Runter kommen sie alle – das Stilfser Joch – RoadtripIT

15. Dezember 2016 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Als wir früher in den Bergen unterwegs waren und die Gipfel erklommen, sagte mein Dad immer „Runter kommen sie alle!“ Egal, ob zu Fuß oder mit dem Hubschrauber, freiwillig oder unfreiwillig. Für den Fall, dass jemand in Gefahr kommen sollte, abzustürzen, galt die Devise: Immer erst den Rucksack (bzw. die wichtigsten Dinge wie Verpflegung und Autoschlüssel) an die anderen übergeben. Erst dann durfte man abstürzen – so scherzten wir jedenfalls immer. Natürlich ist nichts passiert, aber der Spruch „Runter kommen sie alle“ war allgegenwärtig. Gefolgt von „Es ist noch keiner oben geblieben“ – was übrigens auch sehr treffend für eine Flugreise ist. Im Nachhinein bin ich übrigens sehr froh, dass ich schon als Zwerg in die Berge durfte. Vielleicht zieht es mich deshalb auch immer wieder in die Alpen, das habe ich wohl von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen.

Wenn ich so überlege, dann waren es schon einige Gipfel, die bestiegen wurden, hauptsächlich in den Ötztaler Alpen. Schnee im Hochsommer, unüberquerbare Gletscherspalten bzw. riesige Löcher im Gletscher (die übrigens im darauffolgendem Jahr nicht mehr vorhanden waren), mein erster und bisher auch einziger Steinbock in freier Wildbahn, Übernachtungen in urigen Berghütten, Skifahren im Winter – viele tolle Erlebnisse verbinde ich mit den Bergen.

Hallo?! Neugierige Kälber in Gries im Ötztal

Noch dazu sind wir immer mit dem Auto gefahren, egal, ob herrlichstes Wetter oder Schneesturm war. Eigentlich kamen wir immer überall hin (außer die Lawinenschranke war geschlossen). Manchmal ganz normal, manchmal mit Schneeketten. Es konnte halt sein, dass es manchmal etwas länger dauerte. Ich erinnere mich da an eine Fahrt zurück mit Freunden aus dem Ötztal, in der wir über 8 Stunden vor einem Tunnel feststeckten, das Essen und Trinken rationierten und wir vor lauter Schnee gar nichts mehr gesehen hatten. Schon komisch, irgendwie war es wie in einem Film. Es schneite ohne Ende, die Straße war gesperrt, es war Nacht, alle saßen in ihren Autos und ab und zu wurde dieses zwecks Heizung angelassen. Die Zeit verging irgendwie überhaupt nicht und gefühlt waren es 2 Tage anstatt der 8 Stunden. Das war auch das erste Mal, dass ich eine Notrufsäule benutze, um an irgendwelche Infos zu kommen. Was übrigens nur sehr spärlich geklappt hatte: „Aktuell können wir nichts sagen“, so die Aussage. Völlig übermüdet ging es dann doch irgendwann weiter und jeder war zufrieden und glücklich.

