Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

1. Februar 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Vor ca. 2,5 Jahren lernte ich Antonio Marras auf seinem Event in Mailand persönlich kennen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, er ist einfach ein sehr sympathischer Typ mit tollen Ideen. Diese setzt er jede Saison aufs Neue in seinen Schauen um, egal ob bei den Frauen oder den Männern, sie sind definitiv immer ein Highlight in Mailand!
Dieses Mal stand das Thema Cowboys und Wilder Westen im Mittelpunkt seiner Herrenkollektion. „Excuse me: where’s the West? – In San Salvatore di Sinis in Sardinia!” Wieso Sardinien? Nun, wie ein roter Faden zieht sich bei Antonio der Bezug zu seiner Heimat durch die Kollektionen. Was hat der Wilde Westen damit zu tun? Die Stadt San Salvatore di Sinis diente in den 70er Jahren zahlreichen (Spaghetti-)Western als Filmkulisse, quasi der Wilde Westen auf Sardinien, eine Geisterstadt, die genauso in Arizona oder New Mexico liegen könnte.

Und diese Atmosphäre spiegelt sich in Marras Herbst/Winter-Kollektion wider. Große Schottenkaros, Patchwork mit Denim, die Rückkehr der Latzhose, Lagenlooks und robuste Arbeitermäntel sind typische Looks, passende Metallaccessoires genauso wie Cowboy-Hüte und geknotete Halstücher dürfen nicht fehlen. Blumenprints werden gemixt mit Erdfarben wie Moosgrün, Braun und Senf und dazu Kombinationen mit Nadelstreifen oder Prince of Wales Muster:

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo - Details

Antonio Marras Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo - Details

Antonio Marras wäre nicht Antonio Marras, wenn es nicht zudem eine besondere Show gegeben hätte. Diese würde ich Euch auch liebend gerne hier im Video zeigen, aber leider (!) hat die GEMA wieder einmal etwas dagegen. Ja, es ärgert mich ziemlich, denn die Tänzer in ihren Westernoutfits waren einfach nur großartig! Western Dance zu ‚Personal Jesus‘ von Depeche Mode passte erstaunlich gut zusammen!

Wieder einmal eine grandiose Show, innovative Mode mit äußerster Liebe zum Detail. Danke, lieber Antonio!

English:
2,5 years ago I met Antonio Marras on his event in Milan. A very likable person with very creative ideas! These can be found in every single of his collections, which is presented in a great show every time. During this Milano Moda Uomo Antonio sent us to the Wild West. ‘Excuse me: where’s the West? – In San Salvatore di Sinis in Sardinia!’ Pardon? Well, San Salvatore di Sinis is a place, where many western movies have been filmed in the 70ies, an old ghost town that looks like someplace in New Mexico or Arizona. His home Sardinia always runs like a red threat through Antonio’s collections. A mix and match of patterns like tartan, stripes, flowers or Prince of Wales check, mixed fabrics, layering looks, earth hues like moss green, brown, mud or mustard, dungarees, intarsia shirts or heavy oiled cotton garments are part of the collection. And, of course, typical metal accessories as well as Cowboy hats and handkerchief scarfes should not be missed. At the end there was this great Western performance to the sound of ‘Personal Jesus‘, a great show again with innovative fashion and a real love of detail. Thank you very much, Antonio!

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

31. Januar 2016 | Ein Kommentar | Schlagwörter: , , , ,

Wenn Salvatore Ferragamo zur Präsentation der neuen Kollektion lädt, dann kommen sie alle zur Mailänder Börse. Traditionell kann man schon sagen, dass sich bei einer Ferragamo Show der Platz rund um den Mittelfinger an der Piazza Affari schnell füllt mit Fotografen, Neugierigen und der Fashion Crowd. Und alle sind gespannt, was sich der kreative Kopf des Labels, Massimiliano Giornetti, für die kommende Herbst/Wintersaison hat einfallen lassen.

Mailänder Börse...Piazza Affari

Die Erwartungen wurden definitiv erfüllt! Klassische, elegante Herrenmode kombiniert mit einer breiten Palette an Farben, Mustern und Motiven ergeben einen tollen Mix aus Mode und Kunst. Ausgangspunkt der Looks waren Andy Warhols farbbesprenkelte Ferragamo Oxfords. Darum herum entstand die ganze Kollektion. Eigentlich muss man es bei den Italienern gar nicht mehr extra erwähnen, es werden selbstverständlich nur die allerbesten Stoffe und Fasern verwendet. Anzüge aus feinstem britischen Mohair und italienischer Wolle, Fischgrät-, Hahnentritt- und Prince of Wales-Muster in Kombination mit bunten Farben und gedruckten Mustern oder Strick und Seidenhemden sind nur ein Teil der tollen Kreationen. Die Hosen enden über dem Knöchel, so dass die Schuhe als extra Highlight auffallen. Ein weiteres schickes Accessoire sind Seidenschals, die unter dem Hemd geknotet oder wie ein Bandana getragen werden.

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Salvatore Ferragamo Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Die neue Kollektion ist eine Verbindung der klassischen, schicken Mode mit einem jungen, etwas lässigeren Stil. Es muss nicht alles zusammen passen, Brüche sind gewollt. Natürlich ohne dabei die Wurzeln zu vergessen. Ja, es ist schon etwas Besonderes, solch einen Mix zu schaffen –äußerst gelungen und modern.

