions: ‘the previous owners had always soooo beautiful geraniums I hope to see those again’, but we’ll see! ;)
A few days (or weeks) later we got the official document and the keys….now the big renovating can begin…

Vom Nicht-Suchen und trotzdem finden… #projekt2015

31. März 2015 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , ,

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Heute gibt es einmal ein paar private Infos zum #projekt2015. Bitte was? Ja, es handelt sich um ein neues Projekt, was eigentlich gar nichts mit Schokolade oder Mode zu tun hat. Gut, im weitesten Sinne schon… aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall werdet Ihr in nächster Zeit noch ab und an mehr dazu lesen und auch sehen können – hier und auf den verschiedenen Kanälen, versteht sich.

Unser „Hood“ – also das Viertel zwischen Kirche und Pinte – ist schon etwas speziell, aber doch sehr sympathisch (…man kennt mittlerweile viele Nachbarn und deren Macken). In der unteren Straßenhälfte kam man immer am Haus mit dem Bücherzimmer vorbei, in dem ein älterer Herr oft seine Zeit verbrachte. Anfang letzten Jahres stand das Haus dann plötzlich leer – der ältere Herr brauchte altersbedingt eine ebenerdige Wohnung, wie wir später erfuhren.

Our hood - #projekt2015

Nach zigfachem Vorbeilaufen und eher weniger beachten schauten wir irgendwann mal durch das Fenster in die leeren Zimmer. Sah ja ganz gut und gepflegt aus, alter Parkettboden, was man halt durch eine Fensterscheibe so erkennen kann. Nach einem kurzen Plausch mit den Nachbarn erzählten diese uns auch gleich, dass das Haus zum Verkauf stand. Die Neugierde packte uns und nach kurzer Überlegung kam der Satz „Anschauen können wir es uns ja mal!“. Wir waren schließlich ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht auf der Suche nach einem Haus, aber nur Interessehalber mal reingucken – schadet ja nicht! Gesagt, getan und gleich mal beim Zuständigen angerufen, den wir dank des netten Herrn Citykirche fanden. „Also schauen können Sie gerne, aber es ist schon so gut wie verkauft, der Notartermin steht schon.“ Der erste Gedanke war: „Ja und?!“, denn wir wollten ja sowieso nur mal schauen, wir suchten ja kein Haus!

Nun ja, manchmal kommt es eben anders und die Welt dreht sich trotzdem weiter. Ein paar Wochen später (gedanklich war das Haus eh schon längst abgeschrieben) klingelte das Telefon. „Haben Sie noch Interesse?“ Der Notartermin war geplatzt und wir sagten zu einem Besichtigungstermin zu (wir suchten ja immer noch nicht).
Am besagten Besichtigungstermin wurden wir dann mit „Sie werden sehen, es ist ein kleines Raumwunder!“ begrüßt. Na dann schauen wir mal…

Stairs - #projekt2015

Das „Raumwunder“ war eigentlich noch untertrieben, denn man konnte sich quasi darin verlaufen. Gleich zwei Treppenhäuser mit alten Holztreppen, schöne, gepflegte Parkettböden, Flügeltüren…aber auch eine ganze Menge zu sanieren, denn schließlich ist es Baujahr 1951. Puh!
Irgendwie sagte das Bauchgefühl trotzdem „ja, das wäre es!“ (aber wir wollten ja eigentlich nicht… Ihr wisst schon). Trotzdem tapperten wir immer wieder dran vorbei und im Kopf schwirrten verschiedene Gedanken umher: „da könnte man dies, da könnte man doch ein Hutzimmer, und nicht zu vergessen die Wiederauflage des Bücherzimmers!“
Der Gedanke wurde konkreter und irgendwie sollte es doch so sein, oder? Zigmal drüber geschlafen, die Familie um Rat gefragt, mit Experten nochmal durchgeschaut (schon mal dickes Danke an dieser Stelle!), einiges über Hauskauf gelesen und wieder und wieder gegrübelt.

Tja, dann kam der Tag an dem endgültig fest stand: „Ok, wir machen’s!“ und ab dem Zeitpunkt beginnt sich der ganze Koloss in Bewegung zu setzen…  to be continued.

 

English:
Today I’ll tell you about the  #projekt2015. What? Well, it`s a new (private) project and has nothing to do with chocolate or fashion on the first sight. But you might read about it here and on my social media channels more often in the future.
Our neighborhood between church and the ‚Pinte‘ is quite unique, but likable (we know a lot of the neighbors now and their tics ;)). We always walked by a house with a small library room, where an older man spent his time. Last year the house suddenly was empty, the old man moved into a smaller apartment, we got to know later. We went by very often and sometime we looked through the window. What you could see was promising, an old, well-kept parquet floor, high ceilings… The neighbors told us, that the house was for sale. We didn’t want to buy a house, but we were just curious and so we said: ‚Let`s take a look inside‘. We called the seller, but he told us, that the house was practically sold. No problem! (as we were not looking for a house…)
Time went by (and we didn’t waste many thoughts about the house). But one day the telephone rang and the seller asked, if we still were interested, the potential buyer backed out. We made a viewing appointment, as we still were curious. And we were impressed by the rooms; it didn’t look like that much space from outside! Two staircases with timber stairs, beautiful and well-kept parquet floors, double wing doors – and a lot to renovate  (it was build in 1951)! Puh!
The gut said ‚Yes‘, and we talked with family and friends, had a look with some experts, arranged our ideas – as we still didn’t want to buy a house actually. But on the other side it was a great offer and the feelings were soo good. So one day we said ‚Let`s do it!‘ And this was the beginning, the planning could start… to be continued.
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