Das alles ging mir kurz durch den Kopf, als wir unseren diesjährigen Roadtrip durch das nördliche Italien planten. Fahrerfahrung in den Bergen war definitiv vorhanden, ich freute mich auf viele schöne Kehren und der ein oder andere Pass musste einfach sein. Hey, ein Roadtrip in den Süden ohne jeglichen Pass, ist kein richtiger Roadtrip!
Allerdings war das Stilfser Joch im ursprünglichen Plan gar nicht enthalten. Auf dem Hinweg ging es über das Grödner Joch, zurück überlegten wir die Fahrt über den Reschenpass und alles dazwischen: einfach mal schauen! Für die endgültige Strecke entschieden wir uns täglich mehr oder weniger spontan, denn für uns zählte die Flexibilität. Somit wurde am Vorabend in Livigno entschieden, dass es über das Stilfser Joch gehen soll, den höchsten Gebirgspass in Italien. Das Stilfser Joch verbindet Bormio im Veltin (Lombardei) mit dem Vinschgau (Südtirol) und ist ein Traum für jeden Liebhaber außergewöhnlicher Strecken.
Am nächsten Tag ging es also gleich in der Frühe los. Im Nachhinein gesehen hatten wir Glück. Es war Anfang Oktober, die Passhöhe liegt bei 2757m und am Vorabend fiel die Temperatur in Livigno auf -8 °C. Somit hätte es durchaus sein können, dass es schneit. Hatte es zum Glück nicht. Auf der anderen Seite ist das Stilfser Joch äußerst beliebt bei Motorradfahrern. Uns begegneten, dank der Jahreszeit, aber nur wenige Maschinen und auch nur wenige Autos. Das Wetter spielte mit und die Auffahrt über die Westrampe war einfach nur genial. Einspurige Tunnel, zahlreiche Kurven (allein 48 durchnummerierte Kehren auf der Nordostrampe) und quasi sämtliche alpenländische Klimazonen. Laut Denzel-Alpenstraßen-Skala (es gibt nichts, was nicht irgendwie normiert ist, oder?) hat das Stilfser Joch den Schwierigkeitsgrad „SG 3“, welcher Praxis und sichere Fahrtechnik auf Bergstraßen erfordert. Wie schon am Timmelsjoch trafen wir auf der Strecke Autofahrer mit dem Kennzeichen MSP, also aus der Heimat, tja, im Spessart lernt man halt Auto fahren! Ganz im Gegenteil zu anderen, die vor jeder winzigen Kurve bis zum Stillstand abbremsen, obwohl noch ein ganzer Bus vorbeikommen könnte.
Anyway, eine super schöne Strecke, auf der man mit toller Aussicht belohnt wird.

Das Stilfser Joch

Das Stilfser Joch von oben

Stilfser Joch - Kehren

Das Stilfser Joch bietet alles, was das Autofahrer-Herz begehrt. Auch die Straße ist in einem sehr guten Zustand. Besonders, wenn man bedenkt, dass dort oben ganz andere Wetterverhältnisse herrschen, als unten im Tal. Damit Ihr auch einen kleinen Eindruck bekommen könnt, habe ich ein kleines Video zusammengeschnitten. Einfach Platz nehmen und rauf zum Stilfser Joch:

In Europa wird es nun schon etwas enger, was die Passhöhen angeht. Gut, der Col de l’Iseran in Frankreich ist noch etwas höher, aber dann war es das auch schon. Eine etwas andere Herausforderung wären natürlich noch die „SG 4“ oder „SG 5“ Straßen. Aber dafür fehlt aktuell noch das richtige Auto.

English:
My parents took me to the alps for hiking since I was a child and my dad often says ‘Who goes up, must come down!’ Afterwards I’m very happy about being in the mountains as child, hiking and skiing mainly in the Oetztal. We had snow in summer,
uncrossable crevasse or giant holes in the glacier (which have disappeared in the following year), my first wild Capricorn and great overnight stays in traditional mountain huts. We always went to the Oetztal by car, no matter if it was beautiful weather or even a snowstorm. If the weather was too bad, we just took our time. So planning our road trip to Italy, some former tours came to my mind. I have driving experience in the mountains and was looking forward to many turns, tunnels and mountain passes. A road trip to the South without a mountain pass can’t be a good road trip. However, the Stevio Pass was not yet included in the original plan. On our way south we went through the Gardena valley and up/down the Gardena pass, back north we have thought about the Reschen Pass. On our last stay in Livigno we decided spontaneously to drive through the Stelvio Pass the next day, the highest alpine pass in Italy. We have started early and were quite lucky, it was early October, the pass is 2757m above sea level and during the night the temperature in Livigno fell to -8 ° C. So snow could be possible, but luckily there was no snow. Furthermore, the Stelvio Pass is popular by motorcyclists. Thanks to the season, we met only a few machines and only a few cars as well. The weather was good and the driveway upwards was just awesome. Single-lane tunnels, numerous curves and turns and almost all alpine climate zones. Also the road is in a very good condition. A great track for a driver`s heart! Now it`s difficult for me to find another claiming pass in Europe. Only the Col de l’Iseran in France is a little bit higher. Or I have to drive off road tracks, but first I have to get the right car.