English:
When the Salvatore Ferragamo fashion show is on the schedule, photographers, fashion crowd and curious spectators join the place around the Piazza Affari. Everyone wants to see, what Creative Director Massimiliano Giornetti has created for Fall/Winter 2016/17. And it was a great show! A pair of Andy Warhol’s paint-splattered, classic Ferragamo Oxfords was the starting point for this new collection. Classic menswear with a rich palette of fabrics, colors and textures forms elegant and modern looks. Finest British mohair and Italian wool are presented in herringbone, houndstooth and Prince of Wales checks, tailored suits, cashmere knitwear, silk shirts and trousers that are cut above the ankle are key-pieces on the runway. It’s not about perfect matches, but about contradictions, meshing heritage and contradiction. A modern and elegant collection full of details – it`s not easy to find the right way – Massimiliano found it!

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

28. Januar 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

„Under pressure“ – das ist Titel der Kollektion, die Ennio Capasa für CoSTUME NATIONAL entworfen hat. Auf die Show von CoSTUME NATIONAL freute ich mich wieder besonders, denn in der Vergangenheit zeigte der Designer großartige Kreationen.
Ennio Capasa ist übrigens nicht zu verwechseln mit seinem Bruder Carlo Capasa, dem Mitbegründer des Labels, der die Präsidentschaft der Camera Nazionale della Moda Italiana im letzten Jahr von Mario Boselli übernommen hat.

Aber zurück zu Ennio und seiner neuen Kollektion für den nächsten Herbst/Winter. Mit „Under Pressure“ bezieht er sich zum einen auf David Bowie, den er sehr verehrt hat, zum anderen aber auch auf die aktuelle Situation in der Welt allgemein und in der Modewelt im Besonderen. Entsprechend lautet seine Antwort  “My response is a creative one!” Und er experimentiert auf dem Laufsteg mit Geschlechterrollen, zeigt Herrenanzüge mit femininem Touch, setzt auf die Knallfarben Blau und Rot mit Kaschmir oder Chenille und als Accessoire z. B. ein Seidenschal locker um den Hals geknotet, ganz im Stil von Bowie. Auch Mäntel und Jacken im Military Look in Kombination mit passenden Hosen durften nicht fehlen.

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

CoSTUME NATIONAL Homme Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

Ihr müsst Euch leider das Video vom finalen Walk einfach vorstellen, denn aus „GEMAtechnischen Gründen“ kann es leider nicht gezeigt werden. Hätte ich gerne gemacht, denn Ennio vergisst niemals seine Liebe zur Musik und so tönten zum finalen Walk Bowie und Mercury im Duett. Da kam definitiv Gänsehautstimmung auf!

 

English:
‘Under pressure’ is the title of the new collection for fall/winter 2016/17 by Ennio Capasa for CoSTUME NATIONAL. I was looking forward to the show, because in the past the designer created some great collections. ‘Under pressure’ refers to David Bowie (who has always been one of Capasa’s icons), but also to our world, that is under pressure, especially the fashion world. ‘My response is a creative one’ said Ennio and was experimenting on the runway. Elements of uniform wear, feminine touches and suits in unexpected saturated shades make up the designs. And Ennio always includes his connection to music, so Bowie and Mercury accompanied the final walk. A perfect finish to a great show!

Lucio Vanotti Fall/Winter 2016/17 – Milano Moda Uomo

27. Januar 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , ,

Mittlerweile hat es schon Tradition, dass Giorgio Armani sein Armani Theater in jeder Saison einem vielversprechenden Nachwuchsdesigner zur Verfügung stellt und so die Chance gibt, sich bzw. seine Kollektion zu präsentieren. So geschah es auch bei dieser Milano Moda Uomo wieder.
Lucio Vanotti, Designer aus dem schönen Mailand, zeigte seine Kollektion für den Herbst/Winter 2016/17 gleich am ersten Tag im Armani Teatro.
Der 40jährige präsentiert einen sehr puristischen Stil mit präzisen Schnitten, fließenden Stoffen, einer ziemlich gedeckten Farbpalette in Grau-, Blau- und Khakitönen und nur wenig Muster.

Lucio Vanotti Fall/Winter 2016/17

Lucio Vanotti Fall/Winter 2016/17

Lucio Vanotti Fall/Winter 2016/17

Lucio Vanotti Fall/Winter 2016/17

Weiche Mäntel mit Gürtelband, Tuniken aus Militärdecken, Anzüge im Pyjama-Style, feine Linien auf Jacken, Westen, Hosen und Oberteilen gab es u.a. auf dem Laufweg zu sehen. Die Materialien waren vor allem weich mit Wolle, Fleece, Samt und Baumwolle. Lucio zeigte seine Interpretation einer schlichten Uniform, quasi als Gegenpol zu den massiven Eindrücken, mit denen Mode uns sonst überflutet. Zurückgenommen, streng und auf das Wesentliche beschränkt, was ein Mann braucht, der immer auf der Suche nach der Bedeutung hinter dem Ganzen und dem Sinn des Lebens ist, so die Idee zu seinen Entwürfen.

Eine sehr minimalistische, funktionale und zudem relaxte Mode, bei der Lucio Vanotti sich lieber auf seinen Bauch und seine Kreativität verlässt, als auf das, was im Modebusiness gerade Trend ist. Vermutlich wird man ihn zukünftig noch häufiger auf dem Radar finden!

 

English:
Milanese designer Lucio Vanotti was chosen by Giorgio Armani to debut with his collection at the Armani/Teatro. His fall/winter 2016/17 collection is very minimalistic, monochrome and pure. That is his counterpole to an overcrowded world. His designs work like uniforms, strict and functional, with soft tailored suits, coats with loose volumes and lines and stripes on jackets, vests, pants and shirts or military blankets in the form of tunics. The color palette stays in shades of grey, navy blue, khaki or black and the fabrics are soft like wool or fleece. Fashion for men, who are looking for the meaning of life, inspired by the Bauhaus school. That is the idea behind. Lucio is leaning on his own research and instinct instead of what is working for the fashion market; that is what I really like and therefore think that we will have him on our radar in future.
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