Die Vespa ist back!

16. November 2016 | 2 Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

…aber war sie jemals weg? Natürlich nicht – versteht sich doch von selbst! Eine Kultmarke mit einer Tradition seit 1946 kann schließlich nicht einfach verschwinden. Allerdings wird eine neue Ära anbrechen und die Rollergeschichte neu sortieren.

Als Italienfan freut es mich immer besonders, wenn ich in Mailand bin und die kleinen Flitzer durch die Straßen fahren sehe. Schick, mobil und wendig. Apropos, in Mailand kommt man halt entweder mit der U-Bahn schnellstmöglich von A nach B oder eben mit der knatternden Vespa – wie in den meisten anderen Großstädten auch. Außerdem gehört der elegante Roller einfach zum italienischen Flair dazu. Ihr seht schon, ich bin ein kleiner Vespa-Fan!

Vespas bei Mezger Bosch in Schweinfurt

Auf der anderen Seite blutet aber in gewisser Weise auch mein Herz. Denn die klassischen Verbrennungsmotoren sind laut und verpesten die Luft. Was dazu führt, dass in Großstädten, und in Mailand auch schon des Öfteren, SMOG-Alarm ausgelöst werden musste. Ja, das ist keine großartige Neuigkeit, klar. In meinen Augen haben Politik und Automobilindustrie in der Vergangenheit versagt, aber das ist eine andere Geschichte. Nun, ganz langsam (also ganz, ganz langsam) ändert sich dies ja, ich sage nur ein Schlagwort: E-Mobility. Wobei, irgendwie kann ich es ja auch verstehen, denn das Konzept über Jahrzehnte war schließlich „Mobility“.

Auch bei Vespa heißt es umdenken und den Fokus um den Punkt „Nachhaltigkeit“ erweitern. Eigentlich hat die Piaggio Group in Sachen elektronische Motoren eine lange Tradition schon seit den 70er Jahren, aber eine rein elektrisch angetrieben Vespa ist schon nochmal eine andere Hausnummer. Auf der Mailänder Motorradmesse Eicma wurde sie (als Konzept) nun kürzlich vorgestellt, die „Vespa Elettrica“, mit der die Piaggio Group die Mobilität der Zukunft im Sinne der Vespa voranbringen möchte.

Vespa Elettrica at Eicma 2016

Vespa Elettrica

Vespa Elettrica

Die Vespa Elettrica sieht der aktuellen Primavera sehr ähnlich, kommt aber natürlich ohne Auspuff (und auch ohne knattern) daher. Vermutlich wird es sie in vielen anderen Farben geben, schließlich hält Vespa am eleganten Stil fest, aber darüber ist noch genauso wenig bekannt, wie über die restlichen (technischen und kaufmännischen) Details. Was bekannt ist: Sie soll Mitte 2017 auf den Markt kommen. Ich freue mich! Punkt.

English:
Vespa is back! Of course Vespa was never gone, a cult brand with a tradition since 1946 won`t simply disappear. But a new era will start and re-sort the (scooter) history.
When I`m in Milan, I`m always happy to see all the Vespas around. It`s this Italian feeling and style I love. But according to environment, pollution and the quality of life changes have to be made in the mobility sector. In my opinion, politics and the automobile industry have failed in the past, but that is another story. The mobility sector is at any rate now facing a change of scenery that poses epoch-making challenges. And the Piaggio Group, whose tradition in electric motors dates back as far as the mid-seventies and who launched the first and best-sold hybrid scooter, is investing in the electric mobility of the future, presenting the Vespa Elettrica project at Eicma 2016.
Yes, it will be an electric version of the Vespa! With this Vespa will take a step into the future in complete consistency with the values that have accompanied its history.
The Vespa Elettrica is to be a true Vespa, bringing the very latest in electric technology to a vehicle that will retain all the features that have been vital to its success. The style, agility, ease of use and riding pleasure will be the same as the Vespa we have always known, with the addition of technological and innovative connectivity solutions. We don`t know much more about the technical details, but production and sales are planned for the second half of 2017. I`m looking forward to the new Vespa, a perfect mix of style, technology and environmental friendliness.

Von Oliven, Kaiserin Sissi und der Riviera di Ponente – Sanremo – Roadtrip-IT (Teil 2)

7. November 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Sodele, nach einer supervollen Woche geht es hier im Blog weiter, u.a. mit Berichten über die Stationen unseres Italien-Roadtrips. Von der wunderschönen ligurischen Küste wollte ich Euch ja schließlich noch mehr berichten.

Also zurück nach Sanremo. Die Stadt ist nur knapp 40km von Monaco entfernt und liegt an der Riviera di Ponente bzw. der Blumenriviera (Riviera dei Fiori), so genannt wegen der charakteristischen Blumenfelder der Region. Das Klima in Sanremo ist gleichmäßig mild, u.a. aufgrund der geschützten Lage durch die Seealpen. Aus diesem Grund verbrachten auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten gerne ihren Winter dort, wie Kaiserin Sissi oder Alfred Nobel, dessen Villa heute ein Museum ist und vor allem durch einen schönen Park besticht.

Für mich ein besonderes Highlight in Sanremo – neben dem Meer vor der Nase, dem wunderschönen Wetter oder einem Bummel durch den Yachthafen – ist die außergewöhnliche, mittelalterliche Altstadt, die Pigna. Kleine, enge Gassen, übereinander gebaute Häuser und (geheime) Durchgänge, definitiv sehenswert!

Sanremo von oben

Santuario della Madonna della Costa in Sanremo

Altstadt von Sanremo

Geschichte zeigt sich auch im Royal Hotel, das seit 5 Generationen in Familienbesitz ist.
Die Eröffnung fand 1872 statt und von Beginn an wurde auf hochwertige Einrichtung und Dekoration gesetzt. Nur das Beste vom Besten war das Motto. Und das ist heute nicht anders, es wird viel Wert auf die Tradition des Hauses gelegt, so gibt es z. B. eine eigene Restaurateurin, die sich um Gemälde und Möbelstücke kümmert. Eine Umgebung, in der man es sich so richtig gut gehen lassen kann!
Zeit zum Relaxen hat man im schönen SPA-Bereich des Hotels oder auch im beheizten Meerwasserpool, der einer der ersten in ganz Europa war. Er wurde vom Architekten Giò Ponti 1948 entworfen und eine weitere Besonderheit ist seine geschwungene Form, was viel natürlicher wirkt als die ansonsten meist rechteckigen Pools. Giò Ponti hat übrigens auch das Pirelli-Hochhaus in Mailand entworfen (das ist aber wieder eine andere Geschichte).
Am Pool kann man den Blick aufs Mittelmeer genießen, es gibt selbstgemachte Eiscreme und für mich ja immer ein Pluspunkt: Poolnoodles! ;)

Eingang vom Royal Hotel Sanremo

Royal Hotel Sanremo Grundstein

Royal Hotel Sanremo Decke

Pool vom Royal Hotel Sanremo mit Blick auf das Meer

Eigenes Eis im Royal Hotel Sanremo

Das Royalhotel hat insgesamt 126 Zimmer und Suiten, die nach und nach renoviert wurden bzw. noch werden. Wir waren in einer Junior Suite Deluxe untergebracht, durften aber bei einem Rundgang auch einen Blick in andere Zimmerkategorien und Suiten werfen. Zwei besondere Highlights: Zum einen die „Aurora Suite“ mit riesiger Terrasse, eigenem Jacuzzi und Edelhölzern und die „Sissi Suite“, in der – wie bereits erwähnt – bereits Kaiserin Sissi übernachtete, falls man sich einmal wie ein Kaiser fühlen möchte…

Zimmer im Royal Hotel Sanremo

Teil der Sissi Suite im Royal Hotel Sanremo

So schön die Zimmer sind, irgendwann meldet sich der Hunger und möchte gestillt werden. Wir hatten neben dem (super umfangreichen) Frühstücksbuffet abends ein leckeres Mehrgänge-Menü. Dazu haben wir uns entsprechend des Anlasses schick gemacht – Anzug gehört einfach dazu, und konnten uns dann lecker verwöhnen lassen.

Dinner im Royal Hotel Sanremo

Dessert im Royal Hotel Sanremo

Am zweiten Abend wartete sogar ein spezielles, regionales Dinner auf uns. Ligurien ist bekannt für sein Olivenöl und daher wurden die verschiedenen Gänge mit jeweils einem speziell passenden Olivenöl verfeinert. Hier die Menüfolge:

Fassona Rindtartare mit Sardellen und Kapern
„Testalonga“ Öl

Gefüllte hausgemachte Eiernudeln an Fischragout
„Ardoino“ Öl

Seebarsch mit Zucchuni Trombette, Kartoffeln und Kürbissuppe
„Roy“ Öl

Schokoladentörtchen „Araguani 72%“ mit extra nativem Olivenöl und Schokolade-Ganache
„Anfosso“ Öl

Machen wir es kurz: Ein Traum! Auch wenn jetzt einige vielleicht denken „Olivenöl? Solche Unterschiede gibt es da doch gar nicht!?“, der irrt sich – und zwar gewaltig! Das beste Beispiel ist der Nachtisch, also die Schokoladentörtchen „Araguani 72%“. Diese hatte ich zufälligerweise am Vorabend schon gewählt, allerdings ohne die Verfeinerung mit „Anfosso“ Öl. Selbstverständlich war es auch schon sehr lecker, doch das Öl machte die 72%ige Schokolade noch einen Hauch feiner.

Dinner (mit Olivenöl) im Royal Hotel Sanremo

Olivenöl im Royal Hotel Sanremo

Dessert (mit Olivenöl) im Royal Hotel Sanremo

Nach so einem leckeren Essen ging es dann gesättigt ins Bett, aber nicht ohne vorher nochmals auf der Terrasse vorbei zu schauen.
Das Royalhotel gehört zu den Leading Hotels of the World, eine Dachmarke für die besten Hotels der Welt und erfüllt daher die höchsten Standards. Das garantiert, dass den Gästen die Wünsche von den Augen abgelesen werden und sorgt für perfekte Erholung. Was ich aus eigener Erfahrung jetzt bestätigen kann. Danke für eine schöne Zeit und Danke an das gesamte Team!

P.S. Wir kommen wieder, versprochen!

 

English:
After a week full of dates, workshops and more it goes on with posts about our road-trip here on the blog. I wanted to tell you more about the beautiful Ligurian coast, so let’s come back to Sanremo.
Sanremo is only about 40km away from Monaco, right at the Riviera dei Fiori with lots of botanical gardens and flower fields. It is characterized by a mild climate, a great sea view and a historical centre with narrow alleys, old churches and much more. Very picturesque!
History is also evident in the Royal Hotel, which has been family-owned for 5 generations now. The opening took place in 1872 and from the beginning they set value on high-quality facilities. An ambience to relax and refuel your energy. Each sense is stimulated: the sight by the subtropical park, that surrounds the hotel or the swimming-pool designed by GiòPonti with its sea-view; the smell by the scent of flowers and the fragrances of the cuisine; the hearing by the sounds of nature; the taste by the flavors of the regional and seasonal food; the touch by a time in the Wellness zone e.g.
The hotel belongs to the Leading hotels of the world and has 126 (renovated) rooms and suites. One of them is the ‘Sissi suite’, in which the Bavarian empress has spent the winter season, with a big terrace and every comfort you can think about. After a tour through the hotel we felt hungry and were looking forward to our dinner. On the second evening we have even got a special dinner with typical Ligurian components, first to name the Ligurian olive oil. Absolutely delicious! Afterwards you can have a drink on the terrace under the palm trees, have a walk or make a visit to the Casino – just as you like.
Thanks for a great time to the whole team – you make a stay definitely something special!

Royal Hotel Sanremo
Imperatrice 80
18038 Sanremo, Italy
Tel. +39 0184.5391
Fax. +39 0184.661445
reservations@royalhotelsanremo.com

Das Royal Hotel Sanremo – Roadtrip-IT

14. Oktober 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , , ,

Ein erstes Highlight unseres Roadtrips durch Italien, das ich Euch vorstellen möchte, war mit Sicherheit die Ligurische Küste und der Besuch des Royal Hotels Sanremo.
Alleine die Fahrt nach Sanremo ist ein Traum. Sobald man die Alpen hinter sich gelassen und die Po-Ebene durchquert hat, fängt eine faszinierende Landschaft an mit wunderschönen grünen Hügeln (Teil der ligurischen Alpen). Und dann dauert es nicht mehr lange, bis man das Meer sehen kann. Eine komplett andere Welt! Trotz der erlaubten 130km/h auf der Küstenautobahn schlägt das Herz jedes Autofahrers höher, denn der Ausblick auf Meer und die Vegetation unterbrochen von Tunneln und interessanten Brückenkonstruktionen sind einfach eine grandiose Kulisse!

Küstenstraße bei Sanremo

Ich glaube, wir hätten uns sehr geärgert, wenn wir den Flieger genommen hätten und „nur“ das kleine Stück von Nizza nach Sanremo gefahren wären. Richtig, Nizza ist der nächstgelegene Flughafen – auch nur einen Katzensprung (ca. eine Stunde Fahrt) entfernt. Übrigens fliegt die Lufthansa von Frankfurt direkt nach Nizza und man ist innerhalb von 1,5 Stunden vor Ort. Also für diejenigen, die nicht so viel Zeit für eine gemütliche Autofahrt haben.
Autofahren in Sanremo ist eigentlich kein Thema, es ist eine kleine Stadt, wie jede andere auch. Man sollte sich nur an die italienischen Fahr-Verhältnisse anpassen (also im Rahmen, lieber nicht, was die Geschwindigkeiten angeht). Das heißt, immer rollen (nicht anhalten) und nicht stur auf sein (angebliches) Recht beharren – dann klappt das auch ganz gut. Miteinander statt gegeneinander – gilt übrigens für ganz Italien, besonders in Großstädten wie Mailand.

Anyway, zurück zu Sanremo und dem Royal Hotel. Wir waren bereits ca. 6 Stunden unterwegs und trotzdem staunten die müden Augen nicht schlecht, als wir die private Auffahrt nach oben fuhren. Direkt am Meer, von Palmen, Kakteen und anderen mediterranen Pflanzen umsäumt, geht es 3-4 Kurven hinauf direkt vor den Eingang des Hotels.

Royal Hotel Sanremo - mit Meerwasserpool

Royal Hotel Sanremo Auffahrt

Wenn man dann die Tür aufgehalten bekommt, der Wagen vom Portier weggefahren und sich automatisch um das Gepäck gekümmert wird, betritt man die geniale Eingangshalle (mit wunderschönem knirschenden Parkett) und wird herzlich willkommen geheißen, als ob man schon seit Jahren zu Besuch kommt. Dann ist man wirklich in einer anderen Welt angekommen, eine schöne, besondere Welt, in der der Kopf gleich umschalten kann auf „Erholung“ und „Genießen“.

Royal Hotel Sanremo Eingang

Royal Hotel Sanremo Eingang zum Pool/Meer

Ihr kennt das sicherlich: Man ist das erste Mal irgendwo zu Besuch und ein Rundgang ist quasi Pflicht. Es wird alles inspiziert und ein spontanes Wohlgefühl steigt im Körper auf. Jetzt könnt Ihr Euch auch vorstellen, wie es sich im Royal Hotel angefühlt hat, als wir einen ersten kleinen Einblick erhielten. Der Fußboden, die Wände, die Lampen…alles ist geschmackvoll eingerichtet und unglaublich reich an Details (z.B. die Murano-Lüster oder die schönen Intarsienarbeiten) .

Details im Royal Hotel Sanremo

Im Zimmer angekommen gab es also genug Eindrücke, die verarbeitet werden wollten. Dies war allerdings gar nicht so einfach, denn die Junior Suite Deluxe (!) bot natürlich selbst viele Highlights. Richtig, mit Blick auf das schier unendlich wirkende Meer, viel Platz und einer privaten Terrasse, aber dazu beim nächsten Mal mehr…

Panorama von der Junior Suite Deluxe im Royal Hotel Sanremo

To be continued…

 

English:
One of the highlights of our road-trip to Italy was a visit at the Ligurian coast and the Royal Hotel Sanremo. Yet the ride to Sanremo was awesome. Once you have left the foothills of the Alps and crossed the Po Valley, you enter a completely different landscape with green hills, until you can see the sea – you are simply in another world.
Despite the allowed 130km/h on the coastal highway, the driver’s heart beats faster, as you have the sea-view, the beautiful vegetation and lots of tunnels and bridges around. Fortunately we decided not to take a plane, so we could enjoy our ride. But if you don’t have that much time, the next airport from Sanremo is Nice, which is only a one hour drive along the coast as well. By the way, Lufthansa flights go directly from Frankfurt to Nice every day. Driving in Sanremo is not a problem at all; you should just adjust a little to the Italian driving conditions and follow the flow. But that applies for the whole of Italy.
Anyway, back to Sanremo and the beautiful Royal Hotel.  We have been already on the road for about 6 hours, but our tired eyes widened as we drove up the private driveway. Going up the street to the hotel surrounded by palms and other Mediterranean plants you can have a look at the sea and after 3-4 curves you arrive at the entrance. The doorman opens the door, looks after your car and luggage and you can just enter the beautiful entrance hall and will get a very warm welcome. Then you feel definitely as if you have arrived in another world, where you can switch over to relaxing and enjoying at once.
In a first short tour we’ve got to see some parts of the hotel – everything is furnished very elegantly, e.g. with Murano chandeliers and intarsia details. Many impressions, but that didn’t stop at our Junior Suite Deluxe (!), which has its own highlights.
Lots of space, a private terrace overlooking the Mediterranean Sea, and much more… But that is part of another blogpost. So stay tuned!

Roadtrip-IT – eine kleine Statistik

10. Oktober 2016 | Keine Kommentare | Schlagwörter: , , , , ,

Wer mir auf den verschiedenen Social Media Kanälen folgt, dürfte mitbekommen haben, dass es letzte Woche ins schöne Italien ging – und zwar zu einem Roadtrip mit ganz unterschiedlichen Stationen. Los ging es im schönen Südtirol, genauer gesagt in Wengen/La Valle im Val Badia, von dort aus weiter hinunter an die Ligurische Küste ins 5-Sterne Hotel „Royal Hotel Sanremo‎“ im gleichnamigen Ort. Im Anschluss führte unser Weg durch das hügelige Hinterland bis in die Weinregion im Piemont nach Clavesana und als letzte Station hatten wir Livigno, mitten in den Alpen, auf dem Programm. Zu den einzelnen Orten komme ich natürlich noch in aller Ausführlichkeit.
Weil es aber so unterschiedliche Regionen waren mit so vielen unterschiedlichen Erlebnissen, kam unterwegs schon die Idee auf, eine (kleine) Statistik zu führen. Quasi der quantifizierte Reisebericht in Kurzform.

And here we go:

  • Gefahrene Kilometer gesamt: 2440 km
  • Durchquerte Länder: 4 (Österreich, Italien, Schweiz und natürlich Deutschland; Monaco, Frankreich und Liechtenstein haben wir mangels Zeit dann doch lieber für das nächste Mal aufgehoben)
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 58 km/h (ich sage nur: Tempolimit auf Autobahnen, kurvige Berg- und schmale Küstenstraßen, außerdem musste sich mein Gasfuss aufgrund zahlreicher Carabinieri am Straßenrand doch etwas zügeln)
  • trotzdem geblitzt worden: 1x (also hoffentlich nur 1x)
  • hervorragende Gastgeber/Unterkünfte kennengelernt: 4 (wir haben wirklich mit allen 4 Orten einen Glücksgriff gelandet, ohne zu übertreiben!)
  • Baujahre der Unterkünfte: ein ehemaliges Kloster aus dem 13. Jahrhundert, ein Bergbauernhof von 1735, ein Royal-Hotel von 1872 (in dem übrigens schon Sissi übernachtete) bis hin zu einem Chalet aus dem Jahre 2015
  • Temperaturunterschiede: Von +26°C bis hin zu -8°C war alles dabei (genauso wie in unserem Gepäck, nur Wintermütze und Skistiefel fehlten)
  • Höhenunterschiede: von Meereshöhe bis 2757m und wieder hinunter
  • Tunnel und Brücken: wahrscheinlich über 100 insgesamt
  • übrigens genau wie Kehren (alleine zum Stilfser Joch hoch waren es 38, hinunter dann nochmal 48 Stück)
  • Benzinpreise: von 0,92 Euro (im zollfreien Livigno) bis 1,58 Euro (an der ligurischen Küste)
  • mit dem Auto verfahren: 1x (ausgerechnet vor Mailand)
  • dafür dann aber in Mailand erfolgreich gemeisterte mehrspurige Kreisel: 5 Stück
  • angehupt worden: 1x (nur!)
  • selbst gehupt: 2x (in Mailand) und 8x im schmalen, einspurigen Alpentunnel
  • verschiedene Sprachen/Dialekte gehört: Ladinisch, Italienisch, Ligurisch, Schwizerdütsch , tirolerisch
  • überquerte Pässe: 7 Stück (kleine „lokale“ nicht mitgerechnet)
  • Alkoholfreie Tage: 0 (außer dem Rückreisetag, der ist nicht mit eingerechnet)
  • neu probierte Schnapssorten: 3 (Heu-, Zirbel- und Wildkräuterschnaps)
  • neu kennengelernte Spezialitätenregionen: 3 (Ladinisch, Ligurisch und die typische Küche aus dem Piemont)
  • vor dem Hotel die Autotür aufhalten lassen: 2x
  • an der Tankstelle tanken lassen: 1x
  • ungläubige Blicke geerntet: mindestens 3x (ich brauchte halt morgens gleich zweimal einen doppelten Espresso, das ist doch nicht sooo unverständlich, oder? Und die ungeteerten Hochstraßen, die „auf eigene Gefahr“ zu befahren sind, kann man ja trotzdem mal versuchen… („aber nicht mit DEM Auto!“) und dass der Schweizer Grenzbeamte, der wissen wollte, wohin es gehen soll, mit „na, durch die Schweiz!“ nicht zufrieden war, dafür kann ich sicherlich auch nichts!)

 

Weg zur Wallfahrtskirche Heilig Kreuz in Alta Badia

Ausblick aus dem Royal Hotel Sanremo

Weingegend bei Barolo im Piemont

Das Stilfser Joch

Diese Statistik könnten wir sicherlich noch um einige Punkte weiter führen. Aber einiges ist natürlich immer Situationskomik und digital nur schwer rüberzubringen.
Freut Euch einfach auf die kommenden Blogposts für weitere Geschichten, Infos und Tipps!

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